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shianne, LeipzigNewsMan74, teucom, delfi, andimik, DX-Fritz, Rheinländer, Rosti 2.0, Seltener Besucher

[SPORADIC-E] Gibt es eine Möglichkeit RDS auf allen Frequenzen 24h zu überwachen?

Startbeitrag von LeipzigNewsMan74 am 28.05.2010 11:49

Gibt es eine Software, ein Hardware-Gerät. was man zwischen Tuner und Antenne schalten kann, und was auf vorher vorbestimmten Frequenzen 24h den RDS-Empfang "überwacht" und eingehende Kennungen speichert? Wenn nicht, kann jemand von euch sowas bauen?

Antworten:

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von Seltener Besucher - am 28.05.2010 13:17

Re: Gibt es eine Möglichkeit RDS auf allen Frequenzen 24h zu überwachen?

Cool! Aber man kann scheinbar damit "nur" 8 Frequenzen zeitgleich loggen. Nun ist die Frage ob man in der dazugehörigen Software RDS Logger und RDS Lab unendlich viele Frequenzen hinzugefügt werden können, oder ob das Gerät nur 8 zulässt.

von LeipzigNewsMan74 - am 28.05.2010 14:33

Re: Gibt es eine Möglichkeit RDS auf allen Frequenzen 24h zu überwachen?

Nun kommt es auch drauf an, für was du das brauchst (einfach nur aus Interesse oder (semi-)professionell).

Dann ist die zweite Frage, ob du permanent überwachen musst, oder ob man einen Sender nach dem anderen einliest und das endlos.

Für letztere Variante könntest du einen Empfänger mit Stationsspeichern nehmen,
die du per Rechner schaltest.
Die RDS-Daten per Rechner mitschreiben und wenn vollständig auf den nächsten Stationsspeicher schalten.

Alles eine Frage des Geldes und des Aufwandes.

von shianne - am 28.05.2010 18:40

Re: Gibt es eine Möglichkeit RDS auf allen Frequenzen 24h zu überwachen?

Stationsspeicher? Über die API der gängigen Karten kann man natürlich auch die Empfangsfrequenz tunen. Also Anwendung schreiben, die x Frequenzen jeweils für x Sekunden einstellt, die RDS-Daten in ein Log schreibt und zur nächsten Frequenz springt. Sollte sich programmiertechnisch in Grenzen halten, aber leider kann ich mir momentan nicht denken für welchen Zweck - professionelles Monitoring kanns ja nicht sein. Und privat? Gibt man x bekannte Frequenzen an, kennt man in der Regel auch deren RDS-Variationen; und DX nur für solche Situationen wo die Empfangsgüte für RDS-Daten reicht? ??? ?

von teucom - am 28.05.2010 20:54

Re: Gibt es eine Möglichkeit RDS auf allen Frequenzen 24h zu überwachen?

Es soll einfach als DX-Werkzeug dienen, also in den Zeiten wo ich nicht da bin alle auf dem UKW-Band eingehenden RDS-Daten abfangen, so dass man weiss was man verpasst hat bei Sporadic-e.

von LeipzigNewsMan74 - am 29.05.2010 16:55
Hm, ja klar. Threadtitel.

Das wird wegen dem finanziellen Aufwand wohl nur bastlerhaft und nacheinander gehen.

Also einen Empfänger durchstimmen (Suchlauf) und die Feldstärke sowie die RDS-Qualität (eventuell auch die Diskriminatorspannung) auswerten.
Dabei natürlich die üblicherweise stark empfangbaren Sender ignorieren (um die geht es ja nicht und die werden wohl auch nicht durch Sporadic-E überlagert werden).

Na viel Spaß beim Basteln.
Da braucht man Hardware (Mikrokontroller für Überwachung der Spannungen und dann auch gleich Steuerung) und eine Software auf dem PC.

Für die Analogspannungswandlung und die Steuersignale könnte eine HB628
(Schnittstellenkarte mit 8 Analogeingängen und 8 Digitalausgängen über USB-Anschluss gesteuert) genutzt werden.
Die RDS-Daten müsste man dann über die serielle Schnittstelle des Rechners einlesen.

Das Steuerprogramm muss man selbst entwicklen.

Da ist mit mindestens einem Jahr Arbeit zu rechnen, wenn man nebenbei noch "die üblichen Dinge des Lebens" erledigt und schnell ist.

von shianne - am 29.05.2010 19:02
Ich gebe hiermit eine andere Idee preis:

Ein Autoradio von Becker ist so etwas wie eine Sporadic-E-Frühwarnung, denn die aktuell empfangbaren Sender werden immer laufend angezeigt, und man kann auch unnütze Sender einfach ausblenden.

von andimik - am 29.05.2010 22:50
Zitat
shianne
Also einen Empfänger durchstimmen (Suchlauf) und die Feldstärke sowie die RDS-Qualität (eventuell auch die Diskriminatorspannung) auswerten.
Dabei natürlich die üblicherweise stark empfangbaren Sender ignorieren (um die geht es ja nicht und die werden wohl auch nicht durch Sporadic-E überlagert werden).
Na viel Spaß beim Basteln.
Da braucht man Hardware (Mikrokontroller für Überwachung der Spannungen und dann auch gleich Steuerung) und eine Software auf dem PC.

...oder eben wie oben erwähnt direkt eine PC-Tunerlösung und das ganze komplett per Softwareansteuerung lösen. Allerdings gibts da eventuell das Problem, eine wirklich DX-taugliche PCI- oder USB-Tunerlösung zu finden - die Software selbst ist eher nicht das Problem.

von teucom - am 30.05.2010 02:14
andimiks Vorschlag wollte ich auch grad schreiben. Funktioniert bestens! Was ich aus eigener Erfahrung weiß.

von delfi - am 30.05.2010 05:28
Die Becker-Autoradios haben also zwei Empfangsteile, von denen man mit einem Radio hört und das andere das UKW-Runfunkband absucht?

Zitat
teucom
...oder eben wie oben erwähnt direkt eine PC-Tunerlösung und das ganze komplett per Softwareansteuerung lösen. Allerdings gibts da eventuell das Problem, eine wirklich DX-taugliche PCI- oder USB-Tunerlösung zu finden - die Software selbst ist eher nicht das Problem.


Was die Steuerprogramme leisten, kann ich nicht sagen.
Und was man an Informationen alles über eine API-Schnittstelle abfragen kann, weiß ich auch nicht.

Der Programmieraufwand wird auch gut und gern über 1 Jahr in Anspruch nehmen.

Die Empfangsteile (damit meine ich alles von HF-Eingangsteil bis hin zum Stereodecoder) solcher Karten lassen sich bei PCI-Versionen aber auch relativ gut austauschen.
Man könnte auch die Steuerleitungen, welche zum Empfangsteil führen, an ein anderes Radio anschließen.

Die Spannungspegel müssen in beiden Fällen angepasst werden (Signalverstärker bzw. Signalabschwächer mit OPVs).

Wichtig ist dabei, dass die Radiokarte keine Softwareradio-Lösung (digitale Demodulation) beinhaltet.
Dann lässt sich nur noch das HF-Eingangsteil austauschen und das auch nicht immer so leicht.

von shianne - am 30.05.2010 09:06
Genau. Der Becker hat zwei Empfangsteile. Mit einem hört man und in der unteren Display-Zeile werden direkt über den 10 Speicherplatztasten dreistellige RDS-Kürzel der weiteren empfangbaren Sender angezeigt. Entdeckt man ein exotisches Kürzel einfach draufdrücken und sofort kann man den Sender hören.
Bei mehr als 10 empfangbaren Sendern legt sie der becker in mehreren Ebenen ab, die aber ebenfalls leicht erreichbar sind.

von delfi - am 30.05.2010 09:10
Das macht das BP Bremen auch. Es muss kein Becker sein.

von Rosti 2.0 - am 30.05.2010 09:49
Zitat
delfi
Genau. Der Becker hat zwei Empfangsteile. Mit einem hört man und in der unteren Display-Zeile werden direkt über den 10 Speicherplatztasten dreistellige RDS-Kürzel der weiteren empfangbaren Sender angezeigt. Entdeckt man ein exotisches Kürzel einfach draufdrücken und sofort kann man den Sender hören.
Bei mehr als 10 empfangbaren Sendern legt sie der becker in mehreren Ebenen ab, die aber ebenfalls leicht erreichbar sind.

Das hört sich interessant an, da würde sichs sogar lohnen,mal nach einem Becker gerät bei ebay zu suchen, dass hab ich noch nie gehört aber so kann man echt nix mehr verpassen

von Rheinländer - am 30.05.2010 09:52
Zitat
shianne
Die Becker-Autoradios haben also zwei Empfangsteile, von denen man mit einem Radio hört und das andere das UKW-Runfunkband absucht?

Zitat
teucom
...oder eben wie oben erwähnt direkt eine PC-Tunerlösung und das ganze komplett per Softwareansteuerung lösen. Allerdings gibts da eventuell das Problem, eine wirklich DX-taugliche PCI- oder USB-Tunerlösung zu finden - die Software selbst ist eher nicht das Problem.


Was die Steuerprogramme leisten, kann ich nicht sagen.
Und was man an Informationen alles über eine API-Schnittstelle abfragen kann, weiß ich auch nicht.

Der Programmieraufwand wird auch gut und gern über 1 Jahr in Anspruch nehmen.

Ein Jahr??? :) :) :)

Um ein Missverständnis zu beseitigen: Wir reden hier nicht von Hardwarenaher Programmierung, die Karten kommen ja bereits mit fertigen Treibern fürs Betriebssystem.

Der Witz einer API ist dass man die entsprechenden Daten asynchron über standardisierte Funktionsaufrufe in bereits verarbeitbarem, dokumentiertem Format auslesen und setzen kann.
Die Übersetzung von/zur Hardware übernimmt der (vorhandene) Treiber, da muss man sich nicht drum kümmern.

Der Programmieraufwand drumrum dürfte sich, wenn mans in der Freizeit immer mal nebenbei macht, bis zur ersten lauffähigen Version auf wenige Wochenbeschränken. Problem ist wie gesagt, erstmal einen USB- oder PCI-Empfänger zu finden, der DX-tauglich ist, mit einem passenden Treiber fürs individuelle Betriebssystem kommt und über die API die benötigten speziellen Funktionen (in diesem Fall RDS-Daten) zur Verfügung stellt. Wenn man zB unter Linux oder Win Mediacenter die enstprechenden Anzeigen / Steuermöglichkeiten hat, sind die Vorraussetzungen mit Sicherheit erfüllt; nun muss man noch für das individuelle Steuerprogramm sorgen, dass die Frequenzen wechselt und die erhaltenen RDS Daten und vielleicht noch einen Audiomitschnitt wegschreibt.

Beispiel für die gängigste universal-API unter Linux: v4l.pdf (für Radiofunktionen im Dokument nach "Radio" oder "RDS" suchen

(Alte) Beispiel für kleine Programme, die man mit der API realisieren kann ohne Hardwarewissen über die jeweilig verwendete Empfängerhardware haben zu müssen

Hoffe, ich langweile die Mitleser hier nicht allzusehr -- aber heutzutage kann man ne Menge machen/automatisieren, ohne zum Lötkolben greifen zu müssen :).


von teucom - am 30.05.2010 15:43
Die API "kenne" ich auch - bisher nur unter Windows und auch nur sporadisch Kontakt dazu gehabt.
Ansonsten schreibe ich immermal kleine Programme in C - soweit ich dazu Zeit habe.
Zur Zeit scheitere ich an GTK+ basierenden GUIs unter Windows.

Wenn du in die API eingearbeitet bist, dann bist du ja "der Mann" für LeipzigNewsMan74.
So er denn mit einer PC-Radio-Karte arbeiten möchte.
Dass er da eventuell Hilfe benötigt, deutete er ja bereits an.

Bei der Lösung mit dem Radio (ob nun Becker oder BP Bremen) sehe ich noch das Problem,
dass man nur aus der Liste erkennen kann, welcher Sender zu irgend einem Zeitpunkt empfangen wurde.

Es fehlen alle möglichen RDS-Daten (soweit sie interessieren) und die Uhrzeit, wann der Sender empfangen wurde.
Eventuell könnte man ja auch gleich einen Tonmitschnitt anfertigen, was bei der Radio-Lösung wohl
nicht so einfach funktioniert.

Wie das Probelm nun gelöst werden soll, muss natürlich LeipzigNewsMan74 entscheiden.
Sind ja alles nur Ideen bzw. Vorschläge :-)

von shianne - am 30.05.2010 17:33
Hab durch das Russen/Skandinavien-DXen der letzten Tage ganz diesen Faden vergessen. Danke erstmal für eure fachkundigen Hinweise.

Die Radiovariante hört sich erst einmal gut an, als Frühwarnsystem wenn man gerade am Radio sitzt und etwas anderes hören will. Wenn man auf ES vor dem Radio wartet, kann man aber eben so gut eine Art "Frequenzswitcher" erspinnen, der im Minutentakt freie Frequenzen einschaltet.

Die Softwarelösung wär halt eher interessant, für den Fall den ich beschrieben hat. Man hat Termine, muss arbeiten, geht aus - und Zeit fürs Radiohören ist halt nicht da. Damit man trotzdem weiss was man verpasst hat, öffnet man einfach die entsprechende Log-Datei, und da steht zum Beispiel drin "Zeit - Frequenz - PI - PS" oder was man sonst noch zur Identifikation braucht. Oder es listet alles was z B unter 87,5 in den letzten Stunden ein ging.

Das zeitgleiche Mitschneiden von freien Frequenzen ist auch ne interessante Lösung aber natürlich unbrauchbar wenn nur Musik auf RDS-Niveau hochfadet und weder IDs, noch Reklame zu hören ist.

von LeipzigNewsMan74 - am 03.06.2010 09:17
Zitat
MiRo
Das macht das BP Bremen auch. Es muss kein Becker sein.


So wie hier z.B.: klick

Das Blaupunkt Bremen zeigt auf diesem Bild die im Augenblick empfangbaren Sender an: die hier üblichen Verdächtigen und dazwischen Antena 1 aus Lousa/Portugal. Ich habe in diesem Augenblick schon auf die Folgeseite geblättert. Auf Seite 1 hätte er Bayern 1 - 5 und Antenne Bayern angezeigt.

von DX-Fritz - am 03.06.2010 10:47
OT: Fritz danke, hatte mal genau dieses Radio als manipulierte JPG-Datei auf meiner Homepage ...

von andimik - am 03.06.2010 17:50
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