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Schweizer Radios mit neuem Klang und Playlist als EPG

Startbeitrag von Karl Kaiser am 04.01.2011 11:43

Letzte Nacht hatte ich mich nach langer Zeit mal wieder auf 13E-Hotbird verirrt
und die vielen Radios über DVB-S durchgehört.
Dabei fiel mir der besondere Klang der schweizer Radios auf,
der schon immer ziemlich sauber war, aber nun ein perfektes Klangbild sendet,
wie ich ich es bisher nur aus Finnland von Ylen Klassinen über 08W-Thor kannte,
der mit nur 192-Rate an den differenzierten Klang des alten DigitalenSatellitenRadios erinnert.

Auch beim neuen Klang aus der Schweiz wird die Rate nicht höher sein
und dennoch das zentrierte und flache Klangbild der ARD trotz 320-Rate weit übertreffen.

Subjektiv hat die Schweiz deutlich mehr Hall und Kanaltrennung,
die beim einseitigen Kopfhörer besonders auffällt.
Der Klang ist sehr nah und präsent - und gleichzeitig räumlich weit offen.
Die Sprechansagen fallen jedoch klanglich aus dem Rahmen.
Anfangs hatte ich nur ein perfekt produziertes Quellmaterial vermutet,
aber die Qualtät zieht sich durch alle Programme.

Hinzu kommt eine aktuelle Playlist mit Minutenangabe als EPG,
der aber nur sehr wenige Zeichen fasst.
An zweiter Position wird den Sendername mit Slogan angezeigt.

Da hätten Andere auch mal drauf kommen können - aber wer hat's erfunden...

Antworten:

haben die schon seit einigen Wochen, auf den UKW Frequenzen der DRS (SRG) Radios gibts das schon lange.
Optimal dabei ist auch, dass der EPG automatisch bei einem neuen Titel aktualisiert.

von Radiopirat - am 04.01.2011 12:01
Also dieser EPG Funktion gibt es schon lange..

von Jassy - am 04.01.2011 12:12
Ich finde den Klang recht stark processed. Komplett unprocessed ist zum Beispiel SR2 auf ASTRA.

Dieses EPG mit der Playlist hat doch auch der TV Sender Deluxe Music auf ASTRA.

von Spacelab - am 04.01.2011 12:47
SRG-Radio über DVB-C zeigt bei mir leider immer noch keine Playlist im EPG an. Music Choice aber schon....

von radiohead - am 04.01.2011 18:02
Klanglich sind mir persönlich die schweizer U-Musik-Radios über Hotbird trotz 256k viel zu sehr komprimiert, klingt meist nur gering besser als irgend eine Musikbreisender hier auf UKW.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 04.01.2011 19:39
Ganz meine Meinung. Ich finde das ganze zu weit aufgeblasen. Eine genaue Bühnenortung ist da schon nicht mehr zu machen. Natürlich wirkt das ganze im ersten Moment deutlich spektakulärer und bombastischer als ein Sender ohne Soundprocessing der gleich mal stock nüchtern und eng wirkt.

von Spacelab - am 04.01.2011 20:00
Hallo? DVB ist eh komprimiert, das sollte allen Röhrenverstärkerbesitzern hier klar sein. [Satiremodus an] Schande über Euch, dass ihr die Kiste überhaupt an Eure Anlage im gebürsteten champagnerfarbenenen Alu überhaupt anklemmt. Legt eine highfidele Scheibe auf den Transrotor-Plattendreher und ortet Eure Bühne bei Carl Orff oder einer anderen von Audio empfohlenen Platte. [Satiremodus aus]
Ach ja: Ich bin ja selbst Klangfetischist und wäre froh, wenn sich DSR damals durchgesetzt hätte...
PS: Möchte aber positiv erwähnen, dass mich u.a. dieser Thread wieder dazu bewogen hat, ein Posting hier abzusetzen. Also: Bleibt vernünftig...Fachdiskussionen sind immer gern gesehen.

von Peter Schwarz - am 04.01.2011 20:19
Zitat
Peter Schwarz
Ach ja: Ich bin ja selbst Klangfetischist und wäre froh, wenn sich DSR damals durchgesetzt hätte...


DSR schön und gut und ich ärgere mich, dass ich DSR "verpasst" habe (in den 90ern war ich einfach noch zu jung dafür), aber heute wäre DSR reine Platzverschwendung: Sämtliche Audiofiles, die auf den Senderechnern der Funkhäuser liegen, sind bereits komprimiert. In den 90ern sah das einfach anders aus, als noch von Band (analog), CD oder DAT gefahren wurde. Heute gibt's höchstens mal eine Liveübertragung völlig unkomprimiert zu hören.

von DigiAndi - am 04.01.2011 20:27
Zitat
radiohead
SRG-Radio über DVB-C zeigt bei mir leider immer noch keine Playlist im EPG an. Music Choice aber schon....

Da gefällt mir Radiotext wie er dankenswerterweise auch bei den SRG-Programmen mitübertragen wird, doch deutlich angenehmer und zweckmäßiger. Ärgerlich halt, dass es nur wenige Geräte gibt, die ihn mitanzeigen.

von Wrzlbrnft - am 04.01.2011 21:13
Zitat

DSR schön und gut und ich ärgere mich, dass ich DSR "verpasst"


Ich hatte DSR und die Tonqualität bei den SRG-Programmen waren damals eher schlecht. Ich weiss noch, dass bei DRS 3 immer ein leichter Surrton zu hören war und bei Couleur 3 war gegen Ende von DSR so um 2000 herum auch auf einmal die Tonqualität extrem schlecht geworden. Irgendwie war die Musik und die Moderation unterschiedlich laut.

Als ich 2001 wegen definitiver Abschaltung von DSR in der Schweiz auf ADR wechselte war ich dann mit der Klangqualität von Couleur 3 wieder zufrieden. Beim späteren Wechsel von ADR auf DVB konnte ich dann keinen Klangunterschied feststellen.

von radiohead - am 04.01.2011 21:14
Zitat
radiohead
SRG-Radio über DVB-C zeigt bei mir leider immer noch keine Playlist im EPG an. Music Choice aber schon....


Das ist ein Problem von Cablecom, weil nicht der original DVB EPG ab Satellit einspeisen wird.

von PeterA - am 04.01.2011 21:24
@DigiAndi: Das ist das Problem. Eh schon komprimiertes Material wird durchs digitale Pult gejagt, im Optimod verbogen, kommt über die datenreduzierte Leitung auf den Sender und wird empfängerseitig nochmals digital aufbereitet. Was soll da übrig bleiben? Richtig: Ein Soundbrei, der die Ohren auszementiert wie der berühmte schwarze Brei die Mägen in der Hungerzeit. Keine Erholung mehr für die Hörnerven, keine Feinheiten, keine Wärme, nix filigranes. Die Freude bleibt auf der Strecke.
Dass einige Stationen vor allem zuletzt mässig klangen auf DSR lag daran, dass bereits komprimiertes Material zugeführt wurde.
Ich habe mir seinerseits DSR vorführen lassen beim kleinen, inhabergeführten 1-1/2-Mann- Radio/TV-Laden im Ort (ja, den gibt es sogar noch) im Vergleich mit ADR. Testprogramm war Bayern 4. Es lagen Welten dazwischen. Bei DSR ging eine ganze Welt auf...es war begeisternd, auch für mich, der nicht der grösste Klassikfan aller Zeiten ist.

von Peter Schwarz - am 04.01.2011 21:26
Ich denke es kommt auch drauf an was für Endgeräte die Hörer nutzen. Bei Radio via DVB-C und DVB-S ist es ja so, das vermutlich die meisten Hörer nur die im Fernseher integrierten Lautsprecher nutzen. Und der Rest hat dann wohl eine eher mittelmässige Sterioanlage oder ein mittelmässiges Soundsystem angeschlossen. Perfekter Klang ist da eh nicht möglich, aber mit Soundprocessing kann man das schon Verbesserungen erzielen.

von Martyn136 - am 04.01.2011 21:43
Ich kabe keine Röhrenverstärker, sondern nur einen Mittelklasse AVR und ein NuBox-System, selbst damit lässt sich jeder beschissen klingende komprimirte Radiosender einwandfrei entlarven, wenn man ein Ohr dafür hat ;-). Dazu braucht es wahrlich keine High-End-Röhren-Technik, um so etwas raus zu hören ;-).

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 04.01.2011 21:44
Zitat
Martyn136
Ich denke es kommt auch drauf an was für Endgeräte die Hörer nutzen. Bei Radio via DVB-C und DVB-S ist es ja so, das vermutlich die meisten Hörer nur die im Fernseher integrierten Lautsprecher nutzen. Und der Rest hat dann wohl eine eher mittelmässige Sterioanlage oder ein mittelmässiges Soundsystem angeschlossen. Perfekter Klang ist da eh nicht möglich, aber mit Soundprocessing kann man das schon Verbesserungen erzielen.


Soll ich mal ganz ehrlich sein? Meine Meinung:
Als Hörfunkanbieter habe ich dafür zu sorgen, dass mein Signal so gut wie möglich ist. Ich muss immer davon ausgehen, dass der Hörer das beste vom besten hat und daher auch das beste vom besten anbieten. Wenn dann die Hörer aber doch irgendwelche Schrottkisten verwenden, ist das deren Problem.
(Leider denken die meisten aber nicht so.)

von DigiAndi - am 04.01.2011 21:46
Die laufende Titelanzeige bei den schweizer Radios kommt via Sat auch über den DVB-Datenstrom als Radiotext. Gäbe es genügend DVB-C-Tuner die das darstellen könnten, dann wäre auch ohne EPG der laufende Titel angezeigt, es sei denn der MP2-DVB-S-Datenstrom würde komplett neu vom Kabelanbieter aufbereitet und wieder neu komprimiert, dann wäre auch der DVB-Radiotext verschwunden.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 04.01.2011 21:55
Zitat
DigiAndi
Soll ich mal ganz ehrlich sein? Meine Meinung:
Als Hörfunkanbieter habe ich dafür zu sorgen, dass mein Signal so gut wie möglich ist. Ich muss immer davon ausgehen, dass der Hörer das beste vom besten hat und daher auch das beste vom besten anbieten. Wenn dann die Hörer aber doch irgendwelche Schrottkisten verwenden, ist das deren Problem.
(Leider denken die meisten aber nicht so.)


Doch ich vertrete dieses Meinung ebenso. Wer beschissen komprimierten, verhallten, phasenverdrehten, frequenzverfälschten Klang möchte, soll das gefälligst mit der entsrechenden Technik bei sich zu Hause einstellen. Die Original-CDs der letzten 10 Jahre sind meist schon komprimiert genug, Sichwort: "Loundness War". Da muss ein Radiosender in den HiFi-möglichen Übertragungssystemen nicht noch zusätzliche Klangverfälschung mit dazugeben.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 04.01.2011 22:07
Also um erstmal mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen: Röhrenverstärker sind, entgegen der landläufigen Meinung, recht minderwertige Verstärker mit wenig Ausgangsleistung, hohem Klirrgrad, niedrigem Dämpfungsfaktor und ein linearer Frequenzgang sieht auch anders aus. Vor allem der niedrige Dämpfungsfaktor sorgt aber dafür das viele Leute den Klang eines solchen Verstärkers als sehr warm und weich empfinden. Was offenbar einigen gefällt. Aber ein echter High-Ender, der die Musik wirklich so hören möchte wie sie aufgezeichnet wurde, würde nie zu einem Röhrenverstärker greifen. Der greift zu einer reinen Class-A Endstufe und spart sich so auch noch im Winter die Heizung. :D

Zweitens war bei DSR auch sehr viel Einbildung im Spiel. Nicht zu vergessen die miesen Encoder die man damals für ADR und in der Anfangszeit von DVB-S verwendete. Da klangen sogar 320kb/s Sender zum heulen. DSR hatte alleine schon durch die niedrige Abtastrate von 32khz einen recht eingeschränkten Frequenzgang der heute sogar noch von einem MP2 Encoder mit 160kb/s locker geknackt wird. Zudem lag die SNR von 76db und das daraus resultierende Quantisierungsrauschen auf dem Niveau eines alten tragbaren CD Spielers. Dazu kam noch das DSR von den meisten Radiosendern ziemlich stiefmütterlich behandelt wurde. Man war ja noch nicht mal im Stande das schon angesprochene Sirren bei DRS 3 oder eine blöde Brummschleife zu beheben.

Das Hauptproblem bei den DVB Radiosendern entsteht schon im Studio. Schlecht und/oder zu stark komprimiertes Material auf den Sendecomputern und ein brechreizerregendes Sounddesign verderben jeden Spaß am zuhören. Dafür kann aber der MP2 Encoder nichts. Wenn man einen halbwegs vernünftigen Encoder im Einsatz hat kann man auch mit 192kb/s schon einen ganz passablen Klang zaubern. Encodiert mal selbst mit einem MP2 Encoder (z.B. tooLAME) irgendein Musikstück von einer CD. Ihr werdet staunen was man da selbst mit nur 160kb/s noch aus den Boxen zaubern kann. REIN THEORETISCH müssten die ARD Sender also mit ihren 320kb/s einfach nur traumhaft klingen.

von Spacelab - am 04.01.2011 22:28
@Spacelab, leider ist das wirklich nur theoretisch so, die meisten U-Musiksender auf dem ARD-Transponder klingen trotz 320k gequetscht, frequenzverfälscht und mal stärker und mal weniger komprimiert.
Die Klassiksender, besonders die mit AC3-Spur sind schon recht gut, dort ist oft sogar fast gänzlich unverfälschter Klang, je nach Ausgangsmaterial bzw.Überspielung.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 04.01.2011 22:42
Also wie schon erwähnt weiß ich das SR2 lediglich einen Limiter im Signalweg hat falls mal wieder einer am Mischpult eingeschlafen ist und die panisch rot blinken LEDs nicht sieht. Sonst geht das Signal vollkommen unverfälscht raus weil kein Klangverbieger im Signalweg sitzt.

Als Gegenbeispiel sei vielleicht noch Klassikradio erwähnt bei dessen Klang ich jedes mal heulen könnte. Vor allem mit dem Kopfhörer fallen die gelegentlichen Phasendrehungen der zu stark eingestellten Stereoverbreterung sehr schön auf. So einen Klang bekomme ich ja noch nicht mal mit nem 128kb/s MP3 File hin. :sneg:

von Spacelab - am 04.01.2011 22:51
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Die laufende Titelanzeige bei den schweizer Radios kommt via Sat auch über den DVB-Datenstrom als Radiotext. Gäbe es genügend DVB-C-Tuner die das darstellen könnten, dann wäre auch ohne EPG der laufende Titel angezeigt, es sei denn der MP2-DVB-S-Datenstrom würde komplett neu vom Kabelanbieter aufbereitet und wieder neu komprimiert, dann wäre auch der DVB-Radiotext verschwunden.


Im Falle der SRG-Radios wird der Radiotext im MP2-Datenstrom auch über die Kabelnetze verbreitet, auch wenn nur die allerwenigsten Endgeräte diese Funktion unterstützen dürften. Auch diverse vom Hörfunktransponder abgegriffene ARD-Radios werden trotz neuer Mux-Sortierung ohne Änderung am Datenstrom mit Radiotext eingespeist.

von Wrzlbrnft - am 04.01.2011 23:05
Dann sollte eine Dreambox oder andere Box mit Enigma/Enigma2 und mit DVB-C-Tuner den Radiotext auf dem TV auch ausgeben können. Ggf. Softcam rein, dann geht auch die Abo-Karte vom Kabelanbieter (falls erforderlich).

Zumindest können meine DVB-S-Boxen DM7000, DM8000 den DVB-Radiotext ja auch.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 04.01.2011 23:20
Mit DVB Viewer und DVB-C-Karte geht's auch, sonst wüsste ich davon auch gar nichts. ;)
Nur ist Grundverschlüsselung inkl. Zwangsbox in vielen CH-Netzen immer noch an der Tagesordnung, weshalb alternative Boxen hierzulande erst zögerlich Einzug halten.

von Wrzlbrnft - am 04.01.2011 23:31
Zitat
DigiAndi
Soll ich mal ganz ehrlich sein? Meine Meinung:
Als Hörfunkanbieter habe ich dafür zu sorgen, dass mein Signal so gut wie möglich ist. Ich muss immer davon ausgehen, dass der Hörer das beste vom besten hat und daher auch das beste vom besten anbieten. Wenn dann die Hörer aber doch irgendwelche Schrottkisten verwenden, ist das deren Problem.

Natürlich darfst du ehrlich sein, und ich kann deine Begründung auch nachvollziehen.

Aus Sicht eines Programmanbieters schaut man aber eher erstmal welche Empfangsgeräte bei der anvieisierten Zielgruppe so im Einsatz sind, und versucht da dann möglichst das Beste rauszuholen. Aber natürlich muss man auch drauf achten, das es auch auf anderen Geräten nicht zu schlecht klingt.

Aber für einen Radiosender spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle. Man ist ja kein "Musiklieferdienst" und will deshalb bis zu einem bestimmten Grad sich auch von anderen Sendern abheben. Was aber nicht heisst das man es übertreiben soll.

von Martyn136 - am 05.01.2011 01:45
Zitat
radiohead
Ich hatte DSR und die Tonqualität bei den SRG-Programmen waren damals eher schlecht. Ich weiss noch, dass bei DRS 3 immer ein leichter Surrton zu hören war

Die Zuführung von DRS3 für DSR erfolgte via UKW. ;)
(Kein Scherz, ich hatte das mit eigenen Augen im RiFu-Zentrum Felsenegg gesehen und der Techniker hat's auch zugegeben!)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 05.01.2011 05:04
Wenn ich mich recht entsinne war DRS1 auf ADR relativ wenig dynamikkomprimiert, bei der DVB-S-Aufschaltung dann aber recht heftig.

von Habakukk - am 05.01.2011 08:24
"Da klangen sogar 320kb/s Sender zum heulen. DSR hatte alleine schon durch die niedrige Abtastrate von 32khz einen recht eingeschränkten Frequenzgang der heute sogar noch von einem MP2 Encoder mit 160kb/s locker geknackt wird."
Niedrige Abtastrate? UKW gibt auch nur 15kHz her. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn Du die Abtastrate an das menschliche Ohr anpasst und somit die niedrigstmögliche wählst, fährst du meist besser, weil nicht unnötig viel Obertöne übertragen werden, die eh nicht gehört werden.
90% aller Erwachsenen hören oberhalb 16kHz kaum was. Kannst Du mal einen Test machen.


von Peter Schwarz - am 05.01.2011 17:45
UKW ist ja auch nicht gerade ein Ausbund an Spielfreude und Brillanz. Und das mit den Obertönen darfst du nicht unterschätzen. Es ist erwiesen das Töne ab einer bestimmten Frequenz zwar nicht mehr bewusst als einzelnes wahrgenommen werden. Aber diese Töne sind sehr wichtig für die empfundene "Klarheit" und die Räumlichkeit.

von Spacelab - am 05.01.2011 17:56
Zitat
Peter Schwarz
Wenn Du die Abtastrate an das menschliche Ohr anpasst und somit die niedrigstmögliche wählst, fährst du meist besser, weil nicht unnötig viel Obertöne übertragen werden, die eh nicht gehört werden.
90% aller Erwachsenen hören oberhalb 16kHz kaum was. Kannst Du mal einen Test machen.


Stimmt, das mit 32 kHz vergesse ich bei DSR immer. Aber DSR hin oder her... wenn ich die Wahl zwischen linear und 32 kHz und MP2 (Musicam) 320 kBit/s 48 kHz habe, dann lieber letzteres.

von DigiAndi - am 05.01.2011 20:13
DSR würde eh nicht mehr funktionieren bei der heutigen Auswahl an Radioprogrammen. Ich wäre nur dringendst dafür die Qualität beim Radiosender selbst schon anzuheben. Also besseres Ausgangsmaterial und vor allem einen sauber eingestellten Optimod. Und schon klingt auch MP2 erstaunlich gut. Naja, wenigstens sind wir noch nicht so weit wie die Franzosen. Wenn ich höre was die hier über UKW in die Luft blasen. Laut wie Sau, null Klang, es rumpelt und poltert ohne Ende... Ich frag mich immer wer sich so was noch anhört. :rolleyes:

von Spacelab - am 05.01.2011 21:29
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