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Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz und neu auf 107,9 in DRM+

Startbeitrag von dxbruelhart am 10.10.2010 11:12

Radio Maria sendet jetzt aus Torino auf 55.8 Mhz im Band I.
Diese fast schon wieder totgesagte digitale Modulationsart kommt durch Radio Maria wieder auf den Tisch: Ums kommende Wochenende veranstaltet man in Turin Tage der offenen Türe und zeigt den Senderstandort und führt die Empfangbarkeit in DRM+ vor:

http://portale.italradio.org/index.php?name=News&file=article&sid=1880

Radio Maria a Torino in DRM+

Trasmissioni

(LC, 09 Ott 2010) - Radio Maria ha iniziato a Torino il primo test di trasmissione in Italia in Banda I (55,8 MHz) in modalità DRM+.
L'Associazione Radio Maria, World Family of Radio Maria e Fondazione Formare annunciano un convegno per gli interessati alla sperimentazione DRM+ per i giorni 19-20-21 ottobre 2010, con visite guidate alle postazioni radio e analisi della copertura del segnale.


In un comunicato diffuso giovedì, l'Associazione Radio Maria, World Family of Radio Maria e Fondazione Formare rendono noto di aver promosso un pool tecnico di esperti per sperimentare il DRM+ per la durata di un anno nell'area metropolitana di Torino. Una licenza è stata rilasciata allo scopo dal Ministero dello Sviluppo Economico Dipartimento per le Comunicazioni. La sperimentazione avverrà congiuntamente in Banda I ed in Banda II (FM) in modalità combinata con l'obiettivo primario di verificare i parametri di affidabilità, qualità e polifunzionalità del sistema DRM+, con possibili applicazioni anche in aree internazionali dove già opera il network World Family of Radio Maria, presente in 53 Paesi nei cinque continenti.

Il convegno annunciato per il 19-20-21 ottobre 2010, con visite guidate alle postazioni radio e analisi della copertura del segnale, ospiterà in particolare il 20 ottobre interventi e relazioni dei responsabili dei soggetti promotori
presso l'Hotel Victoria a Torino (via Nino Costa 4).

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 Mhz in DRM+

Heute startet Radio Maria tatsächlich auf 55,8 in DRM+:
Giampiero Bernardini schreibt in seinem Blog http://rxreport.blogspot.com/2010/10/parte-la-sperimentazione-del-drm.html :

lunedì, ottobre 18, 2010
Parte la sperimentazione del DRM+
DRM+
Radio Maria inizia il primo test di trasmissione in Italia
nell'area di Torino sulle bande I e II VHF

Associazione Radio Maria, World Family of Radio Maria e Fondazione Formare hanno congiuntamente promosso un pool tecnico di esperti al fine di realizzare, per la prima volta sul territorio nazionale, test di trasmissione in DRM+.

Il DRM+ è parte del sistema di trasmissione DRM (Digital Radio Mondiale) che utilizza frequenze comprese in uno spettro tra 0.1 MHz e 174 MHz. Questa innovativa tecnologia permetterà di offrire una qualità migliore del segnale unitamente ad una trasmissione contemporanea di tipo analogico e digitale, con caratteristiche di propagazione che si prestano a soddisfare le molteplici esigenze delle emittenti in relazione al rispettivo bacino d’utenza.

I membri del pool assicureranno la disponibilità di risorse tecnologiche e conoscenze professionali tali da consentire lo svolgimento dei test, per la durata di un anno, nell'area metropolitana di Torino in virtù di una licenza rilasciata dal Ministero dello Sviluppo Economico Dipartimento
per le Comunicazioni.

La sperimentazione avverrà congiuntamente in Banda I ed in Banda II (FM) in modalità combinata, tramite le strutture allestite assieme al CSP innovazione nelle ICT

Obiettivo primario è la verifica dei parametri di affidabilità, qualità e polifunzionalità d’uso del sistema DRM+, con possibili applicazioni anche in aree internazionali ove già opera il network World Family of Radio Maria, presente in 53 Paesi nei cinque continenti (www.radiomaria.org).

La frequenza in Banda I è 55.8 Mhz dal trasmettitore Torino Torre Bert

Un simposio dedicato a tale sperimentazione si terrà nei giorni 19-20-21 ottobre 2010, con visite guidate alle postazioni radio e analisi della copertura del segnale. La giornata centrale di mercoledì 20 ottobre sarà caratterizzata da interventi e relazioni dei responsabili dei soggetti promotori all’Hotel Victoria a Torino (via Nino Costa 4, sito web: http://www.hotelvictoria-torino.com/). E’ prevista, solo in tale data, la partecipazione degli
addetti ai lavori e rappresentanti della stampa che si saranno accreditati entro il 15 ottobre.

Per contatti: ingegner Claudio Re reclaudio-(at)-alma.it
Pubblicato da Giampiero Bernardini a 4:56 PM



von dxbruelhart - am 19.10.2010 03:48

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 Mhz in DRM+

Also, man kann die alten VHF-Band-I Antennen aufbewahren, soweit man sie hat.
Mit welcher Leistung wird es gesendet?
Welche DRM+ Empfänger gibt es auf dem Markt?
Gibt es vielleicht auch Software Defined Radio für VHF (alle Bänder)?

Gruß

einer_aus_bruehl

von einer_aus_bruehl - am 19.10.2010 08:57

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 Mhz in DRM+

Interessant! Und wieder ist Torino (Turin) als "Pionierstadt" gewählt. Das war doch schon vor 60 Jahren so, als dort im VHF I Kanal C das Fernsehen propagiert wurde mit der Möglichkeit, den im UKW-Bereich liegenden Ton der Kanal C-Spezifikation mit einem normalen UKW-Radio zu hören.

Interessant auch, dass es gerade Radio Maria ist, welches hier weit in die Zukunft blickt. Dort sitzen - auch in anderen Belangen - ganz offensichtlich - echte Profis an den Schalthebeln.
Es ist offenbar sinnvoll zu hoffen, dass das VHF I -Band für den Rundfunk gerettet werden könnte. Für DX aus Italien eröffnet dies interessante neue Perspektiven.

@ admin: Könnte man im Thread-Titel für diese wirkliche Pionierleistung nicht 55.8 Mhz durch das richtige 55.8 MHz ersetzen ;)

Zum Glück kann ich da noch auf eine alte Kanal 3 Antenne zurückgreifen. Hole sie gerade vom Estrich runter;)



von audion - am 19.10.2010 13:16

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 Mhz in DRM+

Zitat
-faro-
@ admin: Könnte man im Thread-Titel für diese wirkliche Pionierleistung nicht 55.8 Mhz durch das richtige 55.8 MHz ersetzen ;)

Wenn schon, dann 55,8 MHz. Sind ja nicht in den USA ...

von andimik - am 19.10.2010 13:47

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 Mhz in DRM+

@andimik

Na ja, dies hingegen scheint etwas an den Haaren herbei gezogen ...

MHz ist "physikalisch" richtig und weltweit genormt.

Hingegen: . oder , wird regional unterschiedlich gehandhabt und hat mit physikalischer Normierung nichts zu tun. Das Komma ist nur eine Krücke, weil sich die Punkte - wie sie in Naturwissenschaften üblich sind - mit Kugelschreiber usw. nicht ordentlich deutlich darstellen lassen (auf einem PC aber schon). Gedruckt in anständigen naturwissenschaftlichen Büchern wird jedenfalls der Punkt. ;)

von audion - am 19.10.2010 14:30

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 Mhz in DRM+

Punkt oder Strich.... wen interessiert's?

Weit spannender ist doch die Sache an sich, dass auf VHF-Band-I in DRM+ gesendet wird. Wie lange soll da getestet werden? Und ja... die Leistung wäre schon spannend und auch, welche Empfänger dafür schon verfügbar sind.

von delfi - am 19.10.2010 14:33

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Das genau Radio Maria damit beginnt, wundert mich nicht. Die haben ja auch auf UKW ein quasi flächendeckendes Versorgungsgebiet. Radio Maria ist immer und überall in Italien empfangbar.

Radio Maria kriegt durch Spenden anscheinend genug Geld rein, dass sich sich anscheinend alles leisten können....

von RTL 102.5 Fan - am 19.10.2010 14:55

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Toll, noch ein Standard, für den es keinen Empfänger gibt. Digitalradio muss endlich anfangen, Gegenwart zu werden. Mit immer noch einem neuen Standard und "bald" ganz tolle Superduperempfängern, die "demnächst" auf den Markt kommen; und die, wenn sie denn tatsächlich mal auf den Markt gekomemn sind, sich gleich zu den DSR-, ADR- und herkömmlichen DAB-Empfängern gesellen.

Insofern ist die DRM+-Aufschaltung eine nette technische Spielerei, mehr auch nicht. Hoffen wir, dass sich wenigstens DAB+ einigermaßen durchsetzt. Dafür aber sollten alle auf dieses Pferd setzen, statt den Verbraucher immer weiter zu verwirren.

von Alqaszar - am 19.10.2010 18:09

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat

Die haben ja auch auf UKW ein quasi flächendeckendes Versorgungsgebiet.


Und genau darum ist es doch eigentlich verwunderlich, dass sie mit DRM+ testen. :eek:

Nun ja, radiotechnisch ist dies natürlich ein Meilenstein. :spos:

von audion - am 19.10.2010 18:11

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat

Hoffen wir, dass sich wenigstens DAB+ einigermaßen durchsetzt. Dafür aber sollten alle auf dieses Pferd setzen, statt den Verbraucher immer weiter zu verwirren.


Dazu sag ich nur, dass ich in Italien selbst, obwohl dort DAB/DAB+ gesendet wird, keinen Empfänger gefunden hab, und zwar bei einem extra großen Media World (dasselbe wie bei uns Media Markt) und bei einem anderen Geschäft. Die bieten nur UKW Empfänger an...

Und in Österreich weiß vielleicht 0,01 % der Bevölkerung, was DAB überhaupt ist, der Rest kann damit gar nichts anfangen...

von RTL 102.5 Fan - am 19.10.2010 18:12

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Ich denke mal das man Empfänger mäßig ein wenig tricksen muss.
Dabei hatte ich an einen VHF Band I Konverter gedacht der das Signal in den KW Bereich umsetzt.

Hier sollte man mal bei den Funkamateuren schauen die haben doch 6m Konverter die z.b in das 10m Band umsetzen.

von _Yoshi_ - am 19.10.2010 18:23

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat
RTL 102.5 Fan
Und in Österreich weiß vielleicht 0,01 % der Bevölkerung, was DAB überhaupt ist, der Rest kann damit gar nichts anfangen...

Was?! :eek: ...dann frag´ mal im Ruhrpott nach, besonders in Dortmund: Dort kennt jeder das leckere DAB! :cheers:

von Internetradiofan - am 19.10.2010 19:50

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zukunftsmarkt DRM+? Da muss ma aber schon sehr leichtgläubig für sein. Insofern ja die richtige Zielgruppe...

von Bolivar diGriz - am 20.10.2010 08:20

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat

Da muss ma aber schon sehr leichtgläubig für sein. Insofern ja die richtige Zielgruppe...


Vielleicht gut klingendes Wortspiel, ob aber auch richtig :confused:

Bekanntlich ist man in der Schweiz haarscharf an HD-Radio vorbeigeschrammt. HD-Radio oder auch DRM+ haben einfach den schon x-mal erwähnten Vorteil, dass sie auch für Sender-Betreiber bezahlbar sind, die nicht von Steuergeldern leben. Ferner entfällt bekanntlich der Multiplexzwang.

DRM+ im VHF-Band I umgeht nun zusätzlich auch die technischen Nachteile von HD-Radio (Eröffnung im überfüllten UKW-Band bei zu grosser Sende-Bandbreite, Gleichwellenunmöglichkeit wegen Analog-Altlast usw.). Da kann ich mir gut vorstellen, dass die "Leichtgläubigen" ganz erheblich weiter - als es im ersten Moment scheinen mag - über den Tellerrand hinaussehen.

von audion - am 20.10.2010 08:44

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat

DRM+ im VHF-Band I umgeht nun zusätzlich auch die technischen Nachteile von HD-Radio (Eröffnung im überfüllten UKW-Band bei zu grosser Sende-Bandbreite, Gleichwellenunmöglichkeit wegen Analog-Altlast usw.). Da kann ich mir gut vorstellen, dass die "Leichtgläubigen" ganz erheblich weiter - als es im ersten Moment scheinen mag - über den Tellerrand hinaussehen.


Das sehe ich genauso.
Mich wundert es nur, dass ein christlicher Sender in punkto Technik experimentiert. Aber, warum nicht?:hot:

von Max1 - am 20.10.2010 10:25

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat
Max1
Mich wundert es nur, dass ein christlicher Sender in punkto Technik experimentiert.

Dann hast du noch nie was von Radio HCJB gehört! :)

von kielerförde - am 20.10.2010 10:34

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Egal welcher Übertragungsweg, egal welches Format: Armes Turin.

von Freifläche - am 20.10.2010 11:05

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat
Freifläche
Egal welcher Übertragungsweg, egal welches Format: Armes Turin.


Meinst du das auf das Programm bezogen? ;)

von RTL 102.5 Fan - am 20.10.2010 11:55

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat

Meinst du das auf das Programm bezogen? ;)


Nein, er meint nur, dass er, obwohl er nichts substanzielles zu sagen hat, unbedingt etwas schreiben will. :D

von audion - am 20.10.2010 14:23

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Will man substanzielles lesen, muss man andere Foren lesen :D
Aber erbsthaft: Ich bezog es auf das Programm. Bei diesen reaktionären Halleluja-Schleudern passt halt auch nichts mit Inhalt...

von Freifläche - am 20.10.2010 14:45

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat
Freifläche
Will man substanzielles lesen, muss man andere Foren lesen :D
Aber erbsthaft: Ich bezog es auf das Programm. Bei diesen reaktionären Halleluja-Schleudern passt halt auch nichts mit Inhalt...


Ich habe auch keine positive Meinung zu Radio Maria, nicht dass ich was dagegen habe, dass die Kirche auch via FM ihre "Inhalte" rüberbringen will, aber Radio Maria ist doch eher etwas übertrieben. Denn man will möglichst viele Menschen davon überzeugen, für Radio Maria zu spenden...

von RTL 102.5 Fan - am 20.10.2010 14:54

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Ich möchte auch an andere Kirchensender erinnern, die Technisches neu ausprobiert haben: Neuapostolische Kirche auf Kopernikus im 12,5 GHz-Band, das auch fast keiner empfangen konnte.

von andimik - am 20.10.2010 15:21

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat

Denn man will möglichst viele Menschen davon überzeugen, für Radio Maria zu spenden...


Das ist noch alleweil viel besser, als Zwangseintreibungen via GEZ-Schergen bei den OeRs. Ferner wird man nicht von Werbung zugemüllt und von etwas müssen wohl auch die leben. Immerhin geschieht dies auf freiwilliger Basis! :D

Zitat

Bei diesen reaktionären Halleluja-Schleudern passt halt auch nichts mit Inhalt...


Solche Aussagen sagen eigentlich alles - aber über ihren Verfasser :D

von audion - am 20.10.2010 16:42

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Lieber -faro-,

als aktiv lebender Christ mache ich mir nun einmal meine Gedanken über die institutionalisierte Hetze, die von Radio Maria verbreitet wird, die nichts, aber auch absolut nichts mit den Inhalten des Neuen Testaments zu tun hat. Wenn Duu dazu nicht in der Lage bist, und hier lieber persönlich wirst, bleibt das Deine Sache.

von Freifläche - am 21.10.2010 06:54

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

@ Freifläche

Zitat

... über die institutionalisierte Hetze, die von Radio Maria verbreitet wird,...


Du verwechselst im günstigsten Fall RM mit RM Polen. Andernfalls müsste ich Deine Worte als Hetze betrachten. (... "reaktionäre Halleluja-Schleudern..." , früheren Forums-Beitragen nachgeplappert, aber wenig sachlich, schon eher persönlich und emotional).

Immerhin geht es hier um DRM+ und nicht um Verunglimpfung des Senderbetreibers. Letzteres kann von mir aus im OT-Forum abgeladen werden.

Für mich ist damit dieser OT-Fall aber beendet.

von audion - am 21.10.2010 10:06

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Ich denke wir sollten uns wieder der Technischen Seite und Dekodierung des Programms konzentrieren.
Es geht einzig darum ob es machbar ist das Programm zu empfangen und Hörbar zu machen,
und was da als Programminhalt gesendet wird kann dabei ja erst mal egal sein.

Ich könnte mir vorstellen das bei ES das Signal auch bei uns zu empfangen ist.

Kann eigentlich die Software Dream DRM+ Dekodieren ?



von _Yoshi_ - am 21.10.2010 15:52

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Die aktuelle Ausgabe, glaube ich, nicht, aber SoDiRa kann das.

von kielerförde - am 21.10.2010 15:55

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Schaut mal auf http://radio.it/ ...

von andimik - am 27.10.2010 20:16

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Scheinbar entwickeln die Hallelujah-Schleudern große Motivation, wenn es darum geht, das, was sie für Gottes Wort halten, in alle Himmelsrichtungen zu senden. Ich erinnere mal an TWR, WYFR und wie sie alle heißen. Die haben schon immer die kleinste technische Nische genutzt, um darin aufzutauchen.

Radio Maria hat bereits jetzt das dichteste UKW-Netz eines Privatsenders in Italien.

FMLIST zeigt 785 Standorte für Radio Maria (ohne die Südtiroler Variante), zum Vergleich: Rai Radio 1 wird mit 865 Stationen gelistet. Die anderen großen Networs wie RMC, Radio Capital, RDS, RTL 102.5 etc haben so zwischen 200 und 500 Frequenzen.

Und zum Ausgleich gibt es ja Radio Radicale.

von Alqaszar - am 27.10.2010 23:14

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat
alqaszar
Scheinbar entwickeln die Hallelujah-Schleudern große Motivation, wenn es darum geht, das, was sie für Gottes Wort halten


:joke:

Zitat

Radio Maria hat bereits jetzt das dichteste UKW-Netz eines Privatsenders in Italien.


Das stimmt! In quasi jedem Tal Italiens gibt es Radio Maria, ob das das hintereste Tal der Alpen, ein Kaff in der Toskana oder ein Mafiadorf in Kalabrien ist, Radio Maria gibt es überall.

Als ich jemanden von meinen Bandscan in Bad Mitterndorf (Steiermark) erzält hatte, und eben erwähnt habe, dass dort Radio Maria empfangbar ist, kam gleich die Antwort: "Ja, das war klar, die gibts ja überall". ;)






von RTL 102.5 Fan - am 28.10.2010 08:09

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat

alqaszar: Scheinbar entwickeln die Hallelujah-Schleudern große Motivation, wenn es darum geht, das, was sie für Gottes Wort halten, in alle Himmelsrichtungen zu senden.


Ähmm, wo ist da der radiotechnische Aspekt?

Für Leute mit Lebens-Frust wäre das OT-Forum besser geeignet. Dort könnten auch Vorschläge für den Ersatz der peinlich abgegriffenen Phrase "H.- S." gemacht werden. Die Linken sind doch wenigstens in ihrer Theorie für Toleranz? :cool:

Im Übrigen: Ein Sender ohne "Motivation" wird früher oder später wohl qrt machen müssen (es sei denn, er hänge denkmal-geschützt am Fiskus, bzw. an Zwangsgebühren).

von audion - am 28.10.2010 13:12

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Ich habe mich jetzt mal um den Senderstandort von Radio Maria gekümmert, von wo man in DRM+ sendet:
Bei Giampiero Bernardini fand ich die Angabe des Standort Torino Torre Belt http://rxreport.blogspot.com/2010/10/drm-la-sperimentazione-torino.html
Durch weitere Internetrecherche fand ich dann diese Seite, die mir genauere Angaben zu Torre Belt und auch die Koordinaten dieses Standorts bieten: http://home.arcor.de/satellitenwelt/jc_turin.htm
Torino Torre Belt ist hier: 45° 2'37.28"N 7°42'12.98"E

von dxbruelhart - am 28.12.2010 21:21

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Kann jemand bestätigen, ob in Turin wirklich schon/noch gesendet wird?

Radio Horeb erfuhr in Bayern schon mal relativ große Unterstützung, als es in München eine UKW-Frequenz zu vergeben gab; domradio dient in NRW auch als Frequenzbesetzer, damit die Frequenzen nicht an Anbieter gehen, welche den bestehenden Veranstaltern Konkurrenz machen würden.

Insofern bekommen diese Sender Frequenzen, gerade weil sie nicht so viel gehört werden. Paradox.

Was Radio Maria Italien angeht: Dieser Sender gehört NICHT der katholischen Kirche, auch wenn man ihr naturgemäß nahe steht. Letztendlich aber lohnt es sich zum besseren Verständis, den italienischen Katholizismus näher zu betrachten und vor allem das Verhältnis zwischen dem Papst und dem italienischen Staat näher zu beleuchten.

Italien ist, genau wie Deutschland, erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein "Nationalstaat" geworden. Im Norden herrschte bis dahin, grob gesagt, Österreich, im Süden Spanien und in der Mitte der Papst. Eine Einigung Italiens war also nur gegen den Papst denkbar, der mit seinem Kirchenstaat auch weltliche Macht ausübte.

Die Einigung Deutschlands kam durch den Bismarckschen Krieg gegen Frankreich zustande, in dem die süddeutschen Staaten an der Seite des preußisch dominierten norddeutschen Bundes traten und an dessen Ende die Schaffung des deutschen Reichs unter Ausschluss der Österreicher und damit der Habsburger stand.

Zu dieser Zeit aber war Frankreich die größte Schutzmacht des Papstes. Italien, schon fast geeint, nutzte die Gunst der Stunde, als die Franzosen ihre Truppen abzogen, besetzten Rom und erklärten es 1871 zur italiensichen Hauptstadt.

Italien ist also eine Gründung expizit gegen die katholische Kirche, und es war Katholiken bei Strafe der Exkommunizierung verboten, sich am politischen Leben des Staates zu beteiligen. Der Papst gerierte sich als Gefangener hinter den Mauern des Vatikans. Erst 1929 wurde durch die Lateranverträge, die Mussolini mit dem Papst schloss, wieder ein souveräner Papststaat hergestellt und vor allem das Verhältnis zwischen Staat und Kirche entspannt.

So ist es kein Wunder, dass in italien auch das konservative Bürgertum durchaus distanziert zum Papst steht, auch wenn man selbstverständlich Mitglied der Kirche ist. Dieses Doppeldeutigkeit von Religion und Bürgertum lässt sich auch auf die "kleinen Leute" abbilden, welche ihrerseits mit einigen abergläubischen Riten und Kulten nicht immer in Übereinstimmung mit der reinen Lehre der katholischen Kirche stehen.

Diese Doppeldeutigkeit prägt also bis heute das politisch-religiöse Leben in Italien. Staat und Kirche stehen in einem kompliziert ausgewogenen Verhältnis zueinander. Man erkennt es, wenn beispielsweise Silvio Berlusconi den Begriff "Katho-Kommunisten" benutzen kann, um damit seine Gegner bei den Linken, aber eben auch im katholisch-konservativen und katholisch-liberalen Bereich zu brandmarken.

Denn, so katholisch man auch ist, so viele Heiligenbildchen auch die Wände der Wohnung zieren, wie prominent auch der St.-Franziskus-Kalender an der Küchenwand hängt, am Ende misstraut man der Institution Kirche doch wieder.

Daher kann Radio Maria auch nur in Italien deshalb erfolgreich sein, wenn es mehr der "Volksfrömmigkeit" nachgeht als das, was der Papst in seinen Büchern schreibt. Die Italiener können mit dem verkopften Ratzinger sowieso wenig anfangen, sie mochten den tatkräftigen Wojtlya auch lieber.

Dabei ist Radio Maria im wesentlichen unpolitisch, und wenn, dann eher eine Oase innerhalb des von Berlsuconi dirigierten Skandalgewitters und nicht enden wollenden Showgetöses. Daher ist es kaum verwunderlich, wenn die Italiener lieber Radio Maria unterstützen als der Kirche selbst ihre Kirchensteuer zahlen (man muss in Italien jedes Jahr festlegen, wem man die Kirchensteuer zahlt; als diese Regelung eingeführt wurde, sind alle davon ausgegangen, dass es immer die katholische Kirche ist; aber es war eben keine wirkliche Kirchensteuer, da man ja wählen konnte).

Insofern haben die einfach auch die Mittel dazu, ein wenig zu "spielen" und DRM in VHF-I zu probieren, auch wenn das nur eine Speilerei bleiben sollte.

von Alqaszar - am 29.12.2010 00:47

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Auf radio.it war das Spectrum abgebildet, ich bin dort aber nicht registriert, sonst könnte ich remote das Band durchscannen ...

von andimik - am 29.12.2010 08:20

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Das DRM-Rauschen auf der 55.80 kann auf folgendem Stream gehört werden: http://Torino.radio.it:1234/
Sie senden also wirklich.

von dxbruelhart - am 29.12.2010 08:30

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat
alqaszar
Dabei ist Radio Maria im wesentlichen unpolitisch, und wenn, dann eher eine Oase innerhalb des von Berlsuconi dirigierten Skandalgewitters und nicht enden wollenden Showgetöses. Daher ist es kaum verwunderlich, wenn die Italiener lieber Radio Maria unterstützen als der Kirche selbst ihre Kirchensteuer zahlen (man muss in Italien jedes Jahr festlegen, wem man die Kirchensteuer zahlt; als diese Regelung eingeführt wurde, sind alle davon ausgegangen, dass es immer die katholische Kirche ist; aber es war eben keine wirkliche Kirchensteuer, da man ja wählen konnte).


Egal ob im hintersten Südtiroler Alpental, in der Gasse von Florenz, Rom oder Neapel oder auf Sizilien, Radio Maria gibt es überall. Das Sendernetz ist wirklich beeindruckend, bei jedem Scan in Italien ist bei mir Radio Maria dabei, oft als einziger Sender.

Ich kann nur sagen, dass die Italiener ein recht gläubiges Volk sind, denen die katholischen Bräuche durchaus was bedeuten.
Auf der anderen Seite steht das moderne Lifestyle-Leben, das kleiden nach den neuesten Trends un vieles mehr.
Es ist durchaus anzunehmen, dass nicht nur paar alte Klosterschwestern Radio Maria hören, die Jugend aber größteils aber sicherlich nicht.
DXPG hat mal in Aviano einen Mitschnitt von Deejay aufgenommen, wo Deejay fest über Radio Maria herzog. Radio Maria provoziert durchaus und sorgt für reichlich Diskussion!

Ich kann sowohl die deutschsprachige als auch italienische Version empfangen (jeweils 15 km) , käme aber nie auf die idee das länger als 10 Minuten zu hören.


von RTL 102.5 Fan - am 29.12.2010 11:29

Re: Radio Maria sendet jetzt in Turin auf 55,8 MHz in DRM+

Zitat
RTL 102.5 Fan
Ich kann nur sagen, dass die Italiener ein recht gläubiges Volk sind, denen die katholischen Bräuche durchaus was bedeuten.


Stimmt, und das erklärt den Erfolg von Radio Maria sehr gut. Man muss aber auch sehen, dass diese Frömmigkeit nicht unbedingt immer komplett Deckungsgleich mit dem ist, was die Kirche darunter versteht. So gibt es in Italien durchaus auch Bräuche, welche die Kirche schon seit Jahrhunderten mit ihrem Bann belegt hat, die aber immer noch durchgeführt werden, besonders im Süden.

Außerdem gibt es starke katholische Laienorganisationen, die sich notfalls auch mit der Mama Chiesa anlegen.

Mit den inBlu-Netz und TV2000 gibt es ja Konkurrenzprodukte, die von der italiensichen Bischofskonferenz dezidiert unterstützt werden. Ich habe den Eindruck, auch und genau um Radio Maria etwas entgegenzusetzen.

von Alqaszar - am 29.12.2010 16:38
Radio Maria sendet jetzt neuerdings auf 107,9 vom Standort Colle Maddalena in DRM+ !
Das ist insofern auch hochinterssant, da der Standort Colle Maddalena auch gut und gerne nördlich der Alpen empfangen werden kann.

Die Meldung kommt von Giampiero Bernardini; online ist das ganze hier zu finden:
http://air-radiorama.blogspot.com/2011/11/drm-test-in-fm-sui-107900-di-radio.html


von dxbruelhart - am 19.11.2011 16:25
Man fasst es nicht, aber sie tun es!

Da es immer noch keine kommerziellen DRM-Radios gibt, dürfte das in der Tat lediglich ein technischer Test sein. DRM+ hat ja zumindest theoretisch die besten Voraussetzungen, die italienische UKW-Landschaft technisch in digital auszubilden. Für einen Anbieter wie Radio Maria ist es zudem derzeit wohl nicht opportun in DAB/DAB+ zu investieren, weil in Italien weder die Rai (Raiway) noch die Privaten (Aeranti-Corali) wirklich intensiv an dem Thema dran sind. Zwar wird Kanal 12 beim ATO freigehalten, aber er wird noch bis nächstes Jahr in großen Teilen des Landes analog genutzt.

Ob DAB in Italien dann Kanal 12 langfristug nutzen kann, steht auch noch in den Sternen. Die Kanöle 61 bis 69 sollen ja künftig für mobiles Internet genutzt werden. Da aber in Italien, besonders in Ballungsbieten, fast alle Kanale von 5 bis 69 lücklenlos belegt sind, und zwar auch nach dem ATO auch von DVB-T, ist fraglich, ob man für ein bisschen Digitalradio auf den Kanal 12 für DVB-T verzichten will. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Kanal 13 (230 bis 237 MHz) für DVB-T genutzt werden könnte. In Italien ist das noch recht offen.

Warum diese längliche Erklärung?

Bisher hat Berlusconi die Medienpolitik des Landes bestimmt, und das schon länger als die 17 Jahre seiner Ära. Schon vor 1994 hat er -- vor allem über die Regierung Craxi -- massiven Einfluss auf die Mediengesetzgebung genommen, die ihm letztendlich das Quasi-Monopol sicherte. Dazu gehört, dass es einerseits kein Kabelfernsehen gab, so dass es also keinen Zugang zu den Haushakten gab außer der Terrestrik (zu dieser Zeit, Ende 1970er, Anfang 1980er, hat man noch nicht an den Satellitendirektempfang gedacht), andererseits es aber keine Regelung für den Zugang zu terrestrischen Frequenzen gab.

So konnte letztlich der Wildwuchs entstehen, der in Italien auf UKW immer noch herrscht. Für den TV-Bereich aber bedeutete das: Der mit dem meisten Geld kann am schnellsten alle Frequenzen verstopfen und sich das Monopol sichern.

Genau das hat Berlusconi getan, und genau deshlanb umfasste Mediaset schon ziemlich schnell 3 verschiedene terrestrische Kanäle.

Bei der Umstellung nach DVB-T hat Berlusconi ebenfalls dafür gesorgt, dass er die meisten Frequenzen bekommt. Ende November läuft in Italien ein "beauty contest" ab, der die Belegung einiger restlichen Frequenzen im Bereich DVB-T regelt. Mit dem Machtverlust Berlusconis ist dessen Ausgang nun wieder völlig offen.

Niemand in Italien kann also derzeit sagen, wie die Zukunft des Radios aussieht. Während DAB/DAB+ hier zumindest auf Zweifel trifft, gibt es in Italien nicht einmal eine intensivere Diskussion darüber.

Kein Wunder also, dass ein ambitionierter Sender da ein wenig experimentieren muss. Und Radio Maria legt ja wert auf die Verbreitung.

von Alqaszar - am 19.11.2011 18:01
Zitat
alqaszar
Dazu gehört, dass es einerseits kein Kabelfernsehen gab, ...


Wenigstens eine gute Hinterlassenschaft des Cavaliere :spos:

von audion - am 19.11.2011 19:44
Zitat
Schon vor 1994 hat er -- vor allem über die Regierung Craxi -- massiven Einfluss auf die Mediengesetzgebung genommen, die ihm letztendlich das Quasi-Monopol sicherte.


Richtig, das war bereits 10 Jahre früher, also 1984 der Fall. Man erinnert sich noch an die Abschaltungs-Aktion seiner Sender in diversen Regionen Italiens durch die Prefäkturen, wo man keine Sendungen mehr von Canale 5, Italia 1 und Rete 4 sehen konnte, die massive Medienberichterstattung seiner Zeitschriften (hier vor allem TV Sorrisi e Canzoni) tat ihr übriges.

Danach machte er massiven Druck auf Craxi und Co. um seine Networks halbwegs zu legalisieren, d.h. zuvor war es nur durch Kuriere und Video-Kassetten-Lieferungen möglich gleichzeitig die selben Sendungen landesweit auszustrahlen, dies taten lokale und regionale Sender, die die Logos seiner Sender neben ihren eigenen einblendeten.

Nachdem dann die verschiedenen Gesetze (Mammi, Maccanico & Co) zu seinen Gunsten verabschiedet wurden, investierte der Cavaliere in landesweite Sendernetzwerke, die er vor allem seiner eigenen Firma Elettronica Industriale anvertraute.

BTW: Wieso ist die Korrektur hier so "eigenständig"? Jedesmal wenn ich den Beitrag editiere verschiebt sich der Text oder einzelne Wörter.

von Francesco210175 - am 19.11.2011 20:28
Auf UKW im CCIR-Band per DRM...wie verquer ist das denn?


von Peter Schwarz - am 19.11.2011 21:38
Dann sollte man mal die 107,9MHz beobachten ob bei ES ein höhrerer Rauschpegel feststellbar ist.




von _Yoshi_ - am 19.11.2011 21:59
Im Rom beispielsweise sind laut dieser Tabelle die Kanäle E5, E6, E8, E9, E10 und E11 mit DVB-T belegt, dazu das komplette Band IV (außer E35, E54 und E58), sowie das komplette Band V. Was soll denn da noch belegt werden?

von freiwild - am 20.11.2011 12:58
Die einzelnen Muxe sind recht unterschiedlich. Je nach verwendeten Übertragungsparametern finden pro Mux 4 bis 30 Programme Platz. Da wäre demnach noch Potential. Das gäbe es acuh mit der Umstellung auf DVB-T2.

von delfi - am 20.11.2011 13:17
DVB-T hat in Italien ja einen viel höheren Stellenwert als woanders. Dort ist es oft Hauptlieferant für TV-Programme, was man in den großen Städten bzw. in den besiedelten Gebieten auch wirklich nachvollziehen kann, hier hat man alles was man braucht, inklusive Pay-TV Sender.

Der "Durchschnittsitaliener" hört weiterhin UKW und wird nicht auf die Idee kommen, auf DAB+ oder sonst was umzusteigen. Die von Leuten nördlich des Alpenbogens gern als "Chaos" verteufelte italienische Radioszene ist im Grunde recht gut aufgeteilt, zumindest gibts hier noch eine breitere Aufteilung als wie beispielsweise in Deutschland. Außerdem, wie schon öfters geschrieben, bemüht man sich in Italien nun, UKW zu ordnen (Abschaffung der 50 khZ Schritte, Standardabstand von 200 khZ etc.). Zumindest in der Emilia/Romagna und im Nordosten merke ich durchaus schon Erfolge.

Erst umlängst wurde das Band im Raum Bologna geordnet: R101 stellte die 107,30 vom Standort "Monte Grande" (der auch in den Südalpen gern noch durchkommt), dafür fuhr Deejay auf der 107,20 mit Leistung hoch, während er die 107,0 aufgibt.

In Deutschland und Österreich merke ich eher gegenteiliges, hier weden willkürlich ohne Verstand Frequenzen "koordiniert", und letztendlich kommt erst wieder ein Durcheinander heraus.



von RTL 102.5 Fan - am 20.11.2011 13:20
Übrigens sendet Radio Maria auf der 107,9 MHz synchron auf UKW und DRM.

Zitat
audion
Wenigstens eine gute Hinterlassenschaft des Cavaliere


Ganz im Gegenteil. Hätte es in Italien Kabelfernsehen gegeben, hätten auch andere Player Zugang zum Markt gehabt. Berlusconi hat sehr geschickt das Kabelfernsehen ausmanövriert und gleichzeitig die Terrestrik mit seinen Sendern "verstopft", so dass niemand anderes mehr in Italien Fuß fassen konnte.

Außerdem ist heute das Problem, dass kein Kabel-Internet gibt und man ich mit der Behelfstechnik "VDSL" abgeben muss, die dann auch nur schmalbandiges Internet von ein paar wenigen MBs bietet. Ist ja in Deutschland in den nicht verkabelten Gebieten auch so. Manche kriechen da mit 6 oder 8 Megs durch die Landen, mancherorts bleibt es sogar bei unter 1!

Kann diese "Böses Kabel"-Propaganda sowieso nicht nachvollziehen. Abgesehen davon, dass in Deutschland bei vorhandenem Kabel ein Schüsselverbot herrscht, gibtes nichts gegen Kabel einzuwenden. Und auch das ist eine Frage der Rechtsprechung und nicht des Breitbandkabels an sich.

Und, wie RTL102.5 Fan, ist DVB-T auch der Hauptverbreitungsweg für TV-Empfang. Das Programmangebot ist besonders in den Städten riesig, in Rom findet der Suchlaf ca. 400 Programme. Ok, vieles ist doppelt, die meisten Sender machen überwiegend Teleshopping, aber dennoch gibt es ein breites Angebot.

von Alqaszar - am 20.11.2011 18:11
Zitat
alqaszar
Abgesehen davon, dass in Deutschland bei vorhandenem Kabel ein Schüsselverbot herrscht, gibt es nichts gegen Kabel einzuwenden.


Allein dieser Einwand wiegt schwer und ist für mich geradezu ultimativ. Es gibt weitere Einwände.

Technisch:
Das Kabel ist ein "Antennenkiller" und letztlich auch ein DVB-T-Killer. Besonders in der Schweiz senden die DVB-T-Sender weitestgehend ins Leere.

Politisch:
Auch ohne den Cavaliere wurde hier dafür "gesorgt", dass nur der Staatsmafiosi darüber senden kann. Ob aber nun ein Cavaliere oder ein Staats-Mafiosi seinen Senf über TV verbreiten, ist mir einerlei. Auch Kabelgesellschaften steuern übrigens, wie und was verbreitet wird.

Es gäbe nur eine lohnende interessante Alternative: Die guten alten Testbilder 24/7.

(Natürlich ist dies auch nur ein möglicher Standpunkt, nämlich der eines Antennenfreaks)

von audion - am 20.11.2011 19:16
Zitat
audion
Zitat
alqaszar
Technisch:
Das Kabel ist ein "Antennenkiller" und letztlich auch ein DVB-T-Killer. Besonders in der Schweiz senden die DVB-T-Sender weitestgehend ins Leere.


Ist doch hier in Deutschland genauso in den Gebieten wo nur die 12 ÖR Sender zu empfangen sind.
Da ist eh alles schon auf Sat umgestiegen oder wo Kabel verfügbar ist nutzt dieses.


von _Yoshi_ - am 20.11.2011 19:20
Hier der Abschlussbericht (in englisch)

http://drm.encours.fr/wp-content/uploads/2012/10/ITU-R_WP6A_512_Turin.pdf

von andimik - am 12.02.2013 13:14
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