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Aus für Radio Aachen

Startbeitrag von Peter Schwarz am 15.02.2010 16:26

Lange wurde darüber gemunkelt, und es gab viele Gerüchte über eine Fusion mit Antenne AC, doch nun kam es wie eine kalte Dusche, vor allem für die Mitarbeiter. Ausgerechnet zum Karneval, am Freitag, wurde den Mitarbeitern gekündigt und Ende des Monats soll bereits Schluss sein mit lokalem Programm aus der Bahnhofstraße in Aachen.
Offiziell soll das Ende von Radio Aachen erst Aschermittwoch verkündet werden, doch bei radoszene.de steht heute schon alles geschrieben und es wurde mir von einer (Noch)-Mitarbeiterin von Radio Aachen auch bestätigt. Bis auf die Volontärin, die in Mönchengladbach ihre Ausbildung beenden kann, stehen die Mitarbeiter nun erstmal auf der Straße.
Bis dahin wird es nur noch das Frühmagazin "Hallo wach" aus Aachen geben, die Nachmittagssendung läuft schon heute nicht mehr, stattdessen war heute eine ganze Zeit lang Nonstop-Musik zu hören, jetzt wird das Programm aus Oberhausen durchgeschaltet.
Hinter den Kulissen muss nun alles neu eingefädelt werden. Es muss eine neue Veranstaltergemeinschaft gegründet werden, somit wird es frühestens Ende Mai ein neues Programm geben. Bis dahin wird man auf Radio Aachen wohl, wie einst beim Ende von Welle West, das NRW-Mantelprogramm durchschalten.
Radio Aachen war bereits zweimal insolvent, konnte dann aber mit einer jeweils neuen Betriebsgesellschaft gerettet werden. Diesmal allerdings ist das Aus für den Aachener Stadtsender endgültig gekommen. Da es seit letztem Herbst an Stelle von Stadt und Kreis nur noch eine "Städteregion Aachen" gibt, scheint der Schritt, der kommunalen Gebietsreform folgend nun auch die Sendegebietsgrenzen des Lokalsenders entsprechend anzupassen, konsequent.
Künftig dann also nur noch ein lokales Programm für den Raum Aachen, vermutlich mit acht Stunden Lokalanteil.

Die 50 interessantesten Antworten:

Möglich, aber sicher ist da noch gar nix. Wie gesagt, solange die 107.8 mit nur 400 Watt sendet, kann auf die 100.1 nicht verzichtet werden.

von Peter Schwarz - am 15.02.2010 17:24
Ich hatte noch am Donnerstag eine Mail an Radio Aachen und Antenne AC geschrieben, weil deren Livestreams nicht funktionierten. Antenne AC wechselt öfter den Stream, inzwischen geht er wieder mit neuer Adresse. Radio Aachen war dagegen schon lange nicht mehr im Internet zu empfangen. Habe Freitagmorgen noch Antwort von Radio Aachen bekommen, sie bedauerten das Problem und hofften die Sache mit dem Stream bald in den Griff zu bekommen. Wahrscheinlich wussten die da schon was los war...

von Rosenelf - am 15.02.2010 23:13
Für was brauchst Du noch einen Stream? Für die Lokalnachrichten? Ich hab heute morgen eine kleine Weile reingehört und Barbara Bäumges und Sandia Schneider klangen sehr demotiviert...kann man ihnen glaub ich auch nicht verdenken. Da war nix mit Gute-Laune-Morningshow.

Mittlerweile gibt man jetzt auf der homepage Stellung ab zur Lage:

"+++ HINWEIS IN EIGENER SACHE +++

Der Sendebetrieb des lokalen Rundfunkprogramms für die Stadt Aachen, RADIO AACHEN, endet demnächst - voraussichtlich Ende Februar des laufenden Jahres, spätestens aber Ende März 2010.
Die Redaktion und die Veranstaltergemeinschaft von RADIO AACHEN bedanken sich bei Ihnen, die Sie uns in den zurückliegenden 18 Jahren seit Sendestart am 1.2.1992 die Treue gehalten und eingeschaltet haben, aufs Herzlichste und hoffen, Sie werden auch unseren Nachfolgesender wieder gerne hören.

Zum Hintergrund:
Seit mehreren Jahren ist die Situation auf dem Aachener Radiomarkt mit gleich mehreren Lokalradios im Gebiet der heutigen StädteRegion Aachen wirtschaftlich unbefriedigend. Diese Konkurrenzsituation hat die Werbepreise und damit die Ertragssituation der verschiedenen Sender nachhaltig negativ beeinflusst.
Seit einiger Zeit bereiten deshalb verschiedene Betreiber und die Verantwortlichen von RADIO AACHEN und vom Lokalradio des früheren Kreises Aachen, Antenne AC, den Start eines einzigen neuen Lokalradios für die gesamte StädteRegion Aachen vor.
Im Zuge dieser Maßnahme wird es künftig weder ein Lokalradio nur für die Stadt Aachen noch ein Lokalradio ausschließlich für den ehemaligen Kreis Aachen geben. Dies hat zur Folge, dass bis zu diesem (noch nicht genau bekannten) Zeitpunkt in der nahen Zukunft beide Sender, also RADIO AACHEN und Antenne AC, in der bisherigen Form aufgelöst werden und ihren jeweiligen Sendebetrieb einstellen.
Zurzeit laufen die Bemühungen um möglichst sozialverträgliche Lösungen für die Mitarbeiter. Es zeichnet sich ab, dass viele der Kollegen beider Sender auch beim neuen Lokalradio für die StädteRegion beschäftigt werden können.

Aachen, 16.Feburar 2010

Olaf Theissen
Chefredakteur RADIO AACHEN


[oT:Ach jaaaa, Lokalnachrichten auf der homepage...erste Meldung...schon wieder dieser Ortsname...aaaaarrrggghhh, das kann nicht mehr Zufall sein]

von Peter Schwarz - am 16.02.2010 10:12

Dann hätte man anstelle des Rahmenprogramms auf der 100,1 das Programm von Antenne AC aufschalten können. Das Zwei-Säulen-Modell in NRW läßt dies wohl rechtlich nicht zu. Stattdessen der umständliche Weg mit der Auflösung beider Sender und einer Neugründung. Wenn es danach einen neuen Sender gibt, könnte man doch das Sendegebiet der Welle West mit einbeziehen und auf den ehemaligen Frequenzen der Welle West auch den neuen Sender ausstrahlen. Ist ein eigenständiger Lokalsender für den Kreis Heinsberg wirtschaftlich nicht zu betreiben, wäre es sinnvoll, diesen Kreis dem neuen Aachener Sender zuzuschlagen.

von Lorenz Palm - am 16.02.2010 19:34
Zitat

Dirk Visser, bitte übernehmen!

Kontra. Eine geheimnisumwobene "Gesetzeslücke" (mit anfangs target 1) braucht es in AC zu einem Neustart wohl nicht.
Guido Häußler, bitte übernehmen. :joke:

von Schwabinger - am 16.02.2010 20:02
Wir haben auch gar kein Interesse an Aachen, vorerst. Höchstens bei target 2. Wenn sie dann noch frei sein sollte.

Und was Guido da soll.... erschließt sich mir nicht.

von kirkroger - am 17.02.2010 00:06
@Lorenz und alle anderen:

DAS LOKALFUNKSYSTEM IN NRW IST DUBIOS! ...UM DAS WORT MIT SCH AM ANFANG UND EISSE AM ENDE ZU VERMEIDEN!!!!
Bislang waren sie immer stolz wie Oskar, dass es so lange gehalten hat (künstlich am Leben erhalten wurde), und dass es zigdutzend Arbeitsplätze gibt und immense Hörerzahlen etc.
Naja, die werden sich noch schwer wundern, jetzt haben sie schon einen "weissen Fleck" in Heinsberg und Olpe kommt auch nicht zu Potte und jetzt wird Aachen mit Hängen und Würgen nochmal über den Graben gehievt. Eine vernünftige landesweite Konkurrenz und Oberhausen ist am Ende!!

@kirkroger: Wenn es eine Lösung ohne Zweisäulenmodell gäbe, also die Frequenz sozusagen "frei Haus", dann auch nicht? warum nicht?

von Peter Schwarz - am 17.02.2010 11:02
@kirkroger
War doch nur ein Faschingsscherz ;)
Wobei es der Guido ja tatsächlich geschafft hat, auch ohne target 1/2/3 und einer ominösen "Gesetzeslücke" seinen Sender auch ohne Unterstützung eines Internetforums hier einige Zeit ins Kabelnetz zu bringen.

@all
Ich begreife nicht, warum es in AC mit ca. 250.000 Einwohnern nicht möglich sein soll, 3 Privatsender neben dem Öffi WDR am Markt zu halten. Also 100'5, Antenne AC und Radio Aachen (die weiteren belgischen/niederländischen Sender mal außen vor gelassen). Und mit dem ex-Kreis AC kommt nochmal die gleiche Einwohnerzahl zustande = 500.000. Also etwa so was wie Stuttgart und Essen.

Spätestens als bekannt wurde, dass Antenne AC wieder zum NRW-Rahmenprogramm aus OB wechselt und das gleiche dudelt wie man selber, hätte Radio Aachen (wieder) ein davon unabhängiges Programm auf die Beine stellen müssen. Dann wäre Antenne AC der "lasche" Sender und Radio AC der coole "Rebell". Ggf. ein Relaunch zu einem anderen Format. Wenn es das seltsame -frei nach Westerwelle- "spätrömische Dekadenz Mediengesetz" mit dem unsäglichen 2 Säulen-(Radio NRWDR)-BG/VG-Modell hergibt (für das sich wohl der Rau noch heute im Grab umdreht weil dieser Mist unter seiner Regentschaft erdacht wurde).


von Schwabinger - am 17.02.2010 18:26
In Aachen ist man wirklich gut versorgt:

Hitradio: 100,5 ist Marktführer, da er vorgibt aus der Region für die Region zu senden. Antenne AC ist für die, denen 100,5 zu flach ist.

Schlager: WDR4, BRF2, Sunshine

Jugend: Fantasy, 1Live, HoRa

Information: WDR 2, DLF

Kultur: WDR 5, BRF1, Funkhaus Europa

Klassik: WDR 3

Wie man sieht - es ist ziemlich komplett. Aber nur auf dem ersten Blick: Man muss sich im Klaren sein, dass nicht deutschprachige oder Programme, die nicht im Brüllwürfel ankommen, nicht gehört werden. Deswegen:

Was fehlt?
Jugend: Fantasy spielt Black und Dance im Wechsel, das mag eigentlich keiner... sowas wie Sunshine Live und Big FM fehlen da.

Inforadio: Nachrichten 24/7 wie bei Inforadio vom RBB

Oldie: Seid die 97,0MHz hier zu ist kommt RTL nicht mehr nach AC. Außerdem hat man das Format gewechselt.

Fazit: Lücken gibt es schon, aber kein Hitdudler wird gebraucht. Die Lücken liegen im Nischenbereich, und da lässt sich halt kein Geld mit machen. Es sei denn man macht es im großen Stil und Landesweit. --> SSL oder/und BigFM nach NRW.

Oberhausener Radio von der Festplatte wird in der Euregio von niemandem gebraucht.



von TobiAC - am 17.02.2010 20:02
@Schwabinger: Tja, die Crux ist das Zweisäulenmodell, das ist ja schlimmer als bei einer ÖRA, da ist sowas wie Spontaneität nicht möglich (gar nicht erwünscht). Tja, was wollte man denn damals? Sunshine live war mal im Gespräch, nööö, da war die VG dagegen! Die wollen halt ihren 0815-"Jedermannstutnichtwehfunk". Und wenn es den auf drei Frequenzen schon gibt, dann ist nix zu holen. Die jungen Leute in Aachen hören je nach Bildungsstand Eins Live, Fantasy, Hochschulradio oder ein Programm aus Benelux (3FM, StuBru) oder gar was per Internet oder Sat, die Omas und Opas hören WDR4, wenige vielleicht BRF2, Sunshine oder gar SWR4. Dazwischen wird WDR2 gehört bei den Leuten, die einen IQ über Zimmertemperatur haben und etwas mehr Infos wollen, das "einfache Volk" teilt sich dann auf zwischen 100,5, Antenne AC und R. Aachen. Tja, und den kleinsten erwischt es dann halt. Richtig, man hätte sich Nischen suchen müssen. Damals hat man den Fehler gemacht (in der Dornier-Zeit), mit 100,eins den Konkurrenten aus Eupen anzugreifen. Das hat nicht hingehauen einfach aufgrund der geringeren Sendeleistung (damals noch 400 Watt). Man hätte, wenn überhaupt, mit Antenne AC gegen 100,5 ansenden müssen und sich dann für den Stadtsender eine Nische suchen, entweder knallhart junges progressives Radio oder eine Oldie/Classicrock-Welle, quasi musikalisch zwischen WDR2 und WDR4, wo eine grosse Lücke klafft.
Stattdessen hat man Antenne AC auf Oldies/Soft-AC programmiert und 100,eins auf Hot AC. Bei Antenne AC hat es halbwegs funktioniert, bei 100,eins ist die Rechnung nicht aufgegangwen (obwohl sich das Programm gut angehört hat).
Es ist aber nicht die ganze Schuld im Programm zu suchen. Auch andere Dinge müssen stimmen. z.B. hat 100,eins eine ganze Zeit lang aus Würselen gesendet (als Sender für die Stadt Aachen), die regionale Vermarktung war wohl unzureichend und man hat versucht, bundesweit selbst zu akquirieren. Damit ist man kräftig auf die Fresse gefallen. 100,5 hat dagegen eine Vermarktungsallianz mit dem WDR!!!
Antenne AC unter dem Eupener Dächlein, das hat zuletzt funktioniert, obwohl man aus Antenne AC noch wesentlich mehr hätte rausholen können mit einer konsequenteren Linie, aber dafür wurden eine Zeit lang die Chefredakteure zu oft ausgetauscht. Tja, jetzt hat man R. Aachen in die Knie gezwungen, das war Sinn des Ganzen. Nun sitzt Legardère dann in der BG, evtl. friedlich vereint mit der Presse, beim einzigen Lokalsender für die ganze Region. Vielleicht bekommt man es noch hingedeichselt und kriegt den Kreis HS gleich hinzu, evtl. mit getrennten Lokalnachrichten, die auch wunderbar in Merzbrück produziert werden können. Dann braucht man eigentlich nur noch Geld zählen, denn von Oberhausen aus bekommt man ja für die nationale Werbung immer schön was überwiesen. Dann hat man das Monopol in der Euregio und kann sich überlegen, was man dann mit 100,5 macht, der ja im Prinzip dasselbe Format ausstrahlt und somit eine unliebsame Konkurrenz fürs eigene Produkt wäre. Abschalten? Umformatieren? Wir werden sehen, was die noch mit uns vorhaben. Wenn nicht mal City FM Bock auf Aachen hat, wer dann? Irgendein Pommes-Sender? ;)

von Peter Schwarz - am 17.02.2010 20:56
StÜmmt, lange nix von gelesen...oder dieses Euregio FM. Du kennst nicht zufällig noch so ein paar Radioten, die sich da in Ostbelgien derzeit ausbreiten?

von Peter Schwarz - am 17.02.2010 22:24
Das wird am Ende an dem Anspruch der LfM NRW scheitern, dass die Betriebsgesellschaft Finanzkräftig sein muss. Wobei ich wirklich mal wissen möchte, was passiert, wenn echte "Radioten" auf eine VG treffen, wo von der Arbeiterwohlfahrt bis zum Heimatverein quasi alles drin sitzt, was hinter einen Jägerzaun passt.

von Alqaszar - am 18.02.2010 02:26
Zitat

Wenn nicht mal City FM Bock auf Aachen hat, wer dann? Irgendein Pommes-Sender?


- "Radio 2Day 100,1" wäre spitze! Stream-Adresse: http://stream.radio2day.ip-streaming.net:8100/radio2day

So ein Sender wäre eine echte Alternative für Aachen und Umgebung!

...wenn auch etwas unwahrscheinlich, dass dies je verwirklicht wird.

P.S.: Anstatt in Stolberg auf der 107,8 die Sendeleistung zu erhöhen, sollte man dies lieber in Lüttich tun. RTI - die haben ein wirklich abwechslungsreiches Musikformat (da können sich die Stationen im deutschsprachigen Teil der Euregio mal eine Scheibe von abschneiden!).

von Lutz2 - am 18.02.2010 16:18
Hinsichtlich der möglicherweise freien Frequenz in Aachen und dem Konzept cityFM: Es würde bei target1 eine Versorgungslücke entstehen, nur allein deswegen vorerst "kein Interesse". Aachen halte ich sonst für ein interessantes und nicht verzichtbares Gebiet, Nur würden wir -sofern das Projekt off ground kommt- uns damit anfangs frequenztechnisch übernehmen.

Es soll, wie es jetzt aussieht, nach und nach wachsen, wie die Ringe einer Zwiebel oder eines Baumes, von innen nach aussen.

Steht da nicht noch irgendwo ein unbewachter Kurzwellensender in einem Waldgebiet nahe Euskirchen herum, den wir kurzerhand abschrauben und möglicherweise sinnvoller einsetzen könnten?
::rolleyes:

von kirkroger - am 18.02.2010 17:18
@Lutz 2: Stimmt, immer noch besser als 24h NRW-Rahmenprogramm, wie es wohl nach Beendigung der Lokalsendungen erst mal geplant ist.


von Peter Schwarz - am 18.02.2010 17:38
Ist denn die offizielle Meldung die Aschermittwoch (also gestern) erscheinen sollte, schon jemand in die Hände gefallen? Oder ist das was auf der Radio Aachen Site steht alles?

von ziyati - am 18.02.2010 19:10
Zitat
Peter Schwarz
Stimmt, immer noch besser als 24h NRW-Rahmenprogramm, wie es wohl nach Beendigung der Lokalsendungen erst mal geplant ist.

- Auch bei den Sendungen, die nicht in Oberhausen produziert werden, sind die gespielten Musiktitel weitestgehend identisch.
Der Grund: Die NRW-Lokalradios erhalten auch für die Lokalsendungen eine Vorgabe aus Oberhausen, welche Titel sie zu spielen haben. :kotz:

Zitat
kirkroger
Hinsichtlich der möglicherweise freien Frequenz in Aachen und dem Konzept cityFM: Es würde bei target1 eine Versorgungslücke entstehen, nur allein deswegen vorerst "kein Interesse". Aachen halte ich sonst für ein interessantes und nicht verzichtbares Gebiet, Nur würden wir -sofern das Projekt off ground kommt- uns damit anfangs frequenztechnisch übernehmen.

Es soll, wie es jetzt aussieht, nach und nach wachsen, wie die Ringe einer Zwiebel oder eines Baumes, von innen nach aussen.

- Welche Versorgungslücke?
So eine Gelegenheit, an eine UKW-Frequenz für den Raum Aachen zu gelangen, kommt bestimmt nicht so schnell wieder, obwohl: Auf einer Anhöhe nahe Kelmis steht immer noch der frühere, ungenutzte RSK-Sender, der auch in Teilen Aachens empfangen werden könnte.



von Lutz2 - am 18.02.2010 19:58
Für alle übrigens die sich Hoffnung auf die 100,1 gemacht haben: Die wird weiter im Besitz des neuen Senders bleiben, da Aachen wohl über die 107,8 mit 400 Watt nicht flächendeckend versorgt wird und eine Leistungserhöhung wegen zweier Lokalsender auf 107,9 in Remscheid und Herchen-Rosbach nicht durchgeführt werden kann. Es gibt sogar Gespräche, ob per Voice Tracking auch wieder ein Lokalprogramm für Heinsberg auf 98,3 und 87,8 gezündet wird. Also eine Lösung wie bei Radio Mülheim, wo Lokalelemente in Oberhausen oder Voice Tracking produziert werden und ansonsten Radio Oberhausen übernommen wird. Gleiches dann hier also von Aachen oder Eschweiler aus (je nachdem wo der neue Sender seinen Sitz haben wird) für den Kreis Heinsberg.

von Wiesbadener - am 19.02.2010 09:11
100,1 und 107,8 parallel kann ja so aber auch nicht laufen, da die Sendegebiete doch zu etwa 90% deckungsgleich sind, das wäre Frequenzverschwendung. Sollte es so kommen, sollten sendungswillige dritte Anbieter dringend Beschwerde bei der LfM einlegen!
Ergo: Eine der beiden Frequenzen als Hauptfrequenz, unterstützt durch eine zusätzliche Funzel, da wo es klemmt.


von Peter Schwarz - am 19.02.2010 15:46
Ich wollts so direkt nicht schreiben...:drink:
Wahrhaftig hat Hochschulradio noch eklatante Verorgungslücken, vor allem was den Bereich Klinikum/Melaten betrifft und damit auch den grossen neuen "Campus Melaten", für den gestern der Spatenstich erfolgte. Ich werd mal die entsprechenden Leute bei uns drauf anstacheln, dass sie da keine Ruhe geben sollen, denn die 99.1 ist nach wie vor unbefriedigend!!

von Peter Schwarz - am 19.02.2010 16:09
Zitat

denn die 99.1 ist nach wie vor unbefriedigend!!

- Würde man den Sender mit einer Rundstrahlantenne auf den Lousberg verlegen, wäre das Problem erledigt. ;)

von Lutz2 - am 21.02.2010 14:01
Ich glaube nicht, dass der WDR das zulassen würde. Auch vom Lousberg aus hat man absolut freie Bahn nach Norden und würde WDR2 auch in dessen eigenem Sendegebiet stören. Und auch die Niederlande werden wegen 99,1 Start-Radio aus Geleen sicher was dagegen haben.
Und ganz davon abgesehen: Die 99,1 ist einfach so eine katastrophale Frequenz. In vielen Teilen Aachens - außer im tiefen Talkessel - ist WDR2 auf 99,2 nahezu Ortssender. Bester Beleg für die Stärke von Langenberg in Aachen ist ja der ehemalige Füllsender für Das Erste: Dieser war genau auf dem Turm untergebracht, wo jetzt das Hochschulradio sendet...und hat per Ballempfang Das Erste tatsächlich über K9 Langenberg geholt...

von Kroes - am 21.02.2010 14:09
Hauptgrund für die Einzüge sind die Holländer, der Lokalsender aus Geleen muss anscheinend auch in Kerkrade noch einwandfrei empfangbar sein, und in AC-Orsbach sowieso. :mad:
...für die paar Stunden Lokalprogramm bei denen, die haben ja noch weniger moderierte Stunden als wir. :D
Irgendeine Lösung muss sich finden lassen, um 100.1//107.8 zu verhindern. Ich spiel es gerade mit RadioMobile durch. 100.1 hat Schwächen in Stolberg und Eschweiler, 107.8 am westlichsten Rand des Gebietes. Am besten wäre wirklich, die 107.8 wenigstens auf 1-2kW hochzufahren, dann wäre der Kittel geflickt.


von Peter Schwarz - am 21.02.2010 15:08
Heute lief von 6 bis 9 Uhr die letzte lokale Sendung bei Radio Aachen. Zahlreiche Leute vom alten Team und aus Aachen sind gekommen, haben Mails geschrieben und auch angerufen, die Stimmung war prächtig, trotz des traurigen Anlasses.
Wir vom Hochschulradio Aachen haben es uns natürlich auch nicht nehmen lassen, einen Abschiedsgruß zu übermitteln und ich habe heute live in der Sendung mit Olaf Theissen, dem Chefredakteur und auch Mann der ersten Stunde von Radio Aachen gesprochen über 18 Jahre Lokalradio, vom ersten Sendetag bis zum Ausblick in die Zukunft:
http://www.hochschulradio-aachen.de/system/files/Interview-OlafTheissen.mp3

von Peter Schwarz - am 26.02.2010 16:27
Jau, das war wirklich ein ganz spontaner Einwurf :joke:
und Olaf Theissen musste auch lachen, weil er ja das System kennt.


von Peter Schwarz - am 28.02.2010 19:15
Auf dem Live-Stream von Antenne AC ist das Programm abgeschaltet, aber der Stream funktioniert noch. Es ist nur ein rauschen zu hören wie bei einem abgeschalteten UKW-Sender. Evtl. wurde der Stream von UKW zugeführt ? Sind die UKW-Frequenzen von Antenne AC auch abgeschaltet ?

von Rosenelf - am 01.03.2010 16:49
Schmarrn. Gar nichts ist abgeschaltet. Wie schon tausendmal gesagt, läuft auf R. Aachen jetzt das NRW-Rahmenprogramm. Und Antenne AC sendet ganz normal weiter, erst einmal.


von Peter Schwarz - am 01.03.2010 17:10
Ich dachte es könnte evtl. auch ein Ausfall sein, der Stream klingt wie rauschen über UKW. Ist wohl nur eine Störung. Normalerweise geht der Stream überhaupt nicht, wenn die wieder mal die Adresse ändern.

von Rosenelf - am 01.03.2010 17:24
Schönes Interview, Peter. :spos: Cool, dass Olaf Theissen bereit für ein Interview war und auch so offen und ehrlich alles gezählt hat. Hast du off-air mal nachgefragt, ob die Frequenz ans Hochschulradio abgegeben werden könnte? :joke:

Was läuft jetzt eigentlich zwischen 6-9 Uhr auf R.Aachen? Unmoderiertes Programm oder ein Programm aus Oberhausen extra für Aachen?

von ziyati - am 01.03.2010 19:47
Zitat
Peter Schwarz
100,1 und 107,8 parallel kann ja so aber auch nicht laufen, da die Sendegebiete doch zu etwa 90% deckungsgleich sind, das wäre Frequenzverschwendung. Sollte es so kommen, sollten sendungswillige dritte Anbieter dringend Beschwerde bei der LfM einlegen!
Ergo: Eine der beiden Frequenzen als Hauptfrequenz, unterstützt durch eine zusätzliche Funzel, da wo es klemmt.


Und so wird es aber sein. Heute stand in der Aachener Zeitung, dass die neue VG gegründet sei aus Radio Salü, Aachener Zeitungsverlag, PDF und ich meine noch einen dritten und das die Hörer sich nicht umgewöhnen müßten, da die bisherigen Frequenzen 100,1 und 107,8 MHz weitergenutzt würden. Über den neuen zukünftigen Namen wäre noch nichts bekannt.

Meine Frage nun: Gibt es eine Möglichkeit gegen eine Frequenznutzung/vergabe Widerspruch einzulegen? Das ist ja wie Peter schon oben geschrieben hat die reinste Verschwendung. Ich bin noch nirgendswo im Stadt oder Kreisgebiet gewesen wo ich nicht beide empfangen habe... Und Antenne AC hat ja für manche Dörfer eh Füllsender.

von mago - am 06.03.2010 08:19
Nein, das Thema ist (wohl) nicht mehr aufzuhalten. Die Frequenzen sind seit 1991 bzw. 1992 der LfR bzw. der LfM von der Staatskanzlei für lokalen Hörfunk zugeteilt und dürfen derzeit auch nicht anders genutzt werden. Bis 1 Jahr nach Abschaltung verbleiben diese im Zollhof, wenn sich dann keine neue Nutzung für Lokalfunk findet, kann (nicht muss!) die Staatskanzlei die Frequenzen anderweitig neu zuteilen, meistens sind dann aber die Bedarfsträger am Drücker. Ergo: Die vier Frequenzen Simmerath 97,2 (50 W / D), Monschau 105,0 (50 W / ND), Stolberg 107,8 (400 W / ND) und Aachen 100,1 (1000 W / D) werden neu ausgeschrieben und die neue VG kann die Programmlizenz bekommen.
@mago_: Mit den Gesellschaftern meinst Du die neue BG.

von centralfm - am 06.03.2010 08:43
Danke für die Korrektur @centralfm.

Also breitet sich bald ein NRW-Mantelprogramm noch stärker aus als jetzt. Naja ich sag meine Meinung jetzt nicht, gehört hier nicht hin. Danke für die Aufklärung!

von mago - am 06.03.2010 08:51
Ich würde mal sagen, die Sache in Aachen ist quasi gelaufen, dem Vernehmen nach auf Wunsch aller Beteiligter im Sinne der Wirtschaftlichkeit. Die eigentlich spannende Frage ist, ob das lokale Radio im Kreis Heinsberg auch noch einmal angefasst wird. Da gibt es ja auch realisierbare Überlegungen. Inwieweit die jetzt bei dem neuen Sender für die StädteRegion schon eine Rolle spielen, abwarten auf die nächste Medienkommisssion.

von centralfm - am 06.03.2010 08:58
Ab April soll es erste testsendungen bei radio Olpe geben

http://www.satnews.de/mlesen.php?id=60e02c1120aa370d8404ad46a8e67588

Anfang nächsten jahres könnte es dann richtig los gehen

Hat da schon jemand frequenzen?Damit man diese Tests evtl mal beobachten könnte?

von Rheinländer - am 16.03.2010 11:29
@ Rheinländer


Was nun die geplanten Frequenzen für den Lokalfunk im Kreis Olpe angeht..

Olpe 89,0 MHz (0,2 KW)
Lennestadt 98,9 MHz (0,1 KW)
Attendorn 107,8 MHz (0,3 KW)

Das ist doch die altbekannte Planung .



von Skeletor - am 16.03.2010 15:26
mit wieviel KW müsste man denn den Standort Donnerberg betreiben, damit man keinen Sender für Aachen-Stadt benötigt.

von Marcus. - am 16.03.2010 15:31
Zitat
Skeletor
@ Rheinländer


Was nun die geplanten Frequenzen für den Lokalfunk im Kreis Olpe angeht..

Olpe 89,0 MHz (0,2 KW)
Lennestadt 98,9 MHz (0,1 KW)
Attendorn 107,8 MHz (0,3 KW)

Das ist doch die altbekannte Planung .


danke dir:)

die olpe frequenz dann DLF aus bonn:eek:
lennestadt gegen radio bonn/SU??

attendorn nochmal gegen die 107,9 von Radio BN/SU

fällt mir jetzt gerade spontan ein

mal schauen ob man davon hier noch was zu hören bekommt:)

von Rheinländer - am 16.03.2010 20:58
Zitat
Marcus.
mit wieviel KW müsste man denn den Standort Donnerberg betreiben, damit man keinen Sender für Aachen-Stadt benötigt.


Diese Frage ist besonders vor dem Hintegrund interessant, dass die 107,8 in Stolberg für 20 kW koordiniert ist. Die üblichen NRW-Lokalfunk-4-kW könnten also problemlos gesendet werden. Zusammen mit der 98,3 aus Erkelenz ergäbe sich ein schönes Sendegebiet.

von Alqaszar - am 16.03.2010 21:05
@Marcus: Meines Erachtens sollten schon 1kW reichen. Es ist auf jeden Fall nicht nur unsinnig, sondern auch unwirtschaftlich, beide Frequenzen weiter zu betreiben!


von Peter Schwarz - am 16.03.2010 22:26
Zitat
Rheinländer
Ab April soll es erste testsendungen bei radio Olpe geben

http://www.satnews.de/mlesen.php?id=60e02c1120aa370d8404ad46a8e67588

Anfang nächsten jahres könnte es dann richtig los gehen

Ich glaube es erst wenn es wirklich los geht ;)

von Rosenelf - am 17.03.2010 23:03
Da es noch niemand gemeldet hat: Seit dem 30.06. und noch bis zum 31.08. läuft laut http://www.lfm-nrw.de/recht/ausschreibungen/index.php die Ausschreibung zur Zulassung je eines Hörfunk- und eines Rahmenprogramms in der Städteregion Aachen. Als Frequenzen sind alle vier bisher von den beiden Programmen genutzten Frequenzen dabei - hier auf eine Anpassung zu hoffen hat sich also wohl erledigt.

von Kroes - am 08.07.2010 20:25
Zitat
Der Chef
Ja! Man hat dort entschieden auf keine Frequenz zu verzichten.



Wahrscheinlich aus Angst weil die 100,1 sonst an das Deutschlandradio geht

von Skeletor - am 09.07.2010 08:11
Da sollten wir protestieren. Das ist eine massive Überversorgung. Die beiden Sender sind zu 90% deckungsgleich. Mit der 107.8 gibt es kleine Versorgungsengpässe in Aachen-Stadt sowie in Roetgen und Kohlscheid (was aber mit einer Gleichwelle in Lüttich zu tun hat, die nicht mit den vorhergesehenen Paramtern arbeitet). Die einfache Lösung wäre eine Leistungserhöhung der 107.8 auf 1-2kW. Das würde genügen.


von Peter Schwarz - am 09.07.2010 13:12
Bei so nem Protest bin ich dabei und ich denke da auch genügend Leute aktiviert zu bekommen. Wie organisiert man sowas?

von mago - am 09.07.2010 13:54
Am besten, ich setzte mal ein Schreiben auf, als Unterschritsliste und das reichen wir dann bei den zuständigen Stellen (LfM und Co.) ein.


von Peter Schwarz - am 09.07.2010 16:17
Die lachen sich dann über die Freaks kaputt die ja sowieso alle keine Ahnung haben und die Liste landet in Ablage P. Der Absender bekommt - wenn er Glück hat - eine kurze abschlägige Stellungnahmne und das Thema ist erledigt...

So traurig das auch ist, aber so ist die Realität !

von Frequenzfieber - am 09.07.2010 16:55
Leutz...wir haben 3 Mächte in NRW: WDR....Deutschlandradio....Lokalfunk...und daran wird sich nichts ändern.Die BFBS Umstellung dient allein dazu dem DLR eine bessere Verbreitung zu ermöglichen...ist ja auch o.k. Aber wer glaubt denn daran dass frei werdende Frequenzen neue Möglichkeiten ergeben. Man blockiert hier doch schon seit Jahren Ballungsraumradio o.ä Ist die LFM mal auf die Idee gekommen etwas ausserhalb der Reihe koordinieren zu lassen...ich meine ausserhalb des Lokalfunks.--Fehlanzeige !! Auch die Uniradios sind bescheiden ausgestattet..Konkurenz zum Lokalfunk unerwünscht !
Die Funzeln von Domradio erinnern mich mehr an >Veranstaltungsfunk

von Skeletor - am 09.07.2010 17:18
REAListen... ;) In NRW wird sich nie was tun wenn es den WDR oder den Fäkalfunk angreifen könnte. War immer so, ist noch immer so und wird wohl auch immer so sein...

von Frequenzfieber - am 09.07.2010 21:15
Ich wäre glatt dabei.... (bin Optimist und Kämpfernatur von klein auf) :D

Ich befürchte nur, dass kein Verantwortlicher in diesem Fall auf einen Münsterländer hören würde... :D

von NurzumSpassda - am 09.07.2010 22:50
Zitat
Peter Schwarz
REAListen? Die sendeten auf 99.0...;)

Die 99.0 hatte bekanntlich nur ein sehr kurzes Intermezzo. Schade dass keine dauerhaften Sendungen geplant waren. Die beiden Yagis sind jedenfalls schon lange vom Standort verschwunden.
Ich frage mich, ob der Sender überhaupt in Aachen gehört werden konnte oder ob die Interferenzen vom Hochschulradio zu stark waren. Hier in Eupen kam jedenfalls nichts an.

Die Zeiten, wo man von Ostbelgien aus die Rundfunklandschaft in NRW aufgemischt hat, sind leider schon lange vorbei.
Heutzutage gibt es kaum noch jemanden, der wirklich den Enthusiasmus besitzt, so etwas längerfristig auf die Beine zu stellen. Schade eigentlich.

Dass sich in NRW nicht viel zum Positiven ändern wird, verdeutlicht doch gerade die Lage im Kreis Aachen!

Zwar war ich noch nie ein wirklicher Fan von Antenne AC, aber als die noch relativ eigenständig waren, konnte man sich das Programm wenigstens anhören.
Heute, mit der Eingliedrung in den Radio-NRW-Verbund, läuft dort ständig der selbe langweilige Charts-Schrott.
Damit wurde auch im Kreis Aachen der Rundfunk mit dem Rest des Bundeslandes gleichgeschaltet.

Oder man denke nur an die Hochschulradios: Die haben derart schlechte Frequenzen und niedrige Sendeleistungen zugewiesen bekommen, dass man sie mit Ausnahme vielleicht von Radio CT kaum in größerem Umkreis um den Campus herum empfangen kann (man vergleiche dazu die Campusradios in den USA, die bis auf wenige Ausnahmen mit Leistungen im Kilowattbereich senden).

Wie die Bevölkerung denkt, spielt doch schon längst keine Rolle mehr: Alle, die ich kenne und die beim Radio noch richtig hinhören anstatt sich nur berieseln zu lassen, beklagen die Eintönigkeit der Rundfunklandschaft in NRW und sind mobil auf MP3-Player und stationär ebenfalls auf MP3s und auf Internetradio umgestiegen.
Hat die Politik, egal welcher Couleur, darauf je Rücksicht genommen?

In Sachen Medienpolitik ist kein anderes Bundesland so rückschrittlich wie NRW!
Auch hier wieder ein Vergleich: NRW - Hessen.
Schuld an der Misere ist meines Erachtens die Politik der SPD in den neunziger Jahren, die mit der Durchsetzung des Lokalfunkmodells dazu beigetragen hat, dass es keine freien Frequenzen für weitere Stationen mehr gibt.
Bis heute traut sich kein Politiker, daran etwas zu ändern, aus Furcht, von den lokalen Zeitungsverlagen (Mehrheitseigner bei praktisch allen Lokalsendern) abgestraft zu werden.

Umso auffälliger ist es, dass es in kaum einem anderen Bundesland so viele kleine Internetradios wie in NRW: Die wohl einzige legale Möglichkeit, der Langeweile auf UKW etwas entgegen zu setzen.

von Lutz2 - am 11.07.2010 13:48
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