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Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Startbeitrag von raeuberhotzenplotz1 am 04.06.2011 18:27

Hier ein Beitrag für Fans von historischen TV-Antennenanlagen. Habe einige alte Antennenanlagen im Raum Ulm / Eselsberg fotografiert. Früher konnte man hier die Programme aus BaWü, Bayern, Österreich und der Schweiz empfangen und noch 4 Private. Es gab zum Teil sehr aufwendige Installationen, sogar Zwillingsanordnungen sieht man hier. Die meisten sind schon Dachsanierungen (oder der Kabelanschluß) zum Opfer gefallen.

Teilweise geben mir die Installationen Rätsel auf. Vielleicht kennt sich noch jemand damit aus. Die Anlagen dürften vor 20Jahren und mehr installiert worden sein.



Diese Anlage ist mir noch halbwegs klar. Die VHF-ANtenne für SRG-Säntis, Die FESA817 für B3+ZDF+ARD Grünten, die FESA 616 für die Zugspitze ORF1+2, die FESA 815 für Ermingen SW3+ZDF+ 4 Private und die VHF verikal für Kuhberg ARD und nochmals ARD mit der BandI ANtenne zum Grünten.



Diese Anlage ist ähnlich. Von oben nach unten Zugspitze (FESA616), Säntis (VHF), Grünten (AOS65), Ermingen (FESA 815), Grünten BandI und VHF verikal Kuhberg.



Diese Anlage ist ähnlich (leider in jämmerlichem Zustand), aber wozu ist die zweite FESA616 unten montiert? Beide sind Richtung Zugspitze ausgerichtet. Zwillinge würde man doch nebeneinander machen. Wer kann dies beantworten?



Diese Anlage hat jetzt 5 UHF Antennen, die FESA616 ist wieder für die Zugspitze, Die Fesa715 dürfte wieder für den Grünten sein, aber wozu ist dann die große FESA717? Wurde ORF2 vom Pfänder zugeführt und nicht von der Zuspitze, wegen Nachbarkanalproblem K54 Ermingen /K55 Zugspitze? Die lange UHF ANtenne parallel zur großen VHF Antenne dürfte für die italienische/französische SChweiz vom Säntis gewesen sein. Für Ermingen ist die FESA815 ganz unten gedacht.



Hier noch eine schöne Anlage mit Zwillingsanordnung. Vermutlich ist der Zwilling für ital. / franz. SChweiz zum Säntig gewesen. Dann jeweils eine FESA815 zum Grünten und zur Zugspitze, eine kleine Antenne nach Ermingen, Aber wozu ist dann die kleine UHF Antenne in der mitte (die ohne Gitterreflektor)? Von der Richtung her zeigt diese auch zum Säntis? Kann sich da jemand einen Reim drauf machen?



Zum Schluß noch fast die baugleiche Anlage auf einem anderen Dach in der Nähe. Interessant ist, daß die BandI Antenne für den Grünten verkehrt herum montiert wurde. Die müsste genau um 180° gedreht werden. Auch hier ist nochmals die kleine UHF Antenne in Richtung Säntis, wozu die wohl war?

Die Anlagen waren wohl früher richtig teuer. Teilweise sind auch Mastverstärker montiert, wenn man genau hinschaut. Es wäre wohl sehr interessant zu sehen, wie die Weichen unterdach verschaltet sind. ORF vom Pfänder (K5) scheint hier wohl nicht üblich gewesen zu sein?

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Zitat
Hier noch eine schöne Anlage mit Zwillingsanordnung. Vermutlich ist der Zwilling für ital. / franz. SChweiz zum Säntig gewesen. Dann jeweils eine FESA815 zum Grünten und zur Zugspitze, eine kleine Antenne nach Ermingen, Aber wozu ist dann die kleine UHF Antenne in der mitte (die ohne Gitterreflektor)? Von der Richtung her zeigt diese auch zum Säntis? Kann sich da jemand einen Reim drauf machen?

Wahrscheinlich wurde der Zwilling einmal später nachgebaut, weil man damit den störenden K 33 aus Ermingen besser ausblenden konnte.
Die Anlage hat ja einen schweren Hagelsturm hinter sich. So sahen meine 815er auch mal aus. Die habe ich dann abmontiert und die Elemente wieder zurechtgebogen.

von manfredp - am 05.06.2011 12:23
Bild 3: Warum zwei Antennen zur Zugspitze? Zwie Antennen in dieselbe Richtung, dieses Phänomen hatte ich auch schon öfters entdeckt. Zwei Möglichkeiten gibt es, die dafür in Frage kommen: 1. Mehrere Partien in einem Haus nutzen denselben Masten, aber mit eigenen Empfangsrechen. (hier eher unwahrscheinlich). 2. Die obere Zugspitz-Antenne war irgendwann defekt (man sieht ja, dass das Kabel abgefatzt ist) und so hat man einfach eine neue drangehängt. Weiter unten, weil man oben nicht ohne weiteres rankam. Deshalb blieb die alte auch hängen. (das erscheint mir hier wahrscheinlich)

Bild 4: Diese Vermutung bestätige ich mal. Erscheint logisch. Vielleicht wollte man einfach auch beide Signale zur Verfügung haben, falls eines mal gestört ist oder man war am Regionalprogramm Vorarlberg interessiert. Schrecklich die dichte Montage der Antennen.

Bild 5: Hier vermute ich mal, dass die alte UHF-Antenne auch für den Säntis war. Man hat dann später die Zwillingsanordnung dazu gehängt, weil man besseren Empfang wollte. Schliesslich kam ja irgendwann auch SF2 hinzu, oder?

Jaa, es gibt schicke Anlagen im Bereich Alb/Oberschwaben. Meistens auch schön schwäbisch akkurat montiert. Und mit em sündhaft teuren "Kreuzdipol/LMK-Stab"-Gerät an der Spitze. (die haben damals um/über 200 Mark gekostet). Nicht so ein Gehuddel, wie man hier im Westen der Republik oft sieht.

von Peter Schwarz - am 06.06.2011 13:36
So nach einer Radtour habe ich mal wieder ein paar Bilder interessanter Antennenanlagen gemacht, vielleicht interessiert's jemand.

Zunächst die dritte Anlage von oben (zwei Zugspitzantennen) ist mittlerweile drei SAT-Schüsseln zum Opfer gefallen! Sehr schade die Zugspitzantenne hätte ich gerne gehabt :-(

So jetzt ein paar neue Bilder:

Diese Anlage findet sich auf dem Dach der Ratstätte Seligweiler an der Autobahnausfahrt Ulm Ost.








Die verwendeten Antennen kenne ich nicht. Was sind das für Fabrikate? Was wurde / wird damit empfangen? Der Aufwand scheint mir etwas groß, um nur die Ratstätte und das angrenzende Hotel mit TV zu versorgen. Ein Zwilling ist übrigens auch dort oben. Für das schweizer Fernsehen etwa?


Noch kurioser finde ich diese Anlage. Sie steht mitten in der Landschaft an der Autobahnausfahrt Ulm-West. Vermutlich diente sie der nahegelegenen BW-Kaserne zum Empfang. Warum man die Antenne allerdings nicht auf dem weiträumogen Gelände der Kaserne aufgestellt hat, sondern außerhalb auf der anderen Straßenseite (das Kabel muß wohl unter der Straße durchlaufen...) ist rätselhaft. Interessant sind hier die zwei vertikal gestockten Zugspitzantennen. Im Schaltkasten am Fuß der Antenne sind wahrscheinlich Kanalumsetzer drin. War leider abgeschlossen...









Ich könnte mir Vorstellen, daß die Anlage am Rastplatz noch genutzt wird, die bei der Kaserne wird wohl schon vor Jahren gekappt worden sein. Kennt jemand die Geschichte dieser Anlagen?

von raeuberhotzenplotz1 - am 15.08.2011 19:57
Die Anlage an der Raststätte sieht aus wie ein kleiner Kabelkopf. Alles Profi-Technik. Denke schon, es wird für die Raststätte und das Hotel sein. Warum auch nicht? Wenn es in den 80ern errichtet wurde, war es doch damals üblich, alles was nur ging heranzuholen.

Und der Freilandmast erinnert mich an die Antennengemeinschaften aus der DDR, vielleicht von den damaligen Kasernenbewohnern in Eigenregie und klammheimlich aufgestellt, deshalb ausserhalb des Geländes :)

"Oh, Gefreiter Huber, sie bekommen mit Ihrer Zimmerantenne aber viele Programme herein, bei mir auf der Stube geht nur angerauscht das Erste" :D

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 16.08.2011 07:46
Schön ist, daß alle Antennen an dem Mast in der Pampa noch mit Mastverstärkern ausgrüstet sind. Aber "abernten" geht nicht, das wäre Diebstahl!

In Eigenregie hat das sicher niemand gebaut. Das sieht sehr peofessionell aus, alleine für den Mast benötigt man einen guten Betonsockel.

Könnte aber durchaus sein, daß die froh wären, wenn jemand die Anlage sauber demontiert und "entsorgt". Aber das wäre auch sehr viel Arbeit für zwei recht vergammelte Zugspitzantennen.

Ich kenne noch eine Anlage mit so einem Mast. Das dazu gehörende Haus steht in einem "Loch" und ist zu klein für eine ordentliche Antenne. Die haben dann einfach so einen Mast auf den Berg dahinter gestellt. Wenn ich da mal vorbeikomme mache ich noch ein paar Bilder davon.

Vielen Dank für den Hinweis mit den Kathrein Antennen. Heute gibt's diese wohl nciht mehr oder?

von raeuberhotzenplotz1 - am 16.08.2011 20:36
Späte Antwort auf die Frage nach der UHF-Antenne zum Säntis:

Früher wurde vom Säntis SSR1 und TSI1, also die Sprachprogramme der französischen und itelienischen Schweiz auf UHF ausgestrahlt. Meine Erinnerung meinte Kanals 31 und 34.
SSR1 wurde auch immer mal wieder dazu genutzt einen 2. Kanal für Spezialsendungen zu nutzen, z.B. Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften.
Diese UHF-Kanäle wurden geopfert als SF2 und dann DVB-T hinzu kam.
Ich hatte auch solch eine Antenne, da SSR1 jeden Samstag "Les canardes sauvages", eine sehr gute Sendung mit Musikvideos hatte.
Somit kamen am Bodensee über Antenne zu
ARD, ZDF, BR3, SWR3, ORF1, ORF2, SF1 noch SSR1 und TSI1 dazu.


von lindau42 - am 17.08.2011 07:16
@ lindau42: Ja ich weiß. Ich habe Ende der 80er Jahre bei meinen Eltern am Bodensee eine neue Antennenanlage auf's Dach gebaut, als das Dach renoviert wurde. Der Elektromeister vom Ort hat mir die ganzen Weichen besorgt und noch ein Paar Tips gegeben (da musst Du ein Dämpfungsglied vormachen...), war damals 16 glaube ich.

Später habe ich die Anlage dann noch um SAT.1 und Pro7 vom Sender Ravensburg erweitert, wobei da immer leicht Schnee im Bild war. Das waren dann 12 Sender glaube ich (wenn man die ARD-SWF und ARD-Bayern doppelt rechnet).

Die Antenne war jedoch so groß, daß bei strakem Wind die Dachbalken an der sie festgeschraubt war geknarrt haben. Irgendwann kam die Post mit dem Kabel und die Antenne habe ich schließlich im Wochenblatt für 200DM verschachert...

Eigentlich schade, ich habe nichtmal ein Bild von der Anlage, Es waren 1xFESA817 2xFESA815 2x FESA813, 2x VHF III und 1xBandI sowie ein UKW5 mit Rotor. Eigenlich zu viel für einen Mast.

von raeuberhotzenplotz1 - am 17.08.2011 16:45
Da hätte ich auch noch was:


Vollansicht: http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-3kc-6b4e-jpg.html

Niederpöcking, Kreis Starnberg. Die oberen vier Antennen zeigen zum Olympiaturm, dann folgt der Zwilling für die Zuspitze. Darunter befindet sich die Band-III-Yagi für Wendelstein und die UKW-Antenne, welche auf Salzburg ausgerichtet ist.
Unterm Strich machte das 9 Programme, welche nach Band I und III umgesetzt wurden: ARD-BR, ZDF, BayFS, ORF1, ORF2, RTL, RTL2, SAT1 und PRO7. ARD-BR verblieb interessanterweise auf E10, es gab ein 2-Kanäle-Raster. UKW wurde 1:1 übergeben, was auf Grund der Antennenhöhe immer den DLF vom Brotjacklriegel auf 100,1 ermöglichte. Leider gab es häufig massive Probleme bei Überreichweiten und damit verbundenen zu starken Signalpegeln an den Kanalumsetzern. SAT1 war dann immer unbrauchbar. ORF1 wurde mit der Leistungsreduzierung ebenfalls stark wetterabhängig. Die Bandbreite ging vom Schwarz-Weiß-Empfang bis hin zu einem einwandfreien Bild.
Mit der Einführung von DVB-T in München wurde abgeschaltet und fast alle analogen SAT-Programme von ASTRA wurden umgesetzt, ORF blieb zunächst noch. Mit Umstellung des ORF auf DVB-T wurde ein Konverter zur Umsetzung nach analog eingebaut und fortan ging ORF1 auch wieder immer einwandfrei.
Leider hat man nie das Schweizer Fernsehen herangeholt. Technisch muß es wohl möglich gewesen sein, da in der Gegend durchaus einige (wenige) Kanal-7-Antennen zu sehen waren.

von Thomas (Metal) - am 28.08.2011 08:43
Zitat
Daniel28-55-59
Hier die wohl älteste Antenne der Grenzstadt Furth i. Wald (Lkrs. Cham) - südliche Oberpfalz:

Eine doppelte Kanal-6-Antenne für den Dillberg. Diese muß also bereits vor Dezember 1961 aufgebaut worden sein (Ende Dezember startete das erste Programm vom Hausberg Hohenbogen).

Das Haus steht kurz vor dem Abriß. Mitten in der Stadt in der Nähe der Stadtpfarrkirche.
Entfernung zum Dillberg rund 115 km.

Sowas sieht man heutzutage fast gar nicht mehr.

Vorgestern-Abend fotografiert bei wolkenlosem Himmel und 35 Grad:


So eine Antenne hatten meine Eltern bis Mitte der 80er Jahre auch in Betrieb (für Kanal 8 Feldberg/Schwarzwald). Sie kam erst 1972 auf's Dach, davor war sie (seit 1958) unter dem Dach montiert. Deshalb wohl auch die gestockte Version, weil diese besser Platz hatte.

von wolfgangF - am 28.08.2011 12:53
So nachem ich nun mein neues Nikon 200mm Teleobjektiv habe musste ich natürlich mal wieder Antennen vor die Linse nehmen. Die Antennenanlage auf dem Bundeswehrkrankenhaus in Ulm konnte ich mit meiner alten IXUS Knipse nie richtig aufnehmen. Jetzt gehts:



Drei UHF Antennen, scheinen normale Kathrein zu sein, sind drauf. Das fehlen sämtlicher Band I ind Band III Antennen läßt den Schluß zu, daß die Anlage für DVB-T umgebaut wurde. Meine Vermutung ist, daß die rechte Antenne auf die Zugspitze geht und die linke zum Pfänder. Beide haben wohl einen kanalselektiven Verstärker dabei (VCP66 ?). Hier wird wohl der ORF eingespeit. Die kleine Antenne darunter ist wahrscheinlich für Ermingen, als Reserve? Das meiste wird wohl über die SAT-Schüssel kommen. Die Antennen wirken recht mitgenommen, die sind wohl schon älter und wurden aus Analogzeiten übernommen...

von raeuberhotzenplotz1 - am 23.05.2012 20:01
Da kann ich auch was anbieten:

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-3vd-3eae-jpg.html
Standort: Niederpöcking
Empfangen wurden damit
1. Die Privaten vom Olympiaturm
2. ZDF/BayFS vom Olympiaturm
3. ORF von der Zugspitze
4. ARD vom Wendelstein / UKW von Wendelstein / Salzburg
Leider gab es keine VHF-Antenne für den Säntis der dort grunstäzlich auf E7 ebenfalls empfangbar war.
Sehr interessant war in der Siedlung UKW, da man hier entgegen dem Fernsehrundfunkdienst keine Frequenzumsetzung durchgeführt hat und damit das volle UKW-Band was an der Antenne oben ankam ausnutzen konnte. So war dort der DLF vom Brotjacklriegel zumindest in Mono einwandfrei empfangbar. Leider war diese Antenne immer nur nach Südosten ausgerichtet. Damit war ein SDR oder SWF-Empfang praktisch unmöglich. Ich hätte die dann natürlich lieber nach Südwesten gesehen ;-) . Ö1 - Ö3 und FM hätte es dann eben von Reutte gegeben, aber dazu noch SWF1, SWF3 und die drei Schweizer und bester Qualität.

von Thomas (Metal) - am 23.05.2012 20:36
@ raeuberhotzenplotz1
Ich weiß es nicht :-( . Als ich den Mast 1991 zum ersten Mal sah, war der bereits so aufgebaut. Auf jeden Fall schien mir das von Anfang an keine 4-fach gestocke wie bei Daniel zu sein ;-) . Interessant war auch, daß SAT1 bei Überreichweiten sehr schnell in die Knie ging und die gesamte Anlage, also auch einschließlich ZDF und BayFS, mit massiven Übersteuerungen offenbar bereits eingangsseitig der Kanalumsetzer zu kämpfen hatte. ARD, die beiden ORF und RTL kamen immer einwandfrei. ORF1 war ab der Leistungsreduzierung 1997 zunächst massiv verschneit, wurde später aber wieder besser. Zudem war dann der Empfang wieder sehr wetterabhängig. Und das trotz Sichtverbindung zur Zugspitze. Immerhin kam es zu keinen Übersteuerungen. Eine vertikale Yagi für ORF1 hat man aber nie aufgebaut. Nachdem man auf DVB-T umstellte hat man die Umsetzer für ORF erneuert. Fortan waren ORF1 und ORF2 wieder einwandfrei empfangbar.

von Thomas (Metal) - am 24.05.2012 20:34
Zitat
Torsten Schwarz
Warum werden eigentlich im süddeutschen Raum kaum UHF-Gitter- / Flächenantennen wie die Wisi EE06 verwendet? Zuwenig Gewinn? Ungenügende Richtwirkung?


Im süddeutschen Raum empfand ich die Dachantennen schon immer als etwas überdimensioniert, auch in Regionen, wo nur der örtliche TVU und somit nur die ersten drei Programme gingen.

Vielfach sieht man 90-Elemente-UHF-Brummer auf Dächern, eine Anlage die vielleicht 2 Fernseher versorgt hat.

Das war einfach bei uns irgendwie Standard, die LMK-Route mit (Kreuz-)Dipol als Mastspitze, darunter der dicke UHF-Brummer (zu 90% durch den Masten geführt, nur selten mit Auslege) auf den nächsten Grundsender oder TVU und - sofern nötig - noch eine VHF-Yagi Band I oder Band III für das Erste Programm.

Ein Nachteil der großen UHF-Rechen war ja immer die starke Bereichabhängigkeit, so musste dann bei Pforzheim (Schömberg) zusätzlich für das erste Programm eine VHF auf Stuttgart gerichtet werden, weil ZDF und S3 am Bandeende, das erste Programm aber am Bandanfang war. K21 (ARD), K34 (ZDF), K59 (SW3)

Da kam der K21 trotz riesen UHF-Rechen nur noch angerauscht rein.

Hier hatte ich das Thema schon mal angeschnitten, da ich es selbst schon immer "komisch" fand: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,814062,page=1

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 29.05.2012 12:42
Zitat
Wolfgang R
Im süddeutschen Raum empfand ich die Dachantennen schon immer als etwas überdimensioniert, auch in Regionen, wo nur der örtliche TVU und somit nur die ersten drei Programme gingen. Vielfach sieht man 90-Elemente-UHF-Brummer auf Dächern, eine Anlage die vielleicht 2 Fernseher versorgt hat.


Wenn ich mal Rheinland-Pfalz/Saarland zum "süddeutschen Raum" zuordne, dann gab es dort jede Menge Füllsender im Watt-Bereich und noch darunter. Wenn dann der Füllsender 2 km entfernt war und vielleicht noch etwas Wald im Ausbreitungsweg wuchs, dann konnte es mit einer kleinen Yagi schnell knapp werden mit rauschfreiem Programm. Wenn man dann noch ungünstig zur Lage der UHF-Kästen (meist im 90°-Winkel montiert ) wohnte ...

von Natrium - am 29.05.2012 14:20
Das ist korrekt. Flächenantennen sieht man im Raum Ulm und im Bodenseegebiet recht wenig, ich habe aber auch schon einige gesehen. Es sind halt langweilige Anlagen, vermutlich für Leute mit wenig Geld.

Eine typische Anlage war ja sehr teuer. Ich bin überzeugt, daß viele Anlagen total überdimensioniert waren, vor allem im Bodenseegebiet. Es gehörte einfach zum guten Ton sich vom Elektromeister eine "ordentliche" Antenne bauen zu lassen, Häuslebauermentalität eben. Beloht wurde man mit atemberaubenden 7 Programmen, da haben meine Cousinen und Cousins aus Stuttgart Anfang der 80er Jahre gestaunt. Man konnte Dallas am Österreicher ein zweites mal anschauen :-)

Immer musste die größte FESA817 auf's Dach, in vielen Fällen hätte es wohl auch eine FESA815 getan...

von raeuberhotzenplotz1 - am 29.05.2012 20:17
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Ich bin überzeugt, daß viele Anlagen total überdimensioniert waren, vor allem im Bodenseegebiet.


Es war eher das Gegenteil der Fall. In gut versorgten Gebieten am westlichen Bodensee sah man häufig nur "Kompromiss-Anlagen" auf den Dächern. Eine UHF-Antenne, meist auf den Grünten ausgerichtet, womit dann auch Höchsten und Pfänder in den Nebenkeulen mehr oder weniger gut gingen. Und darunter eine VHF-Yagi, die meist "zwischen" Pfänder und Säntis ausgerichtet wurde. Ein ziemliches Gebastel also, und schade um den eigentlich perfekten Empfang.
Die wirklich aufwendigen Anlagen sah man eher in den Tallagen, aber da war der Aufwand auch nötig, um ein gutes Bild hinzukriegen. Ich bin mir sicher, dass die trotz der schlechteren Lage oft ein besseres Bild hatten als die "Kompromissler".

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 29.05.2012 20:37
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Es war eher das Gegenteil der Fall. In gut versorgten Gebieten am westlichen Bodensee sah man häufig nur "Kompromiss-Anlagen" auf den Dächern. Eine UHF-Antenne, meist auf den Grünten ausgerichtet, womit dann auch Höchsten und Pfänder in den Nebenkeulen mehr oder weniger gut gingen. Und darunter eine VHF-Yagi, die meist "zwischen" Pfänder und Säntis ausgerichtet wurde. Ein ziemliches Gebastel also, und schade um den eigentlich perfekten Empfang.

Genau an einer solchen konnte ich in Heinstetten (Gemeinde Meißstetten) einmal scannen. Allerdings war hier der Kompromiß 100%ig. D. h. alle der von dir genannten Sender kamen einwandfrei herein. Allerdings sollte man hier für nicht Ortskundige sagen, daß eben Heinstetten schon wieder soweit westlich liegt, daß mit Ausnahme des Säntis im Gegensatz zu Oberschwaben quasi alles auf einer Linie hat. Aber genau hier wäre ja eine Gitterantenne doch interessant. Genutzt wurde für UHF eine 43er WISI (oder was WISI dafür gebaut hat...).

von Thomas (Metal) - am 29.05.2012 20:48
Also ich bin schon der Meinung, daß überdimensioniert wurde. Es gibt (gab) auch Beispiele, wo am einen Haus mehrere riesige FESA 817 / 815 montiert waren und daneben tat's auch eine FESA 813. Ich glaube das Problem waren eher die Pegelunterschiede, weil man zwei UHF Weichen brauchte, die zusammen auf dem REST UHF schon 6dB Dämpfung machen.

Hier noch ein paar Bilder. Typisch immer eine große UHF und Band I zum Grünten, eine UHF und eine VHF III zum Pfänder, eine VHF III zum Säntis (sehr oft wurden Kanalantennen verwendet) und eine kleine UHF zum Höchsten. Das 2. Schweizer Programm gab's früher nicht und die franz. / ital. Schweiz war eher von geringem Interesse, daher war noch eine 4. UHF zum Säntis sehr selten, aber auch das gab's, die Anlagen sind heute aber nicht mehr da.

Am Berg wo der Grünten abgeschattet (Tettnang am Hang) war hat man vermutlich die ARD vom Feldberg im Schwarzwald herangeholt, wobei ich das nur vermute, aber drei große VHF Rechen sprachen dafür.












Also ich denke da haben die Leute damals gut investiert, mit Montage hat so eine ANlage ein paar tausend Mark gekostst und die hatten damals noch Kaufkraft im Gegensatz zu unserer Euronen :)

Übrigens Hirschmann dominierte am Bodensee klar, Kathrein Anlagen waren seltener meinem Gefühl nach...

von raeuberhotzenplotz1 - am 30.05.2012 19:59
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Also ich bin schon der Meinung, daß überdimensioniert wurde. Es gibt (gab) auch Beispiele, wo am einen Haus mehrere riesige FESA 817 / 815 montiert waren und daneben tat's auch eine FESA 813. Ich glaube das Problem waren eher die Pegelunterschiede, weil man zwei UHF Weichen brauchte, die zusammen auf dem REST UHF schon 6dB Dämpfung machen.

Überdimensioniert mag das zwar sein, aber doch von der Überlegung gar nicht so schlecht! Mit einer Langyagi hole ich mir die Signale mit ordentlichen Pegel ran und spare mir danach einfach den Verstärker. Ich würde eine Anlage sofern das möglich ist, auch lieber passiv aufbauen wollen.

von Rosti 2.0 - am 31.05.2012 06:27
Diese "Standardanlage" im 2. Bild sieht man auf fast jedem älteren Haus in München und Umgebung, wo noch keine Dachsanierung stattgefunden hat. Und in der Anfangssequenz vom Pumuckl und Meister Eder ;)

ORF-Mux A sollte damit auch ohne Probleme noch heute gehen, die anderen nur, wenn man die Weichen und ggf. Vorverstärker tauscht.

Ich könnte mir vorstellen, das wegen des (bislang) noch reichhaltigen DVB-T-Angebot inkl. ORF sogar noch einige dieser Anlagen aktiv genutzt werden. Schließlich war ja schon das analoge Angebot damals in München recht brauchbar, wenn auch ORF1 bei der Standardanlage nach der Leistungsreduzierung leicht gelitten haben dürfte. Bei der Zwillingsanlage gabs wohl keine Probleme.

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 22.07.2013 08:35
Zwar nicht im süddeutschen Raum, aber ich habe mir heute mal die Antennenanlage vom Nachbarshaus in Sprockhövel angeschaut. Wesentlich unspektakulärer als die süddeutschen Anlagen übrigens ;-)
Es gibt eine UHF-Antenne horizontal auf Münster, die wohl aber nebenbei noch Dortmund mitgenommen hat. Darunter eine horizontale 3-Element-UKW-Antenne, die komischerweise in der einen Richtung auf irgendwas zwischen Liège und Eifel, in der anderen ins Senderniemandsland zwischen Osnabrück und Bielefeld (aber auch auf Dortmund) gerichtet ist. Für gleichzeitigen SWR- und NDR-Empfang hätte man noch ein Stück drehen können, dann hätte man Lingen und Linz gehabt. Eine Band III-Antenne für die ARD gibt es nicht, das Erste wurde wohl über Münster herangeholt, ZDF und WDR via Dortmund.

Am Anfang der Straße gibt es eine vertikale, recht neu aussehende UHF-Yagi grob auf Langenberg/Essen ausgerichtet, und das, obwohl DVB-T hier mit dem nicht mal nassen Finger funktioniert.

Edit: Ich könnte mir vorstellen, dass hier am Nordhang der Kanal 9 vom Sender Langenberg zu viele Reflexionen von hinten oder der Seite in die Antenne hatte, so dass der Sender Münster angepeilt wurde. Münster dürfte laut FMSCAN direkte Sichtverbindung haben und knallt hier auf UKW als zweiter WDR-Ortssender rein, auf DVB-T ist ein Signal indoor im Keller an Teleskopantenne nachweisbar, trotz Entfernung von rund 70km.

von Japhi - am 02.08.2013 12:02
Zitat
Japhi
Zwar nicht im süddeutschen Raum, aber ich habe mir heute mal die Antennenanlage vom Nachbarshaus in Sprockhövel angeschaut. Wesentlich unspektakulärer als die süddeutschen Anlagen übrigens ;-)
Es gibt eine UHF-Antenne horizontal auf Münster, die wohl aber nebenbei noch Dortmund mitgenommen hat. Darunter eine horizontale 3-Element-UKW-Antenne, die komischerweise in der einen Richtung auf irgendwas zwischen Liège und Eifel, in der anderen ins Senderniemandsland zwischen Osnabrück und Bielefeld (aber auch auf Dortmund) gerichtet ist. Für gleichzeitigen SWR- und NDR-Empfang hätte man noch ein Stück drehen können, dann hätte man Lingen und Linz gehabt. Eine Band III-Antenne für die ARD gibt es nicht, das Erste wurde wohl über Münster herangeholt, ZDF und WDR via Dortmund.

Am Anfang der Straße gibt es eine vertikale, recht neu aussehende UHF-Yagi grob auf Langenberg/Essen ausgerichtet, und das, obwohl DVB-T hier mit dem nicht mal nassen Finger funktioniert.

Edit: Ich könnte mir vorstellen, dass hier am Nordhang der Kanal 9 vom Sender Langenberg zu viele Reflexionen von hinten oder der Seite in die Antenne hatte, so dass der Sender Münster angepeilt wurde. Münster dürfte laut FMSCAN direkte Sichtverbindung haben und knallt hier auf UKW als zweiter WDR-Ortssender rein, auf DVB-T ist ein Signal indoor im Keller an Teleskopantenne nachweisbar, trotz Entfernung von rund 70km.


Nur so aus Interesse: was war denn in Sprockhövel der Standard? Ich vermute Wesel(UHF)-Dortmund-Florianturm(UHF)-Langenberg(VHF)?

von alzarius - am 02.08.2013 19:03
Aber jetzt noch etwas kurioses. Der Abriß der oben gezeigten Häuser hat den Blick auf eine ganz andere Anlage freigegeben, die ich bisher nie bemerkt hatte. Sie steht in der Bahnhofsstraße in Ulm auf einem Geschäftshaus. Interessant ist, daß die Anlage relativ neu ist. Das Haus wurde erst in der 1990er Jahren gebaut, eine Zeit in der die Terrestrik eigentlich schon auf dem absteigenden Ast war:









Der Zwilling geht höchstwahrscheinlich zur Zugspitze (ORF). Die beiden Antennen darunter könnten für den Säntis oder auch nochmals für den ORF zum Pfänder dienen. Dann haben wir zwei (!) UKW Antennen, sowie eine nach Ermingen und vertikal VHF zum Kuhberg (damals ARD SWR). Auffällig, keine Band I Antenne zum Grünten und keine UHF Antenne zum Grünten!

Wer baute Mitte der 90er Jahre so eine kuriose Anlage mit so einem wuchtigen Mast???

Ich vermute mal ich habe des Rätsels Lösung: in dem Geschäftshaus befindet sich ein Lokalstudio des Südwestrundfunks. Das dürfte auch erklären, warum man nichts aus Bayern empfangen wollte :rp:

von raeuberhotzenplotz1 - am 20.08.2013 19:08
Zitat
Japhi
Zwar nicht im süddeutschen Raum, aber ich habe mir heute mal die Antennenanlage vom Nachbarshaus in Sprockhövel angeschaut. Wesentlich unspektakulärer als die süddeutschen Anlagen übrigens ;-)
Es gibt eine UHF-Antenne horizontal auf Münster, die wohl aber nebenbei noch Dortmund mitgenommen hat. Darunter eine horizontale 3-Element-UKW-Antenne, die komischerweise in der einen Richtung auf irgendwas zwischen Liège und Eifel, in der anderen ins Senderniemandsland zwischen Osnabrück und Bielefeld (aber auch auf Dortmund) gerichtet ist. Für gleichzeitigen SWR- und NDR-Empfang hätte man noch ein Stück drehen können, dann hätte man Lingen und Linz gehabt. Eine Band III-Antenne für die ARD gibt es nicht, das Erste wurde wohl über Münster herangeholt, ZDF und WDR via Dortmund.

Am Anfang der Straße gibt es eine vertikale, recht neu aussehende UHF-Yagi grob auf Langenberg/Essen ausgerichtet, und das, obwohl DVB-T hier mit dem nicht mal nassen Finger funktioniert.

Edit: Ich könnte mir vorstellen, dass hier am Nordhang der Kanal 9 vom Sender Langenberg zu viele Reflexionen von hinten oder der Seite in die Antenne hatte, so dass der Sender Münster angepeilt wurde. Münster dürfte laut FMSCAN direkte Sichtverbindung haben und knallt hier auf UKW als zweiter WDR-Ortssender rein, auf DVB-T ist ein Signal indoor im Keller an Teleskopantenne nachweisbar, trotz Entfernung von rund 70km.

Die UHF Nordantenne wird wohl auch N3 sowie ARD aus Osnabrück rangeholt haben, denn die Kanäle gingen sehr weit und auch in Witten noch.

von Jens1978 - am 20.08.2013 20:16
Zitat
Jens1978
Zitat
Japhi
Zwar nicht im süddeutschen Raum, aber ich habe mir heute mal die Antennenanlage vom Nachbarshaus in Sprockhövel angeschaut. Wesentlich unspektakulärer als die süddeutschen Anlagen übrigens ;-)
Es gibt eine UHF-Antenne horizontal auf Münster, die wohl aber nebenbei noch Dortmund mitgenommen hat. Darunter eine horizontale 3-Element-UKW-Antenne, die komischerweise in der einen Richtung auf irgendwas zwischen Liège und Eifel, in der anderen ins Senderniemandsland zwischen Osnabrück und Bielefeld (aber auch auf Dortmund) gerichtet ist. Für gleichzeitigen SWR- und NDR-Empfang hätte man noch ein Stück drehen können, dann hätte man Lingen und Linz gehabt. Eine Band III-Antenne für die ARD gibt es nicht, das Erste wurde wohl über Münster herangeholt, ZDF und WDR via Dortmund.

Am Anfang der Straße gibt es eine vertikale, recht neu aussehende UHF-Yagi grob auf Langenberg/Essen ausgerichtet, und das, obwohl DVB-T hier mit dem nicht mal nassen Finger funktioniert.

Edit: Ich könnte mir vorstellen, dass hier am Nordhang der Kanal 9 vom Sender Langenberg zu viele Reflexionen von hinten oder der Seite in die Antenne hatte, so dass der Sender Münster angepeilt wurde. Münster dürfte laut FMSCAN direkte Sichtverbindung haben und knallt hier auf UKW als zweiter WDR-Ortssender rein, auf DVB-T ist ein Signal indoor im Keller an Teleskopantenne nachweisbar, trotz Entfernung von rund 70km.

Die UHF Nordantenne wird wohl auch N3 sowie ARD aus Osnabrück rangeholt haben, denn die Kanäle gingen sehr weit und auch in Witten noch.


In Witten aber wohl nur an ganz wenigen Stellen, im Ruhrtal ging doch wohl nichts (damit wären Heven, Herbede, der größte Teil Bommerns, Stadtzentrum schon mal raus).

von alzarius - am 21.08.2013 18:19
Zitat
Jens1978
Zitat
Japhi
Es gibt eine UHF-Antenne horizontal auf Münster, die wohl aber nebenbei noch Dortmund mitgenommen hat.


Solch eine Konstruktion hatten früher (zu alten Analogzeiten) meine Eltern im Dortmunder Süden. Münster und der Florianturm sind fast aus der gleichen Richtung eingefallen und funktionierten mit der gleichen 43-ele-UHF-Antenne gut. Langenberg auf Kanal 9 kam wegen Abschattung nur mit Geisterbildern rein, deshalb wurde die ARD von Münster Kanal 32 reingeholt.


Zitat

Die UHF Nordantenne wird wohl auch N3 sowie ARD aus Osnabrück rangeholt haben, denn die Kanäle gingen sehr weit und auch in Witten noch.


Für N3 aus Osnabrück (Kanal 56) habe ich damals eine 91-ele-Antenne mit Kanalverstärker und Einspeiseweiche dazu installiert. N3 kam auch damit in der Regel angerauscht an und nur bei Tropo-Bedingungen wirklich gut.

73 de Uli

von ulionken - am 21.08.2013 19:51
Zwar (knapp) nicht in Süddeutschland, aber auf jeden Fall sehenswert ist diese Antenne, die ich heute in Thayngen, Kanton Schaffhausen, entdeckt und abgelichtet habe.

[attachment 2010 2013-08-31_Antenne_Thayngen.jpg]
Die oberste UHF zeigt zum Sender Hochrhein (analog E39 ZDF und E52 SW3), die zweitoberste dürfte für Grünten und Pfänder sein.
Von den beiden Bd.III-Antennen war die obere auf jeden Fall für ORF1 vom Pfänder (E5) und die untere hat wohl die ARD vom Rosenegg auf E10 empfangen.
Die kleine UHF-Antenne zeigt Richtung Säntis.

SF1 hat man in diesem Haus höchstwahrscheinlich via Säntis E7 geschaut, über eine der beiden VHF-Antennen.

Die UKW-Antenne schaut in Richtung Cholfirst/Uetliberg/Rigi (alle etwa in der gleichen Richtung).

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 31.08.2013 16:58
SAT.1 (K60) aus Konstanz kam problemlos bis Radolfzell (mit einer Zimmerantenne) und wurde da auch genutzt. Mit etwas Aufwand war der Empfang in Singen auch noch möglich (da nur mit Dachantenne).
Bei Friedrichshafen sah es weit schlechter aus. Da der Sender im Tal lag, war hier nur die eigenliche Stadt versorgt bis ca. Berg (und das nur mit gerichteter Antenne). Schon 10 km ausserhalb ging nichts mehr.

Zitat
plueschkater
Eine Frage zum Bodensee: wie groß war damals eigentlich die Reichweite der beiden Funzeln für ProSieben und Sat.1, gerade im Hinblick auf die günstigen Ausbreitungsbedingungen über den See? (Friedrichshafen K23 & 35 V 80 W und Konstanz K53 & K60 V 100W). Wurden auf Privatgebäuden entsprechende Antennen dafür montiert, oder diente die Verbreitung doch in erster Linie zur preisgünstigen Einspeisung in die Kabelnetze ;) ?


von lindau42 - am 01.09.2013 10:57
Zitat
lindau42
SAT.1 (K60) aus Konstanz kam problemlos bis Radolfzell (mit einer Zimmerantenne) und wurde da auch genutzt. Mit etwas Aufwand war der Empfang in Singen auch noch möglich (da nur mit Dachantenne).


Meiner Erinnerung nach war in KN auf E60 Pro7 und SAT1 auf 53.

Bezüglich Singen muss ich widersprechen. Da war kein brauchbarer Empfang des Kanals 60 aus Konstanz möglich, da TSI1 aus Schaffhausen (Cholfirst) den Kanal belegt hat. Singen hatte für SAT1 und TELE5 (nicht Pro7) eine eigene Stadtfunzel auf E30 bzw. E36, Standort Telekom-Mast Bahnhofstrasse (Kabelkopfstation der Telekom). Deren Reichweite war lächerlich.

Ab Frühling 2002, als E60 am Cholfirst ausser Betrieb ging, könnte in Singen Dachantennenempfang der Konstanzer Funzel möglich geworden sein. Dann bereits mit See-TV bzw. Euro3.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 01.09.2013 11:17
Okay, danke, irgendwie sind die an mir völlig vorbeigegangen ... hmm. Mal googeln, klingt interessant, bestimmt irgendwas mit Schleife oder Schlitzantenne oder sowas, wie es auf den Bildern aussieht, sehr interessant!

Zitat
plueschkater
Bild 2, von oben nach unten: UHF (Zugspitze??? Macht irgendwie keinen Sinn wegen der darunterliegenden Antenne auf Salzburg), UHF (Salzburg-Gaisberg),

Vielleicht doch, denn Zugspitze ORF 2 Tirol und Salzburg hat ORF 2 Salzburg. Vielleicht also jemand der gerne das ORF 2 Regionalprogramm um 19Uhr aus Tirol sehen will, aber die Qualität des Empfangs auf Dauer zu schlecht ist und deswegen für Normal Salzburg genommen wird. Also so könnte ich mir das gut vorstellen, zumal die Großstädter ja vorzugsweise in Tirol immer am WE "haufenweise" einfallen ;-)

Zitat
pluschkater
Bild 3; jetzt wird's lustig, da stimmt irgendwie gar nichts. Zuerst als Orientierung die Antenne rechts: von oben nach unten: UKW, UHF (Salzburg-Gaisberg), UHF (München/Olympiaturm), VHF (Wendelstein).
Linke Antenne von oben nach unten: UHF (Zugspitze), UHF (Hohenpeißenberg für ARD???), UHF (München/Olympiaturm), VHF (Säntis für SRG???),

Vielleicht nicht UHF Hohenpeissenberg sondern vllt. eher UHF Grünten mit ARD SWF + UHF Säntis SF2? Weiß nicht wie stark die Bündelung des SWF damals war, aber evtl. passt's? Im Westen von M kommt ja zumindest UKW-mäßig der Säntis recht passabel.

von Jens1978 - am 02.08.2014 22:48
Zitat
plueschkater
Nachfolgend noch eine Antenne aus München/Schwabing (k.A. ob die in diesem Forum schon bekannt ist). Leider ist sie vor einigen Jahren einer Dachsanierung zum Opfer gefallen. Die Anlage gab es bereits zu Analogzeiten, die Polarisation von zwei Antennen wurde nach der Umstellung auf DVB-T jedoch angepasst, bzw. die Wendelstein-Yagi auch auf Olympiaturm gedreht.
Von oben nach unten: 2xUHF auf Salzburg-Gaisberg, 2xUHF auf Zugspitze, VHF auf Olympiaturm (ex Wendelstein), UKW auf Salzburg-Gaisberg, sowie UHF auf Olympiaturm.
[attachment 3976 MUC.JPG]


Die 2xUHF auf Zugspitze könnten auch für K27 AFN gewesen sein.
Die Zugspitze war doch vertikal oder?

von cain - am 29.10.2014 18:26
Ja, klar. Das war damals nicht ungewöhnlich. Im südlichen Rheinland sieht man noch viele alte BandIII-Rechen, welche das Regionalprogramm des SWF geholt hatten. Und von der Donau bis zu den Alpen und zum Bodensee gibt es viele Band I-Antennen, die zum Grünten zeigen (Regional BR) und gleichzeitig noch eine zweite Antenne für die SWF/SDR-Variante (entweder UHF Grünten oder ein anderer GS oder Umsetzer). Damals war das Programm am Vorabend wirklich noch grundverschieden. Erst mit der Zeit (so ab Mitte der 80er) wurden dort Serien ausgestrahlt, die quasi bundesweit (dann leicht zeitversetzt) liefen. Ich meine, der BR hatte da anfangs immer noch ein Extrasüppchen gekocht und am längsten eigenes Material gesendet. Die Hauptausgabe der landesweiten Nachrichten lief auch im ersten Programm, die wurden erst später in die Dritten verschoben. Letztere waren damals eher Kultur- und Bildungsprogramme.

von Peter Schwarz - am 03.02.2015 19:00
Ja. "Störung des Forenfriedens" (Netiquette). Der User Schwabinger wurde deswegen nicht das erste mal ermahnt. Ich erinnere an damals als wir das DAB Forum eröffnet haben, er ausgetickt ist und sich benommen hat als hätten wir ihm persönlich 100 Euro aus der Brieftasche geklaut. Von mehreren anderen "kleineren" Zwischenfällen mal ganz abgesehen. Es ist also keineswegs so als hätten wir hier einen übernervösen Sperrfinger oder so. In jedem anderen Forum wäre er schon damals bei der DAB Forum Aktion auf nimmer wiedersehen rausgeflogen.

Mal ganz davon abgesehen ist ja wohl auch keinem damit gedient wenn hier jemand maulend und polternd durch die Themen zieht und andere User anpöbelt. Wenn wir das zulassen würden würde bald keiner mehr hier schreiben weil man angst haben muss für seinen Beitrag wieder schräg angemacht zu werden.

von Spacelab - am 08.02.2015 14:59
Zitat
HansEberhardt
Zurück zu den Antennenrelikten. Neulich ist mir beim Laufen durch die Erlanger Altstadt aufgefallen, daß in manchen Straßen noch auf fast jedem 2. Gebäude die alten UHF- und VHF-Antennen drauf sind. Natürlich jetzt mittlerweile in der falschen Polarisation und meistens auch nicht die jetzt für DVB-T und DAB optimale Richtung.

Dem DXer entgeht bei der Geburt seiner Kinder in ER sowas natürlich nicht:

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-4b5-6e7d-jpg.html
Unterzug festgerostet, Antenne aber noch davon lösbar ;-) ?
Nunja, Anfang Mai darf ich selbst wieder hin, dann allerdings geschätzte 150m weiter südlich :heul: , nicht nur weil man diesen lustigen Umbau nicht sicht. Immerhin weiß ich, daß ich mir einen UKW-Empfänger nicht einzupacken brauche: Da geht/ging im Gebäude nur die 93,6 und 106,2. Ich werde also für ein paar Tage auf DAB setzen müssen, natürlich ohne Zugang zu einer Außenantenne ;-) .

von Thomas (Metal) - am 08.02.2015 20:19
Noch was zum Thema gemeinsames Vormittagsprogramm ARD/ZDF (möglicherweise steht es auch auf irgendeiner hier verlinken Wiki-Seiten):

Die ARD hatte ja - dank Sendern im Band I und III - erheblich mehr Reichweite in der Ostzone, als das ZDF auf vergleichsweise reichweitenschwachen UHF-Kanälen.

Somit konnte man mit dem Vormittagsprogramm auch Regionen mit ZDF-Material versorgen, die normalerweise nur "das Erste West" empfingen und "das Zweite West" gar nicht oder nur bei bestimmten Wetterlagen.

Bezüglich der Antennenrelikte: Was bei uns noch auf den Dächern ist, wird zu 90% nicht mehr genutzt. Das magere Angebot mit den öR ohne Privatrundfunk reicht den meisten nicht. Einzig die hier üblichen UKW-Kreuzdipole mit LMK-Rute an der Mastspitze sind noch vielfach an die heimische Stereo-Anlage angeschlossen.

Internet-Radio verbreitet sich bei der eher skeptischen Bevölkerung im Lände eher gemächlich (uns hat man ja - im Gegensatz zu den Bayern - unseren SWR4 nicht genommen, hier gibt es Schlager noch über UKW) und digital-Radio ist auch eher eine Randerscheinung: Sowas brauchet mir edd! Kost bloß Geld! Mit Degerloch und alternativ Raichberg sind wir auch sehr gut mit unserer bevorzugten Radio-Station versorgt, daher ist es schon "rausch und zischelfrei".

Bei Dachsanierungen gibt es dann nur noch einen Dachsparrenhalter mit einer 80er Schüssel mit Quattro-LNB. Je nach ausführendem Betrieb fürs Radio noch ein Kreuzdipol. Das war es.

Jene Dachsparrenhalter mit 80er Schüsseln und Radio-Kreuzdipol sieht man auch auf mehr und mehr Häusern, die KabelBW wegen der HD-Blockade und vor allem ständigen Preiserhöhungen der Grundgebühr den Rücken zukehren.

Somit wird es bald Zeit für einen Threat: HÜP-Relikte im süddeutschen Raum :D

Wolfgang

von Wolfgang R - am 09.02.2015 08:38
Bin gerade im Raum nördlich von Freiburg und auf ca. 1/3 aller Einfamilien- und Reihenhäusern sind hier noch sehr ordentliche terrestrische TV-Antennen zu sehen. Ausgerichtet - die Frage an die Ortskundigen - sehr oft in folgende Richtungen:

VHF-Yagi Richtung SSO (ziemlich exakt wie die Astra-19,2-Schüsseln) - vermutlich Schweiz, Säntis

zwei UHF-Yagis für verschiedene Frequenzbereiche Richtung SW, immer wenige Grad in unterschiedlichre Richtungen - wohin zielten die ?

UHF-Yagi Richtung West, vermutlich Frankreich

kurze Yagis für die lokalen Sender

oben drauf der obligatorische Dipol mit der "LMK"-Rute (in welchem Haushalt da wohl heute noch ein Radio dranhängt)

Vielleicht kann ja jemand kurz zusammenfassen, was hier früher (heute?) so empfangbar war.
[attachment 6210 Teningen_2015-10-30-1120k.jpg]
[attachment 6212 Teningen_2015-10-30-1119k.jpg]

von LWie - am 04.11.2015 09:56
Säntis würde ich ausschließen, der spielte am Oberrhein eigentlich keine Rolle. Auf dem K07 kamen da nämlich mehr oder weniger TSR1 von Les Ordons und RTL (plus) aus Dudelange und im Raum Freiburg die ARD, wenn auch nur schwach ausgestrahlt. Ich tippe daher bei der VHF auf Bild 1 auf die ARD vom wahrscheinlich Feldberg K08. Chrischona K11 SF DRS dürfte dort nicht mehr gehen, der ließ schon bei Müllheim nach.

Die unterste kleinste Yagi wird auf den Kaiserstuhl gerichtet sein für ZDF K33 und SW3 K58. Die große obendran in derselben Richtung entweder tatsächlich für Frankreich Mulhouse K21, K24 und K27 oder sie diente zum Empfang der sehr schwach ausgestrahlten Privatsender vom Kaiserstuhl auf K38 RTL und Sat1 K36 - falls diese nicht schon über die kleine reinkamen. Die oberste große Yagi wird fürs Schweizer gewesen sein, von entweder Les Ordons SF DRS K31 und vielleicht auch TSI (später TSR2) K34. Oder es wurde Chasseral empfangen K25 SF DRS und K22 TSR1 (evtl. K59 TSR2). Die schweizer meist nur Kanalselektiv für SF DRS.

Das untere Bild ähnlich, die oberste ist eine drehbare UKW Richtantenne, die kleine Kaiserstuhl, die beiden großen etwas tricky - vielleicht weiss es jemand besser, aber sieht aus wie ein Mix LesOrdons/Chasseral und evtl ARD über UHF über Umsetzer Freiburg. Bin eher im Gebiet südlich Freiburg bewandert, für die ARD war in Teningen m.M. sicher eine VHF am einfachsten, die fehlt halt auf dem 2. Bild, von daher tippe ich auf einen Umsetzer.

von CBS - am 04.11.2015 12:07
Zitat
sup2
War Freiburg nicht die einzige Gegend westlich des Schwarzwaldes, wo man Dank topograpihischer Eigentümlichkeiten den Ö3, Ö2 und Ant.Vor. im Kabelverbreiten konnte , weil die Frequenzen 98,2, 106,5 und 89,6 dort bestens ankamen ?

Naja, "bestens" ist arg übertrieben.
Anfang der 90er wurden Ö1, Ö2-V und Ö3 ins Freiburger Kabelnetz der DBP/Telekom eingespeist. Abgegriffen wurde das Signal vom Pfänder, die Einspeisung erfolgte in mono ohne RDS und war recht störanfällig. Bei Ö2-V (98,2) waren die Störungen besonders stark, so dass die Einspeisung nach einiger Zeit ersatzlos beendet wurde.

Ö1 und Ö3 sind bis heute im Freiburger Kabelnetz vertreten, allerdings wurde schon vor vielen Jahren auf Sat-Zuführung umgestellt. Antenne Vorarlberg wurde in Freiburg nie ins Kabel eingespeist.

von MainMan - am 04.11.2015 21:58
Zitat
lindau42
Stimmt, das war Kinbergstatt Grünten.
Als der BR auf die Idee kam in der ARD Scheibenwischer auszublenden, gab es vereinzelt auch noch Antennen für ARD vom Feldberg. Mit guter Antenne und Verstärker war der auch zu empfangen

Das war sicherlich nicht der einzige Grund. Man betrachte sich einfach mal in den frühen 80ern die 3. Programme und die Regionalprogramme in der ARD. Vom Inhalt schätze ich die für die Masse z. T. als interessanter ein als das was ein weiteres Drittes brachte. Außerdem: Viele Dritten hatten erst ab ca. 18h Programm und dann nur bis ca. 22h. Ein ARD-Regional hatte Programm von ca. 17:30 bis 20h.
Unterm Strich also: Durchaus einen Mehrwert. So verwundern mich alte Antennen für ein zusätzliches Erstes nicht.

[OT]
Der Verfasser dieser Zeilen hat in jungen Jahren z. B. gerne via E8 (ARD-hr) oder E48 (ARD-SDR) die "Familie Feuerstein" angesehen, während auf ARD-BR "nur" "Zwischen Spessart und Karwendel" kam. Heute wäre es sicherlich anders herum ;-) .

von Thomas (Metal) - am 08.11.2015 10:09
Zitat
Thomas (Metal)
Ein ARD-Regional hatte Programm von ca. 17:30 bis 20h.
Unterm Strich also: Durchaus einen Mehrwert. So verwundern mich alte Antennen für ein zusätzliches Erstes nicht.


Das war in der Tat so. "Man hatte ja sonst nix" und war froh um jedes zusätzliche Programm, auch wenn es nur ein paar Stunden täglich waren.

Auf baden-württembergischer Seite waren oft E2-Antennen für den Grünten zu sehen, obwohl dieser ja auf E43 auch das SWF-Regionalprogramm gesendet hat. Viel seltener wurden dagegen die UHF-Kanäle des Säntis angepeilt, obwohl das zwei zusätzliche Vollprogramme gebracht hätte. Meist wurde von dort nur das deutschsprachige Programm auf E7 hereingeholt, während das französisch- und italienischsprachige Programm (wohl wegen der Sprachbarriere) offenbar auf wenig Interesse stiess. Schade eigentlich, denn abgesehen vom grundsätzlichen Reiz fremdsprachiger Programme liefen dort oft auch Sportsendungen mit deutschem Kommentar ("Sportkette") und ab den späten 1990ern auch das zweite deutschsprachige Programm (Schweiz 4 / später SF2).

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 08.11.2015 15:16
Wenn wir nochmals auf den Schwarzwald, Region FDS zurückkommen können: Ich habe gestern den schönen Sonntag für einen Ausflug mit der Gäubahn genutzt (Strecke BB - Eutingen - FDS) und da sind mir noch viele terrestrische Antennen aufgefallen.

Vor allen in den Orten vor Freudenstadt, beispielsweise Schopfloch, findet man immer nur die Minimalbestückung - eine VHF, eine UHF und oben LMKU.

Dabei kam die ARD vermutlich vom Feldberg, die UHF schaute jedoch grob 90° wo anders hin. Möglicherweise gab es da auch einen (ehemaligen) TVU.

Kanal 7 Bereichsantennen habe ich keine gesehen, ebenso keine Band I.

Wenn mir jemand sagen kann, was da von wo kam, dann wüsste ich, was ich da gestern sah :)

Wolfgang

von Wolfgang R - am 09.11.2015 08:35
Bild 1 aus Teningen von oben nach unten:

1. UKW (Blauen / Feldberg )
2. Chasseral Kanal 22 und 25 + Les Ordons k31 (Gleichkanalstörung Baden-Baden)
3. ARD Feldberg Kanal 8 jahrelang mit leichten Reflektionen von den Nato-Ohren.
4. RTL und Sat 1 (Kanal 38 und 36) vom Sender Vogtsburg.
5. ZDF und S3 (SWR-BW) Kanal 33 und 58 vom Sender Vogtsburg. (kleine Yagi)

Bild 2 aus Teningen:

Untere Yagi über der Schüssel :
ARD Freiburg Schönberg Kanal 51 mit einer wetterbedingten Gleichkanalstörung aus Wissembourg.
Dann ZDF + SWR (33/58) und event. RTL+Sat 1 (38/36) mit Vorverstärker.
SRF Chasseral in der Regel K 25.
Die riesige Rotorantenne steht gerade Richtung Freiburg.

von stereofon - am 28.02.2016 10:49
Antennen im Rhein-Neckar-Raum:
Auffallend ist im nordbadischen Bereich der Aufbau älterer Anlagen mit UHF zum Königsstuhl und VHF-III zum Weinbiet. Wurde ggf. der E50 am Königsstuhl erst später aufgebaut und es gab nur den nach osten gerichteten E7? Bezüglich einer zusätzlichen Regionalvariante der ARD ergab die VHF-III zum Weinbiet kaum einen Sinn, den Dreikönigstag einmal ausgenommen.
Neuere Anlagen zeigen hingegen eine UHF zum Königsstuhl und dann teilweise eine weitere zum Krehberg. Eine VHF-III ist häufig nicht verbaut. Eine VHF-III für den Gr. Feldberg ist nur sehr selten zu sehen, für den Hardberg, der dorthin wohl ausgeblendet war, nie. Ebenso sind UHF-Antennen für den Sender Spessart nur selten und nur direkt am Pfälzer Wald etwas exponierter zu finden. Der E51 ging 2003 zumindest um Bad Dürkheim sogar bereits mit einer Zimmerantenne, wenn auch deutlich verschneit.

von Thomas (Metal) - am 04.03.2016 20:17
Wenn ich jetzt wüsste, wo welche Himmelsrichtung wäre, könnte ich mal losraten. Mir deucht, (Bild 1) da wollte jemand alles empfangen, was irgendwie möglich war und womöglich verschiedene Antennentypen ausprobieren. Vielleicht ein Fernsehtechniker? Die hatten früher gerne solche Sammlungen auf dem Haus.

Okay, ich rate trotzdem mal:

Die Kombi aus BandIII und BandIV/V-Yagis an dem Ausleger könnte evtl. für den Pfänder sein (ORF).
Die Band III darunter genau in die entgegengesetzte Richtung wäre dann Feldberg (etwas überdimensioniert...)
Die darunter montierte Kurz-UHF-Yagi nach Norden ist vermutlich für einen Umsetzer, gegenüber dann eine vertikal nach Süden...hmmm...vielleicht neu für DVB-T?
Die Langyagis darunter (UHF und Band III) zeigen dann vermutlich auf den Säntis.
Darunter dann noch eine Vertikal-Langyagi in dieselbe Richtung...vielleicht für DAB?
Dann noch eine UHF-Fuba (zweite von unten) in dieselbe Richtung...
und ganz unten noch ne Band I, die eigentlich nur gen Grünten oder Raichberg sinnvoll wäre.
Die UKW-Yagi oben würde Richtung Hornisgrinde zeigen (oder Stuttgart, um damals SDR zu empfangen, was eher sinnvoll erscheint)


Es fällt auf, dass Antennen mehrerer Hersteller verbaut sind (Kathrein, Hirschmann, Fuba). Würde für die Fernsehtechniker-Theorie sprechen...

Bild 2 (von unten):
Vertikal-Band III: Säntis DAB
Band I: Grünten
UHF vertikal selbe Richtung: DVB-T (evtl. Umsetzer im Raum Schaffhausen?)
UHF horizontal in Betrachterrichtung: deutscher Umsetzer
Band III horizontal: Pfänder
Band III horizontal: keine Ahnung, irgendein Schweizer Standort, vielleicht sogar Romandie?
UKW-Yagis: drehbar, zweimal in dieselbe Richtung...warum auch immer

von Peter Schwarz - am 05.08.2016 09:22
Hallo Kollegen,

ich hätte da Mal eine Frage zu der Antennenanlage auf dem Haus in dem ich zur Zeit wohne.
Es handelt sich hier aber nicht wirklich um ein Relikt, da die Anlage zum Teil noch in Betrieb ist.
[attachment 8668 IMG_19172.JPG]

Ich versuche mal zu analysieren:

Mast links von oben nach unten:
1. UHF-Yagi K 49 Zugspitze
2. 2 VHF? Yagis K7 Säntis?
3. UHF Yagi K28/K43/K46 Grünten

Mast rechts von oben nach unten:
1. UKW Yagi Grünten/Säntis
2. VHF Band I K2 Grünten
3. UKW Yagi Zugspitze

Noch ein paar Daten zur Anlage:
Standort der Anlage: Kaufbeuren (Stadtteil Richtung Neugablonz)
Im Dachboden befindet sich eine Kathrein UFO Anlage mit mehreren Verteilerkästen. Die Anlage versorgt nicht nur das Haus auf dem sie steht sondern die ganze Siedlung. Betrieben wird das ganze Teil von einer Augsburger Firma.

TV-mäßig sind eingespeißt sämtliche deutschsprachigen Pakete auf Astra und auch Pakete von Türksat. Möglich aber das auch andere Satelliten empfangen werden. Außerdem ist der ORF in SD vorhanden, wahrscheinlich wird hier das DVB-T Signal übernommen. Alles kommt in DVB-C an.

Hier die UKW Radioliste:

90,15 SWR1
91,35 SWR3
92,15 Bayern 1 Schwaben
92,45 Bayern 2 Süd
93,40 Bayern 3
93,80 BR-Klassik
94,55 Antenne Bayern
95,65 RSA Radio
101,70 Ö1
102,40 Radio Tirol
103,35 Ö3
105,40 B5 Aktuell
105,85 RTS La Premiere
107,65 SRF 3

Bei den Schweizer Programmen ist anzumerken dass diese mit leichtem Zischeln ankommen und auch der RDS Dekoder Probleme hat. Warum man nur RTS und SRF3 auskabelt wäre auch mal interessant. Zudem fehlt DKULTUR das ja auch vom Sender Mauerstetten empfangbar wäre.


Meine Fragen sind nun:
Handelt es sich grob geschätzt bin den zwei gleichen Antennen auf Mast 1 um VHF oder UHF Yagis? Wäre es möglich mit dieser Anlage den SRF wieder einzuspeisen?

Ansonsten eine schöne Anlage, die sicher mal ein kleines Vermögen gekostet hat und wie ich hoffe noch eine ganze Weile stehen bleibt.

Gruß,
Michael

von hit24_for_ever - am 14.01.2017 09:50
Ich habe selbst einmal ein Jahr lang in Mauerstetten gewohnt, das ja in Sichtweite von Kaufbeuren liegt. Natürlich habe ich zu dieser Zeit auch ein bisschen rumexperimentiert, aber DVB-T aus der Schweiz war da völlig unmöglich, weil der E34 München/Wendelstein noch mit recht ordentlicher Feldstärke dazwischengefunkt hat und es sicher immer noch tut. Damit war damals noch das RTL-Bouquet mit ziemlich kleinem Aufwand in der Gegend zu empfangen.

Womit du aber im Raum Kaufbeuren bei entsprechendem Aufwand Glück haben könntest, ist DAB+ aus der Schweiz. Zu meiner Zeit dort (2010-2011) sendete der 7D aus der Schweiz noch nicht vom Säntis, aber der Kanal 12C war mit ein bisschen Standortglück und gutem Equipment gut zu empfangen. Im Sommer 2012 war ich nochmal in der Gegend und mit einem DAB+ Empfänger bewaffnet, wo dann auch der 7D aus der Schweiz schon ging, und zwar spürbar stärker als der Kanal 12C. Daran hat sich auch bis heute im Grunde nichts geändert. Der 7D schafft es zum Beispiel sogar bis auf die Anhöhen um Augsburg herum.

Und oben am Sendermast von DKULTUR in Mauerstetten geht der 7D fast mit Vollausschlag, und der 12C auch mit genügend Reserve am Microspot 318.
Wenn du in Neugablonz nicht irgendwo in einem Loch wohnst, hast du eventuell ganz gute Karten, eine große Programmpalette aus der Schweiz einfangen zu können. In Neugablonz selbst habe ich allerdings nie getestet, von daher müsste man das einfach einmal versuchen.

von Bengelbenny - am 14.01.2017 11:59
Hallo Kollegen,

Danke für eure Infos. Also sind das wohl mal wirklich VHF-Yagis für K7 Säntis gewesen, die man der Einfachheit halber am Mast belassen hat genau wie die Band I Antenne für Grünten. Ich werde mich mal mit der Betreiberfirma in Verbindung setzen und fragen, ob man nicht noch DKULTUR, SRF1 und ev. FM4 mit auskabeln könnte. SRF2 wird wegen 95,3 Radio Tirol wahrscheinlich nicht funktionieren.
Auf den Kästen im Dachboden ist eine Telefonnummer angegeben. Website hat die Firma keine...
Ich finde es irgendwie interessant, dass man hier so einen Aufwand treibt mit einer eigenen Kathrein UFO (sind ja nicht gerade billig die Teile), wo man doch auch einfach von Kabel Deutschland ein Signal bekommen könnte (Verteiler von KD stehen auch an der Strasse). Kann sind sowas rechnen?

Der genaue Standort der Anlage ist die Mörike-Strasse direkt in Kaufbeuren...also doch eher schon in der Senke.

Gruß,
Michael

von hit24_for_ever - am 14.01.2017 14:04
Hier ein schönes Antennenrelikt, das mir auf meiner Mittagspausen-Fahrradrunde schon öfters aufgefallen ist und das ich heute endlich mal fotografiert habe. Es steht im thurgauischen Schlatt (OK, nicht ganz Süddeutschland, aber nicht weit von der Grenze entfernt). Ist auch auf StreetView gut zu sehen: https://goo.gl/maps/Cwq5P8iMrFT2

Ganz unten Pfänder UHF und VHF für ORF1/2 (E5/E24). Dritte von unten Schaffhausen-Cholfirst für (damals) SF1, SF2 und TSI (E47/E50/E60). Die UHF in der Mitte müsste für Ravensburg-Höchsten sein (ZDF und SW3 auf E37/E40) und die VHF darüber für Singen-Rosenegg E10 (ARD). Eine 2-Element-UKW in Kompromissausrichtung nach Nordosten an zweitoberster Stelle und ganz oben noch eine lange UHF, die mir ein bisschen Rätsel aufgibt. Sie zeigt auch in Richtung Rosenegg. Möglicherweise stammt die Anlage aus den 1990ern, als das Rosenegg als einer der wenigen Standorte in der Region auch das Westschweizer Fernsehen TSR noch drauf hatte (E68). Am Cholfirst hatte man den E50 (ex TSR) für das damals neue SF2 geopfert, weil dort kein vierter Kanal mehr nachkoordiniert werden konnte.

[attachment 9110 Antenne_Schlatt_2017-04-21.jpg]

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 21.04.2017 21:21
Ein analoger Traum. Um solche Wohnlagen und Anlagen habe ich zu Schulzeiten die Leute bewundert. Hatten doch die Meisten in der Mitte von Ba-Wü nur 3 Programme zur Auswahl, evtl noch ein 4. (SF1 "DRS"). In der Luxusversion ein Klassenkamerad, wo im Wohngebiet von einer Gemeinschaftsanlage mit exponierter Antenne auf einem Hochhaus (Tübingen, Waldhäuser Ost) neben gutem UKW Empfang und den 4 Fernsehprogrammen auch noch wenn ich mich richtig erinnere ein 5. "verrauschtes" Programm hinzu kam (ORF1?).

Und dann kommt man nach Oberschwaben, an den Bodensee, oder Rhein-Main und staunt nur noch über das doppelt bis dreifach so große Programmangebot :)

Ab ca. 1986 hatten dann einige in Tübingen Kabelfernsehen - das toppte das Ganze dann nochmals, da Bayern, Österreich und Schweiz im Radio + TV von der schwäbischen Alb (Roßbergturm?) in sehr guter Qualität im Raum TÜ + RT verbreitet wurden...

von RainerZ - am 22.04.2017 08:32
[attachment 9414 Antenne_Beringen_2017-06-22.jpg]

Hier ein weiteres imposantes Relikt aus dem schweizerisch-deutschen Grenzgebiet, genauer aus Beringen, Kanton Schaffhausen.

Ganz oben Hochrhein (E39 ZDF, E52 Südwest BW), darunter Pfänder E5 und Pfänder E24 (ORF 1/2). Falls die leicht nördlich schielende Ausrichtung der Pfänder-UHF-Antenne Absicht war, wurde hier wohl der BR auf E46 vom Grünten mitempfangen, möglicherweise umgesetzt auf einen anderen Kanal wegen SF1 auf E47.

In der Mitte Feldberg E8 für die ARD, darunter eine kurze UHF für Schaffhausen-Cholfirst auf E47/E50/E60 (SF1/SF2/TSI1) sowie eine UKW-Antenne, ebenfalls in Richtung Cholfirst.

Die unterste UHF war höchstwahrscheinlich für Uetliberg E23, einer der wenigen verbliebenen TSR1-Sender in der Region nach der grossen Umbelegung für SF2. Wegen ORF2 auf E24 kam hier eventuell auch ein Frequenzumsetzer zum Einsatz. Rein von der Ausrichtung her könnte diese Antenne auch zur Rigi zeigen, was aber "belegungstechnisch" keinen Sinn ergeben hätte.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 22.06.2017 12:57
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