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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
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Radio-DX, shianne, Mc Jack, Stephan Großklaß, Nohab, Kenny S., Harald Z, Radio_DDR, carkiller08, PowerAM, ... und 3 weitere

Kontaktprobleme bei Filtersockeln

Startbeitrag von Radio-DX am 11.02.2010 17:37

Dieses Problem beobachte ich schon seit einigen Jahren. Wenn die Filter etwa acht bis zwölf Monate in den Empfängern stecken, gibt es Kontaktprobleme. Schwache Sender klingen dann kratzig und verzerrt. Es hat eine Weile gedauert, bis ich die Ursache gefunden hatte. Filter einmal herrausziehen, wieder reinstecken und alles ist gut. Heute habe ich mal mit einem Radio rumgespielt, daß mindestens ein Jahr ungenutzt im Schrank lag. Gerät eingeschalten und da war es wieder,...das Problem. Nur an den Sockeln kann es aber nicht liegen, denn ich benutze verschiedene in meinen Empfängern. Ich tippe auf die verzinnten Anschlüsse der Filter als Ursache. Bei meinem "Elta" (Roadstar) habe ich die Kontakte vor etwa 15 Monaten mit Wellenschalter-Öl behandelt. Bis jetzt gibt es keine Probleme. Wie ist das bei euren Sockeln? Ich wundere mich eigentlich, daß dieses Thema hier noch nicht aufgetaucht ist. Habe nur ich das Problem? Feuchte Wohnung? :D Oder habt ihr die Filter nach der optimalen Auswahl alle eingelötet?. Oder benutzt ihr eure Radios nicht so lange? :D Oder wechselt ihr ständig die Filter?

Antworten:

Ich löte die Filter immer ein.
Nach einem Gespräch mit Jürgen Martens auf dem Halbjahrestreffen 2007 war ich geläutert. ;) Er hatte mir die Nachteile solcher Sockel beschrieben (Kontaktprobleme sind nur das kleinere Übel), seitdem ist das Thema bei mir durch.
Normalerweise hat man nach 1-2 Wochen sowieso seine optimale Filterkombi gefunden und benötigt die Filtersockel zum schnellen Wechsel der Filter nicht mehr. Abgesehen davon werden die Geräte durch das ständige auseinandernehmen auch nicht besser.. ;)

von Mc Jack - am 11.02.2010 17:51
Ich denke, mit den verzinnten Beinchen als Ursache liegst du ganz richtig. Darum sehen alte Lötstellen auch etwas matt aus. Das Wellenschalteröl (rot oder blau?) hat wohl eine konservierende Wirkung, ähnlich wie Kontakt 61 oder Oszillin.

Letztlich ist es das gleiche Problem wie bei neuzeitlichen Billigpotis, die oft spätestens nach 1-2 Jahren zu kratzen anfangen. Da hat man sich schlicht die Konservierung ab Werk gespart.

Daß DIP-Sockel mit ihren parasitären Induktivitäten und Kapazitäten bei 10 MHz nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluß sind, ist klar.

von Stephan Großklaß - am 11.02.2010 19:11
Na dann werde ich mal löten. :)


von Radio-DX - am 11.02.2010 20:19
Ich verbaue Sockel nur noch da, wo ich meine entgueltige Filterauswahl noch nicht getroffen habe oder dort, wo ich diese Moeglichkeit dauerhaft erhalten will. Das trifft auf zwei Autoradios zu, die ich als DX-Empfaenger nehme. Der obere Gehaeusedeckel ist ohne Werkzeug auch beim Outdoor-DX abnehmbar, eventuelle Kassetten- oder CD-Laufwerke habe ich nicht wieder eingebaut. Die dort unterwegs zu tauschen den Sockel kleben in kleinen Tuetchen verpackt auf der Innenseite des Deckels. Kontaktprobleme sind mir bei diesen Geraeten noch nicht aufgefallen, dazu wechsle ich die Bauelemente wohl zu oft aus.

von PowerAM - am 11.02.2010 20:22
Mal eine "seltene" Frage.
Hat schon einmal jemand die Filterlötpunkte mit einem dünnen geschirmten Kabel nach außen verlegt? Wegen Platzmangel möchte ich die Filter umschaltbar in einer separaten "Box" unterbringen. Je nach Platzverhältnissen innerhalb oder außerhalb des Empfängers.
Wie werden sich die Leitungen (ca. 5-10 cm) auswirken? Gibt es Erfahrungen?

von Radio-DX - am 11.02.2010 21:24
Ja, gibt es. ;)
Auch dieses Thema habe ich abgehakt...Bei induktiven und kapazitiven Details ist dieser Teil des Empfängers definitiv nicht kompromißfähig. ;)

von Mc Jack - am 11.02.2010 21:34
Hmm, iss natürlich nicht gut.:D

von Radio-DX - am 11.02.2010 21:41
Eben. ;)
Eine "richtige" Schaltung für umschaltbare ZF-Bandbreiten, wie z.B. im Kenwood KT-6040, einzusetzen wäre natürlich der bessere Weg. Aber ich fürchte, dafür fehlen mir ca. 3,5 Ausbildungsjahre.. ;)

von Mc Jack - am 11.02.2010 21:50
Na mal sehen, wenn ich die Kiste einmal zerlegt habe und der Lötkolben angeheizt ist, werde ich trotzdem ein paar Versuche starten.
Kann ja nicht schaden. (Außer dem Radio. :D)

von Radio-DX - am 11.02.2010 22:03
Zitat
Radio-DX
Hat schon einmal jemand die Filterlötpunkte mit einem dünnen geschirmten Kabel nach außen verlegt?

Beim Eingang und Ausgang ist das nicht besonders kritisch. Aber der mittlere Masseanschluss muss sehr niederohmig mit der Schaltungsmasse verbunden sein, wenige Zentimeter Leitung reduzieren bereits merklich die Selektivität und Reaktanzen (Induktivitäten oder Kapazitäten) oder Signallaufzeiten verändern die Filtercharakteristik.

Will man das Filter räumlch absetzten, muss die Masse entkoppelt werden, z. B. mittels kleiner HF-Übertrager. Das ist aufwändig, teuer und bringt neue Nachteile. Ich rate davon ab.

Bernhard


von Bernhard W - am 11.02.2010 22:18
Hmm?! :confused:
Dann muß ich wohl den Umschalter auf der Leiterplatte mit einer biegsamen Welle von außen bedienen. Wird aber auch nicht einfach. :D

von Radio-DX - am 11.02.2010 22:30
Kann man die Filterumschaltung nicht mit Pin Dioden Elektronisch Bewerkstelligen ?




von _Yoshi_ - am 12.02.2010 00:44
Zum Kontaktproblem: Ja, es liegt am Lötzinn. Die Oberfläche oxydiert, damit gibt es einen schlechten elektrischen Kontakt.
Wenn die Oberfläche vor Sauerstoff geschützt wird (z.B. dürch einen Ölfilm) kann nichts mehr oxydieren.

Zitat
Mc Jack
[...]Aber ich fürchte, dafür fehlen mir ca. 3,5 Ausbildungsjahre.. ;)

Erwarte von der Berufsausbildung (zumindest so wie sie heute ist) nicht zu viel.
Als Elektroniker lernst du nur noch, wie man eine Baugruppe tauscht.
Reparieren? Zu teuer.
Auch wenn man den groben Umgang mit einem Oszilloskop lernt,
die Ausbildung ist den Anforderungen der Gesellschaft angepasst - nicht dem Elektronikbastler-Anforderungen.

Zitat
Bernhard W
Zitat:
Radio-DX
Hat schon einmal jemand die Filterlötpunkte mit einem dünnen geschirmten Kabel nach außen verlegt?


Beim Eingang und Ausgang ist das nicht besonders kritisch. Aber der mittlere Masseanschluss muss sehr niederohmig mit der Schaltungsmasse verbunden sein, wenige Zentimeter Leitung reduzieren bereits merklich die Selektivität und Reaktanzen (Induktivitäten oder Kapazitäten) oder Signallaufzeiten verändern die Filtercharakteristik.

Will man das Filter räumlch absetzten, muss die Masse entkoppelt werden, z. B. mittels kleiner HF-Übertrager. Das ist aufwändig, teuer und bringt neue Nachteile. Ich rate davon ab.


Eben. Habe ich auch schon probiert. Wird nichts.
Was aber funktioniert:
Mehrere gleiche ZF-Verstärker aufbauen (einfach den entsprechenden Platinenabschnitt im Empfänger mit einem Scanner einlesen, dan hat man ein funktionierendes Layout)
und mit den entsprechenden Filtern bestücken.
Dann braucht man nur noch die ZF an den entsprechenden Eingang und Ausgang des jeweiligen Verstärkers schalten.
Die ZF lässt sich über geschirmte Leitung "transportieren".

Zitat

Kann man die Filterumschaltung nicht mit Pin Dioden Elektronisch Bewerkstelligen ?

Das funktioniert und wird ja auch so gemacht.
Was ich mich frage:
Im NF-Bereich habe ich sowas schon mit Schaltdioden/Kleinsignaldioden (z.B. 1N4148; SAY30,...) aufgebaut.

Im HF-Bereich mache ich mir jedoch Gedanken über die Kapazität der Sperrschicht.



von shianne - am 12.02.2010 13:01
Beim Onkyo T-4670 sieht man in Schaltplan ganz gut, wie die Umschaltung
realisiert wird (X101, X106, D101, D102, D103, D104) .

(siehe www_dot_fmtunerinfo_dot_com)


von carkiller08 - am 12.02.2010 20:23
Danke für eure Antworten und den Schaltplan.
Da gibt es ja wieder schöne Bastelaufgaben.:)
Irgendwo habe ich noch eine Schaltung, da hat auch jemand hier aus dem Forum eine (parallele) ZF-Stufe mit den Filtern nachgebaut und mit Schalter umgeschalten. Werde mal suchen und dann entscheiden wie ich es löse.

von Radio-DX - am 12.02.2010 21:27
Die Signalumschaltung mit den Dioden ist wie bei NF gelöst.
Kann man ja probieren, jedoch denke ich für den HF-Bereich gilt: Besser sein lassen.
(Warum wohl werden bei guten Oszilloskopen die internen Teiler durch Relais geschaltet?)

Solche geregelten ZF-Verstärker findet man auch in Autoradios.
Dort meist in Form einer IS (IC).
Wenn man sich da mehrere aufbaut, sollte das funktionieren.

Zur Signalquellenumschaltung mit Dioden hatte ich schon mal etwas geschrieben.
Dabei habe ich mich auf den Schaltplan des RFT A320 (DDR-Autoradio) bezogen.
Mein Auszug aus dem Schaltplan wurde vom Bildhoster entfernt, also lasse ich das.
Wer sucht, der findet.

Zitat

Der A290 ist ein Stereodecoder mit den NF-Ausgängen an Pin 4 & 5.
Die jeweils zwei Transistoren unten sind Verstärkerstufen für die Kassettenwiedergabe.
Die Doppeldioden sind zu erkennen (VD205 und VD206).

Folgendes Funktionsprinzip:
An den Anoden der Doppeldioden liegen 3,1...3,6V an,
die durch den Spannungsteiler R246/R247 bzw. R248/R249 erzeugt werden.
An den Kathoden liegen etwa 5,5V an. (kommen vom Kassettenverstärker)

Solange am Mittelanschluss keine äußere Spannung anliegt,
sind beide Dioden gesperrt.

Zur Signalquellenwahl werden die Mittelanschlüsse über R250 bis R251 entweder an Masse oder an 9,4...13V gelegt.
Dabei wird jeweils eine Teildiode geöffnet.

Masse --> Signalweg für Rundfunk geöffnet
Spannung --> Signalweg für Kassette geöffnet

Einspeisung der Schaltspannung über 9 (M212).

Quelle: RFE 11/1983, Seite 712 (Schaltbild) und Seite 729 für Spannungen.


Als Dioden muss man keine SAL41 verwenden und auch die Spannungen sind weitesgehend egal.
Man sollte nur an Sperrspannungen und Schleusenspannungen denken.

von shianne - am 13.02.2010 10:55
Heute habe ich einmal etwas tiefer in der Kiste mit alten Bastelprojekten gewühlt. Gefunden habe ich einen fertig aufgebauten FM-ZF-Verstärker mit einem Keramikfilter aus DDR-Zeiten. Sogar Reservefilter lagen dabei. Auch "doppelte" Filter gab es schon. ;) Siehe Bild. Dem ersten Anschein nach fehlt nur ein Kondensator auf der Leiterplatte. Ich werde mal nach der Schaltung suchen und das Teil wieder einbauen. Dann sollte die Baugruppe funktionieren.



Nun ist mir folgende Idee gekommen. Ist es möglich dieses Teil parallel (ohne Umschaltung) zur ZF-Stufe meines "Elta" an den Tunerausgang zu koppeln? Wenn das gehen würde, könnte ich über die originale ZF-Stufe mit den ganz schmalen Filtern Radio hören und über die zusätzliche ZF-Stufe mit breiten Filtern das RDS abgreifen. Vieleicht kann man sogar noch die analoge Feldstärkeanzeige nutzen.(?) Der Rest bliebe ungenutzt. Was meint ihr dazu? Wenn das gehen würde, könnte man sich eine Filter-Umschaltung mit den oben genannten Problemen sparen. Diese Lösung wäre mein Favorit. :D

von Radio-DX - am 15.02.2010 22:35
Viele DDR-Empfänger hatten Bohrungen für wahlweise Bestückung mit 3 oder 4 pinnigen Filtern - es ist nur eine zusätzliche Masse vorhanden.

von Radio_DDR - am 15.02.2010 22:44
Zitat
Radio-DX
Ist es möglich dieses Teil parallel (ohne Umschaltung) zur ZF-Stufe meines "Elta" an den Tunerausgang zu koppeln?

Wenn du noch 'nen Sourcefolger mit einem J310 o.ä. davorklatscht, sollte das auf jeden Fall gehen.

von Stephan Großklaß - am 15.02.2010 22:49
@ Radio_DDR

Bist du dir sicher, daß es nur eine andere Bauform ist?
Ich habe es anders im Hinterkopf. Ich kann mich aber auch irren, ...ist ja alles schon "paar Tage" her. In den nächsten Tagen werde ich die Filter auf meinem "Testplatz" überprüfen. Leider passen sie jetzt nicht auf die Stecksockel. (Rastermaß 2,5-7,5-2,5 mm und der andere 5-5 mm) Muß erst andere Sockel "schnitzen" und einlöten.

von Radio-DX - am 15.02.2010 23:16
Hmm, ZF-Demodulator mit A225D: kommt mir irgendwie bekannt vor...


Also prinzipiell ist das sicher möglich.
Wichtig ist dabei neben der Pegel-Problematik, die man mit so einer
bereits erwähnten Verstärkerstufe in den Griff bekommen kann, auch,
daß die Abschlußwiderstände bei den Keramikfiltern passen.

Empfehlenswert ist ein Blick ins Datenblatt des TDA8741 (Seite 17)
oder TDA6160.
Das sind Audio-Aufbereitungs-IC für schmal-und breitbandige Tonunterträger in Sat-Receivern, bei denen auch
ein ZF-Signal auf mehrere (10,70/10,52MHz-)Keramikfilter verteilt wird.


von carkiller08 - am 15.02.2010 23:18
Zitat
Stephan Großklaß
Zitat
Radio-DX
Ist es möglich dieses Teil parallel (ohne Umschaltung) zur ZF-Stufe meines "Elta" an den Tunerausgang zu koppeln?

Wenn du noch 'nen Sourcefolger mit einem J310 o.ä. davorklatscht, sollte das auf jeden Fall gehen.

Das geht dann definitiv.
2 Filter verwenden, eins zwischen Sourcefolger und Platine, eins auf den Platz auf der Platine.
Der A225 ist die DDR-Kopie des TDA1047, Datenblatt gibt's hier:
http://www.tu-chemnitz.de/etit/zentral/ddr/


von Nohab - am 16.02.2010 06:30
Also die Kontaktprobleme waren mir bekannt, das sowas vorkommen kann. Was sind denn jetzt die weiteren Nachteile wenn ich meine ZF-Filter auf Sockeln habe ?

von Kenny S. - am 16.02.2010 09:25
Zitat
Radio-DX
@ Radio_DDR

Bist du dir sicher, daß es nur eine andere Bauform ist?
Ich habe es anders im Hinterkopf. Ich kann mich aber auch irren, ...ist ja alles schon "paar Tage" her. In den nächsten Tagen werde ich die Filter auf meinem "Testplatz" überprüfen. Leider passen sie jetzt nicht auf die Stecksockel. (Rastermaß 2,5-7,5-2,5 mm und der andere 5-5 mm) Muß erst andere Sockel "schnitzen" und einlöten.


Es gab doppelte ZF-Filter.
Frag mich aber nicht, wo die verbaut wurden.

Ich kenne das übrigens noch mit dem A223, der ja eigentlich nicht für UKW-Empfänger,
sondern für den Fernsehton gedacht war.
Aber der A223 hatte schon den Vorteil, dass die NF-Lautstärke nicht feldstärkeabhängig war.
Und den gab es schon zu Zeiten, da war das noch gar nicht üblich bei UKW-Empfängern.

von shianne - am 16.02.2010 10:01
Ich selber habe noch einen SKR700 zu stehen, wo wahlweise 3 oder 4 pinnige Filter zum Einsatz kamen(je nach Verfügbarkeit?). An den zwei möglichen, nebeneinanderliegenden Einbauorten sieht man gut, das im Fall von Filtern mit 4 Anschlüssen, die beiden mittleren nur Masse sind. Eventuell vorhandene farbige Punkte auf dem Filter-Gehäuse weisen auf die Bandbreite Mittenfrequenz hin:

ohne: 10,68...10,72 MHz
schwarz: 10,54...10,58 MHz
grün: 10,58...10,62 MHz
blau: 10,62...10,68 MHz
violett: 10,72...10,78 MHz
grau: 10,78...10,82 MHz
gelb: 10,82...10,84 MHz


von Radio_DDR - am 16.02.2010 10:25
Das sieht mir eher aus wie die Angabe der Mittenfrequenz.


von Nohab - am 16.02.2010 10:37
Ich habe auch nur in der DDR-Literatur davon gelesen, dass es diese doppelten UKW-ZF-Filter gibt.
Wenn ich wüsste wo, dann würde ich mal nachsehen.

Eventuell war es eine RFE, eine wo auf dem Titelbild Filter oder nur Ferritkerne waren?
Oder die mit dem Quarzkristall?

von shianne - am 16.02.2010 11:29
DDR 10,7 Filter gruppenlaufzeitgeebnet TGL 39228 mit vier Anschlüssen (zwei mittlere = Masse):

-SPF10,7S1-0,5: Farbpunkt neu keiner / Farbpunkt alt grün / >180 kHz / S300 > 54 dB / Dämpfung 8( 60 dB / Gruppenlaufzeit 0,5(180 kHz / S300 > 50 dB / Dämpfung 8( 60 dB / Gruppenlaufzeit 0,5(160 kHz / S300 > 40 dB / Dämpfung 10( 50 dB / Gruppenlaufzeit 1,5 µs


von Harald Z - am 16.02.2010 12:22
4-Füßler (Murata: SFJ) sind 4-Element-Filter. Bei den 3-Füßlern sind solche mit 2 Elementen (SFE) am weitesten verbreitet, es gibt/gab aber auch solche mit einem (SFA) und dreien (SFT).

von Stephan Großklaß - am 16.02.2010 12:38
Also die Kontaktprobleme waren mir bekannt, das sowas vorkommen kann. Was sind denn jetzt die weiteren Nachteile wenn ich meine ZF-Filter auf Sockeln habe ?


von Kenny S. - am 16.02.2010 22:24
Kurz gesagt:
Schlechtere Empfangseigenschaften des Empfängers.

von Mc Jack - am 16.02.2010 22:30
Zitat
Harald Z
DDR 10,7 Filter gruppenlaufzeitgeebnet TGL 39228 mit vier Anschlüssen (zwei mittlere = Masse):

-SPF10,7S1-0,5: Farbpunkt neu keiner / Farbpunkt alt grün / >180 kHz / S300 > 54 dB / Dämpfung 8( 60 dB / Gruppenlaufzeit 0,5(180 kHz / S300 > 50 dB / Dämpfung 8( 60 dB / Gruppenlaufzeit 0,5(160 kHz / S300 > 40 dB / Dämpfung 10( 50 dB / Gruppenlaufzeit 1,5 µs


Meine Filter haben teilweise zwei Farbpunkte. :confused: Was haben die zu bedeuten? Bandbreite (+Dämpfung) und Mittenfrequenz? Welcher sagt was aus?



von Radio-DX - am 17.02.2010 00:23
Zitat
Kenny S.
Also die Kontaktprobleme waren mir bekannt, das sowas vorkommen kann. Was sind denn jetzt die weiteren Nachteile wenn ich meine ZF-Filter auf Sockeln habe ?

Recht einfach, Steckkontakte haben eine Kapazität untereinander, bzw. gegenüber umliegenden
Bauteilen. Dadurch kann es zu Störeinstrahlungen kommen, resp. verändern sich Durchlaßkurve und
Weitabselektion.



von Nohab - am 17.02.2010 07:34
@ Radio-DX: der bei meiner Aufstellung erwähnte Typfarbpunkt (Bandbreite etc.) ist der rechte.
Der linke ist der Mittenfrequenzfarbpunkt.

von Harald Z - am 17.02.2010 13:20
...wobei die Stecksockel nach wie vor die Moeglichkeit bieten, unterschiedliche Filterkombinationen nacheinander am laufenden Geraet auszuprobieren und zu beurteilen. Diese Moeglichkeit lasse ich mir bei Geraeten, die ich erstmals auf dem Tisch habe, auch nicht nehmen. Bei Autoradios mit geschlossenem Blechgehaeuse habe ich auch noch keine Nachteile bemerkt und nutze die Stecksockel, um je nach Einsatzgebiet (z. B. DX-Treffen) schnell mal andere Filter einzusetzen.

von PowerAM - am 17.02.2010 17:20
Stecksockel lasse ich nur noch in Bastel Geräte die ich eh nicht mehr so zum DXen nutze.

Z.b. hab ich vor kurzen im ATS 909 die Sockel herausgenommen und mit 110 und 150KHz Filter Fest verlötet.
Weil ich denke das für dieses Gerät was ich eh nicht mehr zum DXen benutze die Kompromisslösung aus Trennschärfe und RDS Tauglichkeit ist.

Weiter werde ich wohl bei den Onkyo 4711 demnächst alle Sockel rausschmeissen und für Schmal 110KHz und Breit 150Khz fest Verbauen.

Im Degen habe ich die 80Khz Filter gleich Fest eingebaut,da eh zu wenig platz ist für Sockel.

Den alten MBO Tuner lasse ich mit Sockel zu experimentieren.
Da sind in moment 53KHz Filter drinn.

Aber zum DXen nutze ich nur noch den Sony und Portabel den Degen.

von _Yoshi_ - am 17.02.2010 20:24
Zitat
shianne
Zum Kontaktproblem: Ja, es liegt am Lötzinn. Die Oberfläche oxydiert, damit gibt es einen schlechten elektrischen Kontakt.
Wenn die Oberfläche vor Sauerstoff geschützt wird (z.B. dürch einen Ölfilm) kann nichts mehr oxydieren.

Zitat
Mc Jack
[...]Aber ich fürchte, dafür fehlen mir ca. 3,5 Ausbildungsjahre.. ;)

Erwarte von der Berufsausbildung (zumindest so wie sie heute ist) nicht zu viel.
Als Elektroniker lernst du nur noch, wie man eine Baugruppe tauscht.
Reparieren? Zu teuer.
Auch wenn man den groben Umgang mit einem Oszilloskop lernt,
die Ausbildung ist den Anforderungen der Gesellschaft angepasst - nicht dem Elektronikbastler-Anforderungen.

Zitat
Bernhard W
Zitat:
Radio-DX
Hat schon einmal jemand die Filterlötpunkte mit einem dünnen geschirmten Kabel nach außen verlegt?


Beim Eingang und Ausgang ist das nicht besonders kritisch. Aber der mittlere Masseanschluss muss sehr niederohmig mit der Schaltungsmasse verbunden sein, wenige Zentimeter Leitung reduzieren bereits merklich die Selektivität und Reaktanzen (Induktivitäten oder Kapazitäten) oder Signallaufzeiten verändern die Filtercharakteristik.

Will man das Filter räumlch absetzten, muss die Masse entkoppelt werden, z. B. mittels kleiner HF-Übertrager. Das ist aufwändig, teuer und bringt neue Nachteile. Ich rate davon ab.


Eben. Habe ich auch schon probiert. Wird nichts.
Was aber funktioniert:
Mehrere gleiche ZF-Verstärker aufbauen (einfach den entsprechenden Platinenabschnitt im Empfänger mit einem Scanner einlesen, dan hat man ein funktionierendes Layout)
und mit den entsprechenden Filtern bestücken.
Dann braucht man nur noch die ZF an den entsprechenden Eingang und Ausgang des jeweiligen Verstärkers schalten.
Die ZF lässt sich über geschirmte Leitung "transportieren".

Zitat

Kann man die Filterumschaltung nicht mit Pin Dioden Elektronisch Bewerkstelligen ?

Das funktioniert und wird ja auch so gemacht.
Was ich mich frage:
Im NF-Bereich habe ich sowas schon mit Schaltdioden/Kleinsignaldioden (z.B. 1N4148; SAY30,...) aufgebaut.

Im HF-Bereich mache ich mir jedoch Gedanken über die Kapazität der Sperrschicht.


ich hab es so gemacht :-) 1x mit 80 khz und 1x 110 khz filter umschalter im NF
[attachment 2575 PA180492.jpg]

von CHRISTIAN WUNDSCHOCK - am 12.12.2013 22:10
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