Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet; Ursache teils bekannt!

Startbeitrag von Der Chef am 15.07.2011 13:04

Großer Ausfall vieler Sender, die von den Sendemasten in Smilde und Lopik abgestrahlt werden!

http://www.3fm.nl/nieuws/detail/350787/Radiostilte-van-3FM.-Luister-via-de-computer%21

Alter Threadtitel: Kein Scherz! Sendemast in Smilde steht in Brand! Im Sendeturm in Lopik gab es einen Kurschluß!

Edit Jassy: Ich habe mich erlaubt den Threadtitel zu aktualisieren! Zudem habe ich ein paar Links ergänzt!

http://www.nu.nl/binnenland/2566253/tv-toren-hoogersmilde-ingestort.html
http://www.telegraaf.nl/binnenland/10203495/__ZENDMAST_INGESTORT__.html
http://nos.nl/artikel/256505-zender-lopik-deels-uitgeschakeld.html
http://nos.nl/artikel/256467-deel-zendmast-hoogersmilde-ingestort.html

Danke Jassy!

Es ist zwar ein trauriger Anlass, aber wir waren die ersten mit der Info! Selbst schneller als radio.nl.

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Kein Scherz! Sendemast in Smilde steht in Brand! Im Sendeturm in Lopik gab es einen Kurschluß!

Ich habe das Ganze erst jetzt mitbekommen (dank Aufenthalt in Oberhausen bekomme ich klaum noch mit, was so passiert ;-)).
Zitat
Aquarium
Lopik läuft ja normal weiter und kann zumindest einen Teil des Gebietes abdecken.
BTW: Alter Falter, da wird mir echt anders...

__________________________________________

QTH: - [50° 52′ N, 6° 26′ O] - Niederzier [NRW]

Sony XDR-F1HD - Degen DE1103 (80/80) Defekt! :( - Onkyo T-4021 (50/50/80) ; 5 Element Wittenberg [NL]
Groovediggi - Tune in | Der UKW-DX Chat! | Youtube




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.07.11 16:31 durch Aquarium.

Den Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht. Die Empfangsgebiete von Lopik und Smilde überschneiden sich so gut wie gar nicht, beide liegen quasi an den entgegengesetzten Enden des Landes...

von WiehengeBIERge - am 15.07.2011 16:10

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Es stimmt das man jetzt so bald wie möglich, lese heute abend, Radio Drenthe 90.8 auf Sendemast Groningen aufshaltet. Das hat damit zu tun das diese Regionel (Provinz) offentrechlichen Sender auch als "Rampenzender" funktionieren.

Wie das mit der Reichweite sein wird ist mir unklar. Meiner Erfahrungen nach wird Sender Groningen schon schwach ab Beilen und ist bei Hoogeveen schluss. Weite Teile von Drenthe würden somit schlecht oder nicht versorgt werden können.

Einige Lokalsender in Drenthe haben das Programm von Radio Drenthe statt ihr eigenes Programm jetzt aufgeschaltet. Viele Freiwilliger von diese Lokalsendern sind damit beschäftigt.

Wie weiter mit Radio1, 2, 3, 4 und die Kommerzielen ist noch total unklar. Wie es heisst wird auch Lopik erst wieder voll aufgeschaltet wenn die Brandursachen deutlich sind....

Da darf man sich freuen das der dicke Mittelwellensender in Zeewolde jetzt Radio1 so gut und weitreichend übertragen kann.

Wenn man das Video ofters schaut sieht man wie die obenste UHF Antenne, das höchste weisse Teil, so gut wie katapultiert wird.

Die Pardunen qualmen auch,warscheinlich wegen Wärme durchs über einanders schieben....

Das blaue restierende Teil am Obenteil des restierendes Betonturmes was eimal der Mastfuss auf der diese Metalturm stand. Scheint wohl ganz aus dem Beton gereisst zu sein....

Ob das noch restaurabel sein wird....Ich schätze mal das die die Standard DVB-T Masten von ungefähr 100 M Höhe benutzen werden statt Smilde erneut aufzubauen. Wäre Schade. Sowieso ist ein Merkmal der UKW und TV Technik verschwunden. Nach Lopik war Smilde der zweitgrösste Mast von den Niederlanden.

Ein Trost: ich habe hier noch eine VHF3, Kanal 6 Antenne aus der Turm, die zur Abstrahlung von Nederland 1 benutzt wurde. Ein Teil ist somit behalten geblieben....

von fransigh - am 15.07.2011 17:20

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Laut radio.nl gibt es jetzt Pläne für einen Notmast. Ich zitiere mal:

Een noodmast moet ervoor gaan zorgen dat het grootste deel van de problemen bij de zendmast in het Drentse Hoogersmilde zo snel mogelijk wordt verholpen. Het duurt vermoedelijk nog wel een week voordat de mast in gebruik kan worden genomen. Een woordvoerder van Tennet, aandeelhouder van eigenaar van de zendmast Novec, heeft dat vrijdagavond gezegd.
[...]
De noodmast moet uit Amsterdam komen. Daar was het gevaarte ingezet wegens werkzaamheden. Die zijn voorbij. De noodmast is ongeveer honderd meter hoog. De oude mast in Hoogersmilde was 294 meter lang. "Doordat de noodmast lager is, worden niet alle problemen verholpen", vertelt de zegsman. Wat exact wel zal worden verholpen, weet de woordvoerder niet.

Waar de noodmast komt te staan, is nog onduidelijk. "Dat zijn we aan het uitzoeken." Ook moet onder meer de vergunningverlening nog geregeld worden, waardoor het vermoedelijk minstens een week duurt voordat het noodapparaat in bedrijf kan worden genomen.

Over de mast van Lopik komt naar verwachting in de loop van zaterdag meer duidelijkheid over hoe groot de schade daar is en wanneer deze zendmast weer kan worden aangezet. De angst bestond dat er giftige stoffen waren vrijgekomen door de brand. "Daarom mochten wij niet naar binnen." Vrijdagavond zijn er metingen verricht.


Es gibt also einen 100 Meter hohen Notmast der vorübergehend Smilde ersetzen soll.

von Staumelder - am 15.07.2011 21:12

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Nochmal aus Spaß komplett übersetzt:

Ein Notmast soll dafür sorgen, dass für einen Großteil der Probleme des Mastes in Hoogersmilde Abhilfe geschaffen wird, Es dauert vermutlich noch bestimmt eine Woche, bis der Mast in Betrieb genommen werden kann. Ein Pressesprecher von Tennet, Anteilseigner des Masteigentümers Novec hat dies am Freitagabend mitgeteilt.
[...]
Der Notmast muss aus Amsterdam angeliefert werden. Dort war der Koloss wegen Bauarbeiten eingesetzt worden, die nun beendet sind.
Der Notmast ist ungefähr 100 Meter hoch, der alte Mast in Hoogersmilde 294 Meter.
"Dadurch, dass der Notmast größer ist, werden nicht alle Probleme behoben", sagte der Sprecher. Was genau behoben werden soll, weiß der Pressesprecher nicht.
Wo der Notmast aufgestellt werden soll ist noch unbekannt. "Das untersuchen wir derzeit."
Außerdem muss noch die Genehmigung erteilt werden, wodurch es vermutlich mindestens eine Woche dauert bis die Ersatztechnik in Betrieb genommen werden kann.

Über den Lopiker Mast kommt vorraussichtlich im Laufe des Samstages mehr Klarheit darüber, wie hoch der Schaden ist und wann der Sender wieder eingeschaltet werden kann.
Die Angst bestand, dass während des Brandes giftige Stoffe ausgetreten seinen. "Darum möchten wird derzeit nicht in den Turm." Fretagabend sind Messungen durchgeführt worden.

von Japhi - am 15.07.2011 21:27

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Es ist einfach unfassbar. Morgen früh werde ich dahin fahren. Smilde ist/war hier der Heimatsender mein Leben lang. 30km entfernt von hier.

Was ich auf die verschiedene Bilder sehe hat doch ach der Betonturm erhebliche Schäden....

Im NOS RAdio auf Mittelwelle(!) so eben gehört das Lopik vorerst noch OFF-AIR bleibt bis man einigermassen eine Idee hat wieso es gebrennt hat.

Mittlerweile wissen wir das: es Umbauarbeiten gab in beide Türme, in Smilde neue Kabel hochgezogen wurden in Stahlteil und im oberen Betonteil an der Airconditioning gearbeitet wurde...

Warten wir mal ab. Die Untersuchungen können erst ab morgen starten weil die heruntergestürzte Teile noch lange gebrennt haben und erstaunlicherweise die Notagreggate durch der Absturz gestartet sind und somit alles im Betonturm unter Strom steht. Das werden als erste beheben müssen.

SO und jetzt erst mal schlafen. Unvergesslich was heute passiert ist. Ich habe live gehört wie NOS Radio 1 91.8 FM plötzlich ausfiel. Nie gedacht das der nicht wieder kommen würde.

von fransigh - am 15.07.2011 21:41

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Ich erwarte von einem ÖR-Sender nicht, daß er über irgendwelche Turmeinstürze berichtet - außer aus dem eigenen Sendegebiet. Ich möchte auch nicht, daß ein ÖR über Führerscheinfotos nudelsiebtragender Österreicher berichtet und ich habe mich schon damals darüber geärgert, daß ein ÖR über Kübelkotzens angefahrenen Gurkenlaster berichtete.

Wenn es jemanden interessiert, dann hat er ja die Möglichkeit über sat auf NL-Sendern davon zu erfahren oder sich im Internet zu informieren. Das muss reichen!

Einem privaten dt. TV-Sender würde ich aber schon zugestehen und zutrauen darüber zu berichten. Schließlich gibt es zu der Nachricht ja spektakuläre Bilder (womit die Voraussetzung dort in den Nachrichten zu landen schonmal erfüllt wäre.)

Ansonsten: sehr schade drum! Der Zendmast begleitet mich schon seit vielen Jahren, sowohl im Radio mit "Hilversum 3" auf der 91.8 (3FM 88.6 war nun leider nix, da kommt in meiner jetzigen Wohngegend Markelo 96.2 meistens besser herein), als auch im TV. In Ostfriesland musste man früher schon "rüberhören" - wir hatten ja nur den schnarchigen NDR, und viele TV-Antennen waren auch auf Smilde ausgerichtet. Heute dagegen wird den Verlust des TV-Signals wohl kaum noch einer bemerken, den der Radiosender dagegen schon, da es dort ja ohne die NL immer noch nicht viel Auswahl gibt!

von iro - am 15.07.2011 23:23

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Die Folgen sind ja auch heute nicht mehr so dramatisch. Fernsehen? Kommt über Kabel oder Satellit, "Digitenne" ist nur für die Campingplätze und hat ansonstenkaum Bedeutung, da man in den Niederlanden den Fehler gemacht hat, das Angebot zu verschlüsseln. Wenn man schon Geld bezahlen muss, dann wohl eher für eine vernünftige Bildqualität oder für den einfachen Weg Kabel. Beim Radio ist es schon dramatischer, da auch der zentrale Sender Lopik, der ja zumindest mit Radios über der 20 EUR Preisklasse in fast ganz NL empfangen werden kann, weggefallen ist. Man muss jetzt schon ein bisschen am Radio kurbeln, um seinen Lieblingssender weiterhin hören zu können, eventuell rauscht es ein bisschen, wenn man in der falschen Straße fährt. Ähnlich wie in NRW, falls Langenberg mal ausfällt. Man muss den Sendersuchlauf betätigen, aber ob man WDR 2 nun, abgesehen von einzelnen Straßenzügen oder Tälern, auf nur durchschnittlich 11 statt 12 Frequenzen in rauschfreiem Stereo empfangen kann, macht keinen Unterschied.

von Bolivar diGriz - am 16.07.2011 04:58

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Rapport: chaos op zendmasten

http://nos.nl/artikel/256629-rapport-chaos-op-zendmasten.html

Eigentümer:
Grundstück: KPN
Betonturm: Alticom (Tochter von TDF)
Stahlmast: NOVEC (Tochter von TenneT (Betreiber von Hochspannungsmasten))
Sender: Diverse Mieter im Turm
Antennen und Leitungen: Diverse Mieter auf dem Mast

Sicherheitsbericht von Alticom (2007): Situation auf dem Turm ist unsicher.
Arbeiten im Turm durch Mieter häufig unangemeldet und nicht koordiniert, z.t. mehrere Parteien gleichzeitig
Niemand überprüft Einhaltung von Sicherheitsvorschriften.
Niemand kennt die Gesamterwärmung der Anlagen.

Es ist unklar, welche Konsequenzen der Bericht hatte, wenn überhaupt.

Mein Kommentar: Die Aufteilung der Eigentümerverhältnisse (Entflechtung von Monopolen im Sinne der EU) bewirkt unsichere Verhältnisse, bei denen niemand mehr für alles verantwortlich ist.

Übrigens, es gab doch einen Leichtverletzten: Ein Pferd am Bein.

von Manfred Z - am 16.07.2011 11:42

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Nur weil ein paar Sender geklaut wurden und die evtl. bei Piraten gelandet sein könnten, heißt das ja nicht, daß alle Piraten mit geklauten Sendern arbeiten.
Im Normalfall sind die ganz legal auf dem Gebrauchtmarkt gekauft.
Was die Masten der Piraten angeht, auch diese Konstruktionen sind nicht einfach irgendwie zusammengezimmert. Viele Piraten kommen aus der Baubranche und wissen schon, was sie da bauen. Ein Problem sehe ich da nur in den praktisch nicht vorhandenen Fundamenten und den lediglich aus Gewichten bestehenden Befestigungen für die Abspannung. Irgendwann wird da sicherlich mal was passieren und es sind ja schon Masten kaputtgegangen.
Was die Kosten angeht, billiger dürfte das selbstbetreiben auf alle Fälle sein, sofern man das geeignete Personal hat. Wenn man sich mal ansieht, was MB pro Monat für einen Sender haben möchte, wird einem schlecht.
Für die Miete weniger Monate könnte man sich auch den entsprechenden Sender, die Antenne usw. kaufen. Bleibt nur das Problem, ein entsprechend hohes Gebäude zu finden. Aber auch da sollte sich in vielen Fällen ein Silo, Industriekamin, Bürogebäude o.ä. zu finden sein.
Die NRW-Lokalradios könnte ich mir z.B. durchaus auch eigenständigen Senderbetreiber vorstellen.


von Marc_RE - am 16.07.2011 14:05

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Zitat
Mathias Volta
Schon sehr heftig, das Ganze. Bekanntlich ist des einen Leid des anderen Freud - auf 101,0 und 94,8 MHz wird bereits fleißig gedraait !! :cool: :D

101,0 MHz derzeit hier im Raum Geeste mit O=5:

WELKOM__ / DIT_IS__ / SKY_____ / RADIO___ / VANUIT__ / Z/O_____ / DRENTHE_ / REACTIE? / 06_-_155 / 244-39__ / FLITS___ / UPDATE:_ / FLITSER_ / GEZIEN__ / TER_____ / HOOGTE__ / VAN_DE__ / ZENDMAST / IN____ / SMILDE___ / PAS_OP!_

94,8 MHz kommt mit O=1-2 aus Weiteveen ein "Sivesting Radio" o.ä.

DX-Empfänge auf den freien QRGs siehe DX-Forum.
Hier noch ein Bild und ein Video von meinen Beobachtungen:

http://s7.directupload.net/file/u/9084/jtkv558u_jpg.htm

Video:

http://www.youtube.com/watch?v=q03qBtpERgk

von Mathias Volta - am 16.07.2011 15:08

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Ein paar RTV Drenthe Videoschnipsel von heute:
Drenthe mist ijkpunt door instorten zendmast Hoogersmilde 2:18
http://www.youtube.com/user/rtvdrenthe#p/u/3/dS346TICLq4

Drenthe mist ijkpunt door instorten TV-mast Hoogersmilde 3:06
http://www.youtube.com/user/rtvdrenthe#p/u/2/tggAkW8QHNA

Radio Drenthe weer op de ether en de kabel 1:35
http://www.youtube.com/user/rtvdrenthe#p/u/1/pyQ867sptLI

RTL Nieuws 15.07.2011 - Televisietoren ingestort! 3:00
http://www.youtube.com/watch?v=aeiMCkMK_3o&feature=related

Bürgerinitiativen gegen Sender hätten in Smilde wohl einen schweren Stand gehabt...

Zitat
Thomas (Metal)
Was die Nachrichten über Smilde in Deutschland betrifft: Ich hoffe das verwundert hier keinen. Es wird das gebracht, was die Agenturen vermelden.

Google News: einziger Treffer in dt. Sprache ist auch heute noch die bekannte satnews-Meldung

Zitat
Japhis Übersetzung von gestern
Wo der Notmast aufgestellt werden soll ist noch unbekannt. "Das untersuchen wir derzeit."
Zitat
Dazu rtvdrenthe von heute:
Vrijdagavond is een noodzender in Groningen geplaatst, na het uitvallen van de zendmast in Hoogersmilde vrijdagmiddag. Zuid-Drenthe ondervindt nog wel hinder. Radio Drenthe is in deze omgeving op de frequentie 99.3 wel te ontvangen. De oorzaak van de brand is nog niet bekend. Eigenaar Novec gaat zo snel mogelijk een nieuwe tijdelijke mast van 100 meter in Hoogersmilde plaatsen.




von iro - am 16.07.2011 16:32

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Zitat
http://nos.nl/op3/artikel/256645-noodmasten-zorgen-voor-radio-maar-problemen-nog-lang-niet-voorbij.html
zaterdag 16 jul 2011
Noodmasten zorgen voor radio, maar problemen nog lang niet voorbij

Een groot deel van Nederland kan weer naar de publieke radiozenders luisteren. Er zijn twee noodzenders geplaatst, in Hilversum en Tjerkgaast (Friesland), en daardoor doen de zenders het weer. De ontvangst van tv via Digitenne is in het noorden nog niet hersteld.

De zendmasten van Lopik en Smilde zijn nog steeds buiten gebruik. In beide masten woedde vrijdag brand, waardoor de mast in Drenthe instortte. De eigenaar van de masten, Novec, laat een noodmast naar Smilde overbrengen maar het kan dagen duren voor die staat. Het kost tijd om een goede plek te vinden en vergunningen aan te vragen.

De brand in de zendmast bij Lopik is ontstaan door een overhitte kabel, zo zegt de directeur van Novec. Volgens hem heeft de brand niets te maken met die in Smilde. Hij noemt het "een absurde samenloop van omstandigheden". Volgens Novec is er nooit eerder brand geweest in een zendmast en zijn alle dertig masten in Nederland inmiddels gecontroleerd en veilig bevonden. Inmiddels is wel gebleken dat de eigenaar van de zendmasten zich in 2007 al zorgen maakte om de veiligheid. Lees hier meer.


Ein Großteil der Niederlande kann wieder die Öffentlichen Radiosender hören. Es wurden zwei Notsender aufgestellt, in Hilversum und in Tjerkgaast (Friesland), und dadurch sind die Sender wieder zu empfangen.
Der Empfang von Fernsehen via Digitenne ist im Norden noch nicht wiederhergestellt.

Die Sendemasten in Lopik und Smilde sind noch stets außer Betrieb. In beiden Masten wütete am Freitag ein Brand, wodurch der Mast in Drenthe einstürzte. Der Eigentümer der Masten, Novec, lässt einen Notmast nach Smilde bringen, aber es kann Tage dauern bevor dieser steht. Es kostet viel Zeit um einen guten Standort zu finden und eine Erlaubnis dafür zu bekommen.

Der Brand im Fernsehturm in Lopik ist durch ein überhitztes Kabel entstanden, so der Geschäftsführer von Novec. Laut ihm hat der Brand nichts mit dem in Smilde zu tun. Er nannte es "eine absurde Verkettung von Umständen". Laut Novec ist noch nie ein Brand in einem Sendemast aufgetreten und alle dreißig Masten in den Niederlanden wurden mittlerweile kontrolliert und für sicher befunden. Zwischenzeitlich erwies sich, dass sich der Eigentümer der Masten schon 2007 Sorgen um die Sicherheit machte...

von Japhi - am 16.07.2011 18:02

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Es ist sehr fraglich ob man wieder was neues aufbaut, und wenn ja, wie hoch.. Das steht aber alles noch in die Sternen ;)

Übrigens habe ich der FM List weitestgehend geändert, zusammen mit die andere Kollegen:

- Radio 1 2 3 4 kommen ab Tjerkgaast. Ich schätze die Leistung auf 5kW, bei 3FM was mehr.
- Q-music kommt auch ab Tjerkgaast, aber mit mehr Leistung als die anderen, schätzungsweise (Und abgleichung mit Radio 538) 10kW, gleich an 3FM.

- BNR Nieuwsradio ist gerade unklar, vermutlich Tjerkgaast, hat aber wenig sinn da es dort schon ein 95,5 mit 30kW gibt.

- Skyradio und Radio Veronica kommen ab Jirnsum und benutzen dort die Reservesender von Omrop Fryslan (Sky) und Waterstad FM (Veronica). Skyradio schätze ich auf 20kW (Ging bedeutend besser als Tjerkgaast, kommt sogar hier zu Hause auch an, geht etwa gleich gut wie Omrop Fryslan), Radio Veronica etwas weniger. Dazu hier ein sehr interessantes Video vom Innenleben. Da sieht man auch wie die Combiners usw angepasst werden: http://www1.omropfryslan.nl/Player.aspx?t=v&fn=HB16GK03.wmv

- Radio Drenthe kommt ab Groningen, wo auch Radio Noord ausgestrahlt wird. Hier wird der Reservesender von Radio Noord benutzt. Leistung schätze ich auf 10kW. Reichweite ist sehr bescheiden.

- In Meppel ist auf 90,5 ein Füllsender in Betrieb genommen für Radio Drenthe. Standort ist gleich an RadioNL 95,7. Leistung verm. 1kW.

- Der 99,3 von Radio Drenthe in Emmen ist aufgebohrt, keine Ahnung wieviel Leistung der jetzt hat.

von Jassy - am 17.07.2011 15:10

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Ich kann mich da an den Satz erinnern, dass man ein schlechtes SWR im Griff bekonmmen müsse.

War das in Smilde auch der Fall? Ich kann mich daran erinnern, dass es diese Probleme in MARKelo gab.

Eine Überlast wird es sehr wohl gewesen sein, aber bestimmt nicht weil der Standort Smilde angeblich Lopik ersetzen sollte.

Woher kommt diese Info? Ich glaube nicht, dass man einen Sendemasten durch mehr Sendeleistung an einem ca. 150km entfernten anderen Standort ausgleichen kann (auch durch die Erdkrümmung). Dreht man die Kiste auf 400kW auf, wirds sicher heisser und es könnte zu einem Brand und dann zu der Katastrophe kommen.

Ein neuer Mast für die großen Sender wird vermutlich nicht bis auf 290 Meter reichen, analog TV gibt es nicht mehr.

SkyRadio sass ja auf der hohen Antenne (261 Meter), Radio 1-4 waren 220 Meter. Wenn der neue Mast kleiner sein soll, wird vmtl. mit höherer Leistung gesendet (wie im Mediapark). Ob das langfristig günstiger ist (Stromkosten etc.)?

von Staumelder - am 17.07.2011 15:18

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Zitat
Günni74
Zitat
Thomas Metal
Und warum hat man damals überhaupt 3FM in Leer aus dem Kabel genommen?
Man hat es bisher versäumt, 3FM nach der Zerobase 2003 einzuspeisen. 3FM wechselte von 91.8 MHz auf eine neue Frequenz (88.6 MHz). Radio 1 wechselte von 101.0 MHz auf 91.8 MHz.

[OT]
Der Wechsel war mir schon klar, auf meiner Ferieninsel auch nicht zu überhören ;-) . Aber so ein KNB sollte doch entsprechend reagieren. D. h. ich würde sogar erwarten, daß dort wo früher im Kabel 3FM war es auch nach dem (Luft-)UKW-Wechsel wieder ist. Stattdessen ist auf Radio1 dann Sky Radio aufgetaucht. Nun, wir haben uns hier schön öfter unterhalten welchen Stellenwert Kabelradio für den KNB hat (u. a. auch über Einspeisegelder, Ortsüblichkeit usw.), aber sowas, und gerade bei einem derart beliebten Programm wie 3FM sollte es doch nicht geben. Das Kabelradio im Nordwesten hat ja gegenüber einem Kreuzdipol bis auf wenige umsetzte Satellitenprogramme kaum einen Mehrwert bzw. ist sogar nach von Nachteil!

von Thomas (Metal) - am 17.07.2011 17:43

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Wenn ich das jetzt richtig zusammenbekomme sieht es also derzeit so aus:
88.0 Radio 2 Noodzender in Tjerkgaast
88.6 3FM Noodzender in Tjerkgaast
89,6 BNR Nieuwsradio "noodzender in Noord-Nederland."
90.5 Radio Drenthe "een steunzender in Meppel"
90.8 Radio Drenthe Noodzender in Groningen
91.8 Radio 1 Noodzender in Tjerkgaast
93.1 Radio M Lopik (wie gehabt)
94.8 Radio 4 Noodzender in Tjerkgaast
95,4 BNR Nieuwsradio "extra zender Noord-Brabantse Gilze"
97.1 Radio NL => noodzender in de omgeving Assen
97.8 Radio Veronica Lopik (wie gehabt)
98.5 Arrow Classic Rock Noord Groningen=OFF
98.7 Arrow Classic Rock Noord Groningen (statt Smilde)
98.9 Radio 1 Noodzender in Hilversum => evtl. ab 24 Uhr wieder Lopik
99.3.RTV Drenthe Klazienaveen mit maximaler Sendeleistung
100.4 Q Music Noodzender in Tjerkgaast
101.0 Sky Radio Noodzender in Jirnsum
103.2 Radio Veronica Noodzender in Jirnsum

Slam!FM, 100 % NL, RadioNL: "nog geen noodzenders"

zusammengestellt nach: http://nos.nl/artikel/256809-lopik-mogelijk-vanavond-weer-in-de-lucht.html
und: http://www.mediamagazine.nl/

Der einzige NL-Sender, der derzeit bei mir (QTH: Großenkneten bei OL) noch zu hören ist, ist 97.5 Radio Noord.
Auch von Markelo derzeit keine Spur (der sendet aber noch, oder? Vermutlich sind grad keine guten Bedingungen in Richtung NL, normalerweise geht der wenigstens schwach fast immer).

EDIT: Update 97.1 lt. http://fmtvdx.eu/zendmast/smilde/hoogersmilde07.html


von iro - am 17.07.2011 20:27

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Zitat
iro
Wenn ich das jetzt richtig zusammenbekomme sieht es also derzeit so aus:
88.0 Radio 2 Noodzender in Tjerkgaast
88.6 3FM Noodzender in Tjerkgaast
89,6 BNR Nieuwsradio "noodzender in Noord-Nederland."
90.5 Radio Drenthe "een steunzender in Meppel"
90.8 Radio Drenthe Noodzender in Groningen
91.8 Radio 1 Noodzender in Tjerkgaast
93.1 Radio M Lopik (wie gehabt)
94.8 Radio 4 Noodzender in Tjerkgaast
95,4 BNR Nieuwsradio "extra zender Noord-Brabantse Gilze"
97.8 Radio Veronica Lopik (wie gehabt)
98,7 Arrow Classic Rock Noord (FMList: Groningen)
98.9 Radio 1 Noodzender in Hilversum => evtl. ab 24 Uhr wieder Lopik
99.3.RTV Drenthe Klazienaveen mit maximaler Sendeleistung
100.4 Q Music Noodzender in Tjerkgaast
101.0 Sky Radio Noodzender in Jirnsum
103.2 Radio Veronica Noodzender in Jirnsum

Slam!FM, 100 % NL, RadioNL: "nog geen noodzenders"

zusammengestellt nach: http://nos.nl/artikel/256809-lopik-mogelijk-vanavond-weer-in-de-lucht.html
und: http://www.mediamagazine.nl/

Der einzige NL-Sender, der derzeit bei mir (QTH: Großenkneten bei OL) noch zu hören ist, ist 97.5 Radio Noord.
Auch von Markelo derzeit keine Spur (der sendet aber noch, oder? Vermutlich sind grad keine guten Bedingungen in Richtung NL, normalerweise geht der wenigstens schwach fast immer).


RadioNL scheint in Assen den Betrieb wieder aufgenommen zu haben, keine Ahnung woher.

von Jassy - am 17.07.2011 20:38

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Zitat
Staumelder
Ich hoffe das Smilde wieder aufgebaut wird (mit ähnlichen Parametern, ggf. mehr Leistung bei geringerer Höhe). Frequenzen schlachten und stückeln (z.B. auf Groningen und Emmen) ist sicher nicht ohnne Weiteres möglich, da das Band stark belegt ist. Oder man müsste eine weitere Zerobase veranstalten um Smilde zu ersetzen. Dann wird wieder von Hochhäusern aus gesendet :-(

________________________________________
R.I.P. Zendmast Hoogersmilde (15.07.2011)


ich denke auch, dass man keinen 300 Meter-Masten mehr aufbaut. Heutige Sendetürme müssen stabil gebaut sein, Vorbild könnten die zuletzt in Deutschland gebauten Sender Pfaffenberg oder Waldenburg sein.

Da es in NL nicht wie in Deutschland eine Leistungsbeschränkung auf 100 kW gibt, könnte man in der Tat durch mehr Power die dann geringere Höhe kompensieren, Radio 1 bis 4 würden dann mit vielleicht 200 kW powern

von Wiesbadener - am 19.07.2011 07:23

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Zitat
Wiesbadener
ich denke auch, dass man keinen 300 Meter-Masten mehr aufbaut. Heutige Sendetürme müssen stabil gebaut sein, Vorbild könnten die zuletzt in Deutschland gebauten Sender Pfaffenberg oder Waldenburg sein.

Warum sollte ein 300m-Mast nicht stabil sein? Mir fällt nur Teutoburger Wald ein, ansonsten stehen alle in dieser Größenordnung noch. Sicher, der Aufwand für die Bauwerksicherheit gegenüber einem 200m-Betonturm höher. Dennoch sind auch die Betontürme nicht für die Ewigkeit gebaut. Ich habe mal etwas gelesen, daß auch z. B. der Fmt Hamburg noch noch etwa 30 Jahre hat bis sich die Betonbeschaffenheit nicht mehr ausreichend ist (Durchhärten).
Zitat
Wiesbadener
Da es in NL nicht wie in Deutschland eine Leistungsbeschränkung auf 100 kW gibt, könnte man in der Tat durch mehr Power die dann geringere Höhe kompensieren, Radio 1 bis 4 würden dann mit vielleicht 200 kW powern

Aber wie koordiniert man das mit den Nachbarn?

von Thomas (Metal) - am 19.07.2011 08:57

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Smilde hat mehr als 50 Jahre gestanden und auch die anderen, ähnlich konstruierten Masten, stehen seit Jahrzehnten. Smilde hat den Riß eines Abspannseils durch die Kollision eines Düsenjägers überstanden. Stabil dürften diese Konstruktionen wohl sein.
Ein Brand ist kein normales Ereignis. Daß der Brand durch überlastete Kabel ausgebrochen ist, ist auch erstmal eine Vermutung, Unachtsamkeiten bei den Bauarbeiten sind ebenfalls eine mögliche Ursache. Sicherlich sinkt die Belastbarkeit wenn da mehrere Kabel neben- und übereinander liegen (Häufung). Die Kabel hängen allerdings auch nicht einfach wild durcheinander, sowas hängt schön ordentlich an Kabelbühnen. Wärme kann dadurch also ganz gut weg.
Traurig ist allerdings, daß eine Einteilung in Brandabschnitte und eine simple Löschanlage den Einsturz höchstwarscheinlich verhindert hätten.
Sowas hätte man für relativ wenig Geld nachrüsten können. Im Brandfall automatisch Sender aus, Brandbereich mit Löschgas fluten, fertig.




von Marc_RE - am 19.07.2011 18:17

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Also hier in Veendam kommt Markelo noch gut an. Von Lopik, der normalerweise immer empfangbar war, gibt es keine Spur.....
Auch Wieringerwerf ist nicht da....

Der Empfang von den Ersatzsendern ist weitgehend schlecht hier im Osten der Provinz Groningen. Am Besten geht noch Q-Music auf 100.4

Auch Groningen 101.4 Skyradio ist schlecht empfangbar. Auf der horizontale Antenne kommen auf den bekannten Frequenzen nur deutsche Sender durch....

Es gibt da eine grosse Aufgabe für den Provinz Groningen denn fast überall in der Provinz ist der Empfang schlecht.nicht möglich.

Mittlerweile ist bekannt das Radio 1 NOS auf Mittelwelle 747kHz bleibt bis die Probleme behoben sind....
Es könnte also noch um Einiges dauern bis auf UKW in der Provinz Groningen der Empfang wieder ständig gut genug ist.
Es kann doch wohl nicht anders ob man muss da wieder etwas Hohes aufbauen wegen: Bereich und zur Verfügung stehende Frequenzen. Das ganze Zerobase ist basiert auf eine hohe Mast mit den zugeteilten Frequenzen....

Die Situation ist jetzt völlig unakzeptabel, findet mittlerweile auch NOS und die Politik. Ich finde: Radio 1 bis 4 und die Regionale Provinzsender werden mit Steuergeld bezahlt: da muss in meiner Hinsicht auch die holländische Regierung sorgen/garantieren das Empfang gewährleistet ist und ich denke die brauchen wieder eine eigene Dienst wie Nozema! Mit festen Normen in Sachen Sender, Kabel, Vermögen, Senderkarakteristiken usw usw. Was da jetzt in den Türmen passiert ist hat alles zu tun mit Geld verdienen auf eine so günstig mögliche Weise. Ob da alle Normen wie Vermögen versus Antennen/Kabel angehalten sind?????
Es ist doch nicht umsonst das mann es sich nicht zutraut das die Sendeleistung in Lopik nicht wieder auf 100% einzustellen und statt dessen auch die Leistung in andere Türme zurüchschraubt?
Ich denke mal das Broadcast Partners ein Riesenproblem hat jetzt!

von fransigh - am 19.07.2011 21:40

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Bis jetzt sind auf 88.0 Radio2, 88.6 3FM, 91.8 Radio1, 89.6 BNR, 100.4 Q-Music vom Sender Hoogezand gut empfangbar hier in Veendam. Jedoch ist der Sendeleistung sehr beschränkt denn auf der horizontale Antenne empfange ich sehr einfach deutsche Sender.

Auf 100.0 ist noch immer WDR4 aus Münster also noch nicht aufgeschaltet in Hoogezand.

Die Frequenzen aus Tjerkgaast,87.6 Radio2 und 103.8 Radio1 sind nur schlecht empfangbar.

99.6 SlamFM und 94.2 100%NL sind noch immer off-air.

Es ist eine besonder Situation das jetzt fast täglich der UKW Landschaft sich hier ändert....

Die Frequenzen von Lopik und Markelo kommen deutlich schwächer wie vorher an, die 92.6 ist fast nicht empfangbar.

Da muss dann doch ordentlich was los sein in Lopik onder mann hat schwere Vermutungen das da was ganz falsches gemacht worden ist mit Sendeleistung/Kabel usw.

Das Video von RTV Utrecht zeigt auch ganz klar das da was los war im Mast um 5Uhr morgens....Um so merkwürdiger ist es das der Feuerwehr nicht angerufen wurde, sonst erst um 11 Uhr morgens um....eventuelle Schadstoffe im Rauch zu messen....es lässt sich bis jetzt vermuten das in sowohl Smilde als Lopik gearbeitet wurde an Sendeleistung.

von fransigh - am 20.07.2011 17:03

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Ich habe mal versucht, die Aussagen aus dem verlinkten TV-Bericht von _Hartmut_ über die Vorgänge in Lopik auf Deutsch zusammenzufassen.
Das sind die Aussagen, die im Beitrag von RTVUtrecht gesagt wurden. Das muss nicht alles so stimmen:

Freitag
4:37 Senderausfall Radio M, Ursache Schwelbrand Koaxkabel
5:00 Monteure entdecken den Brandherd, der schon verlöscht ist, niemand wird informiert (Identität und Aufgabe der Monteure unklar).
5:50 Senderausfall R1, R2, 3FM, QMusic
6:00 Brandmeldung bei Broadcast Partners
6:10 R1, R2, 3FM, QMusic werden (remote?) wieder eingeschaltet, da Brand verlöscht ist.
9:00 Radio M wieder eingeschaltet über andere niedrigere Antenne
10.00 Monteure von Broadcast Partners treffen ein und stellen beträchtlichen Schaden fest
11.00 Feuerwehr wird gerufen, um Messungen der Atemluft vorzunehmen.
11.30 Feuerwehr trifft ein, weigert sich aber den Turm zu betreten, bis die Sender abgeschaltet werden.
Nachdem am Nachmittag der Turm in Smilde eingestürzt ist, hat der Bürgermeister (!) die Abschaltung der Sender in Lopik veranlasst.

Offene Fragen:
Waren die Koaxkabel überlastet, weil zu viel Leistung eingespeist wurde?
Wurden etwa preiswerte italienische Sender von einzelnen Firmen eingesetzt?

von Christian_66 - am 20.07.2011 20:23

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Das wird noch interessant, diese Sache aufzuarbeiten. Ich bin sicher, da werden ein paar Köpfe rollen, denn so ohne weiteres kommt es nicht zu so einem Großbrand. Ich kenne die niederländischen Vorschriften nicht so genau, aber mir fällt schon auf, dass es hier häufiger zu Bränden kommt in Wohnhäusern, Firmen etc. Schon mehrmals gab es große Brände in einem chemischen Betrieb (Parfümfabrik) hier in Kerkrade.
Manches scheint man da etwas "laxer" zu handhaben. So vorteilhaft das manchmal in anderer Hinsicht ist, was Brandgefahr anlangt, ist das aber unverzeihlich.

Irgendeiner hat mal wieder was von "Hallelujaschleuder" geschrieben in Bezug auf Radio 5. Ihr seid doch teilweise wirklich nicht ganz dicht. Nicht jedes religiöse Programm rechtfertigt so eine Bezeichnung, ausser man ist der abstrusen Ansicht, dass Religion in jedem Fall böse sei. In dem Fall, kann ich die Aussage mit "nicht ganz dicht" nur nachhaltig bekräftigen. Ich hör mir sowas zwar auch nicht an, aber etwas tolerant sollte man schon sein.


von Peter Schwarz - am 21.07.2011 18:23

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Zitat

Irgendeiner hat mal wieder was von "Hallelujaschleuder" geschrieben in Bezug auf Radio 5

[OT] Peter, das war ich... :rolleyes: Ich hatte sie aufgegriffen aus einem Posting etwas weiter oben bzgl. 675/1008 - und mir gefällt diese Wortschöpfung auch! Böse gemeint ist das aber nicht - betrachte es mal eher als "satirische Überspitzung". Mir fiel nämlich auf, daß vor allem die konfessionellen publieke omroeps auf die MW747 entsorgt wurden, was aber doch nicht gleichzusetzen ist mit einem von Dir beschriebenen "Programm für die ältesten Menschen".

Ich muss mir das zwar auch nicht anhören, aber solange dort keine rassistischen bzw. offen antisemitischen Sprüche wie bei Radio Maria Polen gesendet werden, stört es mich nicht. Es soll doch jeder nach seiner Fasson glücklich werden, egal ob katholisch, evangelisch, jüdisch, muslimisch oder überhaupt nicht geglaubt wird.
(Nur die Ausbreitung der evangelikalen [=absolut intoleranten] Freikirchen erfüllt mich mit leichter Sorge, zumal es mittlerweile auch in Deutschland [Hessen] bereits Versuche gab, statt der Evolutionstheorie den Kreationismus im Biologieunterricht zu lehren.) (Und: richtig böse wird Religion erst in Form von Kinderschänder Brother Stair, "dessen" Geld zu nehmen sich Media Broadcast nicht zu schade ist!)

Nimm also bitte nicht jeden flapsigen Spruch gleich als Zeichen der Intoleranz.
Mir fällt dazu noch eine andere Geschichte ein: ein über jeden Verdacht erhabener OM schrieb in seinen Logs mal bei den Programmdetails "anatolisches Gejaule". Auch das war keineswegs böse oder gar rassistisch gemeint. Es war nur eine sehr treffende Beschreibung des Programminhalts... [/OT]


von iro - am 21.07.2011 19:23

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Ganz unten auf dieser Seite:
http://fmtvdx.eu/zendmast/smilde/hoogersmilde11.html
dann noch dies:
21-07-2011 | 'Zendmast Hoogersmilde wordt herbouwd'

Radio Drenthe

HOOGERSMILDE - De zendmast in Hoogersmilde wordt herbouwd. Dat is de inzet van het bedrijf Novec, eigenaar van het metalen deel dat naar beneden is gekomen. Donderdagochtend komen experts bijeen voor overleg en daarna wordt het overgebleven deel van de toren onderzocht. Dat geeft uitsluitsel op de vraag of de mast te herbouwen is.

Problemen met verzekeringsmaatschappij kunnen donderdag overigens direct al voor vertraging bij het opruimen zorgen. De politie gaat de komende weken nog getuigen horen en heeft nog niet gemeld wat het onderzoek tot dusver heeft opgeleverd. Naar alle waarschijnlijkheid kan de noodmast die woensdag deels geplaatst is bij de kazerne, dit weekend in gebruik genomen worden.

( Sendemast Hoogersmilde wird wieder aufgebaut.

HOOGERSMILDE - Der Sendemast in Hoogersmilde wird wieder aufgebaut. Das ist die Absicht der Firma Novec, Eigentümer des Stahlmastes, der eingestürzt ist. Donnerstag früh kommen Experten zu Beratungen zusammen und danach wird der übriggebliebene Teil des Turmes untersucht. Das beantwortet eindeutig die Frage, ob der Mast wieder aufgebaut werden kann.

Probleme mit der Versicherungsgesellschaft können Donnerstag direkt zu Verzögerungen bei den Aufräumarbeiten führen. Die Polizei wird in den nächsten Wochen noch weitere Zeugen befragen und hat noch nicht vermeldet, was bei den Untersuchungen bisher herausgekommen ist. Sehr wahrscheinlich kann der am Mittwoch bei der Kaserne aufgestellte Notmast am Wochenende in Betrieb genommen werden. )


von Nohab - am 22.07.2011 20:06

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Die 103.8 (Radio 1) habe ich heute mal ausgetestet, weil ich zunächst in Vreden Verwandte besucht habe und später über Gronau nach Münster zurückgefahren bin (geht übrigens über die Baumwollstraße und die B 54 viel schneller als über Ahaus bzw. Coesfeld). :D

Auf der Baumwollstraße (zur Erklärung: Das ist die Straße zwischen Gronau und Bocholt, die an Alstätte, Vreden und Oeding vorbeiführt) ist das erste Lebenszeichen in Höhe Lünten, 9 km nördlich von Vreden, aufzunehmen. WDR 4 von der Nordhelle ist aber eindeutig stärker. Bis Gronau-Süd verbessert sich der Empfang nicht. Auf der B 54 südlich von Gronau kein Anzeichen von Radio 1. Urigerweise kommt ab Ochtrup (also weiter im Landesinnern) Radio 1 langsam durch und verdrängt WDR 4. Das hält sich bis zur Ausfahrt Metelen. Dahinter sind nur Fetzen zu empfangen, WDR 4 dominiert wieder. In Höhe Steinfurt (Rolinck-Werk) kommt Radio 1 noch einmal durch und hält sich, auch wegen des Empfangslochs der Nordhelle, bis etwa Steinfurt (Bagno). Dahinter nur noch der Hausfrauensender vom Märkischen Kreis. :D

In Roxel selbst kann ich Radio 1 über die 103.8 nicht hören. Entweder dominiert WDR 4 oder in günstiger Lage kommt Antenne Niedersachsen aus Barsinghausen durch.

von NurzumSpassda - am 24.07.2011 21:46

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Empfangsbeobachtungen aus dem Raum Geeste:
Die meisten Ersatzsender aus Smilde sind meist nur O=2-3 empfangbar, am besten geht der Empfang aus Klazinaveen:
Ähnlich wie vor dem Einsturz, wo mein Autoradio in Regelmäßigkeit bei konstanten O=5 Empfang während der Fahrt zwischen Markelo und Smilde hin- und her schaltete, weil beide Standorte hier Quasi-Ortssender sind, erfolgt der Switch nun zwischen der 103,8 und 104,6 MHz.
Wenn ich mal Zeit habe, kann ich auch mal in die Richtung hin fahren, allerdings nicht vor Mittwoch, da mir ein Drecksack auf einem Dorffest die Antenne abgebrochen hat und vor Mittwoch kein Ersatz da ist.

Zitat
pfennigfuchser
OT: Als ich mein Abi in 2009 in NRW machte, musste im Biologie die Evolutionstheorie nach christlichen Glauben auch erwähnt werden. Das ist in NRW für Bio auch vorgeschrieben.

[OT]
Ich habe 1999 mein Abi ebenfalls in NRW gemacht und da war das Fach Biologie - logischerweise! - für rein wissenschaftliche Inhalte vorbehalten. Die Evolutionstheorie nach christlichen Glauben hat unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Erkenntnis bestenfalls was im Religionsunterricht verloren, aber scheinbar scheint man bei diesen ganzen Schulreformen u.a. hier in NDS (Oberschule zugunsten der Abschaffung des dreigliedrigen Systems, was auch sinnvoll ist) und auch bei euch in NRW nun völlig den Verstand zu verlieren. :mad:
[/OT]

von Mathias Volta - am 25.07.2011 16:01

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Die Situation in Veendam wechselt fast pro Tag, sowass hab ich noch nie erlebt:

Seit gestern Abend ist der Notmast in Assen On-Air: das heisst das 88.0 Radio2, 88.6 3FM, 90.8 Radio Drenthe, 91.8 Radio1, 94.8 Radio4, 97.1 RadioNL, 99.6 SlamFM und 100.4 Q-Music da abgestrahlt werden. Sendeleistungen sind mir leider nicht bekannt.

Bei mir in Veendam sind diese Frequenzen jetzt gut empfangbar jedoch bei langem nicht mit der Signalstärke wie früher gewöhnt vom Sender Smilde.

Sender Hoogezand ist damit wieder abgeschaltet: 100.0 3FM und 90.3 Radio4 sind damit wieder Off-Air. Ab Hoogezand sendet nun wieder "nur" 91.3 Simone FM.

Sender Groningen sendet "nur" 97.5 Radio Noord und 89.1 RadioNL.

Sender Tjerkgaast sendet noch auf 103.8 Radio1 und 87.6 Radio2

Sender Lelystad sendet noch auf 97.7 Radio2

Sender Hilversum sendet noch auf 98.9 Radio1 (HORIZONTAL POLARISIERT!!) kommt damit auf der horizontale Antenne bombastisch herein bei mir.....

DVB-T auf UHF Kanal60 sendet auch vom Notmast Assen jedoch mit erheblich wseniger Leistung als vorher.

Sender Lopik sendet noch immer auf beschränkte Leistung und wie gesagt ist der 98.9 Sender komplett abgeschaltet und sendet ab Hilversum.

Die Probleme mit dem Empfang des Senders Radio1 ist problematisch in weiten Teilen von den Niederlanden. Deshalb wil "Publieke Omroep" in Kürze ein Mittelwelllen Sender mieten is Gross Brittanien um Radio1 auf Mittewelle abzustrahlen. Mann will namentlich so bald wie möglich auf 747kHz wieder Radio5/Nostalgia aufschalten. Dies ist bereits passiert am Sender Hulsberg (1251kHz)

Ich hoffe da mal das die die 648kHz mieten und einschalten: die hat ja wirklich ein super Bereich hier in Holland und ich denke auch noch in Deutschland!! So sieht man das mit alle moderne digitale Technieken nicht alles erledigt werden kaan und mann ein Mittelwellensender braucht um wirklich jeder erreichen zu können. Radio1 ist der nationale Katastrophensender, sollte was Schlimmes passieren.

Jeden Tag wieder neue Bandscans:-)

von fransigh - am 29.07.2011 07:28

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Die Feuerwehr hat den Sendemast in Ijsselstijn/Lopik untersucht.

Constructie zendmast Lopik niet beschadigd / Foto's gemaakt door de brandweer op 15 juliDe constructie van de zendmast in IJsselstein (Lopik) heeft geen schade ondervonden van de brand die de toren op 15 juli trof. Dat blijkt uit donderdag openbaar gemaakt onderzoek van de MME Group in opdracht van Novec, de eigenaar van de zendmast, waarover De Telegraaf bericht. Het bouwwerk van de zendmast bestaat uit een ongeveer 100 meter hoge betonnen toren met daarop een stalen buismast van circa 260 meter. Nu blijkt dat de stalen buismast, waar de brand woedde, niet zo erg is beschadigd dat de constructie van de zendmast is verzwakt, aldus een zegsman. Novec maakte daags na de brand al bekend dat een oververhitte kabel het vuur in de zendmast had veroorzaakt. Uitgebreide onderzoeken naar de oorzaak van de branden die de zendmasten bij Lopik en Hoogersmilde op dezelfde dag troffen zijn nog bezig. Het kan volgens de zegsman nog maanden duren voor de uitslagen daarvan bekend zijn...[Quelle: http://radio-tv-nederland.nl/index.html]

Kurzzusammenfassung: Der Stahlmast ist durch das Feuer am 15.07. nicht ernsthaft beschädigt worden. Das Feuer wurde durch ein überhitztes Kabel verursacht, intensive Untersuchungen in Lopik und Hoogersmilde laufen noch, es kann noch Monate dauern bis die Ursachen geklärt sind.

Wenn der Turm in Lopik okay ist kann man dort doch wieder Vollgas geben, oder?

von Staumelder - am 29.07.2011 14:48

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Zitat
_Hartmut_
Was ich an den ganzen "Kabelbrennereien" nicht verstehe, ist ganz einfach die Tatsache. Die Sendemasten laufen 40 Jahre einwandfrei.
Dann wird die Sendertechnik in "private Hand" gegeben, weil billiger. Plötzlich brennt es an 2 Standorten und einer davon stürzt ein.
Die restlichen Standorte werden bis auf ca. 20% ihrer Leistung reduziert, aus Sicherheitsgründen sagt man...:confused:

Das ist es, was mich direkt erstaunt hat. Soviele Zufälle auf einmal das ist mir zu zufällig.

Zitat
_Hartmut_
Sorry, aber so bled kann doch keine Firma sein, oder etwas doch?

Denkbar ist schlicht Nachlässigkeit oder aus Kostengründen bewußtes Mißachten von Regeln und technischen Vorschriften/Spezifikationen.
Ich denke, die Sache wird definitiv vor Gericht landen, denn Novec, Alticom und die betroffenen Programmanbieter wollen
sicherlich den Schaden ersetzt haben, zudem stellt sich die Frage, ob die Betriebshaftpflicht der Verursacher potent genug ist,
um den Schaden komplett zu tragen, ich schätze mal, um dem Smilde-Turm wieder aufzubauen, dürfte ein Betrag
im mittleren bis oberen 2 stelligen Millionenbereich fällig sein.

Zitat
_Hartmut_
Das kann m. E. kein Zufall gewesen sein, auch wenn das so ausgelegt wird.
Letztendlich haben doch auch diese Leute ihren "guten Namen" zu verlieren.
Was soll da vertuscht werden ?
Ist das eine Art Machtkampf unter dem Motto: "nun schaut her was ihr angerichtet habt mit eurer Privatisiererei ?" (KPN vs. BP etc.)

Hmm, du meinst, eine Aktion um Broadcast Partners 'abzuschießen'?
Und das Ganze ist dann aus dem Ruder gelaufen?
Wenn es so wäre, dann wäre das ein ganz dicker Hund.
Mein Bauchgefühl sagt mir eher, daß da ein paar Klempner einfach nur Mist gebaut haben.
Wie heißt es doch: Man sollte keine böse Absicht vermuten, wenn es einwandfrei durch Inkompetenz zu erklären ist.
Dennoch, etwas zu zufällig ist es mir trotzdem.


von Nohab - am 30.07.2011 15:40

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Zitat

Der Eigentümer der Turm (Novec) will jetzt noch spezielle gerate installiert haben die ein Feuer entdecken können weil es noch nicht zu spät ist. (Infrarot vielleicht?).

Vermutlich installiert man da Rauchansaugsysteme (RAS)
Das sind im Prinzip hochempfindliche Rauchmelder die die Umgebungsluft durch ein langes Rohrsystem ansaugen. Je nach Einstellung reagieren die schon auf feinste Rauchpartikel in der Luft.
Wenn man die Rohre parallel zu den Antennenkabeln führt, würde Alarm ausgelöst, sobald auch nur etwas Rauch entsteht.

Mit moderner Brandschutztechnik könnte der Turm noch stehen. Dazu müßte man das Rohr nur in Brandabschnitte unterteilen, sofern das aufgrund des Fahrstuhls darin möglich ist, Brandmeldetechnik und eine automatische Löschanlage einbauen. In Serverräumen ist sowas seit Jahren üblich.

EDIT: Ich weiß nicht, ob der Link hier schon gepostet wurde, aber hier gibt es jede Menge Fotos und Videos, auch Bilder die die Feuerwehr gemacht hat.
http://fmtvdx.eu/zendmast/smilde/hoogersmilde.html
Weiter hinten sind dann auch Fotos von heute.



von Marc_RE - am 01.08.2011 20:20

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet



Auch wenn die 103,8 aus Klazienaveen in dieser Liste nicht mehr auftaucht: senden die immer noch zusätzlich zu Tjerkgaast auf derselben Frequenz ? Habe nämlich seit einigen Tagen dank angehobener Bedingungen ein leichtes Echo auf der Frequenz, anscheinend werden die beiden Sender verschieden gespeist. Ein kleiner Laufzeitunterschied der 103,8 im Vergleich zu den übrigen QRGs (91,8/98,9) war mir vorher schon aufgefallen, wußte nur nicht, welchen der beiden Sender ich drin hatte. Aber da ich nun dank Tropo wohl beide Sender gleichzeitig empfange, hört sich das irgendwie seltsam an...:eek:

Außerdem noch ein rein subjektiver Eindruck: Kann es sein, daß einige andere, bislang hier nicht erwähnte Standorte an Leistung und/oder Abstrahldiagramm rumgefummelt haben ? Kann mich nicht erinnern, dass ich jemals so häufig Lelystad auf 87,7 (Radio 2) hatte oder daß Bremen 4 auf der 101,2 so oft von Sky Radio aus Hilversum geplättet wurde - das Ganze auch ohne großartige Tropo. Kann das jemand aus meiner Ecke bestätigen ? :confused:

von db3 - am 01.08.2011 23:35

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Zitat
db3


Auch wenn die 103,8 aus Klazienaveen in dieser Liste nicht mehr auftaucht: senden die immer noch zusätzlich zu Tjerkgaast auf derselben Frequenz ? Habe nämlich seit einigen Tagen dank angehobener Bedingungen ein leichtes Echo auf der Frequenz, anscheinend werden die beiden Sender verschieden gespeist. Ein kleiner Laufzeitunterschied der 103,8 im Vergleich zu den übrigen QRGs (91,8/98,9) war mir vorher schon aufgefallen, wußte nur nicht, welchen der beiden Sender ich drin hatte. Aber da ich nun dank Tropo wohl beide Sender gleichzeitig empfange, hört sich das irgendwie seltsam an...:eek:

Außerdem noch ein rein subjektiver Eindruck: Kann es sein, daß einige andere, bislang hier nicht erwähnte Standorte an Leistung und/oder Abstrahldiagramm rumgefummelt haben ? Kann mich nicht erinnern, dass ich jemals so häufig Lelystad auf 87,7 (Radio 2) hatte oder daß Bremen 4 auf der 101,2 so oft von Sky Radio aus Hilversum geplättet wurde - das Ganze auch ohne großartige Tropo. Kann das jemand aus meiner Ecke bestätigen ? :confused:

--------------------------------------------------
QTH: Wittmund/Ostfriesland Rx: Sangean ATS 909W, Blaupunkt Queens MP56

In the beginning there was Jack. And Jack had a groove. And from this groove came the groove of all grooves. And while one day viciously throwing down on his box Jack boldly declared "Let there be house!" And house music was born.



Also bei mir in Emden ist ja momentan der Wahnsinn, was so aus NL reinhämmert, auch an Sendermasse (hmmmmmmm) :eek: Slam FM ballert richtig, Lelystad kommt auch sehr gut rein. Sky Radio bekomme ich nach wie vor nicht, da dominiert Bremen auf der 101,2.

von Jupita - am 02.08.2011 19:26

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Es zeigt sich, dass die Privatsisierungsstrategie, welche seit etwa Mitte der 1980er Jahre hip war, zwar viele Vorteile hatte (man stelle sich vor, die Deutsche Bundespost müsste als staatlicher Monopolist Internetprovider sein: Wir würden immer noch mit BTX und 300 Baud unterwegs sein...), aber wir sehen auch, dass Auswüchse dringend begrenzt werden müssen.

Allein die Tatsache, dass beispielsweise im Fall Hoogesmilde drei Unternehmen verantwortlich sind, die zudem jederzeit Subunternehmen oder andere Auftragsempfänger einschalten können, und das aus "Kostengründen", welche eigentlich "Gewinnmaximieungsgründe" sind, geschlampt wird, was das Zeug hält, zeigt die Grenzen der Liberalisierung auf.

Nur wenn ein Turm mit Sendern und Antennen in einer Hand sind, kann wirklich sichergestellt werden, dass die maximale Sicherheit (und damit auch Qualität) gewährleistet ist.

Das Modell könnte so aussehen: Jeder Standort wird von einer Firma betrieben, welche aber nicht selbst ihre Leistungen verkaufen darf. Dazu gibt es dann die verschiedenen Netzbetreiber, die jeweils bei Bedarf auf einem Standort dort Kapazitäten anmieten.

Der Betrieb an einem Standort bleibt aber in der Hand des Standortbetreibers, der seine Leistungen einfach nur an die Netzbetreiber weitervermietet.

So kann jeder Netzbetreiber dann entscheiden, welche Standorte welcher Standortbetreiber er nutzt. Wichtig wäre, dass niemand außer dem Standortbetreiber Zugang zum Standort hat.

In diesem Modell wäre es natürlich auch denkbar, dass Netzbetreiber auch als Standortbetreiber arbeiten können, in dem sie eigenen Standorte betreiben.

von Alqaszar - am 03.08.2011 13:30

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Zitat
alqaszar
Es zeigt sich, dass die Privatsisierungsstrategie, welche seit etwa Mitte der 1980er Jahre hip war, zwar viele Vorteile hatte (man stelle sich vor, die Deutsche Bundespost müsste als staatlicher Monopolist Internetprovider sein: Wir würden immer noch mit BTX und 300 Baud unterwegs sein...), aber wir sehen auch, dass Auswüchse dringend begrenzt werden müssen.

[OT]
Dem möchte ich doch entschieden widersprechen, auf jeden Fall was die DBP betrifft! ISDN kam ab 1989 auf den Markt - mit ungeheueren 64 kbps ;-) . Und man war Vorreiter in Europa! Bis mitte der 90er gab es auch noch viele "dumme Terminals". Da war eine Anbindung mit 2,4 kbps (!) keine Seltenheit und völlig ausreichend. Da hat nicht die DBP gebremst. Und dann kam auch noch die technische Weiterentwicklung: Die massiven Bandbreiten wurde auch erst mit dem massiven Einsatz von SDH und dergleich (im Backbone) überhaupt für den Endanwender zu bezahlen. Versuche das doch mal eine Monomode-Fiber auf RiFu-Basis zu ersetzen ;-) .
Ganz klar und gilt auch noch heute: Die Posträuber (und Räuber des Staates) stoppen!!
[OT Ende]
Ansonsten teile ich deine Ansicht daß die Handhabung wesentlich leichter, wenn einer als Generalunternehmer auftritt und auch die Besitzverhältnisse sich nicht aufteilen. Dennoch wird man möglicherweise mehrere verschiedene Fachfirmen beauftragen müssen. Und das hat jetzt nichts mit dem sonst so gerne genannten Kernbereich/Kernkompetenz zu tun.
Erstaunlich finde ich allerdings, daß man in Smilde wieder diesen Turm aufbauen will. Was spricht gegen einen Gittermast? Wir sprechen hier eigentlich noch nichts besonderem, sondern von einem Turm in der Größenordnung von Langenberg oder TW-Bielstein. Dieser könnte natürlich (gerne auch für D ;-) ) deutlich höher ausfallen. Da hätte man einen ordentlichen Radiohorizont und bräuchte nicht extreme ERP. Und es scattert dann auch nicht ;-) .

von Thomas (Metal) - am 03.08.2011 14:05

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Doch, die Seite wurde schonmal genannt, mittlerweile sind 41 Seiten gefüllt mit allem, was rund um das Drama passiert.
Momentan fetzen sich Novec und Broadcast Partners, weil Novec den Einbau von Hitzesensoren verlangt und diese Installation auch von externer Seite überprüft sehen will, bevor einer Leistungserhöhung überhaupt zugestimmt wird. BP sind die ganzen Auflagen unangemessen hoch und will sofort wieder Leistung machen und zieht deshalb vor Gericht. O-Ton Novec: "Wij zijn niet bang voor een rechtszaak." Q-Music moppert derweil herum, weil deren Reichweite völlig im Keller ist. Ansonsten jede Menge Bilder von den Aufräumarbeiten, mittlerweile sind alle Trümmer beseitigt und der Turm gesichert und dicht.
Das kurz zusammengefaßt der Stand der Dinge.

Und dann war da noch die Aufschrift auf den Schuttcontainern:
"De Kunst van het slopen"
Ist mir neu, daß Gebäudeabbruch neuerdings eine künstlerische Tätigkeit ist...



von Nohab - am 19.08.2011 19:05

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Und in Lopik will man in der kommenden Woche wieder zurück auf die alte Sendeleistung:

Zitat
radiofreak.nl
Het zendvermogen van Radio 1, Radio 2, Radio3, Radio 4, Q-music en BNR vanuit de zendmast in IJsselstein (Lopik) gaat pas volgende week naar 100 procent. Dat meldt Broadcast Partners.

"Broadcast Partners wordt overspoeld met telefoontjes met de vraag waarom het zendvermogen van de publieke en commerciële radiostations nog steeds niet naar 100 procent is gebracht", zegt de zenderoperator. "De reden is dat de aanleg van de branddetectiesystemen nog niet klaar is. Masteigenaar NOVEC, die de systemen aanlegt, geeft aan dat het systeem in de loop van maandag 25 september vermoedelijk gereed zal zijn."

Volgens Broadcast Partners hoeft het bedrijf zelf verder geen aanpassingen of veranderingen in het systeem meer aan te brengen.

Wat nu de precieze oorzaak is van de branden, lopen meerdere onderzoeken. Volgens Broadcast Partners zijn zo'n 19 experts bezig met onderzoek.
[Quelle: http://www.radiofreak.nl/nieuws/10869/Zendvermogen-in-zendmast-IJsselstein-pas-volgende-week-naar-100-procent/]


von Staumelder - am 23.09.2011 17:56

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Ich war heute mal vor Ort. Sehr trauriger ansicht das ganze. Die Strasse entlang der Turm ist offen und so kommt man direkt am Turm. Es gibt Kameraüberwachung, wohl für die ganze Sachen die da jetzt um der Turm herum stehen.



Der Mast muss echt mit viel Kraft auf den Boden gefallen sein, die Strasse entlang der Turm ist kaputt:



Das Loch wo ein Stück vom Mast sich reingebohrt hat ist noch deutlich sichtbar. Es steckt sogar noch ein Kabel raus! Sieht aus wie ein 1 5/8" Kabel..



Ich bin dann noch mal weiter gefahren zum Notsender. Sieht alles sehr 'Piraat-mässig' aus :D Man bemerke der Rost am Rohr sowie die unterschiedlich gefarbte Antennen:



von Jassy - am 12.11.2011 16:39

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Inzwischen ist mir der existenz von dieser Funzel bestätigt worden. Ich bin von dieser schritt schon sehr überrascht...!

Was auch sehr ironisch ist: Sky Radio und Radio Veronica (KPN Broadcast) haben nun Ihre Reichweite weitestgehend wieder auf dem alten Stand. Es gibt zwei Notsender mit ausreichend Leistung in Irnsum und darüber hinaus hat man Skyradio weitere Stützsender verpasst. Als ich neulich im Norden unterwegs war gab es bei die genannte Sender kein Probleme! Dito bei Radio Drenthe, auch die sind überall wieder hörbar.

Der NPO dumpelt allerdings munter weiter, und funkt lediglich über der Notmast in Assen die zu niedrig ist und zu wenig Leistung hat. Das gleiche Spiel in Tjerkgaast, wo mit wenig Leistung stark gerichtet nach weissgottwo hin gezündet wird. Reichweite hat das ganze jedenfalls nicht. Bei Radio 2 hat man sogar der dummer Fehler gemacht um 87,7 Lelystad ein zu schalten. Die stört nun so herrlich auf der 87,6 Tjerkgaast ein so das keiner was davon hat und der Reichweite weiter eingeschrumpft wird.

Ich finde es so langsam ein ziemlicher Skandal das Broadcast Partners seine wichtigste Kunde nicht ernst nimmt und nicht der Versorgungsverpflichtung die der NPO hat einfüllen kann. Man sollte zumindest in Tjerkgaast eine vernünftige Antenneanlage bauen (EIn 45 meter hoher Aufsatz war von KPN geplant, ist aber in 2004 verworfen seit man das ganze nach Irnsum umgesiedelt hat), davon haben die andere Kunden auch was. Kostet aber Geld, und das scheint bei BP ein Grundsatzproblem zu sein.

von Jassy - am 11.12.2011 21:28

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Zitat
Staumelder

Krasse Koordination (auch wenn sie nur temp. ist).


Ich glaube eher, dass das mit System so gemacht wird in NL. Mein Zweitwohnsitz ist in Den Haag, wo ich arbeite. Früher (vor 20 Jahren, als ich ebenfalls für ein Jahr dort weilte) konnte man ohne weiteres ständig die wichtigsten belgischen Sender hören und BBC 1 und 2 aus Tacolneston kamen fast immer über die Nordsee (auch im Auto).

Es kann kein Zufall sein, dass neben jede interessante ausländische Frequenz ein starker Ortssender gepflanzt wurde. Man möge sich nur mal die Frequenzlisten angucken. 200 kHz neben BBC: Ortssender. Neben "Studio Brussel": Ortssender etc. etc. Ich werde heute Abend ein paar Beispiele posten, wenn ich etwas mehr Zeit habe. Das gleiche bei DVB-T.

Der Empfang der Konkurrenz aus dem Ausland soll systematisch erschwert werden. Zufall ist das nicht und auch kein unglückliches Händchen bei der Koordination. Wenn wir dann irgendwann nur noch DAB+ haben, ist es dann ganz aus...




Zintus

von Zintus - am 17.12.2011 11:21

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

So, hier wie versprochen einige Beispiele zu meiner Vermutung, dass der Empfang von attraktiven Frequenzen aus den Nachbarländern absichtlich durch Ortssender gestört werden soll. Es geht um das Beispiel Den Haag:

BBC R1 Tacolneston 99,3 gestört durch Decibel Den Haag 99,4
BBC R2 Tacolneston 89,7 gestört durch Amor FM Den Haag 89,8
BBC R3 Tacolneston 91,9 gestört durch Den Haag FM Den Haag 92,0
VRT R1 Schoten 94,2 gestört durch Radio 4 Den Haag 94,1
VRT StuBru Schoten 100,9 gest. durch Q-Music Ijsselstein (Lopik) 100,7
VRT R2 Schoten 97,5 gest. durch Radio Decibel Rotterdam 97,6

Ich könnte jetzt noch ca. ein Dutzend anderer Beispiele nennen, auch für Alternativfrequenzen und für ähnliche Koordinierungen in anderen Regionen Hollands. Die Frequenzen für die wallonischen Sender der RTBF habe ich noch nicht mal hier erwähnt. Dort das gleiche Spiel. Schoten mit seinen flämischen Programmen ist 89 km von Den Haag entfernt und war früher fast in Ortssenderqualität zu empfangen. Der Sender im Stadtzentrum von Den Haag (Alticom Toren) macht diesen Empfang systematisch zunichte. Das gleiche Spiel in Rotterdam mit dem dortigen Sender (ebenfalls Alticom Toren).

Wenn das alles Zufall ist, dann muss ich heute noch zum Kiosk, einen Lottoschein kaufen!

Zintus

von Zintus - am 18.12.2011 12:59

Re: Sender Smilde eingestürzt, Lopik abgeschaltet

Sicherlich, aber 400kW halte ich dann doch für hoffnungslos überdimensioniert. Das sind nur Kompensationen des Zerobase-Dilemmas. Nicht nur, dass man die meisten Frequenzen ab Wieringermeer durch Richtcharakteristik so kastriert hat, dass man wenige Kilometer südlich davon keinen störungsfreien Empfang mehr hat, man hat auch Sender im Kilowatt-Bereich auf Hausdächern mitten in Städten installiert. Dies führt gerade bei einfacheren Empfangsgeräten zu Mischprodukten, welche die Signale der etwas weiter entfernten und daher schwächer einfallenden Sender überlagern. Prinzipiell sind die Signale ab Lopik mit 70-100kW überall in Noord-Holland ausreichend für Stereoempfang (die erwähnten Ex-Wieringermeer-Versorgungsgebiete zw. Alkmaar, Schagen und Hoorn mal ausgenommen), aber somit nicht mehr aufzunehmen für viele Hörer. Daher will man jetzt mit einer 400kW-Kanone dagegenschiessen; es zumindest versuchen (bzw. vielleicht hat man das schon, mit bekanntem Ergebnis?...;)
Meines Erachtens der falsche Weg. Die Sender für die Privaten müssen weg von den Hochhausdächern oder Mini-Masten im Stadtbereich, rauf auf vernünftige Standorte. Gleiche Leistung (im Flachland möglichst rund abgestrahlt) ab demselben Standort für alle Programme, dann gibt es am wenigsten Probleme bei den Empfängern! Dann kann man sogar problemlos auf 300kHz-Abstand gehen!

von Peter Schwarz - am 28.01.2012 18:02
"Broadcast Prutsers" ROTFL!
Das bereits in früheren Berichten erwähnte Feuchtigkeitsproblem wurde jetzt in dem von Dir verlinkten Artikel bestätigt,
da lief in Smilde das Wasser blubbernd aus dem Kabel.
Hohe Spannung + großer Strom + Feuchtigkeit = Kokel & Brand.
Sollte eigentlich jedem einleuchten, der auch nur ein bißchen Ahnung von Elektrizität hat.
Offensichtlich gilt bei BP der Grundsatz: Hauptsache billig, wird schon gutgehen.

Zitat
Jassy
Es gibt keine einzige Versicherung die dieses Verhalten versichert.

Korrekt, diese Aktion in Smilde würde ich mindestens als grob fahrlässig bezeichnen,
da ziehen die meisten Versicherungen die Reißleine und lehnen die Regulierung ab.
Wenn sich auch noch herausstellen sollte, daß die SWR-abhängige Sicherheits-Abschaltung
nicht nur einfach defekt, sondern vorsätzlich abgeschaltet war, dann geht das heftig in Richtung Vorsatz.
Ich hatte, glaube ich, an Anfang des Threads vermutet, daß das Ganze vor Gericht enden wird.
Mittlerweile bin ich mir absolut sicher, daß das so kommen wird. Und BP sich in der Insolvenz wiederfindet.

von Nohab - am 11.05.2012 19:00

Re: Kein Scherz! Sendemast in Smilde steht in Brand! Im Sendeturm in Lopik gab es einen Kurschluß!

Zitat
fransigh schrieb am 15.07.2011:
Ein Gerücht so eben auf NOS Nachrichten gehört: wegen der Kurzschluss in Lopik meint Ein Reporter zu wissen das in Smilde mehr Vermögen aufgeschaltet wurde und das das ein Grund sein KÖNNTE von der Brand wegen Übererhitzung und/oder Kurzschluss.

Ist aber nicht bestätigt worden!!!!

Tja, das scheint sich laut den Artikeln auf nos.nl zu bewahrheiten. Demnach ist am 15.7. morgens um kurz nach 6.30 die Feldstärke von Q Music nördlich und östlich von Smilde zurückgegangen, die (zusätzliche) Sendeenergie wurde Richtung Süden und Westen gedrückt. Smilde müsste dann ja in weiten Teilen der Niederlande stärker als normal gewesen sein. Gibt es entsprechende Beobachtungen? Das Wetter war an dem Tag ja eher schlecht, keine Spur von Tropo. Wenn BP die Sender wirklich aufdreht und nur Smilde plötzlich stärker ist als alles andere muss das ja auffallen.

Interessant finde ich übrigens die zitierten Aussagen einiger BP-Mitarbeiter: Kabel um Treppen gewickelt, Verteiler hängen in der Luft herum, Probleme mit Feuchtigkeit. Gibt es in NL nicht eine Behörde die technische Einrichtungen kontrolliert? In Deutschland wird ja jede grosse Maschine regelmässig von TÜV oder Berufsgenossenschaft (unangemeldet) kontrolliert.

Wie hoch könnte die Leistung denn gewesen sein? 124 kW oder hab ich mich da verrechnet?

von Staumelder - am 13.05.2012 20:35
Den Strom hat sicher jemand abgeschaltet.
*************************************************
In Lopik-Ijsselstein gerade noch rechtzeitig,
in Hoogersmilde zu spät.

Der vorläufigen Bericht zu Lopik zeigt Bilder mit typischen Brand- und Schmelzspuren an Koaxialkabeln.

Die Hochfrequenzströme erzeugen an einer Fehlerstelle eine Reflexion, weil der Wellenwiderstand des Kabels dort gestört ist. Dies kann bei einem stark belasteten Kabel dazu führen, dass die Spannungsfestigkeit des Kabels an der Störstelle nicht mehr ausreicht. Dies führt zu einem Spannungsüberschlag an der Störstelle. Im Extremfall schmilzt dann das Kupfer im Lichtbogen und die Isolation verbrennt.

Die Bilder vom abgescherten Mastfuss von Hogersmilde zeigen, dass sehr viele Koaxialkabel verschiedener Antennengruppen im Mast installiert waren.

Wenn die Sender am brennenden Kabel nicht rechtzeitig abschalten oder abgeschaltet werden, kann sich sehr viel Isolation der benachbarten Kabel entzünden. Der Rohrmast hilft dem Feuer, heisse Brandgase strömen nach oben weg und ziehen frische Luft von unten nach.

Unter diesen Bedingungen kann ein Feuer selbstständig weiterbrennen.

Sobald der Rohrmast lokal auf mehr als 600°C aufgeheizt wird, verliert der Stahl langsam seine Festigkeit und schert dann unter der Last des höherliegenden Mastteils an der Schwachstelle ab.
...

edit: Präzisierung

von LogPer - am 16.05.2012 08:01
Hier noch ein Artikel von www.radiofreak.nl:

NOVEC: AL EERDER BRANDEN IN ZENDMASTEN HILVERSUM EN MARKELO

Er waren voor 14 juli 2011 al eerder branden geweest in antenne-installaties van Broadcast Partners (BP). Dit staat in een recherche-onderzoek van mastbeheerder NOVEC waar de NOS melding van maakt. In Hilversum en Markelo zijn onderdelen van de installaties verbrand.
Uit het rapport blijkt ook dat er in 2009 in Hilversum vlammen waren ontstaan in een zogeheten combiner. Dat is een apparaat waarmee verschillende zenders naar één antenne-installatie worden geleid. Dit gebeurde toen KPN en BP allebei wilden uitzenden op een antenne-installatie van KPN. De zender van KPN zou vanzelf zijn uitgeschakeld. De vlammen doofden echter pas toen BP het vermogen eraf haalde.

In 2010 is in Markelo de binnenkant van een BP-antenne aansluiting verbrand, waarschijnlijk als gevolg van te hoge reflectie in het antennesysteem. Dat zijn energiegolven die door weerstand niet worden uitgezonden door de antennes, maar als het ware in de installatie blijven hangen en warmte veroorzaken.

Volgens getuigen zijn die branden goed afgelopen omdat apparatuur van KPN tijdig signaleerde dat er problemen in de mast waren. Daarop werd het systeem automatisch afgeschakeld. In IJsselstein en Smilde is dat niet gebeurd: de detectiesystemen van BP hebben niet gewerkt, met alle gevolgen van dien.

De rechercheurs concluderen: "Ondanks de ervaringen die BP heeft gehad met de incidenten in Hilversum en Markelo, heeft de zender van BP te IJsselstein niet tijdig geregistreerd dat er zich een probleem voordeed in het antennesysteem, waardoor een brand mogelijk voorkomen had kunnen worden". Op 15 juli vorig jaar woedde er op één dag brand in de zendmasten van IJsselstein en Smilde. Gevolg was dat IJsselstein maanden niet op vol vernogen kon uitzenden en dat de zendmast in Smilde volledig instortte.

Het onderzoek is gedaan door bedrijfsrechercheurs van Metis International. Zij spraken met tientallen technici, experts en getuigen. Onder hen ook werknemers die getuige waren van de branden in IJsselstein en Smilde. Veel technici zijn kritisch op Broadcast Partners (BP), het bedrijf dat de radiozenders verzorgt van o.a. de publieke omroep, BNR en Q-Music. BP heeft zelf niet meegewerkt aan het onderzoek.

"Ons antennesysteem is uitgefikt"
Volgens het recherche-rapport melden verschillende getuigen dat een BP-technicus na inspectie van de brandhaard op 360 meter hoogte in de mast van IJsselstein, geschrokken beneden komt. Hij laat foto's zien van verbrande en gesmolten kabels. Zelf stinkt hij erg naar brand en zijn handen zijn zwart. "Ik weet wat het probleem is, ons antennesysteem is uitgefikt", zou hij hebben gezegd.

Een andere BP-monteur vertelde "dat de zenders van BP problemen hadden met de reflectie en dat een kabel van de BP installatie het niet deed omdat er sluiting in de kabel zat". Bij te hoge reflecties kan een zender zijn energie niet kwijt en wordt de energie omgezet in warmte.

BP stelde gisteren in een reactie dat NOVEC bezig is haar eigen straatje schoon te vegen. BP wil liever wachen op de uitkomsten van het onderzoek dat door de gezamenlijke partijen inclusief hun verzekeraars wordt uitgevoerd.

Update 22:05
Broadcast Partners ontkent in een reactie tegenover RadioFreak.nl dat er brand is geweest in haar systemen Markelo en Hilversum. "In de systemen van Broadcast Partners is noch in Hilversum noch in Markelo brand geweest. "

von pfennigfuchser - am 17.05.2012 08:03
Kurz übersetzt:

"Es gab vor den 15. Juli bereits Brände in die Sendereinrichtungen von Broadcast Partners.

In 2009 hat es in Hilversum gebrennt in ein sogenannter Combiner. Das ist ein Apparat die die verschiedene Sender auf ein Antenneinstallation kombiniert. Dies passierte als sowohl KPN als BP beide zeitgleich auf ein Antenneinstallation von KPN aussenden wollten. Die Sender von KPN haben sich von selbst abgeschaltet wegen die Probleme. Die Flammen sind ausgegangen bis BP die Sender per Hand abgeschaltet hatten (Spricht, hier haben die Sender von BP keine Probleme detektiert!)

In 2010 ist in Markelo die Innenseite von ein BP Antennenanschluss ausgebrannt, wahrscheinlich weil die VSWR zu hoch war. (Jassy: Dies kann ich bestätigen, da die besagte Sender von 01.00 bis 06.00 off-air waren. Hier wollte BP in Markelo sein eigenes Antennensystem in Betrieb stellen. Das hat dann wg dieser Brand fehlgeschlagen wo man danach auf die KPN Antennen weiter gegangen ist, dies ohne Probleme).

Augenzeugen erzählen das die Brände gut abgelaufen sind weil die Apparatur von KPN zuverlässig erkannt haben das es Probleme gab in die Türme. Darauf wurden die Sender automatisch abgeschaltet. In Lopik und Smilde ist das nicht passiert: Die detektionsysteme von BP haben nicht funktioniert mit dramatische Folgen.

Die Untersucher konkludieren: Destotrotz das es bei BP schon zwei mal schief gelaufen ist und man wohl davon gelernt haben muss, haben die BP Sender in Ijsselstein trotzdem die Probleme nicht registriert, wodurch ein Brand nicht stattfinden haben könnte.

Die Untersucher sprachen mit Technische Leute, Experten und Zeugen. Man hat auch Arbeiter gesprochen die Augenzeuge waren von die Brände in Lopik und Smilde. Viele Arbeiter und Techniker sind sehr kritisch über BP (Wohl wegen die sehr mangelhafte installation und das grosse Risiko was man teilweise nimmt)."

Ich will hier hinzufügen das der BP Sender in Enschede auch bereits ein mal ausgebrannt ist. Nachdem es an den Tag sehr warm war ist die komplette Elektische einrichtung völlig ausgebrannt, obwohl die schon mit stark reduzierter Leistung liefen wg EMV Probleme am Senderstandort.

von Jassy - am 17.05.2012 08:34
Ich denke, ein großes Problem ist die Art und Weise, wie das strenge EU-Ausschreibungsrecht angewandt wird.
"Defaultmäßig" führt das dazu, daß der Billigste den Auftrag bekommt. Wir alle wissen, daß
a.) "Billig kaufen" oft "zwei mal kaufen" bedeutet
b.) Billiganbieter häufig Lohndumping betreiben, was dazu führt, daß Billiganbieter keine guten Mitarbeiter finden, und zudem wenig in die Weiterbildung stecken
c.) Billiganbieter auch billig einkaufen müssen.

Wenn man eine Ausschreibung gut macht, kann man diese Schwächen des Ausschreibungsrechts durchaus legal abmildern.
Man kann
- Tarifbezahlung vom Auftragnehmer und Unterauftragnehmern fordern (-> Tariftreue-Bestimmungen),
- Qualifikationsnachweise der Mitarbeiter von Auftr.nehmer und UAuft.nehmer fordern,
- Bestimmte technische Parameter festlegen, die bestimmte Anbieter "rauskicken" (bis hin zur impliziten Definition einer Leistung, bei der von vornherein klar ist, daß nur ein bestimmter gewünschter Anbieter sie erfüllen kann),
- Bestimmte Dinge, z.B. den Zugriff auf Sicherheitssysteme durch den Auftraggeber, zur Bedingung machen,
- Bestimmte Leistungen ausklammern, die später extra gezahlt werden müssen, wodurch die Abgabe eines "billigen" Angebots durch eigentlich "teurere" Anbieter leichter gemacht wird.
- Ausreichend hohe Vertragsstrafen bei Pfusch festlegen; inklusive vorgeschriebener Abnahmen der Installationen nach definierten Kriterien.

Sprich: Es waren vermutlich auch systematische Fehler im Spiel, durch die BPs billig-Strategie aufging. BP hat sich da "nur" an die Spielregeln des Ausschreibungsrechts gehalten und genau das geliefert, was bestellt wurde: Billig.

von DH0GHU - am 17.05.2012 11:05
Den Pfusch kann man sich in Deutschland auch anschauen.

Im Kleinen:

[attachment 5680 P1290772.jpg]

(Urlaubsfund auf Rügen, nahe Reddevitzer Höft, Dunsthaube mit auf Trennungsabstand installierter Fangleitung verbunden, damit Fangleitung zum Blitzeinleiter umfunktioniert, "idealerweise" noch durch die elektrische Durchbindung mittels der Bindedrähte des Reetdaches)

und im Großen: http://jena.tlz.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Vor-15-Jahren-Roter-Turm-stuerzt-ein-413808983


Sowie Schildbürgerstreiche, die zwar ohne Schäden durch Zerstörung und ohne menschliche Opfer ausgehen, aber doch bemerkenswert sind. Man denke an den Flughafen Berlin-Brandenburg oder an das hier: http://www.welt.de/wirtschaft/article142983690/ICE-Strecke-Muenchen-Berlin-droht-Verzoegerung.html

Im ganz Kleinen fällt mir noch spontan der deutsche Hersteller von Heiz- und Klimatechnik ein, bei dem ich inzwischen zwei schwere Fehler im Umfeld von Planungs- und Montageunterlagen fand, die dazu führen, daß Fachfirmen Heizungsanlagen fehlerhaft installieren. In einem Fall können dadurch frühe Schäden leichterer Art an der Anlage auftreten, im anderen Fall "nur" deutlicher Energieverlust. Und dann habe ich noch immer die Stimme meines letzten Abteilungsleiters im Ohr, der mich bei meinem damaligen Industriejob immer wieder ermahnte, "nur 80% der Qualität" zu liefern, da die restlichen 20% "überdurchschnittlich viel Kosten verursachen" würden. Dummerweise erwarteten die Kunden diese 20% Qualität aber, sie wollten funktionierende Produkte.

von Chris_BLN - am 10.08.2015 06:45
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