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Radioforum
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vor 7 Jahren, 11 Monaten
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vor 7 Jahren, 11 Monaten
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a_a_a_b, janosch79 (Ex.w_weinmann), Frequenzfieber, Rolf, der Frequenzenfänger, Werner53, Ingo-GL, teucom, Chris_BLN, DX-Matze

Sat-Radioreceiver Technisat STR1 pfeift bei vertikal polarisierten Sendern

Startbeitrag von a_a_a_b am 12.09.2010 20:37

Heyho,
ich habe einen Technisat STR1 zum Radiohören über Satellit (DVB-S). Leider pfeift dieser bei vertikal polarisierten Frequenzen. Das Pfeifen ist auch vorhanden wenn nur das Stromkabel und die LNB-Leitung angeschlossen ist.

Vertikal Low: ziemlich nerviges pfeifen
Vertikal High: nicht ganz so nerviges pfeifen, also leiser bzw. evtl. auch nicht ganz so hochfrequent

Mit einem Torx T9 Schlüssel kann man das Gerät aufschrauben (Aufsätze für Schraubendreher funktionieren nur bei zwei der vier Schrauben, da diese für die anderen beiden zu dick sind weil die Schrauben tief im Gerät versenkt sind).
Leider war es mir nicht möglich das Bauteil, welches den Lärm verursacht zu lokalisieren. Ist ein hochfrequentes Geräusch und meinem Eindruck nach lässt sich die Quelle derartiger Geräusche wohl allgemein schlecht festnageln. Elektronische Bauteile mit etwas Isolierendem zu berühren und leichten Druck auszuüben in der Hoffnung dass es bei einem dann plötzlich leise wird hat leider nicht funktioniert.

Hier ein Foto des Innenlebens:


Hat jemand ne Idee wo das Geräusche herkommen könnte und was man dagegen machen kann?
Ich bin übrigens nicht der einzige, dessen STR1 pfeift. Jedoch weis ich nicht ob alle STR1 bei vertikaler Polarisierung pfeifen.

Antworten:

Zitat
a_a_a_b
Leider war es mir nicht möglich das Bauteil, welches den Lärm verursacht zu lokalisieren. Ist ein hochfrequentes Geräusch und meinem Eindruck nach lässt sich die Quelle derartiger Geräusche wohl allgemein schlecht festnageln.

Tip: Mikrofon ans Oszi hängen, damit ist die Ortung einfach. Das menschliche Ohr eignet sich konstruktionsbedingt im Nahbereich nicht dafür ;).

von teucom - am 12.09.2010 21:11
Ich vermute (!), daß das Pfeifen aus dem Schaltnetzteil ganz rechts außen kommt. Es scheint belastungsabhängig aufzutreten, bei Polarisationsänderung liegt eine andere Spannung am LNB-Ausgang an und vermutlich fließt auch ein etwas anderer Strom.

Nun sind das Bereiche, in denen bis zu 320 Volt anliegen, das ist also keine Modelleisenbahn und kein batteriebetriebener Weltempfänger, sondern gehört in fachmännische Hände. Ich würde da keinem Laien empfehlen, herumzufummeln. Es mag abgedroschen klingen, aber es ist einfach zu riskant. Wenn man mal abrutscht und irgendwo reingreift, lohnt sich das richtig. Ich habe einen Kollegen, der hatte einen ekligen Gleichstrom-Unfall, allerdings in einem "dickeren" Industrie-Gerät. Monatelang war er in der Reha, eine zeitlang war nichtmal klar, ob er überhaupt jemals wieder arbeiten könne. Der Mann ist Anfang 30 und Familienvater...

von Chris_BLN - am 12.09.2010 21:13
Danke für eure schnellen und hilfreichen Antworten.

Ja, selber will ich daran eigentlich auch nicht herumbasteln, sondern die Aufgabe an einen Fachmann abgeben. Für mich stellt sich nur die Frage inwieweit ein solcher da etwas machen kann, die Ersatzteile parat hat und was das dann hinterher kostet. Nicht dass das Gerät hinterher als repariert gilt und dann immer noch pfeift. Das Originaltechnisatersatzteil (falls es sowas gibt) pfeift ja wahrscheinlich selbst....
Man nimmt das Geräusch auch nur als störend wahr, wenn der Receiver in der Nähe steht und dieser recht leise eingestellt ist. Dies ist bei mir in der Küche aber der Fall.

Hat jemand einen Tipp für mich für eine Werkstatt die soetwas sauber, aber bezahlbar reparieren kann?

von a_a_a_b - am 12.09.2010 21:28
Mein DVB-T Receiver pfeift auch, seit ich ihn vor 3 Jahren gekauft habe, aber nur wenn das Gerät im Stand-by ist.

Zum Glück hat das Gerät einen Netzschalter spendiert bekommen und Geräte die ich aktuell nicht brauche, sind sowieso immer vollständig vom Netz getrennt.

von DX-Matze - am 13.09.2010 07:47
Die Schaltregler-Theorie ist plausibel. In dem Fall kommt eine Ringkernspule oder ein Transformator als Schallquelle in Frage.

von Ingo-GL - am 13.09.2010 08:16
tippe auch auf das Schaltnetzteil; bei Laständerungen z.B. wird oft zwischen verschiedenen Modi hin und her geschaltet, z.B. PWM und burst modi; das kann sowohl über den Übertrager ( Abhilfe: eingiessen der Wicklungen ) im niederfrequenteren Bereich, als auch über Kondensatoren, die durch solche Stossströme zu mechanischen Schwingungen angeregt werden, im höherfrequenten Audiobereich die Luft in Schwingung versetzen ( Abilfe: Austausch durch " schwingungsarme " Kondensatoren. )

von Werner53 - am 13.09.2010 08:53
Zitat
Chris_BLN
Nun sind das Bereiche, in denen bis zu 320 Volt anliegen, das ist also keine Modelleisenbahn und kein batteriebetriebener Weltempfänger, sondern gehört in fachmännische Hände. Ich würde da keinem Laien empfehlen, herumzufummeln. Es mag abgedroschen klingen, aber es ist einfach zu riskant. Wenn man mal abrutscht und irgendwo reingreift, lohnt sich das richtig. Ich habe einen Kollegen, der hatte einen ekligen Gleichstrom-Unfall, allerdings in einem "dickeren" Industrie-Gerät. Monatelang war er in der Reha, eine zeitlang war nichtmal klar, ob er überhaupt jemals wieder arbeiten könne. Der Mann ist Anfang 30 und Familienvater...


Eins ist Fakt. Mit Spannungen über 60 V ist nicht zu spaßen.
Aber durch den Einsatz eines Trenntrafos ist die größte Gefahr eines Körperstrom-Fluss gebannt. Sowas sollte ein keinem Bastelkeller fehlen.
Wichtig ist auch darauf zu achten, dass sich beim Handtieren alle Kondensatoren entladen haben. Das kann auch ganz schön Aua machen.
Wem das jetzt alles zu fremdlich erscheint: Finger weg!



von janosch79 (Ex.w_weinmann) - am 13.09.2010 10:05
Zitat
w_weinmann
Eins ist Fakt. Mit Spannungen über 60 V ist nicht zu spaßen.
Aber durch den Einsatz eines Trenntrafos ist die größte Gefahr eines Körperstrom-Fluss gebannt. Sowas sollte ein keinem Bastelkeller fehlen.
Wichtig ist auch darauf zu achten, dass sich beim Handtieren alle Kondensatoren entladen haben. Das kann auch ganz schön Aua machen.
Wem das jetzt alles zu fremdlich erscheint: Finger weg!


Die Punkte sind mir zwar klar, aber ich werde es trotzdem auf jedenfall von einem Fachmann machen lassen.
Hat jemand noch einen Tipp für mich wo ich es "reparieren" lassen sollte?

von a_a_a_b - am 13.09.2010 10:35
Sollte sich bei einem Neupreis von 115 EUR kaum lohnen. Wenn Dich das Piepen stört dann ab in die Bucht damit und einen anderen Receiver gekauft...

von Frequenzfieber - am 13.09.2010 11:27
@Frequenzfieber: Leider kenne ich keinen anderen Receiver der Radiotext Plus anzeigen kann und eine ähnlich gute Fernbedienung hat.

von a_a_a_b - am 13.09.2010 14:03
Vielleicht mal ein anderes LNB probieren oder noch besser einen Multiswitch dazwischenschalten, wenn noch nicht vorhanden. Dann wird die Last am Receiver geringer und das Pfeifen verschwindet eventuell.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 13.09.2010 17:43
@Rolf: Einleuchtende Überlegung, aber der Receiver hängt schon am Mulitswitch (Technisat 17/8).

von a_a_a_b - am 13.09.2010 19:52
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