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Frequenz 90,2 MHz in Berlin wird wohl neu vergeben

Startbeitrag von Wiesbadener am 02.08.2010 15:15

...meldet die MABB. BBC will sich künftig mit 101,9 MHz begnügen. Na das gibt ja einen Abnsturm, die 90,2 kann auf bis zu 50 kW hochgedreht werden.

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
Marcus.
Ich dachte die 50 KW beziehen sich noch auf den alten Standort am Stadion?

Jepp, am Alexanderplatz sind aktuell maximal 20kW aus 314m Höhe koordiniert. Trotzdem natürlich eine sehr leistungsstarke Frequenz, mit der auch Großteile Brandenburgs erreicht werden können.

von Habakukk - am 02.08.2010 15:30
Oh Gott, wenn jetzt Paradiso den Zuschlag für die 90,2 erhalten sollte wäre das die größte Farce aller Zeiten, wäre man so nicht nur mit einem blauen Auge davon gekommen sondern hätte sich damit quasi ungewollt verbessert also wäre zum Glück gezwungen worden!

Ich hoffe auf Lounge.FM oder SSL!

von Anonymer Teilnehmer - am 02.08.2010 16:24
Zitat
Wiesbadener
...meldet die MABB. BBC will sich künftig mit 101,9 MHz begnügen. Na das gibt ja einen Abnsturm, die 90,2 kann auf bis zu 50 kW hochgedreht werden.


Die BBC spart sich auch zu Tode.

Das hieße dann auch, daß Jazz Radio der Vergangenheit angehören wird?

gb

von gb - am 02.08.2010 16:33
Kein schlechter Zug, auf eine 20kW-Frequenz in der Hauptstadt dürfte der Ansturm enorm sein.
Paradiso? Kann sich die MABB nicht erlauben, das gäbe Protest...erst abservieren, dann wieder zulassen.
Hoffen wir mal, dass die MABB auf Vielfalt achtet. Welche Sparten da jetzt noch fehlen, kann sich jeder selbst ausdenken.


von Peter Schwarz - am 02.08.2010 19:09
Hihihi:

Zitat
Stimme Russlands
Werte Zuhörer, es freut uns, Ihnen mitteilen zu können, dass der Sender „Stimme Russlands" Ihnen bald eine neue Service-Leistung bieten kann. (...) Bald wird ein einstündiges Programm der „Stimme Russlands" in deutscher Sprache auch im Berliner FM-Bereich zu empfangen sein.


von kielerförde - am 03.08.2010 08:41
Zitat
RoboCop
Ich hoffe auf Lounge.FM oder SSL!

Ich finde beide Sender nicht so überzeugen. Lounge FM ist ja nur ein Playlistdudler ohne Moderation und Inhalte, für sowas braucht es keinen Sender sondern Playslists zusammenstellen kann jeder selbst. Sunshine Live find ich etwas zu hart um es wirklich längere Zeit zu hören. Mal 20 oder 30 Minuten ist es nicht schlecht, aber für längere Zeit finde ich es nicht brauchbar.

von Martyn136 - am 03.08.2010 16:54
Zitat
Spacelab
"Zu hart" ist Ansichtssache. Aber es stimmt schon. Manchmal haben die ganze Passagen da fliegen einem die Füße weg. Vor allem wenn dann das unsäglich schwache Sounddesign bassschwach vor sich hin pumpt... :rolleyes:


Hat ssl von Haus auf ein schwachen Soundprozessor oder ist das nur via SAT und im Kabel so? Wenn ich SSL im Kabel herschalte, denke ich mir nur so ,,och bitte nicht" im Hintergrund auf den Sound. Sind die Frequenzen in BW und wenn dann die 90.2 auch betroffen davon?

von BieMa - am 03.08.2010 20:28
Die miese Soundaufbereitung von SSL ist ein alter Hut, der schon x mal diskutiert wurde. Ja, das ist auch per UKW so und elektronische Musik macht so NULL Spaß. Witzig bei 90er-Trance-Titeln, die sich so langsam aufbauen. Da kannst Du, z.B. im Auto aufdrehen und wenn dann der Bass einsetzt, erwartest Du, dass die Scheiben wackeln. Und was passiert? NIX! In Worten: N I X Es kommt ein Klackern ohne Bässe, das passiert. Du meinst, sie hätten Dir den Tieftöner ausgebaut. :mad:
Ich weiss auch nicht, warum die das nicht mal ändern. Und ja, die 90.2 wäre genauso betroffen, da ssl anscheinend nur ein Soundproessing für alle Verbreitungswege verwendet (was schon ein Witz an sich ist, da die Anforderungen grundverschieden sind)


von Peter Schwarz - am 03.08.2010 20:32
Zitat
RoboCop
Martyn: Geht ja nicht darum ob es jeder kann eine Playlist zu erstellen sondern geht darum dass endlich auch mal eine andere Musikrichtung auf die Antenne kommt!
Meine Meinung nach sollte ein Programm das auf FM will aber auch (zumindest zeitweise) Moderation, Nachrichten, Interviews, ... bieten.

von Martyn136 - am 04.08.2010 00:45
Scheinbar nicht. ;) Oldiestar uebernimmt die 98,20 MHz nach Auslaufen der nicht verlaengerten Lizenz von Radio Paradiso - sofern Paradiso zwischenzeitlich gerichtlich nichts dagegen unternehmen konnte. Paradiso seinerseits kann sich ggf. auf eine andere ausgeschriebene Frequenz bewerben, steht dann allerdings nicht unbedingt besser da als jeder andere Bewerber.

Hat eigentlich die BBC ihr Interesse an einer leistungsschwaecheren Frequenz fuer die Versorgung Berlins nochmal erneuert? Im Fruehjahr hiess es ja, man wolle Berlin nicht vollkommen verlassen, benoetige aber die reichweitenstarke 90,20 MHz inklusive deren Betriebskosten nicht mehr.

Bleibt abzuwarten, wer sich alles auf die angebotenen Frequenzen stuerzt! Vielleicht gibt's ja wieder die zwangsweise Koppelung der UKW-Lizensierung an eine DAB-Ausstrahlung? :D

von PowerAM - am 04.08.2010 09:30
Zitat
Satnews
Reichweitenstarke Frequenz 90,2 MHz in Berlin könnte neu vergeben werden

Die BBC hat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) mitgeteilt, dass sie erwägt, sich an dem Auswahlverfahren um die Vergabe der UKW-Hörfunkfrequenz 101,9 MHz mit dem Ziel eines Frequenztausches zu beteiligen. Die von der BBC genutzte UKW-Hörfunkfrequenz 90,2 MHz gehört zu den reichweitenstärksten im Raum Berlin/Brandenburg.

Ein Frequenzaustausch könnte auf Grundlage des folgenden Passus aus der Ausschreibung der UKW-Hörfunkfrequenz 101,9 MHz erfolgen: „Sollte ein Bewerber ausgewählt werden, der auf eine oder mehrere andere UKW-Hörfunkfrequenzen in Berlin und/oder Brandenburg verzichtet, so können diese Frequenzen ebenfalls in diesem Verfahren vergeben werden; gestellte Anträge gelten als auch für diese Frequenz/en gestellt, sofern und soweit dem nicht ausdrücklich widersprochen wird.“

Im Interesse der Transparenz des Vergabeverfahrens weist die mabb hiermit ausdrücklich darauf hin, dass auf der Grundlage dieses Passus auch eine deutlich reichweitenstärkere Frequenz, wie es etwa die UKW-Hörfunkfrequenz 90,2 MHz ist, in diesem Verfahren vergeben werden kann. Die ausgeschriebene Frequenz 101,9 MHz kann mit nur 500 Watt betrieben werden, während auf 90,2 MHz bis zu 20 kW Leistung möglich sind.

[www.satnews.de]


von Anonymer Teilnehmer - am 04.08.2010 10:21
Auf welchem Standort ist die 101,9MHz koordiniert?
Ich kann mir vorstellen, daß die BBC einer früher hier im Forum
wiedergegebenen Aussage folgt, wonach man weniger am normalen Hörer
interessiert ist, sonder sogenannte Multiplikatoren erreichen will.
Und 500W von einem nicht zuweit abgelegenen Standort dürfte für
Regierungsviertel und Diplomatenquartier reichen.


von Nohab - am 04.08.2010 12:55
Zitat
Nohab
Auf welchem Standort ist die 101,9MHz koordiniert?
Ich kann mir vorstellen, daß die BBC einer früher hier im Forum
wiedergegebenen Aussage folgt, wonach man weniger am normalen Hörer
interessiert ist, sonder sogenannte Multiplikatoren erreichen will.
Und 500W von einem nicht zuweit abgelegenen Standort dürfte für
Regierungsviertel und Diplomatenquartier reichen.


Vom Alexanderplatz mit 500 Watt!

Was du damit beschrieben hast, würde genau darauf hinzielen. Der Alex ist sehr hoch und auch die schwachen Funzeln, wie die 101,9 reichen locker um das ganze Stadtgebiet zu versorgen.

Ich konnte sogar auf dem Teupitzer See, das liegt 50 km von Berlin entfernt, Jazzradio, Kiss FM, Star FM usw. mit RDS empfangen.

Somit wäre es für die BBC locker zu verschmerzen, wenn se die 90,2 aufgeben.


Zitat
Martyn136
Ich finde beide Sender nicht so überzeugen. Lounge FM ist ja nur ein Playlistdudler ohne Moderation und Inhalte, für sowas braucht es keinen Sender sondern Playslists zusammenstellen kann jeder selbst. Sunshine Live find ich etwas zu hart um es wirklich längere Zeit zu hören. Mal 20 oder 30 Minuten ist es nicht schlecht, aber für längere Zeit finde ich es nicht brauchbar.


Glaube mir, vor 4/5 Jahren war Sunshine live noch viel, viel härter als wie jetzt. Heute klingt ssl dermaßen platt, von den harten Techno-Sachen ist man abgerückt, es gibt sie nur noch abends oder bei live-schaltungen. Ma spielt her die "soften" Electro-Sachen und viel zu viel House.

von UKW-Fanatiker - am 04.08.2010 13:08
Na, das paßt dann perfekt. Und bei 500W halten sich die Betriebskosten auch in Grenzen.
Die 90.2 mit ihren 20kW ist für kommerzielle Veranstalter wesentlich
sinnvoller, die dürfte innert des wirtschaftlich wichtigen Gebiets auch
noch auf jeden Billigschrott funktionieren.



von Nohab - am 04.08.2010 13:18
Das denke ich auch, was soll man in ganz Brandenburg mit dem elitären BBC WorldService? Dann doch lieber ein Sender welcher mit einer einzigen Frequenz auch ein durch Lokalkolorit geprägtes Programm veranstalten kann, deswegen wird auch SSL den Zuschlag (leider) mal wieder nicht erhalten.

Finde es aber auch generell schade, dass in Berlin anscheinend kein Platz für Jazz ist, auch wenn ich mich damit nicht auskenne und man dem Sender nachsagte Hausfrauengedudel zu senden!

von Anonymer Teilnehmer - am 04.08.2010 14:30
Wer war eigentlich der Betreiber des Senderstandortes am Olympiastadtion? Soweit ich weiß, wurde der Sendemast doch von den Briten selbst betrieben.

Wann ging die 90.2 eigentlich auf Sendung? Wenn das nach 1960 - also zu dem Zeitpunkt, von den an neue Sender nur noch von der Deutschen Bundespost betrieben wurde - oder schon davor?

Hätten die Briten den Sendebetrieb damals nicht an die Telekom abgegeben, dürften sich die Betriebskosten ja noch in Grenzen halten.


von Kay B - am 05.08.2010 20:26
Zitat
Kay B
Wer war eigentlich der Betreiber des Senderstandortes am Olympiastadtion? Soweit ich weiß, wurde der Sendemast doch von den Briten selbst betrieben.

Wann ging die 90.2 eigentlich auf Sendung? Wenn das nach 1960 - also zu dem Zeitpunkt, von den an neue Sender nur noch von der Deutschen Bundespost betrieben wurde - oder schon davor?

Hätten die Briten den Sendebetrieb damals nicht an die Telekom abgegeben, dürften sich die Betriebskosten ja noch in Grenzen halten.

Der Bundespostzwang galt für die Alliierten nie und in (West-)Berlin schon gar nicht. Was sie natürlich nicht davon abgehalten hat, die Bundespost/Telekom/etc. mit dem Sendebetrieb zu beauftragen, wenn es ihnen in den Kram paßte. Aber gerade in Berlin war man wohl darauf erpicht, von zivilen Einrichtungen unabhängig zu sein.

Die BBC hat die 90,2 nicht selber betrieben, aber hat nach dem Abzug der Militärs wohl keine andere Wahl gehabt, als die Bundespost zu beauftragen, und selber senden wollte man wohl auch nicht.

Catperson


von catperson - am 05.08.2010 21:31
Auch Radio Teddy und metropol wollen die Frequenzen wechseln. Eigentlich unsinnig ,Radio Teddy ist mit der 106,8 im gesamten Gebiet , wo die 101,9 empfangbar ist, ebenfalls gut zu empfangen.
Nachtrag : In der pdf steht ja "UKW 101,9 MHz Berlin oder durch das Auswahlverfahren frei werdende Frequenz/en" , wenn die BBC die 101,9 bekommt wird ja die 90,2 frei, und das wäre für die Sender schon eine deutliche Verbesserung...

Für metropol wäre der Empfang im Osten etwas besser, aber will das da schon hören ?

von Chief Wiggum - am 30.08.2010 17:08
Zitat
Chief Wiggum
Nachtrag : In der pdf steht ja "UKW 101,9 MHz Berlin oder durch das Auswahlverfahren frei werdende Frequenz/en" , wenn die BBC die 101,9 bekommt wird ja die 90,2 frei, und das wäre für die Sender schon eine deutliche Verbesserung...

Da sich die BBC auf die 101,9 beworden hat, kann man zu 100% davon ausgehen, dass sie die auch bekommen werden.

Und unter der Maßgabe ist klar was BB Radio damit bezweckt:
Zitat
Dr. Antenne
BB RADIO Länderwelle Berlin/ Brandenburg GmbH & Co. KG
BB RADIO Berlin
(Frequenzwechsel)

Was sollte denn das werden wenns mal fertig ist?

Wechsel von der 107,5 (13kW) auf die 90,2 (20kW).

Mir erschließt sich aber nicht der Sinn, wieso sunshine live die Kraftprobe mit der MABB wegen der 94,9 in Templin vollzog, sich aber für keine der Frequenzen in den 3 größten Städten Brandenburgs bewirbt.


von Mæx - am 30.08.2010 18:12
Zitat
Dr. Antenne
Und warum behält BB RADIO im Falle eines Falles nicht einfach die 107.5, schon gerade weil sie mit maximal 100kW am Alex koordiniert ist?

Die 107,5 ist doch wegen dem Flugfunk nur so eingeschränkt nutzbar. Einfach mal über die SuFu nach den alten Threads disbezüglich Ausschau halten

von Mæx - am 30.08.2010 19:51
@ catperson

Zitat

Die BBC hat die 90,2 nicht selber betrieben, aber hat nach dem Abzug der Militärs wohl keine andere Wahl gehabt, als die Bundespost zu beauftragen, und selber senden wollte man wohl auch nicht.


Wer war eigentlich der Betreiber des Sendemastes am Olympiastadion bis zum Abzug der Briten? BFBS, die britische Armee oder doch die Bundespost?

Jedenfalls scheint es so, daß der Mast von den Briten gebaut wurde. Denn der Mast auf dem Drachenberg ist ja bauchgleich.

OT:
Wer betreibt eigentlich den Mast auf dem Drachenberg?



@ Mæx

Zitat

Mir erschließt sich aber nicht der Sinn, wieso sunshine live die Kraftprobe mit der MABB wegen der 94,9 in Templin vollzog, sich aber für keine der Frequenzen in den 3 größten Städten Brandenburgs bewirbt.


Wahrscheinlich sahen sie in Templin die größten Chancen überhaupt an eine Frequenz im Machtbereich der MABB zu kommen.

Ein nicht ganz ernst gemeinter, aber dennoch gar nicht so abwegiger Vorschlag:
Sie könnten sich ja auf eine der Berliner Mittelwellen bewerben um dann irgendwann mal wie Oldiestar auf UKW zu wechseln.


von Kay B - am 30.08.2010 23:54
Wenn Sunshine live wollte, koennten sie relativ schnell an eine DAB-Ausstrahlung im Berliner Raum kommen - sofern sie bei der Ausschreibung leer ausgehen. Ich denke mal, dass Oldiestar DAB und die Mittelwelle aufgeben wird, sobald sie die 98,20 MHz uebernommen haben. Allerdings wissen wir nicht, ob man DAB freiwillig genommen hat oder das Teil des Deals mit der mabb war. Fuer Berlin haben sie sich ja auch auf UKW-Kapazitaeten beworben.

von PowerAM - am 31.08.2010 05:06
Zitat
Japhi
Dieses DÄMLICHE Radio Teddy auf der 90,2?? Ich glaub et hackt!! :mad:

Der einzige Kindersender der Welt, auf dem die Kinder Gutscheine fürs Sonnenstudio gewinnen können :wall: Selbst gehört.


Das hab ich auch gedacht, erst Schwerin, und nun Berlin. So 'n Kinderkram :D ...

von Dr. Antenne - am 12.10.2010 17:53
Zitat
Chief Wiggum
Möglicherweise war es auch ein Wunsch der Briten, auf die 94,8 zu wechseln, wenn dies möglich ist.


Dem ist so. ;) Zitat aus der Pressemitteilung der MABB:

Zitat
MABB
Die BBC wechselt auf eigenen Wunsch auf die bisher von Metropol FM genutzte deutlich kostengünstigere UKW-Hörfunkfrequenz 94,8 MHz.


Viel bedenklicher finde ich das hier:

Zitat
MABB
Zur Refinanzierung der Verbreitungskosten kann in das Programm künftig Werbung im Umfang von bis zu 2 Minuten pro Stunde eingefügt werden.


BBC und Werbung sind zwei Dinge, die gar nicht zusammen passen... :wall:

von Weltempfängermatze - am 12.10.2010 22:02
Nun ja, mit dieser mabb-Entscheidung koennen wohl alle Beteiligten gut leben! Es wurde eine Umverteilung aus wirtschaftlichen Interessen. Entscheidend war wohl auch, dass alle Beteiligten bislang bereits Lizenzinhaber waren. Mich wundert allerdings, dass sich die mabb vom runderneuerten Jazz Radio so beeindrucken ließ, andererseits in einer anderen Entscheidung in diesem Jahr das wirtschaftlich durchaus stabil dastehende Radio Paradiso abgeschossen hat und so praktisch zur Einstellung des Geschaeftsbetriebs zwingt.

von PowerAM - am 13.10.2010 05:38
"Der Medienrat stellt fest, dass es in den Vergabeverfahren viele sehr interessante und von der programmlichen Konzeption her bemerkenswerte Anträge gegeben hat. Er bedauert es daher, dass in Berlin im Ergebnis nur eine Frequenz zur Vergabe anstand. "

So ein DUMMES GESCHWÄTZ! Was saufen diese Spacken eigentlich?

von Peter Schwarz - am 13.10.2010 08:26
was sind denn die Gründe für die 104,6 und 102,6?

Also die 102,6 braucht eigentlich nicht mehr, da man bei Fritz ja starke Umland Frequenzen hat.

25 kW sind aber hoch, wären ja nur 3 db weniger als Früher vom Olympiastadion.

Die Frage ist aber mittlerweile ehe, wieviel kW die beiden Antennen noch aushalten, da ist ja doch einiges drauf.

von Marcus. - am 13.10.2010 09:30
Ich kann mir es irgendwie nicht so wirklich vorstellen. Hinzu kommt, dass der Berliner Radiomarkt sehr umkämpft ist.

Ich würde denen noch zutrauen, dass sie sich überhaupt keine Gedanken um die zusätzlichen Kosten gemacht haben. Hinzu kommt, dass die ARD Anstalten ja humanere Preise haben.


von Marcus. - am 13.10.2010 09:51
Zitat

Hinzu kommt, dass die ARD Anstalten ja humanere Preise haben.


Also schlag mich wenn ich es falsch verstehe, aber Alexanderplatz ist ein MB Standort..

Edit:
Zitat

Die genannten Frequenzen werden an Radio Teddy und NewJazzRadio für zunächst zwei Jahre vergeben, mit der Möglichkeit der Verlängerung.


Vielleicht hat der MABB auch schon sein bedenken ob die es leisten können, und deshalb eine Lizenz für nur 2 Jahre ausgegeben..

von Jassy - am 13.10.2010 09:53
Warum wird denn die 102,6 von Fritz nur mit 15 statt den erlaubten 100kW abgestrahlt? Bei der 107,5 war es ja imho die Naehe zum Flugfunk, aber fuer 102,6 faellt mir kein sinnvoller Grund ein. Und die 104,6 laeuft doch eh mit 10kW, mit mehr ist die nicht (mehr) koordiniert.

Die 90,2 wird imho momentan mit 16kW ausgestrahlt und duerfte 20kW, den Unterschied merkt kein Mensch. Die 90,2 kommt aber vom oberen Antennenfeld auf ca. 320m, nicht vom unteren bei ca. 290m, von dem alle anderen leistungsstarken Frequenzen kommen.

Warum hat man am Alex eigentlich zwei Antennenfelder fuer UKW, wenn eh alle Frequenzen praktisch rund senden?

von Habakukk - am 13.10.2010 09:58
Zitat

Das wäre ja jetzt noch der Knüller wenn die sich mit dieser Frequenz übernommen hätten und in spätestens zwei Jahren pleite wären.


Das ist hier ja auch passiert mit Arrow.. Nachdem die sich nen Kette für Arrow Classic Rock geholt hatten, sind die innerhalb von 2 Jahren pleite gegangen.

von Jassy - am 13.10.2010 10:03
Zwischenzeitlich wurde die Frequenz von Fritz ja mal mit 80 KW vom Schäferberg abgestrahlt.

Es ist ganz einfach, so dass die Antennen nicht mehr vertragen und Fritz hat in Brandburg eigentlich die Leistungsstraken Freuqenzen bekommen. Ausserdem dürfte der Unterschied zwischen 15 kW Alex und 80 kW Schlozplatz nicht allzu hoch sein.

In Berlin werden aber über den Alex so viele Sender abgestrahlt, die alle ja dort hin verlagert wurden vom Olympiastadion und Postgiroamt noch.

Ausserdem sind dort oben auch dicke Brummer drauf, im Gegensatz zum Eifelturm z.b.

von Marcus. - am 13.10.2010 10:04
@ Weltempfängermatze

Zitat

BBC und Werbung sind zwei Dinge, die gar nicht zusammen passen...


Ist denn der Marktanteil der BBC in Berlin so hoch, daß sich Werbung lohnen würde? Die Werbeplätze bei der BBC in Berlin wären dann bestimmt schweinebillig.



@ RoboCop

Zitat

Ob man die 90,2 nun auch mal ohne Leistungsbegrenzung fährt? 25 KW darf der Brenner doch wenn ich mich Recht entsinne und an denselben Gründen wie bei der 102,6 sowie der 104,6 und 107,5 dürfte es ja nicht liegen?


Also ist die Leistung der 90.2 nun wirklich auf 25 KW beschränkt? Oder könnte man vom Fernsehturm auch wie früher am Standort Olympiastadion mit 50 KW senden?



@ Marcus.

Zitat

Die Frage ist aber mittlerweile ehe, wieviel kW die beiden Antennen noch aushalten, da ist ja doch einiges drauf.


Die Band-III-Antennenanlage auf dem Fernsehturm wurde bei ihrer Erneuerung 1997 sowohl für E05 als auch E07 ausgelegt, obwohl der E07 damals noch ausschließlich vom Scholzplatz kam. Wenn man nach dieser Logik auch bei den UKW-Antennen verfahren hätte, müßten diese auch für alle, in Berlin koordinierten UKW-Frequenzen (einschließlich der maximalen Leistungen) ausgelegt sein.



@ Habakukk

Zitat

Warum hat man am Alex eigentlich zwei Antennenfelder fuer UKW, wenn eh alle Frequenzen praktisch rund senden?


Wenn man heute alle in Berlin koordinierten UKW-Frequenzen mit ihren maximalen Sendeleistungen zum Alexanderplatz umkoordinieren würde, könnte man meinen, daß die maximale Belastbarkeit einer Antennenanlage der Grund dafür ist.

Aber vor der Erneuerung hatte man ja auch schon zwei Antennenanlagen in Betrieb, die zu DDR-Zeiten eigentlich überdimensioniert gewesen sein müßten. Ob man bei der Planung des Fernsehturms zu DDR-Zeiten davon ausging, daß West-Berlin eines Tages mal in die DDR eingegliedert wird und die koordinierten Frequenzen aus dem damaligen West-Berlin zum Alexanderplatz umziehen werden?


von Kay B - am 13.10.2010 13:19
Könnte mal jemand der Radio-Mobile-Experten hier Karten für die einzelnen Berliner UKW-Frequenzen und ihren jeweiligen Standorten anfertigen?

Kann man vom Schäferberg wirklich ganz Berlin versorgen? Das ZDF sendete damals analog auf E33 vom Schäferberg für ganz Berlin. Oder gab es da noch irgendwo Umsetzer. Denn einige schrieben hier mal, daß RTL plus auf E56 nicht in ganz Berlin empfangbar war. Lag das nur am Richtdiagramm oder kann man vom Schäferberg wirklich nicht ganz Berlin erreichen?


von Kay B - am 13.10.2010 13:23
bei UKW ist das Thema Anpassung ja nicht so ein großes und beide Antennen können sicherlich alle möglichen Frequenzen abstrahlen. Nur kann man nicht eine beliebige Leistung draufgeben.

Da der Alex höher ist, als der ehemalige Turm am Olympiastadion muss man natürlich, wenn man die Antenenhöhe erhöht Leistung zurück nehmen.



von Marcus. - am 13.10.2010 13:24
Zitat

Nur kann man nicht eine beliebige Leistung draufgeben.


Genau, man kann Antennen nur beschränkt belasten.. So bis 1,5kW sind bei normale Dipolen 'Normal' (Zumindest hier in Twente feuert man insgesamt 10kW TRP auf 8 Dipolen, das klappt noch ohne Feuer. Man hat es aber schon oft genug erlebt das man zB 15kW auf 8 Dipolen legt, dann brennt es ordentlich! Davon gibt es glaub ich YT video's.). Die Antennen an so ein Funkturm haben bestimmt eine höhere Last, aber der wird sicher nicht mehr als 5kW pro Antennefeld/Dipol sein.

von Jassy - am 13.10.2010 13:34
Zitat
Denn einige schrieben hier mal, daß RTL plus auf E56 nicht in ganz Berlin empfangbar war. Lag das nur am Richtdiagramm oder kann man vom Schäferberg wirklich nicht ganz Berlin erreichen?


Das ZDF hatte ja auch auf K33 330 KW, während RTL auf K56 nur 100 kW hatte, das ist ein Unterschied von rund 5dbw. Ausserdem macht sich auf K56 schon die deutlich höhere Dämpfung bemerkbar.
Die Frequenz von RTL war ja damals nur für Berlin (West) geplant, während des ZDF gezielt nur die DDR mit verorgen wollte.
Von der oberen Antenneanlage 323m kommen (alles "neue" Freuquenzen):

87,9 Star FM 1kW
90,2 BBC World 16 kW
93,6 Jam FM 2,4 kW
100,6 - Motor FM 12,6 kW
101,3 Klassik Radio 4 kW
103,4 Energy Berlin 8 kW
105,5 Spree Radio 5 kW
---------------------------------------
49 kW

Von der unteren Antennenanlage 293 m kommen:

91,4 Berliner Rundfunk 100 kW
94,3 r.s. 2 25 kW
95,8 Radio 1 100 kW
98,8 kiss Fm 1 kW
99,7 Antenne Brandenburg 100 kW
101,9 Jazz Radio 0,5 kW
102,6 Fritz 15 kW
104,6 RTL 10 kW
106,0 Radio France 1 kW
-----------------------------------------
352 kW

Also insbesondere die untere Antennenanlage dürfte an der Grenze sein.

von Marcus. - am 13.10.2010 17:27
Analoge Fernsehumsetzer gab es m. W. in Berlin nicht. Die Aussagen zum Kanal 56 stimmen auch soweit. Er war am Ostrand Berlins zuweilen schon grenzwertig oder bei unguenstiger Wohnlage schlichtweg nicht empfangbar. Dazu kam, dass die verbreitet verwendeten Antennenanlagen aus DDR-Zeiten oberhalb von Kanal 39 - 40 massiv abbauten. Das fing bei den Antennen an und endete bei Weichen und Verstaerkern. Daher kam mit der Aufschaltung von RTL plus auch der Boom der sogenannten "RTL-Antennen", die im Grunde nichts anderes als Antennen aus Westproduktion fuer das oberste UHF-Band waren. Man sieht noch heute viele von den Dingern gemeinsam mit VHF- und UKW-Antennen aus DDR-Produktion in meiner Heimat auf den Daechern.

Leicht-OT: Ich hatte vor Jahren schonmal gefragt: Welcher Fernsehsender auf Kanal 56 koennte in dieser Zeit regelmaessig bei Tropo fuer eine Jalusie gesorgt haben? Die Antennenausrichtung der UHF-Antenne wurde nach der Wende auf den Schaeferberg veraendert - hauptsaechlich wegen des damit verbundenen besseren "Westempfangs". Die Kanaele vom Berliner Fernsehturm kamen ohnehin sehr stark. Mein Wohnort liegt an der B109 ca. 15 km noerdlich von Berlin.

von PowerAM - am 14.10.2010 04:47
Zitat
PowerAM
Analoge Fernsehumsetzer gab es m. W. in Berlin nicht. .


Für RTL nicht, für DDR1/2 früher aber schon. Standorte waren zwei Hochhäuser in Marzahn und Hohenschönhausen soweit ich es in Erinnerung hab. Genutzt wurden die Kanäle 23,35,37 und noch einer. Sendeleistung im unteren zweistelligen Wattbereich. Ich müsste mal meine Festplatte durchsuchen, um diese Angaben zu konkretisieren.

Zitat
PowerAM
Leicht-OT: Ich hatte vor Jahren schonmal gefragt: Welcher Fernsehsender auf Kanal 56 koennte in dieser Zeit regelmaessig bei Tropo fuer eine Jalusie gesorgt haben? Die Antennenausrichtung der UHF-Antenne wurde nach der Wende auf den Schaeferberg veraendert - hauptsaechlich wegen des damit verbundenen besseren "Westempfangs". Die Kanaele vom Berliner Fernsehturm kamen ohnehin sehr stark. Mein Wohnort liegt an der B109 ca. 15 km noerdlich von Berlin.


Dort solltest du eigentlich mit Leichtigkeit auch ohne Tropo Röbel (E26/39/56) und Helpterberg (E22/34/37/52) von "hinten" empfangen haben. Drei Kanäle davon waren ja auch in Berlin genutzt und störten sich hier in der Stadt bei leicht angehobenen Bedingungen gerne mal.

Grüße aus Berlin


Edit: Eine sehr gute Übersicht findet sich unter http://funk.breloehr.de/berlin.htm


von Sascha_Berlin - am 14.10.2010 08:26
Zitat
PowerAM
Leicht-OT: Ich hatte vor Jahren schonmal gefragt: Welcher Fernsehsender auf Kanal 56 koennte in dieser Zeit regelmaessig bei Tropo fuer eine Jalusie gesorgt haben? Die Antennenausrichtung der UHF-Antenne wurde nach der Wende auf den Schaeferberg veraendert - hauptsaechlich wegen des damit verbundenen besseren "Westempfangs". Die Kanaele vom Berliner Fernsehturm kamen ohnehin sehr stark. Mein Wohnort liegt an der B109 ca. 15 km noerdlich von Berlin.


13,4333
- RX: Sony CDX-MP70 (ABC-Tuner), Blaupunkt Palm Beach (Sharx), Lextronics Eton E5 (53 kHz), Roadstar TRA-2350 P (82 / 110 kHz)
52,7167 - ANT: 3-Element Yagi (UKW), Dipol (UKW)
| PEUGEOT 206 HDI éco | | ..88....92....96....100....104..|..108 MHz |


Da die Antenne Richtung Süden ausgerichtet war könnte es Löbau gewesen sein.

von ts01 - am 14.10.2010 14:25
@ Marcus. und Jassy

Ja, das meinte ich auch nicht, daß UKW-Antennen für spezielle Frequenzen innerhalb des UKW-Bereiches optimiert sein müssen. Das mit der Band-III-Antenne für die Kanäle E05 und E07 hatte ich nur geschrieben um klar zu machen, daß man den Fernsehturm schon für die Übernahme der Frequenzen von anderen Standorten ausgelegt hatte.

Wie ihr schon geschrieben habt, sind die UKW-Antennen nur hinsichtlich ihrer maximalen Belastbarkeit begrenzt.

Die Frage von Habakukk war ja, warum der Fernsehturm zwei UKW-Antennenanlagen hat. Heute sind die unbedingt notwendig, da eine Antennenanlage für die heute ausgestrahlten Sender unterdimensioniert wäre.

Zu DDR-Zeiten hatte man aber auch schon zwei UKW-Antennenanlagen, die für die damaligen Anforderungen (Ausstrahlung der DDR-Programme) überdimensioniert war. Deswegen hatte ich spekuliert, daß man den Fernsehturm bei seiner Planung schon so ausgelegt hatte, daß er später mal die im damaligen West-Berlin ausgestrahlten Frequenzen auch noch übernehmen würde. Manche DDR-Funktionäre gingen ja fest davon aus, daß West-Berlin einmal in die DDR eingegliedert würde.


von Kay B - am 14.10.2010 17:23
Seit wann sendet Fritz denn "nur" mit 15 kW vom Alex?

Ansonsten ist die QRG schon berechtigt. Selbst mit der aktuellen Leistung gibt es in Berlin Rauscheinbrüche oder verzerrten Empfang (und das mit dem nich gerade schlechtesten Equipment, wie Ali's Dönerflitzer mit dem Schraubendreher im Antennenschacht den Sender empfangen möchte weiss ich nicht).

von Staumelder - am 23.10.2010 15:17
Erstaunlicherweise sehr gut, ich würde gerade sagen, je höher die Leistung desto mehr Verzerrungen und Reflektionen, auch das Jazz Radio geht perfekt bis an die Stadtgrenze und noch ein Stück weiter! 80 KW hatte Fritz nur eine Zeitlang vorrübergehend am Schäferberg und soll so nichtmal den Ostteil der Stadt erreicht haben, ich erinnere dies leider nicht!

von Anonymer Teilnehmer - am 23.10.2010 16:53
Man muss aber auch sehen, dass die meisten Sender mit kleiner Leistung von der höheren Antenne kommen.

Schäferberg wurde halt damals für die Richtfunkversorgung gebaut und für die Rundfunkversorgung von Westberlin war der Standort ja auch ausreichend. Fritz hätte als weitere Option ja noch den Schlotzplatz gehabt, der wesentlich zentraler liegt.

Auch bei DVB-T sieht man ja dass der Osten nicht so optimal versorgt ist, es war ja in Planung den Standort Mueggebirge mit zu benutzten.

von Marcus. - am 23.10.2010 17:00
@ Marcus.

Zitat

Man muss aber auch sehen, dass die meisten Sender mit kleiner Leistung von der höheren Antenne kommen.


Wie sah die Situation eigentlich vor der Wende aus? Welche Programme kamen da von der oberen, und welche von der unteren Antennenanlage auf dem Fernsehturm?

Ich verstehe immer noch nicht ganz, wieso die DDR den Fernsehturm mit UKW-Antennen für die damaligen Anforderungen so überdimensioniert hatte.


Zitat

Schäferberg wurde halt damals für die Richtfunkversorgung gebaut und für die Rundfunkversorgung von Westberlin war der Standort ja auch ausreichend.


Vom Schäferberg kamen vor der Wende ja auch nur einige TV-Programme (E25, E33 und E39). An der Stelle, wo heute die UKW-Antennen montiert sind, waren früher die VHF-Antennen für die Überhorizontrichtfunkstrecke nach Gartow (glaube ich). Zudem die vier Parabolantennen für den Überhorizontrichtfunkstrecke im GHz-Bereich nach Torfhaus.


Zitat

Fritz hätte als weitere Option ja noch den Schlotzplatz gehabt, der wesentlich zentraler liegt.


Schon seltsam, daß Fritz damals nicht gleich mit vom rbb-Standort Scholzplatz abgestrahlt wurde. Lag das an der damaligen Trennung von SFB und ORB oder würde man vom Scholzplatz mit der 102.6 nicht das ganze Zielgebiet erreichen?


von Kay B - am 23.10.2010 17:21
Zitat
Spacelab
Wenn Fritz mit 15kW schon Rauscheinbrüche und verzerrten Empfang in Berlin hat, wie schlecht ist denn dann der Empfang von KissFM mit gerade mal 1kW?


So schlecht ist der Empfang von Fritz innerhalb Berlins nun aber doch nicht.
Mit leichten Verzerrungen usw. muss man immer recnen, aber das liegt ja nunmal an der Bebauung etc., das ist ja Leistungsunabhängig.

von Chief Wiggum - am 23.10.2010 19:36
Für Hamburg kann ich das bestätigen.

Auch hier in Hannover kann man gut vergleichen: Viel Power aus niedriger Höhe (NDR Mast, 125m, bis zu 15kW) oder wenig Power mit dafür viel Antennenhöhe (Telemax, 235m, bis zu 0.5kW). Bei ersterem gibt es trotz ordentlichem Pegel gern mal klangliche Schwankungen, weil die kWs volle Kanne gegen Häuserwände knallen. Die Telemax-Frequenzen sind zwar etwas schwächer, aber deutlich weniger von Reflektionen geplagt. Und im aktuellen Arabella-München-Thread liest man ja ähnliches.

von Dr. Antenne - am 23.10.2010 20:58
Ein vom persönlichen Geschmack zu 100% durchdrungener Artikel...wer es braucht. Mag sein, dass er in Ansätzen recht hat, und Sunshine live weder die Clubkultur in Berlin widerspiegelt (warum sollen sie bislang auch, wenn sie dort nicht per UKW zu hören sind und 95% der Hörer anderswo sitzen) und viele Sparten der elektr. Musik unberücksichtigt bleiben.
Auf ein Radioprogramm, das tagsüber 12-minütige Minimaltracks aus Detroit spielt, braucht er aber auch nicht zu hoffen...das wird er allenfalls noch in einem Offenen Kanal finden.


von Peter Schwarz - am 31.01.2011 17:30
Ich muss da leider Martin Böttcher zum allergrößten Teil recht geben. Die Idee hinter SSL ist gut und ich habe da anscheinend auch weniger Probleme mit der dort gespielten Musik als Herr Böttcher. Aber auch mir sind die Moderatoren und die ganze Aufmachung viel zu billig und zu schlecht. Vor allem bei den Moderatoren denke ich mir oft "Kauf dich mal Packung Deutsch bei Aldi!". Und das stellenweise extrem amateurhaft gefahrene Programm mit unfreiwilliger Stille, das lustlos runtergeleierte "Drumherum" (Veranstaltungstipps, Kinonews und so weiter...) und das mehr als penetrante bewerben dieser schon bei erscheinen total veralteten "Sunshine Live Compilation" sind für mich ein sofortiger Abschaltgrund.

von Spacelab - am 31.01.2011 17:53
Sunshine live ist sicher auch ein Stück weit "low budget". Das war schon bei Sendestart klar erkennbar...oder welchen driftigen Grund sollte es geben, auf lauter unerfahrene Greenhorns in der Moderation zu setzen. Die ersten Sendungen hörten sich tlw. auch sehr laienhaft an, aber das hat natürlich auch wieder einen gewissen Charme, weil die Schwelle Zuhörer-Präsentator niedriger ist.


von Peter Schwarz - am 31.01.2011 18:14
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