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LCD-Flachbildfernseher als PC-Monitor gebrauchen

Startbeitrag von Westwind am 09.07.2011 21:16

Habe einen Flachbildfernseher geschenkt erhalten - ist vermutlich nicht mehr das neuste Modell - ein markenloses Fernost-Produkt mit 20 Zoll (51 cm Diagonale, 4:3), funktioniert aber einwandfrei.

Das Gerät besitzt Scart, Cinch und VGA-Eingänge, usw., hat eine scharfe Bild- und schöne Stereotonwiedergabe mit getrennter Bass- und Höhen-Tonregelung - auch beim Anschließen eines PCs. Leider gibt es nur eine 640x480 Auflösung - nicht veränderbar - etwas bescheiden für heutige Standards.

Frage:
Wie könnte man das Bildqualität aufwerten, die Auflösung erhöhen, z.B. auf 1280x1024 - was bringen VGA-Scart und VGA-Cinch Wandler? Hat jemand Tipps?

Antworten:

Normalerweise müßte da eine höhere Auflösung möglich sein, zumindestens die native Auflösung des Panels. Wenn du die Auflösung nicht änder kannst muß das nicht unbedingt am Monitor liegen. Wird der Monitor vom PC erkannt? Falls nicht stehen dir nur wenige Auflöungen zur Verfügung um ältere Bildschirme nicht zu zerstören. Das muß dann per Hand geändert werden.

Die Wandler erzeugen dir ein Videosignal. Das reicht aus um Bilder, Filme oder große Schriften am Fernseher zu betrachten, ist aber nicht zum arbeiten gedacht oder geeignet. Das war vor fast 30 Jahren bei den Heimcomputern schon ein schlechter Kompromiss.

von Marc_RE - am 09.07.2011 22:40
Wenn das ein älterer Fernseher (nicht Monitor) ist, dann wird die native Auflösung des Displays auch nur 640x480 sein, für PAL ist das ja schon Overkill. Da nutzen die besten Wandler nichts, wo nichts ist, kann auch nichts rauskommen. Das ist wie ein HDTV-Receiver am Schwarzweißfernseher: Auch mit Wandler wird das Bild zwar mit Balken oben und unten dargestellt, aber natürlich weiterhin nur in Schwarzweiß und SDTV.

von Bolivar diGriz - am 10.07.2011 05:14
Zitat
Exidor
für PAL ist das ja schon Overkill

480 Zeilen sind also "Overkill" für eine 576 Zeilen Quelle? :confused::D

von teucom - am 10.07.2011 05:24
Ich hab selbst noch einen etwas älteren 4:3 Flachmann im Keller stehen der hat auch nur 640x480 Pixel. Das Teil schafft also noch nicht mal die volle PAL Auflösung. Das war bei den kleinen Flachbildfernsehern damals normal. Zumindest wenn es Fernost Billigware war.

Die VGA Wandler waren schon schlecht als man noch mit Amiga, Atari ST und Co. unterwegs war. Da waren diese Teile schon immer nur ein fauler Kompromiss. Bei den hohen Auflösungen eines PCs kannst du diese Wandler total in die Tonne treten. Zeilenflimmern, total unscharf... Vergiss es!

von Spacelab - am 10.07.2011 09:04
Die Geräte waren sicher primär für NTSC gedacht und zusätzlich als PAL-Variante für den europ. Markt angeboten.

von Radio_DDR - am 10.07.2011 10:10
@ Westwind

Da hilft wohl nur, dir die Gebrauchsanweisung runterzuladen.



@ Radio_DDR

Zitat

Die Geräte waren sicher primär für NTSC gedacht und zusätzlich als PAL-Variante für den europ. Markt angeboten.


Damals wurden Flachbildschirme primär für PC-Anwendungen hergestellt. Und da diese so extrem billig waren, hat man diese halt gerne in SDTV-Fernsehern verbaut.

Die Bildqualität von den SDTV-Fernsehern, die ich damals so im Mädchenmarkt gesehen hatte, war echt nicht der Brüller. Es wurde halt alles runterskaliert und bei manchen Fernsehern hüpfte das Bild mehrmals in der Sekunde um eine Zeile nach oben und unten.


von Kay B - am 10.07.2011 12:51
Da wurden nicht nur normale PC Panels verbaut sondern sogar ur-alt PC Panels die man noch übrig hatte oder Panels für "Spezialanwendungen". Deshalb die niedrige Auflösung. Das Hüpfen des Bildes hatte ich bei meinem Gerät auch schon oft beobachtet. Außerdem ist das De-Interlacing absolut nicht der Brüller was den Bildeindruck nur noch zusätzlich verschlechtert.

von Spacelab - am 10.07.2011 12:57
VGA ist nunmal nur so eine Art "doppeltes NTSC", davon wurden vermutlich die 640x480 Bildpunkte abgeleitet. Und diese Displays waren damals halt gängig und deshalb preiswert. Wenn man bei PAL (analog 625 Zeilen) neben dem Synchronstreifen (daher nur 576 sichtbare Zeilen) auch die Videotextzeile abzieht, dürften die 480 sichtbaren Zeilen aber durchaus ausreichend sein. Zumal heutzutage ohnehin 90% in 16:9 ausgestrahlt werden, was bei 4:3 eine Kastration der maximalen Auflösung bedeutet. Wie dem auch sei: Frühe Flachbildfernseher schneiden jedenfalls verblüffend schlecht ab im Vergleich mit guten Röhrenfernsehern.



von Bolivar diGriz - am 10.07.2011 14:16
:confused:

von Spacelab - am 10.07.2011 14:26
aber einem geschenkten Gaul...nae;)

von Felix II - am 10.07.2011 14:37
Zitat
Exidor
Frühe Flachbildfernseher schneiden jedenfalls verblüffend schlecht ab im Vergleich mit guten Röhrenfernsehern.

Nicht nur frühere! :kotz: Ein natives Bild für diese Kisten wird ja im "Fernsehrundfunkdienst" nicht übertragen...

von Thomas (Metal) - am 10.07.2011 14:50
Genau so ein Teil hat meine Oma im Altenheim.

Der hat eine native Auflösung von 640x480, analog TV ein grausliges Bild und mehr geht einfach nicht. Aber die gute Frau findet das Bild gut, also bin ich auch zufrieden.

Ein mal im Monat hängt er sich komplett auf und lässt sich nicht mehr einschalten.

Abhilfe schaffte eine schaltbare Steckdosenleiste, die von den Pflegern zu betätigen ist, wenn das passiert. Die Welt kann so einfach sein :)

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 10.07.2011 17:18
Ich habe einen TV mit 32 Zoll mit VGA und daran einen alten PC. Durch herunterladen eines HD Treibers konnte ich die Auflösung 1920:1080 einstellen. Das ist deutlich schärfer und besser als so ein kleines Bild aufzuzoomen. Alles darunter konnte der TV heranzoomen nur scharf war nichts.

von pomnitz26 - am 10.07.2011 17:49
Zuerst mal herzlichen Dank an alle für die Tipps und Überlegungen!

Inzwischen habe ich Gebrauchsanweisung, Marke und Modell-Nr. gefunden. Das Manual enthält keine zusätzlichen Hinweise - vielleicht war ursprünglich mal eine Treiberdiskette/CD dabei - im Internet habe ich aber nichts mehr aufgespürt.

Marke "Neon" 20 Zoll / 51 cm LCD TV, Modell-Nr. N-2017

Ohne Treiber - das ist das Problem - ist auf Windows keine Einstellung möglich, das System schaltet automatisch auf die niedrigste Auflösungsstufe ("Plug-and-Play Monitor").



von Westwind - am 10.07.2011 21:34
Zitat
Westwind

Das Gerät besitzt Scart, Cinch und VGA-Eingänge, usw.,

Hat der Monitor denn einen DVI- oder HDMI-Eingang? Wenn ja könntest du schauen, ob dein PC/Laptop über einen entsprechenden Ausgang verfügt. Sollte z.B. dein PC einen DVI-Ausgang haben und der Monitor nur einen HDMI-Eingang, so gibt es dafür passende Adapterkabel.

von oli84 - am 10.07.2011 21:47
Nein diese Teile haben so etwas nicht. Das wäre viel zu viel Luxus bei diesen Möhren. :D

Da war auch keine Treiber CD dabei. Für was auch? Das Panel unterstützt 640x480 Pixel und das kann jede Grafikkarte sogar im abgesicherten Modus.

Was haben diese VGA Anschlüsse an Flachbildfernsehern schon für Verwirrung und Enttäuschung gesorgt. Vor allem wenn Leute trotz HDMI/DVI Anschluss den PC analog per VGA verkabeln. Die D/A Bildwandler moderner Grafikkarten sind bekanntermaßen für den Allerwertesten und die A/D Wandler in den meisten Flachmännern ebenfalls. Da kommt es dann zu deutlichen unschärfen, einem kontrastarmen Bild und flauen Farben. Und zur Krönung macht man dann noch 5 oder 10 Meter VGA Kabel zwischen PC und Fernseher weil man den Laptop ja auf dem Sofa haben möchte oder der stationäre PC weit weg vom Fernseher steht. Dann gibt es noch einen schönen Rauschteppich gratis dazu. :rolleyes:

von Spacelab - am 11.07.2011 06:52
Der Windows-Standard PnP-Treiber fragt über einen I2C-ähnlichen Bus den Monitor auf dessen Eigenschaften ab. Wenn dann eben der Monitor nur 640x480 auf 60 Hz zurückgibt, dann geht da leider eben nicht mehr.

@Spacelab:
Seit Windows XP kann man den Abgesicherten Modus mit Standard-VGA Treiber auch in höheren Auflösungen betreiben. :D

Meine Google-Recherche ergab genau das gleiche, maximal unterstütze Panel-Auflösung 640x480.

edit: Typo.

von DX-Matze - am 11.07.2011 08:19
Also kann man sagen: mach das gleiche mit dem Teil wie ich und stell es in den Keller für absolute Notfälle. Mehr kann man mit dem Teil nicht machen.

von Spacelab - am 11.07.2011 08:50
Warum? Als das, wozu es gedacht war, taugt es doch! Als Fernseher...

Ich vergewaltige derzeit als Schlafstubenfernseher wahlweise einen 19er Roehrenmonitor ueber 'nen DVB-T Empfaenger mit VGA-Ausgang oder 'nen uralten Epson-Beamer, der auch nur 640 x 480 px Aufloesung hat. Mit der mir ueber DVB-T angebotenen Bildqualitaet sieht das auf dem Roehrenmonitor durchaus ordentlich aus, beim Beamer ist es auf Grund der Bildgroesse grenzwertig. Das Ding steht hochkant am Kopfende des Bettes und strahlt gegen die Zimmerdecke.

Wenn Du also deinen Fernseher nicht mehr brauchst, dann nehme ich ihn gern!

von PowerAM - am 11.07.2011 09:10
Zitat

Der Windows-Standard PnP-Treiber fragt über einen I2C-ähnlichen Bus den Monitor auf dessen Eigenschaften ab. Wenn dann eben der Monitor nur 640x480 auf 60 Hz zurückgibt, dann geht da leider eben nicht mehr.


Jein. Wenn man das Häkchen bei "Modi ausblenden die von diesem Monitor nicht angezeigt werden" entfernt, oder einen anderen Monitor auswählt, geht das schon. Allerdings steht man dann u.U. ohne Bild oder im Extremfall, bei einigen sehr alten Röhrenbildschirmen, mit einem defekten Monitor da.
Das System nennt man "DDC" (Display Data Channel). Es ist nicht nur I2C ähnlich, es ist I2C. Bei einigen Modellen liegen die Daten einfach in einem EEPROM, bei anderen ist der Prozessor für die Bereitstellung der Daten verantwortlich.


von Marc_RE - am 11.07.2011 19:00
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