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Sendeausfall nach Brand im Sendeturm Calau

Startbeitrag von Jassy am 26.04.2011 10:11

Quote rbb:

Zitat
www.rbb-online.de
Sendeausfall nach Brand im Sendeturm Calau

Im Sendeturm Calau im Brandenburger Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist am Dienstagvormittag aus noch ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen.

Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst alle Sender abgeschaltet. Betroffen von dem Sendeausfall sind auch die rbb-Wellen Inforadio, radioeins, Antenne Brandeburg, Fritz und Kulturradio.

Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Einsatzkräfte sind vor Ort.


Was soll da denn gebrennt haben?

Die 50 interessantesten Antworten:

Eben war in den Regionalnachrichten zu hoeren, dass der Standort Calau in der Tat ein Knotenpunkt fuer Rundfunk, Fernsehen, Mobilfunk, Datenverbindungen und verschiedene andere Funkdienste ist. Somit hat sein Ausfall direkte Auswirkungen auch jenseits der von uns diskutierten Radio- und Fernsehprogramme, die nun fehlen. Zahlreiche Kabelnetzbetreiber greifen wohl terrestrisch dort ab und vielleicht dient der Turm auch als direkte Zufuehrung fuer andere Signalwege. Ausgefallen waren zumindest zeitweise auch Internetverbindungen, die einige Kabelnetzbetreiber ueber ihr Netz anboten. BOS sei wohl strukturell ebenfalls geschwaecht, es gibt im Nahbereich aber ein sehr enges Netz analoger Relaisfunkstellen und so soll der Ausfall in seinen Auswirkungen verschmerzbar sein.

Es war die Rede von einem laengeren Wegfall des Calauer Turms. Nach dem Abschluss der Loescharbeiten muessen zunaechst Bauspezialisten die Beschaedigungen am Bauwerk untersuchen und entscheiden, ob und wie die Substanz reparabel ist. Die in 110 - 120 m Hoehe verbauten Funk- und Elektroanlagen sollen jedenfalls stark beschaedigt sein und muessten ggf. ausgebaut und erneuert werden. Versorgungsleitungen sind nach ersten Begutachtungen ebenfalls beschaedigt oder sogar komplett zerstoert. Inzwischen spricht man bereits von der Option einer Uebergangsloesung fuer die Rundfunkversorgung "mit kleiner Leistung" fuer den Bereich Cottbus sowie fuer die Einspeisung in die Kabelnetze. Telefon- und Datenverbindungen werden derzeit ueber andere Wege geroutet und sollen bereits seit dem fruehen Nachmittag zumindest eingeschraenkt wieder funktionsfaehig sein. Die Einschraenkungen im Ortsnetzbereich 0355... sind damit offenbar behoben. DVB-T geniesst demnach die geringste Prioritaet und koennte laengerfristig aus bleiben.

von PowerAM - am 26.04.2011 15:59
Aus den Morgennachrichten: Letzte Glutnester wurden in der Nacht ausgemacht und beseitigt. Die Zerstoerungen sind groesser als befuerchtet. Heute sollen Baustatiker die Schaeden begutachten. Der Spannbetonbau ist demnach sehr robust, die aufgesetzte Mastspitze aus hitzeempfindlichem Kunststoff jedoch nicht. Wenn sich in der statischen Pruefung keine akute Einsturzgefahr darstellt koennen die Anwohner in ihre Haeuser zurueck. Etwa 400 Personen mussten die vergangene Nacht auswaerts verbringen. Einige kamen bei Freunden oder Verwandten unter, etwa die Haelfte in Notunterkuenften.

Unterdessen sind - wie von euch berichtet - Ersatzsender fuer die Versorgung des Grossraums Cottbus mit den meisten ausgefallenen Hoerfunkprogrammen in Betrieb genommen worden. In den Kabelnetzen der Region sind die terrestrisch von Calau abgenommenen Programme inzwischen auf anderen Empfangswegen herangeholt worden. Eine terrestrische Fernsehversorgung ueber DVB-T wird es baw. nicht geben. Einschraenkungen gibt es zudem im Mobilfunkbereich. Zwar konnten alle Netzbetreiber Telefonieverbindungen ueber ihre Netze bereits seit dem gestrigen Nachmittag (VFD2 erst seit dem Abend) wieder herstellen, Datenverbindungen sind aber weiterhin teilweise nur eingeschraenkt moeglich. Die Ersatzversorgung fuer BOS ist ebenfalls seit dem Nachmittag in Betrieb.

von PowerAM - am 27.04.2011 04:50
Ich habe auf dem Weg zum Dienstort (A10, Berliner Nord- und Westring) mal die nun freien Calauer Frequenzen beobachtet. Auf dem Nordring dominierte auf der 103,20 MHz N-Joy vom Helpterberg und mein Autoradio fing sich recht bald PI und AF-Liste - um sich dann der besser empfangbaren 97,40 MHz aus Roebel zu bedienen. Das Ausschalten der AF-Funktion hatte ich zuvor vergessen. Auf dem Westring gab es zunaechst Antenne Bayern vom Ochsenkopp sowie nach dem Wegfaden eine Ueberraschung: NDR1 NDS von Rosengarten (20 kW) sowie ganz kurz auch hr4 vom Sender Habichtswald (auch 20 kW). Beide gaben sich die Muehe, sich um halb 6 eindeutig durch die Moderation identifizieren zu lassen. Die Empfangsstaerke letzterer lag bei sehr instabilen Werten um O=2, der Ochsenkopf schaukelte sich gelegentlich bis O=4 hoch.

Die ebenfalls nun freie 98,60 MHz machte es mir nicht ganz so leicht. Sie scheint wirklich ewig weit nahezu exklusiv zu sein! Bis Hoehe AK Oranienburg war das rbb Inforadio aus Prenzlau einigermassen empfangbar und liess sich durch Vergleich mit der Berliner 93,10 MHz immerhin identifizieren. Dann war lange Zeit Ruhe und es war nichts im Autoradio auf dieser Frequenz aufzunehmen. Am AD Havelland scatterte dann ein Wortprogramm in deutscher Sprache hoch. Ich hatte die in Frage kommenden Programme und Standorte nicht im Kopf und konnte daher nicht mit anderen verdaechtigen Programmen vergleichen. Moeglich waere die Steinkimmen-Funzel von NDR Info (3 kW) genauso wie MDR Info von Wernigerode im Harz (2 kW) oder vielleicht sogar WDR 5 vom Sender Olsberg (10 kW). Empfangen wurden allerdings wirklich nur Signalreste. Sie reichten zur sicheren Aussage, dass das empfangene Programm deutschsprachig war. Jedoch konnte man keinen ganzen Satz durchhoeren. Inhaltlich ging es um die Atomkatastrophe von 1986.

von PowerAM - am 27.04.2011 05:16
Unterdessen sind - wie von euch berichtet - Ersatzsender fuer die Versorgung des Grossraums Cottbus mit den meisten ausgefallenen Hoerfunkprogrammen in Betrieb genommen worden.



Na ja , für die "meisten" stimmt m.W. nicht ganz.

Ersatz
91.6 Ant.BRB
95.1 RBB Radio Eins
105.8 BB Radio

RBB InfoRadio kommt sowieso in Cottbus 99.9Mhz aus Klein Oßnig (1kW). Dort lief bisher ganztätig InfoRadio. Auf der 93.4 aus Calau wurde auch das Sorbische Programm ausgestrahlt. Ich bin gespannt ob dies jetzt auch auf der 99.9Mhz kommt.

Es bleiben m.W. aber noch ohne Ersatz,
103.2Mhz RBB FRITZ
104.4Mhz RBB Kulturradio
90.8Mhz D-Radio Kultur

Zitat Fritz: "In Calau hat es gebrannt

Manchmal gibt es Dinge, für die können auch wir nix. Der Sendeturm in Calau hat gebrannt. Mittlerweile ist das Feuer gelöscht, aber wie groß der Schaden ist und wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, ist leider noch unklar.

Aus Sicherheitsgründen mussten alle Sender abgeschaltet werden – darunter auch Fritz. Auf der 103,2 MHz Frequenz empfangt Ihr deswegen leider gerade nüscht."




Zwei kulturorientierte Sender weggefallen und die große Fritz Fangemeinde nicht versorgt. Da muss noch einiges getan werden.

von RalfCB - am 27.04.2011 05:28
"Ingo, koennte man D-Radio ggf. in deiner Heimat auch von einem anderen Standort hoeren oder ist das absolut unmoeglich?"

@Pämchen: Wie Ralf schon schreibt gibts für Brandenburgs Süden die eine oder andere Alternative. Mobil geht die 89.6 aus der Hauptstadt Berlin sicherlich bis in den Unterspreewald nördlich von Lübben / Luckau, also etwas nördlich von mir. Das ist immerhin fast so weit, wie es die Berliner 99.7 von der Heimatantenne schafft. Stationär sieht es wieder anders aus. Das vielleicht noch jemand auf 177 / 990 kHz schaltet ist mir im neuen Jahrtausend nicht bekannt geworden. Wer weiß, ob die Frequenzen überhaupt noch jemand kennt. Zumindest die LW bietet hier unten in der nordwestlichen Niederlausitz ja noch guten Pegel. Die MW rauscht schon merklich. Die Sonne steht ja mittags gute 50° hoch >> Dämpfung!

Anfang Januar hab ich mal daheim im Garten einen kompletten UKW-Scan gemacht. Daraus mal die empfangenen D-Radio-Kanäle (2.1.2011, Standort: Kleinstadt Luckau, Tag ohne Tropo, Grundig Sat.700, Tel.-Antenne):

89.3 Gr. Waldstein / 242-- Scatter
89.6 Berlin-Britz / 55555 RDS
89.7 Hoyerswerda / 34353
90.8 Calau / 55555 RDS
92.7 Treplin / 43453
93.2 Dresden / 23252
96.1 Collmberg / 25352
97.1 Helpterberg / 152-- Scatter
97.2 Inselsberg / 252-- Scatter
97.4 Brocken / 353-- Scatter
100.7 Niederschöna / 33353
101.1 Belgern / 34353
103.0 Löbau / 34353
106.7 Keulenberg / 34353
107.7 Gallunberg / knapp über der Grasnarbe, eventuell nur Scatter

Je nachdem, wo man nun wohnt hat man bestimmt eine Alternative. Und sei es nur die Langwelle.

Viele Grüße, Ingo

von Grenzwall DX - am 27.04.2011 07:35
Zitat
PowerAM
Beim Inforadio waere es denkbar - so meine ich - das sorbische Programm auf die 99,90 MHz zu geben und sich ggf. mit dem Inforadio auf eine Uebernahme der deutschsprachigen Nachrichten einmal pro Sendestunde zu einigen. Damit waeren die Verluste auf beiden Seiten verschmerzbar.

Ist scheinbar nicht angedacht. Mit Beginn des sorbischen Programms vom Bramborske Serbske Radio um 12:00 wurde drauf hingewiesen, dass das Programm derzeit nur über die 100,4 verbreitet wird und ansonsten auf den Livestream zurückgegriffen werden muss.

Zitat
PowerAM
Bei D-Kultur muesste man mal pruefen, ob da moeglicherweise der ersatzweise Empfang auch ueber einen Standort im Bereich des MDR zumindest ortsfest in akzeptabler Qualitaet moeglich ist.

Bliebe nur die 89,7 aus HY. Cottbus liegt nicht mehr in der Ausblendung der 106,7 und so hört man je nach Ort bzw Antennenausrichtung meist Muzyczne Radio und nicht Dkultur. :hot:
Die 97,7 aus WSW haben der chief und ich hier zuletzt im Sony an 5 Ele Yagi empfangen. Aber dafür lohnt der Aufwand nicht.

Zitat
RalfCB
Vielleicht sollten sie Sendezeit in Polen mieten. Die kommen auch in Ortssenderqualität hier rein :joke:

In Zagan wäre die 99,2 mit 20 kW noch frei.

Zitat
Grenzwall DX
@ Ralf: Ich hab morgens mal Radio 1 gehört. Die 95.1 fiel mir hier in Luckau mit viel Rauschen auf. In Lübben war der Empfang dann besser, mit S=4, inkl. PS= radio_1_ . Alles in allem ist der Pegel auf 95.1 mit der 99.9 von Inforadio vergleichbar. Die beiden anderen Ersatz-QRG's hab ich nicht getestet.

Könntest du die 105,8 noch testen, könnte man ja nach dem unfreiwillligen Feldtest dauerhaft koordinieren. Und der MABB die schwere Auswahlentscheidung für einen Bewerber für die 91,6 erleichtern.

Die Versorgung mit DKultur, Fritz und Kulturradio wird erstmal nicht den Vorrang haben. Diese sind halbwegs akzeptabel über andere Standorte empfangbar und enthalten ja keine speziell auf das Sendegebiet zugeschnittenen Programminhalte, die nicht auch über die anderen Standorte ausgestrahlt werden.

von Mæx - am 27.04.2011 10:50
"Senden die anderen dann später von Cottbus-Madlow ? Reichweite wäre bestimmt besser, da höherer Turm als in Klein Oßnig."

@08fuffzn: So oder so müßte eine Menge Technik installiert werden, besonders in Madlow, wo ja nur eine einzige Antenne dran hängt. Aber von der Antennenhöhe her ist Madlow ungefähr 30 m besser dran (verglichen: 94.5 mit 99.9).

Sollte der Calauer Turm länger aus der luft bleiben, dann habe ich genug Zeit, auf den sieben freien Kanälen Fernempfang zu betreiben. Ich wohne noch in Sichtweite des Turms und hatte vorher mit Übersteuerungen zu kämpfen, die nach der Sanierung noch etwas zunahmen. Die Notfrequenzen stören mich nicht. Dafür liege ich zu weit westlich >> keine taugliche Versorgung via Klein Oßnig! Vielleicht kann ich morgen mal posten, was bei Morgentropo so alles durch kam. Heute fiel mir nur NDR 2 in die Hände (98.5 SN).

"In Zagan wäre die 99,2 mit 20 kW noch frei."

@Mæx: Die reicht dann brauchbar auch wieder nur bis Cottbus oder Vetschau / Calau. Ähnlich wie 97.5 und die andern von dem neuen Sender da drüben. Aber für CB und östlich würde es reichen :-) Bin mal gespannt, wie die anderen Gebeiete, z.B. FI-HZ-LIB versorgt werden sollen?

Schön' Feierabend! :-)



von Grenzwall DX - am 27.04.2011 13:50
@ hetietz

Zitat

Vielleicht sollte man dann wirklich lieber einen neuen und "richtigen" Sendeturm erbauen und nicht einen abgewandelten Schornstein erhalten.


Das ist doch Wurscht, ob "Schornstein" oder "richtiger Fernsehturm", solange die Statik stimmt.



@ PowerAM

Zitat

Die ebenfalls nun freie 98,60 MHz machte es mir nicht ganz so leicht. Sie scheint wirklich ewig weit nahezu exklusiv zu sein!


Das ist hier mit dem Kreuzberg genau so. Auf den, schon seit den 1950er oder 1960er Jahren koordinierten Frequenzen gibt es bei Abschaltungen nur Rauschen oder bestenfalls irgendwelchen Grasnarbenempfang.



@ 0815xxl

Zitat

Warum baut man dann so ein riesen Turm dahin ? Was wäre denn machbar ? Wieviel KW könnten die Antennen dann abstrahlen ?


Bei Grundnetzsendern mit einer ERP von 50 bis 100 KW sind oft 4x8 Doppeldipolfelder verbaut, die dann mit insgesamt 50 KW (teilweise sogar noch mehr) Trägerleistung belastet werden. In Klein-Oßnig sind es 4x2 Doppeldipolfelder. Da würde ich jetzt einfach mal von einem Viertel der oben genannten Trägerfrequenzleistung ausgehen. Demnach sollten 2 KW Trägerleistung pro abgestrahlten Programm möglich sein.

Dazu bräuchte man aber - neben den Sendern und den Endstufen - noch eine entsprechende Weiche, die genau abgestimmt werden muß. Es stellt sich auch die Fragen, für welche Leistung die Antennenkabel ausgelegt sind.

Da wird es wohl fast einfacher und effektiver sein, in Calau einen provisiorischen Antennenträger aufzustellen und den Ausgang der Weiche einfach auf dessen Antennen zu schalten.



@ freiwild

Zitat

In Cottbus war ursprünglich vom RBB auch die Totalabschaltung geplant gewesen, man hat sich aber nach Protesten der Bevölkerung dagegen entschieden.


Echt? Da gab es wirklich Proteste? Wahrscheinlich hat die dortige Bevölkerung angenommen, daß DVB-T in Cottbus genau so wie DVB-T in Berlin aussehen wird.

Hier hätte es keine Sau gejuckt, wenn man die analogen Sender schon Mitte der 90er Jahre ersatzlos abgeschaltet hätte.


von Kay B - am 27.04.2011 15:37
Zitat
0815xxl
Zitat
Marcus.
Man sollte aber bedenken, dass Cottbus-Stadt nicht als Hochleistungssender ausgelegt ist,. Man kann die Antennen nicht mit beliebig viel Leistung belasten ....

Warum baut man dann so ein riesen Turm dahin ? Was wäre denn machbar ? Wieviel KW könnten die Antennen dann abstrahlen ?

So groß ist der Turm in Klein Oßnig doch garnicht. Da ist der in Forst höher. Und der Fernmeldeturm in Maldow wurde primär für Richtfunk gebaut, die Antenne für Radio Cottbus kam erst später dazu.

Die 105,8 von BB Radio ist im Bereich nördlich, östlich und südlich von Cottbus wirklich gut gewählt und versorgt weit größere Regionen als die 91,6 und 95,1 die deutlich gegen die Nachbarkanalstörer auf 91,5 (Luban) und 95,2 (Stog Izerski) zu kämpfen haben. Nur gen Westen hat sie gegen die 105,9 von MDR Info keine Chance und das RDS-PS tut sich allgemein verdammt schwer, das erscheint bei den anderen beiden deutlich schneller. Während die rbb Programme wieder wie gewohnt aus dem Studio Cottbus kommen, wird die 105,8 von der 107,8 gespeist und verbreitet nun die Oderlandversion bei der die lokalen Elemente (Werbung, Wetter, ...) zusätzlich auf das "neue" Sendegebiet erweitert wurden.

Edit: Für die (Foto-) Touristen, ab Morgen ist bis zum 02.05. die OD Klein Oßnig bis zum Abzweig Schorbus/Siewisch gesperrt.

@ Hagen KDG bietet hier im ggs zu den kleinen Anbietern kein Kabelinternet an.

von Mæx - am 27.04.2011 19:09
Zitat
Chriss505
Empfange doch mal Sat oder Kabel im Auto, auf die Schnelle im Garten oder eben überall sonst wo man keine Schüssel und kein Kabel zu Verfügung hat oder haben darf.

Überall dort kannst du aber meißtens auch keine ordentliche Antenne aufstellen für DVB-T. Ihr habt es immer noch nicht begriffen, der Sender Calau steht in der Provinz, die bevölkerungsreichen Gegenden (Cottbus, Senftenberg, Schwarzheide, Lauchhammer, Spreewald, usw.) sind 15-20 km weg (oder weiter) und da funzt ne Zimmerantenne eher selten. Man braucht fast immer ne Art Dachantenne, ein DVB-T-Stick kannst du in die Tonne hauen. Selbst die 2 angrenzenden Autobahnen sind ca. 15km entfernt.

Niemand hier ist so verwönht, dass er im Auto auch noch Fernsehen muß, wenn dann nicht mal der Sender dabei ist den man sehen will. Im Auto sollst du auf den Straßenverkehr achten. ;-) Wer längerfristig im Garten unterwegs ist, stellt sich dort ne SAT-Schüssel hin, schon wegen der größeren Programmvielfalt.
Egal in welcher Richtung du hier mit dem Auto umher fährst, länger als 20-30 Minuten könntest du im Auto eh kein DVB-T empfangen, dann biste wieder raus aus dem Bereich von Calau und Ende im Gelände. Und alle 30 Minuten den Sendersuchlauf starten und den Leiblingssender dann doch nicht finden, ist idiotisch. Niemand hier kauft sich ein Auto wo DVB-T eingbaut ist, weil es einfach nix bringt.

Wir sind eben Provinzler. Wenn man uns was Neues vorsetzt wollen wir auch ein Vorteil davon haben. ;-)

Zitat
Chriss505
Sollen se halt nen DAB+ Sender als Ersatz aufstellen und gleich auf UKW verzichten :joke:

Ich glaube das wird für Südbrandenburg auch einzigundallein von Calau gesendet, bzw. wurde.

Tschüß

von 0815xxl - am 27.04.2011 20:06
Zitat
0815xxl
Zitat
Analog-Freak
Wie wird denn das Cottbuser Kabelnetz mit ARD,ZDF, rbb & Co. gespeist?

In Cottbus gibt 2 oder 3 Kabelanbieter. Alle Signale werden am Funkturm in Cottbus-Madlow mit SAT-Antennen (für die TV-Sender) aufgefangen, ins Kabel eingespeist und weiterverteilt. Die UKW-Sender werden fast alle terrestrisch am Turm aufgefangen (aus verschiedenen Richtungen) und eingspeist, einige auch von Satellit. Einige größere Orte rund um Cottbus werden darüber mitversorgt, die haben die gleiche UKW-Senderbelegung wie in Cottbus. z.B. Gallinchen, Kiekebusch, Werben, Kolkwitz, Spremberg, Peitz, Calau, Werchow, Lübbenau, Vetschau, Lübben usw. ...
(ist mir früher bei Recherchen mal aufgefallen, weiß nicht ob das immer noch so ist.)

In jedem Ort hier über 10.000 Einwohner steht ein Telekom-Turm mit SAT-Antennen zu ebener Erde und UKW-Antennen am Turm und dort ist auch meißtens die Kabelkopfstation.

Der Kabelkopf der KDG in Cottbus Madlow wurde im Juni letzten Jahres demontiert. Die Schüsseln sind weg und von den vielen Antennen sind nur noch die Halter übrig geblieben. Die anderen Kabelanbieter Betreiben inzwischen eine gemeinsame Kopfstation auf einem Hausdach (Am Turm 14) zwischen Sprem und Blechen Care.

Zitat
Chriss505
Sicher steht Calau nicht auf 600m Seehöhe mit Antennen auf 800m. Trotzdem sollten die 100kw etwas mehr schaffen als das was du da so beschreibst.
Ansonsten wäre der Sender ein richtiger (C)Kalauer :D

Etwas drastisch beschrieben. Aber die DVB-T Reichweite ist wirklich bescheiden. Mit Stummelantenne kann man in CB schon nichts mehr reißen. Indoor hab ich hier ne Selbstbauantenne (Klick) im Einsatz, damit kann man alle 3 Pakete Empfangen, viel Reserve ist aber nicht.

von Mæx - am 27.04.2011 20:59
@ 0815xxl

Zitat

Niemand hier in der Lausitz braucht dieses DVB-T von Calau, auch nicht in Cottbus. Es bringt einfach keinen Mehrwert! Alle diese 12 Sender kriegt jeder über SAT (auf dem Lande) oder im Kabel (in der Stadt). Vor 20-15 Jahren wurde auf SAT oder Kabel umgerüstet und diese entsprechend ausgebaut, schrittweise verschwanden all diese Dachantennen (mit denen früher Westprogramme empfangen wurden), und nun stellt sich niemand mehr so eine Antenne aufs Dach (wegen 12 Sendern) !
DVB-T kam definitiv 10 Jahre zu spät !


Das ist hier genau so. Mit den ausschließlich öffentlich-rechtlichen Programmen kann man nicht viel reißen. Auch nicht für den Mobilempfang oder den Empfang im Garten.



@ Felix II

Zitat

bestätige Empfang von Antenne Bayern auf 103,2 heute nachmittag und mobil zwischen 01662 Meißen und Wilsdruff.


Hast du das schon der Latrine berichtet, daß sich ihr Empfangsgebiet so weit ausgedehnt hat? Dann würdest du bestimmt 'ne QSL-Karte kriegen. :-)



@ cybertorte

Zitat

und deshalb brennt auch die bürokratie nun im internen kreis der netzbetreiber!!


Und bald muß ein südthüringer Industriekletterer für eine längere Zeit nach Südost-Brandenburg. :D



@ Martyn136

Zitat

Auch in anderen Bundesländern wurden die Standorte für DVB-T eher zurückgefahren, aber in Brandenburg wars dann wohl vorher schon so schlecht.


Ich glaube, in Brandenburg und generell im Osten der damaligen DDR war selbst der Empfang des DDR-Fernsehens sehr eingeschränkt. DDR 2 dürfte in vielen Orten Südost-Brandenburgs überhaupt erst mit der Inbetriebnahme des jetzigen Turms in Calau im Jahr 1987 empfangbar gewesen sein.


von Kay B - am 27.04.2011 23:21
Martyn136 muss ich da zustimmen! Ein Neubau waere auch unter extremer Beschleunigung durch die beteiligten Behoerden international zu koordinieren und wuerde dem Nachbarland Polen ein Mitspracherecht einraeumen. Einen Turm mit mehrfach 100 kW auf UKW in direkter Grenznaehe gibt es definitiv nicht nochmal! Selbst mit knallharter Ausblendung Richtung Polen duerfte - um die Einstrahlung auf deren Gebiet aus ihrer Sicht akzeptabel zu halten - bei 20 kW Strahlungsleistung in den verbleibenden Richtungen Schluss sein.

In den Morgennachrichten verschiedener rbb-Programme wurde verkuendet, dass Turmbesitzer und Betreiber der technischen Anlagen mitgeteilt haetten, der Standort Calau bliebe "auf unbestimmte Zeit ausser Betrieb". Elektrische Anlagen, Sende- und Klimatechnik sowie Kabelstraenge waeren weitgehend zerstoert. Weiter hiess es, dass eine weitere Begutachtung abgewartet wird, ob der Turm als Bauwerk ueberhaupt noch erhalten werden koenne. Zwar bestehe akut keine Einsturzgefahr, das Bauwerk selbst habe aber Beschaedigungen in bisher unbekanntem Ausmass erhalten. Zeitgleich ermitteln LKA Brandenburg und Staatsanwaltschaft die Brandursache. Sollten sich Fremdverschulden und/oder Baumaengel herausstellen, so landet der Fall ohnehin vor Gericht.

Derzeit sind die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung mit den rbb-Programmen und BB Radio fuer den Bereich zwischen Cottbus, Calau und Guben fast abgeschlossen. Diesen Bereich moechte man auf den gewohnten Frequenzen von Cottbus aus versorgen und damit auch die Zufuehrung in die Kabelnetze der Region sicherstellen. Ich denke, dass man damit auch Tatsachen schafft und sich mit einer Versorgung der Region ohne den Standort Calau abgefunden hat. Damit wuerde der Spreewald sowie das Grenzgebiet zu Sachsen deutlich schlechter als bislang versorgt - was man offenbar ebenso hinnimmt wie den Verzicht auf eine zeitnahe oder generelle Wiederinbetriebnahme der Fernsehausstrahlung.

von PowerAM - am 28.04.2011 05:34
"Vielleicht kann ich morgen mal posten, was bei Morgentropo so alles durch kam."
..was ich gestern abend (27.4.) auf einem Teil der nun leeren Frequenzen hören konnte:

1.) Ausfall 90.8 von DLR-K

90.7 Bayern 1 (Oxnkopp 100 kW - 237 km) mit S=3 Tropo / geht hier* normalerweise nicht ständig**
90.7 Berlin 88,4 (Berlin-Schäfbg 0.1 kW - 81 km), S=2 stabil / Erstempfang
90.7 CR 1 (Jihlava-Javorice 20 kW - 307 km), S=2 Tropo
90.8 Ant. Brandenburg (OR-Zehlendorf 1.3 kW - 115 km), S=2 Tropo / ging während früherer Calau-Wartungspausen nicht ständig
90.8 DLR Kultur (Notsender Kl. Oßnig - x kW - 38 km), neu aufgeschaltet nach 19:00 Uhr, S=5 / noch ohne RDS
90.9 CR 1 (Bukova hora 100 kW - 129 km), S=4 stabil
90.9 PR 3 (Rusinowo 30 kW - 230 km), S=3 Tropo; In Rusinowo nahe der poln. Kreisstadt Wałcz ("Wautsch", ~ 130 km SE v. Stettin) steht ein 317 m hoher Stahlgittermast,
dessen Signale noch bis an die deutsche Grenze nördlich von Frankfurt/Oder schwach hörbar sind. Link zum Sendemast: http://radiopolska.pl/wykaz/pokaz_lokalizacja.php?pid=124
... sowie eine unid-Station aus Ri. SW (evtl. R. Leipzig)


2.) Ausfall der 93.4 vom Sorbischen Rundfunk + RBB Inforadio

93.3 NRJ Sachsen (Grimma 0.3 kW - 92 km), S=2 Troposcatter / Erstempfang
93.3 MDR 1 RT (Weimar-Ettersberg 5 kW - 192 km), S=2 Troposcatter / Erstempfang
93.3 RMF FM (Bydgoszcz-Trzeciewiec 120 kW - 342 km), S=2 / Tropo
93.5 Fräkväncä 1 (Bukova hora 100 kW - 129 km), S=4 stabil
93.5 R. Brocken (Halle-Petersberg 5 kW - 124 km), S=2 / nur Troposcatter, Standort geht hier nicht ständig


3.) Ausfall der Radio 1 - Frequenz 95.1 MHz

95.0 Radio Blaník (Votice-Mezivrata 93 kW - 252 km), S=2 Tropo
95.0 hr 2 (Rimberg 50 kW - 317 km), S=2 Scatter / Erstempfang
95.1 CR 1 ( Brno-Kojál 83 kW - 346 km), S=2 Tropo
95.1 RBB Radio 1 (Notsender in Kl. Oßnig - x kW - 38 km), S=3 stabil
95.2 R. Zet (Szczecin-Kołowo 60 kW - 183 km), S=3 Tropo
95.2 R. Maryja (Góra Stóg Izerski 1 kW - 148 km), S=3 stabil


4.) Ausfall der Fritz-Welle 103.2

103.1 Fritz (Pritzwalk-Buchholz 60 kW - 180 km), S=3 / Tropo, Standort geht hier nicht ständig
103.2 Ant. Bayern (Oxnkopp 100 kW - 237 km), S=3 Tropo / geht normalerweise nicht ständig
103.2 PR Radio Opole (Chrzelice 60 kW - 313 km), S=2 / Tropo
103.2 CR 2 (Votice-Mezivrata 93 kW - 252 km), S=2 Troposcatter / Erstempfang
103.3 SAW (Halle-Petersberg 5 kW - 124 km), S=2 / nur Tropo, Standort geht hier nicht ständig
103.3 DLF (Heidelstein 100 kW - 298 km), S=3 Tropo


5.) Ausfall der 104.4 MHz vom RBB Kulturradio

104.3 BB Radio (Pritzwalk-Buchholz 100 kW - 180 km), S=3 / Tropo, Standort geht nicht ständig
104.3 DLR Kultur (Bärenstein 1 kW - 150 km), S=1 Tropo, ging während früherer Calau-Wartungspausen nicht ständig
104.4 RBB Kulturradio (Gleichwelle aus Herrn Tietz' Heimatdorf, 10 kW - 164 km), S=2 / nur Scatter
104.4 MDR Sputnik (Halle-Petersberg 10 kW - 124 km), S=2 / nur Tropo, Standort geht hier nicht ständig, da ausgeblendet
104.5 CR 3 (Bukova hora 100 kW - 129 km), S=3 stabil

außerdem noch:
91.6 RBB Ant. Brandenburg (Kl. Oßnig 0.5 kW - 38 km), S=4-5, zögernd RDS-PS= ANTENNE_ (static, Empfänger kann nur Großschrift!), PI= 531, alle bekannten AF's inkl. der 98.6
105.8 BB Radio (Kl. Oßnig 38 km - vermutlich ~2-3 kW), S=5 / noch stärker als die 91.6, zögernd komplettes RDS wie von der 107.2 her gewohnt

*) hier= Kleinstadt Luckau, ca. 20 km SW vom Spreewald, nordwestliche Niederlausitz, südliches Brandenburg oder auch: knapp 20 km westlich von Calau
**) "geht ständig" meint bei mir Empfang ohne Tropo mit dem Sat700 u. Stabantenne auf freiem Feld ohne Aussetzer.

Mehr hab ich aus Zeitgründen nicht beobachten können . Viele Grüße und Gut DX! Ingo



von Grenzwall DX - am 28.04.2011 07:44
Zitat
Staumelder
Ich frage mich ob MB für den Ausfall haftbar gemacht werden kann. Ich als kommerzieller Sender zahle für den Sendebetrieb (ggf. mit doppelter Betriebssicherheit). MB informiert mich über planmässige Abschaltungen im Rahmen von Wartungsarbeiten, alles okay. Was ist aber wenn mein Programm aufgrund höherer Gewalt / aufgrund eines technischen Defektes ausfällt? In welcher Zeit muss MB reagieren? Ab wann kann ich MB regresspflichtig machen? Gibt es eine Art Verfügbarkeitsgarantie? Einige Internetanbieter gönnen sich z.B. eine Auszeit von 5% oder 10% pro Jahr.


Das möchte ich rein aus Interesse auch beantwortet bekommen.

Die Frage nach dem DVB-T-Standort Calau stellt sich doch eigentlich gar nicht. Der rbb hat sicher einen längeren Vertrag mit MB und zahlt dafür. Dass MB grad nicht liefern kann, ist deren Problem (und das der Zuschauer). Warum sollte der rbb keine Wiederaufschaltung wollen?

Und soo schlecht ist Calau für Cottbus nicht. Am Hauptbahnhof vertreibe ich mir so ein paar mal im Jahr die Wartezeit auf die ODEG mit einem Taschenfernseher von Albrecht. Alle drei Muxe können konnten problemlos zwischen all den 15kV-Leitungen empfangen werden. In höheren Wohnlagen dürfte daher eine ordentliche Zimmerantenne vollkommen ausreichend sein.


von Sascha_Berlin - am 28.04.2011 10:33
Chief und ich haben heute mal die Sender in der Region abgegrast:
In Cottbus Madlow ist Turmbau Steffens & Nölle, sowie einige MB Leute fleißig am Arbeiten. Eine zusätzliche Antenne wurde auf der zweiten Plattform aufgestellt. Abgetsrahlt wird von dem Standort neben der 94,5 von Radio Cottbus auch die 95,1 von radioeins (via Sangy mit eingeschobener Antenne nachweisbar) und erklärt die miese Reichweite gen Süden.

Bisherige Antenne 94,5 Radio Cottbus:


neu hinzugekommen:



In Klein Oßnig war nur ein Fahrzeug von MB zu erkennen. Hier wird neben der 91,6 und 105,8 nun auch die 90,8 abgestrahlt. Wobei letztere mit geringerer Leistung abgestrahlt wird, da die Reichweite gegenbüber 105,8 und 91,6 geringer ist. Im Laufe des Vormittags wurde aber noch das RDS-PS aufgeschaltet.

In Calau kann man nicht viel erkennen. Es parken relativ viele verschiedene Fahrzeuge auf dem Gelände. Bilder kann hier ggf der chief noch nachreichen, wenn er wieder zu Hause ist.

von Mæx - am 28.04.2011 17:54
Hallo Terranusl,

"Auch in der Lausitz dominieren die Polen ganz klar das UKW Band, der MDR hat da seine Probleme weswegen man ja auch jetzt dort funzelt."

// eigentlich schon abseits des Themas // Das ist ein bischen pauschal ausgedrückt. Gefunzelt wird hier und da, das stimmt. Die Lausitz ist aber ein riesiges Gebiet. Es gibt Ecken in der Lausitz, da gehen slawische Signale nur verrauscht. Es gibt aber auch Regionen entlang der Neiße, in denen sind wirklich mehr polnische und tschechische als deutsche Signale sehr gut hörbar. Aber weiter westwärts, z.B. in Hoyerswerda sieht es schon anders aus. Als ich dort DXte hatte ich im Bandscan 37 deutsche Stationen, die mit S=5+RDS herein kamen. Dem gegenüber standen 22 gleichwertige Signale aus POL/CZE. Weiteres Beispiel: Bandscan in Salzenforst an der A4 bei Bautzen. Hier betrug das Verhältnis 45:31. Dann Cottbus-Sielow mit 38:25. Krass umgekehrt wiederum die Lage in Daubitz (fast an der Neiße, ex NOL-Kreis): hier brachten es deutsche Stationen 25 mal auf sehr guten Empfang. Die Slawen schafften das 41 mal!

Da ich mir mit einigem Aufwand diesen Überblick in der Fläche verschafft habe (außer Raum Görlitz), fiel mir auch auf, das es den umgekehrten Fall in Polen gibt: In der Region östlich von Frankfurt/Oder (ersten ~ 30 km ab der Oder) dominieren eindeutig die deutschen Signale das Band! Mal zwei Beispiele: Kleinstandt Słońsk: 26x DL zu 21x POL in bestem Stereo, Kleinstadt Rzepin: 24:17 im Verhältnis für die Signale aus DL.

Was mir noch auffiel: Sowohl deutsche wie auch polnische wie auch tschechische Signale werden nicht sonderlich effektiv in Richtung der Nachbarn ausgeblendet. Die starken Frequenzen aus Löbau sind beispielwesie in Polen bis westlich von Legnica hörbar. Calau - um mal wieder beim Thema zu bleiben - schaffte diesen Radius als Flachlandsender nicht. Aus Treplin bei Frankfurt/Oder schickt BB Radio seine 107.8 ebenfalls zig kilometer weit nach Polen hinein und versorgt die Hauptstadt der Lubuska (Gorzów Wielkopolski) teilweise noch mit!

Was mich in diesem Zusammenhang jetzt interessiert: Gehen die 10 kW-Frequenzen aus Madlow bzw. Klein Oßnig weiter nach Osten als die 100 kW aus Calau?

73 / Ingo

von Grenzwall DX - am 29.04.2011 09:00
Was ich noch kurz und ohne ewig lange Sätze ergänzen wollte:

Ich hab gestern abend noch die Umgebung der abgeschalteten 98.6 + 107.2 nach entfernten Signalen abgesucht. Es waren zu hören:

6.) Ausfall der 98.6 MHZ von ANT B CB

98.5 NDR 2 (Schwerin 100 kW - 254 km), S=2 / Scatter
98.5 CR Sever (Jedlova hora 0.200 kW - 119 km, S=1 / Scatter
98.6 ?WDR 5? (Olsberg 10 kW - 365 km), S=1 / Scatter; Wortprogramm, nicht MDR Info oder NDR Info, Einfallswinkel ~ 270°
98.7 Classic FM, Prag (5 kW - 196 km), S= 2 / Scatter, Erstempfang

7.) Ausfall von BB Radio 107zwo

107.1 B5 Aktuell (Oxnkopp 50 kW - 237 km), S=2 / Scatter
107.1 R. Zet (Konin-Zólwieniec 30 kW - 321 km), S=2 / Scatter
107.2 R. Maryja (Barlinek-Pelczyce 0.5 kW - 175 km), S=1 / Scatter, Erstempfang
107.3 Ostseewelle (Schwerin 100 kW - 254 km), S=3 / Scatter
107.3 94,3 r.s.2 (Casekow 20 kW - 164 km), S=2 /Scatter

Wär schön, wenn noch mehr ginge. Aber mit dem Nordwind wird sich wohl die kommenden Tage nicht so viel Tropo einstellen.

Ganz aktuell empfange ich im Autoradio BB Radio ziemlich stark / S=4 auf 107.2 im Raum Beeskow, ~50 km N von Cottbus. Die 105.8 kriege ich dagegen nicht mehr.

73 / Ingo

von Grenzwall DX - am 29.04.2011 10:16
Es hat sich einiges getan heute. Am stärksten von den Ersatzfrequenzen gehen nun Fritz auf 103,2 und BB Radio auf 107,2. Ich tippe auf jeweils 10 kW aus Klein-Oßnig. Die 105,8 wurde wieder abgeschaltet.

Deutlich schwächer sind Radioeins auf 95,1, Inforadio/Sorbischer Rundfunk 93,4 und Radio Kultur auf 104,4 MHz, die drei dürften vom Provisorium in Madlow kommen.

Dazwischen liegen Antenne Brandenburg (immer noch 91,6 MHz) und DKultur 90,8 MHz. Beide auch aus Klein-Oßnig, aber mit nur 500 Watt (so meine Spekulation).

Mobil ist der Empfang der 103,2 und 107,2 im Raum Senftenberg wieder einigermaßen möglich, alle anderen gehen nur ganz schlecht und mit Sharx, weil sie massiv durch Polen und Tschechen gestört werden (was aber auch schon bei 100 kW aus Calau der Fall war). Ab Ruhland Richtung Elsterwerda geht von den Ersatzstandorten so gut wie nix. Prinzipiell müsste eigentlich für Senftenberg und Elsterwerda ein Gleichwellennetz her. Oder aber doch die Lösung mit Hoyerswerda-Zeißig und hoher Leistung, in meinen Augen die einzige Möglichkeit eines einigermaßen adäquaten Ersatzes für Calau.

BTW: So viele Lausitzer hier im Forum! Da können/müssen wir doch mal einen Spontan-Stammtisch hier machen, wenn ich im Juli wieder hier bin!

von Wiesbadener - am 29.04.2011 12:08
Zitat
Wiesbadener
Es hat sich einiges getan heute. Am stärksten von den Ersatzfrequenzen gehen nun Fritz auf 103,2 und BB Radio auf 107,2. Ich tippe auf jeweils 10 kW aus Klein-Oßnig. Die 105,8 wurde wieder abgeschaltet.

Deutlich schwächer sind Radioeins auf 95,1, Inforadio/Sorbischer Rundfunk 93,4 und Radio Kultur auf 104,4 MHz, die drei dürften vom Provisorium in Madlow kommen.

Dazwischen liegen Antenne Brandenburg (immer noch 91,6 MHz) und DKultur 90,8 MHz. Beide auch aus Klein-Oßnig, aber mit nur 500 Watt (so meine Spekulation).

Kann ich alles bestätigen, ist auch meine Einschätzung. War gerade mit dem Auto unterwegs nach Cottbus und zurück. Bis Kathlow vor dem Dubrauer Berg (ca.14 km bis Madlow, ca. 18km bis Oßnig) kommen alle Ersatzfrequenzen (s.o.) fast störungsfrei mit RDS. 2km weiter nach Osten hinterm Berg wirds schlagartig schlechter. In Forst (zu ebener Erde am Wasserturm) kommen zwar alle noch, aber stark gestört und verrauscht und ohne RDS.

Bin gespannt wie stark die 98,6 ankommt.

Im Stadtkanal bei uns läuft ausserhalb der Videobeiträge immer BB Radio als Unterlegmusik. Seit Mittwoch ist dort 94.5 Radio Cottbus zu hören. Bei den Nachrichten am Mittwoch hat Radio Cottbus auch ständig behauptet, dass von dem Brand auch die regionalen Frequenzen von rs2 betroffen wären. ;-)

Tschüß

von 0815xxl - am 29.04.2011 14:24
So kleines Update von heute Nachmittag:
Die wundersame Antennenmehrung in Madlow hat sich fortgesetzt:
Was auf den Bildern im rbb-Beitrag nicht zu sehen war, hier aus der Gegenrichtung fotografiert, eine neue Antenne, eine Plattform höher, als die gestern montierten 4 (über dem Betriebsgeschoss)



Dann hab ich wieder den Sangy mit eingeschobener Antenne ausgepackt. Ergebnis am Funkturm in Madlow haben folgende Programme Vollausschlag:

93,4 Inforadio (mit sorbischen Fenster) _Info-__ (während des sorbischen Programm wechselt das PS auf SORBINFO wie gehabt)
95,1 radioeins (Region: Cottbus) radio_1_
103,2 Fritz _Fritz__
104,4 Kulturradio _radio__


In Klein Oßnig sind keine zusätzlichen Antennen montiert worden. Man kommt von Cottbuser Seite aus noch zum Sender, muss aber 2 Sperren umfahren.
Hier gabs den Vollausschlag bei folgenden Programmen:

90,8 Deutschland Radio Kultur DKULTUR_
98,6 Antenne Brandenburg (Region: Lausitz/Elbe-ElsterLand) Antenne_
107,2 BB Radio (Region: Lausitz, also nicht mehr Oderland) BB_Radio


nicht mehr on Air waren zudem Zeitpunkt die 91,6 und 105,8.



von Mæx - am 29.04.2011 18:39
@ Hans-Joachim Rätzel & 0815xxl: Danke für die Beobachtungen!
Als ich in 2008 rund um Szprotawa, Nowe Miasteczko, Przemków usw. an Tagen ohne Tropo scannte kam die 98.6 jeweils mit S=2 bzw. 3. Weiter östlich, so ca. bei Polkowice war dann gar kein durchgehendes Signal mehr vorhanden (ständig fadend).
Ich hab vorgestern mal die Ersatzfrequenzen bei mir daheim stationär im Garten gecheckt und fand heraus, dass der Empfang sich nur auf einer Frequenz wie bei Ortssendern verhielt (98.6). Höchstens bei dieser einen Frequenz kann ich mir die 10 kW ERP vorstellen.

90.8 DLR-K, Kl. Oßnig/0.5?, 45454, ohne RDS
93.4 RBB Inforadio, CB-Madlow/0.5?, 55555 / nur wenn Teleskopantenne exakt ausgerichtet, RDS
98.6 RBB Ant. Br., Kl. Oßnig/10?, 55555, Signal kommt schnell bei Vollausschlag und mit RDS, fühlbar stärker als 88.6 Kl. Oßnig, der bei mir mit seinen 3 kW (ND) ebenfalls Vollausschlag+RDS schafft.
103.2 RBB Fritz, Kl. Oßnig/10?, 55555 / nur wenn Teleskopantenne exakt ausgerichtet, RDS
104.4 RBB Kulturradio, CB-Madlow/0.5?, 55555 / nur wenn Teleskopantenne exakt ausgerichtet, RDS
107.2 BB Radio, Kl. Oßnig/10?, 55555 / nur wenn Teleskopantenne exakt ausgerichtet, RDS

Mobil geht höchstens die 98.6 rund um Luckau tauglich. Sämtliche anderen Frequenzen zischeln oder sind tlw. auch gar nicht tauglich im Autoradio hörbar. Zum Glück gibts noch den Berliner FS-Turm, von dem zumindest die 100 kW-Frequenzen im Vergleich gut abschnitten.

Gut DX! Ingo

von Grenzwall DX - am 02.05.2011 06:32
Kurz vor der Abreise am Samstag war die 95,1 deutlich am schwächsten, was aber wohl auch daran lag, dass diese nicht über den Rundstrahler, sondern das Richtung Nord gerichtete Single-Antennenfeld abgestrahlt wurde.

Noch eine Anmerkung zum UKW-Empfang in Südbrandenburg generell: Es ist unglaublich, wie schwach alle Frequenzen aus Calau schon vor dem Brand dort ankamen. Wir haben Verwandte in Mühlberg/Elbe, das noch gerade so zu Brandenburg gehört. Hier hält der Suchlauf auf keiner einzigen Calau-Frequenz mehr an, kulturradio auf 104,4 ist gar nicht hörbar wegen CR 3 Usti auf 104,5 MHz. Dagegen besteht Blickkontakt vom Collmberg bei Oschatz. Es ist tatsächlich so, dass der rbb in diesem Teil Brandenburgs das Feld kampflos dem MDR überließ. Aber dass sich auch BB Radio nicht um einen Füllsender in der Region bemüht hat wundert mich schon.

Beim Neubau des Collmberg-Senders hätte man Frequenzen für alle rbb-Sender und BB Radio koordinieren können. 1 kW gerichtet auf Mühlberg/Bad Liebenwerda/Elsterwerda/Falkenberg hätten voll ausgereicht. Genug frei war zu diesem Zeitpunkt da noch.

Ähnlich ist s auch in Nordbrandenburg: Casekow ist eine schlechte Lösung, statt dessen hätte man mit dem Helpterberg direkt an der Landesgrenze einen Top-Standort gehabt.

von Wiesbadener - am 02.05.2011 08:01
Auf der Antenne-Seite gibt es jetzt die Daten der Tour durch Südbrandenburg.
http://www.antennebrandenburg.de/service/dossiers0/2011/brand_im_funkturm.html
Scheint so als wäre die Tour doch erst nach dem Brand geplant ... allerdings wurden die jeweils vor Ort stattfindenden Veranstaltungen schon Monate vorher geplant.

ich hatte mal im Studio Cottbus bei Antenne Brbg nachgefragt zwecks LiveStream direkt aus Cottbus und den genauen Senderstandorten, hier die Antwort-Mail:
Zitat

... es ist so, dass wir derzeit nur eine Ersatzantenne auf dem Funkturm in Madlow haben - hier senden wir von der gewohnten Frequenz 98,6 Mhz.
Da der Sender nur sehr schwach ist - können wir gerade Mal für Cottbus und Umgebung senden - teilweise bis Lübben und Senftenberg.
Hier aber nur schwach zu empfangen. Wann wir mit gewohnter power wieder funken können ist noch offen. Die Untersuchungen am Funkmast in Calau sind noch nicht abgeschlossen. Wenn abgeschlossen, dann muss sicherlich die Sendetechnik kontrolliert werden - ist sie beschädigt, dann wird es sicherlich noch ein paar Tage - Wochen dauern. Hoffen wir allerdings nicht!
Das Regio aus Cottbus wird noch nicht, gestreamt. Ist auch bisher noch nicht vorgesehen. Sie können aber die Regionalnachrichten - die immer zur halben Stunde laufen - über antennebrandenburg.de abhören.
Liebe Grüße ...

Ob das so stimmt ...

Tschüß

von 0815xxl - am 02.05.2011 16:55
Zitat
Wiesbadener
Was mir auch noch so einfällt: der MDR hätte ja auch mal nett zu den RBB-Kollegen sein können und Antenne Brandenburg auf der 100,4 MHz auf der Hoyerswerda-Frequenz - in der Zeit wo keine sorbischen Programme laufen - aufschalten können. MDR 1 kommt im Sendegebiet ja ausreichend gut auf drei Frequenzen, am Standort Hoyerswerda gibt es gar eine Doppelausstrahlung.

Ist das so einfach möglich? Die Elsterwelle hat ja auch eine Lizens von der SLM und als auch der MABB weil das Programm in 2 Bundesländern verbreitet wird.
Und ich glaub beim MDR ist man ganz froh, dass die ganzen Fremdhörer aus dem Dresdner Raum nun Jump hören (müssen). Die nächste MA kommt bestimmt. ;)

Zitat
0815xxl
In welche Richtung zeigt denn diese eine neue Antenne ?

Leider nach Westen. Da es seit dem Nachmittag nun recht heftig regnet hab ich mir die Runde am Turm vorbei heute gespart. Aber scheinbar wurde entweder in Klein Oßnig gearbeitet oder es gab dort Probleme die 98,6 ist ein Paar mal im Laufe des frühen Abends weg gewesen.

Zitat
0815xxl
Kurzer Nachtrag zwecks Vergleich, hinter Kathlow Richtung Osten kommen alle Ersatzfrequenzen stärker als die 94.5 Radio Cottbus (0,3 KW von Madlow), die macht nach etwa 10-15km schlapp

Radio Cottbus darf ja nicht nach Osten senden, wegen der 94,4 in Zary, die die Polen geschützt wissen wollten. Zwischen Kathlow - Dubrau - Jamno kommt ja schon der AF Wechsel auf die 102,7.

Zitat
Habakukk
Zum momentanen Zeitpunkt können wir als FMLIST-Bearbeiter uns nur auf eure Beobachtungen stützen. Auf offizielle Daten müssen wir wohl noch etwas warten. Es ändert sich vermutlich ohnehin laufend noch etwas.

Nutzt es dir denn etwas wenn Balkenanzahl im Sangy mit eingeschoeber Antenne (auch im Vergleich zur 102,2) poste? Ich wohne aber halt Sichtweite zum FMT Madlow, wenn auch nicht in Hauptstrahlrichtung der 94,5.

von Mæx - am 02.05.2011 18:46

Calau - RBB und MDR - Mehr Pragmatismus u. Kooperation wünschenswert

Hallo allerseits! Da der Schaden in Calau wohl nicht kurzfristig behebbar ist, möchte ich nochmal explizit (so deutlich ist es hier wohl noch nicht erfolgt) anregen, in a l l e Richtungen und m i t B e h a r r l i c h k e i t darauf zu drängen, dass der MDR für diese längere Übergangszeit auf die Abstrahlung bestimmter Sender vom Collmberg/Oschatz verzichtet, um stattdessen kulanterweise RadioEins und/oder Fritz und AntenneBB zu ermöglichen. Für ein großräumiges Gebiet um Elsterwerda wäre dies eine optimale Übergangslösung. Dem MDR wird es nicht schaden. Gerade die Abstrahlung von Jump auf dem Collm ist auf Grund der Mehrfachversorgung sogar aus Wittenberg (SaAnhalt) völlig überflüssig. Auf MDR1-Sachsen trifft dies in abgeschwächter Form auch zu. MDRinfo sollte wegen der Bedeutung für Sachsen dabei nicht angetastet werden und ist ja als Überbrückung auch eine Alternative zum Inforadio. Und Figaro kommt wohl leider wegen ohnehin geringer Sendeleistung nicht in Betracht, hier eine Rolle zu spielen.

Radio Eins könnte man sich übrigens auch als Dauerlösung am Collm gut vorstellen. Und das wird wohl auch die Crux dabei sein, da man es beim MDR und in der sächsischen Staatskanzlei bis heute weitgehend vermieden hat, bei den Musikwellen Hörfunk mit mehr Inhalten zu etablieren. Da ist vermutlich gar so ein Programm wie RadioEins ein rotes Tuch. Nichts desto trotz darf man den Vorschlag dennoch auch dorthin richten, dass man sich sich von sächsischer Seite mit zwei, drei oder mehr Mark per Länderstaatsvertrag (ähnlich Nordwestradio) an RadioEins beteiligen sollte. Wenn dann noch der Ton anstelle terrestrischer Zuführung vom Satelliten abgegriffen würde, gäb es auch wieder einen Grund im Auto Musik vom Radio statt vom MP3-Player zu hören.

Schönen Gruß aus Riesa.

von RichtungBerlinRadiohörenderSachse - am 02.05.2011 19:11
Zitat
Mæx
Radio Cottbus darf ja nicht nach Osten senden, wegen der 94,4 in Zary, die die Polen geschützt wissen wollten. Zwischen Kathlow - Dubrau - Jamno kommt ja schon der AF Wechsel auf die 102,7.

Dieser Frequenzwechsel haut bei mir gerade bei Radio Cottbus eher schlecht hin. Eigentlich immer zu spät, egal aus welcher Richtung und egal welcher der 4 Sender. Die eine Frequenz ist kaum noch vernünftig zu hören und stark gestört und erst wenn ich 8-10 km für der neuen besseren Frequenz bin wird umgschaltet. Liegt das an meinem Autoradio ? So extrem ist das nur bei Radio Cottbus.

Ist die Rechweite nach Westen so viel größer ? Ich bin eher der Meinung sie ist in alle Richtungen gleich stark. Warum die wegen 5-10 km mehr Reichweite (nach Osten) so ein Heckmeck machen. Hätte man statt der 94.5 ne andere Frequenz nehmen sollen ? Dann gibt es also die anderen 3 Sender in SPN nur weil die Reichweite von Madlow (nach Polen) nicht größer sein darf ?
Besonders witzig finde ich ja immer die Sprüche von denen: Radio Cottbus, wir senden für den gesamten Spree Neiße Kreis. Was ja nie hinhaut, es gibt immer noch weiße Flecken.

Zitat
Mæx
Nutzt es dir denn etwas wenn Balkenanzahl im Sangy mit eingeschoeber Antenne (auch im Vergleich zur 102,2) poste? Ich wohne aber halt Sichtweite zum FMT Madlow, wenn auch nicht in Hauptstrahlrichtung der 94,5.

Ich glaube, jede Möglichkeit die Empfangsqualität bzw. die Reichweite zu beurteilen, bringt was. Egal ob mit unterschiedlichen Balken oder was auch immer. Ich hab garkeine Anzeige der Empfangsstärke, ich mach das mit Gehör und Erfahrungswerten aus früheren Zeiten. ;-)

Tschüß

von 0815xxl - am 02.05.2011 21:33
@ Nordlicht2

Zitat

Jetzt noch weitere Provisorien aufzubauen, da ist es vielleicht am schnellsten am Calauer Turm selber ein Provisorium anzubauen vorrausgesetzt der Tum als solches kann bestehen bleiben. Und was soll in Calau fuer ein Provisoum notwendiges fehlen ausser HF Kabel. Bei UHF mag vielleicht auch die Antenne im GFK Zylinder was abbekommen haben aber die UKW Felder haengen ja draussen im Wind und da wurde es wohl nicht zu heiss.


Da stellt sich halt die Frage, was innerhalb des Turmes alles beschädigt wurde und ob die Spurensuche schon abgeschlossen ist und man diese Schäden beseitigen kann.

Da wäre es wirklich das einfachste, einen mobilen Teleskopmast in Calau aufzustellen und die Antennen mit den Sendern aus dem Sendergebäude zu speisen.



@ Habakukk

Zitat

Aber den gibt's doch auch noch nicht ewig. Wie haben die denn zu DDR-Zeiten Radio gehört? Belzig und Wittenberg gab es damals ja ebenso noch nicht. Das muss doch eine größere Lücke gewesen sein im Grenzgebiet Brandenburg/Sachsen-Anhalt/Sachsen.


Das hat der DLR-Fan Sachsen-Anhalt ja schon erläutert. In der DDR gab es hinsichtlich der Rundfunkversorgung eine Zweiklassengesellschaft. In Grenznähe zur BRD sowie um den Großstädten war in der Regel rauschfreier Stereoempfang mit Wurfantenne möglich während in den ländlichen Gebieten der östlichen und nördöstlichen DDR nichtmal die Inlandsprogramme (Rundfunk und Fernsehen) vernünftig empfangbar waren.


von Kay B - am 03.05.2011 16:02
Zitat
Chief Wiggum
Also zusammengefasst noch nix neues.

Was weiss mein Cottbus-Korrespondent Maex aus Madlow zu berichten ?

Nix. Ich kann nur das wiedergeben was hier schon Stand:
Am Montag waren Spezialisten im Turm die festgelegt werden wie der Turm betreten werden darf. Mundschutz oder komplette Atemschutzausrüstung.
Danach kommen Statiker, die die langfristige Standhaftigkeit des Turmes untersuchen. (Bisher wurde scheinbar nur die kurzfristige Standsicherheit untersucht).
Danach also die genannten in 2 Wochen sollen die Sanierungsarbeiten beginnen. Man geht davon aus, das Betonfuß und Metallaufsatz noch in Oirdnung sind, nur beim GFK ist/war man sich unsicher.

Zitat
Chief Wiggum
DVB-T on Air ?

Nein, mein Stick empfängt zumindest nix. Gestern waren auch noch keine neuen Antennen am Turm zu entdecken.

Zitat
PowerAM
Es klang mittags danach, als wuerde man ein Provisorium fuer DVB-T nur fuer Cottbus und die umliegenden Doerfer installieren.

Macht vermutlich auch den meisten Sinn als mit wenig Power Calau und die umliegenden "Felder" (Grüße an Kay B) zu befunken.

@ xxl0815 ich war gestern in Forst, man könnte wirklich mit etwas mehr Leistung gen Osten funken. Das AF im Autoradio ist lustig am Wechseln zwischen FF/O, Cottbus und teilweise Berlin. Aber so richtig rauschfrei geht nix.

von Mæx - am 06.05.2011 15:17
Zitat
Handydoctor
Der sitzt in Plieskendorf bei Calau. Das liegt in einem "Tal"/Loch .Er kann nur den oberen Teil vom Funkturm sehen. Früher konnte man dort mit dem LG HB620T mit eingezogener Antenne die Calauer DVB-T Sender empfangen. Das geht jetzt nicht. Man muss aus dem Haus gehen, dann gibt es Empfang.

Das liegt ja nur 2,5 km südöstlich vom Calauer Sendeturm entfernt ! Und dann sieht er nur die Turmspitze ? Gut, irgendwo dort wird es etwas hügelig (Calauer Schweiz).
-> Google maps Calau & Plieskendorf
Ist sicher so ein tragbarer kleiner DVB-T-Fernseher ?

Dann kommt das sicher von Calau mit sehr geringer Leistung. Er soll mal die Antenne Richtung Cottbus halten. Da kommt sicher nix. Wie maex weiter oben schon schrieb kriegt er in Cottbus nix mit DVB-T, dann muss es von Calau kommen.

Welche Sender kann er momentan empfangen ? Sieht er auch die Kanäle/Frequenzen ? -> Link

der RBB hat seine Seite aktualisiert:
Zitat

Seit Freitagvormittag sendet der Standort Calau mit einer Behelfsantenne wieder das rbb-Fernsehen auf dem DVB-T Kanal 57 und Das Erste auf dem DVB-T Kanal 53. Die Reichweiten sind allerdings geringer als mit der Originalantenne.

http://www.rbb-online.de/nachrichten/vermischtes/2011_05/DVB-T_wieder_ueber_Sender_Calau.html

Danke erstmal für den Bericht. Tschüß

von 0815xxl - am 06.05.2011 21:22
Hallo alle Mann,

"Es gibt Neuigkeiten von der RBB-Seite ... Zitat: ... Das Programm ist im südlichen Brandenburg zusätzlich über den Sender Finsterwalde auf der UKW-Frequenz 98,6 MHz zu empfangen. Vom Standort Drebkau aus sendet Antenne Brandenburg auf 91,6 MHz vor allem für den Großraum Cottbus.
Kann das jemand aus EE oder der Region bestätigen ?
...

Ja, kann ich bestätigen. Ich war heut nachmittag am Sendeturm Babben bei Crinitz (EE-Kreis, ~15 km NE von Fiwa) und entdeckte dort neue Sendeantennen (Flächenantennen). Ein Foto davon kommt demnächst. Das Signal der neuen 98.6 ist bei mir daheim (~8 km NW) äußerst stark und geht noch bei eingezogener Teleskopantenne mit S=4. RDS-PS laut Autoradio= Antenne_ vom_rbb_ , PI= D531 , AF= alle bekannten Freqs.
Die 91.6 aus Kl. Oßnig ging da oben in den Babbener Bergen fast mit Vollausschlag. Als RDS empfing mein Autoradio nichts, der Satellit empfing static PS= ANETNNE_ , PI=D531, no AF. Vielleicht können die Cottbuser Stadtlinge ja nochmal genauer hingucken ;-)
Laut einer Ansage heute morgen auf Ant. Brandenburg reicht diese Doppellösung noch nicht, um alle Ecken Süd-Brandenburgs zu versorgen.

Ich fuhr dann noch bis Finsterwalde weiter, um mir den kleinen Sendemast im Gewerbegebiet Massen anzusehen. Dort fand ich jedoch keine neuen Sendeantennen. Da war ich mir sicher, dass nicht direkt aus Finsterwalde gesendet wurde, sondern von eben jenem Turm aus, den ich von zu Hause aus sehen kann. Er steht recht güntig auf einem hohen Punkt des Lausitzer Grenzwalls.

Schönen Sonntag! Ingo



von Grenzwall DX - am 08.05.2011 15:55
Wird in Babben jetzt rundgestrahlt? Die verminderte Sendeleistung der 98,6 ist mir aufgefallen kommt aber noch recht brauchbar hier an. Die RTL Funzel spielt ja vom selben Standort keine "hörbare" Rolle dank ihrer Richtung.

Ich war heute in Calau. um den ganzen Turm wurde aus Dachlatten, rot-weißer Plastekette, Flatterband und gelben Schildern ne nette Absperrung gebastelt.


DVB-T: Konnte ich mit der gespeicherten Programmliste problemlos empfangen, ergo keine Änderungen. Die Sendeleistung ist scheinbar recht gering. In der abgewandten Richtung mit Stummelantenne reichte es nicht mehr für Vollausschlag. Als Antennen kommen eventuell folgende Kästchen in Frage? (bin da nicht so firm, die sind aber zu Sanierungszeiten noch nicht dran gewesen). Zeigen in Richtung Calau und sind auf der 3. (= oberen) Betonplattform montiert.

Die nach oben führenden Seile (eines Seilzuges, o.ä.) enden an der silbernen Plattform unter dem roten Schirm. Die Signalzuführung erfolgt scheinbar von außen:


Und zum Abschluss eine Gesamtansicht, ob da etwas schief ist muss jeder selbst entscheiden:


von Mæx - am 08.05.2011 20:54
Zitat
Steffen_K1
Zitat
0815xxl
Zitat
Marcus.
ach wäre die Landesgrenze etwas nördlicher verlaufen, hätte Cottbus bestimmt einen Stadtsender bekommen. Der MDR ist ja hier Richtig vorbildlich mit der Umsetzung.

Genau genommen hat Cottbus ja einen Stadtsender mit Madlow und Oßnig. Nur die Leistung der einzelnen Sender könnte man um 20-50% erhöhen, dann hätte der gesamte Kreis SPN auch was davon. ;-)

Die anderen Sender von Calau kommen in Cotbus eigentlich gut an. Nur die mit 20 oder 30 KW reichen gerade so bis an die polniche Grenze.

Achja, früher war die Landesgrenze noch weiter südlicher. Die Kreise WSW und Hoywoy gehörten mal für ne kurze Zeit zu Brandenburg.
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirke_der_DDR / http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Cottbus
(die Karten sind immer wieder interessant)

Tschüß




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.11 09:38 durch 0815xxl.


Richtig interessant ist es in der Heimatstadt meiner Freundin, Lauta. Das ist die letzte Stadt vor der Landesgrenze und sie hat schon einiges mitgemacht:

Bis 1945 Niederschlesien
1945 bis 1952 Land Brandenburg
1952 bis 1989 Bezirk Cottbus
1989 bis 1990 Land Brandenburg
Seit 1990 Nach Bürgerabstimmung Land Sachsen

Wenn wirklich die Auto-Kennzeichenwahl mit Altkennzeichen eingeführt würde hätte sie nun verschiedene Wahlmöglichkeiten, denn die Stadt gehörte nach 1989 zunächst zum Landkreis Senftenberg (SFB), danach Landkreis Hoyerswerda (HY), dann Landkreis Kamenz (KM) und nun Landkreis Bautzen (BZ).

Damit wieder On-Topic :-) : Ich denke dass die MB vielleicht für Cottbus noch ein SFN bei DVB-T in Madlow aufbauen könnte.


von Wiesbadener - am 10.05.2011 10:36
@0815xxl

Möchte deine Empfangsergebnisse bestätigen.Nach dem hin- und herschalten von der neuen Antenne Frequenz 91,6 zurück auf 98,6 und wieder zurück auf die 91,6 hat sich der Empfang auf dieser Frequenz erheblich verschlechtert. Der Empfang ist von Cottbus kommend am Ortseingang
von Spremberg zu Ende. Das sind gerade mal ca.28 Km. Auf meine Anfrage beim Anfrage beim
RBB kam nur das allgemeine was überall zu lesen ist.

Guten Tag Herr Rätzel,


Nach dem Brand im Sendeturm Calau: Empfangsprobleme für rbb-Programme
Stand vom 09.05.2011
Antenne Brandenburg wieder besser zu empfangen
Nach dem Feuer im Sendeturm Calau sind die Empfangsmöglichkeiten von Antenne Brandenburg weiter verbessert worden.

Das Programm ist im südlichen Brandenburg zusätzlich über den Sender Finsterwalde auf der UKW-Frequenz 98,6 MHz zu empfangen. Vom Standort Drebkau aus sendet Antenne Brandenburg auf 91,6 MHz vor allem für den Großraum Cottbus.

In Cottbus sind UKW-Ersatzfrequenzen für Antenne Brandenburg und andere rbb-Wellen geschaltet:
Antenne Brandenburg auf 98,6 MHz
radioeins auf 95,1 MHz
Fritz auf 103,2 MHz
Inforadio auf 93,4 MHz
Kulturradio auf 104,4 MHz

Weitere Fortschritte gibt es auch bei der Fernseh-Ausstrahlung. Bereits seit Freitagvormittag sendet der Standort Calau mit einer Behelfsantenne das rbb-Fernsehen auf dem DVB-T Kanal 57 und Das Erste auf dem DVB-T Kanal 53. Die Reichweiten sind allerdings geringer als mit der Originalantenne.

Ende April war in dem Sendeturm ein Feuer ausgebrochen, das erst nach mehreren Stunden gelöscht werden konnte. Seitdem sind der Radioempfang über UKW und der Fernsehempfang über DVB-T im Süden Brandenburgs eingeschränkt.

Kabel- und Satellitensituation
Im Kabel sind rbb Fernsehen, die rbb-Radioprogramme und das Erste der ARD inzwischen wieder empfangbar. Die Satelliten-Programme sind nicht von der Störung betroffen.

Aktuelle Informationen im Internet unter rbb-online.de und im rbbtext ab Seite 145

Telefonisch erreichen Sie die rbb Service-Redaktion für Ihre Fragen unter (0331) 97993 - 2171


Mit freundlichen Grüßen

Kirsten Laschet
Magazine/ Nachrichten
rbb/ Antenne Brandenburg
Tel.: 0331/ 97993 32 136
kirsten.laschet@rbb-online.de

Wie toll das ist, was hier geleistet wurde ist kaum nachvollziebar.

Auf eine Gegenantwort warte ich noch.

Sehr geehrter Herr Laschet, danke für die schnelle Antwort, die mich aber nicht befriedigt. In meiner e-mail verwies ich
darauf, daß die Frequenz 91,6 vor der hin- und Herschaltung mit der 98,6 schon einmal wesentlich besser in 03130
Spremberg empfangbar war mit dem Programm der Antenne. Vieleicht könnten die Techniker der Telekom noch etwas
an der Sendeleistung an dem UKW Sender in Klein - Oßnig verbessern.
Mit freundlichen Grüßen

Hans - Joachim Rätzel

Am südlichsten Punkt von Brandenburg sind massenhaft Programme aus Sachsen (Löbau,Dresden,
Hoyerswerda) ganz zu schweigen von den Polen und Tschechen mit Ihren Dauerbrennern zu
empfangen und nicht einmal richtig der für das Land zuständige Landesprogr.,Antenne Brandenburg.
Muss der Calauer Sender mit so einer hohen Leistung senden, das bei Ausfall keiner mehr erreicht
wird? Konnte man damals, bei der Inbetriebnahme des Madlower Funkturmes nicht ihn zu einem
Ukw und Fersehturm mit geringerer Sendeleistung bei UKW umbauen. (so wars mal in der Lau-
sitzer Rundschau zu lesen)
Hier finde ich keine lobenden Worte für den RBB.

von Hans-Joachim Rätzel - am 10.05.2011 14:09
Bei den bisher gefahrenen Leistungen in Calau hier mal die Versorgungsproblematik der rbb-Wellen:

93,4 MHz - Stark gestörter Empfang auf Linie Bundesgrenze/Spremberg/Senftenberg/Ruhland/Lauchhammer/Elsterwerda/Bad Liebenwerda/Herzberg/Landesgrenze Elbe. Grund: Interferenzen durch die Frequenz 93,5 MHz aus Usti und teils Sender zu weit entfernt.

95,1 MHz - Gestörter Empfang im Bereich Senftenberg/Spremberg. Grund: Störungen durch die Frequenz 95,2 MHz vom Gora Stog Iserski. Zudem schwacher Empfang zwischen Herzberg, Bad Liebenwerda und Landesgrenze/Elbe. Grund: Leistung zu gering, Sender zu weit entfernt.

98,6 MHz - Teils gestörter Empfang zwischen Bad Liebenwerda und Landesgrenze/Elbe. Grund: Sender zu weit entfernt. Im Bereich Senftenberg auch leichte Interferenz-Störungen durch die Frequenz 98,5 MHz aus Varnsdorf.

103,2 MHz - Teils gestörter Empfang zwischen Bad Liebenwerda und Landesgrenze/Elbe. Grund: Sender zu weit entfernt.

104,4 MHz - Stark gestörter Empfang auf Linie Bundesgrenze/Spremberg/Senftenberg/Ruhland/Lauchhammer/Elsterwerda/Bad Liebenwerda/Herzberg/Landesgrenze Elbe. Grund: Interferenzen durch die Frequenz 104,5 MHz aus Usti und teils Sender zu weit entfernt.

Vorschlag: Im Prinzip müssten zwei Füllsender her. Alle rbb-Wellen könnten z.B. mit 1 bis 2 kW vom Collmberg in Sachsen gerichtet auf Brandenburg ausgestrahlt werden. Für Inforadio, radioeins und kulturradio wären zwei weitere Füllsender in Spremberg und Senftenberg nötig wegen der Störungen aus Tschechien und Polen. Die Umsetzung dürfte scheitern, inzwischen sind fast alle relevanten Frequenzen von anderen Bedarfsträgern koordiniert oder im Einsatz. Eine Möglichkeit für Senftenberg wäre die 88,2 MHz, die von der Elsterwelle nicht mehr in Hoyerswerda genutzt wird.

Wie gut der Standort Collmberg aushelfen könnte zeigt sich wenn man die Bundesstraße von Senftenberg nach Elsterwerda fährt und DKultur hört. Irgendwann springt das RDS von 90,8 (Calau) auf 96,1 MHz (Collmberg). Man hätte frühzeitig reagieren können durch eine Koordinierung von Frequenzen an diesem Standort. So überlässt man das Feld kampflos dem MDR.



von Wiesbadener - am 11.05.2011 10:40
Zitat
Hans-Joachim Rätzel
@0815xxl

In meiner e-mail verwies ich
darauf, daß die Frequenz 91,6 vor der hin- und Herschaltung mit der 98,6 schon einmal wesentlich besser in 03130
Spremberg empfangbar war mit dem Programm der Antenne. Vieleicht könnten die Techniker der Telekom noch etwas
an der Sendeleistung an dem UKW Sender in Klein - Oßnig verbessern.


Das kann ich auch nur unterstreichen. Mit der 98,6 MHz NICHT von Finsterwalde aus, war der Empfang in der südöstlichen Niederlausitz und auch der Oberlausitz wieder annehmbar. Im Kabelnetz von Kabel Deutschland in Weißwasser ist seit der Umbelegung auf die 91,6 und der Aufschaltung von Finsterwalde Antenne Brandenburg wieder tot. Lediglich BB Radio und Fritz sind noch im Kabelnetz, leicht verrauscht noch SORBINFO. Nichts mehr zu hören ist wie schon gesagt von Antenne Brandenburg sowie auch Radio 1. Die anderen Programme kommen von Satellit: Kulturradio (ADR) und Deutschlandradio Kultur (DVB-S).
Woher nimmt der RBB eigentlich die Behauptung, dass grundsätzlich in den Kabelnetzen wieder alle Radioprogramme und das RBB-TV-Programm inkl. Das Erste (RBB) empfangbar sein soll? Es gibt nunmal sehr viele "private" Kabelnetze in der Umgebung. Sollen dort wirklich die UKW-Umsetzer alle geändert bzw. gewechselt worden sein? Ich kenne alleine vier Kabelnetze, eins davon auch Kabel Deutschland, wo sich nichts getan hat im Radiobereich. RBB Fernsehen wird in den Netzen von Satellit genommen.

Im Übrigen ist der DVB-T-Empfang von Calau gar nicht so schlecht gewesen. In Weißwasser konnte man die drei Frequenzen problemlos empfangen und das mit einer normalen UHF-Antenne auf dem Gartentisch.

von Schlesier - am 11.05.2011 18:32
Zitat
Grenzwall DX
Ich war gestern abend ein bischen rund um Cottbus unterwegs. Nach meiner Einschätzung (fast neben den Türmen stehend) könnte es so aussehen:

90.8 + 91.6 aus Kl. Oßnig
93.4 + 95.1 + 103.2 + 104.4 aus CB-Madlow
98.6 + 107.2 gefühlt schwächer, aus Westen einfallend, wobei 107.2 im Autoradio einen Tick leiser. Kommen anscheinend inzwischen beide aus Babben. Aber die oben erwähnten 30 kW werdens wohl nicht sein. I

Sangy mit eingeschobener Antenne bestätigt, dass die 107,2 nicht mehr aus Klein Oßnig kommt, bei den anderen Programmen gab es wie von Ingo geschrieben, keine Standort-Änderungen. An den Diagrammen und Leistungen wird hingegen aber wohl immer mal wieder etwas optimiert, u.a. sendet radioeins nicht mehr nach Süden und Osten.
Die 98,6 aus Finsterwalde kommt etwas besser als die 107,2. Ein paar aktuelle Bilder hab ich heute noch schnell in Calau machen können. Es waren recht viele Zuschauer beim Kran-Aufbau vor Ort:


Die Ersatzantennen sollen ja in 80m montiert werden, dass wäre unter dem roten Schirm. Genau dort endet auch dieses frisch verlegte Kabel:


Werden eigentlich neue Antennen benutzt oder die Vorhandenen nach "unten" gehangen?



[OT] @0815xxl die geplanten Wartungsarbeiten der polnischen Sender kannst du hier nachlesen: http://www2.polskieradio.pl/czestotliwosci/przerwy/
Dort sind für die hiesige Region folgende Termine interessant:
16.05.-27.05. Żagań/Wichów (hier stehen wohl größere Arbeiten am Gittermast an)
18.05. 09:00 - 14:00 Wrocław / Żórawina
24.05. 09:00 - 15:00 Jelenia Góra / Śnieżne Kotły
31.05. 09:00 - 14:00 Lubań / Nowa Karczma
01.06. 08:00 - 14:00 Wrocław / Ślęża

von Mæx - am 17.05.2011 18:19
@ 0815xxl

Zitat

Mensch ihr wißt aber auch alles !


Ich weiß definitiv nicht alles. Ich weiß nicht mal das, was ich wissen sollte. Ich weiß nicht mal das, was man von mir erwartet zu wissen. :rolleyes: Aber was ein Eisteller ist halt schon. :D


Zitat

Und wenn es auf dem Eisteller mal zu viel Eis wird ? Dann tropft es irgendwann runter ...
Geben die Antennen eigentlich soviel Wärme ab, dass dünnes Eis von selbst taut ?


Das hat PowerAM ja schon beantwortet. Die Antennen auf dem Berliner Fernsehturm sind zum Beispiel beheizt, da aufgrund der Höhe der Antennen, der dichten Bebauung und der öffentlich zugänglichen Flächen am Turmfuß selbst kleinere Eiszapfen gefährlich werden könnten.

Außerhalb beläßt man das bei einer weiträumigen Absperrung um den Sendeturm bzw. Sendemast und einigen Warnschildern.

Die eleganteste Lösung (hat PowerAM schon angesprochen) die Verkleidung mit einer Folie oder - wie das beim Heinrich-Hertz-Turm in Hamburg der Fall ist - mit Netzen, die durch ihre ständige Bewegung durch den Wind Eisbildung verhindern.

Siehe auch:
http://www.d-no.de/html-gallery/antenne4.htm
http://www.d-no.de/html-gallery/eis.htm
http://www.d-no.de/html-gallery/hamburg.htm


von Kay B - am 20.05.2011 23:58
Zitat
Grenzwall DX
"Ich war heut nachmittag (8.5.) am Sendeturm Babben bei Crinitz (EE-Kreis, ~15 km NE von Fiwa) und entdeckte dort neue Sendeantennen (Flächenantennen). Ein Foto davon kommt demnächst."

Und da isser: http://imageshack.us/photo/my-images/30/pict0822n.jpg/
Die neuen Antennen befinden sich auf der oberen Plattform, dir to ~NE/SE/SW/NW.

Seit deinem Besuch wurde noch einmal fleißig umgebaut und aufgestockt. Insgesamt hängen jetzt 8 Flächenantennen an der Spitze des Turmes:

Vollausschlag gibts am Sangy mit eingeschobener Antenne bei folgenden Programmen:
98,6 Antenne Brandenburg (Regional: Lausitz/Elbe-Elster Land) im Gegensatz zu den anderen Ersatzsendern mit dynamischen PS: Antenne_|vom_rbb_
107,2 BB Radio

Zitat
RalfCB
Hat man im Zuge das einige Frequenzen nach Finsterwalde verlegt wurden gleich etwas bei den dort alt-ansässigen Frequenzen getan?

88.0Mhz 104.6RTL mit gutem Signal heute in Cottbus. So stark bisher noch nie hier gehört.
13:30MESZ, aber kein RDS bzw PI, O=4

Eine Verbesserung kann ich ebenfalls feststellen, wenn auch nur von O=2 auf O=3. Vielleicht liegt es daran, das die "neuen" Flächenantennen umittelbar über der Sendeyagi hängen und irgendwie die beeinflussen? (Ich hab da nicht so die Ahnung von).

von Mæx - am 21.05.2011 18:03
Bin endlich dazu gekommen, mich um die Bandscan-Daten zu kümmern ;)

Zum Vergleich die drei Bouquets aus Calau, waren hier vor dem Brand Zimmerantennentauglich...
594MHz 3sat Doku/KiKa ZDF ZDFinfokanal
730MHz Phoenix rbb Berlin rbb Brandenburg Das Erste EinsExtra
762MHz arte MDR Sachsen NDR FERNSEHEN


Aufgeführt sind alle Bouquets, die am fraglichen Tag mindestens einmal beim Suchlauf auftauchten, dahinter steht noch bei wieviel Prozent der Suchläufe das Bouquet dabei war.

2011-05-11
482 MHz (1%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
522 MHz (62%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (20%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
594 MHz (16%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
618 MHz (2%) : "arte" "Das Erste" "Einsfestival" "Phoenix"
762 MHz (1%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-12
522 MHz (65%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (14%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
594 MHz (2%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
730 MHz (1%) : "Das Erste" "EinsExtra" "Phoenix" "rbb Berlin" "rbb Brandenburg"
762 MHz (2%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-13
522 MHz (78%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (29%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
594 MHz (0%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
762 MHz (7%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-14
522 MHz (81%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (24%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
2011-05-15
522 MHz (70%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (53%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
594 MHz (5%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
762 MHz (7%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-16
522 MHz (85%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (24%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
2011-05-17
522 MHz (86%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (32%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
2011-05-18
522 MHz (75%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (39%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
594 MHz (7%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
762 MHz (3%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-19
522 MHz (41%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (38%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
730 MHz (1%) : "Das Erste" "EinsExtra" "Phoenix" "rbb Berlin" "rbb Brandenburg"
762 MHz (5%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-20
522 MHz (13%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (18%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
762 MHz (1%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-21
482 MHz (3%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
498 MHz (2%) : "arte" "Das Erste" "Einsfestival" "Phoenix"
522 MHz (54%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
530 MHz (0%) : "Passion" "RTL2" "RTL Crime" "RTL Television" "Super RTL" "VOX"
570 MHz (33%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
578 MHz (0%) : "Polsat" "PULS 2" "TV4" "TV7" "TV8" "TVN" "TVN Siedem" "TV Puls"
594 MHz (0%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
730 MHz (3%) : "Das Erste" "EinsExtra" "Phoenix" "rbb Berlin" "rbb Brandenburg"
762 MHz (5%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-22
522 MHz (33%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (18%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
594 MHz (4%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
762 MHz (0%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-23
522 MHz (49%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (21%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
594 MHz (14%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
762 MHz (0%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-24
482 MHz (1%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
498 MHz (0%) : "arte" "Das Erste" "Einsfestival" "Phoenix"
522 MHz (71%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (37%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
594 MHz (25%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
618 MHz (0%) : "arte" "Das Erste" "Einsfestival" "Phoenix"
730 MHz (4%) : "Das Erste" "EinsExtra" "Phoenix" "rbb Berlin" "rbb Brandenburg"
762 MHz (6%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-25
522 MHz (68%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (34%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
594 MHz (0%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
762 MHz (11%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-26
522 MHz (73%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (27%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
594 MHz (14%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
618 MHz (2%) : "arte" "Das Erste" "Einsfestival" "Phoenix"
762 MHz (11%) : "arte" "MDR Sachsen" "NDR FERNSEHEN"
2011-05-27
522 MHz (87%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (11%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
2011-05-28
522 MHz (66%) : "Bayerisches FS Nord" "MDR Sachsen" "rbb Brandenburg" "WDR Köln"
570 MHz (20%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
594 MHz (0%) : "3sat" "neo/KiKa" "ZDF" "ZDFinfokanal"
618 MHz (0%) : "arte" "Das Erste" "Einsfestival" "Phoenix"


von pnz - am 28.05.2011 21:22
Update:
Die UKW Antennen hängen noch nicht, aber es wurden Halterringe (oder wie man diese Metallbänder nennt) angebracht, an denen wohl die Antennen befestigt werden sollen. Höhe müsste ungefähr 65m sein und damit ein ganzes Ende tiefer als die DVB-T Ersatzantennen.



Zu DVB-T: Es sind wie gehabt alle 3 Muxe aus Calau aktiv. In Cottbus konnte ich heute Morgen den Qualitätsbalken bis auf 5% bringen, reichte aber nicht für ein Bild.

Zitat
0815xxl
Zitat
Mæx
Der rbb will auf dem Cottbuser Stadtfest am 17. Juni zusammen mit zibb und einer Livesendung von radioeins (19:00-21:00) die Inbetriebnahme des Übergangssenders zusammen mit den wieder erreichten Hörern feiern.

Antenne Brandenburg will mit einer Willkommensparty am 18. Juni in Cottbus feiern, ebenfalls beim Stadtfest.
Dann macht der RBB ja jeden Tag was. ;-)

Bietet sich ja quasi an, die Bühne gibt es eh jedes Jahr und bis vor 2 Jahren hatte radioeins immer Freitags zu den Cottbus Open eine eigene lokale Sondersendung über die 95,1 verbreitet. Also dann dieses Jahr wieder eine Nummer größer.
Vielleicht könnte man sich dort ja mal treffen. ;)

von Mæx - am 02.06.2011 20:39
Zitat
Nordlicht2
Wer auch immer Fotos von Sendemasten macht sollte vielleicht immer dazuschreiben aus welcher Richtung es gemacht wurde :-)

Standort: unten
Fotorichtung: Schräg nach oben :rp:

Ne Spaß Beiseite, der 1er zeigt in Richtung des Zufahrtstor. Also so grob Elsterwerda-Finsterwalde. Der 3er entsprechend genau in die entgegengesetzte Richtung.

Eben gab es einen kleinen Bericht bei Brandenburg Aktuell, nachdem schon die Regionalnachrichten von radioeins und Antenne Brandenburg den Beginn der Antennenmontage vermeldeten. Man sah die Montage des 3-ers und der 1er lag noch immer vertikal montiert im Hintergrund am Boden. Ein MB Mitarbeiter erzählte dann noch, dass die Antennen extra von einer in Rosenheim ansässigen bayerischen Firma angefertigt wurden.

Zitat
Grenzwall DX
Wäre es dann machbar, ohne Störungen auf 98.6 v-pol Richtung SW zu senden unter Beibehaltung der 98.6 h-pol aus Crinitz-Babben?

Macht das denn Sinn, wenn jetzt direkt in den schlecht versorgten Winkel gestrahlt werden soll?

On Air gehen soll das ganze laut rbb schon am Freitag, wie vermutet mit der Hälfte der bisherigen Sendeleistung. Das wird ein ziemlicher Kraftakt, zumal ja ein Teil der Sendetechnik (RDS Coder) offensichtlich an den Ersatzstandorten derzeit zum Einsatz kommt.

von Mæx - am 07.06.2011 18:12
Ja, klar! Die Richtdiagramme werden zu einem Teil durch die Anzahl und die Montage der Antennen erreicht, zum anderen durch die Leistungsverteilung in der Weichung davor. Speist man vier identische Antennenfelder gleich stark so ergibt sich genau genommen ein Kleeblatt. In mittlerer Entfernung wird man durch die Ueberschneidungszonen der Einzelkeulen kaum etwas davon bemerken, im Fernbereich gibt es nach meinen Beobachtungen in der Hauptrichtung einer Einzelkeule mehr Signalpegel als in der Zone genau zwischen zwei Einzelkeulen.

Bei der Speisung der Ausgangssignale verschiedener Sender auf die gleichen Antennen kann (!) mit grossem Aufwand eine abweichende Richtcharakteristik erzielt werden. Mit nur minimal geringerem Aufwand ist es machbar, z. B. eine einzelne Frequenz nur ueber ein Antennenfeld (von z. B. vier) abstrahlen will. Diese scharfe Richtstrahlung erreicht man bei stark abweichenden geforderten Richtdiagrammen aber besser und mit geringerem Abstimmaufwand mit einem eigenen Antennenfeld fuer nur diese eine Frequenz. Die Beeinflussungen untereinander vermindern zudem die Wirksamkeit der gewuenschten Richtstrahlwirkungen bei der Benutzung verschiedener Diagramme unterschiedlicher Sendefrequenzen auf einer fuer Rundstrahlung gebauten Antennenanlage. Zudem verliert die Gesamtanlage mit jedem eingebauten Weichenelement an Wirkungsgrad.

von PowerAM - am 09.06.2011 05:08
Zitat
Ingo-GL
Die vertikal polarisierte Antenne hat einen größeren Öffnungswinkel als eine horizontal polarisierte Antenne mit gleicher Ausstattung. Der wird dort auch benötigt, denn die Antenne muss geschätzt ein Drittel des Winkelbereichs versorgen. Die drei anderen Gruppen versorgen den Rest. An der gewählten Montagestelle würden mehr als 4 horizontal polarisierte Gruppen benötigt, wenn Rundumversorgung gewünscht ist.


Zitat
Nordlicht2
Oder wird in eine Richtung vertikal gesendet weil der Abstand der Antennenfelder viel zu gross ist und man Ausloeschungen durch Phasenverschiebungen vermeiden moechte, wenn den wirlich vertikal montiert wird? Im Auto oder mit mobilen Empfaengern wird V Polarisation nicht weiter auffallen.


Kathrein hat kein Strahlungsdiagramm für die vertikal polarisierte Anordnung des in Calau verwendeten Antennentyps angegeben, jedenfalls nicht in dem mir vorliegenden Dokument, obwohl die Antenne laut diesem Dokument auch für vertikal polarisierte Anordnung vorgesehen ist. Aber der horizontale Öffnungswinkel der vertikalen Antennen gleicht wohl entgegen meiner ursprünglichen Annahme dem Öffnungswinkel der horizontalen Anordnung dieses Typs. Die Anordnung von jeweils zwei Dipolen nebeneinander (im vertikal polarisierten Antennenfeld) sorgt für eine beträchtliche Bündelung im Vergleich zu einem einzelnen vertikal polarisierten Dipol. Und tatsächlich müssen bei diesem Antennentyp vertikaler und horizontaler Öffnungswinkel ungefähr gleich groß sein, da er anderenfalls nicht wahlweise horizontal oder vertikal polarisiert in rundstrahlenden Antennenanlagen betrieben werden könnte. Nordlicht2s Argument trifft dann wohl den entscheidenden Punkt: Die vierte Antenne wird durch die verdrehte Anordnung von den anderen entkoppelt.

von Ingo-GL - am 13.06.2011 20:41
Zitat
Kay B
Mal eine Theorie zu den vertikalen UKW-Antennen:

Ist es möglich, daß die teilweise vertikale Polarisation zur Umsetzung eines Richtdiagramms in der horizontalen Polarisation da ist?

Einmal angenommen, alle Antennen würde - im Gegensatz zur alten Antennenanlage - mit gleicher Leistung und Phasenlage angesteuert.

Diese vertikalen UKW-Antennen hätten dann die Funktion, den horizontal polarisierten Anteil der HF in eine Richtung einzuschränken um dadurch soetwas wie ein Richtstrahldiagramm zu ermöglichen.

alte Antennenanlage:
Ausblendungen durch unterschiedliche Leistungs- und Phasenansteuerungen.
Ausgeblendet werden 103,2 MHz und 104,4 MHz.

neue Antennenanlage:
Ausblendung (in der horizontalen Polarisation) durch teilweise vertikales Abstrahlen.
Ausblendung wirkt sich nicht nur auf 103,2 MHz und 104,4 MHz, sondern auf alle Frequenzen aus. Deshalb in der vertikalen Polarisation die volle Leistung um zumindest vertikal das zu versorgende Gebiet vollständig abzudecken.

Das ist aber nur eine Theorie.

Die funktioniert nicht. Idealerweise (Felder stehen exakt senkrecht aufeinander) beeinflussen sich die horizontale und die vertikale Komponente garnicht.
Einerseits gibt es somit keine geziele Ausblendung durch diese Schaltung (sondern nur eine durch die Montage am Turmschaft), andererseits gibts auch keine unerwünschte Beeinflussung der 3 H-Felder durch das 4. Feld.




von DH0GHU - am 14.06.2011 17:06
@ Chief Wiggum: Sorry, etwas verspätet, meine Antwort. Ja, unsere Dachantenne empfängt (natürlich) horizontal. Jedoch geht auch mit dem Sony nix. Ich denke, es liegt einfach an der geringeren Höhe und der zwangsweise verminderten Sendeleistung des Provisoriums. Ich werde den Empfang aber natürlich weiter beobachten.

Sehr interessant übrigens finde ich die Diskussion warum Richtung 220° vertikal gesendet wird. Ich denke auch, dass Nordlichts Argumentation stimmig ist. Üblicherweise sind die vier Spalten von rundstrahlenden UKW-Sendeantennen an Rohrmasten von geringerem Durchmesser angebracht, wodurch die Spalten dichter beisammen sind und man fast ideale Rundstrahlung erreicht. Werden sie an Objekten von größerem Durchmesser (wie jetzt hier in Calau) montiert, so ist ihr Abstand größer, was zur Folge hat, dass sich eine stärkere Richtstrahlung ergibt, mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die (eigentlich gewollte) Rundstrahlung durch Auslöschungen. Dieses Problem hat man, finde ich, mit der vertikal polarisierten Spalte elegant gelöst. Durch die geringere Antennenhöhe und Sendeleistung liegen nun allerdings Orte wie Mühlberg, welche schon vorher nicht gut versorgt waren, buchstäblich hinterm Berg. Zumal kein anderer rbb-Sender mehr wirklich aushelfen kann.

von dlf-fan - am 14.06.2011 18:54
Heute im Auto habe ich dann doch an günstigen Stellen hier in Halle mal ein sehr schwaches rauschendes Signal auf der 98,6 vernehmen können. Ein Abgleich mit der 106,2 brachte Gewissheit. Gestern in Thalheim (Lkr. ABI, Entfernung nach Calau 118km) war mit dem Sony nichts zu hören.
Auf inforadio.de lese ich in einem Beitrag vom 9.6. unter anderem:

Rundfunk
Der rbb funkt wieder aus Calau

Die Radioprogramme des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) sind nach dem Brand im Sendeturm Calau im Süden Brandenburgs nahezu überall wieder zu empfangen. "Wir erreichen durch zusätzliche Sendeantennen von heute Abend an durchschnittlich 90 Prozent des Gebiets mit unseren Programmen. Das hat uns die für die Sendetechnik im Turm zuständige Firma MediaBroadcast zugesagt", sagte Nawid Goudarzi, Produktions- und Betriebsdirektor beim rbb, am Donnerstag.

Antenne Brandenburg ist entsprechend über 98,6 MHz zu empfangen, Fritz auf 103,2 MHz, Kulturradio auf 104,4 MHz, Radioeins auf 95,1 und Inforadio mit dem sorbischen Fenster auf 93,4 MHz.

"Für diese UKW-Versorgung hat die MediaBroadcast eine 12 m hohe und mehrere Tonnen schwere Antenne in 80 Meter Höhe außen am Turm befestigt. Der durch das Feuer ursprünglich ebenfalls beeinträchtigte Fernsehempfang über DVB-T ist dank einer Ersatzantenne in 110 Meter Höhe seit gut einer Woche für 95 Prozent der Region wieder hergestellt", sagte Goudarzi weiter.


Der Link dazu: http://www.rbb-online.de/nachrichten/vermischtes/2011_06/rbb-Empfangssituation_verbessert.html

von dlf-fan - am 18.06.2011 18:00
@ Martyn136

Zitat

Den Bundesmux oder einen privaten Landesmux müsste der RBB ja nicht zahlen.


Der Bundesmux kommt wohl erstmal in die Ballungsgebiete (und da gehört Brandenburg wohl nicht so wirklich dazu). Die Privatsender werden sich auf DAB erst flächendeckend einlassen, wenn es eine ernstzunehmende Akzeptanz seitens der Hörer gibt oder es ohne Ende subenvtioniert wird.



@ RheinMain701

Zitat

Die Idee ist gar nicht mal so schlecht. Mit ein paar polnischen Standorten, plus Scholzplatz hätte man schon einen großen Teil Brandenburgs abgedeckt.

Spontan fallen mir da Stettin und Grünberg ein, gibt bestimmt noch weitere Standorte, aber ich bin nur selten in BB.


Das sollte mal einer der Radio-Mobile-Spezialisten hier durchrechnen. Seitens der Polen wäre man bestimmt nicht abgeneigt, Deutschland mitzuversorgen.



@ Wiesbadener

Zitat

Turminhaber ist nicht Media Broadcast, sondern DFMG (Telekom-Tochter). Media Broadcast muss sich da ebenso einmieten wie der rbb.


Soweit ich weiß ist es so, daß die Sendetürme für TV und UKW der Deutschen Funkturm gehören. Mädchen & Brotkasten mietet sich dann da ein und stellt die Sendeanlagen inklusive Antennen bereit. Die Sendeanstalten mieten dann wiederum die Kapazitäten bei Mädchen & Brotkasten an.

Da die Deutsche Funkturm und Mädchen & Brotkasten als Bundespost-Nachfolgeunternehmen deren Preisgestaltung und den Quasi-Monopolstatus übernommen haben, sind die Preise dementsprechend gesalzen.

Im dünn besiedelten Brandenburg wird sich wahrscheinlich auch kein Investor für ein gleichwertiges Konkurrenzunternehmen zur Deutschen Funkturm und zu Mädchen & Brotkasten finden. Deswegen sollte man wirklich mal darüber nachdenken, deutsche Gebiete aus Polen mitzuversorgen.

Dann könnten Antenne MV und Radio BB auch mit osteuropäischem Hub senden. :joke:


Zitat

Übrigens lese ich diesen Fehler schon zum 1354. Mal in diesem Forum. Es gibt keinen "Media Broadcast"-Standort. Irgendwo muss sich die MB immer einmieten, da man selbst gar keine Türme besitzt.


Doch. Die ehemaligen AM-Senderstandorte sind soweit ich weiß alle im Besitz von Mädchen & Brotkasten. Keine Ahnung, warum nur die UKW- und TV-Standorte in die Deutsche Funkturm ausgegliedert wurden.


von Kay B - am 20.10.2011 22:32
Zitat
Wiesbadener
Das ist m.E. noch nicht das Ende der Fahnenstange. Cottbus-Stadt ist freilich okay, da will man richtig "pegeln" in der Metropole. Aber das Signal dürfte kaum bis Senftenberg runter reichen. Und wenn tatsächlich ein leistungsstarker Sender am Collmberg kommt, dürfte der RBB diesen aus Kostengründen wohl mit dem MDR teilen. Hohenleipisch würde dann entfallen. Calau war von vornherein nicht in der Planung drin.

Ich halte folgende Brandenburg-Lösung für sinnvoll:

Berlin-Alexanderplatz 10 kW ND
Berlin-Scholzplatz 5 kW ND
Cottbus-Stadt 5 kW ND
Hoyerswerda-Zeißig 10 kW D
Oschatz-Collmberg 10 kW D
Lübben 2 kW ND
Pritzwalk 10 kW ND
Belzig-Dippmannsdorf 5 kW ND
Fürstenberg/Havel 5 kW ND
Casekow 10 kW D
FFO-Booßen 10 kW D


Naja, mit dem Teilen ist das so eine Sache. Die bisher vom MDR genutzten Frequenzen sehen eine gemeinsame Nutzung von öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Hörfunkprogrammen jeweils zur Hälfte vor. Ein, zwei (Fremd)Programme könnte der MDR nach Vorbild des rbb verbreiten. Man macht dies nicht, weil Berlin ein "Spezialfall" ist. Auf eine Antwort, was diesen "Spezialfall" ausmacht, warte ich noch, auch in Bezug auf die Verbreitung der drei dritten Programme auf dem zweiten MDR-DVB-T-Mux. Die Weiterverbreitung von anstaltsfremden Programmen sieht das ARD-Konzept ja eigentlich nicht vor (zumindest ist das die Argumentation, wenn es um den Hörfunk geht). ;) Ich habe dahingehend auch gleich mal nachgefragt, welche Variante man dann bezugnehmend auf DVB-T wählt. Den Umzug des MDR-Programms auf den ersten DVB-T-Mux und die zeitgleiche Einstellung des zweiten bzw. die Abschaltung der dritten Programme der anderen Anstalten und die Aufschaltung der digitalen Spartenkanäle der ARD (ein Platz bliebe dann natürlich frei) auf dem zweiten Mux. Die Antwort steht noch aus bzw. meine Fragen werden wohl nie beantwortet werden ;). Ich hätte ja vermutet, dass gerade der DAB-Lobbyverein in Halle diesbezüglich hellhörig werden würde. Aber Pustekuchen. Vielleicht sollte ich wirklich (einmal) ernst machen und diesen Scheißdreck in Gänze ignorieren.

von rabbe - am 12.01.2012 15:43
So, dann will ich auch nochmal mit hier schon genannten polnischen Alternativen ankommen; derzeit rechne ich was so aus Polen nach D einstrahlt:

Jelenia Gora-Sniezn Kotly60256W320°_275_40m(Weißwasser).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-3op-0f65-jpg.html
Swieradow-Luban Stog Izerski60256W320°_275_50m(Weißwasser).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-3oq-2f3c-jpg.html
Zielona Gora-Jemiolow120226WND(89-9_103-0_105-0_106-4)_150_260m(nw-14e11_53n00).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-3or-7c33-jpg.html
Zielona Gora-Jemiolow120226WND(89-9_103-0_105-0_106-4)_150_250m(sw-14e12_51n41).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-3os-da97-jpg.html

Fazit: Calau ist so nicht zu ersetzen. Gerade für die sächsischen RBB-Freunde wären dies ein böses Erwachen, so sie nicht in der Lausitz wohnen.

Dazu Calau für den direkten Vergleich:

CB-Calau10kWND(90-8_95-1)_150_150m(no-15e02_52_24).jpg
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von Thomas (Metal) - am 27.02.2012 20:35
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