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Wieder Novelle von TKG: Diesmal Bestandsgarantie für UKW

Startbeitrag von Wiesbadener am 18.08.2011 08:56

Der Referentenentwurf des TKG ist aufgrund des heftigen Drucks vor allem von privaten Sendern erneut geändert worden. Der Widerruf der UKW-Frequenzen Ende 2015 durch die BNetzA ist vom Tisch, statt dessen wird es eine Bestandgarantie für UKW ohne Datumseinschränkung geben. Die Privatradios freuen sich natürlich, können sie auf ihren lieb gewonnen UKW-Frequenzen weiter gutes Geld verdienen.

Hierzu auch:

http://www.radioszene.de/28658/derutec-lehmann-uebernimmt-von-lochthofen.html

Etwas nach unten scrollen

Die 50 interessantesten Antworten:

Man hätte beschliessen sollen, dass mit Einführung von DAB+ zumindest keine UKW-Neuaufschaltungen mehr geben wird.

von Nordi - am 18.08.2011 09:12
Das hätte so laufen müssen das Neuausschreibungen für UKW auch eine Parallel Ausstrahlung auf DAB+ Voraussetzung sein sollte und das die Laufzeit für UKW auf 5 Jahre begrenzt wird.

von _Yoshi_ - am 18.08.2011 09:27
Zitat
_Yoshi_
Das hätte so laufen müssen das Neuausschreibungen für UKW auch eine Parallel Ausstrahlung auf DAB+ Voraussetzung sein sollte und das die Laufzeit für UKW auf 5 Jahre begrenzt wird.

Das Eine muss mit dem Andere nichts zu tun haben. Eine Verbindung zwischen UKW und DAB+ herstellen kann jede LMA in seinen Ausschreibungen / Verlängerungen allein.

von Eckhard. - am 18.08.2011 09:32
In Bayern ist die Lizenz der Antenne auch an eine Ausstrahlung im DAB+ geknüpft, hatte uns Herr Kerscher neulich bei der Besichtigung erzählt

von mobi - am 18.08.2011 09:35
Ich denke, alle freuen sich über den Erhalt von UKW, Kunden, Privatsender und die Hoffentlich-Rechtlichen Senden. Stören dürfte das nur die Sender, die auf UKW keine oder nur wenige Frequenzen bekommen haben, wie diese albernen Halleluja-Schleudern Horeb, ERF und Dummradio Köln.

Auf jeden Fall aber ist der Erhalt von UKW im Interesse der Kunden, schließlich gibt es weder sachliche, noch technische Gründe, die einen Wechsel anraten würden.

von Bolivar diGriz - am 18.08.2011 10:02
@Exidor: Ich weiß jetzt nicht ob ich über deinen "Beitrag" lachen oder weinen soll. Ich tendiere aber eher zum :joke: .

von Spacelab - am 18.08.2011 10:08
Zitat
Exidor
Auf jeden Fall aber ist der Erhalt von UKW im Interesse der Kunden, schließlich gibt es weder sachliche, noch technische Gründe, die einen Wechsel anraten würden.

Es gibt haufenweise Gründe genau dies anzuraten. Siehe Sufu.

von rmbabx - am 18.08.2011 10:16
[OT]
Liberalisierung... Verträgt sich sowas auch mit Qualität oder läuft es wie in den anderen bereits liberalisierten Bereichen? deru­tec dann vielleicht die deutschen BP? Vielleicht sollte man so machen Sendemast auch in D mit besserem Brandschutz ausstatten :hot: .

von Thomas (Metal) - am 18.08.2011 10:47
Zitat
Eckhard.
Zitat
_Yoshi_
Das hätte so laufen müssen das Neuausschreibungen für UKW auch eine Parallel Ausstrahlung auf DAB+ Voraussetzung sein sollte und das die Laufzeit für UKW auf 5 Jahre begrenzt wird.

Das Eine muss mit dem Andere nichts zu tun haben. Eine Verbindung zwischen UKW und DAB+ herstellen kann jede LMA in seinen Ausschreibungen / Verlängerungen allein.


Dann hat man wieder das Problem das in einigen Bundesländern UKW Tod ist und in anderen nur noch DAB+ geht.

Die Regelung muss Bundesweit gelten, ansonsten wird das wieder nichts!


von _Yoshi_ - am 18.08.2011 10:48
Zitat
_Yoshi_
Dann hat man wieder das Problem das in einigen Bundesländern UKW Tod ist und in anderen nur noch DAB+ geht.
Die Regelung muss Bundesweit gelten, ansonsten wird das wieder nichts!

Womit wir wieder beim einem alten "Problem" sind, Radio = Kultur = Ländersache. Kann man nur einvernehmlich zwischen den Ländern regeln, aber nicht verpflichtend bundesweit.

von Eckhard. - am 18.08.2011 11:05
Sollte aus dem aktuellen Entwurf Gesetz werden wäre ich froh. Denn ich halte ein friedvolles Nebeneinander von DAB und UKW für wesentlich sinnvoller als eine UKW-Zwangs-Abschaltung. Denn diese hätte jede Menge Probleme mit sich gebracht, z.B. was hätte man mit den vielen Lokalsendern gemacht, die nicht in eine Paketstruktur wie DAB+ passen. Und so kann sich der Düsseldorfer auch weiter freuen SWR3 terrestrisch hören zu können.

Die gute alte analoge Mittelwelle lebt heute, mehr als 60 Jahre nach der Einführung von UKW immer noch. Genau so kann ich mir auch ein Nebeneinander von UKW und DAB vorstellen. Wer auf UKW bleiben will kann dies tun. Wer neue innovative Programmideen umsetzen will kann dies auf DAB+ machen. Man bräuchte dann nur noch eine lukrative Digitalradio-Entwicklungschance für den Lokalfunk.

von Wiesbadener - am 18.08.2011 11:14
Kommt drauf an! Die Frequenzhoheit hat eine Bundesbehoerde, an wen sie schlussendlich vergeben werden entscheiden die entsprechenden Landesbehoerden. Insofern koennte die Bundesbehoerde eine zeitliche Befristung festlegen, die dann auch die Landesbehoerde nicht umgehen koennte. Die Auflagen fuer die Vergabe oder eine Verlaengerung einer bestehenden Lizenz legen die Landesbehoerden fest - eine Bindung einer UKW-Lizenz an eine Ausstrahlung in DAB (+) waere also ueberall unter Beachtung der Landesgesetzgebung machbar.

von PowerAM - am 18.08.2011 11:16
Warum sollte UKW zwangsabgeschaltet (verboten) werden? Die Leute sind doch weltweit zufrieden damit. Im Gegensatz zu anderen Technologien lebt das von selbst und ohne Subventionen oder Zwangsgebühren!

von Free Speech - am 18.08.2011 12:01
Zitat
Android 2.3
.......... Die Leute sind doch weltweit zufrieden damit...................


Wirklich? Bei der in vielen Gegenden bestehenden totalen Überbelegung des UKW-Bereiches kann man doch nicht ernsthaft von zufriedenstellenden Zuständen sprechen.
Deswegen muss man UKW auch nicht gleich völlig einstampfen, aber es hätte ein mehr oder weniger diskreter Druck in Richtung Einführung zusätzlicher, fortschrittlicherer Technologien ausgeübt werden können. Die ursprüngliche Absicht, beginnend von einem Tag X nur noch auch zusätzlich mit einem digitalen Empfangsteil ausgestattete Empfänger auf den Markt kommen zu lassen, hätte dazu gut beitragen können. Der damit verbundene Extra-Hardwareaufwand sollte in der Massenfertigung mit nur max. Euro 20 zu Buche schlagen und alle Weiterhin-UKW-Nutzer würden von einer Entlastung des Bandes durch Abzug einzelner Anbieter in den Digitalbereich letztendlich auch profitieren.

Klaus


von klausklaus - am 18.08.2011 12:47
Ich habe absolut nichts gegen DAB(+), ich halte es nur, wie 99 % der normalen Radiohörer, und, wie man ja auch hier in zahlreichen Threads sieht, 99% der Händler und der Veranstalter für so überflüssig wie einen Kropf. Wenn jemand Spaß daran hat, bitteschön! Aber warum deswegen UKW verbieten? Das ist engstirnig und dumm. Die übergroße Mehrheit sieht in DAB keine Verbesserung, sondern einen Kostenfaktor. Wenn da noch Zwang hintersteht, wird das mit Sicherheit nicht ohne massive Proteste ablaufen. Schon jetzt hat die Regierung ein großes Rechtfertigungsproblem für die GEZ. Wenn dann noch UKW abgeschaltet wird, gibt es dafür von weit über 90% der Bevölkerung überhaupt kein Verständnis. Schon mal gar nicht, wenn DAB+ praktisch nicht beworben wird, in der Berichterstattung der Zeitungen nur im Zusammenhang mit Störungen im Kabelnetz erwähnt wird, und das Programmangebot soweit nicht mit UKW identisch, dann zumindest unattraktiv ist.

von Bolivar diGriz - am 18.08.2011 13:00
Das ist das absolut falsche Singnal. Man hätte am Datum 2015 festhalten sollen.

Zitat
Die Leute sind doch weltweit zufrieden damit


Mit schwarz-weiss TV waren die Leute auch zufrieden. ;)

von zerobase now - am 18.08.2011 13:08
Und? Funktionieren Schwarzweiß Fernseher heute nicht mehr? Auch da war eine wichtige Bedingung bei der Einführung von Farbfernsehen, dass es kompatibel ist. In Großbritannien, wo man die veraltete Fernsehenorm von 1936 abgelöst hat, lief der Simultanbetrieb auch noch 16 Jahre lang. Danach hatte es sich einfach nicht mehr gelohnt, weil es nur noch ein paar Tausend alte Geräte gab. Ich sehe einfach keinen Grund, warum man UKW abschalten sollte.

von Bolivar diGriz - am 18.08.2011 13:13
Ich würde es liberal sehen. Wo Kollege zerobase now gerade auf Schwarz-Weiß-TV ansprach, bringe ich es mal mit der Umstellung vom analogen zum digitalen Satellitenfernsehen. Dort musste auch kein Gesetz her, der Markt hat es mehr oder weniger entschieden. Warum sollte es beim Radio nicht genauso sein? Und ob sich DAB+ neben den bereits gängigen Medien im Internet durchsetzen wird, wird der Markt genauso regeln.

von NurzumSpassda - am 18.08.2011 13:31
Naja eigentlich nicht. Beim Digital-TV blieb dem Zuschauer irgendwann nichts anderes übrig als die Umstellung mitzumachen. Bei DVB-T hieß es "Friss oder Stirb". Und bei DVB-S wird auch einfach umgestellt. Hier wird gesagt "Die digitale Ausstrahlung hat Vorteile" und fertig ist der Lack. Bei UKW würde ich jetzt nicht so weit gehen sondern wie Wiesbadener schon s chrieb auf ein nebeneinander setzen. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Warum dieses nicht ausnutzen?

von Spacelab - am 18.08.2011 13:46
Zitat
rmbabx
Es gibt haufenweise Gründe genau dies anzuraten. Siehe Sufu.


Nein gibt es nicht. Der Wechsel wird - ausser von einer nicht maßgeblichen Minderheit - von niemandem gewollt. Weder von den Programmmachern noch von den Konsumenten.
Es gibt keinen einzigen Grund, UKW abzuschalten und auf eine Totgeburt wie DAB zu setzen.

von tulpengiesser - am 18.08.2011 13:51
Suchfunktion nicht genutzt, nichts gelesen und nichts dazugelernt. Naja lassen wir das. Bitte jetzt nicht zum hundertsten mal alles wiederkäuen und die millionste Pro&Contra Diskussion anfangen. Denn langsam wird es langweilig.

von Spacelab - am 18.08.2011 14:09
Sorry, aber die ProContra-Diskussion wird gerade von denen angefacht, die Angebotsverknappung auf UKW usw. fordern, um einen DAB+-Durchbruch zu erzwingen. Verweis auf SuFu bringt tonnenweise deren stereotype Wunschvorstellungen und Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass DAB+ nur für einen kleinen Teil der Radionutzer Vorteile bringt: für den Empfang der großen Netzwerke auf der Autobahn. Für den den großen Rest sind andere (unterschiedliche!) Empfangsalternativen geigneter, häufig ist das UKW... Das täte man auch mit der SuFu finden, müsste man aber etwas genauer suchen...
@NurzumSpassda hat da IMHO den richtigen Ansatz. DAB+ muss dort, wo es tatsächlich Vorteile bringt, seine Attraktivität und Wirtschaftlichkeit beweisen. Die Chance ist jetzt da.
Der Verweis auf die Zwangsumstellung bei DVB-T bring nichts, da der terrestrische analoge TV-Empfang nur einen kleinen Teil der TV-Nutzung betraf, die Grundversorgung wird da von Sat und Kabel gut abgedeckt.

von Hagen - am 18.08.2011 15:40
Stellvetretend für Internetradiofan beschwere ich mich diesem Thread darüber, wie furchtbar doch die Radiolandschaft auf UKW in NRW ist.

Persönlich aber bin ich inzwischen der gegensätzlichen Ansicht. Mit der Bestandsgarantie für UKW kommt nämlich eine grausame Wahrheit ans Licht: Die Anbieter wollen kein DAB. Sie verdienen mit relativ kleiner Qualität relativ viel Geld.

Der Leidtragende des absehbaren Scheiterns wäre also der Kunde. Doch mobiles Internet wird immer leistungsfähiger, und wir werden beobachten, wohin die Entwicklung führt. Bundesweit Motor FM, Byte FM, FM4, reboot fm, ALEX, Openbroadcast etc etc. wird es auf DAB nie geben.

So kommt man schließlich und endlich zu dem Schluss: Für das Begleitmedium Radio; in der Küche, im Radiowecker, im Büro, im Auto ist UKW die ausreichende Technik. Für anspruchsvolles Hören gibt es Alternativen.

Insofern verliert meiner Meinung nach niemand bei der Entscheidung. Außer natürlich den Technokraten, die dem Volk DAB zwangsweise aufs Auge drücken wollen.

von Alqaszar - am 18.08.2011 16:28
UKW wird es in Deutschland noch in 40 jahren geben! Damit hätte man die 100Jahre erreicht.

UKW ist sehr störanfällig! Die Kapazitäten sind komplett erschöpft! Die qualität ist oft grottenschlecht, und zu dem meist sehr leise! Gilt für Deutschland

Dann kommt die völlig veraltete Technik hinzu, dann hätte man auch gleich analoges TV lassen können! Warum also abschalten? Was macht den das Bisschen Schnee im Bild?

Nene so geht das nicht! Entweder richtig oder gar nicht!

beim TV wird man gezwungen zu Digitalisieren! Meist muß das TV gerät auch ersetzt werden! Da geht die Technik immer weiter! HD 3D und was es da alles schon gibt

Beim Radio Tritt man allerdings auf der stelle und macht sogar noch mehrere schritte zurück!

Den Leuten wurde hier zu lande so vieles aufgezwungen, ob jemand den Euro will hatte uns auch niemand gefragt!

Es wäre also nur im sinne der heutigen zeit und der Zukunft auch das radio komplett zu Digitalisieren. Eine UKW Abschaltung bis 2015 täte spielend ausreichen!


Mit dem Digitalradio macht man 5 schritte vor mit UKW aber wieder 3 Zurück!

Es ist doch klar das die leute derzeit nichts anderes wollen, weil sie DAB+ noch nicht kennen und nicht wissen was das ist wie es funktioniert und so.

Wenn man es denen schmackhaft machen würde, so das sich so gut wie jeder damit beschäftigen würde dann täte das auch klappen, aber dazu müssen alle öffis aufm DAB+!!

Ich bin heute zu einigen freunden gefahren, wir treffen und 1 mal die woche zum Bowlen, habe den Pure mit genommen, und es denen mal gezeigt! Vergleich 1 Live UKW und DAB die waren hellauf begeistert!!

Die meinten viel besserer klang, eh kein rauschen mehr, und auch Lauter und klarer!

das haben alle gesagt, dann haben sie nach dem empfang gefragt, da meinte ich der ist hier in der umgebung überall gegeben, außer man fährt zu weit ins Sauerland oder bergisches land, habe denen gesagt von wo das abgestrahlt wird.

Oben in Lohmar-Birk bekommt man den SWR sogar mit 3-4 balken!

Zusammenfassend, kann man also sagen, dass sich nichts getraut wird, alles was neu ist wird skeptisch hinterfragt, is also erstmal nix, lieber besser beim alt bewährten bleiben! Wie ne alte oma wo sich auch nix ändern darf!

Jedenfalls konnte ich heute 12 neue DAB+ hörer gewinnen!

von Rheinländer - am 18.08.2011 17:54
Zitat
Rheinländer
Jedenfalls konnte ich heute 12 neue DAB+ hörer gewinnen!


Sind die 12 Leute denn gleich in den nächsten Laden und haben sich ein DAB+-Radio gekauft? Also ich hab auch schon genug Leuten DAB vorgeführt. Und obwohl es alle toll fanden, hat sich bis jetzt niemand extra ein DAB-Radio gekauft.

von Philipp77 - am 18.08.2011 18:01
Na da bin ich als Händler ja direkt an der Quelle. :D Es ist aber wirklich so. Wenn man jemandem vom DAB erzählt ist das Interesse zunächst recht bescheiden. Aber spätestens wenn man mit dem Kunden mal eine Runde um den Block gefahren ist und er den Unterschied zwischen UKW und DAB selbst gehört hat ist das Interesse sehr groß. Und die meisten dieser Leute haben sich dann auch ein DAB taugliches Radio zugelegt. Und das war noch zu Zeiten wo es den Bundesmux noch nicht gab.

von Spacelab - am 18.08.2011 18:24
Fazit der Tonangebenden hier im Forum seit einigen Jahren: Wenn einer von DAB nichts hält, hat er "nichts gelesen und nichts dazugelernt". Wenn einer UKW für ausreichend hält, ist er "wie ne alte Oma". Und wenn jemand sagt, dass in 10-15 Jahren eh alles "aus dem Netz" kommt, wird unterstellt, dass er bei einem Mobilfunkunternehmen arbeitet.
Nur die DAB Freunde wissen, was gut und richtig ist - und selbst wenn sie bei DAB+ mitverdienen natürlich nur zum Wohle aller.

von Free Speech - am 18.08.2011 18:44
Na na na... Welche Fraktion überliest denn immer wieder geflissentlich nachvollziehbare und überprüfbare Fakten und wirft immer und immer wieder die gleichen halbgaren Argumente in den Ring welche schon x-mal wiederlegt wurden? Also hier darf ja offensichtlich wohl keiner mit dem finger auf den anderen zeigen. ;-)

Zitat

Und wenn jemand sagt, dass in 10-15 Jahren eh alles "aus dem Netz" kommt, wird unterstellt, dass er bei einem Mobilfunkunternehmen arbeitet.

Nur zur Richtigstellung damit keiner hier einem einen Strick drehen kann: das ein gewisser User bei einem Mobilfunkunternehmen (das mit dem roten Logo und dem angeblich besten Netz) auf der Gehaltsliste gestanden hat haben wir nicht "unterstellt". Sondern das hat der gewisse User selbst zugegeben. ;-) Und aus wohl leicht nachvollziehbaren gründen möchte ich jetzt um dieses Thema bitte einen riesen Bogen machen.

Zitat

Wenn einer von DAB nichts hält, hat er "nichts gelesen und nichts dazugelernt".

Na offensichtlich nicht. Es sei denn er bezahlt gerne für etwas was er eigentlich gratis bekommen sollte und macht sich er gerne abhängig vom Gutdünken irgendwelcher Großkonzerne. Von der technischen Seite möchte ich jetzt gar nicht erst anfangen. Ach so, und der Datenschutz muss ihm natürlich auch total egal sein. Aber das hatten wir alles schon hundertmal in JEDEM DAB Thread. Denn genau zu dieser Pro&Contra Diskussion artet es immer wieder aus. Und warum? Weil gewisse Leute nicht lesen und nichts dazulernen. Oder sie überlesen es geflissentlich. Ach ne, das hatten wir ja gerade schon. :D

von Spacelab - am 18.08.2011 19:50
Zwei wichtige Unterschiede zwischen der Einführung von DVB-T und DAB+ wird vollkommen vergessen, oder böswillig ignoriert: 1. Bei DVB-T wurden die gleichen Frequenzbereiche benötigt wie für das analoge Fernsehen, die Abschaltung war also unbedingte Voraussetzung. Bei DAB(+) ist das nicht der Fall. 2. Es gab nur noch rund 3 % Zuschauer für das analoge Fernsehen über Antenne, beim Radio sind es weit über 90%, die über UKW Radio hören.

Der erste Grund ist allerdings schon entscheidend: Man kann DAB+ einführen, ohne UKW abzuschalten! Es gibt einfach keinen Grund hierzu! Es ist ja auch niemand auf die Idee gekommen, die Mittelwelle abzuschalten, als UKW eingeführt wurde. Oder Mercedes zu verbieten, als Volkswagen gegründet wurde. Beides ergänzt sich prima, warum sollte man das ändern? Wenn in einigen Jahrzehnten mal UKW keine Bedeutung mehr hat, weil auch die Lokaldudler auf DAB senden, dann kann man darüber nachdenken die Frequenzen anderweitig zu nutzen. Jetzt macht es keinen Sinn.

von Bolivar diGriz - am 19.08.2011 09:18
Zitat
Spacelab
Suchfunktion nicht genutzt, nichts gelesen und nichts dazugelernt. Naja lassen wir das. Bitte jetzt nicht zum hundertsten mal alles wiederkäuen und die millionste Pro&Contra Diskussion anfangen. Denn langsam wird es langweilig.


:D Köstlich. Der missionarische Eifer der DAB-Prediger nimmt ja fast schon religiöse Züge an.

Und in wieweit die ach-so-grottenschlechte Qualität des UKW-Rundfunkes hier als Negativ-Referenz herhalten kann, möge man doch bitte Samstag Nachmittags anhand der Qualität während der 90elf BuLi-Übertragung via DAB+ doch noch mal neu bewerten...

Und @alqui:
Zitat

Bundesweit(...)FM4,(...)etc. wird es auf DAB nie geben.

Richtig. FM4 ist ein Programm des ORF. Mit welcher Veranlassung sollte das in D verbreitet werden?


von tulpengiesser - am 19.08.2011 10:59
Zitat
Exidor
(...)Bei DVB-T wurden die gleichen Frequenzbereiche benötigt wie für das analoge Fernsehen, die Abschaltung war also unbedingte Voraussetzung. (...)
Der (...) Grund ist allerdings schon entscheidend: Man kann DAB+ einführen, ohne UKW abzuschalten!

Und in dieser Hinsicht ist diese Novelle zu begrüßen. Machen wir doch nichts vor: Es wird entschieden was der Bürger zu nutzen hat ohne auf dessen Belange einzugehen oder ihn gar zu fragen. Warum sollte es im Tonrundfunk anders sein als im fränkischen Städtchen Z dessen Ortsteil L eine Umgehungsstraße bekam und dann letztlich die Anwohner selbst die eigene Ortsstraße (zuvor Kreisstraße) dann renovieren und zurückbauen lassen mußten. Hätte man schließlich auch so erhalten können. Es soll verdeutlichen: Es geht hier um Verwaltung und da spielt auch heute fast immer das Geld der Bürger keine Rolle. Egal ob man die für neue Radios oder Umbau der Ortsstraße ausgeben muß.

von Thomas (Metal) - am 19.08.2011 11:19
Zitat
Philipp77
Zitat
Rheinländer
Jedenfalls konnte ich heute 12 neue DAB+ hörer gewinnen!


Sind die 12 Leute denn gleich in den nächsten Laden und haben sich ein DAB+-Radio gekauft? Also ich hab auch schon genug Leuten DAB vorgeführt. Und obwohl es alle toll fanden, hat sich bis jetzt niemand extra ein DAB-Radio gekauft.

Ich werde das prüfen :-) ich kenne sie alle ja viele jahre, die werden das schon gemacht haben Den Pure fanden sie ganz nett, da er so schön klein und handlich ist!

Sie meinten noch, und wenn man mal wo ist wo es das noch nicht gibt kann man immer noch normal musik hören :-)

Davon mal abgesehen das heut zu tage wenn schon UKW jedes Radiogerät RDS haben muß!

von Rheinländer - am 19.08.2011 11:23
@tulpengiesser: Nur mit dem Unterschied dass das bei DAB+ eine Ausnahme ist die einmal in der Woche für wenige Stunden vorkommt. Und das auch nur wenige Wochen im Jahr. ;-)

von Spacelab - am 19.08.2011 11:26
Zitat
Thomas (Metal)
Und in dieser Hinsicht ist diese Novelle zu begrüßen. Machen wir doch nichts vor: Es wird entschieden was der Bürger zu nutzen hat ohne auf dessen Belange einzugehen oder ihn gar zu fragen. Warum sollte es im Tonrundfunk anders sein als im fränkischen Städtchen Z dessen Ortsteil L eine Umgehungsstraße bekam und dann letztlich die Anwohner selbst die eigene Ortsstraße (zuvor Kreisstraße) dann renovieren und zurückbauen lassen mußten. Hätte man schließlich auch so erhalten können. Es soll verdeutlichen: Es geht hier um Verwaltung und da spielt auch heute fast immer das Geld der Bürger keine Rolle. Egal ob man die für neue Radios oder Umbau der Ortsstraße ausgeben muß.


Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Erstens: Der Rückbau der Straße im Ort erfolgt, damit der Verkehr auch tatsächlich die Umgehungsstraße, und nicht die Abkürzung nutzt. Zweitens: Wenn an einer Stelle Geld sinnlos gegen den Willen des Volkes zum Fenster rausgeschmissen wird, ist das kein Grund, das überall zu tun. Besonders nicht, wenn nicht nur ein Kuhdorf, sondern ganz Deutschland betroffen ist, und man sich den Zorn von über 90% der Wähler zuzieht, die ohnehin derzeit die Schnauze gestrichen voll haben von allen Gängelungen. So eine "Kleinigkeit" (Für jeden Haushalt mal eben 4-5 Radios ersetzen, Kostenfaktor mehrere 100 EUR) kann den Tropfen zum Überlaufen bringen und zu "englischen Verhältnissen" führen. Für die meisten Menschen ist Radio einfach nicht wichtig genug, um Geld zu zahlen, damit Handel und Industrie mehr Umsatz machen können. Selbst wenn für Hartz IV Empfänger DAB-Radios subventioniert würden, hätte keiner Verständnis für diese Art von Steuerverschwendung.

von Bolivar diGriz - am 19.08.2011 12:09
Zitat
Exidor
Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Erstens: Der Rückbau der Straße im Ort erfolgt, damit der Verkehr auch tatsächlich die Umgehungsstraße, und nicht die Abkürzung nutzt.

Stimmt 100% !
Zitat
Exidor
Zweitens: Wenn an einer Stelle Geld sinnlos gegen den Willen des Volkes zum Fenster rausgeschmissen wird, ist das kein Grund, das überall zu tun.

Nein, genau diesem kann ich mich nicht anschließen. Es wird etwa verabschiedet, egal ob TKG oder eben dieser exemplarische Beschluß vom Stadtrat und dann von der Verwaltung ohne weitere Rücksichtnahme umgesetzt. Genau dazu ist sie ja schließlich da. Und worauf ich dann hinauswollte: Genau aus diesem Grund kann man froh über eine derartige Novelle sein. Andernfalls bliebe der Verwaltung nichts anderes übrig als die Abschaltung wirklich durchzusetzen. Und das täte sie dann auch.
Zitat
Exidor
So eine "Kleinigkeit" (Für jeden Haushalt mal eben 4-5 Radios ersetzen, Kostenfaktor mehrere 100 EUR) kann den Tropfen zum Überlaufen bringen (...).

Um noch ein letztes mal auf das dieses L-Dorf zurückzukommen. Mehrere 100 Euro hätte da gerne jeder bezahlt. Man hat die komplette Straße neu gebaut und gepflastert. Macht etwa 10.000 Euro pro Anlieger. Dagegen sind ist eine Komplettausrüstung mit Radios sehr billig. Ich möchte es aber nicht anführen um auf diesen Mißstand hinzuweisen (welcher mich nicht betrifft!), sondern um zu verdeutlichen, daß das Geld der Bürger egal ist. Weitere Beispiele findet man überall.
Zitat
Exidor
englischen Verhältnissen

Nein, undenkbar! Da hat jeder sein Eigentum, das sprichwörtliche "klein Häuschen", was er auch behalten möchte und alles dafür tut. Wir sprechen von gut-bürgerlichen Verhältnissen in Mittelfranken ;-) .

von Thomas (Metal) - am 19.08.2011 13:47
Damit wir uns nicht missverstehen: Ich bin sehr froh über die Novelle! Radio ohne Sporadic E und Piratensender ist gar kein richtiges Radio. Es ist klinisch, kalt und langweilig.

von Bolivar diGriz - am 19.08.2011 15:19
Wobei ein Piratensender über DAB auch schon was hätte. :D Wir hatten doch mal hier im Forum mal ein Bild von einem funktionsfähigen DAB Piratensender. Das waren eigentlich nur zwei Laptops (Zuspieler und Multiplexer/Modulator) und natürlich die Sendeendstufe. Da hat es mich ja zugegebenermaßen doch mal übelst in den Fingern gejukt. ;-) :D

von Spacelab - am 19.08.2011 15:32
Wie erwähnt: Ich bin für Bestandgarantie für UKW PLUS Ausbau von DAB+. Weil UKW einfach an seine Kapazitätsgrenzen angekommen ist und es ein weiteres Wellenband geben muss. Dass einige Monopolisten hier Konkurrenz verhindern wollen, versteht sich freilich. Verhindern können sie es aber nicht: Wenn Hersteller wie Sony oder Philips jedes neu auf den Markt kommende Radio zusätzlich mit dem DAB-Band ausstattet (und das machen sie ja), können auch die VPRT-Elefanten es nicht verhindern, dass diese Radios auch zum Kunden kommen. Ob die Kunden das wollen oder nicht: Sie werden es künftig einfach kaufen. Die Chips sind so günstig, dass es im Einkauf kaum noch einen Unterschied macht, ob man nur UKW oder gleich auch noch DAB mit verbaut.

Aber eine Zwangsabschaltung von UKW ist Schmarrn, denn presst man alles von UKW bekannte wieder auf DAB, kommt auch diese Technologie irgendwann an ihre Grenzen (auch bei DAB sind die Frequenzblöcke nicht unendlich). Außerdem brauchen sich Mini-Lokalsender keine Gedanken machen, künftig in ein teures Ensemble mit Reichweite von 100 km und Riesen-Streuverlusten hineingepresst zu werden. Wer weiss: Vielleicht bietet sich auch auf UKW noch eine digitale Lösung wie DRM+ für Lokalsender an. Wir reden hier nicht von morgen, sondern vielleicht in 10 Jahren.

Und an die Internetradio-Fraktion: Warum ist 90elf nicht mehr über mobile Portale wie Yourmuze zu empfangen? Ganz einfach: Weil sie nicht mehr bereit sind diese horrenden Streaming-Kosten zu zahlen und um die Netze nicht weiter unnötig zu belasten. Mahlzeit!

von Wiesbadener - am 19.08.2011 15:34
Hallo Radiofreunde,

Meine Neue ist Heute eingetroffen, eine UKW Antenne.
Heute auf dem Balkon aufgebaut liefert " Sie " mir nun SWR 4 BW mit dem gewünschtem
Bodenseeradio angeschlossen an der REMA SR 3930 HIFI . Dieses tut seit Juli 1990 seinen Dienst.
Die Ausrichtung erfolgte " Nach Gehör " ( Ermittlung des Punktes der geringsten Störgeräusche im
Stereomodus wegen vorherrschendem Merwegeempfangs in Meiner Wohnregion. Nun Funzt es.
Wünsche Allzeit guten Rundfunkempfang. Auf welchen Frequenzen und Betriebsarten auch immer.
MfG Det.

von RADIO354 - am 19.08.2011 17:23
Zitat
tulpengiesser
:D Köstlich. Der missionarische Eifer der DAB-Prediger nimmt ja fast schon religiöse Züge an.
Einiger Eifer IST wohl (auch) religiös motiviert, schließlich soll den religiösen Verdummungsprogrammen mehr Raum gegeben werden...

Zitat
tulpengiesser
Und in wieweit die ach-so-grottenschlechte Qualität des UKW-Rundfunkes hier als Negativ-Referenz herhalten kann, möge man doch bitte Samstag Nachmittags anhand der Qualität während der 90elf BuLi-Übertragung via DAB+ doch noch mal neu bewerten...
Die Kompression sehe ich nicht sonderlich als Problem an, wenn DAB+ denn tatsächlich als Ergänzung zu anderen Hörfunkplattformen verstanden wird (dann braucht man auch keinen absoluten Qualitätsvergleich). Denn dort, wo DAB+ überlegen ist - das ist halt unterwegs und in z.B. großen Menschenansammlungen - da ist der Störpegel an Umgebungsgeräuschen groß genug, dass das wenig Nachteile bringt. Andererseits könnte gerade das 90elf dem System wirklich zu einer zwar bescheidenen, aber doch relevanten Marktakzeptanz verhelfen. Das schreibt aber jemand, dem Fußball am allerwertesten vorbei geht. Und deswegen bestehe ich drauf, nicht durch Zwangsabschaltungen von Alternativen dem Willen und Hörgeschmack einer fußballfanatischen Masse ausgesetzt zu sein...

von Hagen - am 19.08.2011 19:24
Wenn man schon UKW nicht abschalten kann oder will, so sollte ein Gesetz her das vorschreibt das zukünftige Produzierte Empfangsgeräte auch DAB+ Enthalten müssen.



von _Yoshi_ - am 19.08.2011 20:43
Au weia.

Noch ein DAB-FM-Troll-Thread mit der gefühlt 178. Wiederkehr derselben Statements - ohne dass es neue Fakten gibt.

In der Meldung von Regiocast steht jedenfalls nichts zur TKG-Novelle, das nicht schon bekann íst.

- Der Referentenentwurf der TKG-Novelle stammt von September 2010.

- Die Bundesregierung hat eine leicht modifizierte Version am 2. März 2011 verabschiedet.

- Der Bundesrat hat eine Stellungnahme abgegeben.

- Die 1. Lesung im Bundestag war am 12. Mai.

- Danach begann die Beratung in den zuständigen Ausschüssen.

- Lobbyisten melden sich zu Wort. Hier E-Plus (da geht es nicht um Rundfunk):

http://www.udldigital.de/tkg-novelle-zwischen-breitbandausbau-verbraucherschutz-und-wettbewerb/

- Sommerpause.

- Danach 2. und 3. Lesung: Verabschiedung

- Dann ist der Bundesrat dran und ruft vermutlich den Vermittlungsausschuss an.

Also alles geht den normalen Gang.


Also was soll dieser erneute Käse bezwecken?

Troll-Diskussion um der Troll-Diskussion willen? Langeweile? Probleme mit dem Wetter der letzten Tage?


Noch etwas: Vielleicht sollten einige hier mal lernen, dass es eine UKW-Abschaltung gar nicht geben kann (der Begriff ist unsinnig):

UKW = VHF = 30 ... 300 MHz = Band I (erloschen) + BOS-Band (analog) + Band II (derzeit FM) + Flugnaviband + 2-m-Amateurband + Band III (DAB) + ... + ...


Mein Vorschlag: Thread schließen.

von Manfred Z - am 19.08.2011 21:00
Dieses ganze Gezerre um ein Gesetz, wann UKW abzuschalten ist und ob nun DAB+ besser als UKW ist, kann man sich absolut sparen!

Der Markt wird es entscheiden und kein anderer!

Ich möchte nur mal an die geplante D2-MAC-Pflicht auf Astra erinnern. Demnach hätte es ab ca. 1993 ein PAL-Verbot für neu aufgeschaltete Satellitenprogramme geben sollen, weil dies eine Qualitätsverbesserung mit sich gebracht hätte.

Dann gab's noch das UKW qualitativ überlegene DSR, das auch keinen Massenmarkt für sich gewinnen konnte.

Genau so wenig wie die Beschlüsse, daß TV-Zuschauer entweder terrestrisch, über Kabelanschluß oder über TV-Sat 2 Fernsehen zu empfangen haben.

Es sollte derweil jeder kapiert haben, daß derartige Gesetzesbeschlüsse ins Leere laufen und in der Regel von einer anderen Entwicklung überholt werden.

Die Digitalisierung der TV-Übertragungswege läßt sich zudem nicht einfach so auf die Radioübertragung übertragen. TV-Geräte hat man vielleicht zwei oder drei Stück in jedem Haushalt. Da wird für 29 Euro ein DVB-Receiver gekauft und die analogen Glotzen laufen weiter.

Die Anzahl der Radios pro Haushalt ist da schon weniger überschaubar. Die alle durch DAB-Geräte zu ersetzen dürfte schon kostspieliger sein, auch wenn sie irgendwann billiger werden sollten.

Um es kurz zu machen:
Wenn der Konsument UKW wirklich so sch**** findet, wie es manche hier behaupten, dann braucht sich niemand Sorgen um die Durchsetzung von DAB+ zu machen.


von Kay B - am 19.08.2011 21:25
@ zerobase now

Zitat

Mit schwarz-weiss TV waren die Leute auch zufrieden.


Das Farbfernsehen kam war aber nicht irgendeinem Gesetzesbeschluß zu verdanken, sondern dem steigenden Interesse der TV-Zuschauer an Farbfernsehgeräten.

Und dieses Interesse an Farbfernsehen war größtenteils dem Marketing der Gerätehersteller - vor allem Telefunken, daß sich sehr für PAL einsetzte - zu verdanken und keinesfalls dem Gesetzgeber.


von Kay B - am 20.08.2011 03:54
Wenn man technische Entscheidungen dem Gesetzgeber statt dem Markt überlässt, kommt so ein Murks wie D2Mac dabei raus. Das sollte auch die vorgeschriebene Norm werden. Außerdem hatte die Firma Hirschmann sich eine Norm für LNBs ausgedacht, die damals zufällig nur von dieser Firma erfüllt wurde. Das wäre damals auch fast Gesetz geworden, obwohl es ohne sachlichen Grund eine LNB um 100 DM verteuert hätte. Lobbyinteressen und Politik ist eine sehr schlechte Mischung. Bei der Einführung des Farbfernsehens haben wir ja auch gesehen, dass Politik über Gehirn gesiegt hat: In Deutschland hatten wir großes Glück, weil Walter Bruch aus Deutschland kam und hier PAL erfunden hat. Die Franzosen hat es schlechter getroffen, dort wurde aus dümmlichen Lobbyinteressen und falschem Patriotismus Secam eingeführt, aus dem Debakel mit der eigenen Schwarzweiß Norm mit 819 Zeilen (die nur auf dem Papier ein besseres Bild lieferten, bei den damaligen Röhren war selbst im Vergleich zu den britischen 405 Zeilen kaum ein Unterschied zu sehen) hatte man in Frankreich nichts gelernt. Die meisten Ostblockstaaten haben sich auch aus politischen Gründen, nicht aus sachlichen Erwägungen der Secam Norm angeschlossen. In den Niederlanden und in Großbritannien dachte man ernsthaft über NTSC nach, wobei besonders der private Sender ITV gerne NTSC in Kombination mit der britischen 405 Zeilen Norm gesehen hätte. Dort siegte Verstand über Patriotismus (oder die eigene Industrie hat an die Politiker nicht genug gezahlt), und man hat sich doch auf PAL/625 geeinigt, was den Austausch von Filmmaterial wesentlich einfacher machte.

von Bolivar diGriz - am 20.08.2011 05:32
Was ich auch immer noch nicht verstehe: Wieso hat sich die CD damals überhaupt gegen die gute alte Schallplatte durchgesetzt? Die war ja auch wie FM es rauschte und knisterte, lach..

von Der Chef - am 20.08.2011 11:48
Zitat

Dort siegte Verstand über Patriotismus (oder die eigene Industrie hat an die Politiker nicht genug gezahlt), und man hat sich doch auf PAL/625 geeinigt, was den Austausch von Filmmaterial wesentlich einfacher machte.

Naja, nicht ganz, immerhin hat man mit der Norm I dann doch noch was Nationales eingeführt, die CCIR Norm mit 5,5MHz Tonabstand einzuführen wäre dann doch zu viel gewesen.
PAL wurde eingeführt, weil die BBC es so wollte, und damals mit Labour eine der BBC wohlgesonnene Regierung im Amt war. Daher bekam die BBC ja auch ein zweites Programm und nicht ITV, was durchaus diskutiert wurde.

von Terranus - am 20.08.2011 13:01
Zitat
alqaszar
So kommt man schließlich und endlich zu dem Schluss: Für das Begleitmedium Radio; in der Küche, im Radiowecker, im Büro, im Auto ist UKW die ausreichende Technik. Für anspruchsvolles Hören gibt es Alternativen.

Völlig richtig!

Wobei die "höheren Ansprüche" so unterschiedlich sind, dass sie großteils in ein starres technisches Schema a la DAB nicht passen. Zudem ist ein Programmbetrieb nicht kosteneffizient. Und dann wäre noch der Amtsschimmel, der sich dreistet, über Programmzulassungen zu entscheiden.

Die Anspruchsvollen werden daher meist bei Internet-basierte Angeboten landen bzw. sind es teilweise auch schon.

Es ist doch absurd, wenn im 21. Jahrhundert staatliche Organe meinen, entscheiden zu können, was die Leute auf welche Weise zu hören haben. Das kann nur (immer wieder) schief gehen.

von Wasat - am 20.08.2011 16:16
@ Exidor

Zitat

Außerdem hatte die Firma Hirschmann sich eine Norm für LNBs ausgedacht, die damals zufällig nur von dieser Firma erfüllt wurde.


Wie hätten die LNBs denn nach dieser Norm beschaffen sein müssen? Hirschmann hatte eigentlich immer LNBs mit 23-mm-Hals benutzt, was in den 80ern und 90ern aber nicht unüblich war.

Mir ist eigentlich nur Kathrein als Hersteller einer eigenen LNB-Norm bekannt.



@ Der Chef

Zitat

Was ich auch immer noch nicht verstehe: Wieso hat sich die CD damals überhaupt gegen die gute alte Schallplatte durchgesetzt? Die war ja auch wie FM es rauschte und knisterte, lach..


Das hatte auch einige Jahre gedauert, bis sich die CD wirklich als Tonträger gegen die Schallplatte und die Musikkassette durchgesetzt hatte. Man hatte es aber den Kunden überlassen, sich für die deutlich kleinere und robustere Scheibe zu entscheiden und sie niemandem aufgezwungen.



@ Wasat

Zitat

Es ist doch absurd, wenn im 21. Jahrhundert staatliche Organe meinen, entscheiden zu können, was die Leute auf welche Weise zu hören haben. Das kann nur (immer wieder) schief gehen.


Ganz meine Meinung.


von Kay B - am 20.08.2011 18:34

Novelle des TKG tritt in Kraft

Pressemitteilung des BMWi vom 9. Mai 2012

Zitat

TKG-Novelle tritt morgen in Kraft

Die Anfang des Jahres vom Bundestag und Bundesrat beschlossene umfassende Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) ist heute im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und tritt damit morgen in Kraft.

Die TKG-Novelle - ein wichtiges Element der Breitbandstrategie der Bundesregierung - schafft zusätzliche Anreize für Investitionen in neue Hochgeschwindigkeitsnetze und erleichtert den Netzausbau.

Das Gesetz modernisiert und verbessert gleichzeitig auch die Bestimmungen zum Daten- und Verbraucherschutz. Zu den zahlreichen Verbesserungen für Verbraucher zählen u.a. ein reibungsloser Anbieterwechsel, eine bessere Kostenkontrolle, eine vertragsunabhängige Mitnahme von Mobilfunkrufnummern sowie die Möglichkeit, die Bezahlfunktion beim Handy zu sperren.

Telefonische Warteschleifen werden künftig bei Sonderrufnummern kostenlos sein. Diese Neuregelung wird mit einer Übergangsgfrist von drei Monaten bzw. einem Jahr in Kraft treten.

Die mit dem Gesetz eingeführte Verpflichtung von alternativen Netzbetreibern (Call by Call), den Preis vor Gesprächsbeginn anzusagen, wird - aufgrund der erforderlichen technischen Umstellungsmaßnahmen - nach dem aktuellen Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes erst am 1. August 2012 in Kraft treten.

Das novellierte Telekommunikationsgesetz und ein Überblick über die neuen Regelungen sind hier abrufbar.


Es gibt auch wichtige Änderungen beim Betrieb der Rundfunksender, insbesondere bei der Frequenzvergabe.

von Manfred Z - am 09.05.2012 15:34
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