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Radioforum
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Zwölf, dlf-fan, Stephan Großklaß, WiehengeBIERge, iro, Marc_RE, shianne

Warum stören sich Radiogeräte auf bestimmten Frequenzen?

Startbeitrag von Zwölf am 03.07.2010 11:46

Ich habe vorhin zufällig festgestellt, dass mein Degen (mit 80/80 Filtern) eine Art "Killerfrequenz" hat. Ist am Degen die 107,2 eingestellt (rauscht) und an irgendeinem anderen Radio in unmittelbarer Nähe 96,5 (rauscht auch) verstummen plötzlich beide. Und das ist nicht nur auf dieser Frequenz der Fall, sondern immer, wenn am Degen eine Frequenz eingestellt ist, die um 10,7 MHz höher ist, als am anderen Radio. (Wenn am anderen Radio ein zu starker Sender eingestellt ist, verstummt nur der Degen. Ist der Sender am Degen zu stark, verstummt nur das andere Radio) Ist das bei euch auch so? Wie kommt sowas (der empfängt doch eigentlich nur und sendet nichts aus)? Gibt es noch mehr solcher Frequenzen? Warum funktiniert es nicht, wenn der Degen 10,7 MHz unter dem anderen Radio liegt?

Antworten:

Die 10,7 MHz sind die Zwischenfrequenz. In einem Superhet wird das zu empfangene Signal mit Hilfe eines ober- oder unterhalb schwingendem Oszillator auf eine anderen Frequenz rauf- oder heruntergemischt. Bei den meisten UKW-Empfängern beträgt diese Frequenz 10,7MHz, der Oszillator schwingt also 10,7MHz über oder unter der Empfangsfrequenz. Dieses Signal empfängst du auf dem anderen Empfänger. Es ist sehr schwach und reicht daher nur wenige cm weit.


von Marc_RE - am 03.07.2010 12:06
Danke für die Antwort. Dann hat also mein Degen den Oszillator 10,7 MHz unter der Empfangsfrequenz und die anderen Radios zufällig 10,7 MHz über der Empfangsfrequenz.

von Zwölf - am 03.07.2010 12:38
Zitat

Es ist sehr schwach und reicht daher nur wenige cm weit.

Idealerweise.

Ansonsten auch gern einige Meter.

von shianne - am 03.07.2010 14:41
Unser Küchenradio auch gern 50 Meter!
Das Küchenradio läuft fast immer auf 96,7 MHz (FHE), draußen im Autoradio ist dann kein Delta radio auf 107.4 möglich.

von iro - am 03.07.2010 20:03
Gibts sowas eigentlich auch bei DVB-T-Empfängern?

von Zwölf - am 03.07.2010 21:48
Sowas gibt es bei allen Überlagerungsempfängern.

von WiehengeBIERge - am 04.07.2010 06:19
Mit dieser Methode haben wir in der Schule Anfang der 80er Jahre den langweiligen TV-Russisch-Unterricht sabotiert.:D
Als Störer fungierte ein "Anett"-Radiorecorder, dessen lausiger Tuner nicht geschirmt war. Sein Oszillator war daher in freiem Gelände auf freier Frequenz (ja, sowas gab es damals noch) weit über 100m nachweisbar. Im Nahfeld konnte man sogar seine 1. Harmonische empfangen. Da der TV im Klassenzimmer nur über Zimmerantenne empfing (DDR1 von Wiederau, Kanal 9) konnte man somit das Bild mit sehr hübschen Streifen verunstalten. Die arme Russisch-Lehrerin war regelmäßig am Verzweifeln...

von dlf-fan - am 04.07.2010 12:10
Zitat
Zwölf
Danke für die Antwort. Dann hat also mein Degen den Oszillator 10,7 MHz unter der Empfangsfrequenz und die anderen Radios zufällig 10,7 MHz über der Empfangsfrequenz.

So ganz zufällig ist das auch wieder nicht, eigentlich ist f_e + 10,7 MHz üblich. DE1103 und RP2x00 (Roadstar und Co.) gehören zu den wenigen Exoten mit f_e - 10,7 MHz. Kommt immer drauf an, von wo stärkere Spiegelfrequenzen drohen - man wählt normalerweise "+", weil sich oberhalb von UKW nur das dünn belegte Flugfunkband findet, darunter aber das terrestrische Fernsehen.

von Stephan Großklaß - am 04.07.2010 16:55
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