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Vierergruppe Kathrein AOS 32 - ORF Salzburg

Startbeitrag von Daniel28-55-59 am 24.04.2010 18:55

Nach 11 Stunden Arbeit auf dem Dach ist nun mein neues Werk - eine Kathrein AOS 32- Vierergruppe vollendet. Und einen Sonnenbrand habe ich auch!

Morgen kommen noch der Anschluß des Wendelstein-Zwillings und die Montage der Kathrein ABH01-UKW-Antenne.

Hier ein paar erste Bilder vom Aufbau heute bei diesem wolkenlosen Wetter:


Meine beiden EVA's (siehe hier: http://forum.mysnip.de/read.php?8773,790080)


Meine umgebaute EVA 46 (mit neuem Aufkleber)


Hier die EVA bereits am Mast. Ich habe überall das Kabel LCM 14 von Kathrein genommen.
Das ist zwar recht dick und etwas unbeweglich, aber hat gigantisch niedrige Dämpfungswerte.
Ich habe auch hier das frei-liegende Geflecht mit Kupferdraht umwickelt und satt verlötet. Hat einwandfrei funktioniert.




So und jetzt sieht man schon die fertige Vierergruppe (noch nicht bei endgültiger Höhe).



Mein Bruder hat mich immer wieder tatkräftig unterstützt.




Und jetzt zum Empfangsergebnis:

Ich bin echt positiv überrascht. Pegel fast auf Anschlag. Ich hoffe, es bleibt so.

Morgen ist laut Wetterbericht nochmal ein wolkenloser Tag, zumindest hier in Ostbayern.

Werde morgen nach der Sonntagsmesse nochmals fest anpacken, damit ich am Mittag fertig bin. Viel fehlt nicht mehr. Nur noch der Anschluß des AOP-65-Wendelstein-Zwillings und der Anschluß und Verkabelung der UKW-Antenne Kathrein ABH01.

Dann gibt's nochmal Fotos von der fertigen Anlage.

Die 50 interessantesten Antworten:

So, erstmals danke für das viele Lob, ich weiß schon, es ist überdimensioniert und steht eigentlich in keinem Verhältnis Kosten-Nutzen, aber es ist einfach die Terrestrik! Und es hat sich empfangsmäßig sehr gelohnt. Der Qualitätsbalken hat im Vergleich zum einfachen AOS-32-Zwilling einen gewaltigen Sprung gemacht. Ich habe es an mehreren DVB-T-Receivern schon getestet.

Erstmal noch ein Hinweis für die, die mich kennen. Ich hatte ja ursprünglich geplant, die Anlage auf unserem zweiten Wohnhaus im Nachbarort zu montieren, wo momentan ein kleiner Dillberg-Nürnberg-AOP52-Zwilling montiert ist.

Da aber mein Bruder dort jetzt eine Photovoltaikanlage installiert, ist dieses Dach in Sachen Vierergruppe nicht mehr möglich. Dort wäre es auch nur ein Versuch gewesen, der Empfangsort dort ist relativ ungünstig.
Also bleibt dort der Kathrein AOP-52-Zwilling Richtung Dillberg und Nürnberg.

So habe ich mich entschlossen, nachdem ich mit meinem AOS-32-Zwilling zu Hause doch hin und wieder Schwankungen bis zum Totalausfall hatte, diese Vierergruppe dort aufzubauen.

Ich habe ja jetzt den schönen Vergleich, weil ich es bei mir daheim montiert habe.
Angefangen habe ich im Juni 2007 mit einer AOS 32. Bekam zwar ein Bild, aber es gab oft Totalausfälle und Pixelmatsch. Ich muß dazu sagen, mein Haus liegt nicht so günstig als andere Häuser in unserem 1000-Einwohner-Ort. Habe schon auf einem anderen Dach einen Kathrein AU16/29-32-Zwilling montiert, da geht's besser als bei mir.
Dann habe ich im August 2008 auf einen Zwilling umgerüstet. Seither war der Empfang recht gut bzw. beständig, trotzdem gab's immer mal wieder einen kurzen Ausfall. Ich hatte nahezu ständig Empfang, aber keine Reserve, sodaß bei bestimmten Wetterlagen der Empfang zusammenbrach.

Das dürfte jetzt alles der Vergangenheit angehören. Jetzt habe ich ein paar wenige dB Reserve, die mich in solchen Situationen vor einem Ausfall bewahren sollen.


Und als zweites habe ich die Kathrein AOT 65 durch einen AOP 65-Zwilling ersetzt, um den Dillberg-Kanal 34 auszublenden und damit den Wendelstein-K34 stabil empfangbar zu machen. Eigentlich ein Rückschritt, weil die AOT 65 ist unschlagbar in Sachen Gewinn. Aber der Wendelstein wäre bei mir auch mit einer einzigen AOP 65 empfangbar, so gut geht der bei mir trotz der 185 km zum Wendelstein. Hier ging's nur um die Ausblendung des Dillberg-K34-Störers.

Und das ist mir auch geglückt. Dillberg-K34 ist jetzt nicht mehr beeinflussend. Den Abstand habe ich mir aus alten Hirschmann-Unterlagen berechnet. Habe dazu nur den Winkel "Dillberg-Wendelstein" gebraucht.

Eine weitere Umbaumaßnahme war dann noch die UKW-Antenne. Hatte vorher eine 3-Elemente-Hirschmann im Einsatz und habe diese jetzt durch die Kathrein ABH 01 ersetzt. Auch eingewaltiger Schritt der Verbesserung, vor allem beim Fernempfang aus Österreich. Jetzt funktionieren so manche Stationen auch mit einem "normalen" UKW-Empfänger, und nicht nur mit dem kleinen Sony XDR-F1.

Am Mittag war ich mit dem Aufbau komplett fertig. Und am Nachmittag, bevor der Himmel "milchig" wurde, stand das Fotoshooting auf dem Programm. Hier ein Schwung Bilder für Euch:


Hier hat mich heute mein Bruder inmitten meiner neuen Anlage überraschend fotografiert.



























@cybertorte: Kein Problem mit den Geländeschnitten. Also wenn es nach dem ginge, dann dürfte bei mir aus Salzburg nichts mehr ankommen.

Bin gespannt, was die nächsten Tage die Nachbarn oder sonstige Bekannte und Freunde dazu sagen, wenn sie an meinem Haus vorbeifahren.

Wenn jemand ein Bild in hoher Auflösung haben möchte, kein Problem, ich habe die Bilder alle mit meiner NikonD300-Spiegelreflex gemacht.

Hier noch eine Aufnahme umgewandelt in eine Skizze:



von Daniel28-55-59 - am 25.04.2010 18:44
Und nun hier mal ein paar Screenshots von zwei meiner Empfänger
Einmal der TechniSat Multymedia TS 1 und der Pioneer DVR-545HX-S.

Beginnend mit dem Kanal 7 vom Hohen Bogen (kleine VHF-Antenne im Dachboden):

Empfänger: Pioneer

Dann der Kanal 28 vom Hohen Bogen (TechniSat):


Weiter geht es mit dem Kanal 30 vom Rotbühlsender (Amberg):

links TechniSat und rechts Pioneer

Dann der (wichtigste) Kanal 32:


Weiter mit dem Kanal 33 (ZDF-Mux Hoher Bogen - 8 km Luftlinie):


Und hier RTL-Mux K34 vom Wendelstein:

Man sieht hier schon, daß dieser ein wenig angekrazt ist vom Dillberg K34 (zwar nicht beeinflussend, aber am Qualitätspegel im Vergleich zu den anderen Kanälen sichtbar).

Dann Kanal 35 vom Wendelstein (dieser ist 185 km von mir entfernt).


Schließlich noch der Sat-1-Mux vom Wendelstein:


Der erst knapp ein Jahr alte Kanal 54:


BR-Mux vom Wendelstein Kanal 56:


Und zu guter Letzt noch der Kanal 66, der sich ja noch heuer verabschieden und auf K52 wechseln wird:


Die Pegel auf meinem zweiten Wohnhaus sind ähnlich von Signalstärke und Signalqualität. Auch hier sind ja Heimann-30dB-Vorverstärker und Kathrein-Mehrbereichsverstärker im Einsatz.

Der Signalstärkepegel ist eigentlich das Unwichtigste.
Einzig wichtig für einen sauberen Empfang ist der Qualitätspegel, der muß passen, dann gibt's auch ein dauerhaft stabiles Bild ohne Pixelmatsch.


von Daniel28-55-59 - am 30.04.2010 18:13
Habe von meinem Bekannten aus Altenschneeberg (700 m) kürzlich ein paar seiner mittlerweile schon historischen Aufnahmen über seine gigantische Anlage aus den 80igern bekommen.

Er hatte 1985 eine Anlage aufgebaut, die damals in dieser Ausführung sicher auch einmalig war.
Von diesem Aufbau habe ich mir ursprünglich die Idee der Vierergruppe abgeschaut.

Er hat in seinem Garten (Altenschneeberg in der Gemeinde Tiefenbach im Lkrs. Cham) einen über 6 Meter hohen Mast aufgebaut und daran 2 Hirschmann FESA K32 Magneta sowie 4 Kathrein AVK 13 Monokanal 8-Antennen montiert. Zusätzlich noch eine 5-El.-UKW-Antenne und eine kleine UHF-Antennen zum Empfang der drei analogen Kanäle 28, 55 und 59 vom Hohen Bogen.

Die 4 Kathrein AVK 13 hat er mittels drei Kathrein EVA 23 zusammengschaltet. Eine EVA 46 hat's ja für VHF nie gegeben. Die beiden Hirschmann K32-Magneta hat er mit einer EVA 25 zusammengeschaltet. Er erreichte damit eine rauschfreies Bild vom über 190 km entfernten Gaisberg.

Als dann gegen Ende der 80iger der Empfang vom Gaisberg besser wurde (scheinbar gab's damals dort eine neue Antenne oder auch eine Leistungserhöhung), hat er die 4 Kathrein AVK 13 auf zwei Hirschmann Magneta K8-Antennen reduziert.

Hier drei Aufnahmen von dieser damals auch einmaligen Anlage.

Jetzt in digitalen Zeiten reicht ihm eine solche Hirschmann K-32-Antenne zum Empfang dort oben (es geht auch ohne Vorverstärker).


Eine der ersten Aufnahmen von 1985:





Und hier eine sehr winterliche Aufnahme von 1987:





Und hier eine Aufnahme von 1996:





Die Sicht von hier oben ist halt schon besonders einmalig (Aufnahme von 2009):





Und zu guter Letzt noch ein Bild von der jetzt einzigen Hirschmann FESA K32 Magneta:




Tschechien ist dort oben natürlich auch einwandfrei empfangbar. Die Kanäle aus Susice funktionieren problemlos.
Desweiteren geht hier oben (in Sachen DVB-T) der Wendelstein, der Untersberg, die Hohe Linie, Pfarrkirchen, der Dillberg, Amberg/Rotbühl, der Brotjacklriegel und natürlich der Hohe Bogen, und das alles ohne besondes großen Verstärkeraufwand. Mit der AOT 65 ist fast alles machbar. Es ginge auch mit kleineren Antennen.



von Daniel28-55-59 - am 03.06.2010 05:03
Nachdem es am Sonntag nocheinmal einen so astreinen Tag mit wolkenlosem Himmel und bester Sicht gab, habe ich wieder einige Aufnahmen meiner Anlage gemacht.
Diesen absolut stahlblauen Himmel (sehr selten um diese Jahreszeit) mußte ich unbedingt ausnutzen.

Ein Vogelhäuschen werde ich aber nicht befestigen.;)



Anbei eine Auswahl der verschiedensten Perspektiven rund um mein Dach und rund um meine gewaltige Konstruktion:

Am frühen Morgen:


Meine Wenigkeit, ich habe noch zwei Kabelbinder ganz oben befestigt und bin daher raufgestiegen.


Da oben 4 Meter über dem Dach wird's einem schon ein wenig mulmig:










Das hier ist die Sicht aus knapp 4 Metern Höhe durch meine Vierergruppe in Blickrichtung "Salzburg-Gaisberg", der 165 km entfernt ist.
Ja, ich habe es gewagt, meine 2.000-Euro-Spiegelreflex in diese luftige Höhe mit zunehmen, trotz aller Gefahr für so einen teuren Apparat.






Und hier der schöne Wendelstein-Zwilling mit der perfekten K34-Dillberg-Ausblendung im Detail:


Blick in Richtung "Wendelstein", 185 km entfernt:


"Nur" drei Kabel gehen in den Dachboden rein, dafür aber 10mm dicke Koaxkabel mit extrem niedrigen Dämpfungswerten:


Eine Ansicht von hinten kurz vor Sonnenuntergang im Hochsommer:


Diese Aufnahme ist mir auch besonders gelungen.
Aufgenommen vom westlichen Ortsrand mit meinem 500er Teleobjektiv und Stativ:

Da wir etwas höher als der Rest unserer Ortschaft liegen, leuchtet meine Vierergruppe schon von Weitem. Links dahinter sieht man noch eine schöne VHF-Antenne aus den analogen ORF-Zeiten auf dem Dach unserer Hausarztpraxis.


Zur Zeit herrschen auch wieder außergewöhnlich gute Bedingungen. Normal ist die Anzeige bei meinem Grundig-DTR1760 Micro immer bei 70 (Signalstärke) und zwischen 95 und 100 bei der Signalqualität. Seit diesem Wetterumschwung vergangenes Wochenende geht's teilweise dauerhaft sogar rauf auf bis 95. Mehr zeigen meine "Ortskanäle" vom Hohen Bogen aus 9 km auch nicht an. Auch alle Wendelstein-Kanäle haben nahezu diese Werte, jetzt auch endlich der Kanal 34.





Ist das nicht zufriedenstellend?


von Daniel28-55-59 - am 08.06.2010 17:20
In all meinen Beiträgen zu dieser neuen Vierergruppe stand ein ebenfalls wichtiges Resultat aus dieser Anlage hier stets im Hintergrund, darum möchte ich noch einmal näher darauf eingehen.

Es geht um die störausblendende Wirkung des Kathrein-AOP 65-Zwillings.
Vorher hatte ich ja eine AOT 65 vertikal montiert. Und jetzt zwei AOP 65, in Sachen Empfangsgewinn eigentlich ein kleiner Rückschritt, könnte man meinen, aber der Wendelstein kommt ja in überraschend guter Signalstärke (185 km Luftlinie) bei mir an, sodaß auch "übertrieben" gesagt, eine noch kleinere Vormastantenne ausreichen würde.

Ich habe letztes Jahr mal (an einem Tag mit normalen Empfangsbedingungen) mit vom Heimann abgestimmten Dämpfungssteckern direkt an der Antennenanbleitung der AOT 65 (ohne Vorverstärker) den Grundig DTR 2420 angeschlossen. Dieser kann ab ca. 30 dB ein stabiles Bild darstellen.


Hier die Werte vom Wendelstein:

Kanal 35 8 dB Dämpfung bis Bildausfall
Kanal 48 14 dB Dämpfung bis Bildausfall
Kanal 54 13 dB Dämpfung bis Bildausfall
Kanal 56 10 dB Dämpfung bis Bildausfall
Kanal 66 5 dB Dämpfung bis Bildausfall

Zum Vergleich zwei Werte vom 8 km entfernten Hohen Bogen:

Kanal 28 31 dB Dämpfung bis Bildausfall
Kanal 33 32 dB Dämpfung bis Bildausfall


Der Kanal 34 vom Wendelstein war nur mit der AOT 65 selten empfangbar, größtenteils gestört durch den Dillberg Kanal 34. Bei mir waren bzw. sind ja trotz der falsch ausgerichteten Antenne nach wie vor der Kanal 47 und der Kanal 55 vom Dillberg empfangbar, zwar hin und wieder mit kleinen Ausfällen, aber im großen und ganzen doch ganz ordentlich.

Laut dieser Hirschmann-Berechnung (dank Unterlagen von Dipol) habe ich das dann folgendermaßen in die Tat umgesetzt:


Wellenlänge des Kanal 34: 51,87 cm
Winkel Wendelstein-Dillberg: 76,8 Grad

in diese Formel eingesetzt ergibt das 79,9 cm (3-facher Abstand).

Habe das auf diesem Ausleger dann auch probiert mit ein paar cm Verschieben, kam aber eindeutig zu dem Ergebnis, daß die Ausblendung bei genau 80 cm die beste Wirkung hat.

Gestern Abend habe ich mir kurz den "Spaß" gemacht und habe einmal eine Antennenanschlußdose dieses AOP 65-Zwillings runtergeschraubt.

Alle Wendelstein-Kanäle waren nach wie vor in der fast gleichen Signalstärke und -güte empfangbar, nur der Kanal 34 war wieder ganz weg bzw. nur hin und wieder Bildfetzen.
So war's auch mit der ehem. AOT 65.

Nachdem ich die Dose wieder in die eine AOP 65 reingeschraubt habe, schlug der Qualitätspegel wieder sofort auf 100 % Anschlag, und das will was heißen.


Bei dieser momentan angehobenen Empfangswetterlage geht auch täglich der Kanal 47 und der Kanal 55 einwandfrei.
Also kann man sich folglich auch vorstellen, in welcher Stärke auch der 34er vom Dillberg ankommt. Aber dieser Zwillingsaufbau (eben hier nicht zur Gewinnmaximierung, sondern zur Störausblendung) schafft es, mir den Kanal 34 vom Wendelstein jetzt dauerhaft in der selben Pegelqualität zu liefern wie die restlichen Wendelstein-Kanäle.
Eine Nullstelle dieses Zwillings liegt jetzt beim Kanal 34 genau in Richtung Dillberg.
Beeindruckend!

Ich möchte hiermit alle ermutigen (vor allem Channel Master), die Störausblendung funktioniert auch in digitalen Zeiten!
Wichtig ist, daß sowohl Nutz- als auch Störsender gleich polarisiert senden. Und das ist ja beim Wendelstein und Dillberg - beide vertikal - der Fall.


Hier zum Abschluß noch zwei Screenshots von gestern Abend.

Hier der Pegel seit meinem Zwilling:



Und hier ein Screenshot, als ich gestern Abend eine Anschlußdose einer Kathrein AOP 65 entfernte:


Ein Unterschied wie Tag und Nacht!

von Daniel28-55-59 - am 12.06.2010 17:03
Zitat
BieMa

Mir ist klar, dass die Tschechen oder eben auch dein Beispiel die Strahlung ausrichten, allerdings so penibel und genau auf die Grenze geguckt, hab ich nicht gewusst. Ich meine, wenn ich das UKW-Band bei Cham anschaue, gibt es schon mehr Tschechen als Deutsche und deshalb kam mir diese Frage auf. Und so wie ich das bei Daniel sehe - keine Tschechensender via DVB-T - habe ich die Hoffnung aufgegeben.
M. E. sendet doch Salzburg auch gerichtet?


@BieMa
Wie schon oft geschrieben nutzen die Tschechen die natürlichen Höhenzüge (bis zu 900m üNN) an der bayerischen Grenze um ihr Signal im Land zu halten.Die Sender dort,Domazlice oder Susice zb. senden gerichtet ins Landesinnere.Domazlice hat den Höhenzug direkt im Rücken.Gleich hinter dem Sender geht es nochmal 150m in die Höhe.

Bilder von der "deutschen Seite".








Da hinten ist der Radarturm vom Hohen Bogen sichtbar.Ganz Rechts hinter dem Wald wohnt Daniel.


Als ob das nicht reichen würde, werden die tschechischen Kanäle in Bayern gleich fleissig weiterverwendet.Den Vogel schiesst hier der K34 ab.Jede Chance Pilzen ausserhalb seines Sendegebietes zu empfangen macht der Dillberg im Nordosten und der Wendelstein/München im Südosten in weiten Gebieten unmöglich.
K48 ist wieder vom Wendelstein belegt.K52 belegt der FMT, den Daniel ja im Nachbarort reinholt.
Chance bestünden bei Daniel nur auf Susice K49 und ab 1.Juli auch K39 wenn Susice sein zweites Bouquet da hinwechselt.

Und wenn ich hier nochmal Altenschneeberg (765m üNN) lese is was fällig ;) Auf dem Hohen Bogen kann man ja mit einfacher Ausrüstung auch Susice oder Pilzen empfangen, wenn nicht noch andere Standorte.






von Scrat - am 25.06.2010 20:42
@ Chriss505: Ja, es wären nur 8 km. Ich habe mir jetzt nocheinmal fest vorgenommen, mit meiner jetzt übrigen AOT 65 an meinem zweiten Standort im Nachbardorf (Nordhang) einen Versuch mit DVB-T aus CZ zu wagen. Mit einem schönen K21-60 VV vom Heimann und eben dieser Antenne könnte evtl. doch etwas gelingen. Wenn mir mein Bruder ein wenig hilft, dann wid dies in Kürze getestet.

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Hier in Weiding im Lkrs. Cham, nur 300 m Luftlinie von meinem Haus entfernt gibt es eine Schneise, in der der Kanal 32 schon seit jeher nahezu perfekt empfangbar war, trotz der 165 km Entfernung nach Salzburg.

Habe heute einmal die fast 30 Jahre alte Anlage eines Bekannten hier im Dorf fotografiert. Diese ist nachwievor in Betrieb.

Aber die Antennenkonstellation ist mehr als überraschend und überhaupt nicht einleuchtend.

Ganz oben am Mast eine Fuba Kanal-8-Antenne für den Salzburger Kanal 8.
Darunter eine große Kathrein AOS 65 für die ehemaligen 3 analogen Kanäle 28, 55 und 59 vom nur 8 km entfernten Hohen Bogen. (Bei mir hat's hier eine kleine AON 65 getan.
Und ganz unten eine Bosch-Antenne für den Kanal 32 aus Salzburg, ich betone 165 km entfernt. Das ist auch ganz sicher keine Kanal-Antenne. Das muß man sich echt mal vorstellen. Das ist ja schon fast zimmerantennentauglich.
Einfach nur Wahnsinn. Ich hier brauche eine Vierergruppe und dort geht eine "Mini-Antenne".

Aber es gibt für mich keinen Grund zum Ärgern. Ich habe jetzt mindestens auch ein so stabiles Signal wie dort.
Laut Berichten dieses Zuschauers war das Bild des Kanal 32 oft klarer als das vom Ortssender in 8 km Entfernung. Unglaublich aber wahr. Das sind wirklich Einzelfälle.

Aber wenn's bei mir auch so einfach ginge, dann hätte ich jetzt nicht dieses Wissen in Sachen Antennentechnik, weil ich mich nicht annähernd so viel damit befaßt hätte.

Hier nun die Bilder für Euch.









von Daniel28-55-59 - am 28.06.2010 17:13
Da es hier gut zum Thema paßt, ich war vergangene Woche in Cham und habe bei diesen wolkenlosen Sommertagen mal die Kabelkopfempfangsstelle für die ORF-Programme fotografiert.
Bis vor einem Jahr waren auch noch die Kanal 8-Antennen dran, die sind jetzt weg. Aktuell sind an diesem massiven Mast nur noch zwei Kanal-32-Antennen und eine UKW-Antenne.

Empfangen wird an dieser Anlage ausschließlich aus Salzburg.
Eingespeist werden aktuell ins Chamer Kabel:
ORF 1, ORF 2 Salzburg, Ö1, Ö2 Radio Salzburg (nur Mono, aufgrund der 94,7 MHz Bayern 3 vom 11 km entfernten Hohen Bogen), Ö2 Radio Oberösterreich, Ö3 und FM 4.

Hier ein paar Aufnahmen:

Hier eine vom letzten Jahr, rechts sieht man noch schön die beiden Kanal-8-Antennen.


Und hier aktuelle Aufnahmen. Es handelt sich bei dieser Empfangsstelle wirklich um eine schmale Schneise, in der die Signale aus Salzburg in einwandfreier Qualität ankommen. Überraschender Weise befindet sich die Anlage ziemlich am tiefsten Punkt der Kreisstadt Cham, nämlich ganz unten am Bahnhof.




Hier sieht man rechts die Kabel-Empfangsanlage und links ein Wohnhaus mit den zwei Antennen Richtung Salzburg.


Und Dank meinem gigantischen Tele-Objektiv hier diese Antennen etwas näher:









Dieses Motiv sieht man vom (Bahnhof dazwischen) gegenüberliegenden Parkplatz der Handwerkskammer.
Einbahnstraße für die elektromagnetischen Wellen aus Salzburg;).

Das war damals eine große Presseaufmachung, als diese Anlage in Betrieb ging. Ich habe hier bereits vor einiger Zeit die Berichte mal gescannt und in ein pdf gepackt.
In den ersten beiden Berichten geht es um die Inbetriebnahme dieser Empfangsstation der damaligen Deutschen Bundespost Telekom.
Der dritte Bericht schreibt von der Inbetriebnahme einer Kabelkopfstation in Waldmünchen (gehört auch zum Landkreis Cham). Diese Empfangsanlage besteht heute auch noch. Die großen Schüsseln allerdings nicht mehr. Da aber in Waldmünchen nur ORF 1 möglich war, ist dort jetzt kein ORF mehr im Kabel. Dort war der Hesselberg zu stark.

Die weiteren gescannten Artikel enthalten Infos über den Rückzug des ORF in Ostbayern vor über zehn Jahren.
Hier der Link:
Zeitungsberichte ORF-Kabel-TV
Viel Spaß damit!

von Daniel28-55-59 - am 17.07.2010 19:20
Ich war da letzten Herbst dort bei dieser Kopfstelle in WÜM auf der Röhre.

Da ist immer noch eine Vierergruppe bestehend aus Kanal-8-Antennen dran. - Die sind ja jetzt wertlos. -
Ich habe mal einen Bekannten dort gefragt, da ist seit der Umstellung 2007 am Gaisberg kein ORF 1 mehr im Kabel, natürlich auch kein ORF 2, das war noch nie drin.
Die untere empfängt die UKW-Programme aus Salzburg, die vertikale LogPer schaut zum Hohen Bogen, die kleine horizontale UHF zum Rotbühlsender, die hinteren UKW-Antennen zum Ochsenkopf und die linke UKW-Antenne zum Dillberg.
Ich weiß nicht, warum man hier soviele UKW-Antennen montiert hat. Und warum eine LogPer zum Hohen Bogen (die ist erst dran, seit der Hohe Bogen auf DVB-T umgestellt wurde)? Aus Österreich werden hier nur noch die UKW-Programme empfangen.

Hier ein paar Aufnahmen:




Da oben steht auch ein schönes "Marterl" mit einem neu vergoldeten Herrgott. Herrlich da oben! Diese Idylle lädt zum Verweilen ein!


Und übrigens, weil es hier zu Waldmünchen paßt. Bin soeben vom Rathaus heimgekommen (Wahlsachbearbeiter). Im Lkrs. Cham wurde heute ein neuer Landrat gewählt. Und gewonnen hat hauchdünn Franz Löffler (CSU), der derzeit noch 1. Bürgermeister der Stadt WÜM und zugleich Bezirkstagspräsident der Oberpfalz. Nur 260 Stimmen Unterschied zu seinem Herausforderer in der jetzigen Stichwahl Max Schmaderer von den Freien Wählern. Löffler 50,3 %, Schmaderer 49,7 %.
Nur zum Vergleich: Bei der letzten Landratswahl im März 2008 bekam der CSU'ler Theo Zellner knapp 85 % der Stimmen. Das dürfte zu denken geben.;) Die jetzige Wahl war nötig geworden, weil unser bisheriger Landrat im März neuer bayerischer Sparkassenpräsident wurde.
Die Waldmünchner müssen jedenfalls jetzt in Kürze einen neuen Bürgermeister wählen.

Und noch ein Hinweis zum Gaisberg. Bis Sommer 2002 waren dort oben Superturnstile UHF-Antennen in Betrieb. Dann kam ein neuer Zylinder drauf mit Achterfeldern. Scheinbar war dann die Reichweite nicht mehr so gut. Auch mein Bekannter in Altenschneeberg hatte seitdem trotz Zwilling ein leicht angerauschtes Bild, vorher in den 90igern bis eben zum Sommer 2002 war's glasklar.

von Daniel28-55-59 - am 18.07.2010 17:58
Zitat
Daniel28-55-59
In diesem Kathrein-Katalog (da war ich erst zwei Jahre alt) war dieser EVA-46-Verteiler schon nicht mehr drin. Nur noch die für Zwillingsaufbauten (EVA 21, 23 und 25).
Da sieht man also schon, daß das wirklich nur seltenst gebraucht und gekauft wurde.
Dieses Teil wurde dann nur 4 Jahre angeboten (1982 war das Teil zum ersten mal im Angebot), während die Zweifach-Verteiler schon 1978 im Katalog waren und 1994 noch immer.


@Daniel: Bei 4 Jahren Verkauf sind die Aussichten trüb` noch was zu finden. Da ich so ein Teil dringend suche.
Aber wenigstens habe ich am Freitag von K+B meine Antenne bekommen. Die wohl letzte Neue XC391 A !
(Ich brauch ja was für Kanal 24) Alternativ gibt`s ja noch die TC 91 A von Telanor (für `ne Gruppe wenn`s klappt).
Nicht nur für schwaz/weiß und Farbe sondern auch für DVB-T;)

Mich hat vorallem der völlig werkzeuglose Aufbau beeindruckt. Für mich ideal an verschiedenen Orten mal was zu testen.
Genial auch der Hinweis für eine "Geheimwaffe"

In das große Dipolgehäuse passt sogar nach kleinen Veränderungen ein Heimann-Verstärker.:-) (Symmetrierglied raus und was Eigengebautes rein)




Ich habe mal zum Vergleich die X-Elemente zu einer WISI-Antenne für den oberen Kanalbereich danebengelegt.


Und dann nochmal meine Versuchsantennen (UHF) zur Übersicht.

Oben die XC 391A
dann die WISi, deren Empfangsbereich ich nicht genau kenne
und eine Tripol-Kanalantenne die im Gewinn der Fuba gleichwertig ist (sein soll!). Deshalb verstehe ich den Aufwand mit den Schleifendipolen bzw. X-Elementen eigentlich nicht.:confused:

Ich hoffe nur, daß ich die Thematik "Vierergruppe AOS 32 ORF-Salzburg" damit nicht verlasse.
Aber letztlich geht`s ja um "Fernempfang" und ORF soll`s ja auch sein , nur eben von woanders :-)

P.S.:Mit dem Download der Bilder habe ich immer noch meine Prob`s -Größe?-

von Symmetrierer - am 09.08.2010 10:25
Hallo Hobby-Kollegen,

Was für einen Wuunder thread ist dies, schon alle Katalgone runtergeladen und gespeichert!

@Daniel: Besten Dank.

Was ebenfalls noch mehr super ist: Die an mir geschickte Antennen sind alle heil aus Deutschland angekommen. Das ist nun doch Klasse: mein Traum ist erfüllt, eine neue, ich sage 2 neue Fuba XC391-D!! Und nochmals 2 Fuba CLOU45. Eine Kathrein Multika 125 (05/12) 11 Elemente und Kathrein 3 Elemente Kanal 4 Antenne, alles neu, komplettiert die Sendung. Da hat mir Daniel und die Firma K+B aus Cham etwas wunderbares geleistet, einfach der Hammer. Alles super und doppelt verpackt.

Nächster Woche wird dann gebaut im Antennenmast, die vorbereitungen haben schon angefangen:

Meine Fernsehmast ist leergeholt
und eine neue 40mm Top-Rohr ist schon montiert worden (mit einem Innenrohr
also doppelt)

Alle Spanndrähte sind neu und also mit sehr viel Geduld auf die gute Längen
mit Spann-Warteln befestigt worden (alle RFS) kostet schon was....

Diese WOche alle Kabeln fertig machen und verlegen, auch eine Riesenarbeit
wenn mann genau arbeitet, wie ich immer mache.

Jetzt Regen hier aber ab Freitag (als meine Woche Ferien anfängt soll sich
das Wetter verbessern und dann ist diese Wochenende und nächste Woche
Antennenbau angesagt!! Ich habe vergangem Samstag ausführlich getestet mit
einem Vedo0423 Verteiler und 2 Fuba D Antennen. Das Fuba
Buch sagt 1 Meter Abstand, ich habe alle Abstände ausprobiert, jedoch
herrscht so dicht am Boden kein homogenes Feld. Jedoch keine grosse
Unterschiede entdeckt. So zwischen 90 und 130cm ist das Ergebnis ungefähr
gleich gut. Weil ich eine sehr stabile Halter (Marke Kathrein:-) habe für 2
gleiche UHF Antennen in Parallelmontage (exakt 1 meter auseinander) werde
ich diese benutzen.

Mit den Clou45 folgende Ergebnisse: zwischen 1 und 1,1 Meter auseinander
(vertical montiert) die besten Ergbenisse. Allerdings schaft eine Fuba XC391
Typ C (21-48) eine viel bessere Arbeit zwischen 21 und 35. Dagegen leisten
die 2 Clou's eine bessere Arbeit auf den höheren Kanälen.

Mir geht's um Kanal 22, 26, 32, 42 und 50 für die Regionalketten aus der
Rest von den Niederlanden.

Die 2 Fuba D Antennen sind für Deutschland und bei Tropo auch Dänemark und
Belgiën.

Also noch eine Riesenarbeit zu schaffen. Mittlerweile auch meine Verstärker
getestet: Zum Einsatz kommt nach ausführlichen Tests eine Triax MFA324 (25dB
Verstärkung um 1,8 dB Rausch, also breitband und für's DX-en gar nicht
schlecht.

Die Band 3 Antenne von Kathrein werde ich zum DAB-dx einsetzen mit einer
Polytron Verstärker für Band 3, 25dB Verstärkung um 1,6 dB Rausch.

Diese Woche in den Abendstunden nach der Arbeit meine neue Antennen zueinderbauen
und die Schrauben/Klemmen auf das Holländische Wetter vorbereiten, damit sie fertig für die Mastmontage liegen.

Eben schade das ich noch arbeiten muss:-)

Also viele Grüsse aus Holland, Frans


von fransigh - am 16.08.2010 15:29
So, wie versprochen hier noch die letzten beiden Kataloge, einmal ein Hirschmann von 1990 und ein Polytron von 1980/1981.

Ich behaupte jetzt wirklich einmal, daß es nun genug ist mit meinen Scans. Mehr kann man ja fast nicht mehr archivieren. Auch wenn die Zeit vor'm Scanner manchmal schon etwas langweilig war, so war ich doch wieder zufrieden, als wieder eine dieser Raritäten "im Kasten" war.

Zusammenfassend hier nochmal alle Scans:

Ankaro 1984/1985

Ankaro 1987/1988

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Astro 1985_1986.zip]Astro 1985/1986[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_FTE1982.zip]FTE 1982[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Fuba-1972.zip]Fuba 1972[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Fuba-Mast-Verstaerker.zip]Fuba Mast-Verstärker[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Fuba-1979_1981.zip]Fuba 1979-1981[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Fuba-1981_1983.zip]Fuba 1981-1983[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Fuba-1987_1989.zip]Fuba 1987-1989[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Hirschmann-Super-Spectral-1968.zip]Hirschmann Super-Spectral 1968[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Hirschmann-1980_1981.zip]Hirschmann 1980/1981[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Hirschmann-1980_1981_Neuheiten-1982.zip]Hirschmann Neuheiten 1982[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Hirschmann-1985_Info-Stoerausblendung.zip]Hirschmann Info Störausblendung mit Zwilling[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Hirschmann 1986.zip]Hirschmann 1986[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Hirschmann-1990.zip]Hirschmann 1990[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Kathrein-1978.zip]Kathrein 1978[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Kathrein-1982.zip]Kathrein 1982[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Kathrein-1986.zip]Kathrein 1986[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Kathrein 1988.zip]Kathrein 1988[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Kathrein -1990.zip]Kathrein 1990[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Kathrein Olympia.zip]Kathrein Olympia-Antennen[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Philips-1973_1974.zip]Philips 1973/1974[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Polytron-1980_1981.zip]Polytron 1980/1981[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Polytron-1984.zip]Polytron 1984[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Schwaiger1980_1981.zip]Schwaiger 1980/1981[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Schwaiger 1988_1989.zip]Schwaiger 1988/1989[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Siemens-1967.zip]Siemens 1967 - Bauanleitung Gemeinschaftsantennen[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Siemens-1977_1978.zip]Siemens 1977/1978[/url]

[url=http://www.hochstrasse.ch/dpaul/Katalog_Zehnder-1980.zip]Zehnder 1980[/url][/b]

Ich kann's selbst nicht fassen, wenn ich diese Auflistung sehe...;) So schlimm war das Scannen eigentlich gar nicht. Ich hab's fast schon wieder vergessen.


von Daniel28-55-59 - am 16.08.2010 17:30
Die Werte der Signalanzeigen von Daniel stimmen mit meinen beschriebenen Beobachtungen sehr stark überein - nur dass anstelle von K07-Hoher Bogen der Sender Hohe Linie mit seinen UHF-Kanälen zu stehen hätte.

Die vielfachen Fehlbelegungen des K34 in dieser Region konnten hier oben auf der Höhe zwischen Oberhof und Frauenhof durch Abschattungen vor Ort spielend leicht ausgeblendet werden.

- Dillberg durch nahes Buschwerk (Nürnberg ist hier topografisch schon massiv abgeschattet.)
- Pilsen durch den kleinen Wasserspeicher auf dem höchsten Punkt.
- Und freie Sichtverbindung zum fetten Wendelstein - das gibt es nördlich der Donau nur ganz selten.

Am Empfangsort von Daniel in Weiding würde der Empfang mit meiner Ausstattung völlig versagen. Dabei haben die beiden Empfangsorte zwar erstaunlich viele Gemeinsamkeiten, aber dennoch eben entscheidende Unterschiede.

Die beiden Standorte liegen nur 45km auseinander, aber die Senderentfernungen unterscheiden sich um 39km beim Wendelstein und um nur 14km beim Gaisberg. Daniel in Weiding liegt sogar noch etwa 60m höher und in Richtung Gaisberg ist dort nach gut 20km (?) die freie Sicht vorbei - während bei mir bereits nach 12km Schicht ist. In beiden Fällen ist aber vom Gaisberg aus nach 60-70km für 90-110km die direkte Verbindung topografisch unterbrochen.

Anders beim Wendelstein: Freie Sicht (wenn auch sehr knapp) von meinem Empfangsort - aber nur wenige (?) Kilometer offenes Gelände bei Daniel und anschließend wieder über 100km "durch die Berge" ähnlich wie beim Gaisberg (in beiden Fällen).

Insgesamt zeigt sich, dass sich der erforderliche Antennenaufwand einzig und allein durch Geländeunterschiede zwischen unglaublichen Extremen bewegen kann - bei nahezu vernachlässigbaren Entfernungsunterschieden (beim entscheidenden Gaisberg nur 14km).

Soweit ich mich richtig erinnere, kam der Wendelstein ansich ja bei Daniel bis auf den Störer Dillberg ganz gut rein. Dass aber zur Ausblendung dieses Störers auf K34 offenbar ein solcher Aufwand benötigt wird, erscheint mir angesichts meiner "Buschwerk-Methode" besonders erstaunlich - zumal der Sender Dillberg auf meiner Münchshofener Höhe aus 37km weniger Entfernung und ganz ohne Hindernisse reinknallt.

Als ich damals von der großen Antennenanlage bei Daniel erfuhr, habe ich jedenfalls meine Empfangstests in der Gegend für völlig aussichtslos gehalten - aber siehe da: Es kommt erstens anders und zweitens als man denkt.

von Karl Kaiser - am 18.08.2010 20:33
Nach knapp 600 km auf den Straßen Südostbayerns und dem Salzburger Land bin ich wieder mit einer vollen Speicherkarte nach Hause gekommen.

Hier ein kleiner Vorgeschmack an Bildern, der Rest kommt morgen bzw. die nächsten Tage, wenn ich "aussortiert" habe.

Bin um 6 Uhr hier bei mir losgefahren, somit war ich schon um viertel nach acht in Salzburg und um halb neun auf dem Gaisberg - Weiding-Freilassing - genau 200 km immer die Bundesstraße 20. Und so früh am Morgen fast kein Verkehr. Die meiste Zeit war ich alleine auf der B20, zumindest bis Burghausen.

Nachdem ich den Gaisberg-Rundwanderweg zweimal gegangen bin (einmal mit dem Teleobjektiv und einmal mit dem Weitwinkel, habe ich noch dem Hochberg einen Besuch abgestattet.
Nach dem Mittagessen war ich dann bei einem Freund in einem Raublinger Ortsteil (Lkrs. Rosenheim). Dieser hat mir neben seiner sorgfältig aufgebauten Anlage daheim auch eine höchst interessante Anlage in einem Rosenheimer Stadtteil gezeigt. Mit dieser Anlage (alles von Kathrein) wurde hier zu Analogzeiten all das empfangen, was dort möglich war.
Angefangen von einer UKW-Antenne ganz oben, dann ein AOS 32-Zwilling für den Kanal 23 von der Hohen Salve (Tirol), darunter ein Kathrein AVK13/11-Zwilling für den Kanal 11 von der Hohen Salve, wieder darunter eine breitbandige Kathrein AOS 65 für die Privaten aus Rosenheim, dann nochmals die AOS 65-Antenne für das Zweite und Dritte vom Wendelstein (Umsetzer) und zu guter Letzt darunter ganz klein die AV 06 für den Kanal 10. Die Zusammenschaltung im Dachboden wäre hier wirklich auch hoch interessant. Wir sind heute Nachmittag dort vorbeigefahren und ich habe diesen interessanten Masten mal fotografiert.

Also, Abfahrt heute morgen um 6 Uhr, in Cham habe ich den Sonnenaufgang über'm Hohen Bogen festgehalten:


Gaisberg mit wolkenlosem Himmel - ein Traum für den Fotografen, zumindest für mich!
Die Antennen sind dort unverändert. Im Vergleich zum letzten und vorletzten Jahr keinerlei Veränderungen. Die alten Kanal-8-Antennen sind also auch noch dran.

Am Gaisberg oben ging sogar der DAB 12A-Testkanal von der Hohen Linie mit meinem Microspot. Und in Raubling b. Rosenheim ging der 12A-Testkanal aus München.




Hochberg:




Und nun diese schöne Anlage (ob sie noch in Betrieb ist weiß ich nicht). Ich habe dort jedenfalls mit meinem kleinen TechniSat DigitMobil3 den Kanal 23 getestet (bei Sichtverbindung zur Hohen Salve). Empfang hat einwandfrei funktioniert. Ein gigantischer Pegel trotz der schwachen Sendeleistung dort.
Meines Erachtens ist dieser Zwillingsausleger Kathrein ZTA 21, den's ja nicht mehr gibt, für den VHF-Zwilling nicht so gut geeignet. Das ist schon sehr nah beieinander. Aber scheinbar hat's funktioniert.
Jedenfalls eine top-aufgebaute und damals sicher nicht billige Anlage.


Untersberg wäre auch noch geplant gewesen, aber über Diesem hielt sich heute Vormittag hartnäckig eine dicke weiße Wolke. Der läuft mir nicht davon.

von Daniel28-55-59 - am 22.08.2010 19:19
Nachdem ich nun die Bilder größtenteils sortiert habe, hier eine schöne Auswahl an knapp 30 Aufnahmen vom gestrigen wolkenlosen Sommer-Sonntag in Südbayern und im Salzburger Land:

Hier nun der Sender Gaisberg im Detail. Diese Schilder hängen im Abstand von wenigen Metern rund um den Zaun, der das Senderareal umgibt. Das war letztes Jahr noch nicht so:




Hier die beiden Antennenfelder von der 101,2 MHz (Radio Oberösterreich). Auch diese Frequenz kommt in Stereo und RDS bei mir hier noch perfekt an:


Ein Flugzeug am Himmel überm Gaisbergplateau:


Das Blitzmeßgerät auf der Spitze des GFK-Zylinders:




Blick auf Stadt und Land Salzburg:




Ein Blick über den ganzen Gaisberggipfel vom Standort des Senders aus gesehen:


Das Gipfelkreuz wurde neu gestrichen, letztes Jahr war es noch schwarz und voller Rostansatz:




Auch ein Amateurfunker hat hier oben seine Zelte aufgeschlagen, in einem Container neben dem Gasthaus:


Blick hinüber zum Untersberg, der war gestern ein bißchen in den Wolken:


Die Antennen für den DVB-H-Kanal 47, der ja immer noch "alleine" vor sich hin sendet:


Gaisberg, 9 km. Das letzte Hinweisschild auf der Grazer Bundesstraße (Hotelroute), bei der Abzweigung rauf zum Gaisberg:


Weiter ging's dann am späten Vormittag Richtung Traunstein, hier noch auf Salzburg's Straßen, der A1 Westautobahn, die dann zur deutschen A8 wird:


Und wieder in Bayern, kurz nach dem Grenzübergang Walserberg:


Hier der Sender am Hochberg, von dort sieht man schön rüber zum Gaisberg:


Ein Blick auf Traunstein, am Fuße des Hochbergs:


Und hier drei Bilder vom Sendemast:


Und zum Schluß noch ein paar Eindrücke aus der Gemeinde Raubling im Inntal:
Der Blick zum Hochries:


Und der Blick zum Dandlberg, von dort kam zu Analogzeiten Das Erste auf Kanal 46, jetzt noch DLF und Charivari Rosenheim:


Hier die Sicht von einem Rosenheimer Ortsteil zur Hohen Salve. An diesem Standort ging mit meinem kleinen TechniSat DigitMobil3 der Kanal 23 perfekt und überraschend stark:





von Daniel28-55-59 - am 23.08.2010 16:42
Korrekt, das Bild habe ich von Happing aus gemacht! Ich habe mir erzählen lassen, daß in Happing damals die Hohe Salve überall der ORF-Standort war, der angepeilt wurde. Danke für diese schöne Grafik!

-------------

Ich habe an dieser Stelle schon mehrmals über diese Schneise in unserem Ort geschrieben, in der schon zu analogen Zeiten der Kanal 32 einwandfrei empfangen werden konnte.

Das waren ungefähr 6 Häuser, die damals auch eine Kanal-32-Antenne auf dem Dach hatten.
Da ich diese Häuser alle kenne, kenne ich auch die Antennen-Typen, die dort montiert waren bzw. sind. Das war größtenteils die Hirschmann Fesa 27 K32 Magneta bzw. die Kathrein AU16/29-32.

Und aus Erzählungen meines Fernsehhändlers weiß ich schon seit 15 Jahren, daß dort bei einer Familie überwiegend der analoge ORF 2 aus 165 km klarer auf dem Bildschirm war als der Empfang unserer Programme vom nur 8 km entfernten Ortssender am Hohen Bogen.

Diese Familie hat ihr Haus jetzt vor einigen Wochen neu runtergestrichen, im Zuge des Gerüstes, das zu der Zeit aufgebaut war, kam auch die komplette terrestrische Anlage runter (die Sat-Schüssel ist am Balkon montiert).
Die Kinder dort sind alle aus dem Haus und die Frau ist "nur" ein Fan vom "Klingenden Österreich" mit Sepp Forcher. Da aber diese Sendung auch auf BR-Alpha kommt, wurde der DVB-T-Empfang (der dort sicher 100%ig geklappt hätte), nicht weiter ins Auge gefaßt und daher auch nicht realisiert (Schade drum!).

Da ich diese Leute recht gut kenne, habe ich kürzlich einfach mal ganz ungeniert gefragt, ob denn die Anlage im Dachboden noch bestünde oder ob dies auch alles schon der Mülltonne zum Opfer gefallen sei. Sie sagte, daß diese Verteilung im Dachboden (bzw. in einem dortigen Fremdenzimmer) noch montiert ist und ich mir das alles gerne abbauen darf.

Dann war ich also gestern Abend dort und ich traute da wirklich meinen Augen nicht.
Sowas Sauberes habe ich noch nicht gesehen. Eine fein säuberlich aufgebaute analoge terrestrische Verstärkeranlage. Laut Info wurde diese Mitte der 80iger Jahre aufgebaut.
Das hätte damals jemand aus dem Schwandorfer/Regensburger Raum aufgebaut, der sich da recht gut auskannte, also kein einheimischer Antennenbauer.

Ich habe diese Teile alle mal identifiziert und vor dem Abbauen noch genauestens fotografiert. Sowas ist fast zu schade, um es zu "zerstören". Beim Abzwicken der Koaxkabel hatte ich direkt ein mulmiges Gefühl.

Verwendet wurden also:
Als Hauptverstärker der Kathrein VCR 55;
Als Vorverstärker wurde Heimann-Qualität verwendet: Für K32 einer mit 26 dB Verstärkung und 1,8 dB Rauschmaß (die waren damals schon richtig gut); und für K8 einer mit 22 dB Verstärkung und 1,7 dB Rauschmaß, beide bipolar und nur 5 mA Stromverbrauch.
Die Stromversorgung der beiden Vorverstärker erfolgt aus einer 24-Volt-Buchse am Hauptverstärker.
Auch auf den nicht verwendeten Anschlüssen stecken schön sauber Abschlußwiderstände, das sind fast die gleichen, die ich auch vom Heimann bekommen habe.

Als 3-fach-Verteiler wurde der Hirschmann Vedo0636 verwendet (von diesen habe ich Dank „Dipol“ auch schon zwei daheim).
Und sogar hier wurden damals von den Antennenableitungen schon schwarze Kabel verlegt. Das muß das Kathrein LCD 80 sein, so ähnlich könnte die Aufschrift heißen, die weiter Richtung ehem. Antennenmast noch ein wenig zu lesen ist.
Als weißes Kabel für die Hausverteilung wurde das LCD 61 hergenommen.
Auch wurde auf die Erdung geachtet. Ich habe mal hinter diese Holzwand geschaut, da ist erst der richtige Dachboden mit der Potentialausgleichschiene, die vom ehem. Mast kommend laut Hausbesitzer weiter zum Keller geht.
Und auch diese vernickelten Koaxstecker konnte ich identifizieren: Die sind von Zehner laut einem meiner gescannten Kataloge, also da wurde damals wirklich schon höchsten Wert auf Qualität gelegt.

Bei so einer Anlage wundert es mich jetzt wirklich nicht mehr, warum hier ein so perfekter Empfang realisiert werden konnte.
Nachdem ich alles abgebaut habe, liegt jetzt alles bei mir schön daheim archiviert und gereinigt. Ich werde diese Anlage bzw. diesen Vorverstärker mal spaßeshalber (natürlich ohne den Kanal 8) bei mir daheim probieren. Heimann hat damals noch für seine Vorverstärker versilberte Buchsen verwendet.

Hier ein paar Eindrücke von dieser sicher auch einmaligen analogen Verstärkeranlage, die nun nicht mehr existiert:











von Daniel28-55-59 - am 25.08.2010 17:00
Schön langsam habe ich nun alle Dachböden hier in unserer Gegend kennengelernt, in denen Verteilungen aufgebaut sind, die früher auch das Programm ORF 2 auf Kanal 32 empfangen haben.
So übermäßig viele waren's ja nicht.

Vergangene Woche habe ich eine zweite solche "Vorzeigeanlage" vorgefunden, und diese ist nachwievor in Betrieb. Laut Hauseigentümer war das auch wieder ein Antennenbauer von weiter her, also ich vermute stark bzw. ich wage zu behaupten, das war der Gleiche wie bei der anderen Vorzeigeanlage, die ich vor knapp 14 Tagen abgebaut hat. Denn auch hier wurden wieder schwarze Kabel verwendet. Das ist wirklich ein Genuß, sowas nach dreißig Jahren noch in Betrieb vorzufinden. Ein Traum...

Dieser Antennenbauer hat damals wirklich aus Überzeugung gearbeitet. Der wußte was er tat.
Das ist auch wieder katalogreif. Ich hab's natürlich sofort im Bild profimäßig festgehalten.

Bei dieser Anlage wurde der Städte-Verstärker "STRAUBING" von Schwaiger verbaut. Dazu zwei kleine Heimann-Vorverstärker, die aber laut Hauseigentümer erst ein paar Jahre später montiert wurden. Laut seiner Aussage war das eine extrem positive Verbesserung des Bildes beider Salzburg-Kanäle. Die waren nach diesen neuen Vorverstärkern oftmals absolut rauschfrei zu empfangen.
Das Ganze wurde ca. Anfang der 80iger Jahre in Betrieb genommen. Die Koax-Stecker sind hier alle von Polytron, die gibt's auch schon lange nicht mehr.

Ein Bild von den Antennen mache ich die nächsten Tage. Die Kanal-8-Antenne ist schon sehr schlecht beieinander. Es fehlen schon viele Elemente. Auch die Mini-UHF-Antenne zum Hohen Bogen ist schon beschädigt. Einzig die Fuba XC 343 B (ich vermute, daß es die ist), schaut noch ganz ordentlich aus.
Wir werden wohl die beiden überflüssigen Antennen (UHF für ehem. analog Hoher Bogen sowie die große kaputte VHF-Antenne) runterschmeißen. Dann wird halt der Städteverstärker nur noch mit einem Eingang betrieben. Oder ich tausche ihn gegen einen normalen Mehrbereichsverstärker und vereinnahme diesen tollen Verstärker für mich. Mal sehen, was ich tue.

Empfangbar sind mit dieser Anlage momentan:
Kanal 7, Hoher Bogen, ARD-Mux
Kanal 28, Hoher Bogen, BR-Mux
Kanal 30, Rotbühlsender, ARD-Mux
Kanal 32, Gaisberg, ORS-Mux A
Kanal 33, Hoher Bogen, ZDF-Mux

Vermutlich ginge hier auch der Kanal 29. Werde das in Kürze noch probieren. Das ist aber mit dem Straubinger-Städteverstärker nicht möglich. Außer der Heimann baut ihn mir um und macht den K-32-Eingang breiter. Aber ob es das dem Hauseigentümer wert ist, ist halt die Frage.

Habe heute mit einem guten Freund einen Empfangstest in dieser Schneise, die durch unseren Ort führt, vorgenommen. War höchst interessant. Bilder davon (mit Screenshots) gibt's dann morgen, wenn ich sortiert habe.

Hier nun ein paar Aufnahmen dieser knapp 30-Jahre-alten Verstärkeranlage:















Diese Anlage ist scheinbar wirklich noch ein bißchen älter als die "Kathrein-Anlage", die ich kürzlich abgebaut habe. Der Hirschmann-Verteiler hier hat noch das alte dicke schwarze Logo aufgedruckt, ab 1985 wurde ja das neuere Logo verwendet. Und das ist auf dem 3-fach-Verteiler von der von mir abgebauten Anlage drauf.

von Daniel28-55-59 - am 05.09.2010 18:06
Am vergangenen Sonntag habe ich mit einem guten Freund mal einen lange geplanten Empfangstest durchgeführt. Und zwar in unserem Ort Weiding im Chambtal zwischen den Städten Cham und Furth im Wald. Hier gibt es eine sehr schmale Schneise, in der der ORF mit einem unwahrscheinlichen Pegel einfällt. Das ist wirklich der Wahnsinn. Als Testantennen haben wir einmal die Hirschmann Fesa 27 K32 Magneta und eine Kathrein AOT 65 hergenommen.

Bei den Kanäle 29 und 32 war in Sachen Empfang aus Salzburg kein großer Pegelunterschied zu erkennen. Auch nicht zwischen beiden Antennen. Der Kanal 29 schwankte ein bißchen mehr. Der Kanal 32 dagegen war mehr als stabil.
Vermutlich stört der Ochsenkopf-Kanal 29 doch ein bißchen rein, aber es überwiegt der starke Gaisberg.

Und jetzt kommt's: Ich habe gedacht, ich bin verrückt. Habe von der AOT 65 (horizontal) den Empfangsdipol mit samt Anschlußkasten runtergeschraubt (da haben wir schon abgebaut), der Empfänger ist noch gelaufen und siehe da: Der ORF-Kanal 32 war noch stabil auf dem Bildschirm, zwar hart an der Grenze, aber immerhin (und OHNE Vorverstärker). Das ist dann hier so ungefähr der Pegel, der bei mir nur durch 4 AOS 32 erreicht wird, und das bei nur 350 Meter Luftlinie. Ich liege viel höher als unser Teststandort auf einem Parkplatz hinter dem Feuerwehrgerätehaus.

Werde mir hier in Kürze ein Grundstück von 1 m² kaufen und eine Empfangsanlage errichten;)

Haben dann noch mit einem Pegelsteller versucht, die Reserve zu messen. 15 dB konnten wir dem Kanal 32 nehmen, erst dann pixelte das Bild, und das immer noch ohne irgendwelche Verstärker.

Ja, diese Schneise hat es in sich. Ist halt nur sehr sehr schmal, es kommen daher auch nur wenige Häuser in Betracht, die hier empfangen konnten und können. Jetzt wundert mich diese ungewöhnliche Konstellation dieses Hauses nicht mehr, auf der nur diese Mini-UHF-Antenne zum 165 km entfernten Gaisberg montiert ist, während für den Hohen Bogen in 8 km Luftlinie eine große AOS 65 aufgebaut wurde.

Mit der vertikalen AOT 65 haben wir hier noch den Wendelstein probiert. Es gingen nur die Kanäle 25, 54, 56 und 66. Aber extrem schwach (ohne Verstärker). Bei mir daheim ist's umgekehrt. Hier kommt der Wendelstein bombig rein.

Hier nun ein paar Bilder von dieser höchst interessanten Aktion. Dank einer stabilen 220-Volt-Versorgung aus der "Autobatterie" und einem sparsamen Erdgas-Auto konnten wir sämtliche Geräte anschließen. Kleiner TV, DVB-T-Receiver, DVB-T-HDD-Recorder von Pioneer, Schwaiger Städteverstärker Straubing und natürlich Heimann-Vorverstärker.
Ein paar Spaziergänger werden uns wohl für verrückt gehalten haben...

Hier nun ein paar Aufnahmen:

Blick von meinem Standort zum Testort am vergangenen Sonntag-Nachmittag.
Ja, die unberechenbare Hochfrequenz... Wenige Meter machen hier einen gewaltigen Unterschied.







Hier (im linken Bild) sieht man im Hintergrund schön unseren Sender am Hohen Bogen, der mit 25 kW den Kanal 7, mit 100 kW den Kanal 28 und mit 50 kW den Kanal 33 abstrahlt.



Kanal 27 vom Brotjacklriegel und Kanal 28 vom Hohen Bogen (beides mit der Kathrein AOT 65 und ohne jeglichen Antennenverstärker)


Hier nun die Kanäle 29 und 32 mit der Hirschmann Fesa 27 K32 Magneta, auch ohne jeglichen Verstärker. Man beachte hier den Pegel, wenn man weiter unten den des Kanal 66 vom Wendelstein sieht. Auch der war noch stabil empfangbar. Dieser Tuner in meinem Pioneer DVD-HDD-Recorder ist sehr empfindlich und empfangsstark.


Hier nun 33 vom Hohen Bogen und 35 vom Wendelstein (mit der Kathrein AOT 65).


Und Kanal 54 sowie 66 vom Wendelstein, auch dieser ging noch stabil, aber knapp.



Und ein paar Screenshots mit dem TechniSat Multymedia TS 1:

Kanal 7 und Kanal 28 mit der Kathrein AOT 65:



Und auch hier wieder 29 und 32:


Und Kanal 32 mit einem 30 dB-Heimann-Vorverstärker und rechts daneben der Pegel auf Anschlag mit dem Städteverstärker Straubing noch zusätzlich. Also eine Verstärkung von ca. 60 dB: Mehr hätte es nicht mehr gebraucht und es hätte übersteuert.


Zu guter Letzt noch "unser" Kanal 33, auch mit der Kathrein AOT 65 und ohne Verstärker:


von Daniel28-55-59 - am 07.09.2010 17:58
Kathrein hat das Bild (oben) 1982 veröffentlicht –> Haus und Antenne 3/1982, Seite 4

QUELLE –> Haus und Antenne 3/1982, Vorderseite - das Foto ist leider ohne Angabe zum Aufnahmeort.
Firma Linotype + Hochhäuser im Hintergrund + Google = Frankfurt(M) ?


Zitat
Kay B
Wann hat Kathrein bei seinen UHF-Antennen eigentlich die Reflektoren abgeändert?
Die Antenne auf dem Bild von Frank hat ja noch Gitterreflektoren, während die neueren
Kathrein-Antennen nur noch zwei Reflektoren aus Aluvierkant und dünnen Alustäben mit
Plastikschienen an den Seiten haben.

@ Kay,
die Olympia-Antennen mit Gitterreflektoren waren noch im Katalog 1975/1976 aufgezeichnet.
Die Reflektoren waren mit kleinen "Rohr"-Nieten auf dem Träger befestigt,
und im Reflektorträger war nur ein Loch einseitig pro Befestigung.
Ein Reflektor ist von meiner AOS65 während eines Sturmwetters abgebrochen. Beide Reflektorträger habe ich danach
bei jeder Reflektobefestigung ganz durchbohrt und mit festgedrehten rostfreien Messingschrauben versehen.
Ich wußte damals nicht, dass Messingschrauben und (Winter-)Frost keine gute Mischung sind. Also nochmals abgebrochen.
Handelsübliche Eisenschrauben haben das Problem gelöst. Die geänderte Reflektoren sind vermutlich konstruktiv stabiler.

Noch ein Kathrein-Foto habe ich gefunden - eine echte Retroantenne mit rotem Kathrein-Dipolgehäusedeckel: :)



Mitgeliefert zu den "Olympia 170"-Antennen gab es folgende :
–> Anwendungshinweise, Seite 1 v. 2
–> Anwendungshinweise, Seite 2 v. 2


················

:)
Zitat
-faro-
Das gilt für Empfangstests aller Fabrikate ;)

Bei der Antenne scheinen die Gewinnkurve und das Vor-/Rückwärtsverhältnis gute Werte zu haben. ;)
Zwar noch völlig OT: Die Antenne sieht aus wie eine Ganzwellenyagi für BIII ?

von Frank H. (DK) - am 11.09.2010 14:21
Zitat
Symmetrierer
Hoffe doch sehr, dass der Thread nicht einschläft, nur weil Daniel im Urlaub ist.;-)

Ja, leider, mein Urlaub ist schon wieder vorbei. Bin gespannt, was mich heute in meiner "Gemeindekanzlei" wieder alles erwartet.

Aber es gibt Neuigkeiten aus Ostbayern: Der neue Kanal 55 vom Gaisberg reicht auch bis in den Landkreis Cham. Zwar ist er nicht bei mir empfangbar (meine Vierergruppe ist ja kanalselektiv), aber bei einem guten Bekannten in Altenschneeberg, Gde. Tiefenbach, nördlicher Landkreis und auch hier im Ort in dieser besagten Empfangsschneise geht er tadellos.
Dort habe ich gestern zusammen mit einem Freund einen Test durchgeführt, und zwar mit der Kathrein AOT 65:



Und einem extra vom Heimann angefertigten kleinen 13 dB Vorverstärker. Das ist ein älteres Modell aus den 80igern, das er mir zu einem K55-Vorverstärker umgebaut hat. Dieser hat noch ein Rauschmaß von 1,6 dB, funktionierte aber trotzdem einwandfrei. Klar, kein Vergleich zum tollen Pegel der Kanäle 29 und 32, aber es reicht. Nicht zu vergessen ist, daß die AOT 65 beim Kanal 55 volle 18 dB Gewinn liefert. Das spielt schon auch eine entscheidende Rolle:

Hier die Verstärkerkurve des Kanal-55-Vorverstärkers:



Und hier nun ein paar Aufnahmen:
Als DVB-T-Receiver kamen zum Einsatz: Einmal der TechniSat Multymedia TS 1, dann der TechniSat DigitMod T1 und der Strong PRIMA IV:. Sie leiferten alle ziemlich das gleiche Ergebnis:

Hier zwei Aufnahmen vom mobilen Mast mit der Riesen-AOT 65:





Strong PRIMA IV:

Auch wenn der Pegel nicht besonders hoch ist, die Signalqualität ist tadellos und nahezu auf Anschlag.

TechniSat Multymedia TS 1:


Im Programm von Salzburg Plus lief eine Endlosschleife (ca. 5 Minuten). Immer wieder wurde auch der Gaisberg eingeblendet:


Und das Programmenü des TechniSat:


Beim Suchlauf mit dem TechniSat DigitMod T1:


Und zu guter Letzt noch ein Blick von meinem Hausdach zum Empfangsort, nur 200 m Luftlinie entfernt:


Ich ziehe ja doch noch dorthin...;)

von Daniel28-55-59 - am 11.10.2010 04:41
Bei diesen goldenen Oktobertagen ist es mal wieder Zeit für einen Schwung neuer Fotos.

Und gestern konnte ich noch ganz spontan eine schöne Runde mit einem Ultraleichtflieger drehen und ein paar Aufnahmen aus luftiger Höhe machen.

Hier erstmal ein paar "herbstliche" Aufnahmen meiner Anlage:









Und hier die bunten Herbstfarben im Detail:












Und nun zum Flug von gestern Spät-Nachmittag:


Mein "Lieblingsmotiv", unser schöner BR-Grundnetzsender am Hohen Bogen:
(Links im Hintergrund der große Arber mit seinen beiden Radomen)








Hier sieht man rechts im Hintergrund die ehemalige Nato-Einsatzstellung, die nun schon seit vielen Jahren leer steht.


Und der 2006 montierte GFK-Zylinder mit den UHF-(oben) und VHF-(unten)Antennen für DVB-T und DAB im Detail:


Hier der Blick auf unseren Empfangstest-Ort in dieser "Salzburg-Schneise" hinter dem FF-Gerätehaus hier in unserem Ort:


Und ein Blick auf unsere Ortsmitte, mit meiner Anlage und gegenüber der Straße unserem renovierten Kindergarten mit neuer Kinderkrippe:



von Daniel28-55-59 - am 12.10.2010 16:42
Ich möchte mich da gar nicht genau auf den Punkt festlegen, warum und weshalb ich diese gigantische Anlage errichtet habe.

Natürlich stand die technische Herausforderung immer im Vordergrund. Vor allem deshalb, weil's bei mir halt wirklich erst jetzt gscheit geht und ich das Letzte aus dem hauchdünnen Signal raushole und noch ein tadelloses Bild dabei herauskommt. So an der Grenze wird wohl selten jemand sein. Und daß 100 Meter weiter eine Mini-Vormastantenne reicht, das hat mich auch noch angestachelt.

ORF 1 schaue ich fast nie, das sehen meine sportbegeisterten jüngeren Brüder schon mehr.
Wenn ich einschalte, dann ORF 2, beispielsweise eine Sendung wie Universum. Und ich bin ganz ehrlich: Klingendes Österreich. Eine sagenhafte Sendung, die wirklich noch ein hohes Niveau genießt.

Wahrscheinlich würde ich aber für DVB-T aus CZ keine Vierergruppe aufbauen. Da bin ich auch ganz offen. Wenn's einfacher gegangen wäre, jederzeit, aber der Aufwand für einen solchen Aufbau wie der Zweiebenen-Zwilling war halt schon enorm.

Das ist einfach diese Faszination der Terrestrik, die für mich schon auch mit dem Empfang aus Salzburg verknüpft bzw. eng verbunden ist.
Wenn ich in Freilassing über die Grenze fahre, dann fühle ich mich nicht "im Ausland", sondern auch wie daheim, die gleiche Sprache, die gleiche Kultur, der gleiche "Schlag" Menschen.
Und das kann man mit Tschechien gar nicht vergleichen. Das ist einfach ein ganz anderes Land. Ich will das auf keinen Fall negativ beurteilen, aber es fehlt einfach der Reiz und die Motivation, da rüber zu fahren. Meine beiden Großväter sind bzw. waren vom ehemaligen Sudetenland. Die hatten bzw. haben bis heute noch keinen Schritt darüber getan, so sehr schmerzen die Erinnerungen.
Obwohl ich nur 8 km von der Grenze entfernt wohne, komme auch ich das ganze Jahr nicht hinüber. Ich kann kein Wort tschechisch. Bei meinem Diesel rentiert sich nichtmal das Tanken gescheit. Und der Grenzgürtel hat von vorne herein einen schlechten Ruf. Ich will da gar nicht näher drauf eingehen.


Und technisch gesehen ist es mit dem Empfang von Radio Tirol ja genauso. Wie einfach ist dieses Programm über DVB-S zu bekommen. Aber da ist's halt nur halb so interessant, wie wenn man im Hinterkopf hat, daß es aus 200 km Entfernung durch die Luft kommt und immer noch nahezu ohne Rauschen und sogar mit RDS empfangbar ist.

Wenn ich bei uns Jemandem den ORF ermögliche, dann haben hier bis jetzt auch immer der BR und das ZDF neue terrestrische Zuschauer gewonnen. Denn die Kanäle 28 und 33 und oft auch der Kanal 7 (aus ehem. ORF-1-Empfangsantennen) gehen nebenher und werden natürlich auch am Receiver oder Fernseher eingespeichert.

Soviel wieder mal von meiner Seite.
Mich freut es natürlich unbandig, daß meine Anlage so "eingeschlagen" hat. Wenn ich auf mein Dach raufschaue, freut es mich täglich wieder auf's neue, welches Werk ich da "vollbracht" habe.

von Daniel28-55-59 - am 18.10.2010 19:14
Zitat
Daniel28-55-59
Wahrscheinlich würde ich aber für DVB-T aus CZ keine Vierergruppe aufbauen. Da bin ich auch ganz offen. Wenn's einfacher gegangen wäre, jederzeit, aber der Aufwand für einen solchen Aufbau wie der Zweiebenen-Zwilling war halt schon enorm.


Wenn ich in Freilassing über die Grenze fahre, dann fühle ich mich nicht "im Ausland", sondern auch wie daheim, die gleiche Sprache, die gleiche Kultur, der gleiche "Schlag" Menschen.
Und das kann man mit Tschechien gar nicht vergleichen. Das ist einfach ein ganz anderes Land. Ich will das auf keinen Fall negativ beurteilen, aber es fehlt einfach der Reiz und die Motivation, da rüber zu fahren. Meine beiden Großväter sind bzw. waren vom ehemaligen Sudetenland. Die hatten bzw. haben bis heute noch keinen Schritt darüber getan, so sehr schmerzen die Erinnerungen.
Obwohl ich nur 8 km von der Grenze entfernt wohne, komme auch ich das ganze Jahr nicht hinüber. Ich kann kein Wort tschechisch. Bei meinem Diesel rentiert sich nichtmal das Tanken gescheit. Und der Grenzgürtel hat von vorne herein einen schlechten Ruf. Ich will da gar nicht näher drauf eingehen.


Ob ne Viergruppe von Nöten wäre, kann ich schlecht beurteilen. Denke aber doch mal nein. Eher mal so ein Doppelausleger oder eben eine 2 Meter Flak ;)
Mit meiner DVB-T Autoantenne kann ich am Hohen Bogen jedenfalls immer mal wieder ein Signal loggen. Das gelingt mir mit ORF nicht. Den hatte ich noch nie drin.

Die Kultur ist gar nichtmal soo verschieden wie immer gern getan wird.Knödel (Knödlik) Bier (Pivo) und Volksmusik sind auch tschechische Kultur. Tschechisches Pils hat ein bayerischer Brauer das erste mal gebraut.Und die slawische Sprache hat zumindest für mich eine so schöne Melodie. Sieht schlimm aus beim Lesen, aber gesprochen so weich wie Sahne.
Die Kindheit bestand TV technisch aus tschechischen Märchen und Kinderprogrammen. Es kommt mir mittlerweile vor, wie schon sehr lange her.Gut das es sie jetzt auf DVD gibt.

Für Sudetendeutsche ist es natürlich nochmal eine andere Sache. Da geh ich jetzt gar nichtmal tiefer in die Grundlagenvorschung :) Die Mutter meiner Ex kam ja auch aus dem sudetendeutschen Grenzgebiet. Hatte hier im Forum ja schonmal Bilder von den Wüstungen am Eisernen Vorhang.

Trotz alldem lasse ich mich nicht aufhalten mich für das Land und die Leute zu interessieren.Klar hat man es als Deutscher erstmal nicht leicht. Doch wenn die Merken das man ein wenig deren Sprache kann , auch nur einzelne Worte und sie nicht geringschätzend betrachtet brechen Dämme.
Man würde oftmals ganz anders Reden wenn man ein paar Leute dort kennen würde. Die Geschichte steht gerne dazwischen, aber auch nur die.

In Ungarn ist das alles leichter. Die haben keinen oberflächlichen oder auch tiefen Hass gegen deutsche. Wenn man dann aber nachforscht warum, dann kommt man oft zu dem Punkt das sie den deutschen immer noch "dankbar" sind das der Herr A.H. die Sinti und Roma so erfolgreich ausgemerzt hat.... Was is nu besser?

Heute lernen wir alle mal ein Wort Tschechisch *g*
Verdammt heisst.... Sakra :D

von Scrat - am 19.10.2010 14:12
Zitat
Daniel28-55-59
Dagegen geht bei meinem Bekannten in Altenschneeberg DVB-T aus Susice einwandfrei und das bereits mit einer kleinen Vormastantenne. Mit den großen Antennen ganz klar genauso gut.


Kompliment für deine gewohnt erstklassigen Bildinformationen.

Antennen im Bild vermutlich:
190° FM-Rotor auf Wendelstein
130° Vierergruppe auf Linz (???)
110° Zwilling auf Su¨ice
170° Astra 19E

Zu den Screenshots des Senders Su¨ice:
K48 071kW fehlt vermutlich wegen Wendelstein
K49 100kW
K52 100kW fehlt vermutlich in Kürze wegen Wendelstein

-

Die Einzüge der Sender sind nicht bekannt:

020kW Cheb - Horní Pelhřimov, Zelená hora
K36
K66 (gegen Wendelstein und noch gegen Nürnberg)

050kW Jáchymov Karlovy Vary - Sankt Joachimsthal-Klínovec
K36
K66 (gegen Wendelstein und noch gegen Nürnberg)

032kW Chomutov - Vysoká Pec, Jedlák Chomutov - 830+X=mNN
K33 gegen Hoher Bogen-SFN
K58

100kW Plzeň-Kra¨ov Plzeň-sever - 711+347=1058mNN
K34 (gegen Dillberg)
K48
K52 (demnächst alle drei Kanäle gegen Wendelstein)
und dazu analog Plzeň/Krkavec (deutlich näher am Stadtzentrum)
K27 005kW CT2
K34 095kW CT1
K51 100kW Prima TV

010kW Doma¸lice - Nový Kramolín, Vraní vrch Doma¸lice
K34 (gegen Dillberg)
K48 (beide Kanäle gegen Wendelstein)

100kW Su¨ice - Odolenov, Svatobor Klatovy
K48 (gegen Wendelstein)
K49
K52 (demnächst gegen Wendelstein)

020kW Vimperk - Máří, Mařský vrch Prachatice
K49 (gegen Nürnberg geplant)
K50

100kW Ceske Budejovice - Chlum, Kleť Český Krumlov
K22
K49 (gegen Nürnberg geplant - hier aber unproblematisch)
K50

-

Meine Erfahrung um Nabburg um Ostern 2010 - nur mit Minimagnetfußantenne:

Direkt nördlich der Autobahnanschlussstelle Nabburg-West am Funkmasten
besteht nur von Nord bis Ost freie Sicht (in Richtung Autobahnkreuz "Oberpfälzer Wald")
und komischerweiser waren hier nur einige analoge Programme aus Tschechien zu empfangen -
Kanäle werden an meinem Gerät nicht angezeigt.

Auf dem Münchshofener Berg (nahe der Maxhütte) kamen jede Menge analog und digital rein -
ohne die einzelnen Kanäle gerätebedingt identifizieren zu können.
Außer nach Westen (daher absolut Nichts aus Nürnberg) besteht hier Rundumsicht.

von Karl Kaiser - am 19.10.2010 19:53
Was lange währt...

Neue Antennenverteilung mit Verstärkeranlage fertig

Nun sind auch endlich meine Arbeiten im neuen Dachboden abgeschlossen. Ich habe alles schön montiert und gestern in Betrieb genommen. Mit dem kleinen Stecker in der Hand habe ich sozusagen "feierlich" eingeschaltet. Funktioniert bestens. Ist auch alles gut durchdacht.
Die komplette Stromversorgung aller Heimann-Verstärker (für DVB-T) übernimmt ein generalüberholtes 28 Jahre altes Fernspeise-Netzteil von Kathrein. Die angeschlossenen Verstärker haben zusammen einen Stromverbrauch von ca. 50 mA. Reicht also locker.

Habe dazu mit dem Herrn Heimann die Elkos getauscht. Jetzt hat es auch bei Belastung von 60 mA noch 24,5 Volt. Zuvor ist die Spannung regelrecht zusammengebrochen. Die alten Elkos waren schon hinüber.

Über 6 Mini-Bananensteckerbuchsen (an der Rückseite der Wand miteinander verbunden) sind alle Vorverstärker angeschlossen. Die Masse ist ja überall die Gleiche.

Wie Ihr seht, habe ich nun komplett auf irgendeinen großen Mehrbereichsverstärker ganz verzichtet. Und ich fahre hiermit viel besser!

Nur der Heimann-UKW-Verstärker (grün) steckt auf einem eigenen Netzteil. Solche hatte ich bis jetzt ausschließlich im Einsatz. Praktisch für jeden Vorverstärker ein eigenes Netzteil. Da hätte ich jetzt nahe 10 Steckdosen gebraucht.

Jetzt zur Verteilung im Einzelnen:

Die Ableitung der Salzburg-Vierergruppe geht zuerst in den 21 dB K29-32 - Verstärker (NF 0,4 dB), dann anschließend nochmal in einen "schwächeren" 18 dB K29-32 - Verstärker (dieser ist ein bißchen breiter). Und anschließend geht's in die Weiche, wo der Frequenzbereich K48-56 (Wendelstein) mit dazugeschaltet wird. Anschließend geht's in einen Dreifachverteiler (vom lieben "Dipol" bekommen) und dann in die Hausverteilung. Signal ist überall stark und ausreichend.

Die Ableitung des Wendelstein-Zwillings geht zuerst in einen K21-60-Verstärker (28 dB Verstärkung und 1,5 dB NF). Dann wird aufgeteilt mit einem Hirschmann Vedo 0423 und eine Ableitung geht in einen K48-56 Verstärker (18 dB Verstärkung und 0,9 dB Rauschmaß) (Das sind die Wendelstein-Kanäle 48, 52neu, 54 und 56), dann in die Heimann-Weiche und schließlich zusammen mit den Signalen aus Salzburg in die Hausverteilung.

Die zweite Ableitung geht nochmal in einen kleinen K21-60-Verstärker (14 dB Verstärkung und 1,4 dB Rauschmaß) und dann über die Gleichstromweiche und über eine Erdung in das Netzgerät und schließlich in den Sat-Multischalter. Die drei terrestrischen Leitungen (aus dem Vedo 0636) werden im Haus nochmal verteilt, sodaß insgesamt 6 Teilnehmer in den Genuß von DVB-T aus Salzburg und größtenteils auch vom Wendelstein kommen).

Die UKW-Ableitung geht nur in den Heimann-UKW-Verstärker (21 dB Verstärkung und 0,9 dB Rauschmaß), dann in den Hirschmann Vedo 0636 und dann über 4mm-Satkabel (größere hatten in meinen vollen Leerrohren in den Wänden nicht mehr Platz) in die Hausverteilung.

Das wär's jetzt in einer kurzen Übersicht.
So mancher wird die Erdung vielleicht bemängeln, wenn ich es genau nach Vorschrift gemacht hätte, dann hätte ich jede Leitung von den Antennen kommend und auch jede Ableitung zu den Räumen nochmal mittels einer solchen Erdungsschiene erden müssen. Habe aber mit einigen Antennenbauern aus früheren Zeiten gesprochen, diese meinten, daß ich es eh perfekt gemacht habe und das schon so in Ordnung ist. Es ist jeder "Zug" geerdet. DVB-T, UKW und Sat. Die große 16 mm² Erdung geht hier weiter (unten am Bildrand) zum Mast. Dieser ist natürlich auch geerdet.

Nun einige Scans:

Das Kathrein Netzteil NCF 60 (Scan aus Katalog Kathrein von 1982):


Hier die Kurve des ersten Kanal 29-32 Verstärkers 21 dB Verstärkung und 0,4 dB Rauschmaß:


Der zweite direkt dahintergesteckte K29-32 Verstärker mit 18 dB Verstärkung und 0,5 dB Rauschmaß:


Der erste K21-60-Verstärker mit 28 dB Verstärkung und 1,5 dB Rauschmaß. Das ist laut Heimann ein Meßverstärker, so linear wie der ist. In diesen Verstärker geht die Wendelstein-Zwillingsableitung:


Der zweite K21-60-Verstärker mit 14 dB Verstärkung und 1,4 dB Rauschmaß, nach diesem geht's in die Gleichstromweiche, dann in's Netzteil und schließlich in den Kathrein EXR 156 Multischalter:


Und hier die Sonderanfertigung Kanal 48-56: (Ziel war es, daß sich beide Verstärkerzüge nicht in die Quere kommen. Es soll ja nichts dem Kanal 32 in irgendeiner Art und Weise schaden:


Und hier zwei Kurven dieser Weiche vom Heimann. Einmal der Kanal 29-32 Eingang und auf dem zweiten Bild der Kanal 48-56 Eingang. Die niedrigen Dämpfungswerte sind schon gigantisch:




Und zu guter Letzt noch der UKW-Verstärker mit 21 dB Verstärkung und 0,9 dB Rauschmaß:


So, das wär's jetzt gewesen. Jetzt ist meine Anlage komplett. Die nächsten Tage werde ich auch meine Projektbeschreibung zum Abschluß bringen. Damit ist nun alles vollständig.

Und das Wichtigste: Es funktioniert alles sehr zufriedenstellend. Ich hoffe, das wird auch so bleiben.
An dieser Stelle wieder ein großes Danke für Eure vielen Beiträge, die hier seit April niedergeschrieben wurden. Einfach toll!

von Daniel28-55-59 - am 04.11.2010 18:27
Zitat
Daniel28-55-59
Die F-Erdungsblöcke sind natürlich schon praktisch, aber eben wieder ein "Zwischenstück" mit minimaler Dämpfung. Und bei den Leitungen von den Antennen kommend möchte ich das wirklich nur ungern einbauen.

Klar doch, jede Verbindung ist eine Schwachstelle und verändert je nach Güte (= Rückflussdämpfung) die Impedanz. Das wiederum verursacht Mikroreflexionen oder wie bei fehlendem Stammleitungsabschluss gar satte Stehwellen. Wer Erdblöcke oder Erdwinkel mit hochwertigen F-Buchsen mit > 30 dB Rückflussdämpfung verwendet, ist in Kombination mit zeitgemäßen Kompressionssteckern immer auf Nummer sicher.

Man muss die Dinge schon noch in der richtigen Relation betrachten. Bekanntlich haben die IEC-Stecker in Belling-Lee-Ausführung keine 75 Ohm Impedanz. Daher ist es unverständlich, warum Herr Heimann immer noch am IEC-Koaxstecker festhält, die besseren F-Buchsen sind schließlich kostenneutral und ersparen eine Adaptierung.
Nachgewiesenermaßen sind auch die üblichen asiatischen F-Aufdreh-Stecker an Hochschirmkabeln fehlplatziert und die ganzen Adapter und insbesondere die F-Winkelstecker - selbst in vergoldeter Ausführung - hf-technische Problemstellen. Und dazu gehören nun mal auch meine ausrangierten HIRSCHMANN Verteiler mit Schraubklemmen, von denen du gar nicht genug bekommen kannst. Die sind nicht besser, sondern schlechter als die (meisten) heutigen Verteilbausteine in F-Norm.

Zitat
Daniel28-55-59
Da ich mich mit dem Potentialausgleich noch nicht intensiv befaßt habe, würde mich das wirklich interessieren, warum und weshalb hier alles doppelt und dreifach geerdet werden sollte.
Geht es nur darum, wenn man mal ein Teil rausnimmt, daß dann immer noch die Erdung erhalten bleibt? Wie ist da heute von den Vorschriften der Unterschied zu früher?
Denn so wie ich es jetzt geerdet habe, ist ja eigentlich schon "die ganze Masse" auf dem Potentialausgleich drauf. Den Multischalter habe ich ja auch angeschlossen an die Potentialausgleichsschiene.

Dass nach alter EN 50083-1 und aktueller EN 60728-11 der PA auch bei Ausbau von Verstärkern und Multischaltern erhalten bleiben muss, wurde hier schon oft genug gepostet. Was die Neuheit dieser Bestimmung angeht, die war schon vor 1984 nach VDE bei allen aktiven Bauteilen (= damals Verstärker und Umsetzer) gefordert.

Zitat
Daniel28-55-59
Mit Erdungsschienen habe ich noch nicht gearbeitet. Hab mich da aus Unkenntnis heraus nur falsch ausgedrückt.

Die sind ja auch im Zeitalter von dreifach geschirmten Kabeln vom Schirmungsmaß technisch ebenso out wie F-Aufdrehstecker.

Zitat
Daniel28-55-59
Und ganz normkonform ist ja mein Mast auch nicht, ich habe ihn bis heute nicht abgespannt, weil ich immer noch darauf vertraue, daß er auch einen größeren Sturm überstehen wird.;)

Es tut bei deiner sonstigen Akuratesse schon fast weh ansehen zu müssen, wie du dich in Sachen Statik nicht mehr nur leichtfertig, sondern bereits grob fahrlässig verhältst und bislang konsequent alle diesbezüglichen Warnungen diverser Fachleute ignorierst.

Damit werden schließlich auch andere User, die ihre Antennenmaste nicht so aufwändig wie du befestigen, zu solch unverantwortlichen Konstruktionen verleitet.




von Dipol - am 05.11.2010 18:36
Die Anlage ist optisch wie im Lehrbuch montiert. Sehr schön anzusehen.

Vom Verschaltungskozept finde ich Sie eher ungewöhnlich. Wenn schon "aus Liebe zur Terrestrik" dann hätte ich an Deiner Stelle den Ehrgeiz, alle genutzten Kanäle auf einer Leitung mit angeglichenem Pegel zur Verfügung zu stellen und in die Hausverteilanlage einzuspeisen. Die jetztige Lösung ist ja ein Kompromiss...

Ich schlage folgendes vor:

1. Die ORF-Antenne wird über einen oder zwei Heimannverstärker kanalselektiv vorverstärkt (wie gehabt).
2. Die Wendelsteinantenne ebenfalls über einen Heimannverstärker verstärkt, allerdings breitbandig K34 - K52.
3. Als Endverstärker wird ein leistungsfähiger Mehrbereichsverstärker benutzt z.B. ein Kathrein oder Hirschmann mit 24V Ausgang für die Heimann Verstärker.
4. Die ORF-Programme werden über zwei ESW0422, abgestimmt auf K29/K32 eingespeist. Diese benötigen nur einen Schutzkanal und stören dann nicht den K34. (Eine EWS0424 wäre auch möglich, würde aber den K34 beeinträchtigen, es sei denn man steckt den K34 als unterste Weiche mit einer ESW0422, dann geht's auch wieder mit einer ESW0424 für K29/K32)
5. Die Wendelsteinprogramme werden ebenfalls über eine ESW0422 bzw. EWS0424 eingespeist, abgestimmt auf K34 bzw. K48/K52 ein.
6. Die öffentlich-rechtlichen werden wohl lokal stark einfallen und werden auf den REST-UHF gegeben.
7. Es werden noch Pegelsteller installiert und alle Kanäle mit einem Meßempfänger auf gleichen Pegel eingestellt.
8. Falls die lokalen keinen gleichen Pegel haben könnte eventuell eine Dämpfungsweiche für Band IV/V vorgeschaltet werden.

Der K33 ZDF kommt wahrscheinlich trotzdem durch, auch wenn er von der K34 Weiche gebremst wird. Ansonsten solltest Du diesen z.B. von K53 Hohe Linie zuführen, das kommt doch sicher auch bei Dir rein. ZDF vom Wendelstein geht nicht, da man die ESW-Weichen nicht auf zwei benachbarten Kanäle einstellen kann K34/K35 (mit Ausnahme der ESW0423, die aber schon dafür vorbereitet sein muß, das habe ich noch nicht raus da den Kanalabstand zu verändern).

Du müsstest Dir die Hirschmann Weichen besorgen (z.B. eBähhh), beim Abgleich könnte ich eventuell helfen.

Noch besser wäre nur noch: Alles mit Kathrein UFO Compaktaufbereitung in QAM umsetzen und saber einspeisen. Die paar Euro könntest Du gerade auch noch spendieren. Das Thema Weichen und zusammenschalten würde sich komplett erübrigen. Das wäre dann der Oberknaller so eine Anlage...

Du könntest dann auch noch die terretrischen UKW Kanäle sauber aufbereiten und mit SAT-Radioprogrammen anreichern. :-))

Was Deinen Mast anbelangt ist da schon einiges oben. Ich hatte auch mal eine Kostruktion jehnseits von gut und böse, die Dachbalken haben im Sturm immer geknarrt, aber runtergekommen ist nie etwas. Aber man sollte besser immer dazu sagen, wenn eine Konstruktion grenzwertig ist. Dipol hat da schon recht, unerfahrene werden sonst zu wirklich gefährlichen Kostruktionen animiert.

So hier ein paar Skizzen. Was meinen die anderen dazu?






von raeuberhotzenplotz1 - am 09.11.2010 19:41
Zitat
Daniel28-55-59
Zitat
Rheinländer
...Mal ne Laienfrage, durch die Verstärker,weichen, diversen Kabel, hat man da kein Signalverlust? Zu mal das ja noch zusammen geführt wird,bzw mit der Satschüssel.
...

Wichtig ist der erste Verstärker, in meinem Fall (nach der Salzburg-Vierergruppe) ein 21 dB Verstärker mit nur 0,4 dB Rauschmaß. Danach spielen minimale Verluste nicht mehr die entscheidende Rolle, da ja das Signal schon angehoben wurde. Und statt einem "Mehrbereichsverstärker" nehme ich halt noch einen zweiten rauscharmen Heimann-Verstärker her. Kommt ja auf das selbe hinaus, nur ist hier das Rauschmaß wesentlich geringer.

Und ich führe das "Salzburg-Signal" ja nicht mit dem kompletten Signal vom Wendelstein zusammen. Das gäbe nämlich Störungen, diese Erfahrung habe ich selbst schon gemacht.
Darum nehme ich vom Wendelstein erst den Frequenzbereich ab 690 MHz (Kanal 48 ) dazu.
Damit habe ich auch vier Kanäle vom Wendelstein, es fehlen nur der Kanal 35 (ZDF-Paket), aber das kriege ich ja über den Kanal 33 vom Hohen Bogen. Der Kanal 33 geht ja überall mit durch.

Und auf das RTL-Paket auf Kanal 34 kann ich in der terrestrischen Verteilung dann auch wirklich verzichten.

Dagegen leite ich in den Multischalter nur den Wendelstein-Zwilling ein.

Diese Antennenweiche vom Heimann hat schon sehr gute Werte. Nahezu keine Durchgangsdämpfung beim Eingang K29-32.

Der Multischalter gleicht laut Beschreibung die Verteildämpfung auch mit aus, sodaß der Pegel absolut stabil und zufriedenstellend ist.


super daniel

So hast du das also gelöst, einfach geschaut welche Kanäle zusammen passen, sich demnach nicht gegenseitig Platt machen, und die zusammen gelegt.

Ja die Deutschen Programme kann man dann vom Ortssender nehmen, die Wendelstein sender müßten doch eigentlich mit denen vom Hohen Bogen Identisch sein?

So eine Anlage würde mich auch Reizen, werde aber erst mal vorher nach schauen, ob man das nicht auch mit einer oder 2 Antennen hin bekommt,für nach Holland oder Belgien braucht man sicher keinen Riesen Aufwand zu betreiben.

Was mich eher reizen würde wäre Frankreich

von Rheinländer - am 09.11.2010 21:08
Die Unterschiede "waren" nur minimal, beim TechniSat-Signalpegel rund 3 Prozentpunkte weniger (beim "Japanischen"). Beim Qualitätspegel kein Unterschied.

Ich habe "waren" geschrieben, denn seit heute ist der neue Triax CKR 9/6 in Betrieb und der hat wieder andere Werte, sogar bessere als der Kathrein EXR 156.

Ja und da wäre ich auch schon beim Thema: Heute habe ich meine Sat-Verkabelung im Dachboden beendet. Beendet ist gut, ich war 7 Stunden auf dem Dachboden. Gleich nach der Sat-Schüssel kommt im Dachboden direkt unter der Schüssel der Kathrein EMU 90 (9-fach Erdungsblock). Dann geht's mit weißen Kabeln (Kathrein LCD 111) ca. 9 Meter bis zum terrestrischen Mast, dort wo die ganze Verteilung aufgebaut ist. Und 9 Kabel zu einem Strang verbinden ist wahrlich nicht einfach. Und vor allem auch insgesamt 27 F-Stecker aufdrehen, da wissen die Finger, was sie getan haben.
Dort ist dann der neue Triax Multischalter, von da geht's dann weiter ins Haus.

@Dipol: Das ist doch jetzt vorbildlich in Sachen Erdung, oder ? ;)

Den Multischalter habe ich heute nur provisorisch befestigt, Hauptsache angeschlossen, denn ich hatte jetzt 14 Tage keinen Sat-Empfang. Trotz meiner 30 DVB-T-Programme hat mein Bruder schon gemosert, weil er kein Sport 1 und Eurosport sehen konnte.

Hier ein paar Bilder von heute:














Und jetzt kommt eigentlich die größte Überraschung:
Meine Kathrein CAS 75/R war bisher perfekt auf 19,2° Ost für den Astra eingestellt. Schon seit letzem Jahr - seit dem Aufbau der Vierergruppe - unverändert. Durch die Montage des zweiten Quatro-LNB mußte ich das bisherige UAS 484 um 3 Grad versetzten, damit auf der anderen Seite nun das für den Eutelsat 13° Platz hatte. Genau so beschreibt es ja Kathrein in seiner Anleitung.

Also müßte ich doch auch die Schüssel um 3 Grad drehen, oder?



Jedenfalls habe ich alles angeschlossen und ohne irgendeine Drehung der Schüssel habe ich sowohl beim Astra als auch beim Eutelsat den Qualitätspegel auf Vollanschlag. Irgendwas stimmt doch da nicht. Das ist mir schon ein Rätsel.




von Daniel28-55-59 - am 07.05.2011 17:40
Zitat
Daniel28-55-59
Die Unterschiede "waren" nur minimal, beim TechniSat-Signalpegel rund 3 Prozentpunkte weniger (beim "Japanischen"). Beim Qualitätspegel kein Unterschied.

Danke für die Mitteilung, dann sind wohl nur die Raketenfeed-LNB betroffen.

Zitat
Daniel28-55-59
@Dipol: Das ist doch jetzt vorbildlich in Sachen Erdung, oder ? ;)

Erdung und PA müssen zwar eine Einheit bilden, ein einzelner Erdwinkel vor dem Multischalter ergibt aber noch keine vorbildliche Erdung. Das Thema wurde neben der hochgradig riskanten Maststatik ja auch schon früher erörtert:

1.) Erdung mit mind. 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht auf kürzestmöglichem Weg am Schutzpotenzialausgleich angeschlossen?
2.) PA-Draht mit 4 mm² am Mast angeschlossen? Der Draht darf mit Adern-Endhülsen auch mehr- oder feindrähtig sein.
3.) Auch die Multischalter-Sternleitungen über Erdblock/Erdwinkel in den PA einbezogen, damit der PA nach EN 60728-11 auch bei Komponentenausbau erhalten bleibt? Diesbezüglich gab es ja schon bei den terrestrischen Komponenten Nachbesserungsbedarf.
4.) Auch das Multischalter-Gehäuse geerdet?


Zitat
Daniel28-55-59
Und jetzt kommt eigentlich die größte Überraschung:
Meine Kathrein CAS 75/R war bisher perfekt auf 19,2° Ost für den Astra eingestellt. Schon seit letzem Jahr - seit dem Aufbau der Vierergruppe - unverändert. Durch die Montage des zweiten Quatro-LNB mußte ich das bisherige UAS 484 um 3 Grad versetzten, damit auf der anderen Seite nun das für den Eutelsat 13° Platz hatte. Genau so beschreibt es ja Kathrein in seiner Anleitung.

Also müßte ich doch auch die Schüssel um 3 Grad drehen, oder?

Sogar um mehr als 3°, da die wahre Winkeldifferenz zwischen 13° Ost und 19,2° Ost am Standort Cham lt. Dishpointer 8,2° beträgt.

EL-Differenz = 13° mit 33,5° ./. 19,2° mit 33,1° = 0,4°
AZ-Differenz = 13° mit 179,1 ./. 19,2° mit 170,9 = 8,2°

Das ergibt an einer CAS 90 einen Höhenunterschied von 0,4° * 10,42 mm/Grad = 4,2 mm und einen Brennpunktabstand von 8,2° * 8,64 mm/Grad = 70,8 mm. Im Verhältnis der KATHREIN-Kerbenabstände von 72 mm : 66 mm errechnet sich für die CAS 75 ein Reduktionsfaktor von 0,92, womit in deiner Lage der Brennpunktabstand mit 64,9 mm nur gering den 66 mm Kerbenabstand abweicht.

Zitat
Daniel28-55-59
Und jetzt kommt eigentlich die größte Überraschung:
Jedenfalls habe ich alles angeschlossen und ohne irgendeine Drehung der Schüssel habe ich sowohl beim Astra als auch beim Eutelsat den Qualitätspegel auf Vollanschlag. Irgendwas stimmt doch da nicht. Das ist mir schon ein Rätsel.

Du wirst es bei deiner peniblen Arbeitsweise nicht gerne hören, aber die Physik lässt nur eine Erklärung zu: Die Antenne war -typisch für Digitalempfang- nur suboptimal ausgerichtet. Die CAS 75 hat einen größeren Öffnungswinkel als die CAS 90, weshalb eine Fehleinstellung weniger offenkundig wird.

Fixe Duofeedhalterungen sind ein Kompromiss zu Gunsten der Einfachheit und bedingen insbesondere bei fehlender Elevationsfeineinstellung teilweise erhebliche Brennpunkt-Defokussierungen. Von den vorgekerbten Schienen wird KATHREIN nicht ablassen, seit der ANGA-Cable von dieser Woche verfügen nunmehr mit der neuen CAS 90 drei KATHREIN-Antennentypen über eine Wippe für die Elevationsfeineinstellung.

TIPP: Multifeedschiene einseitigt unterlegen und den ASTRA-LNB elevationsgerecht höher stellen. Als Einstellhilfe kann man auf der Homepage von ASSAT die Anleitung meines "Boomerangs", die ungekerbte gebogene Multifeedschiene für CAS-Antennen, downloaden.

von Dipol - am 07.05.2011 22:14
Zitat
Daniel28-55-59
Ein zweiter Erdungsblock EMU 90 liegt schon bereit, den ich dann unmittelbar nach dem Multischalter einbauen werde, bevor es weiter ins Haus geht.

Das wäre eine gute Gelegenheit um auch den PA der terrestrischen Anlage ausgangsseitig normkompatibel nachzurüsten.

Zitat
Daniel28-55-59
Mein Fernsehhändler hat das auch gesagt, warum ich hier den "Hauptbrennpunkt" der Schüssel aufgebe und beide LNB schielen lasse? Ich habe ihm dann gesagt, daß das bei Kathrein mit den vorgekerbten Schienen nicht anders möglich ist.

Es geht schon, wenn man zwei neue Löcher bohrt und die Schiene versetzt, aber es macht für ein Duofeed 13° Ost + 19,2° Ost überhaupt keinen Sinn. Dein Händler ist antennentechnisch nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit.

Nur so lange HotBird schwächer als ASTRA sendete und obendrein die VIVA-Programme mit noch weniger Power im Halbtransponderbetrieb gesendet wurden, war eine Privilegierung des 13° LNB im Zentralfeed angebracht. Aber für Analogempfang auch nur an einer CAS 90, denn das Norm C/N von 15 dB für analogen Mehrteilnehmerempfang wird bei der CAS 75 schon im Zentralfeed verfehlt und die Systemgüte auf 6° Schielposition verschlechtert sich im Mittel um 0,7 dB.

Heute wird auf 13° Ost mit etwas mehr Power als auf 19,2° gesendet. Eine Anordnung mit einem LNB im Zentralfeed ergibt bei annähernd gleich starken Satelliten unsymmetrische Pegel, die wiederum die Entkopplung zwischen den Satellitenebenen verschlechtern. Und da selbst renommierte Herstellern mit den Wölfen heulen und es fast keinen Multischalter mit normgerechter Entkopplung mehr gibt, sollte man die LNB auf möglichst gleiche Pegel anordnen. Für ein Duofeed für 13° und 19,2° ist die symmetrische LNB-Anordnung die bessere Variante.

Bei der ungekerbten "Adapterplatte" variabel gibt KATHREIN/ESC für 6° Duofeedempfang einen Brennpunktabstand von 66 mm für die CAS 75 und 72 mm für die CAS 90 an. Die Umbauplatte ZAS 90 passt somit nur zur CAS 90. KATHREIN ist nicht pingelig und nimmt mit 72 mm Abstand an der CAS 75 eine kernige Defokussierung hin. Durch brennpunktoptimale LNB-Einstelllung lässt sich in der Elevation (Schrägstellung der Schiene, ASTRA-LNB um > 4 mm höher) meist mehr als durch Abstandskorrektur optimieren, an deiner geografischen Position ist der Optimierungsspielraum mit 4 mm aber vergleichsweise gering. Wie groß ist denn der LNB-Brennpunktabstand an deiner Schiene?

10 mm² Cu-Erdungsdraht-Querschnitt waren bis 1972 normgerecht. Für die Altantenne galt Bestandsschutz, der aber bei diesen umfangreichen Umbauten entfallen ist. Ab 1972 wurde die Normanforderung auf 16 mm² massiv oder mehrdrähtig erhöht und seit 1994 ist nur noch ein 16 mm² Cu-Einzelmassivdraht zulässig. Inzwischen entspricht nur noch ein Isolierter Blitzschutz mit Fangstange dem Stand der Technik, was aber bei deinem Antennenaufbau völlig illusorisch ist. Wenn mal das max. zulässige Biegemonent des Masts und das nachweisfreie Statik-Limit von 1.650 Nm so extrem wie hier überschritten wurde, ist die zusätzliche Windlast einer Fangstange am terrestrischen Mast absolut indiskutabel.

Nur die Satellitenantenne mit Fangstange zu schützen macht aber auch keinen Sinn, da die Antennenkabel nur dann keine Blitzstromeintragungen abbekommen, wenn beide Masten mit Fangstange "isoliert" geschützt werden.



von Dipol - am 08.05.2011 10:54
@ Torsten: Die haben leider nur noch Unmengen an VHF-Antennen, und hier überwiegend die Monokanal-Antennen von Kathrein. Eine ganze Menge an AVK13/8, AVK13/6 und AVK13/6, genausoviele AVK11/8 und AVK11/7 und AVK11/6.
Aber es sind auch noch einige Fuba vom Typ XC391D und XC343D dabei.
Ich habe jetzt für so eine Kathrein AV12 15 Euro bezahlt.

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Am vergangenen wolkenlosen Mittwoch-Nachmittag bin ich wieder auf meinem Dach herumgelaufen und habe einige herrliche Frühlingsaufnahmen gemacht. Meine Anlage strahlt noch wie am ersten Tag.
Hier ein paar Eindrücke meiner neuesten Fotosammlung, jetzt mit der Kathrein AV12 für DAB vom Olympiaturm an meinem kleinen Mast der Kathrein CAS75/R.



Die Kathrein CAS75/R ist noch wie neu (vier Jahre alt), nur die weiße Schrift ist mittlerweile verschwunden:


Unser Dach ist mittlerweile schon 12 Jahre alt und sieht immer noch aus wie neu:




Im Hintergrund unser renovierter Kindergarten (orange) aus dem Jahr 1978, er wurde letztes Jahr energetisch saniert. Von dessen Eingangstür sieht man perfekt auf meine Anlage.
Letztes Jahr war diese Aussicht noch dicht durch Bäume verdeckt.



Diese Kathrein AV12 hat noch eine graue Anschlußdose (aktuell sind diese ausschließlich schwarz):




Die Aussicht Richtung Olympiaturm (150 km entfernt):




Die Aussicht Richtung Süden ist von unserem Hausdach einfach herrlich:


Die große Eiche südöstlich unseres Hauses ist der beste Blitzableiter. sie ist doppelt so hoch als unser Haus. Das sieht man am Besten aus weiterer Entfernung.




Über den Dächern von Weiding im Lkrs. Cham...




Und ich wiederhole hier, was viele, die meine Anlage schon direkt vom Dach aus gesehen haben, gesagt haben:
Kein Bild hier in diesem mittlerweile schon 43-seitigem Thread kann die echten Dimensionen meiner Vierergruppe wiedergeben.

von Daniel28-55-59 - am 30.05.2011 14:03
Zitat
Karl Kaiser
... zwischendurch kurz Zeit für einen Empfangstest mit einer winzigen Magnetfußantenne auf der Karosserie und hoch auf dem Münchshofener Berg 553mNN - etwa 40km nördlich von Regensburg:

077km Nürnberg - überhaupt kein Empfang (ganz im Gegensatz zum Erfolg deiner zweiten Anlage)
110km Pilsen-Krasov - knapp und störungsfrei (dazu auch noch viele analoge Kanäle aus CZ)
172km Wendelstein (absolut stramm und perfekt wie ein naher Ortssender - sowas kennen wir im Westen so nicht)
178km Salzburg - extrem knapper Empfang (und ohne K29 wegen Ochsenkopf als Störer)
Aber nahe der Walhalla (auch nur 40m über der Donau-Ebene) ging auch der K29 vom Gaisberg aus 150km perfekt mit der Mini-Antenne vom DVB-T-Stick.




DVB-T OBERPFALZ 12.07.2011
(50km westlich von Daniel in Weiding)
Frauenhof oberhalb Münchshofen (zwischen Regensburg und Amberg)
und dazu Nähe Ausfahrt Nabburg-West (mit Abschattung Süd)

A = ARD
Z = ZDF
B = BAY
!! = Kanalkollision
o = Suchlaufstopp
_ = kein Signal

[[i]Nichts aus Westen, da keine Peilungen versucht[/i]]

07 A 022km Regensburg SFN

21 o 155km (Bleßberg / Saalfeld 165km nur bei NO-Peilung mit Suchlaufstopp)
22 _ [Nichts vom Schöneck/Sachsen in 101km oder Ulm aus 184km]
23 Z 028km Amberg (SFN auch Ochsenkopf) [[i]Nichts aus Aalen in 146km[/i]]
24 _
25 o 058km Gelbelsee SFN (aber Dekodierung nur bei Fehlpeilung Süd) [Nichts vom Schöneck/Sachsen in 101km] [[i]Nichts vom Kreuzberg in 196km oder Würzburg 168km[/i]]
26 _
27 B 095km Brotjacklriegel und Pfarrkirchen SFN [[i]Nichts vom Bleßberg in 155km[/i]]
28 B 022km Regensburg SFN (keine Dekodierung in Nabburg-West bei Ost-Peilung - Sender Amberg in nur 010km)
29 A 090km Ochsenkopf (bei Peilung auch Salzburg aus 178km mit 082%)
30 A 028km Amberg

31 _
32 + 178km Salzburg (mit 085%) [Nichts vom Schöneck/Sachsen in 101km]
33 Z 060km Hoher Bogen [Gleichkanalbelegung CZ-Nord]
34 !! 172km Wendelstein RTL, aber Dekodierung nur bei Peilung (mit Peilung auch Dillberg SFN bzw Pilsen-SFN )
35 o 172km Wendelstein (nur bei Peilung - wegen CZ-DX)
36 o 058km Gelbelsee SFN (aber Dekodierung nur bei Fehlpeilung Süd) [Nichts aus CZ-Nord] [[i]Nichts vom Kreuzberg in 196km oder Würzburg 168km[/i]]
37 _ [Nichts aus Linz]
38
39 B 178km Hohenpeißenberg SFN (nur bei Peilung) [Nichts vom Untersberg - aber keine Peilung versucht]
40 A 110km Pfarrkirchen SFN (bei Peilung auch 090km B Ochsenkopf) [CZ-DX ohne Einfluss] [[i]Nichts aus Ulm in 184km[/i]]

41 o (Suchlaufstopp nur bei NO-Peilung - demnach Prag aus 193km)
42 _ [Nichts vom Untersberg - aber keine Peilung versucht]
43 _ [Nichts aus Linz] [[i]Nichts aus Ulm in 184km[/i]]
44 o 058km Gelbelsee SFN (aber Dekodierung nur bei Fehlpeilung Süd) [auch CZ-DX]
45 o 228km (Grünten nur bei Peilung mit Suchlaufstopp) [Nichts aus Linz] [[i]Nichts vom Kreuzberg in 196km oder Würzburg 168km[/i]]
46 B 228km Grünten (nur bei Peilung)
47 B 051km Dillberg SFN [aber hier Nichts vom Hohenpeißenberg SFN mit ARD]
48 !! 172km Wendelstein P7S1, aber Dekodierung nur bei Peilung (Pilsen-SFN mit 102%bei Ost-Peilung in Nabburg-West)
49 o 218km Zugspitze (bei Peilung mit sehr langem Suchlaufstopp) ["Störer" Untersberg - Nichts aus CZ !!!]
50 _ [hier Nichts aus CZ oder gar Saalfeld] [[i]Nichts aus Aalen in 146km[/i]] [[i]Nichts vom Bleßberg in 155km[/i]]

51 _
52 !! 172km Wendelstein MixMux, aber Dekodierung nur bei Peilung [hier Nichts aus Nürnberg (wegen Abschattung) sowie vom Pilsen-SFN trotz Ost-Peilung in Nabburg-West - demnach Doma¸lice]
53 Z 022km Regensburg SFN [hier Nichts vom Hohenpeißenberg SFN mit BAY]
54 A 172km Wendelstein SFN
55 A 051km Dillberg SFN [Nichts aus Salzburg]
56 B 172km Wendelstein SFN
57 _
58 _ [Nichts aus CZ-Nord] [[i]Nichts aus Aalen in 146km[/i]]
59 o ___km (Suchlaufstopp nur bei Peilung Nordost...Ost = CZ-DX ???)
60 _ [hier Nichts aus Nürnberg - wegen Abschattung]

66 _ [Nichts aus CZ-Nord]

Nur Horizontalpeilungen (auch für Wendelstein) mit König 70-KN über Billigst-18dB-Inlineverstärker an DK DVB-T1778

Nachtrag -
schwieriger Empfang aus nur 058km Gelbelsee SFN ("aber Dekodierung nur bei Fehlpeilung Süd") wegen Schutzintervallüberschreitung durch Augsburg aus 133km bei hier fast gleicher Peilung -
also 75km Differenz !!!

von Karl Kaiser - am 14.07.2011 20:57
Gestern Abend hat es mich wieder mal gereizt, diese gigantische und unglaubliche Empfangsschneise hier im Ort zu „besuchen“ und dort mit minimalsten Aufwand den ORF aus Salzburg zu testen. Ist ja nur ein Katzensprung von meinem Wohnhaus entfernt.

Es ist wirklich jedesmal erneut mehr als erstaunlich, was hier aus direkter Richtung ankommt und das 170 km von Salzburg entfernt und mehrere 1000er Berge im Weg.

Ein total sauberes Signal, absolut keine Reflektionen und überraschend stark. Der Blick in die Empfangsrichtung zeigt nur eine Berg- und Hügellandschaft, die ist aber noch harmlos im Vergleich zu der, die dahinter beginnt – da kommen nämlich die Ausläufer des Bayerischen Waldes.

Das Spektrum zeigt es eindeutig und der Receiver natürlich auch.

Mit der AOI 65 auf einem Fotostativ, ca. 1 Meter über dem Boden, die Richtung spielt eher eine untergeordnete Rolle. Man kann gerne 30 Grad nach link oder nach rechts drehen und es geht immer noch einwandfrei.

Das muß man sich echt mal vorstellen. Ich brauche Vier AOS 32 mit je knapp 17 dB Gewinn und hier reicht eine AOI 65.
Die AOI 65 von Kathrein hat ja beim Kanal 32 gerade mal 5 dB Gewinn, und das alles nur etwa 200 Meter von meinem Haus entfernt. Wenn ich da hinauf auf meine Vierergruppe blicke, dann fehlen mir schon ein wenig die Worte.
Die Hochfrequenz, vor allem deren Ausbreitung, unberechenbar und immer wieder für eine Überraschung gut.

Wenn ich das Spektrum bei mir daheim anschaue, sehe ich ohne Vorverstärker (trotz der Vierergruppe) fast nichts, mit Vorverstärker dann ein „schönes“ ZickZack durch die ganzen 8 MHz. Eben keinen schönen Verlauf. Und doch ist ein Empfang nur mit vier Antennen möglich. Mit einer geht ja überhaupt nichts. Obwohl mein Haus um ca. 15 Meter Höher liegt als die Stelle hinter unserem Feuerwehrgerätehaus, wo’s so gut geht.

Hier sind’s ohne Vorverstärker schon 56 % Signalstärke und 100 % Qualität. Die 100 % Qualität beginnen schon ab 24 % Signalstärke. Ich muß demnächst mal dort eine AOS 32 aufbauen, um einen direkten Vergleich zu haben. Aber wenn’s mit einer AOI 65 schon einwandfrei funktioniert…

Ich werde mir da echt einmal einen Quadratmeter Grund kaufen :)
Richtung Salzburg ist eine Bebauung ausgeschlossen, also ist hier dauerhafter Empfang garantiert, selbst wenn in Salzburg die Leistung auf ein Viertel gedrosselt werden würde.

Mit der AOT 65 und einem Vorverstärker ist ja letzten Oktober auch der Kanal 55 einwandfrei gegangen. Der geht natürlich mit der AOI 65 und ohne Verstärkung nicht. Das wäre schon mehr als ein Wunder. Aber trotz des starken Einfalls des Kanal 29 vom Ochsenkopf ist auch hier der MUX B empfangbar, zwar nicht 100 % Qualität, aber trotzdem absolut fehlerfrei (ohne Verstärker). Mit einer Kanalantenne wären’s da sicher auch 100 %.

Der einzige Nachteil an dieser Empfangsstelle wäre, daß hier kein Wendelstein geht, nichtmal annähernd. Hier sind nur die Kanäle 34, 48 und 52 bei horizontaler Ausrichtung zu erkennen. Da kein K35, K54 und K56 zu sehen ist, muß es DVB-T aus CZ sein, aber eingelesen wird mit der AOI 65 und ohne Verstärkung natürlich nichts.

Nachfolgend ein paar Bilder von meinen gestrigen Tests zusammen mit einem guten Freund, der dieses Gerät besitzt:









Hier das Spektrum des Kanal 32, schöner (bis auf die Signalstärke) ist das Signal in Salzburg sicherlich auch nicht. Rechts daneben sieht man den Kanal 33 vom Hohenbogen. Aufgrund der falschen Ausrichtung der Antenne und der verkehrten Polarisation hat der natürlich ziemliche Reflektionen im Spektrum, geht aber natürlich auch einandfrei. Der Sender ist ja hier nur 8 km entfernt:


Und der Empfangspegel auf dem TechniSat T1, direkt an der Antenne, ohne irgendeinen Verstärker.
Wie mit 30 dB Verstärkung sieht das hier aus.


Und hier noch der Kanal 29-Empfang:


Meine kleine Testausrüstung: So sieht der Empfangspegel aus, wenn ich den Dipol aus der Antenne rausnehme und nur mit der Hand Richtung Salzburg halte. Also nur der Empfangsdipol und sonst nichts. Und es sind immer noch 100 % Qualität. Ohne Worte!


Und zum Schluß der Blick hinauf auf mein Haus und meine Vierergruppe. Da versteht man momentan die Welt nicht mehr:confused:


von Daniel28-55-59 - am 03.08.2011 11:42
ausgrab...

Vergangene Woche "durfte" ich durch die Connections zu einem guten Freund wieder einmal eine alte ORF-Anlage hier in der Region anschauen, um etwaige kleine Veränderungen vorzunehmen.

Ich traute da wirklich meinen Augen nicht, was ich da im Dachgeschoß wieder einmal zu sehen bekam. Eine Anlage nach dem selben Muster wie die, die ich letztes Jahr zu sehen bekam (eine davon habe ich ja damals abgebaut).

Hier ist im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit stehen geblieben. Das Dachgeschoß in diesem Haus (Mitte der 80er gebaut) ist voll ausgebaut, im kleinen Spitzboden ist nur der Mast befestigt.

Und hier fand ich nun eine Anlage vor, die jetzt denke ich nach allen damaligen Vorschriften ordnungsgemäß aufgebaut wurde. Alles läuft über einen Portentialausgleich, die Ableitung geht rauf zum Mast, von dort dann ein 16 mm² (so wie ich das im Dunkeln erkennen konnte) außen am Haus runter zu einem Spitzerder.

Hier kommt auch die Telefonleitung noch via Überlandkabel.
(So einen NTBA habe ich seit Juni bei mir auch in Betrieb, weil mein Telekom-NTBA durch einen Überspannungsschaden hinüber war.)
Das hier ist auch noch echte deutsche Wertarbeit und immer noch in Betrieb. Auf ISDN wurde hier scheinbar schon Mitte der 90er umgestellt.

Auf der Post-Übergabedose (grau) steht innen 1984 drauf.

Im Betrieb sind zwei alte Heimann-Vorverstärker und ein Schwaiger Verstärker Typ Straubing.
Die haben noch ein Rauschmaß von ca. 2 dB, sind also sicher schon über 20 Jahre alt laut Heimann.

Empfangen wurde zu analogen Zeiten:
Kanal 55 (ARD), Kanal 28 (ZDF) und Kanal 59 (BR) vom Hohenbogen.
Kanal 8 vom Gaisberg mit ORF 1 und Kanal 32 mit ORF 2
Die andere Leitung, die nicht über den Verstärker läuft, kommt von der UKW-Antenne.
Scheinbar haben die UKW-Signale damals Störungen verursacht. Das Kabel geht zu einer alten Blaupunkt-Stereoanlage im OG, von dort noch weiter ins EG.
Genauso verhält es sich mit den beiden Ableitungen vom Bosch-2-fach-Verteiler.
Eine geht an der Südseite des Hauses und eine an der Nordseite, je mit einer Stichdose in zwei weitere Zimmer.
Also insgesamt 6 TV-Anschlußmöglichkeiten im ganzen Haus.

Derzeit wird mit dieser Anlage folgendes empfangen:

Kanal 7 (ARD-Mux Hohenbogen)
Kanal 28 (BR-Mux Hohenbogen)
Kanal 33 (ZDF-Mux Hohenbogen)
Kanal 32 (ORS-Mux A Gaisberg)
Es geht natürlich nicht der Kanal 29, das ist ja nur ein K-32-Verstärker.

Und um den geht es jetzt, der sollte hier auch gehen.

Aber ich weiß hier gar nicht, wo ich anfangen soll.
Die Kabel sind am Dach draußen schon teilweise so starr (es funktioniert zwar alles noch einwandfrei), daß sie eigentlich ausgewechselt werden müßten.
Das sind 7mm Kabel von Bosch. Die Kanal-8-Antenne ist eigentlich hinfällig. In Kürze wird ja unser Kanal 7 ganz abgeschaltet. Der lief jetzt über den Kanal-8-Eingang und Verstärker nebenbei mit.

Mal sehen, was ich mir da überlege. Zuviel soll es natürlich nicht kosten und ich möchte so eine schöne Anlage eigentlich gar nicht viel verändern. Obwohls wahrscheinlich diesen Straubinger-Verstärker heute gar nicht mehr bräuchte.

Und an diesem Standort habe ich mir sagen lassen, geht auch noch kein DSL, ist aber seitens der Telekom in Planung, so daß hier dann auch ein Splitter eingebaut werden muß, wenn ISDN weiter beibehalten wird.

Also, hier nun nachfolgend ein paar Bilder.
Als Erdungsschiene ist hier eine alte Hirschmann ES 6 im Einsatz, der Verteiler ist von Bosch und die Stecker sind laut einem alten Katalog wieder von Polytron.

Oberkultig sind vor allem diese uralten Steckdosen von Siemens (Steht innen in dem runden Deckel).











Ich habe so ein Kabel mal ausgesteckt und wollte es biegen, das läßt sich gar nicht dauerhaft in einen 90-Grad-Winkel bringen, da ist scheinbar noch ein anderes Dielektrikum drinnen.

Vor so einer schönen Anlage mußte ich natürlich mit aufs Bild ;)

von Daniel28-55-59 - am 10.09.2011 18:48
ausgrab...

Im Zuge unseres Kanalwechsel am Hohenbogen vor wenigen Wochen wurde ich jetzt auch mehrmals zu Freunden und Bekannten "geholt", um die Anlage darauf abzustimmen.

Denn bei all denen, bei denen ich nur den ORF (29 und 32) realisiert habe, war das mit unseren Hohenbogen-Kanälen mehr als günstig. Die Kanäle 28 und 33 (BR und ZDF) gingen mit der ORF-Antenne (egal welche) und mit dem Heimann K29-32-Vorverstärker einwandfrei mit. Die Heimann-Verstärker haben zwar eine schmale Kurve, doch die Nachbarkanäle 28 und 33 (noch dazu vor der Haustüre) wurden da locker mitgenommen.

Den bisherigen Kanal 7 für das ARD-Paket habe ich dann immer mittels einer kleinen alten VHF-Antenne (meistens alte ORF-Antennen verkürzt) mit eingespeist, entweder aktiv in einen nach dem Heimann geschalteten Mehrbereichsverstärker oder passiv mit einer Heimann-Weiche (K7 und K29-32). Damit war's aber jetzt vorbei.

Denn via ORF-Antenne und Heimann K29-32 ging der Kanal 42 nicht mehr durch. Auch wenn er vor der Haustüre ist. Also mußte da bei so manchen eine Lösung her, die auch wieder den Kanal-42-Empfang möglich macht.

Also habe ich mir vom Heimann K29-32 / K42 - Weichen machen lassen.

Dazu eine kleine UHF-Antenne (beispielsweise die Kathrein AOI 65) im Dachboden und darüber dann nur den K42 empfangen. Mittels dieser Weiche in einen nach dem Heimann geschalteten Mehrbereichsverstärker eingespeist und fertig.

Sowas habe ich heute Vormittag wieder gebastelt.

Doch beim heutigen Fall ergab sich eine größere Umbauerei dadurch, weil ich damals einen Schwaiger VHF-Vorverstärker verwendet habe, der auch den Heimann-VV mit 24 Volt speiste. Durch dessen Wegfall mußte auch eine neue Stromversorgung her.

Aber ich konnte es mit gebrauchten Sachen einwandfrei lösen. Gut, daß man alles aufbewahrt.
In das Kathrein Fernspeise-Netzteil (mit separater 24-Volt-Klemme) habe ich noch die Elkos getauscht. Jetzt liefert es wieder eine saubere Gleichspannung für viele Jahre.

Hier ein paar Aufnahmen von heute Vormittag.

Hier die alte Situation: Ein Heimann K29-32-VV, dann der Schwaiger VHF-VV (für den ehemaligen Kanal 7) und das zusammen mit der Weiche in die Hausverteilung. Ganz unten am Mast im Dachboden war eine uralte Hirschmann-Kanal 8-Antenne angeschlossen. Die hat für den Orts-Kanal-7 ihren Dienst gut getan.

Diese habe ich hier jetzt durch eine Kathrein AOI 65 ersetzt. Dazu eine neue Weiche vom Heimann und dann abschließend über den Kathrein Mehrbereichsverstärker. Das ergibt zwar jetzt diese 20 dB mehr an Verstärkung (als vorher mit dem alten System), aber bei den Verteilern im Haus kann's nicht schaden. Übersteuern tut da noch lange nichts:

Alte Version, die den Kanal 42-Empfang (ARD-Paket) nicht möglich machte.



Und hier die umgebaute und jetzt aktuelle Montage:




von Daniel28-55-59 - am 26.11.2011 10:37
Über zwei Jahre habe ich es geschoben (ich wußte schon warum), aber nun ist auch mein Dachboden "vollendet".

Er litt noch mehr Aufwand als mein Aufbau draußen am Dach.

Nun ist wieder alles im Dachboden direkt neben dem Mast montiert und wird auch nicht mehr angerührt.

Diese Tafel habe ich in unserem Wohnzimmer in den vergangenen 14 Tagen zusammengetüftelt und zusammengebaut.

Und vor wenigen Tagen habe ich sie im Dachboden montiert und gestern und vorgestern verkabelt.

Nun läuft alles über den Potentialausgleich. Ich denke, in dieser Hinsicht darf es jetzt nichts mehr zu meckern geben.

Die verwendeten Geräte sind sowohl unterschiedlichen Fabrikats als auch unterschiedlichen Alters. Das wohl älteste Bauteil ist dieser tolle Vierfachverteiler von Schwaiger von 1981. Klebt noch vorne drauf. Aber er paßt einwandfrei, denn er hat unterschiedliche Dämpfungen an den Ausgängen und das ist bei meiner weiteren Verteilung im Haus optimal.

Ansonsten habe ich den großen Hirschmann Multischalter für Astra und Eutelsat-Hotbird. Die Ein- und Ausgänge laufen jeweils über einen Kathrein 9-fach Erdungsblock.

Die terrestrischen Leitung wollte ich nicht unterbrechen, hier zählt (vor allem von den Antennen kommend) jedes dB, daher laufen diese Leitungen über Erdungsschienen.

Die Heimann-Verstärker werden nun alle über ein altes Schwaiger-Netzteil versorgt (über die koaxiale Antennenniederführung und über eine Gleichstromweiche). Ich habe neue Elkos eingebaut, jetzt liefert dieses Netzteil wieder eine absolut saubere Gleichspannung von 24 Volt.
Früher hatte ich für jeden Heimann-Verstärker ein eigenes Netzteil.

Und natürlich ganz oberkultig ist diese Steckdosenleiste der Deutschen Bundespost. Die paßt gut dazu.

Für UKW habe ich im ganzen Haus dünne 4mm Kabel. Um diese auch anzuschließen, habe ich von Hirschmann zwei Kabelverbinder verwendet, die sie mit einem 7mm Kabel verbinden.

Hier nun ein Bilderreigen vom Aufbau und von der Fertigstellung meines Dachbodens.
Einige kannten meine hängenden Kabel bis dato, die mich schon einmal besucht hatten. Nun ist's aber wirklich erst sehenswert geworden.



































von Daniel28-55-59 - am 15.11.2012 20:13
Zitat
Daniel28-55-59
Nun läuft alles über den Potentialausgleich. Ich denke, in dieser Hinsicht darf es jetzt nichts mehr zu meckern geben.


Wenn nur alle Antennenmonteure so penibel arbeiten würden. Zum Meckern gibt es wie einst wegen der Maststatik andere Punkte, der PA ist mit einer Ausnahme normkonform, .

  • Ins Gebäude eingeführte Kabel sind geerdet
  • Netzgespeiste Komponentengehäuse sind mit Ausnahme des Combi a 3-1 geerdet
  • Der PA bleibt bei Komponentenausbau auch auf den Stern- und Stammelitungen (auch UKW???) erhalten

Meckern an:

Bei Altbauten leider üblich aber trotzdem bedenklich: Die Innenableitung des Erdungsdrahts ohne ausreichende Trennungsabstände.

Vermutlich hat der Bosch Combi A 3-1 keine Erdklemme, weshalb dessen Gehäuse nicht in den PA eingebunden ist. Das ist wie auch die beiden auf den freien Eingängen fehlenden Abschlusswiderstände zu vernachlässigen.

Zitat
Daniel28-55-59
Die terrestrischen Leitung wollte ich nicht unterbrechen, hier zählt (vor allem von den Antennen kommend) jedes dB, daher laufen diese Leitungen über Erdungsschienen.


Wo es bei DX-Empfang auf den Bruchteil eines dB ankommt, sollte man konsequenterweise die Rückflussdämpfung der Anschlussbauteile so gering wie möglich halten. Auf den Fakt, dass Belling-Lee-IEC-Stecker keine 75 Ohm Impedanz haben hatte ich bereits viel weiter vorne hingewiesen und auch dafür plädiert, dass Herr Heimann auf hochwertige F-Buchsen umsteigt.

Mit einem nitinbeschichteten F-Kompressionsstecker + F-Erdwinkel mit Rückflüssdämpfung > 30 dB wäre das Signal vermutlich weniger geschwächt worden als mit der Kombination aus einem F-Aufdrehstecker und dem F-/IEC-Adapter. Class A Schirmung reicht gewöhnlich aus, weshalb auch die unnötigen EMV-Sollbruchstellen am LCD 111 bei den technisch überholten Erdungsschienen und F-Aufdrehsteckern folgenlos bleiben werden.

Als Fan schirmungstechnisch zeitgemäßer Kopressionsstecker in F- oder IEC-Ausführung werden wir Daniel wohl nicht mehr erleben. Zum LCD 111 schirmungstechnisch harmonierende Steckverbindungen wären aber bei so viel Mühe das fachliche Tüpfelchen auf dem i gewesen.

3. EDIT: Heute ist offenbar nicht mein Tag fehlerfreier Rechtschreibung.

von Dipol - am 16.11.2012 12:57
Zitat
Dipol

  • Ins Gebäude eingeführte Kabel sind geerdet
  • Netzgespeiste Komponentengehäuse sind mit Ausnahme des Combi a 3-1 geerdet
  • Der PA bleibt bei Komponentenausbau auch auf den Stern- und Stammelitungen (auch UKW???) erhalten


Dieser kleine Bosch-Verstärker hat in der Tat keine Klemme zum Anschluß an den Potentialausgleich.

Ich habe an die nicht genutzten Eingänge solche "Abschlußkappen" von Schwaiger draufgesteckt. Ein Abschlußwiderstand ist da aber nicht eingebaut. Sowas könnte ich aber ohne Probleme noch draufstecken.



Auch die beiden UKW-Ableitungen gehen über diese Hirschmann-6-fach-Erdungsschiene.

Ich weiß, ich habe schon viel Geld für diese Anlage ausgegeben, Du weißt sicher, wieviel solche F-Kompressionsstecker kosten. Und bei dieser Menge, die ich da verbaut habe, wäre das auch ganz schön ins Geld gegangen.

UND: Ich hatte wirklich schon zig verschiedene F-Aufdrehstecker in den Händen. Da war schon viel Müll dabei und auch die Kabel paßten nicht immer dazu.

Aber hier muß ich wirklich sagen, so schön habe ich noch nie mit F-Aufdrehsteckern gearbeitet. Die Kathrein EMK01 passen wirklich wie geschmiert auf das LCD111.

Und zwischen F-Stecker-Aufdrehen und F-Stecker-Aufdrehen gibt's auch Unterschiede wie Tag und Nacht.

Also ich sehe in meinen verwendeten Kathrein F-Steckern keinen Anlaß zu einer Beanstandung. Egal, wo ich hinkomme und egal, welche Anlage ich sehe und welche Multischalter-Verkabelung ich zu Gesicht bekomme, überall werden ausschließlich F-Aufdrehstecker verwendet, zumindest ist da bei uns so und hier gitb's auch große SAT-Installationsbetriebe.

Sie's wie's mag, ich habe hier für das ganze Material (die neuen Bauteile) eh wieder eine Menge Geld ausgegeben.

Und in Sachen Terrestrik habe ich nunmal ein ganzes Lager voller toller Sachen aus den 80igern etc.
Warum sollte ich da nicht das eine oder andere Bauteil verwenden, wenn's doch einwandfrei funktioniert?
Terrestrik bleibt für mich auch trotz DVB-T immer noch etwas nostalgisch. Und da paßt so manches Bauteil aus den Hochzeiten der Terrestrik vor Jahrzehnten schön dazu.

Also dann gestatte es mir doch bitte, daß ich halt ein wenig an überholter Technik festhalte.
Aber solche Aussagen wie "ins Klo gegriffen" sind dann doch etwas übertrieben, oder?

Wenn's nach dem ginge, ist meine ganze Anlage nostalgisch, wer baut sich heute noch so eine terrestrische Anlage auf.

Übrigens: Heimann verwendet seit Kurzem parallel zu seinen bisherigen Steckverbindungen (da hat er noch genügend lagernd) nun auch verdrehsichere F-Buchsen.

Diese Einzel-F-Erdungsblöcke dienen für mich in der Tat auch dazu, daß die Heimann-Verstärker schön befestigt sind. Das hat sich hier optimal angeboten.

Zum Abschluß noch eine Aufnahme von heute morgen. Während wir hier im Dauergrau verharren, ist's oben herrlich sonnig und wolkenlos.



von Daniel28-55-59 - am 16.11.2012 19:47
Zitat
delfi
In dem Zuge hätte ich eine Frage an Dipol: Sag mal, wie viele Anlagen kennst Du, von denen Du sagen kannst, dass bei ihnen wirklich alles kompromisslos passt (außer Deiner eigenen natürlich ;) )?


Da muss ich nicht lange nachdenken:

  • Ich wundere mich auf fremden Baustellen nur noch wenn es bezüglich Blitzschutz, Erdung und Potenzialausgleich keine gravierenden Mängel gibt.
  • 85 % der Fotovoltaikanlagen sind nach Schätzung von DEHN blitzschutztechnisch normwidrig und blitzschutztechnisch bedenklich. 15 % normkonforme Antennenanlagen wären ein Traumwert, ich gehe bei Dachantennen von weit weniger als 5% aus.


Macht das fachliche Elend die alltäglichen Normverstöße besser? Ich installiere nur noch selten selbst, aus Begutachtungen und der IT-Meisterausbildung ist aber unverändert zu erkennen, dass es mit Fachkunde und Normkompetenz bei Installateuren und Herstellern immer weniger wird. In den letzten zwei Jahren habe ich jedenfalls bei der Frage nach den PAL-Pegelfenstern von keiner EFK auch nur eine richtige Antwort bekommen. Und über die Normenkompentenz bei Blitzschutz, Erdung und PA schweigt der Kavalier.

Bis ich mich endgültig aufs Altenteil begebe, müssen Laien und weniger qualifizierte Fachleute noch eine Weile damit leben von mir mit ungeliebten Fakten genervt zu werden . Den Standardsatz: "Wenn ich eine Antennenerdung mit angeboten hätte, wäre mir der Auftrag entgangen" werde ich ebenso wenig akzeptieren wie die rapide abnehmende Fachkunde. Bis der letzte Gebirgselektriker kapiert hat, dass mit unzeitgemäßen F-Aufdrehsteckern nichts gespart ist, Antennenerdung und PA normkonform sein müssen und insbesondere die Erdleiter innen eine Gefahrenquelle erster Ordnung darstellen, wird es noch dauern.

Das von Daniel vorgebrachte Sparargument gegen die Kompressionsstecker ist an der aufwendigen Anlage natürlich so albern wie sein Glaube, dass die ollen HIRSCHMANN Klemmverteiler besser moderne Typen mit F-Buchse sind. Diverse solche Verteranenverteiler habe ich ihm mit Warnhinweis gespendet, nach seiner Reaktion wäre es wohl zwecklos gewesen ihm moderne Typen anzubieten.
Mit einer UKW-Einspeisung über den Mehrbereichsverstärker (= Wegfall des ungefilterten Breitbandverstärkers und des getrennten UKW-Netzes) hätte es auch ganz andere Sparpotenziale in der Hardware und im Verbrauch gegeben.

Man muss aber auch jemand den man sehr schätzt auf unnötige Mängel hinweisen, unabhängig davon wie optisch toll die geometrische Anordnung ist und ob man sich deswegen den Unwillen einiger Member zuzieht. Schon beim Aufzeigen der höchst problematischen Maststatik habe ich im ersten Threadteil den Zorn einiger Fans mit Gelassenheit ertragen.

von Dipol - am 17.11.2012 20:51
Zitat
Dipol
Das heißt im Klartext, dass dieses museale Teil auf eine nicht EMV-gerechte Anlage oder zumindest auf Opas 60 Ohm Altanschlusskabel angewiesen ist. Mit einem nassen Handtuch oder einer Wurfantenne am AM-Eingang erreicht man vermutlich bessere Empfangsergebnisse.


Also ich hätte nachdem ich mir das Teil mal genauer angesehen habe, eher gedacht, dass die Abschirmung als Antenne genutzt wird.





Ist irgendwie so eine Balun-Drossel drin, ein Kondensator und noch eine aufgeätzte "Spule"....

Zitat
Dipol
Hier ist doch keine Adapter-Invansion zu sehen und es geht auch nicht um DX-Niedrigstpegel. Aber auch dann sollte man die ollen F-Aufdrehstecker fachgerecht absetzen. Dazu gehört, dass die Folie entfernt wird und Folie und Geflecht nicht aus dem Stecker heraus steht.


Ja, die F-Stecker hätte man liebevoller montieren können, gebe ich zu. Aber wenn man mit 75Ohm Kabeln auf 50 Ohm Ein-/Ausgänge geht, denke ich macht das überstehende Geflecht das Kraut auch nichtmehr fett...

Zitat
Dipol
Hier gibt es schon eher Grund für eine Steinigung oder bei anderer Religionszugehörigkeit für die Anwendung der Scharia. Da ist ja noch nicht einmal ein normwidriger Faulenzer-Potenzialausgleich der Gehäuse ausgeführt.

Und wo ein normkonformer Potenzialausgleich fehlt ist meistens auch eine fehlende oder normwidrige Erdung nicht weit.



Kann dich beruhigen, ist alles geerdet. Aktuelle Bilder. Zum Mastfuss geht ein nicht unterbrochenes 16² von der Potentialausgleichschiene im Keller. Und vom Mast geht dann nochmal 4² zum Multiswitch-Erdungpunkt wo auch die anderen Komponenten dran hängen.







Zitat
Wolfgang R
Hi Oliver,

tja, da hast du genau das Dilemma, dass die modernen Komponenten nichts mehr von LMK durchlassen, wie ich befürchtet habe :mad:
......
......
Für Freunde der isolierten Fangeinrichtung natürlich ein Graus...

Gruß,

Wolfgang


Naja im Moment freue ich mich immernoch über die UKW-Empfangsverbesserung bei Ö3, die ich mir allerdings nicht erklären kann, aber die Wege der HF sind unergründlich....;)


Grüße
Oliver

von Seegi - am 20.11.2012 17:30
Zitat
Seegi
Ist irgendwie so eine Balun-Drossel drin, ein Kondensator und noch eine aufgeätzte "Spule"....


Ein Balun ist nur zwischen einem symmetrischen und koaxialen Anschluss erforderlich, die Bezeichnung AM-FM auf dem Gehäuse deutet auf einen Bandpass hin. Der ist aber durch den selektiven UKW-Verstärker unnötig: http://de.wikipedia.org/wiki/Balun.

Zitat
Dipol
Ja, die F-Stecker hätte man liebevoller montieren können, gebe ich zu. Aber wenn man mit 75Ohm Kabeln auf 50 Ohm Ein-/Ausgänge geht, denke ich macht das überstehende Geflecht das Kraut auch nichtmehr fett...


Überstehendes Geflecht ist ein optisches und kein hf-technisches Problem, davon wird auch entgegen anderslautender Irrmeinung nichts abgestrahlt. Aber selbst eine zweiseitig beschichtete Alufolie gehört abgesetzt.

Gegenüber der Fehlanpassung von 75 - 50 - 75 Ohm kann man die miese Rückflussdämpfung von jedem Stecker oder Adapter aus einer asiatischen Hinterhoffabrik vernachlässigen. Auch gut geschirmte IEC-(Winkel-)Stecker mit Schraubklemme haben eine schlechtere Ruckflussdämpfung als solche mit Federkontakten.

Zitat
Seegi
Kann dich beruhigen, ist alles geerdet. Aktuelle Bilder. Zum Mastfuss geht ein nicht unterbrochenes 16² von der Potentialausgleichschiene im Keller.


Das ist schon mal positiv! Nur zur Schärfung des Blitzschutzbewusstseins frage ich trotzdem nach:

  • Der Erdleiter vermeidet durch Außenableitung gefährliche Näherungen zu Personen und anderen Kabeln?
  • Überall dort wo der normgerechte Trennungsabstand zu metallischen Hausteilen unterschritten wurden diese zur Vermeidung von Lichtbögen korrosionsverträglich in die Erdung eingebunden?
  • Am Mast ist eine blitzstromtragfähige Erdschelle und im UG auch eine blitzstromtragfähige Haupterdungsschiene installiert?
  • Die Funktionstüchtigkeit der Hauserdung wurde nur nicht blind unterstellt, sondern wurde vor dem Erdanschluss durch eine Messung mit professionellem Erdungsmessgerät gemessen?


Zitat
Seegi
Und vom Mast geht dann nochmal 4² zum Multiswitch-Erdungpunkt wo auch die anderen Komponenten dran hängen.


Das nenne ich aber eine flotte Nachbesserung! :cheers:

Sofern die nicht erkennbare Verbindung zur Masterde vorhanden ist, löst mit diesem vereinfachten PA jetzt immerhin die Sicherung aus, wenn von einem der angeschlossenen Endgeräte Netzspannung verschleppt wird. In dieser Ausführung ist der "Innere Blitzschutz" aber noch nicht normgerecht.

  1. Nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) müssen alle ins Gebäude eintretenden Kabel in den PA einbezogen werden.
  2. Blitzschutz ist Brandschutz! Zur Vermeidung zündendender Überschläge muss der erste Erdblock möglichst mastnah angebracht sein.
  3. Der PA muss auch bei Komponentenausbau erhalten bleiben, weshalb auch die Sternleitungen über Erdblöcke zu führen sind, weil der nach Norm zulässige temporäre PA der Ausgangskabel mittels Erdungsspinne nur bei Kabelgarnituren praktikabel ist.

Die "Antennennorm" DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) bezieht sich seitenlang auf die Blitzschutznorm DIN EN 62305 (VDE 0185-305) und wird m. E. irgendwann in dieser ganz aufgehen. Darin ist schon heute gefordert, dass die bei konventioneller Antennendirekterdung auf den Kabeln und Endgeräten auftretenden Teilblitzströme durch Überspannungsschutzbauteile beherrscht werden müssen.

von Dipol - am 20.11.2012 18:46
@Martyn136

Ja, das ist mir auch bewusst, ich wollte ja auch nur die Hohe Linie bei uns reinbekommen, da hätte es ein Draht (oder nasses Handtuch wie manche sagen...) auch getan. Das mit Ö3 kam erst jetzt kürzlich auf und das Empfangsergebnis beeindruckt mich gerade wegen des Antennentyps und des schlechten Verbauortes.





Zitat
Dipol
Ein Balun ist nur zwischen einem symmetrischen und koaxialen Anschluss erforderlich, die Bezeichnung AM-FM auf dem Gehäuse deutet auf einen Bandpass hin. Der ist aber durch den selektiven UKW-Verstärker unnötig: http://de.wikipedia.org/wiki/Balun.


Dann sagen wir Trennglied. Der Aufbau der Drossel, also mehrere unabhängige Windungen auf einem gemeinsamen Toroiden haben mich aber schon sehr an die Balundrosseln erinnert, wie sie z.B. auch von DG0SA beschrieben werden: http://dg0sa.de/


Zitat
Dipol
Das ist schon mal positiv! Nur zur Schärfung des Blitzschutzbewusstseins frage ich trotzdem nach:

  • Der Erdleiter vermeidet durch Außenableitung gefährliche Näherungen zu Personen und anderen Kabeln?
  • Überall dort wo der normgerechte Trennungsabstand zu metallischen Hausteilen unterschritten wurden diese zur Vermeidung von Lichtbögen korrosionsverträglich in die Erdung eingebunden?
  • Am Mast ist eine blitzstromtragfähige Erdschelle und im UG auch eine blitzstromtragfähige Haupterdungsschiene installiert?
  • Die Funktionstüchtigkeit der Hauserdung wurde nur nicht blind unterstellt, sondern wurde vor dem Erdanschluss durch eine Messung mit professionellem Erdungsmessgerät gemessen?


Ich denke mal zu den Punkten kann ich alles bejaen, wobei ich bezüglich des letzten Punktes nicht selbst zugegen war, jedoch habe ich das Erdungsband gesehen, bevor die Kellerbodenplatte betoniert wurde. Ich habe allerdings auch noch eine CB-Funkantenne auf dem Dach, die einen eigenen Blitzableiter besitzt (10mm Aludraht und 3m Kreuzerder in Bentonitbett) und wenn ich die beiden Erden zueinander messe habe ich teilweise ca. 0,7V Potentialunterschied (wechselt).


Zitat
Dipol
Das nenne ich aber eine flotte Nachbesserung! :cheers:

Sofern die nicht erkennbare Verbindung zur Masterde vorhanden ist, löst mit diesem vereinfachten PA jetzt immerhin die Sicherung aus, wenn von einem der angeschlossenen Endgeräte Netzspannung verschleppt wird. In dieser Ausführung ist der "Innere Blitzschutz" aber noch nicht normgerecht.

  1. Nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) müssen alle ins Gebäude eintretenden Kabel in den PA einbezogen werden.
  2. Blitzschutz ist Brandschutz! Zur Vermeidung zündendender Überschläge muss der erste Erdblock möglichst mastnah angebracht sein.
  3. Der PA muss auch bei Komponentenausbau erhalten bleiben, weshalb auch die Sternleitungen über Erdblöcke zu führen sind, weil der nach Norm zulässige temporäre PA der Ausgangskabel mittels Erdungsspinne nur bei Kabelgarnituren praktikabel ist.
....


Die Bilder vorher waren schon etwas älter. Es gibt eine im Kabelkanal verlaufende Verbindung zur Masterde. Und ja, je einen 6er Erdungsblock vor und nach dem Multiswitch (vielleicht auch vor dem Multiswitch einen mit Überspannungsschutz) möchte ich noch installieren.

Gruß
Oliver

von Seegi - am 20.11.2012 20:27
Zitat
Dipol
Eine Konzeptionsänderung mit Einspeisung der UKW-Signale in den Kombiverstärker bei Wegfall des UKW-Verstärkers + Netzgerätes hätte wegen der Stromeinsparung und besseren Übersichtlichkeit schon mehr Charme. In Relation zu den Mehrkosten, welche die getrennten Netze verursacht haben, ist das aber auch nur ein bescheidenes nachträgliches Einsparpotenzial. Ob die Ausgangspegel des Bosch Kombi noch 4 dB Dämpfung eines Zweifachverteilers zulassen müsste man -Pardon- messen.

Bei zwei freien F-Buchsen an den Erdwinkeln kann ich mir die Montage der veralteten Hirschmann Kvs nur so erklären, dass keine passenden F-Stecker für die Midi- oder Minikabel vorhanden waren. Den Lapsus würde ich schon allein aus optischen Gründen noch abändern.

BTW: Wohin und warum sind eigentlich die vergoldeten Steckerbauteile früherer Installationsausführungen entschwunden?


* zu UKW: Du hast recht, ein Anschluß am 9er Erdungsblock ist noch frei. Am zweiten scheinbar freien Anschluß ist die VHF-Antenne angeschlossen, die ich aber derzeit nicht weiter einspeise. Die liegt einfach nur an zu Testzwecken im Dachboden.
Das mit den 4mm-Kabel ist in der Tat ein schwieriges Kapitel. Es ist wirklich nicht einfach, auf ein 4mm Koaxkabel einen F-Stecker zu montieren. Das Kabel hat halt überhaupt keinen Widerstand und auch der Kupferdraht ist viel zu dünn. Wenn ich nicht im ganzen Haus eine völlig andere UKW-Verteilung hätte als es bei DVB-T der Fall ist, wäre die Idee mit der Zusammenschaltung auf eine gemeinsame terrestrische Leitung super.
Aber die "UKW-Anschlüsse" sind in den Zimmern bzw. Wohnräumen an ganz anderer Stelle als die "Fernsehleitungen". Und da möchte ich jetzt nur ungern umreißen. Darum habe ich mich entschieden, die UKW-Verteilung separat zu lassen.
Und "qualitätsmäßig" habe ich durch die 4mm-Kabel bei UKW keinerlei Einbußen.

Darum habe ich eben diese Hirschmann KVS Kabelverbinder im Halbmondgehäuse verwendet, um 7mm und 4mm-Koaxkabel zu verbinden.

* zu den Gold-Steckern: Ja, die habe ich ausrangiert. Das hat mir vor fünf Jahren damals einfach optisch gut gefallen. Und sündhaft teuer waren diese Trümmer auch noch dazu. Aber jetzt bin ich halt komplett auf Kathrein umgestiegen, sowohl in Sachen Kabel als auch in Sachen F-Stecker.
Und ich habe es ja bereits erwähnt. Wenn ich von "professionell" sprechen darf, dann habe ich diese F-Stecker wirklich so gut und sauber als es geht sowie mit aller Sorgfalt montiert.
Und auch die blauen Koax-Kabel aus Hallwang bei Salzburg (praktisch vom Fuße des Gaisbergs) verwende ich nicht mehr. Sah zwar auch nicht schlecht aus, aber bei dem Kabel hat man wohl auch mehr die sonderbare Farbe bezahlt als die Qualität.

Und Deine (ich nenne sie schönen) Halbmond-Verteiler von Hirschmann habe ich wirklich gerne verbaut. Platzsparend und auch nur 3,5 dB Dämpfung, genau wie ein Kathrein-F-Verteiler.



von Daniel28-55-59 - am 26.11.2012 19:23
Zitat
Daniel28-55-59
* zu UKW: Du hast recht, ein Anschluß am 9er Erdungsblock ist noch frei. Am zweiten scheinbar freien Anschluß ist die VHF-Antenne angeschlossen, die ich aber derzeit nicht weiter einspeise.


Die Nachrüstung einer weiteren F-Buchse an einem Erdwinkel wäre ja noch das kleinste Problem gewesen.

Zitat
Daniel28-55-59
Das mit den 4mm-Kabel ist in der Tat ein schwieriges Kapitel. Es ist wirklich nicht einfach, auf ein 4mm Koaxkabel einen F-Stecker zu montieren. Das Kabel hat halt überhaupt keinen Widerstand und auch der Kupferdraht ist viel zu dünn.


Irritation: Einerseits die guten und schon wieder entsorgten blauen Koaxkabel, andererseits zur UKW-Zuführung nicht mal die um Klassen besseren 5 mm Midi-Kabel. Es gibt zwar auch zu Minikabeln mit oder ohne Schirmumschlagen genau passende F-Stecker, aber ein Innenleiter der so labil ist, dass er sich nicht eimal in eine F-Buchse einschieben lässt, ist natürlich das k.o.-Kriterium für die Erdwinkelvariante.

Zitat
Daniel28-55-59
Aber die "UKW-Anschlüsse" sind in den Zimmern bzw. Wohnräumen an ganz anderer Stelle als die "Fernsehleitungen". Und da möchte ich jetzt nur ungern umreißen. Darum habe ich mich entschieden, die UKW-Verteilung separat zu lassen.
Und "qualitätsmäßig" habe ich durch die 4mm-Kabel bei UKW keinerlei Einbußen.


Weniger wohlwollend ausgedrückt: Die extreme Dämpfung dünner 4 mm Mini-Schrottkabel ist im UKW-Bereich nicht so dramatisch wie in höheren Frequenzbereichen.

Auch wenn an den Radioanschlüssen keine DVB-T-Signale genutzt werden, die hätten da keinen Schaden angerichtet. Was ist wichtiger? Stromeinsparung oder mit mehr Bauteilen optischen Eindruck machen?

Dass die normkonforme Entkopplung von 42 dB für UKW einen Direktanschluss an Verteiler und auch "pegelfreundliche" Stichdosen ausschließt, setze ich als bekannt voraus. Aber um normgerechte Entkopplung scheren sich heutzutage auch nur noch wenige Multischalterhersteller. Damit sind häufig auch nicht die 36 dB für UHF und 30 dB in der Sat.-ZF einzuhalten.

Zitat
Daniel28-55-59
zu den Gold-Steckern: Ja, die habe ich ausrangiert. Das hat mir vor fünf Jahren damals einfach optisch gut gefallen.


Womit die ungestellte Frage, ob die Plastikinnenteile trotz Oberflächenvergoldung geschrumpft sein könnten auch beantwortet ist.

Zitat
Daniel28-55-59
Und sündhaft teuer waren diese Trümmer auch noch dazu. Aber jetzt bin ich halt komplett auf Kathrein umgestiegen, sowohl in Sachen Kabel als auch in Sachen F-Stecker.


Zumindest für die Innenverschaltung hätten sich von Anfang an verwendete adapterfreie Kompressionsstecker in F- und IEC-Norm gegenüber der Zweifachmontage bereits amortisiert.

Zitat
Daniel28-55-59
Und auch die blauen Koax-Kabel aus Hallwang bei Salzburg (praktisch vom Fuße des Gaisbergs) verwende ich nicht mehr. Sah zwar auch nicht schlecht aus, aber bei dem Kabel hat man wohl auch mehr die sonderbare Farbe bezahlt als die Qualität.


Ich gehe davon aus, dass die Kabel mit den Spoax von Spaun identisch sind und die haben objektiv gute Daten. Wie sich Kabel bezüglich der Alterungsstabilität und uv-Beständigkeit verhalten, stellt sich immer erst im Langzeitversuch heraus. Der Austausch hat ja nun auch weit mehr Aufwand verursacht als als für Kompressionsstecker in F- und IEC-Norm angefallen wäre.

Wie lange waren die blauen Kabel in Betrieb und hat bereits die Elastizität nachgelassen oder war schon Versprödung eingetreten?

Zitat
Daniel28-55-59
Und Deine (ich nenne sie schönen) Halbmond-Verteiler von Hirschmann habe ich wirklich gerne verbaut. Platzsparend und auch nur 3,5 dB Dämpfung, genau wie ein Kathrein-F-Verteiler.


Ich weiß, die magst du einfach über alles. ;)

Zitat
Mike_KA
Könntest du diese beiden KVS-Verbinder nicht einsparen, wenn du den Hirschmannverteiler an deren Stelle montieren würdest?


Nach Norm muss der PA auch bei Komponentenausbau erhalten bleiben. Die DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) gesteht zwar für Ausgangskabel zu, dass der PA mit einer (kein Witz!) "temporären" Erdschiene (oder Krokokabel) erfolgt, aber ich glaube kaum, dass Daniel den Mantel dieser High-Tech-Kabel für eine stationäre oder temporäre Erdung absetzen will.

von Dipol - am 27.11.2012 10:42
Zu meinen 4mm Kabeln möchte ich noch kurz etwas sagen:

Wer hätte vor 25 Jahren (als unser Haus gebaut wurde) gedacht, daß man einmal soviel Platz für Koaxkabel in den Wänden brauchen würde. Meine Eltern nicht und ich war damals noch viel zu klein.
Ich bin sowieso froh, daß ich für das alles Platz hatte.

So sind halt heute nun meine Leerrohre in Ost und West und Süd und Nord zum Platzen voll. Und da habe ich eben vor vielen Jahren (so um 1998 rum) für eine UKW-Verteilung (damals war ich noch sehr sehr unwissend in dieser ganzen Technik) diese 4mm-Kabel gezogen. Die hatten gerade noch so Platz und zu streng gingen sie auch nicht, also keine Sorge, daß da eines abreißen hätte können.
Denn mit UKW habe ich 1997 angefangen. Da konnte ich nicht viel falsch machen. Ich brauchte keine Sat-Leitung anfassen und die analoge Terrestrik blieb auch unberührt. Zu groß war damals die "kindliche Angst", etwas aus Unwissenheit zu verderben.

Da schau mal her, das ist das wohl älteste Bild, das ich in meinem Archiv gefunden habe. Noch die alte Schüssel von 1990 und der ganz alte Mast:




Die blauen Kabel habe ich ja draußen am Dach seit dem Aufbau meiner Vierergruppe vor 2 1/2 Jahren nicht mehr in Betrieb.
Laut Datenblatt hieß es wirklich UV-beständig.

Und im Dachboden (da waren's ja nur kurze Stücke) habe ich diese eben jetzt auch ersetzt. In meiner ganzen Hausverteilung ist so ein Kabel nicht im Einsatz. Überall nur Kathrein LCD 90, LCD 99 und LCD 111 sowie diese 4mm Kabel "noname" für UKW. Und in einem Leerrohr ist noch ein schönes altes Bosch 7mm-Kabel mit einem roten Kupfergeflecht. Sehr sehr flexibel. Das tut's für DVB-T in einem Zimmer bis heute. Ich trau es mich gar nicht rauszuziehen, weil ich Angst habe, ein neues wieder so schön reinzubringen.

Und bezüglich dieser Diskussion hier: Meine Anlage muß nicht mustergültig sein. Ich habe sie mit viel Mühe und halt auch mit einigen "Schwächen" aufgebaut. Und wollte Euch eben nach der Vorstellung meines gut bestückten Mastes nun auch den Dachboden nicht vorenthalten.
Daß dies aber nun so eine Diskussion hier auslöst, hätte ich nicht erwartet.
Aber das Wichtigste ist dennoch mein Empfang. Und der ist tadellos. Mehr wollte ich doch gar nicht.
Und damit wäre ich auch absolut für delfi's Vorschlag.

@ Dipol: Das auf dem Foto bin ich aber definitiv nicht. So gut müßtest mich jetzt schon kennen ;)

von Daniel28-55-59 - am 27.11.2012 18:09
Nach sechs Jahren ORF-DVB-T-Empfang des Kanal 32 aus Salzburg und drei Jahren tadellosen Empfang mittels meiner Vierergruppe geht diese Zeit in Kürze zu Ende.
Ja, es hört sich dramatisch an, es ist aber Tatsache.

Für den Cerchov (tschechischer Berg in 8 km Luftlinie) wurden Ende Juli zwei UHF-Kanäle koordiniert. 25 und 32.
Und am 2. August war in der Tauser Zeitung ein Bericht darüber abgedruckt.

Das Datum der Inbetriebnahme ist zwar noch nicht sicher, doch daß er kommt, das auf jeden Fall.

Dann kann ich meine Anlage bis auf den Wendelstein-Zwilling abbauen.

Hier der Bericht dazu:

Zitat

Z Čerchova bude vysílat 11 TV stanic
Objekt garáží na Čerchově. Autor: Deník/ Josef Babor
2.8.2013 07:00

Domažlicko – Přesně za měsíc (31. srpna) začnou vysílat dva nové kanály České televize. Lidé z Domažlicka by je měli naladit z nového vysílače na Čerchově. Zda bude spuštěn do konce prázdnin, prozatím jisté není.

„V televizi běží upoutávky na nový dětský kanál ČT Déčko. O víkendech k nám jezdí vnučky, rádi bychom ho naladili, ale nevíme kde," říká Jan Valenžák, který doposud chytá pozemní televizní signál z Vraního vrchu.

Na stejné pozici jako ČT Déčko bude večer vysílat kulturní kanál ČT art. Kromě satelitu a kabelových sítí budou nové stanice dosažitelné i pozemní cestou. Jejich signál bude šířit digitální multiplex Regionální sítě 7. Ta ale prozatím na větší části Domažlicka dosažitelná není.

Její provozovatel, ostravská společnost Progress Digital (PD), ale finišuje s masivním dokrýváním ´bílých´ míst tak, aby svému klientovi (Česká televize) zajistil co nejširší pokrytí Česka. V rámci této snahy buduje i nové vysílací místo na Čerchově.

Termín zahájení zatím nejistý

„Nyní ještě vyčkáváme na všechna nezbytná vyjádření, následně rozhodnutí Českého telekomunikačního úřadu a pak po dohodě s našimi zákazníky budeme informovat o zahájení provozu z lokality Čerchov," popsal aktuální stav Martin Roztočil, ředitel vnějších vztahů PD .

Konkrétnější prozatím není ani samotná Česká televize. „Síť pokrývá v současnosti přibližně 80–90% území ČR a míru pokrytí bude postupně rozšiřovat. Do konce srpna je plánováno nové pokrytí z vysílačů Brno – Barvičová, Svitavy a Jablonec nad Nisou," konstatovala Petra Dvořáková z diváckého centra České televize.
Domácnosti musí přeladit

Již teď se na chystané změny připravují televizní technici,kteří budou pomáhat domácnostem při ladění nového zdroje signálu.
„Nebude se jednat o cenově náročnější technickou změnu, přesto často bude třeba pořídit novou anténu či set-top-box. Existují také kanálové slučovače, které propojí nově pořízenou druhou anténu s tou stávající, chytající programy z Vraního vrchu nebo z Krašova," uvádí televizní technik David Rácz, který se digitálnímu příjmu televize věnuje dlouhodobě.

Mnoho diváků dokonce bude mít Vraní vrch i Čerchov ve stejném směru nebo jen s ostrým úhlem a tak bude stačit pouze programy naladit.
„Ostatně proto jsou zde televizní technici, kteří divákům příjem televize vyřeší," říká Rácz, který očekává boom zájmu zákazníků o naladění nových programů z Čerchova.

Po letech proto znovu obnovil firmu, která lidem s naladěním pomůže. Předchozí exploze zájmu o práci televizních techniků nastala na podzim roku 2007, kdy Domažlicko jako první region v Česku přecházelo z analogové na digitální formu přenosu televizního signálu.

Pokud budou nové stanice přes pozemní anténu chtít přijímat i diváci v bytových domech, měli by se obrátit na správce budov a požadovat úpravu stávající společné antény.

Otázka pro Davida Rácze, televizního technika

Dá se už teď odhadnout, jak velké území pokryje signál dvou multiplexů z Čerchova?

"Chystaný nový vysílač umístěný na nejvyšším vrcholu Českého lesa bude primárně určen pro místní obyvatele, konkrétní pokrytí signálem se ukáže až po spuštění, po kterém stejně ještě technici budou vysílací diagram pokrytí technicky dolaďovat a upravovat dle zjištěných informací. Nebojím se, že by pro Domažlice a okolí byly nějaké zásadní potíže s příjmem. Nejdůležitější je umístění antény, která by neměla být stará rezavá, ani ´přebuzená´ velmi silným přídavným zesilovačem, jenž je spíše na škodu. Nejlepší zesilovač je samotná vhodná venkovní anténa. Na pokojové antény bych se nespoléhal. Také kabelové rozvody hrají důležitou roli. Šíření elektromagnetických vln je však neúprosná fyzika, kde hrají roli i jiné aspekty, jako je např. členitost terénu. Přesto by signál z Čerchova mohl dle mého názoru pokrýt až 90% našeho regionu."

Autor: Josef Babor


von Daniel28-55-59 - am 16.08.2013 20:18
Cerchov - aktueller Sachstandsbericht zur geplanten Aufschaltung und zum Bau eines Grundnetzsenders mit den DVB-T-Kanälen 25 und 32:

Ich war nun gestern mit zwei Freunden bei herrlichstem Wanderwetter zum ersten Mal da oben, trotz nur knapp 15 km Luftlinie zu meinem Heimatort hier im Lkrs. Cham. Eine schöne Wandertour (insgesamt knapp 15 km zu Fuß und jeweils 500 Meter Höhenunterschied.) Wir sind den Cerchov-Steig gegangen.

Da oben ist seit dem Fall des eisernen Vorhangs wirklich die Zeit stehen geblieben. Nur der sog. Kurzturm (Aussichtsturm) wurde ein wenig renoviert. Der rest modert vor sich hin und zerfällt schön langsam, aber sicher.

Nichtmal eine gescheite Stromversorgung gibt's da oben. Bricht immer wieder zusammen (hat mir jemand gesagt, der den Gipfel gut kennt). Für was dann das scheußliche 20kV-Trafohäuschen ist, frage ich mich.
Und tatsächlich lief da oben ein lautstarkes Stromaggregat, das in einen Stromkasten einspeiste. Ein verrosteter Erdspieß (angeschlossen) war auch zu sehen.

Ich frage mich wirklich, wann soll da oben ein Fernsehsender gebaut werden?
Es geht zwar eine "Panzerstraße" hinauf. Die heißt wirklich so. Ein Wahnsinn diese Betonplatten-Straße (man kann fast das Grollen der Panzer noch hören), aber die Gebäude verfallen gänzlich. Zerborstene Fensterscheiben soweit das Auge reicht und Rost und Rost und Rost.

Ich war sowas von negativ überrascht.

Der Cerchov wird hier immer als so beliebter Ausflugsgipfel beworben. Sogar eine Bushaltestelle gibt's oben. Sowas habe ich auch noch nicht gesehen. Da waren gestern bei schönstem Wanderwetter mit Sonnenschein und Windstille nur etwa zwei Dutzend Leute oben.
Der Wanderweg ist super, das steht außer Zweifel. Aber der Gipfelbereich ist das Gegenteil. Und die paar Besucher gestern verlaufen sich auf dem riesigen größtenteils zubetonierten Gipfelplateau.

Anbei ein paar Fotos. Das sagt alles.

Ich bin echt gespannt, wann da ein Senderbetrieb starten soll. Am Liebsten wär's mir halt gar nicht.







































von Daniel28-55-59 - am 25.08.2013 18:52
Hier nun ein kurzer Bericht zum Projekt 16er-Antennengruppe für Österreich-TV.
Ich war heute bei dem "Bauherren" und wir haben uns mehrere Stunden sehr angenehm über unser Hobby unterhalten.
Dort angekommen wollte ich natürlich gleich die "Überreste" der geplanten Anlage sehen.
In einem Schuppen, hinter anderen abgestellten Sachen, fristen die Teile seit nun 24 Jahren ungenutzt ihr Dasein.
Mit der Antenne sollte geprüft werden ob aus Österreich TV-Empfang möglich ist.
Bei Erfolg (und Bedarf) sollte die Antenne auf das Doppelte vergrößert werden. (zweites Modul :cool: )
Aber auch andere weit entfernte Sender sollten getestet werden.
Für welchen Kanal die Antenne ausgelegt war konnte er nicht mehr sagen.
Hier einige Fotos von den Überresten.

Auf dem ersten Bild sieht man die 2,25 x 2,25 m große Reflektorwand.
Zusätzlich ist sie oben und unten noch abgewinkelt.
Zur Anschauung hat er mal eine Antenne an die Wand angebracht.
Dabei handelt es sich um eine Art Backfire-Antenne.







Auf dem nächsten Bild sind die Aludrähte zu sehen, mit denen je zwei übereinander liegende Antennen verbunden wurden.
Die braunen "Kästen" sind Eigenbau Transformations- / Anpassglieder für die Zusammenschaltung der Antennen.
Das Innenleben hätte mich auch sehr interessiert. Leider waren die Teile komplett verlötet.
Das Wissen für die Ausführung und Berechnung dieser Teile hat er sich im Lesesaal der TU Ilmenau angeeignet. (Internet gab es ja noch nicht :D )



Wir haben uns dann noch über die damaligen Alltagssorgen wie Materialbeschaffung usw unterhalten.
Im Gespräch kam auch raus, dass er zu Eberhard Spindler (Antennenbuch!!!) persönlichen Kontakt hatte.
Sie haben öffters zusammen gesessen und gefachsimpelt.
Warum habe ich diesen Mann nicht 30 Jahre früher kennen gelernt?
Da hätten wir aber die (Antennen-) Sau rausgelassen. :D
Die 16er-Gruppe wäre dann sicher zum Einsatz gekommen.

Nach der Grenzöffnung hat er das Projekt an den Nagel gehängt und sich dann mehr der Sat-Technik zugewandt.
Neben zwei Schüsseln am Wohnhaus ist eine drehbare 1,5 m Schüssel für das C-Band heute sein liebstes Spielzeug.
Er spielt mit dem Gedanken, sich evtl. eine 3,5 m (3,6 m ?) Schüssel in den Garten zu stellen.
Und das mit 74 Jahren. :spos: :spos: :spos:



Zum Abschied sind wir verblieben, dass wir uns bald noch einmal treffen um über alte Hobby-Zeiten zu reden.
Ich freue mich jetzt schon darauf.

von Radio-DX - am 01.11.2013 20:00
Zitat
Wolfgang R
Man muss dabei bedenken, dass es sich um eine freiwillige Wehr handelt! Die Feuerwehrleute müssen auch entschädigt werden (früher waren es mal um die 10 EUR die Stunde pro Mann).

Da kommt schon eine größere Summe zusammen, wenn es einen längeren Einsatz mit viel "Manpower" gibt.

Gratis und umsonst sind Feuerwehreinsätze eigentlich noch nie gewesen - im Brandfalle kommt sogar noch eine Rechnung über das Löschwasser hinzu.


Normalerweise läuft so etwas über die Versicherung. Summen im höheren dreistelligen Bereich kommen da schnell zusammen, wenn eine Wehr ausrückt.

Ich kann dennoch verstehen, dass dies zu Unmut bei den Betroffenen führt.

Nur der Dachdecker will doch auch sein Geld, wenn er das Dach wieder neu eindeckt. Daniel musste seine Antennen selbst ersetzen, ein Antennenbau-Betrieb hätte auch eine Rechnung gestellt.

Warum sollte also ausnahmsweise die Feuerwehr hier gratis arbeiten? Den Männern ist Arbeitslohn bei ihrer herkömmlichen Arbeit entgangen, dafür müssen sie entschädigt werden.

Wolfgang

Das eine hat mit dem anderen nix zu tun. Die Feuerwehrleute arbeiten für Cham. Also müssen sie auch von Cham aus finanziell unterstützt werden. Das ist der erste Punkt, damit hat Weiding nix zu tun. Das ist eine Vereinbarung (vertraglicher Art) zwischen Cham FFW Cham. Weiding kommt jetzt in soweit ins Spiel, als das Cham diese Kosten von Weiding erstatt sehen will, also die Kosten durchreichen möchte. Das geht aber nur, wenn quasi ein Vertrag über eine demnetsprechende Dienstleistung geschlossen wird, dann sollte (juristisch=muss) vorher auch allen klar sein, was beauftragt wird (Wer, Was für welche Leistung von wem bekommt). Dem scheint hier nicht so zu sein, denn die Weidinger wissen anscheinend nichts von einer kostenpflichtigen Hilfe. Hätten sie dies gewusst, hätten sie vermutlich die Dienstleistung und somit quasi auch den Vertrag nicht angenommen. So sieht es meiner Ansicht nach aus. Jetzt müsste Weiding gucken, welche vertraglichen Vereinbarungen sie genereller Natur haben, oder welche quasi auf Länderebene für solche Fälle vorgesehen sind. Sollte eine Länderbestimmung für Fälle der Nutzung "fremder" FFWs eine Nutzungsentschädigung vorsehen, ja dann sieht es tatsächlich so aus, als das Weiding zahlen müsste. Das sollte Weiding sich aber in Ruhe angucken.

von Jens1978 - am 09.12.2014 14:19
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