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Guter Internetradio-Empfänger

Startbeitrag von Alqaszar am 08.08.2010 13:44

Es gibt derzeit ja schon eine Menge sogenannter "WLAN-Radios". Leider scheinen alle einen entscheidenden Nachteil zu haben: Man kann Intenretradios nicht direkt und frei hinzufügen.

Was ich suche, ist so eine Art "VLC-Player in a box" bzw. "Winamp in a box":

Das Internetradio muss folgende Eigenschaften haben:

-- Zugriff vom PC über WLAN

-- URLs sind frei hinzufügbar

-- Das Radio kann html://, mms://, rtsp:// etc.

-- Das Radio erkennt ALLE Playlistenformate (pls, m3u, asx...)

-- Das Radio kann ALLE Streamdateiformate wiedergeben (mp3, acc, ogg, wma, rm...)

Frage ist: GIbt es sowas, und wenn nicht, warum nicht?

Antworten:

Das ist ja ne ganz hübsche Liste...

Also zunächst mal: ein Hinzufügen von eigenen Stationen geht gewöhnlich über die Favoritenliste. Man meldet sich mit der Seriennummer seines WLAN- Radios auf der Webseite wie zB vTuner an - und in den Einstellungen dort kannst du dann jede x-beliebige Streamadresse hinterlegen.
Das ging bisher bei Noxon, beim Sagem Du@l @#$%& und beim muvid 715 und 815.

Alles andere aus deiner Must-Have- Liste wird wohl ein nur einem PC vorbehalten bleiben. Mir ist noch kein Webradio begegnet, das als eierlegende Wollmilchsau all das beherrschte.
Du wirst hier vermutlich nicht um einen kleinen PC herumkommen. Das ist ja der Vorteil beim PC: Was er nicht kann, bringt man ihm durch passende Software und Treiber bei.

von HAL9000 - am 08.08.2010 14:28
Der Muvid IR 815 kann zwar Flac, Ogg, AAC, WMA, RM und MP3-Dateien übers Netzwerk und vom USB-Stick abspielen.
Beim Abspielen von Audiodateien vom USB-Stick wird allerdings Sonderzeichen-Kauderwelsch angezeigt, werden jedoch Audiodateien übers Netzwerk gespielt, wird der Dateiname / Tag korrekt angezeigt.
FLAC, Ogg und AAC-Streams spielt er jedoch nicht.
Er spielt nur MP3, WMA und RM Streams.
Ausserdem zeigt er keine Streamtitel/Tags an.

Eigene Streams / Stationen kann mann übers Portal von Silicon Frontier hinzufügen, müssen aber wie gesagt MP3 / WMA / RM-Streams sein. Also z.b. "http://1.1.1.1: port", oder "http://1.1.1.1: port/mountpoint", oder "mms://1.1.1.1: port/host" usw.

Icecast / Shoutcast / Steamcast / Limecast / RealMedia, Windowsmedia-Server werden problemlos erkannt.

Quicktime-Formate wie zb .mov und Server (rtsp, rtp, udp, rtmp) habe ich noch nicht ausprobiert.

Ausserdem weise ich darauf hin, das die Klangqualität beider Analog-ausgänge eher unterdurchschnittlich ist.
Digitalausgänge habe ich aufgrund fehlendem Wandlers nicht getestet.

Auf DAB empfängt er DAB und DAB+, und zeigt im Display alle mitgesendeten Textinformationen an, also Stationsname, Titel usw.

Der UKW-empfang ist mit dem eingebauten Modelleisenbahndraht gelinde gesagt besch***eiden.


von nürnberger - am 08.08.2010 15:04
Meines Erachtens besteht gerade in diesem Sektor eine wirkliche Marktlücke.

Ich bin gerade bei einem Bekannten in der Nähe von Lippstadt zu Gast und hier herrscht im Radio auf UKW und DAB nur öde Langeweile.
Gerade höre ich 1Live diggi in meinem DAB-Empfänger. Sagt mal: Haben die eigentlich eine größere Rotation als nur 5 bis 10 Titel? Wer hat schon Lust, sich drei oder viermal pro Tag "Alejandro" von Lady GaGa oder "Sommer im Kiez." von Culcha Candela anzuhören? Da muss man doch wegschalten, wenn immer das gleiche Gedudel läuft!
Noch nicht mal im terrestrischen Digitalradio gibt es hier ein vernünftiges Angebot, obwohl dies durchaus möglich wäre, siehe Großbritannien! :mad:

Ich verstehe es wirklich nicht: Die Leute kaufen sich irgendeinen Brüllwürfel, schalten dann ein Lokalradio, WDR 2 oder 4 an und das war's! - Dabei gibt es im Internet tausende von Radiostreams die Musik aller nur denkbaren Richtungen in ordentlicher Qualität spielen. :rolleyes:

Würde es ein Gerät wie bspw. den Muvid IR 615 für unter 50¤ geben, könnte man damit sicher einen Massenmarkt erobern; vorausgesetzt natürlich, die Geräte werden anständig promoted, um die Existenz des Internetradios bekannter zu machen.

von Lutz2 - am 08.08.2010 15:13
Also Internetradios sind sehr bekannt und gewinnen immer mehr an Bedeutung, mehr als den Sendern teilweise lieb ist. Ich denke mit Webradios ist neben UKW das erste Mal ein neuer Übertragungsweg beim Hörer erfolgreich angekommen.
Daher ja auch die Planung zukünftige Hybridradios so zu konzepieren, dass wenn ein anderer Weg als WEB vorhanden ist diesen anzuwählen, damit die Streamkosten für die Sender nicht weiter so enorm steigen.

Und es gibt einige Internetradios bei denen Webstreams nicht nur über die Favoritenliste bei einer Online-Plattform möglich ist sondern auch lokal. Wenn ich mich recht erinnere ist dies neben den oben schon erwähnten Geräten (NOXON u.a.) auch beim Musicpal von Freecom. Von letzterem gibt es auch hier einen ausführlichen Testbericht: http://www.marcel-goerke.de/kurier/musicpal.pdf


von mago - am 08.08.2010 15:21
Zitat

Daher ja auch die Planung zukünftige Hybridradios so zu konzepieren, dass wenn ein anderer Weg als WEB vorhanden ist diesen anzuwählen, damit die Streamkosten für die Sender nicht weiter so enorm steigen.

Die Traffic-Kosten sind in den vergangenen Jahren enorm gesunken und dieser Trend wird sich m.E. künftig noch fortsetzen.

Es macht in der Tat wenig Sinn, einen Sender, der auch auf UKW empfangen werden kann, als Webstream zu hören.
Die wirklich interessanten Programme werden jedoch in vielen Fällen ausschließlich via Webstream verbreitet.

Für mich ist die mehr als 60 Jahre alte, analoge UKW-Technik einfach ein Auslaufmodell, da sie aufgrund der geringen Bandbreite nicht mehr den heutigen Ansprüchen an die Programmvielfalt genügen kann.

Ich weiß, dass das viele im Forum nicht gerne hören, aber es ist doch so: Die ganze "Zufunzelung", die hier immer wieder beklagt wird, hat ihre Ursache doch letztlich darin, dass einfach nicht genügend Frequenzen für eine ausreichende Anzahl an flächendeckenden Programmen zur Verfügung steht.

Für den mobilen Empfang von Nachrichten und Verkehrsmeldungen ist UKW sicher eine gute Sache. Stationär jedoch liegt das Internet klar im Vorteil: Nicht nur wegen der Auswahl an Stationen, sondern auch wegen des Ausbleibens von Rauschen, Kratzen und Interferenzen mit anderen Sendern.

von Lutz2 - am 08.08.2010 17:21
@Alqaszar:

Warum verlangst Du nicht einen 2. Lautsprecher (Stereo) und einen ausgezeichneten Ton? Ich finde das gehört unbedingt zu einem guten Radio.

von Rosenrot - am 08.08.2010 19:52
Zitat
Lutz2
Zitat

Daher ja auch die Planung zukünftige Hybridradios so zu konzepieren, dass wenn ein anderer Weg als WEB vorhanden ist diesen anzuwählen, damit die Streamkosten für die Sender nicht weiter so enorm steigen.

Die Traffic-Kosten sind in den vergangenen Jahren enorm gesunken und dieser Trend wird sich m.E. künftig noch fortsetzen.


Dann unterhalte Dich mal mit Leuten vom WDR&Co. Beim WDR weiß ich es zumindest sehr genau, dass die Serverkosten / Traffic etc. sehr zu Buche schlagen weit aus größer als vorausgesehen.

Und der BRF teilte mit, man würde zum Beispiel den Blickpunkt nur so an bieten wie im Moment, weil für mehr Bandbreite die Kosten explodieren würden.

Nur weil für den Endkunden DSL-Anschlüsse und Flatrates immer günstiger werden heißt das nicht, dass die Kosten generell immer weiter sinken. Aber da mag jeder seine Auffassung haben.

UKW ist noch lange nicht tot, man könnte viel mehr daraus machen, wenn man wollte. Gleichwellennetze und Doppelversorgungen abschalten. Aber es steht außer Frage, dass einfach in Zeiten von CO2-Bilanzen etc. UKW einfach schlecht da steht beim Wirkungsgrad. Warten wir mal ab ob die große DAB+Welle einen Hype bringt. Der Ansatz eines nationales Angebotes ist in meinen Augen zumindest der richtige Ansatz und wenn dann noch Jede ARD-Anstalt einen Kanal mit den eigenen Sendern bestückt, dann bleiben nur die Regionalversionen übrig, die dann wirklich auf UKW senden müßten. So wäre DAB+ für die nationale/landesweite Versorgung und auf UKW wieder Platz für lokale Angebote. Aber das scheint nur Traumvorstellung von mir zu sein.
Zu DAB+ fällt mir noch ein (habe ich zuletzt gelesen), dass wohl auch der Podcast-Abruf über DAB+ möglich sein soll. Da würde dann das Internet wieder an einer anderen Stelle mit dem Radio verschmelzen.

von mago - am 08.08.2010 20:06
Der gute Klang und der zweite Lautsprecher sind quasi "gesetzt". Außerdem wollte ich das Ding in meine bestehende Stereoanlage integrieren, das Gerät muss also nicht über eigene Lautsprecher verfügen. Grundsätzlich aber ist ein guter Lautpsrecher für ein Standalone-Gerät Pflicht.

Im Übrigen habe ich ein wenig das Internet durhstöbert und bin auf die Logitech-Squeezboxen gestoßen. Diese gibt es als Stand-Alone oder als Erweiterung für dei Stereoanlage. So was werde ich mir demnächst näher anschauen.

von Alqaszar - am 08.08.2010 21:12
Hallo alqaszar,
ich habe hier eine Pinnacle SoundBridge. Dieses Gerät wird m.W. nicht mehr verkauft und die Software wird nicht mehr aktualisiert, aber es erfüllt einige deiner Anforderungen.

-- Zugriff vom PC über WLAN --> IP-Adresse der SoundBridge führt zu einer Benutzeroberfläche

-- URLs sind frei hinzufügbar --> du kannst, direkt im Gerät, 18 beliebige URLs speichern und per Fernbedienung aufrufen

-- Das Radio kann html://, mms://, rtsp:// etc. --> rtsp:// kann es nicht

-- Das Radio erkennt ALLE Playlistenformate (pls, m3u, asx...) --> richtig

-- Das Radio kann ALLE Streamdateiformate wiedergeben (mp3, acc, ogg, wma, rm...) --> das Gerät kann MP3- und WMA-Streams wiedergeben, also kein Real Audio und kein AAC. Bisher war das noch kein Problem, weil niemand diese Streams braucht... Von Speicherkarte oder über Netzwerk können WMA-, AAC-, MP3-, WAV- und AIFF-Dateien abgespielt werden.
Wenn du willst, verkaufe ich dir die Soundbridge (Mail-Adresse siehe Profil). Ich habe hier genug Auswahl auf UKW, deshalb nutze ich sie wenig.

von ScheichManfred - am 08.08.2010 21:21
Also was RM angeht kann man wirklich sagen dass das keiner mehr unbedingt benötigt. Aber AAC(+) ist mittlerweile absolutes Pflichtprogramm!

Klar sinken die Server- Streaming- und Hostingkosten permanent. Dafür kommen aber in viel schnellerem Maße neue Nutzer hinzu. Nicht nur der WDR oder der BRF schnaufen. Auch die beiden D-Radios haben mit den Kosten für das Live-Streaming zu kämpfen.

Ich habe hier den MusicPal auf dem Nachttisch stehen weil ich abends im Bett immer noch gerne die aktuellen Nachrichten höre. Eigentlich war das Gerät als Küchenradio gedacht. Aber das Teil ist absoluter Schrott! Deshalb die Degradierung zum "Einschlafradio". Trotz aktuellster Firmware (es kam aber schon seit längerem nichts neues mehr) gibt es öfters mal totale abstürze und viele Probleme mit WMA Streams. Entweder werden diese gar nicht abgespielt obwohl sie gerade eben vor dem Umschalten noch liefen, oder der Ton ist total unsauber. Es gibt immer wieder so ganz kurze Sprünge zu vernehmen. Meistens puffert er aber einfach nur ohne Ende. Dann läuft die Anzeige bis 100% und springt dann wieder zurück auf 25%, nur um gleich wieder auf 100% zu steigen und wieder zurück zu fallen auf 25%. Ebenfalls totaler Mist ist der Klang. Der verbaute Lautsprecher spottet jeder Beschreibung und auch der in den Foren immer wieder empfohlene Tausch gegen ein Exemplar von Visaton brachte nur ganz geringe Verbesserungen. Der Knackpunkt ist hier offenbar nicht der Lautsprecher selbst, sondern das viel zu kleine Gehäuse bei dem ohne zweifel das Design im Vordergrund stand. Und damit kommen wir auch zum größten Kritikpunkt beim MusicPal. Die Verarbeitung. Es knarzt und klappert und schon bei gemäßigter Zimmerlautstärke rasselt das ganze Gehäuse mit was bei Musik noch nicht mal so auffällt, aber vor allem bei Männerstimmen kaum zu ertragen ist. Ich musste das Gerät zerlegen und überall kleine Schaumstoffstückchen dazwischen klemmen damit halbwegs ruhe ist. Jetzt nerven mich nur noch die Knöpfe. Denn ein flüssiges durchblättern durch die Senderliste ist nicht drin. Es geht eins nach vorne, zwei zurück und dann gleich wieder einen nach vorne. Außerdem stimmen die Einrastungen der Knöpfe nicht im geringsten. Und 7,5 Watt Stromverbrauch, egal ob das Teil ein- oder ausgeschaltet ist, sind auch definitiv zu viel. Hier hab ich mir gleich mal ein anderes Netzteil zugelegt.

von Spacelab - am 09.08.2010 07:40
Zitat
Spacelab
Aber AAC(+) ist mittlerweile absolutes Pflichtprogramm!

Kann ich nur unterstreichen. Letztendlich sind die Programmanbieter aus Kostengründen dazu gezwuingen, effektivere Codecs einzusetzen. Deshalb muß das drin sein.


von Nohab - am 09.08.2010 08:18
UKW ist sicher schon deshalb nicht tot, weil Totgesagte eh länger leben. :D

Ich meine, die Streamingkosten sollten immer in einer Relation zum Betrieb eines Grundsendernetzes betrachtet werden: Mehrere Sender mit Strahlungsleistungen von bis zu 100 Kilowatt zu betreiben, kostet sicher ungleich mehr (auch wenn man natürlich auf diese Weise derzeit noch eine weitaus größere Anzahl an Hörern erreicht), als die Gesamtkosten für die Livestreams einer Rundfunkanstalt.

Es gibt ja inzwischen schon P2P-Radio (Streamer-P2P, Peercast, Flatcast...), allerdings enstehen in diesem Zusammenhang zwei Probleme:

1. Aufgrund der asymmetrischen (ADSL-) Internetzugänge steht für den Upstream wesentlich weniger Bandbreite zur Verfügung, als für den Downstream, die halt nicht nur für die Weitergabe eines Livestreams verwendet wird.

2. Sollte ein Höhrer, von dem man einen Webstream bezieht, offline gehen, kommt es zu Ausfällen, bis ein anderer "Peer", der ebenfalls die gleiche Station empfängt und damit den Stream weiterreichen kann, gefunden wurde.

Diese Technik ist also noch verbesserungsbedürftig, könnte jedoch die Kosten für die Streamanbieter senken.

Internetradio bietet dem Höhrer allerdings einen unschlagbaren Vorteil im Vergleich zu UKW und auch DAB+: Die ungeheure Auswahl an Stationen!

Will ein "Sender" (ich weiß nicht, ob man diese Bezeichnung im Zusammenhang mit Webstreams gebrauchen kann, deshalb die Anführungszeichen) eine möglichst große Zahl an Hörern via Livestream erreichen, geht dies nur auf dem Wege der Qualitätsoptimierung des Programms: Vorbei die Zeit, wo man sich auf seinen Quasi-Monopolen ausruhen konnte! :-)
- Gefällt einem das Angebot nicht, wählt man einfach in der Medienbibliothek des Winamp-Players, im Shoutcast- oder Icecast-Verzeichnis eine andere Station; - einfacher geht es nicht.

Klar ist diese Entwicklung den etablierten Sendern ein Dorn im Auge, aber was macht das schon: Wichtig ist, dass am Ende der Hörer einen Vorteil durch ein besseres Programm hat. Nicht wenige Stationen bieten heute schon ein Zusatzangebot an Webradios, die die ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen der Hörer berücksichtigen.

Daneben gibt es noch einen weiteren Vorteil: Auch das Radiomachen wird mit der richtigen Software extrem einfach.
Ich finde es immer sehr angenehm, ein kleines Webradio zu hören, bei dem der Hobby-DJ nicht die selbe Professionalität besitzt, wie bei den klassischen UKW-Sendern. Diese Stationen haben einen sehr persönlichen Charakter. Außerdem macht es einfach Freude, wenn du per Mail oder im Chat einen Musikwunsch abgibst und wirst dann innerhalb der nächsten fünf Minuten live im Programm erwähnt. :-)
So etwas können große Sendeanstalten mit Tausenden von Zuhörern einfach nicht leisten.

von Lutz2 - am 09.08.2010 11:38
Zitat

Für mich ist die mehr als 60 Jahre alte, analoge UKW-Technik einfach ein Auslaufmodell, da sie aufgrund der geringen Bandbreite nicht mehr den heutigen Ansprüchen an die Programmvielfalt genügen kann.


Nicht die Technik selbst ist das Problem sondern die alles ausbremsende Behördenmaschinerie dahinter (genau das selbe Theater wie bei DAB)

Zitat

Das Internetradio muss folgende Eigenschaften haben:

-- Zugriff vom PC über WLAN

-- URLs sind frei hinzufügbar

-- Das Radio kann html://, mms://, rtsp:// etc.

-- Das Radio erkennt ALLE Playlistenformate (pls, m3u, asx...)

-- Das Radio kann ALLE Streamdateiformate wiedergeben (mp3, acc, ogg, wma, rm...)

Frage ist: GIbt es sowas ...?


Klaro, ein Iphone 2G reicht da und da drauf das kostenlose Programm "Fstream".



von Felix II - am 09.08.2010 11:55
Dieser vorteil das man so viele Sender zur Verfügung hat und diese ganz einfach umschalten kann, birgt aber auch eine Gefahr. Denk nur mal an die Werbeindustrie und den ganzen unglaublich langen Rattenschwanz der da noch dran hängt. Denn wer bucht denn schon bei einem Sender Werbezeit wenn die Hörer einfach auf Knopfdruck zu einem anderen Sender irgendwo auf der Welt springen können. Von den unglaublichen Streuverlusten mal ganz abgesehen. Werbung auf den Homepages der Sender sieht eh keiner mehr dank Ad-Block. Und dank Webradioverzeichnissen und Playlisten bekommt die Seiten eh keine nennenswerte Anzahl von Leuten mehr zu Gesicht. Das größte Problem ist aber das Internetradio für den Hörer nie kostenlos sein wird. Man benötigt immer mindestens einen Internetzugang. Und kann man den mal nicht bezahlen oder ist irgendwo eine Störung kann ich kein Radio mehr hören? Nein! Radio muss Mautstellenfrei sein. Radio sollte IMMER so einfach wie möglich und vor allem kostenfrei sein. Jetzt mal von den Kosten für Empfänger und Strom abgesehen.

Aber im großen und ganzen gebe ich dir recht. Internetradio hat schon so seine reize. Eigentlich schon zu viele um sie jetzt hier groß und breit aus zu walzen. Aber Internetradio sollte immer nur eine Zusatzoption sein. Und kein Hauptverbreitungsweg.

Im übrigen kann ich diesen kleinen Amateurradiostationen im Netz nicht allzuviel abgewinnen. Da sind mir irgendwelche Piraten auf UKW oder Mittelwelle lieber. Die haben sich wenigstens mühe gegeben. Ein Webradio kann jeder Grundschüler starten.

Aber ich glaube wir sind schon wieder total OT. ;-)

von Spacelab - am 09.08.2010 12:22
Zitat
Spacelab
Aber ich glaube wir sind schon wieder total OT. ;-)

Das macht doch nichts! - Wo sonst, wenn nicht hier, sollte man diese Fragen erörtern?

Auch der terrestrische Rundfunk ist nicht kostenlos und wird entweder über Gebühren und Werbung oder ausschließlich Werbung finanziert, wobei der Hörer in jedem Fall Gebühren zu zahlen hat (es sei denn, er ist davon befreit).
Eine Internetflatrate gibt es inzwischen schon für circa 20¤; die kann sich doch fast jeder leisten. Das Kostenargument in Bezug auf den Hörer ist für mich somit nicht wirklich überzeugend, es sei denn im Hinblick auf die Geräte: Die Industrie hat einfach noch kein ausreichendes Spektrum an bezahlbaren WLAN-Radios auf den Markt gebracht hat und verkauft stattdessen im Niedrigpreissegment lieber Brüllwürfel. :-(

Da die meisten Stationen eh nur sehr wenige Hörer haben, sind auch die Kosten für den Betrieb eines Internetradios nicht sehr hoch.

Hier mal meine Top 10:

1. Mr Groove Radio: http://66.90.65.251:8094/listen.pls

2. Soundsbad Music Radio: http://89.167.228.195:8000/listen.pls

3. SSRadio Funk and Disco: http://94.23.228.142:8010/listen.pls

4. Wegofunk: http://listen.radionomy.com/wegofunk.m3u

5. Spacefunk: http://listen.radionomy.com/spacefunk.m3u

6. International Rare Groove: http://listen.radionomy.com/international-rare-groove.m3u

7. KIF radio: http://91.121.72.87:80/listen.pls

8. Soulful Bits: http://178.32.101.21/listen.pls

9. Groove Session: http://88.191.119.42:8010/listen.pls

10. Chic Radio: http://87.98.189.101:80/listen.pls

Von denjenigen, die auf UKW schwören, würde ich mir wünschen, dass man mir nur einen einzigen (!) deutschen Sender nennt, der Musik wie bei den obigen Streams auf UKW verbreitet.

von Lutz2 - am 09.08.2010 16:33
Wenn es ja nur die 20 Euro für die Internetflat wären. Aber wie du ja auch schon erwähntest kommen ja die GEZ auch noch dazu. Nicht zu vergessen die Kosten für eine Mobile Flatrate. Die kommt ja auch noch oben drauf. Und das Problem das die mir einfach mal mein Radio abstellen können wenn es mal einen finanziellen Engpass gibt geht ja schon mal gar nicht. Internetradio ist nur ein Zusatzangebot. Aber das hat es in sich. ;-)

Aber in einem Punkt gehen wir auf jeden Fall Kondom; was die Auswahl angeht ist Internetradio ungeschlagen. Vor allem hier in Deutschland wo bis auf wenige Ausnahmen ein Dudelfunker den nächsten Jagd. :kotz:

von Spacelab - am 09.08.2010 17:09
Hallo zusammen,

ich empfehle die "Squeezebox Boom" von "Logitech", einfach geiler Klang. Da macht das Hören weitentfernter UKW-Stationen über Webradio, insbesondere die legendären Veranstaltungsfunker aus Twente und Drenthe, so richtig Laune.

Grüße vom Radioffritze

von Radiofritze - am 09.08.2010 17:18
@Radiofritze: Aber warum kostet das Gerät abhängig vom Händler mindestens 200¤, während es vergleichbare Radios ohne Webradio-Funktion schon für weit unter 100¤ gibt?

Warum können nicht endlich auch No-Name-Hersteller Internetradioempfänger zu einem günstigen Preis auf den Markt bringen? - Beim Auslaufmodell DAB geht das ja inzwischen auch!





von Lutz2 - am 09.08.2010 18:03
Ich denke das hat viel mit den nötigen Lizenzgebühren für die benötigten Audiocodecs zu tun. Außerdem werden die Hersteller den aktuellen Webradio Hype ganz klar ausnutzen.

von Spacelab - am 09.08.2010 18:15
Ich habe muvid 715 und 825 und bin sehr zufrieden.Schade das im Internetradio beim Muvid Interpreten+Musiktitel nicht angezeigt werden,

von dabfrank - am 09.08.2010 18:35
@Spacelab: Habe Deinen letzten Beitrag eben übersehen, sorry.
Eine mobile Flatrate, die in vielen Fällen gar keine echte Flatrate ist, da aufgrund einer Fair-Use-Klausel nicht mehr als 5GB an Traffic erzeugt werden dürfen, ist meiner Meinung nach nicht wirklich notwendig. Zumindest eignet sie sich nach dem derzeitigen Stand der Technik nicht zum mobilen Internetradioempfang.

@dabfrank: Muvid ist aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses der einzige Hersteller, der den Weg zum Massenmarkt für Internetradios eröffnen könnte.
Es wird Zeit, dass mehr Firmen auf diesen Zug aufspringen.

von Lutz2 - am 09.08.2010 18:53
Zitat
Lutz2
Für mich ist die mehr als 60 Jahre alte, analoge UKW-Technik einfach ein Auslaufmodell, da sie aufgrund der geringen Bandbreite nicht mehr den heutigen Ansprüchen an die Programmvielfalt genügen kann.(...) Stationär jedoch liegt das Internet klar im Vorteil: Nicht nur wegen der Auswahl an Stationen, sondern auch wegen des Ausbleibens von Rauschen, Kratzen und Interferenzen mit anderen Sendern.

Beim besten Willen, aber qualitativ stehen die meisten Streams weit hinter den "altmodischen" UKW-Klägen. Die Streams erreichen aus den bekannten Gründen der Traffickosten telweise nicht mal Mittelwellenqualität. Digitale Übertragung muss immer schlechter sein als ein rein analoger Kanal(Schallplatte, UKW in den 80ern,...), da nur mit endlicher Abtastrate gesampelt werden kann, was immer eine Bandbegrenzung und damit Beschneidung des Frequenzspektrums erfordert.
Der immer werbewirksam angepriesene Wegfall der analogen "Rausch- und Kratzgeräusche" wird durch absetztenden, brodelnden Empfang bei zu hoher Fehlerrate digitaler Kanäle kaum verbessert. Angerauschter UKW-Empfang läßt sich u.U. in mono wesentlich länger Empfangen(Empfangspegel/SNR) als digitale Übertragungsverfahren.

Zitat
mago_
Aber es steht außer Frage, dass einfach in Zeiten von CO2-Bilanzen etc. UKW einfach schlecht da steht beim Wirkungsgrad.
Wie kommt so eine Aussage zustande? Ein UKW-Grundsender mit 100kW Strahlerleistung benötigt etwa 10kW elektrische Leistung(Antennengewinn...). Die hohe Zahl der Empfänger nur sehr wenig Leistung, wenn man bedenkt, das der Großteil der Radios nicht mehr die stationären Anlagen, sondern unzählige batterie/akku-versorgte Kleingeräte sind. Die Einsparung an Sendeleistung im Fall digitaler Geräte wird durch die mehrfache Leistungsaufnahme der Empfänger mehrfach übertroffen. Wo ich etwas digital empfange, muss ich etwas entpacken und "herumrechnen", was wesentlich aufwendiger ist, als die "altmodischen" Analoggeräte.

Ich habe bewußt diese etwas naive Ausdrucksweise gewählt, da sich so vieles etwas anschaulicher darstellen läßt.

von Radio_DDR - am 09.08.2010 18:58
@Radio_DDR: Um Bandbreite zu sparen werden bei digitalen Übertragungen bekanntlich u.a. jene Bereiche im Frequenzspektrum herausgefiltert, die normalerweise nicht hörbar sein sollten.
Bei niedrigen Bitraten macht sich dies abhängig von der Musik jedoch bemerkbar.

128kbps MP3 ist wirklich das unterste Minimum; besser sind schon 192kbps.

Bei den neueren Codecs lässt sich die Bandbreite noch weiter verringen. Bei AAC+ habe ich allerdings den Eindruck, dass gerade die Höhen recht verzerrt und künstlich klingen.
Meiner Meinung nach liefert Ogg Vorbis einfach eine bessere Qualität, bis auf Spotify wird dieser Open-Source-Codec jedoch kaum genutzt und wird auch nicht bei DAB+ zum Einsatz kommen.

Beim Internetradio ist es zum Glück so, dass jene Streams mit qualitätiv anspruchsvollerem Inhalt (Klassik, Jazz usw.) meist nur so wenige Hörer haben, dass sich die Betreiber durchaus eine höhere Bitrate leisten können, während die Mainstreamsender mit einer größeren Hörerzahl eh nur ein Format bringen, für das 128kbps mehr als genug sind.


von Lutz2 - am 09.08.2010 20:29
OGG Vorbis benötigt zu viel Rechenleistung und RAM Speicher auf Decoder Seite. Ist also für die Hardwarehersteller zu teuer. Außerdem hat man auf Entwicklerseite damals zu viele Fehler gemacht was die Hardwareunterstützung angeht.

Die Höhen bei AAC+ klingen deshalb so künstlich weil sie künstlich sind. Diese werden vom Decoder nach den Vorgaben die der Encoder bei seiner Arbeit mit speichert beim Abspielen wieder rekonstruiert.

von Spacelab - am 09.08.2010 20:53
Zitat
alqaszar

-- Zugriff vom PC über WLAN

-- URLs sind frei hinzufügbar

-- Das Radio kann html://, mms://, rtsp:// etc.

-- Das Radio erkennt ALLE Playlistenformate (pls, m3u, asx...)

-- Das Radio kann ALLE Streamdateiformate wiedergeben (mp3, acc, ogg, wma, rm...)

Frage ist: GIbt es sowas, und wenn nicht, warum nicht?
Gibt es. Allerdings nicht mit Direkteingabe der URL in der Box.

1) raddiofritze hats indirekt schon erwähnt:
Wenn Du auf Deinem PC oder auf Deiner NAS den Squeezeboxserver (oder wie der jetzt heißt, früher hieß das SqueezeCentre) laufen hast, kannst Du auf allen Squeezeboxen alle Audioformate wiedergeben und über das SqueezeCenter beliebige URL's als Favoriten hinzufügen.
Audioformate, die die Box wegen Hardwarebeshcränkungen nicht kann, kannst Du über Plugins mit TransCoding in ein von der Box unterstütztes Audioformat wandeln und wiedergeben.
Für RA und AAC+ brauchst Du das Transcoding (zumindest bei der Classic)
Die neue Squeezbox Touch hat den Server schon integriert, brauchst Du -theoretisch- also kein NAS extra laufen lassen. Ob das mit dem Transcoding auf der Touch von der Hardware-Performance hinhaut und was die vielleicht schon out of the box unterstützt, weiß ich nicht.
Leider hat z.B. die SB Classic bei OGG/Vorbis derart Hardwareeinschränkungen, dass die Performance bei stark komprimierten OGG/Vorbis-Streams = 64kbps unterstützt wird.

2) Der andere Lösungsansatz wären die diversen reciva-powered Radios, die den Helios-Player drin haben. Die können auch jedes Audioformat (einschließlich RA und OGG) wiedergeben. Für's hinzufügen freier URL's ist man allerdings auf die reciva-Webseite angewiesen, wo man (wie bei den diversen anderen Internetradios, die aber weniger Audioformate unterstützen) die MAC seines Gerätes registrieren muss, um dann im persönlichen Profil neben Favoriten aus dem Reciva-Katalog, auch beliebige eigene Streams hinzuzufügen.

Von den muvid-Kisten täte ich die Finger lassen. Die sind bei nahezu ähnlich klingenden Typenbezeichnungen Überraschungspackete, was die tatsächliche Hardware-Ausstattung und die unterstützten Audioformate betrifft... Und mit Verbesserung der Unterstützung durch Softwareupdates kann man da nicht rechnen.

von Hagen - am 10.08.2010 18:00
Ich kenne eine noch viel einfachere und billigere Lösung: Man besorgt sich für circa 20¤ einen Linex-UKW-Sender, schließt den an den das Notebook oder den PC an und kann dann mit jedem beliebigen Radio im Hause Internetstreams in Stereoqualität hören.
Solange man eine Frequenz wählt, die nicht anderweitig belegt ist, so dass sich niemand gestört fühlt, und den Sender nur temporär nutzt, sollte es keinerlei Probleme geben.
Die Audioqualität und Frequenzstabilität sind beim Linex spitze; die Reichweite ist ebenfalls ganz passabel. ;)

Winamp verarbeitet praktisch jedes Format, so dass bei dieser Methode Kompatibilitätsprobleme gar nicht erst auftreten.
Außerdem kann ich hiermit meine Lieblingsmusik aus dem Internet in der schönen, alten Radiotruhe hören. :xcool:


von DXer_2008 - am 10.08.2010 21:24
Doe Squeezebox-Technik ist sicher einen genaueren Blick wert. Natürlich ginge auch die von DXer_2008 genannte Lösung, aber dann müsste ich jedesmal ins andere Zimmer, um am PC den Sender zu wechseln.

Eine Alternative wäre evt. ein Netbook mit Winamp/VLC als Festinstallation neben der Stereoanlage.

von Alqaszar - am 11.08.2010 01:17
@DXer_2008: Und was ist an deiner Methode einfacher und billiger? Zuerst brauche ich den LineX (der in Deutschland nicht betrieben werden darf! Also Vorsicht mit solchen Empfehlungen!) und dann benötige ich auch noch einen kompletten PC der obendrein auch noch die ganze Zeit durchlaufen muss. Da sind ja die heftigen 7 Watt die der MusicPal schluckt geradezu nur Peanuts. :rolleyes:

von Spacelab - am 11.08.2010 06:22
@Spacelab: Persönlich finde ich die Empfehlung von DXer_2008 gar nicht mal so schlecht.

Das Problem bei den meisten WLAN-Radios besteht darin, dass die häufig sehr teuer sind (bis auf die Kisten von Muvid), nicht alle Formate (z.B. Ogg Vorbis oder AACv2) verarbeiten können und spätestens bei den auf bestimmte Länder (meist die USA oder UK) beschränkten Streams komplett versagen, da sich kein Proxyserver eintragen lässt.

Der MusicPal kostet neuwertig über 150¤ und von dem eingebauten Lautsprecher kann man sicher auch keinen überzeugenden Klang erwarten.
Da ist es schon günstiger, man legt ein paar Euro drauf und kauft ein gebrauchtes Notebook, das man entweder via Audio-Adapterkabel an die Stereoanlage anschließt oder man nutzt wie vorgeschlagen den LineX, der bei Ebay angeboten wird.
Wer etwas sicherer gehen will, sollte noch einen 50-Nanowatt-Empfänger dazunehmen, um diesen bei Bedarf vorzeigen zu können; außerdem kann man beim LineX die Reichweite verringern, indem man einfach die Wurfantenne zusammendreht. Normalerweise dürfte es jedoch keine Probleme geben, solange man das Gerät nicht 24/7 betreibt und keine anderen am Ort empfangbaren Sender gestört werden.

Die Notebook-Variante bietet noch einen weiteren Vorteil: Wer sich mit Proxyservern auskennt, kann zusätzlich das wie ich finde geniale Spotify nutzen. ;)

von Lutz2 - am 11.08.2010 08:35
Die Transmitterlösung benötigt viel zu viele Zwischenschritte bis das reibungslos funktioniert. Wie beim normalen UKW-Funk muss es ganz einfach gehen: Radio aufstellen, WLAN oder eben UKW-Frequenzen absuchen und Sender einstellen. Fertig. Wenn man erst noch groß bauen muss, schreckt das ab. Auch braucht man zu viel "Fachwissen" zur Einstellung des ganzen Transmitterkrams. Bis man (wenn überhaupt) eine halbwegs gute Klangqualität eingestellt bekommen hat, wird jeder Normalo schon die Schnautze voll haben. Gefragt ist ein vor allem bezahlbares Gerät bei dem "alles aus einer Hand" ist und was nicht aus diversem Puzzlekram besteht. Etwas Verbundwerbung in TV und Zeitungen könnte zudem die Bekanntheit von WLAN-Radio noch deutlich steigern, denn gerade wer sich nicht so intensiv mit dem PC daheim beschäftigt weiß, dass man übers Internet auch Radio hören kann.

Zitat
dabfrank
Ich habe muvid 715 und 825 und bin sehr zufrieden.Schade das im Internetradio beim Muvid Interpreten+Musiktitel nicht angezeigt werden


Das habe ich mich auch schon gefragt, schließlich kann Winamp bei vielen Stationen auch anzeigen wer Interpret & Co. sind. Aber im Gegensatz zu herkömmlichen UKW-Radios kann sowas ja wohl vielleicht als Update oder Erweiterung nachgereicht werden.

von Dr. Antenne - am 11.08.2010 12:44
Zitat
Lutz2
Das Problem bei den meisten WLAN-Radios besteht darin, dass die häufig sehr teuer sind (bis auf die Kisten von Muvid), nicht alle Formate (z.B. Ogg Vorbis oder AACv2) verarbeiten können und spätestens bei den auf bestimmte Länder (meist die USA oder UK) beschränkten Streams komplett versagen, da sich kein Proxyserver eintragen lässt.
Spotify nutzen. ;)


Also dnt ist auch nicht wirklich teuer. Aber "teuer" und "günstig" ist immer Definitionssache. Was jedoch nicht stimmt ist die Aussage, dass Streams komplett versagen. Via reciva höre ich sämtliche Streams, die mir im Browser mit einer Ansage "outside UK" verweigert werden.

von mago - am 11.08.2010 15:23
Schau mal bei den IR Radios von Revo vorbei. (www.revo.co.uk)

Kann ich nur empfehlen. Günstig, gut (DAB & DAB+) und beherrschen fast alle Codecs!

von digitalfrontier - am 11.08.2010 18:29
Zitat
Dr. Antenne
Wie beim normalen UKW-Funk muss es ganz einfach gehen: Radio aufstellen, WLAN oder eben UKW-Frequenzen absuchen und Sender einstellen. Fertig.

In gewisser Weise gebe ich Dir recht: Natürlich sollte die Bedienung möglichst einfach sein. Andererseits wird es nie so einfach werden wie bei einem klassischen UKW-Radio: Wenn man nicht nur zwischen 10 bis 15 UKW-Sendern wählen kann, sondern eine Auswahl von mehr als 40.000 (!) allein bei Shoutcast gelisteten Stationen zur Verfügung hat; muss man sich zuvor ein Stück weit mit der Materie befassen, um den "richtigen" Stream zu finden.
Dazu gehört auch die Fähigkeit, den WPA-Schlüssel einzugeben (was für die meisten sicherlich trivial ist, aber nicht für jeden), sowie die IP des Streaming-Servers und des jeweiligen Ports herauszufinden, für den Fall, dass eine Station nicht in der Radioliste des Geräteherstellers auftaucht. Man könnte vielleicht in diesem Zusammenhang etwas salopp sagen dass Streamadresse und Port die "Frequenz" des jeweiligen Internetradiosenders darstellt. :D
Die traumhafte Auswahl an Stationen rechtfertigt meiner Meinung nach eine geringfügig kompliziertere Handhabung des Empfängers: Selbst DAB+ wird nicht ansatzweise eine solche Vielfalt liefern können wie Internetradio. Man muss kein Experte sein; aber über ein Mindestmaß an Kenntnissen sollte man schon verfügen (klingt ein bisschen abgedroschen der Satz, ist aber trotzdem wahr :D).

Zitat
mago_
Via reciva höre ich sämtliche Streams, die mir im Browser mit einer Ansage "outside UK" verweigert werden.

Interessant! Kannst Du mir mal eine Streamadresse nennen?

von Lutz2 - am 11.08.2010 20:00
Zitat
Lutz2
Zitat
mago_
Via reciva höre ich sämtliche Streams, die mir im Browser mit einer Ansage "outside UK" verweigert werden.

Interessant! Kannst Du mir mal eine Streamadresse nennen?


Keine Ahnung die Streams im Radio verweisen ja auf reciva, musst Du bei denen in der Datenbank mal gucken.

von mago - am 12.08.2010 05:12
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