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Altes Kofferradio - Testbericht und fragen

Startbeitrag von Spacelab am 18.10.2009 11:41

Hallo Radiofreunde! :cheers:

Meine Nachbarin hat mal entrümpelt und viele Dinge von ihrem längst verstorbenen Mann entsorgt. Da sie mich und meine Hobbys kennt hat sie mir ein paar alte Radios geschenkt. Ihr Mann war einer von der Sorte der überall wo er war ein Radio brauchte. Deshalb war er auch ein totaler Fan von Kofferradios die er immer mit Batterien bestückt hatte. Alle Radios (auch ein 1973er ITT Schaub-Lorenz - Pepino) funktionieren noch wie am ersten Tag. Bei einem Radio habe ich aber gar keine Ahnung was das für ein Gerät ist. Ich werde also erstmal versuchen das Gerät so gut wie möglich zu beschreiben. Hier mal ein paar Bilder: (Nicht erschrecken ich hab das Gerät noch nicht gereinigt! ;-) )

So sieht das Gerät aus:


Hier nochmal schräg von oben:


Was soll das für eine Marke sein? Google findet absolut nichts.


Das Radio von hinten:


Jetzt mal ein paar Infos zu dem Gerät:
Das Radio kann FM, LW, MW, und KW Empfangen. Die Empfangsleistungen auf FM sind ganz brauchbar. Schwache Sender kommen erstaunlich rauschfrei herein und die Trennschärfe ist auch ziemlich gut. Das Teil scheint aber leider über eine sehr dickköpfige AFC zu verfügen. Wenn man sich langsam einem Sender nähert hat der Empfänger ihn auf einmal schlagartig eingetunt. Es wird also auf UKW dem Benutzer keinerlei Feingefühl abverlangt. Der große Nachteil ist hier allerdings das wenn man einen schwachen Sender neben einem starken hören will, die AFC immer auf den starken Sender rüber zieht. :sneg:

Regelrecht baff bin ich aber vom MW Bereich. Das Radio scheint eine große Ferritantenne zu besitzen denn die Empfindlichkeit ist erstklassig. Die 1017khz (SWR Cont.Ra) kommt hier normalerweise tagsüber immer nur sehr muffelig, leise und stark verrauscht an. Mit diesem Kofferradio aber ist der Sender absolut klar und es gibt kaum rauschen. Das gleiche mit der 1107khz (AFN). Besonders bemerkenswert ist aber der sehr gute AM Klang. Ich bin es ja gewohnt das sogar die 1422khz (DLF) klingt wie aus der Regentonne. Aber mit diesem Gerät klingt die olle Mittelwelle herrlich satt und sauber. Da könnten einem echt die Tränen kommen wenn man darüber nachdenkt das sowas von einem (billigen?) Kofferradio kommt. An diesen AM Klang kommen heute wohl nur noch teure Profiempfänger ran. Wenn überhaupt... :-(

Der gute Klang setzt sich natürlich auch auf der Langwelle fort. Wenn auch hier die Empfindlichkeit eher Standard ist. Die 153khz rauscht hier genauso wie auf allen anderen Geräten auch. Nicht mehr und nicht weniger. Ich muss aber auch zugeben das ich mich mit diesem Wellenbereich noch nie wirklich beschäftigt habe. Deshalb kann ich hier auch keine wirkliche aussage über die Qualität des Empfängers abgeben.

Die Kurzwelle ist bei diesem Radio so eine Sache. Klanglich ist sie, wie die anderen AM Bänder auch, einfach super. Aber das einstellen eines Senders ist doch etwas fummelig. Man hat, zumindest laut Skala, den Bereich von 5 Mhz bis 16 Mhz in ein einziges Band gequetscht. Man muss also gaaaanz langsam drehen sonst überspringt man versehentlich einen Sender. Ohne die AFC wäre man hier aufgeschmissen. Man dreht und ohne Vorwarnung ist ein Sender da. Man dreht nur ganz minimalst weiter, ist der Sender wieder komplett verschwunden. Hier wäre weniger wohl mehr gewesen und man hätte sich vielleicht nur auf das Europaband beschränken sollen. Aber wenn man mal einen Sender erwischt hat lässt die AFC diesen wohl nicht mehr los und der Empfang ist sehr sauber und stabil. :spos:

Das Kassettenteil ist eine seltsame Angelegenheit. Aufnehmen kann es nur in Mono, aber das Teil hat eine automatische Bandsortenerkennung. Erkennbar an den kleinen Fühlern die die Kassettenoberseite nach den Vertiefungen abtasten. Schon komisch diese zwiespältigkeit. Eine automatische Aussteuerung gibt es, zumindest bei Aufnahmen vom Radioteil, nicht. Die Aufnahmen sind so laut wie der Sender von dem sie aufgenommen wurden. Bei Aufnahmen über das eingebaute Mikrofon allerdings gibt es sehr wohl eine automatische Aussteuerung die hier aber auch angebracht ist. Der Besitzer des Radios war Schriftführer in einem Verein und hat das Gerät immer mitgenommen um Mitschnitte der Sitzungen zu machen um diese später Zuhause in ruhe sauber zu Papier zu bringen. Ohne automatische Aussteuerung wäre das wohl nur sehr schlecht möglich gewesen.

Der Klang des Radios ist für die Größe unglaublich. Dies ist wohl, wie beim bekannten Elta/Roadstar Empfänger auch, auf den großen und ziemlich weich aufgehängten Lautsprecher zurück zu führen. Jedenfalls klingt die (relativ) kleine Kiste deutlich besser als die meisten modernen großen Ghettoblaster. Die maximale Lautstärke ist mehr als ausreichend und kann auch einen etwas größeren Raum noch locker versorgen. Allerdings merkt man hier den weich aufgehängten Lautsprecher der zwar einen sehr satten Bass erzeugt, aber bei basslastiger Musik (zum Beispiel bei bigFM) gerne mal zum unsauber werden neigt. Aber ich glaube das kann man noch verzeihen. ;-)

Das Gerät wirkt auf den Bildern ziemlich billig. In Realität ist das aber nicht so. Vor allem die "Anfassqualität" ist recht hoch. Auch wenn man mal etwas fester drückt, das Gerät hin und her biegt, oder mal etwas lauter macht rasselt nichts, es quietscht nichts und es knackt nichts. Auch die Tasten und das dicke Lautstärkerad sind schön fest und nicht so wackelig und scheinen für die Ewigkeit gemacht. Das beweist mir auch die Tatsache das nach all den Jahren noch keine Taste oder der Lautstärkeregler kratzt.

Zwei fragen habe ich aber noch an euch. Zum ersten frage ich mich was das hier für ein Anschluss ist.

Wenn ich die Symbole richtig deute scheint das gleichzeitig ein Eingang und ein Ausgang zu sein. Richtig? Aber was ist das für ein Stecker Typ? Den habe ich noch nie gesehen. Ich kenne nur die üblichen 5 Poligen Ausführungen wie sie an alten Kassettendecks und Tonbandgeräten vorhanden waren. Aber dieser hier hat 8 Pole. Mit der Abschirmung wären es sogar 9. :eek:

Und die zweite Frage ist folgende: was ist das für ein Schalter? Kann jemand mit der Beschriftung was anfangen? Wenn ich diesen betätige ist das Radio stumm und ich bekomme keinen Sender mehr.

Antworten:

Das sieht etwas nach so einem Radio aus, Was z.B. bei Quelle als "Universum" oder Otto als "hanseatic" usw. verkauft wurde ;-).

von WiehengeBIERge - am 18.10.2009 11:46
Bei dem rätselhaften Anschluss handelt es sich im einen Eingang für externe Tonbandgeräte, Plattenspieler oder Cassettenrekorder. Das hatte unser alter Philips Philetta auch. Hierüber hat mein Vater immer sein altes Tonbandgerät angeschlossen. Keine Ahnung, wie das dazu gehörige Übertragungskabel hieß. Es war grau und hatte eben das entsprechende Gegenstück mit spitzen dünnen Metallenden, die eben auf die im Kreis angeordneten Löcher passten.
ich nehme an mit dem Umschalter kann man dann auf die angeschlosene externe Quelle umschalten. Praktisch das Line-In.

von HeibelA - am 18.10.2009 11:58
Hat ja mal Ähnlichkeit mit diesem Teil.
Hier könnte ein passender Schaltplan sein.

von SillyNRW - am 18.10.2009 12:09
Das Rot ist ja mal absolut augenfeindlich. :eek: Aber die Ähnlichkeit stimmt. Der Schaltplan passt aber nicht so ganz. Und das obwohl die Bezeichnung auf der verlinkten Seite eigentlich stimmt. :confused:

Wie ich schon oben schrieb macht es einen regelrecht traurig wenn man sieht das so ein altes Billigradio aus Polen durch die Bank weg in allen Bereichen besser ist als moderne (tragbare) Radios. Laut der Dame die mir das Radio geschenkt hat müsste das Teil so um die 25 Jahre alt sein und wurde sehr intensiv benutzt. Und heute spielt das Gerät noch wie am ersten Tag. Das soll die iPod Generation mit ihrer Wegwerfelektronik erstmal nachmachen.

von Spacelab - am 18.10.2009 13:15
Bei der Buchse handelt es sich um die berühmte DIN- oder Diodenbuchse ( mal bei Wikipedia suchen ). Normalerweise ist die ja 5-polig ( LR Wiedergabe/ LR Aufnahme/ Masse ) Die zusätzlichen Pins werden wahrscheinlich für den Mikrofoneingang benötigt, ist aber jetzt Spekulation.

Der Schalter hat zwei Funktionen:
Bei Aufnahme einer Cassette hat es Wikipedia schon gut erklärt:
"Bei Radiorekordern kann bei Aufnahme einer Rundfunksendung im Mittelwellenbereich ein störendes Pfeifen auftreten, falls Harmonische der Frequenz des Löschgenerators nahe an der Frequenz des empfangenen Senders oder des Empfängeroszillators liegen. Um dieses zu vermeiden, verfügen solche Geräte über eine oft mit FU (Frequenzumschaltung) oder Beatcut bezeichnete Taste, welche die Löschfrequenz geringfügig ändert."
Hinter der Bezeichnung "Sleep" vermute ich folgende Funktion:
Das ja keine Uhr eingebaut ist, wird das Cassettenteil hierfür "missbraucht".
Das geht ganz einfach:
Cassette ( z.b. C60 ) einlegen und Wiedergabe starten
Nach Betätigung des Schalters sollte das Radioteil eingeschaltet und nicht
die Wiedergabe der Cassette zu hören sein.
Nach Ablauf der Cassette ( im Beispiel max. 30 Minuten ) schaltet Gerät ab
und das Radio ist aus.

Einfach mal ausprobieren.

von RN - am 18.10.2009 15:10
Zitat
SillyNRW
Hat ja mal Ähnlichkeit mit diesem Teil.
Hier könnte ein passender Schaltplan sein.

Das Teil (in etwas augenfreundlicherem braun) steht irgendwo bei meinen Eltern herum. Es diente ewige Zeit in der Küche zum Empfang der "Hansawelle", später aber auch von Hilversum Drie. Empfangs-und Trennschärfe waren bei der Kiste ziemlich gut, ich muss mal gucken ob das Gerät noch existiert. Gekauft haben meine Eltern das Radio wenn ich mich recht erinnere über Quelle.

von Staumelder - am 18.10.2009 15:21
Zitat

Gekauft haben meine Eltern das Radio wenn ich mich recht erinnere über Quelle.

Dann lag ich mit meiner Vermutung ja richtig. Ich meine nämlich, dass wir dieses Ding sogar auch mal selbst irgendwo als Kellerradio setehen hatten ;-). Das war jedenfalls ganz sicher von Quelle, da wir ja damals eine Quelle-Agentur waren...

von WiehengeBIERge - am 18.10.2009 15:41
Das Gerät ist wohl identisch mit dem Roten, ist bloß ein "Exportmodell" außerhalb von Ostblock. Hersteller ist wohl "Zaklady Radiowe" aus Polen. http://pl.wikipedia.org/wiki/Zakłady_Radiowe_im._Marcina_Kasprzaka_w_Warszawie

Passt mit Quelle zusammen die allerhand von dem Zeug aus der DDR und von Sonstwo hierzulande verkauft haben.

Das Ding ist wohl aus Ende der 80er Jahre.

Zitat

Laut der Dame die mir das Radio geschenkt hat müsste das Teil so um die 25 Jahre alt sein und wurde sehr intensiv benutzt. Und heute spielt das Gerät noch wie am ersten Tag


Du solltest erstmal mein Telefunken dir ansehen. Das Ding klingt besser wie bei manchen Leuten die Stereoanlage, geht laut genug um ne Halle zu beschallen :eek: und schaut aus als wäre es grad mal ein Jahr alt.

http://forum.mysnip.de/read.php?8773,661468,661564#msg-661564

Wer die Möglichkeit hat ein paar von diesen Geräten in Topzustand zu bekommen. Zuschlagen! Lohnt sich.
Wenn man bedenkt wie viele von diesen und ähnlichen Geräten in den Müll gewandert sind.

von Detektordeibel - am 18.10.2009 15:53
@RN: Ich vermute auch dass das eine "Kombibuchse" für mehrere Anwendungen gleichzeitig ist. Ich habe nur leider bis jetzt keinen passenden Stecker dafür gefunden. Oder sind die Pins dieser Buchse so gelegt das sowohl 5 Pin,3 Pin, sowie auch 4 Pin (Würfel-)Stecker passen? Denn die Symbole bedeuten "Mikrofon", "Plattenspieler" (wohl nur Kristalabnehmer), "AUX In" und "Kopfhörer".

Das mit dem Schalter stimmt! Auf das mit dem "Sleeptimer" wäre ich glaube ich nie gekommen. :D Das mit dem Pfeifen bei MW Aufnahmen scheint wohl nur sehr selten mal vor zukommen. Bis jetzt hab ich das nämlich noch nicht beobachten können.

von Spacelab - am 18.10.2009 16:10
Da passt weder ein Würfelstecker noch ein 5-poliger DIN (unter Ossis "Diodenstecker") drauf.
Da gehört die Art von DIN-Stecker dauf, die mir von DDR-Zeiten als "AV-Stecker" bzw. "Steuerstecker" bekannt sind.

Wie die richtg heißen, weiß ich nicht.
Nur, dass sie zu DDR-Zeiten die Funktion der heutigen Scart-Stecker erfüllten.
Und wohl auch im "Westen" der Vorgänger von Scart waren.

Die Buchse erfüllt nach meinem Verständnis der Symbole die folgenden Funktionen:

- Hochohmiger, eventuell entzerrter Eingang für Kristallabnehmer (Plattenspielereingang)
- Linearer Eingang für Magnetbandgeräte,... (Diodeneingang)
- Linearer Ausgang zur Aufnahme/Wiedergabe über externe Geräte (Diodenausgang)
- vorverstärkter Eingang für Tauchspulenmikrofone (unsymmetrischer Mikrofoneingang)

Aus DDR-Zeiten ist mir eine solche Kombibuchse nicht bekannt.
Da wurden dann zwei Buchsen (5-pol. DIN) genutzt.

Zitat

Das mit dem Pfeifen bei MW Aufnahmen scheint wohl nur sehr selten mal vor zukommen. Bis jetzt hab ich das nämlich noch nicht beobachten können.


Da heute viele Geräte mit einem Permanentmagnet oder mit Gleichspannung löschen bzw. vormagnetisieren,
tritt der Effekt kaum noch auf.
Allerdings rauschen solche Aufnahmen doch wesentlich stärker...

von shianne - am 18.10.2009 17:35
Die passenden Stecker gibts z.B bei Reichelt:


(Quelle: Reichelt.de)

Die Belegung ist aber wahrscheinlich nicht standartisiert.

Die oben erwähnten AV-Stecker waren nur 6-polig. Da gibts auch noch
problemlos entsprechende Adapter und Kabel.

von carkiller08 - am 18.10.2009 17:57
Diese DIN-Buchse ist üblicherweise nach Norm belegt, d.h. mit einem normalen
Überspielkabel ist Audio nutzbar. Zusätzlich wird über einen Schaltkontakt das eingebaute
Mikrofon abgehängt. Besonderheit hier, wenn man dem Schaltplan glauben darf, es ist eine
gesiebte Spannung für ein externes Kondensatormikrofon vorhanden, Minus auf Pin 6 & 3,
Plus auf Pin 8 (Mitte). Sollten so ca. 8 Volt mit einem Innenwiderstand von 1kOhm sein.
Mehr als 1mA sollten auch nicht entnommen werden, da sonst die Tape-Vorstufen nicht mehr
genügend Spannung bekommen. Normalerweise werden bei solchen Geräten Pin 6 und 7 als
Fernsteueranschluß genutzt.

Standardbelegungen DIN-Stecker.


von Nohab - am 18.10.2009 18:11
Zitat
shianne
Zitat

Das mit dem Pfeifen bei MW Aufnahmen scheint wohl nur sehr selten mal vor zukommen. Bis jetzt hab ich das nämlich noch nicht beobachten können.


Da heute viele Geräte mit einem Permanentmagnet oder mit Gleichspannung löschen bzw. vormagnetisieren,
tritt der Effekt kaum noch auf.
Allerdings rauschen solche Aufnahmen doch wesentlich stärker...

DC-Bias ist wirklich Band-Steinzeit und nur bei Billig-Geräten zu finden... nur gibt es eben fast nur noch diese. Nach Pfeifstörungen vom Vormagnetisierungsoszillator sollte man übrigens eher im Langwellenbereich suchen, der arbeitet typisch bei vielleicht 80 bis 200 kHz. Aber komisch, daß hier der ΔF-Schalter den Rest lahmlegt, das sollte eigentlich nicht so sein.

Habe mir mal den Schaltplan reingezogen. Ziemlich normale 70er-Jahre-Koffersuper-Technik, wie man sie so ähnlich seinerzeit z.B. auch bei Nordmende oder ITT Schaub-Lorenz hätte finden können. In dem Fall sind es wohl eher die Dinge, die man auf dem Schaltplan nicht so ohne weiteres sieht, die für ordentliche Performance sorgen.

Eine AFC für die AM-Bereiche hat das Gerät übrigens nicht. ;) Das hat mehr mit Filterbandbreite und Frequenzstabilität zu tun. Man kann sich ja mal den Spaß machen und mit einem SSB-Empfänger den LO einfangen.

von Stephan Großklaß - am 18.10.2009 19:06
Bei Hirschmann gibt es zwei Varianten des 8-poligen Steckers:

1. MAS 80 S

2. MAS 80 SN gemäß DIN 45326 (der entspricht wohl dem bei Reichelt angebotenen Stecker DIO 80SN)

In beide passt der 5-polige Stecker des DIN-Stereoüberspielkabels hinein.

Bei dem Typ 80 SN sind die "Gabeln" der äußeren Kontakte alle miteinander auf das Zentrum ausgerichtet.
Bei dem Typ 80 S ist es nicht durchgehend der Fall. Die unteren zwei Kontakte Nr. 7 und 8 sitzen zudem etwas tiefer als bei dem Typ 80SN, das heißt bei 80 S ist der Abstand zwischen den Kontakten maximiert.

von Ingo-GL - am 18.10.2009 22:37
Zitat
Stephan Großklaß
Aber komisch, daß hier der ΔF-Schalter den Rest lahmlegt, das sollte eigentlich nicht so sein.

Das ist nur weil der Schalter auch gleichzeitig als "Sleep" Taste genutzt wird. Drückt man am Kassettenteil auf "Play" ist der Ton wieder da. Ebenso wenn man auf "REC." drückt.

Zitat
Ingo-GL
In beide passt der 5-polige Stecker des DIN-Stereoüberspielkabels hinein.

Rein optisch könnte das wirklich passen. Ich werde das im laufe des Tages mal ausprobieren. Im Keller hab ich irgendwo noch ein Kabel mit 5 Pol DIN Stecker. Dort dürfte ich auch noch ein Kabel mit 8 Pol Stecker haben. Dieses hatte ich benutzt um damals den alten Sat-Receiver mit dem Telefunken Fernseher zu verbinden. Dieser hatte nämlich nur so eine 8 Pol Buchse und ich musste mir ein Adapterkabel von Scart auf 8 Pol DIN kaufen.

von Spacelab - am 19.10.2009 06:12
@Spacelab:
Schau doch mal unter das Radio... Auf einem der Bilder mit dem roten Radio aus Polen sieht man auf der Unterseite einige Schriftzüge
Als ich Dein Bild von der Vorderfront zu erstenmal sah, dacht ich gleich an VEB.... aus DDR Zeiten. Die haben vielleicht für denhalbeb oder ganzen Ostblock solche Geräte gebaut (mit OIRT-UKW-Band wie bei dem roten), und für den West-Export dann entsprechende Geräte mir CCIR-UKW-Band. Wenn Du es mal aufschraubst und davon Bilder einstellst, kann man mehr (oder alles) dazu sagen.


von Radioboy - am 20.10.2009 15:49
Unter dem Radio steht leider nichts. Da ist zwar ein Feld auf dem normalerweise immer etwas drauf steht, zumindest bei meinen anderen Radios, aber das ist glatt und es wurde nachträglich ein billiger Aufkleber mit Posthorn aufgepappt. Auf dem ganzen Radio steht nix. Keine technische Daten wie Empfangsbereich oder sowas in der Art.

Ich schau mal das ich die Kiste vielleicht am Wochenende aufschraube wenn ich eine ruhige Minute habe. Bei dem Stress den ich im Moment habe kommt da nix halbes und nix ganzes bei raus.

von Spacelab - am 20.10.2009 16:06
Ich bin endlich mal dazu gekommen das Radio aufzuschrauben. Ich hab gemacht als würde ich eine Operation am offenen Herzen durchführen. Ich wollt ja nichts kaputt machen. :rolleyes: Das ganze ist ziemlich "Old School" verarbeitet. :D Aber schauts euch am besten selbst mal an:

Das sieht man wenn man die Rückwand abnimmt:


Und so sieht das ganze von vorne aus:


von Spacelab - am 25.10.2009 13:24
Das Posthorn wird wohl die Zulassung sein (PTZ, FTZ Nummer, später BZT)

Anhand der Zulassungsnummer muß auch der Hersteller heraus zu finden sein!
Bleibt die Frage, ob es dieses Archiv noch gibt.
Ab den 90er Jahren war die Zulassung und die Akten in Saarbrücken beim BZT in der Talstrasse!

von Dampfradio - am 25.10.2009 15:12
Zitat
Spacelab
Ich bin endlich mal dazu gekommen das Radio aufzuschrauben. Ich hab gemacht als würde ich eine Operation am offenen Herzen durchführen. Ich wollt ja nichts kaputt machen. :rolleyes: Das ganze ist ziemlich "Old School" verarbeitet. :D Aber schauts euch am besten selbst mal an:

Das sieht man wenn man die Rückwand abnimmt:


Und so sieht das ganze von vorne aus:


--------------------------------------------------------------------------------
QTH: Saarbrücken / Scheidt
--------------------------------------------------------------------------------
Um auch zu sehen was man sonst nur höre erfand Herr Braun die Fernsehröhre. Heute wären wir ihm mehr verbunden hätte er sie nicht erfunden.
(Heinz Erhard)


Das Radio hat wohl sogar ein Keramikfilter eingebaut ! :eek:
Links etwas oberhalb des Kupferfarbenen Spulenfilter an der unteren Kante des Abstimmdrehkos bei der Kunststoffabdeckung.
Vor dem Filter sind noch 2 Widerstände mit rot rot rot (R119 2,2Kohm) und Gelb Violett Braun (R117 470ohm).
Der Filter ist Dunkelbraun fast Dunkelrot mit einen hellen Roten Punkt.
Da würde ich mal spaßeshalber was schmaleres einbauen und schauen wie sich der Empfang so macht.

von _Yoshi_ - am 25.10.2009 18:10
Wie gesagt, feinste 70er-Jahre-Koffersuper-Technik. ;) Die Platine verrät freilich die "nahöstliche" Herkunft, bei meinem VEF 206 sieht's so ähnlich aus. (Was ist das eigentlich, Leiterbahnen Kupfer und dann verzinnt? Den Luxus von Lötstopplack gibt es jedenfalls wohl nicht.) Solider Aufbau, wie ich das von meinem polnischen Gerät des gleichen Vertriebs (ITC Julia) nicht anders kenne. Zu dem Zeitpunkt (80er Jahre) dominierten im Westen schon die Billigmöhren.

Man sollte es noch einmal anhand des Schaltplans prüfen, aber ich denke, daß das blaue rechts oberhalb des UL1211 das UKW-Keramikfilter ist. Wird ein 280er sein, was anderes als diese Scheunentore gab's nicht.

Bei den ICs handelt es sich übrigens um Lizenznachbauten etwas betagter Sanyo-Modelle aus den 70er Jahren, der UL1211 etwa entspricht einem LA1201.

von Stephan Großklaß - am 25.10.2009 19:28
Für einen 280er Filter hat das Teil aber eine recht brauchbare Trennschärfe. Oder spielt da auch noch was anderes als nur der Filter mit rein?

von Spacelab - am 25.10.2009 20:24
Ich sehe da bloß noch den Ausgangstrafo des Frontends (F101), der noch eine Filterwirkung hat.

Interessant ist noch die Beschaltung der Verstärkerstufe mit T103 auf UKW. Wird da so etwas wie eine (frequenzselektive) Gegenkopplung über F101 gemacht oder wie habe ich das zu interpretieren? Ich würde vermuten, daß diese Stufe relativ großsignalfest ist und es so nicht zu einer allzugroßen Aufweitung der Filterkurve kommt.

von Stephan Großklaß - am 25.10.2009 22:27
Zitat
Stephan Großklaß
Was ist das eigentlich, Leiterbahnen Kupfer und dann verzinnt? Den Luxus von Lötstopplack gibt es jedenfalls wohl nicht.


Ja, ganz normales kupferkaschiertes Pertinax.
Wird geätzt und verzinnt. Das Lötzinn verhindert eine Korrossion des Kupfers.

Mit Luxus hatte das damals wohl nichts zu tun.
War wohl eher eine Frage der Technologie. (man muss den Lack ja auch irgendwie auf die Leiterplatte bekommen)

Zitat
Yoshi2001
Das Radio hat wohl sogar ein Keramikfilter eingebaut ! :eek:
Links etwas oberhalb des Kupferfarbenen Spulenfilter an der unteren Kante des Abstimmdrehkos bei der Kunststoffabdeckung.
Vor dem Filter sind noch 2 Widerstände mit rot rot rot (R119 2,2Kohm) und Gelb Violett Braun (R117 470ohm).
Der Filter ist Dunkelbraun fast Dunkelrot mit einen hellen Roten Punkt.


Ja, das ist eines.
Da das UKW-Band damals noch nicht so voll war wie heute, dürfte es relativ "breit" sein.

Zitat
Stephan Großklaß
[...]aber ich denke, daß das blaue rechts oberhalb des UL1211 das UKW-Keramikfilter ist

Das ist wohl ein Kondensator.

Zitat
Spacelab
Für einen 280er Filter hat das Teil aber eine recht brauchbare Trennschärfe. Oder spielt da auch noch was anderes als nur der Filter mit rein?


Der Schaltungsaufwand.
Das war eben noch entwickelt und durfte wohl auch etwas kosten.
Ein Trick wurde ja schon genannt.

Außerdem macht eine Anpassung der Impedanz der Schaltung an die Filterimpedanz manchmal viel aus.
Mit dem Austausch eines Filters und einem Nachgleich ist nicht immer alles getan.




von shianne - am 26.10.2009 15:58
Zitat
shianne
Zitat
Stephan Großklaß
[...]aber ich denke, daß das blaue rechts oberhalb des UL1211 das UKW-Keramikfilter ist

Das ist wohl ein Kondensator.

Äh, ja, jetzt habe ich das Filter neben den zwei Widerständen auch gesehen. Steht F1... drüber, das sollte man mal mit dem Schaltplan abgleichen (F103 wäre gefragt).

Ja, das Gerät wurde noch von der Spezies "Oldschool-Ingenieur" entwickelt. Ich kann oft nur meinen virtuellen Hut ziehen vor dem, was man seinerzeit mit ein paar Transistoren (aber dafür umso mehr passiven Bauelementen und Mechanik) auf die Beine gestellt hat. Heute ist die Elektronik viel komplexer, aber die Haptik, oje...

von Stephan Großklaß - am 26.10.2009 22:57
Schaltplan, eine gute Idee.

Auf den ersten Blick fällt auf:

Ein bei tragbaren Geräten übliches (bei mir bekannten einfachen DDR-Radios) HF-Eingangsteil mit selbstschwingender Mischstufe.
Naja, die mit drei Transistoren (Vorstufe, Oszillator und Mischstufe) sind etwas besser.
Gerade für DXer ;)

Dann erkennt man auch noch, dass noch keine kombinierte AM-FM-Empfänger-IS verwendet wurde.
Eben 70er Jahre.

Ja, da macht der Abgleich noch Spaß und Arbeit... (da ist viel zum Verstellen dran)

Und noch etwas: Der Motor für das Kassettenlaufwerk.
Hat der eine Regelung (gab es das in den 70ern schon als Einheit?) oder soll der wirklich so funktionieren?
(was definitiv unvostellbar ist...)

von shianne - am 27.10.2009 18:48
Zitat
shianne
Und noch etwas: Der Motor für das Kassettenlaufwerk.
Hat der eine Regelung (gab es das in den 70ern schon als Einheit?) oder soll der wirklich so funktionieren?
(was definitiv unvostellbar ist...)

Die Laufwerksmotoren hatten in aller Regel eine eigene Geschwindigkeitsregelung eingebaut. Der Abgleich erfolgte direkt am Motor mittels eines kleinen Schräubchens. Mehr als die Betriebsspannung haben die Dinger also nicht gebraucht.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 27.10.2009 18:58
Das einzige was man am Kassettenteil verstellen kann, zumindest laut der in der Rückwand aufgedruckten Anleitung, ist die Vormagnetisierung.

von Spacelab - am 27.10.2009 20:19
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Die Laufwerksmotoren hatten in aller Regel eine eigene Geschwindigkeitsregelung eingebaut. Der Abgleich erfolgte direkt am Motor mittels eines kleinen Schräubchens. Mehr als die Betriebsspannung haben die Dinger also nicht gebraucht.


Aus meiner Kinderkassettenrecorder-Auseinanderbau-Zeit vor ewigen Zeiten :D weiß ich noch, das die Antriebsmotoren eine Fliehkraftregelung hatten. Es gab die Möglichkeit, mithilfe einer kleinen Stellschraube die Vorspannung (in N, nicht in V) einzustellen. Damit wurde dann die Drehzahl bzw. der mechanische obere Fliehkraft-Grenzwert in N eingestellt. Im nachhinein kommt einem diese Art recht seltsam vor, die Gleichlaufschwankungen waren sicherlich "kernig". Für die damaligen Märchen-Kassetten hats aber gereicht. ;)



von Mc Jack - am 27.10.2009 21:01
Zitat
Mc Jack
Im nachhinein kommt einem diese Art recht seltsam vor, die Gleichlaufschwankungen waren sicherlich "kernig". Für die damaligen Märchen-Kassetten hats aber gereicht. ;)

Man hat es teilweise mit recht schweren Schwungmassen auf der Tonwelle kompensiert.
Nur leider waren diese Schwungräder aus Kostengründen nicht beidseitig gelagert, fiel das Gerät
herunter, was den lieben Kleinen mitunter schon passieren konnte, verbog sich die Tonwelle auf der
Rückseite, das schwere Ding eierte wie eine Achterbahn. Bandsalat inklusive. Wirklich merken kann
man die Fliehkraftregelung, wenn man so einen Motor in der Hand hält und unbelastet laufen läßt
Man fühlt dann, wie der Motor dann unregelmäßig Strom bekommt. Unter Last ist es weniger
problematisch, da gibt es dann regelmäßig Strom. Im übrigen, alles, was etwas teurer war,
war auch schon Anfang der 80er elektronisch geregelt. Anfangs war der Regler draußen am Motor
drangeschraubt, oder separat auf einer Platine, später gab es dann IC-Lösungen, da gab es nur noch
ein Loch in der Rückseite des Motors.


von Nohab - am 28.10.2009 11:06
Diese 2-Punkt-Drehzahlreglung nannte man bei frühen Verbrennungsmotoen "hit'n miss", da wurde auch einfach nur die Zündung oder Kraftstoffzufuhr ein-und ausgeschaltet.

von Radio_DDR - am 28.10.2009 17:08
Zitat

Im übrigen, alles, was etwas teurer war,
war auch schon Anfang der 80er elektronisch geregelt. Anfangs war der Regler draußen am Motor
drangeschraubt, oder separat auf einer Platine, später gab es dann IC-Lösungen, da gab es nur noch
ein Loch in der Rückseite des Motors.


So kenne ich das auch.
Auch schon aus den 70er Jahren.
Eine kleine Platine mit OPV (z.B. UL190), Transistor (SF127) und etwas Beschaltung.

Mit Fliehkraftregelung habe ich noch nie gesehen, geschweige denn davon gehört.

von shianne - am 28.10.2009 18:35
Billiges Fernost-Zeugs, z.B. von Quelle oder Heru für 20 - 30,-- DM war so aufgebaut.
Besseres war bei dem Preis nicht drin.



von Nohab - am 28.10.2009 20:44
Ich würde das Gerät aber trotzdem nicht wegwerfen.

Beste Grüße
DAC324

von DAC324 - am 28.10.2009 23:33
Zitat
shianne
Schaltplan, eine gute Idee.

Auf den ersten Blick fällt auf:

Ein bei tragbaren Geräten übliches (bei mir bekannten einfachen DDR-Radios) HF-Eingangsteil mit selbstschwingender Mischstufe.
Naja, die mit drei Transistoren (Vorstufe, Oszillator und Mischstufe) sind etwas besser.
Gerade für DXer ;)

Ja, meine Grundigs mit solchem Frontend (Uhrenradios und Portables) sind jetzt nicht die allerempfindlichsten, aber schon OK. Hat seinerzeit etwas gedauert, bis ich das Prinzip bei der selbstschwingenden Mischstufe kapiert habe. Der Sinn eventuell vorhandener Dioden hat sich mir aber bis dato nicht so recht erschlossen - wozu ist z.B. bei diesem Taschenradio D1 gut, Limiter oder sowas? (Daß an TR3 die Spannungen verwürfelt sind, ist mir dann noch irgendwann aufgegangen...)

von Stephan Großklaß - am 31.10.2009 19:54
Interessiert eigentlich keinen, aber ich habe ja vor Jahren geschrieben, dass ich mir ziemlich sicher war, dass genau so ein Radio auch in unserem Besitz ist, und es stimmt, ich habe es wieder gefunen.

Als "Universum" gelabelt, und es lief ebim Einschalten auf Anhieb, obwohl es wohl weit über 10 Jahre irgendwo in einem Keller rumlag :spos: .

Obwohl es ein "Kurbelradio" ist, ist es auf UKW sehr empfangsstark, einzig nachteilig ist die nicht abschaltbare AFC.

Eigentlicher Grund für das Hochholen des alten Fadens:

Hat Jemand einen Schaltplan für dieses Radio, oder gibt es den nur noch beim Radiomuseum.org?
Ich wollte nämlich mal gucken, ob man die AFC nicht lahmlegen kann...

von WiehengeBIERge - am 01.11.2015 11:56
Von Universum gab es viele Radiorecoder.

Ich selber hatte vor kurzen ein Universum CTR 2747 aufgearbeitet.
Man kann an den alten Geräten leicht das UKW Band etwas Stauchen damit man von 87,5 bis 108MHz kommt.
Es stimmt dann zwar die Scala nicht mehr aber das sollte kein Problem sein.
Original geht das UKW Band nur bis 104MHz.
Auch dieses Radio hat eine AFC nur ich muss erst mal schauen wie man die Deaktivieren kann.
Bei einigen Geräten reicht es eine bestimmte Leiterbahn zu unterbrechen.

Bei Radimuseum.org hatte ich auch erst mal geschaut nach einer Bedienungsanleitung.
Nur das Problem dort ist das man 20€ für eine Mitgliedschaft ausgibt wo man eh mal alle jubeljahre Technische Unterlagen benötigt.
Bei Ebay oder Amazon kann man glück haben und die benötigten Unterlagen dort finden.

von _Yoshi_ - am 01.11.2015 12:15
Wieder aufgetaucht:

Ist noch im ungereinigten Originalzustand ;-).
[attachment 7303 radio.jpg]

Und wenn ich das mit den Bildern auf der ersten Seite vergleiche kann ich jetzt sagen, es ist zu 100% das gleiche Radio.

von WiehengeBIERge - am 24.04.2016 09:08
Die Kiste hatten meine Eltern in der Küche stehen :eek: Und sie war empfangsstark. Es wurde gern Bremen 1 und Bremen 3 damit gehört (96,7 vs. 97,0 war schon eine Herausforderung, da Bremen deutlich schwächer einfiel als der WDR). Ich habe keine Ahnung was aus dem Radio geworden ist.

von Staumelder - am 24.04.2016 09:51
Mein Radio hat eine SEHR ähnliche Vergangenheit (sogar die genannten Sender passen :eek: ). Nur nicht bei meinen Eltern, aber anderweitiger Verwandschaft.

Bis auf kratzende Regler und krachende Wellenbereichsschalter (kein Wunder, so stark wie das Ding verschmutzt ist, das Teil muss mindestens 15 Jahre komplett ungenutzt in einem feuchten Keller gelegen haben, jedenfalls habe ich es da gefunden, nachdem ich es jahrelang nicht mehr gesehen hatte) "spielt" das Gerät noch völlig problemlos.

von WiehengeBIERge - am 24.04.2016 10:01
Falls Du es "entsorgen" möchtest (gern generalüberholt gegen BIER)... :D

von Staumelder - am 24.04.2016 10:28
Bei Grundig hatte das Gerät die Bezeichnung "RR 120 International":

http://grundig.pytalhost.com/grundig80/grundig19.jpg

http://www.radiomuseum.org/r/grundig_rr120rr_12_international.html

Ich besitze die "Grundig-Version" und das Gerät hat einen erstaunlich guten UKW-Empfang und klingt auch für die Größe sehr ordentlich.

von Router - am 24.04.2016 10:30
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