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Radioforum
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vor 6 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 6 Jahren, 7 Monaten
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klausklaus, Jassy, Nohab, Bolivar diGriz, Martyn136, dxbruelhart, andimik, Harald P., Kay B

[F] Die CSA schreibt Radiofrequenzen auf 65-68 MHz aus

Startbeitrag von dxbruelhart am 18.04.2011 20:09

Die CSA schreibt nun 14 Frequenzen im Bereich 65-68 MHz aus, die nun von Radios getestet werden sollen; es kann in ganz Frankreich getestet werden; dieser Frequenzbereich soll wohl primär für Veranstaltungsradios genutzt werden, mit Sendeleistungen bis maximal 100 W ERP: Ob hier in analogem UKW oder auch in DRM+ gesendet werden soll, ist mir jetzt noch nicht klar.

http://www.csa.fr/actualite/decisions/decisions_detail.php?id=133240
http://www.csa.fr/upload/decision/annexe_appel_candidatures_radio_bande_I.pdf

Antworten:

Interessant. Aber scheitert das Projekt dann nicht auch wieder am Henne-Ei-Problem? Man braucht wieder neue Geräte.

von Harald P. - am 19.04.2011 13:26
Ist das für den Endverbraucher gedacht oder sollte das nur eine Zuführung sein? Siehe Italien.

von andimik - am 19.04.2011 13:42
Habe den französischen Text mal durch den Google-Übersetzungsfleischwolf gedreht,
es geht in der Tat um Veranstaltungsradio, aber nicht was wir uns darunter vorstellen,
sondern es ist erweiterter veranstaltungszeit- und ortsbegrenzter Grundstücksfunk.

Zitat: ""Die Ausschreibung für Dienstleistungen von Kurzstreckenfunk konzipiert, dass Zuschauer oder Besucher für saisonale Ereignisse und außergewöhnliche sportliche, kulturelle oder Tätigkeit auf einen informativen Inhalt in Echtzeit und zugeschnitten auf jeden Fall haben.

Der Service Versorgungsgebiet ist begrenzt, es sei denn technische unvermeidlich Überlauf, statt der Veranstaltung (Stadion, Park, Theater ...). Emittenten oder strahlende Systeme werden vor Ort bei der Veranstaltung sein.
( Verstehe ich als so: Austrahlung über den Veranstaltungsort hinaus ist nur zulässig, wenn es sich um eine technisch unvermeidliche Abstrahlung handelt.)

Der Dienst wird nur während der Ereignisse und Bedingungen der Vereinbarung mit dem Höheren Rat für audiovisuelle Medien unterzeichnet festen ausgestrahlt werden.

Die Ausschreibung ist im gesamten Stadtgebiet geöffnet. ""

Stellt sich die Frage, ob sich tatsächlich jemand findet, der dafür Radios fertigen läßt oder importiert.
Auf der anderen Seite, das niederländische Kerkradio braucht auch eigene Geräte (148 & 153MHz)
und mittlerweile läuft die Sache richtig rund - es ist fast flächendeckend in den Niederlanden zu
empfangen.


von Nohab - am 19.04.2011 14:04
Wenn es ( was zu vermuten ist ) um FM geht, dann lassen sich entsprechende Empfänger sehr einfach und preiswert aufbauen.
Mit Chips, wie z.B. dem TDA7021T ( gibt es bei Reichelt für etwas über 1 Euro ) kann ein beliebiges Frequenzsegment im Bereich von etwa 1.5 bis 110 MHz abgedeckt werden.

Klaus


von klausklaus - am 19.04.2011 16:50
Radios mit analoger Abstimmung dürften sich da recht leicht modifizieren lassen. Bei Radios mit PLL-Abstimmung sieht das natürlich anders aus.


von Kay B - am 19.04.2011 20:06
Zitat
Nohab
Stellt sich die Frage, ob sich tatsächlich jemand findet, der dafür Radios fertigen läßt oder importiert.
Auf der anderen Seite, das niederländische Kerkradio braucht auch eigene Geräte (148 & 153MHz)
und mittlerweile läuft die Sache richtig rund - es ist fast flächendeckend in den Niederlanden zu
empfangen.
Theoretisch empfangbar zu sein nützt garnicht ... was zählt ist ob man auch wirklich empfangen wird oder nicht.

Und so ein propietärer Standard hat es ansich schon schwer, und ohne massentaugliche Inhalte erst recht.

von Martyn136 - am 19.04.2011 20:28
Es ist schon interessant, dass in den Niederladen sage und schreibe 60 (!) Frequenzen für den 148/153MHz-Kirchenfunk bereitgestellt wurden und das bei uns überhaupt kein Thema zu sein scheint. Offenbar gibt es hier wenig Interesse, bestimmte Gemeindemitglieder wenigstens auf diese Weise noch erreichen.zu können.

PS: Drei der in NL freigegebenen Kanäle decken sich übrigens mit einigen unserer Freenetkanäle um 149 MHz.

http://www.kerkradio.nl/
http://www.kerkradio.nl/Techniek.html
http://www.kerkradio.nl/Exel_files/Kerkradio_Frequentielijst_met%20kan%20nummers_18mei2010_Rivendel.pdf

Klaus




von klausklaus - am 19.04.2011 21:10
Mittlerweile hat die offizielle Liste der Agentschap 456 Einträge,
Ootmarsum sendet auf 148.5125 MHz ;-)
Die ganze Liste -nach Ort sortiert- gibt's hier:
http://www.agentschaptelecom.nl/binaries/content/assets/agentschaptelecom/Mobiele-communicatie/vergunningenoverzicht-kerktelefonie-20110105.xls

Da bin ich jetzt gespannt, ob die Sache in Frankreich auch soetwas wird.
Denn die Einschränkung, daß der Sender nur während der Veranstaltung laufen darf, gibt es eben beim niederländischen System ebenfalls.
Ist die Messe durch, ist der Sender auszuschalten.
Großbritannien hat ebenfalls soetwas versuchsweise am laufen - auf den alten UK27/81-CB-Frequenzen,
in Irland ist das schon durch, auf den gleichen Kanälen (27.60125 MHz - 27.99125MHz.)
Bei den Bandöffnungen im Sommer sollte auch hier was davon zu hören sein.


von Nohab - am 20.04.2011 08:53
Zitat

Ootmarsum sendet auf 148.5125 MHz ;-)


Jawollja ;)

Ich habe allerdings kein Erfahrungen mit Kerkradio, zum beispiel wie das klingt und wie weit das reicht. Ich muss mir irgendwann mal ein billigen Scanner zu legen um das ganze mal ab zu grasen.

Besagter Frequenz wird hier aber wohl in Ortssenderfeldstärke Präzend sein, da ich ziemlich nah an die Kirche wohne.

Ich kenne übrigens keiner die so ein Gerät besitzt. Es ist auch nicht wirklich nötig, denn unsere Kirche strahlt das ganze auch im Fernsehen aus (Nur Analog). Da die allermeisten im Altenheim eh noch Analog schauen gucken die wohl ins Fernsehen statt sich ein Gerät fürs Kerkradio zu zulegen. Fürs Aussengebied sieht es freilich anders aus, da ist kein Kabelfernsehen verfügbar.

von Jassy - am 20.04.2011 09:11
Gerade in den Niederlanden wäre es doch interessant, es mit den Franzosen gleichzutun, und ganz pragmatisch als "Polkanet" für Veranstaltungsfunker mit einem stark vereinfachten Genehmigungsverfahren (Meldung bei der Regentschap, Pauschalzahlung an Buma/Stemra) frei zugeben.

Wie sieht das denn in Deutschland aus? Ein Sender aus NRW, ich nenne ihn mal hier "Radio Voldemort", sendet doch bereits knapp unterhalb des UKW-Bandes als Senderzuführung, wobei die Zuführung eine weitaus größere Reichweite hat als der eigentliche Sender. Das geschieht doch mit Sicherheit nicht ohne Wissen und Genehmigung der BNetzA?

von Bolivar diGriz - am 20.04.2011 12:21
Zitat

Gerade in den Niederlanden wäre es doch interessant, es mit den Franzosen gleichzutun, und ganz pragmatisch als "Polkanet" für Veranstaltungsfunker mit einem stark vereinfachten Genehmigungsverfahren (Meldung bei der Regentschap, Pauschalzahlung an Buma/Stemra) frei zugeben.


Das ist nicht interessant, denn das ist nicht Illegal und somit auch nicht spannend ;)

Zitat

Das geschieht doch mit Sicherheit nicht ohne Wissen und Genehmigung der BNetzA?


Yep, das ist vom BnetzA genehmigt.


von Jassy - am 20.04.2011 12:24
.... darüberhinaus scheint es in NL aber auch noch jede Menge "freie Aktivitäten" zugeben und es sieht so aus, als würde dabei sogar schon der Bereich der "französischen Frequenzen" genutzt werden:

http://www.sigmafm.nl/4,5Info/4,5%20Info.htm
http://www.sigmafm.nl/4,5Info/4,5%20stations.htm

.... und nicht zu vergessen das 35cm-Band:

http://members.home.nl/j.smidt/
http://members.home.nl/j.smidt/Lijst%20met%2035cm%20stations.htm
http://www.dxrapporten.nl/

Klaus


von klausklaus - am 20.04.2011 15:00
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