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DAB Reichweite?

Startbeitrag von *Tino* am 08.11.2003 14:52

Hallo@all

Ich würde gern mal wissen welche Reichweite die 1KW DAB Sender so ungefähr haben.

Danke Tino :-)

Antworten:

also bei mir gehn stellenweise die ensembles aus sachsen anhalt,sachsen und niedersachsen,und das obwohzl ich in südthüringen wohne,also nicht direkt in der nähe der drei länder,die bayern gehn hier ganz gut,leider mit einigen aussetzern in den ortschaften,liegt wohl aber an meiner kleinen scheibenantenne



von Robert S. - am 08.11.2003 14:56
Jedenfalls nicht so weit wie ein herkömmlicher UKW-Sender im Bereich 87.50-108 MHz.

von WellenJäger - am 08.11.2003 16:12
Wenn in "NEUHAUS AM RENNWEG/THÜRINGER WALD" ein Ensemble von Niedersachsen rein kommt dann ist das doch für die Funzeln dort ganz gut oder? Immerhin ist Niedersachsen mind. 130 km weg.

von *Tino* - am 08.11.2003 16:30
In meiner näheren Umgebung stehen zwei Sender à 1kW, einer auf dem Berliner Alexanderplatz, ein anderer in Michendorf am Berliner Ring. Beide arbeiten im Kanal 12D im Gleichwellenbetrieb. Wenn man davon ausgeht, daß diese "Zellengröße" die Reichweite beschreibt, dann sind es Luftlinie/2 = 34,8km/2 = 17,4km.

von _noname_ - am 08.11.2003 16:31
Salzburg wird derzeit vom weit entfernten Sender Pfarrkichen und vom Brotjacklriegel versorgt, beide nur mit 1kW auf Sendung. Die Münchner Ensembles 11C und 11D, die jeweils nur mit 250W abgestrahlt werden, sind bis nach Tirol rein zu hören.



von Andreas W - am 08.11.2003 17:07
Bis das Schweizer Paket auf 12 C im Herbst 99 in Betrieb ging, konnte ich den Baden-Württembergischen Haufen auf 12 B von der Hornisgrinde mit dem Blaupunkt Hannover 106 ständig auf meinem Nord-Ausguck auf 700 m Höhe empfangen, obwohl die Hornisgrinde damals nur mit 32 W ERP sendete; Distanz 146 km. Ueblicherweise bleiben die Reichweiten aber deutlich darunter.
Auf UKW reicht ein 1 kW-Sender in der Senderichtung, und bei erhöhtem Senderstandort und fehlenden Hindernissen (Berge), locker 150 - 200 km weit bei Normalempfang. DAB-Sender machen nach allgemeiner Erfahrung meist schon nach 60 - 90 km schlapp, bei gleichen Bedingungen. DAB-Sender müssten also deutlich (etwa 10 x) stärker sein als UKW-Sender, um die gleiche Reichweite zu erzielen. In der Praxis strahlen aber die DAB-Sender nur mit einem Bruchteil der UKW-Sender..

von dxbruelhart - am 08.11.2003 17:49
> Auf UKW reicht ein 1 kW-Sender in der Senderichtung, und bei erhöhtem Senderstandort und fehlenden Hindernissen (Berge),
> locker 150 - 200 km weit bei Normalempfang.

Wow! Laß das mal nicht den Schlauen DET wissen... :cool: übrigens, wo steckt der eigentlich, hab schon soo lang nichts mehr von ihm hier gelesen. Jaja, die Regpflicht... :-(

> DAB-Sender müssten also deutlich (etwa 10 x) stärker sein als UKW-Sender, um die gleiche Reichweite zu erzielen.
> In der Praxis strahlen aber die DAB-Sender nur mit einem Bruchteil der UKW-Sender..

Das Problem ist erkannt und nur durch Intervention des (hier anwesenden :cool:) Bundesminister für DAB, Herrn Heeg zu lösen!

von armer Zünder - am 08.11.2003 17:59
@Jens Ullrich:
Ich schließe einfach von den UKW-Verhältnissen auf DAB. In Salzburg gehen die Traunsteiner UKW-Sender nur schwach, weil der Högl im Weg ist. Dagegen kommt alles, was von Nord kommt, relativ gut rein (deshalb auch auf UKW die Problematik 107.4 Pfarrkirchen vs. 107.5 Salzburg-Maria Plain). Jedenfalls bin ich, gerade weil erst seit Inbetriebnahme von Pfarrkirchen der Empfang in nahezu allen Stadtteilen klappt, der Meinung, dass Pfarrkirchen den Löwen Anteil am Signal darstellt.



von Andreas W - am 08.11.2003 18:00
@dxbruelhart:
Also das kann ich absolut nicht bestätigen, dass man die zehnfache Leistung bei DAB braucht. Das mag vielleicht für´s L-Band gelten, aber nicht für´s Band III. Der 1kW UKW-Sender muss schon sehr exponiert sein, dass er die von dir genannten Reichweiten erzielt. Ich denke da an die Zugspitze, die kommt vielleicht mit ihren 2kW in solche Regionen, ist aber auch jenseits von München schon nicht mehr so perfekt zu empfangen. Bei DAB hast du das Problem, dass solch ein weitreichender Sender dir das Gleichwellennetz durcheinanderbringen würde, weshalb man das in der Praxis nicht macht. Drum hat der Wendelstein nur 500W und nicht volle 1kW.

Ich mache immer den Vergleich:

1kW DAB Band III entspricht 5-10kW UKW
1kW DAB L-Band entspricht 100W UKW.

Dabei muss man aber noch festhalten, dass mit der Leistung bei DAB bis zu 7 Programme übertragen werden, bei UKW nur eines.

Dass DAB relativ schnell schlapp macht, liegt ja übrigens v.a. daran, dass an den Sendern zum Teil heftigste Einzüge Richtung Nachbarland gefahren werden. Würden auch die Grenzsender mit 1kW rund strahlen, hätten wir ähnlichen Overspill wie bei 10kW UKW Sendern, da bin ich mir ziemlich sicher. Und klar: 1kW bei DAB ist noch zu niedrig. 5-10kW sollten es schon sein, um ähnlichen Overspill wie z.T. auf UKW zu erreichen.



von Andreas W - am 08.11.2003 18:05
Ich empfange hier in Sachsen stationär mit einer 6 Element-VHF-Antenne und einem 28 dB-Verstärker das ca. 90 km entfernte Brandenburger Ensemble vom Sender Calau ohne Probleme.

von rabbe - am 08.11.2003 18:08
@ tino: die niedersachsen vom torfhaus sind hier bei mir auf ukw auch fast ortssender und auch mobil im auto größtenteils zu empfangen,genau so wie die sachsen anhaltiner vom brocken,die entfernung beider sender ist ja ungefähr gleich groß,(also von mir bis in harz )
wie gesagt stationär gehen beide an einingen stellen in und um neuhaus (parkplatz an der rennsteigbude B281) oder verbindungsstraße von neuhaus nach cursdorf,genauso im bereich arnsgereut (höhe) uns und schmiedefeld reichmansdorf. in letzteren geht auch das ensemble aus sachsen.



von Robert S. - am 08.11.2003 18:42
Falls es mal nur noch DAB gibt, würde es dann auch neben den UKW-Programmen zusätzliches geben? RTL RADIO könnte man dann ja bundesweit verbreiten.
Wie sieht es mit der vielfalt aus? Könnte man in Bremen den WDR, MDR oder die Hamburger Sender hören?

von hornig - am 09.11.2003 17:44
@dxbruelhart
Auf UKW reicht ein 1 kW-Sender in der Senderichtung, und bei erhöhtem Senderstandort und fehlenden Hindernissen (Berge), locker 150 - 200 km weit bei Normalempfang.

:joke. :joke. :joke:

Nehmen wir mal die schon erwähnte Zugspitze. Die kommt mit ihren 2 kW stellenweise nicht ganz sauber in München an und die hat einen ERHÖHTEN Standort und FEHLENDE Hindernisse.
Du solltest nicht immer von deiner Ausrüstung auf "Normalbedingungen" schließen, denn da liegst du i.d.R. völlig falsch.

von Schwabinger - am 09.11.2003 20:21
@hornig: Nee, DAS schmink dir mal ab, in HB MDR und/oder WDR empfangen zu wollen. NDR geht, weil HB ja vom Sendegebiet des NDR umzingelt ist.
Aber wir sind ja bei den Reichweiten. Auf der Flörsbacher Höhe hab ich mit dem Perstel und dem BP Hanni schon das L-Band-Ens. aus WÜ reinbekommen. Stationär kommen hier 12C HE, 12D BY und LG Ffm stabil und ohne Geblubber rein, seit Kurzem isses finito mit LF MZ, warum, weiß ich auch nicht. Mobil sind nur noch 12C und D zu empfangen.
Gruß, Reinhold



von Reinhold Heeg - am 09.11.2003 21:13
Zitat

seit Kurzem isses finito mit LF MZ, warum, weiß ich auch nicht.


Weil das L-Band senderseitig nicht wirtschaftlich zu betreiben ist und die Geräte empfängerseitig unnötig verteuert.

Statt das L-Band zu benutzen, sollten lieber schleunigste neue Kapazitäten im VHF-Bereich geschaffen werden!

von Alqaszar - am 09.11.2003 22:13
Das mit dem 'schleunigst' geht net so hollerdiboller, alqaszar. Band III ist für landesweite Ens. koordiniert. Es gibt jedoch Überlgungen, die lokalen Ens. umzukoordinieren. Das kann aber noch dauern, die nächste Wellenkonferenz ist 2005.
Gruß, Reinhold



von Reinhold Heeg - am 10.11.2003 07:36
Hatten wir nicht vor einiger Zeit im Board die (spekulative) Meldung http://forum.myphorum.de/read.php?f=8773&i=58471&t=58471&nr=1 , dass das LF MZ vom Sender Hohe Wurzel zu weit geht und deshalb abgeschaltet bzw. die Leistung reduziert werden soll?
Reinhold, seit wann hast du denn deine L-Band-Yagi und ist es auch eine von Poynting, wie die von Carsten?

von rabbe - am 10.11.2003 08:17
@rabbe: schon'ne Weile, wie lang, weiß ich jetzt auch sooo genau nicht auf Anhieb. Nein, keine Poynting, sondern eine eigentlich für Mobilfunk bestimmte Yagi ist das. Das mit dem Gerücht hatte ich doch geklärt glaube ich. Ich rief bei der drs an und da wurden solche Gerüchte in's Reich der Märchen verwiesen.



von Reinhold Heeg - am 10.11.2003 10:00
Sorry. Da es mich nicht direkt betroffen hat, habe ich den Thread nur "quer" gelesen. Trotzdem ist es doch ein wenig eigenartig, dass das Ensemble bei dir nicht mehr funzt.
Zur Zeit bin ich ja am überlegen, ob ich mir (auch) so eine Poynting zulege. Ziel wäre der Empfang von LE und LI aus Berlin bei einer Entfernung von ca. 145km. Könnte da eventuell etwas zu machen sein, da die Sendeleistungen der einzelnen Berliner Standorte zusammen genommen laut Tabelle 7,2 kW bzw. 4,2 kW betragen?

von rabbe - am 10.11.2003 11:39
Gibt es bei DAB auch eine Art "Schutzabstand"?

von Staumelder - am 10.11.2003 13:14
@ Jens Ullrich:
Wenn du in BS den Brocken nicht vernünftig empfängst ist dein Radio kaputt!
Der Sender Brocken versorgt (freie Frequenz vorausgesetzt) locker ein Gebiet von 150 km im Radius.

von digifreak - am 10.11.2003 13:17
@ reinhold:bei mir auf einem berg bekomm ich auch das würzbgurger ensemble rein,nur schade das dort nur 4 programme drin sind und dazu je 2 mal der DLF und das D-RADIO
eine etwas magere auswahl



von Robert S. - am 10.11.2003 15:58
Wie weit reicht eigentlich das Hamburger Ensemble? Die Leistung beträgt ja nur magere 0,2 kW (Heinrich-Hertz-Turm) bzw. 0,08 kW (Moorfleet)! :rolleyes:
Hoffentlich wird wenigstens beim Bremer Ensemble mit 1 kW gesendet werden.

von Hannoveraner - am 10.11.2003 16:00
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