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Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 11 Monaten
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vor 7 Jahren, 11 Monaten
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raeuberhotzenplotz1, Nohab

Degradierung von UHF Tetroden in Hirschmann ESV

Startbeitrag von raeuberhotzenplotz1 am 29.08.2010 08:44

Hat jemand Erfahrung mit UHF-Tetroden (Dual-Gate Mosfets) und deren Lebensdauer?

Die Teile sind in vielen Vorverstärkern, Einschleusverstärkern und auch in älteren Empfangsteilen verbaut.

Auch in den Hirschmann ESVs steckt ein BF960 drin. Ich musste immer wieder festetellen, daß manche Verstärker (ESV2424, ESV2421), obwohl gleich aufgebaut, einfach nicht den angegebenen Gewinn und nicht die angegebene Rauschzahl aufweisen. Viele Exemplare bringen nur ca. 14dB anstatt der im Datenblatt ausgewiesenen 17dB, die gemessene Rauschzahl liegt oft bei 6-8 dB anstatt der angegebenen 4dB.

Trotz sorgfältigem Tunig bekommt man diese Teile nicht besser hin. Bei einem habe ich den Transistor getauscht. Da es den BF960 schon lange nicht mehr gibt habe ich einen BF988 eingesetzt, der jedoch einen anderen Arbeitspunkt hat. Musste alle Widerstände um den Transistor herum neu berechnen und noch einen Vorwiderstand einsetzen, da die Schaltung nicht mit 24V zu betreiben war. Dadurch siegt der Gewinn dieses Exemplars von 13dB auf über 17dB, die Rauschzahl sank immerhin von 9dB auf 5dB.

Der BF988 ist jedoch auch besser als der alte BF960. Was ich jetzt gerne wissen würde, ob es die Transiostoren alleine sind, oder ob noch andere Teile (z.B. die Drehkondensatoren) degradieren. Eigentlich hätte die Rauschzahl noch mehr sinken müssen, da die des BF988 um 0,5dB niedriger ist als die des BF960. Oder ich habe nicht den optimalen Arbeitspunkt erwischt...

Antworten:

Normalerweise sollte sich da garnichts ändern. Korrosion könnte Probleme machen, die Transistoren ändern sich -sofern innert der Spezifikation betrieben- garnicht. Bei den Geräten, die bei mir laufen, konnte ich diesbezüglich keine Verschlechterungen feststellen. Elkos in Audiogeräten/Stromversorgungen sind ein anderes Thema, das hat aber nichts mit der HF-Problematik hier zu tun. Eine Möglichkeit ist aber denkbar: Antenne bedeutet auch, daß statische Aufladungen und Induktionen von Blitzschlägen in der Nähe auch in den Antenneneingang gelangen können, das kann dann schon Schäden hinterlassen.


von Nohab - am 29.08.2010 22:25
Ja, wobei die Transistoren sehr gut durch die Bandpässe gekapselt sind. Für tiefe Frequenzen (ESD Pulse sind auch nicht hochfrequent) sind sowil der Eingang als auch der Ausgang ein fetter Kurzschluß gegen Masse. Über die Versorgung könnte am ehesten was an den Transistor kommen.

Vor allem gebrauchte sind meistens schwächer. Ich habe auch einige neune, die noch nie benutzt wurden, die sind mehrheitlich alles gut, aber auch hier ist einer schlecht. Aber richtig kaputt war keiner, Allerdings reichte die erzielbare Spanne beim Gewinn von 6dB bis 18dB. 17dB sollten es sein. Die meisten schlechten beingen so 13-15dB und haben dann ca. 5-8dB Rauschzahl :-(

Ansonsten habe ich noch die Trimmerkondensatoren im Verdacht, obwohl die sehr ordentlich sind und beim Abstimmen keinerlei Kontaktschwäche zeigen (was bei vielen anderen Teilen der Fall ist, z.B. Schwaiger).

von raeuberhotzenplotz1 - am 30.08.2010 19:36
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