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vor 7 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 4 Monaten
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Weltempfängermatze, shianne, Nohab, Ingo-GL, ScheichManfred, Aquarium, elchris, Marc_RE, marckog

Netzteil beim Degen DE1103

Startbeitrag von marckog am 25.06.2010 17:38

Wenn man bei einem der chinesischen ebay-Händler einen Degen DE1103 bestellt, bekommt man dann ein Netzteil mitgeliefert, mit dem man in Deutschland etwas anfangen kann (220 V und richtiger Steckertyp)?

Wie sind Eure Erfahrungen?

Antworten:

In der Regel legen die Händler die richtigen Netzteile bei :) War zumindest bei mir so. - Hier war ein "deutsches" Netzteil im Lieferumfang, mit richtigem Steckertyp und 220 V ;)

von Aquarium - am 25.06.2010 17:40
Ich bekam eines mit UK-Stecker??? Aber inkl. Adapter - funktioniert einwandfrei.

von elchris - am 25.06.2010 17:57
Bei mir lag eines für den chinesischen Markt bei, 230V aber chinesischer (US-ähnlich, beide Stifte aber gleich groß und ohne Löcher) Stecker. Passende Universalnetzteile sind hier aber problemlos zu bekommen.

von Marc_RE - am 25.06.2010 20:20
Hallo,
bei meinem DE1103 lag ein passendes Netzteil mit Eurostecker bei. Man beachte die Ausgangsspannung von 8 V, das habe ich noch nirgends gesehen. Mit 7,5 oder 9 V sollte es auch laufen.

von ScheichManfred - am 25.06.2010 21:23
Ist die Frage, ob der Degen 1103 die 8V braucht oder sie auf 5V oder 6V herunterregelt.
Müsste man mal in den Schaltplan schauen.

von shianne - am 26.06.2010 11:24
Ich glaube, die 8V braucht er, wenn Akkus aufgeladen werden sollen. Bei reinem Empfang sollte er mit weniger auskommen können.

von Ingo-GL - am 26.06.2010 11:56
Er regelt nicht, die Spannung geht DIREKT über einen
Schalttransistor auf die Elektronik. Ungeregelt.
Da einige Bauteile bei 8V das Zeitliche segnen, sollte man nicht
mehr als 7.5V draufgeben, das Originalnetzgerät dürfte eine
interne Strombegrenzung von ein paar hundert mA haben, damit die
Akkus nicht platzen, reguläre stabilisierte Netzgeräte haben
mehr, da kann der Transistor, der die Ladefunktion steuert
abrauchen. Das Radio selbst begrenzt den Ladestrom NICHT.
Unstabilisierte Netzgeräte laufen bei geringer Last
hoch, bei Einstellung 6V können da schonmal 10-12V anliegen.
Und dann zerlegts den FM-Eingangs-IC. Nur die CPU hat einen Spannungsregler.
Schaltplan findet sich auf Radioscanner.ru


von Nohab - am 26.06.2010 12:32
Mal abgesehen davon, dass man Akkus mit einem ordentlichen Ladegerät lädt (muss nicht teuer sein),
ist das ja schon ordentlich Murks. Immerhin mit Ladezeitbegrenzung...

Das Netzteil ist demzufolge ein geregeltes Netzteil mit Strombegrenzung.
Oder die Spannung bricht einfach unter Last zusammen (wie bei konventionellen Nokia- Netzteilen für Funktelefone...)
Das wird schwierig, wenn man ein Ersatznetzteil besorgen will.

Am besten dürfte es sein, in die Leitung vom Batteriekasten-Plus zur Leiterplatte eine Diode in Flussrichting zu schalten.
(möglichst eine mit geringer Vorwärtsspannung, Germanium oder Schottky)

Alternativ kann man den Kontakt für das Charge- Signal aus dem Steckverbinder ziehen bzw. die Leitun gablöten und isolieren.

Dann können die Akkus nicht mehr geladen werden und man kann ein einfaches stabilisiertes (!) Netzteil nehmen.

Spannung?

Laut Anleitung ist die Verwendung von Primärelementen zulässig.
Macht bei vier mal 1,5V 6V Betriebsspannung.

Bleibt die Frage, ob der Empfänger mit 4,5V, 5V oder 6V besser funktioniert.

von shianne - am 26.06.2010 16:01
Meinem Lextronix E5 (welcher ja elektronisch baugleich mit dem DE1103 ist) lag ebenfalls ein Netzteil mit 8 V und 200 mA bei. Aus Angst, das Radio durch die hohe Spannung zu "zerschießen", habe ich das Netzteil bislang jedoch kaum verwendet. Bin ich einfach nur paranoid oder besteht tatsächlich die Gefahr, dass die 8 V das Gerät beschädigen?

Alternativ habe ich von einem Sharp MD-Recorder noch ein 5V/800 mA Netzteil, mit dem der E5 ebenfalls funktioniert. Besteht hier die Gefahr einer Beschädigung durch Überspannung, falls der E5 weniger als 800 mA Strom verbraucht?

Zu 95% betreibe ich den E5 mit Akkus, die ich in einem externen Ladegerät lade. Damit funktioniert er auch sehr gut. Nur schaltet sich dann nach 10 Sekunden die Displaybeleuchtung aus, was unpraktisch ist, wenn man mal im Dunkeln DXen will.

von Weltempfängermatze - am 26.06.2010 16:50
Wenn das 8V-Netzteil stabilisiert ist, gibt es keine Probleme,
da bis zum Tuner-IC ( TA7358 ) noch rund 1 V abfällt.

Zitat
Weltempfängermatze
Alternativ habe ich von einem Sharp MD-Recorder noch ein 5V/800 mA Netzteil, mit dem der E5 ebenfalls funktioniert. Besteht hier die Gefahr einer Beschädigung durch Überspannung, falls der E5 weniger als 800 mA Strom verbraucht?


Keine Ahnung. Da ich die Leerlaufspannung nicht kenne. Meistens sind diese Netzteile stabilisiert.
Ist ein Voltmeter vorhanden, mal nachmessen.

--------------------------------------------
( Disclaimer: Alle Aussagen basieren auf Angaben der Halbleiterhersteller )


von Nohab - am 26.06.2010 17:07
Zitat
Nohab
Keine Ahnung. Da ich die Leerlaufspannung nicht kenne. Meistens sind diese Netzteile stabilisiert.
Ist ein Voltmeter vorhanden, mal nachmessen.


Habe gerade mal mit meinem 5-¤-Grabbeltisch-Multimeter von Conrad nachgemessen. Bei dem Sharp-Netzteil zeigt es im Leerlauf 5,8 V und 1 A. Auf dem Gehäuse aufgedruckt sind wie gesagt 5 V/800 mA.

Das Netzteil des E5 müsste ich erst rauskramen, ich reiche die Werte nach.

von Weltempfängermatze - am 26.06.2010 17:25
Nachtrag: Beim E5-Netzteil werden 7,9 V angezeigt, bei der Stromaufnahme erscheint ebenfalls eine "1". Bin mir jetzt nicht sicher, ob damit 1 A oder 1 mA gemeint ist.:confused: Immerhin wird ja im Leerlauf kein Strom verbraucht...

von Weltempfängermatze - am 26.06.2010 17:45
5.8V ist definitiv ok, die 7.9V aus dem E5-Netzteil sind auch ok.
Nimm das, das weniger Störungen auf LMK verursacht.


von Nohab - am 26.06.2010 17:47
Zitat
Nohab
5.8V ist definitiv ok, die 7.9V aus dem E5-Netzteil sind auch ok.


Danke, das beruhigt mich. :spos:

Zitat

Nimm das, das weniger Störungen auf LMK verursacht.


Das ist definitiv das Sharp-Netzteil! Soweit ich das bislang beobachten konnte, verursacht es im Gegensatz zum Originalnetzteil des E5 keinen Störteppich, sondern allenfalls ein leichtes Netzbrummen beim Empfang starker KW-Sender.

Es handelt sich übrigens um das Standardnetzteil, das vor ca. 8 bis 10 Jahren quasi allen tragbaren MiniDisc-Recordern von Sharp beilag (falls jemand von euch noch sowas im Schrank liegen hat ;) ).

von Weltempfängermatze - am 26.06.2010 18:02
Zitat
Weltempfängermatze
Habe gerade mal mit meinem 5-¤-Grabbeltisch-Multimeter von Conrad nachgemessen. Bei dem Sharp-Netzteil zeigt es im Leerlauf 5,8 V und 1 A. Auf dem Gehäuse aufgedruckt sind wie gesagt 5 V/800 mA.


Armes Netzteil...

Die Leerlaufspannung] kann man messen, einen Leerlaufstrom gibt es nicht.

Bei unstabilisierten Netzteilen liegt sie weit über der aufgedruckten Nennspannung (meist ungefähr doppelter Wert),
bei stabilisierten Netzteilen liegt sie meist etwas über der Nennspannung.
Das ist normal, da der Spannungsregler nicht belastst wird (Leerlauf) und somit nich nicht richtig funktionieren kann.
Er braucht eine Grundlast (LED mit Vorwiderstand, ca. 10...20mA reicht da schon).

Zum Strom:

Bei einem unstabilisierten Netzteil steigt die Spannung, je weiter der fließenden Strom unter dem aufgedruckten Nennstrom liegt (Konstantstromquelle).
Der Aufdruck heißt bei solchen Netzteilen z.B. 6V bei 500mA. (eine Spannung bei einem bestimmten Strom)
Das "bei" steht meist nicht da.

Bei stabilisierten/geregelten Netzteilen regelt eine elektronische Schaltung (ein Spannungsregler) die Ausgangsspannung, sie bleibt bis auf geringe Abweichungen konstant (Konstantspannungsquelle).
Da ist es egal, wie viel Strom fließt, solange der Nennstrom nicht dauerhaft überschritten wird bzw. der Maximalstrom nicht (auch nicht kurzzeitig!) überschritten wird.

Wenn man nun mit einem Messgerät den Strom am Netzteil misst (einfach die Messspitzen an Plus und Minus),
dann misst man den Kurzschlussstrom.
Wenn es das Netzteil verkraftet, dann ist es gut.
Wenn nicht, dann hat man eines weniger...
Oder eines mit Teildefekt (z.B. eine Gleichrichterdiode wird hochohmig oder hat einen Schluss).

Man kann höchstens die Stromaufnahme eines an das Netzteil angeschlossenen Verbrauchers messen.
Dann wird das Strommessgerät in die Versorgungsleitung eingeschleift.
Also in Reihe zum Verbraucher geschaltet.

Bei Strommessungen sollte man auch immer ein geregeltes Netzteil verwenden.
Denn bei einem ungeregelten Netzteil schwankt ja die Ausgangsspannung, wenn sich der Strom ändert.
Dann misst man Mist, wenn man icht aufpasst.

von shianne - am 27.06.2010 09:14
Auf dem Gehäuse meines Exemplares des DE1103 an der Stromversorgungsbuchse ist 6V angegeben. Die englische Betriebsanleitung sagt "External Power = 8V 300mA". Für den Empfangsbetrieb reicht 6V sicherlich aus. Zum vollständigen Aufladen von Akkus in akzeptabler Zeit braucht man eine höhere Spannung, aber Akkus würde ich im DE1103 eh nicht laden.

von Ingo-GL - am 27.06.2010 09:47
Zitat
Ingo-GL
Akkus würde ich im DE1103 eh nicht laden.


Ich finde diese Möglichkeit sehr praktisch, und wenn sehr gute Akkus (eneReady, 2200 mAh) nur 4,95 ¤ für 4 Stück kosten, nehme ich auch die geringere Lebensdauer in Kauf.

von ScheichManfred - am 27.06.2010 10:13
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