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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
ulionken, Schwabinger

NKLs + Veranstaltungsfunk

Startbeitrag von Schwabinger am 20.10.2009 16:49

Im DLR-DAB-Abschaltungsthread hab es ja folgendes Zitat von mir
Zitat

und dass nicht überall (und zum Glück) NKL und insbesondere Ver(un)anstaltungsradios auf Sendung sind.

Darauf reagierten
Zitat
KlausD
Vielleicht kommen andere und ich irgendwann mal dahinter, WAS Du (und leider auch weitere nicht nur hier) gegen diese Art der aktiven Programmgestaltung und Medienkompetenzförderung hast? Bitte keine Antwort, sonst wird es wieder OT. Ich kann abwarten, bis ich von selbst eine halbwegs überzeugende Begründung erkenne. Danke.

Zitat
Chris85
Solche lächerlichen Bemerkungen wie "zum Glück gibt es nicht überall NKLs" und "Verunstaltungsfunk" sind für all diejenigen wie für mich ein Schlag ins Gesicht, die sich bei Freien Radios ehrenamtlich engagieren, mit eigenem Geld zum Beispiel Platten kaufen und ihre Freizeit in eigene (Musik-)Sendungen investieren, das alles für eine (musikalische) Programmvielfalt auf UKW, die die kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Programmanbieter hierzulande leider nicht bieten wollen und können.


Möchte jetzt hier keinen OT-Thread herbeireden, aber an den NKLs, BüFus, Uni-Radios und vor allem kritisiere ich, dass die vornehmlich dort On Air sind, wo sonst recht sparsam mit privater (lokaler) Konkurrenz zu den LMA-Platzhirschen umgegangen wird. Zum Beispiel NRW mit seinen Hochschulradios. Und z. B. Hessen mit seinen NKLs anstatt privaten Locals.
Nichts gegen ein Miteinander, aber in manchen Ländern (z. B. NRW) gibt man lieber eine QRG an ein Hochschulradio und kann dann sagen, es gibt keine freien Frequenzen mehr, wenn ein Privater auf Sendung gehen will. Anderswo genauso.
An dem BüFu und den NKLs kritisiere ich auch noch, dass unterschiedliche Gruppierungen sich im Zeitalter des Internet sich eben dort viel breiter der Gesellschaft als "Sender = Empfänger" präsentieren und "entgegen" stellen können. BüFu und NKLs als "Gegenmedium" halte ich für etwas aus den medienpolitischen Ansatzpunkten der 1970er und frühen 1980er Jahre. M. E. von der Zeit mehr als überholt.
An den Veranstaltungsradios kritisiere ich generell den Sinn eines solchen. Z. B. Öffi-Werbefunk für kommerzielle Messen auf den Fildern oder dem Maimarkt. Wenn die Frequenzen da sind, könnte man die in der veranstaltungsfreien Zeit ja auch anderen geben, z. B. dem DLR. Und dann frage ich mich, warum ein Veranstaltungsbesucher überhaupt so ein Radio braucht, immerhin ist die Zielgruppe doch direkt vor Ort und läuft dort wohl kaum mit einem Radio durch die Gegend, z. B. bei einer Messe in Stuttgart in der Halle.


Und nun könnt ihr verbal auf mich eindreschen ;) oder den Thread ins OT-Forum verschieben :D

Antworten:

Zitat
Schwabinger
Möchte jetzt hier keinen OT-Thread herbeireden, aber an den NKLs, BüFus, Uni-Radios und vor allem kritisiere ich, dass die vornehmlich dort On Air sind, wo sonst recht sparsam mit privater (lokaler) Konkurrenz zu den LMA-Platzhirschen umgegangen wird.


Gegenbeispiel 1: Stuttgart. Ein einziges NKL gegenüber einem halben Dutzend kommerziell finanzierter Programme mit (nach meinem Geschmack) überwiegend austauschbaren und flachen Programminhalten.

Gegenbeispiel 2: Lörrach/Wiesental/Basel. Zwei NKL (in D und SUI) mit originellen Musik-und Wortsendungen und ungünstigen Senderstandorten gegenüber fünf kommerziell finanzierten Programmen mit günstigen Standorten, alles Hitdudler mit geringfügig unterschiedlichen Formaten.

Zitat

Nichts gegen ein Miteinander, aber in manchen Ländern (z. B. NRW) gibt man lieber eine QRG an ein Hochschulradio und kann dann sagen, es gibt keine freien Frequenzen mehr, wenn ein Privater auf Sendung gehen will. Anderswo genauso.

Wo konkret? Welches Vorrecht sollte noch ein kommerzieller Hitdudler in einem konkreten Sendegebiet gegenüber einem NKL haben, das immerhin die Chance auf ungewöhnliche, nicht austauschbare Programminhalte bietet? Nach meiner Ansicht gar keins, ganz im Gegenteil!

Zitat

An dem BüFu und den NKLs kritisiere ich auch noch, dass unterschiedliche Gruppierungen sich im Zeitalter des Internet sich eben dort viel breiter der Gesellschaft als "Sender = Empfänger" präsentieren und "entgegen" stellen können. BüFu und NKLs als "Gegenmedium" halte ich für etwas aus den medienpolitischen Ansatzpunkten der 1970er und frühen 1980er Jahre. M. E. von der Zeit mehr als überholt.

Ich bin praktisch gegenteiliger Ansicht: Die NKLs können Programminhalte produzieren, ohne auf Werbekunden oder die Befindlichkeiten der öffentlich-rechtlichen Aufsichtsgremien Rücksicht nehmen zu müssen. Das ist heute nicht weniger aktuell als in den 70ern und 80ern. Die Ergebnisse an Programminhalten bei den NKLs an meinem Wohnort sind (bezogen Radio X und Kanalratte) gar nicht schlecht, jedenfalls gemessen an den geringen Mitteln und der relativ schlechten technischen Verbreitung. Es ist toll, dass sich überhaupt noch Leute finden, die ohne Bezahlung engagierte Radioprogramme machen wollen. Das heisst ja nicht, dass man als Hörer jede Sendung in den NKLs gut finden muss.

Zitat

Und nun könnt ihr verbal auf mich eindreschen ;)

was hiermit geschehen ist ;-)

Zitat

oder den Thread ins OT-Forum verschieben :D

... was vielleicht passender wäre.

73 de Uli

von ulionken - am 20.10.2009 21:59
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