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30 Jahre Stereo-Fernsehen

Startbeitrag von Lahnwelle am 13.09.2011 08:22

Genau heute vor 30 Jahren hat das ZDF mit der Ausstrahlung seines Programms in Stereo begonnen, als erster Fernsehsender Europas. Mehr dazu hier:

http://www.tv-kult.com/neues/3221-30-jahre-stereo-fernsehen.html

Die legendäre Stereo-Test-Sendung aus dem Nachmittagsprogramm war auch schon ein Thema in diesem Forum. Wer war denn schon früh mit dabei, was das Stereo-Fernsehen betrifft? Bei uns hat das Stereo-Fernsehen leider erst in den 90ern Einzug ins Wohnzimmer gehalten.

Antworten:

Es war sogar eine Weltpremiere.... in den USA und Japan wurde stereo erst 1984 eingeführt. Andere europ. Länder folgten erst ab 1987. Da war das ZDF wirklich schnell.

von Terranus - am 13.09.2011 08:28
Erinnert etwas an Loriot:

http://video.google.com/videoplay?docid=1697354870806581053

von Dah-di-dah-dit Dah-dah-di-dah - am 13.09.2011 08:58
Ich habe mal in meiner Bastelkiste gekramt und meinen uralten Selbstbau-Stereodekoder hervorgekramt:





Er entstand ca. Mitte der 80er-Jahre aus einem gekauftem Bausatz und wurde an einem portablen SW-Fernseher von Grundig betrieben. Dort wurde das ZF-Signal am Tunerausgang abgegriffen. Das Quasi-Parallelton-IC ist ein TDA2840, die beiden Ton-ZF-ICs sind die bekannten TBA120.
An der alten Gemeinschaftsantenne mit der Kanalkombination K5, K7 und K9 (später K2, K5 und K7) funktionierte das Teil auch ohne Bandfilter am Eingang des TDA2840 ganz gut. Als dann im Frühjahr 1988 der Kabelanschluss mit Nachbarkanalbelegung kam, ging das nicht mehr. Dafür musste dann das Bandfilter rechts im Innenleben gestrickt werden.
Das vorne hochkant stehende IC ist ein MC1310, der nachträglich für eine automatisch Umschaltung auf Stereobetrieb eingebaut wurde. Die beiden anderen ICs rechts daneben sind ein CMOS 4016 als Signalumschalter und ein TL074 als Matrix und Ausgangsstufe.

Schöne Grüße
tojo

von tojo - am 13.09.2011 09:12
Meine Großeltern hatten sich damals einen sündhaft teuren Telefunken Stereofernseher gekauft. Vor allem wenn man diese eigentlich viel zu starke Stereoverbreiterung hinzuschaltete waren vor allem Shows ein richtiges Erlebnis. Hinzu kam das Telefunken zu der Zeit noch recht ordentliche Lautsprecher verbaut hat. Zwei schmale ovale Lautsprecher vorne und zwei große ovale seitlich die den Bass brachten. Da konnte der öde Monofernseher meiner Eltern trotz relativ großem ovalen Lautsprecher der aber trotzdem nur Plastikbechersound brachte natürlich nicht mithalten.

von Spacelab - am 13.09.2011 09:20
Wir hatten bis 1987 einen SW Fernseher aus den 1970ern. An das mechanische "Tschigg" beim umschalten kann ich mich lebhaft erinnern. Danach besaßen wir einen ITT Stereo Color, der erst 2002 an einen Ungarn entsorgt wurde.
Ende der 80er wurde auch viel im Zweikanalton ausgestrahlt und ich wechselte in einer Tour die Tonspur...

von Scrat - am 13.09.2011 09:39
Ja, das Stereo TV war echt ein Meilenstein in der TV-Entwicklung. Letztendlich konnte man damit nun auch Zeikanalton ausstrahlen, wovon aber damals sehr selten Gebrauch gemacht wurde. Ich kann mich noch an die monatelangen Testschleifen im Mittagsprogramm erinnern, wo die Vorteile beworben wurden. Witzigerweise hatte damals noch natürlich keiner einen Stereo-TV und so konnte man das eh nur erahnen. Genauso wie wenn HDTV auf einem Röhren-TV beworben wird.

Wir hatten erst in den späten 80er Jahren einen Stereo-TV, aber meine Großeltern hatten relativ früh einen Telefunken mit Stereo. Da leuchteten dann immer 2 rote Lampen, wenn in Stereo gesendet wurde. Inbesondere bei Musik hörte sich das natürlich schon deutlich besser an als in Mono und auch Fussballübertragungen bekamen dadurch natürlich viel mehr Räumlichkeit im Ton. Heute ist Stereo ja ein Auslaufmodell. Dolby 5.1, DTS oder auch DTS-HD bringen natürlich echtes Kinofeeling ins Wohnzimmer. Kann mir vorstellen, dass Stereo irgendwann ganz ausstirbt, zumindest im TV. Vielleicht dann wirklich nur noch in Talk-Runden oder Nachrichten, wo 5.1 keinen Sinn macht.

von zerobase now - am 13.09.2011 10:01
Meine Großeltern hatten witzigerweise zu der Zeit ebenfalls einen Telefunken mit Stereo. Wenn der TV Sender auf Stereo umgeschaltet wurde fing immer ein "leichtes säuseln" an. Der Ton war dann so, wie bei einem schwachen UKW Radioprogramm.
Die zwei roten Lampen dienten auch als Anzeige bei Zweikanalton:
linke Lampe = Kanal 1, rechte Lampe = Kanal 2

von joce - am 13.09.2011 10:48
Als 1987 bei uns Stereo kam, war ich leider erst 3 Jahre alt.

Hier aber die beiden Zeitungsberichte vom 8. August 1987, einmal aus der Chamer Zeitung (Straubinger Tagblatt) und einmal aus dem Bayerwald-Echo (MZ):


_________________________________________________________________________________________________________



von Daniel28-55-59 - am 13.09.2011 11:05
27 der 91 Grundnetzsender können das Signal verbreiten. Mmmh, da war doch was?


Richtig! Digitalradio bundesweit sendet momentan auch nur von 27 Senderstandorten. Was es doch für Zufälle gibt!
Mahlzeit
Reinhold

von Reinhold Heeg - am 13.09.2011 11:26
Zitat
Wenn der TV Sender auf Stereo umgeschaltet wurde fing immer ein "leichtes säuseln" an. Der Ton war dann so, wie bei einem schwachen UKW Radioprogramm.


Stimmt, daran kann ich mich auch noch erinnern. War so leichtes Zischeln immer, besonders gut hörbar, wenn gerade nichts gesagt wurde oder ein kurzes Loch war, bevor die nächste Sendung begann.

von zerobase now - am 13.09.2011 11:37
Ich war immer froh, wenn bei uns (nähe Steyr OÖ) die ARD so schwach hereinkam, dass der Fernseher NICHT auf Stereo schaltet. Bei Stereoempfang war der Ton dann nämlich extrem verrauscht.

von delfi - am 13.09.2011 11:57
Mir ging es damals in erster Linie um den Zweikanalton, auch wenn die Anzahl der damit ausgestrahlten Sendungen - speziell Filme - nicht sehr groß war.
Mir wurde ein Fernsehmechaniker vermittelt, der einen entsprechenden Dekoder einbaute. Die Wiedergabe erfolgte über die (Rundfunk)-Stereoanlage, wo ich den entsprechenden Tonkanal auswählte.
Das mag etwas abenteuerlich klingen, aber es gab in der DDR meines Wissens bis 1989 offiziell keine dafür ausgerüsteten Fernsehgeräte zu kaufen (außer wohl im Intershop usw.).

von hetietz - am 13.09.2011 11:59
Wir haben 1982 einen neuen SABA Stereofernseher bekommen. Auch ich erinnere mich an die Testsendungen des ZDF. Leider wurde unser Sender (Hochrheinsender) erst einige Jahre später auf Stereo umgerüstet. Hier ist auch noch so eine Testschleife.

von Phil75 - am 13.09.2011 12:10
Bei unserem Schneider Fernseher den wir so Anfang der 90er bekamen konnte man manuell von Stereo auf Mono umschalten. Mir fiel auf das der Sender schon ziemlich stark einfallen muss damit es nicht rauschte oder zischelte. Deshalb war ich über die Mono Taste manchmal recht froh.

Mein Vater hatte sich damals einen der ersten Stereo Videorekorder geleistet. Leider konnten wir das Gerät nie richtig an den Fernseher anschließen das der im Rekorder verbaute Modulator nur Mono war und der DIN Anschluss (SCART gab es damals noch nicht) funktionierte nie richtig.

von Spacelab - am 13.09.2011 12:12
Früher wurde über so etwas ausführlich und kompetent in der Presse berichtet. Heute würde eher über den gefährdeten Schwanzrohrmolch diskutiert, ob er nicht beim Schlafen gestört würde, wenn so ein Gerät auf einem Berg in Betrieb ginge.

Ich kann mich noch gut an die Stereo- oder Zeikanalton Infotafeln zum Beginn der jeweiligen Sendung erinnern. Das bedeutete für Leute mit Monogerät: Hey, ihr verpasst jetzt was.

Im Wohnzimmer hatten wir ab ich glaube 87 einen Stereofernseher, in meinem Zimmer gab es später einen kleinen TV. Gespart hatte ich dann auf einen Stereo Viderorecorder, der an die Stereoanlage angeschlossen wurde. So kam ich auch in meinem Reich zu Ducktales auf Englisch und Shows in Stereo.

Nur die Franzosen blieben bei uns wegen NICAM bis DVB-T in Mono. Der selbstgebaute Normwandler funktionierte bis zuletzt.

von CBS - am 13.09.2011 12:22
@Daniel:

Dann gehörte eure Region eher zu den Nachzüglern, was die Umstellung auf Stereo betrifft. Auch in unserer Gegend, für die der Grundnetzsender Hohes Lohr zuständig war, gab es erst relativ spät Stereo-Ausstrahlung, allerdings weiß ich nicht mehr das Jahr.

Interessant ist auch, daß der Sender Hoher Bogen früher auch einmal "gesmildet" wurde, das wußte ich auch noch nicht.

Wen es übrigens interessiert, welche Grundnetzsender in welchem Jahr auf Stereo umgerüstet wurde, kann das in den ZDF-Jahrbüchern nachlesen. Ursprünglich ging man von einer Umstellung bis 1992 aus, war aber dann doch schon 1988 mit der Umrüstung fertig. Nicht zuletzt aus Kostengründen wollte man mit der Umrüstung vielfach warten, bis die Lebensdauer der Sender ihr Ende erreicht hatte.

Die Frage ist nur, wie es nach der Wende bei den ehemaligen DDR-Grundnetzsendern mit der Umrüstung aussah. Und nicht zu vergessen die unzähligen Füllsender.

von Lahnwelle - am 13.09.2011 12:29
Zitat
CBS
Früher wurde über so etwas ausführlich und kompetent in der Presse berichtet. Heute würde eher über den gefährdeten Schwanzrohrmolch diskutiert, ob er nicht beim Schlafen gestört würde, wenn so ein Gerät auf einem Berg in Betrieb ginge.


Das wäre aber nur ein Randthema, weil sofort ein Rudel Aluhutträger sich beschweren würde, dass "Stereoton mehr strahlt als Mono" und sie nicht mehr schlafen können und regelrechte Allergien haben, seit in Stereo gesendet wird.

von Bolivar diGriz - am 13.09.2011 12:33
@Spacelab
Das klingt nach einem Video 2000 - Rekorder?

von delfi - am 13.09.2011 12:41
Zitat
Reinhold Heeg
27 der 91 Grundnetzsender können das Signal verbreiten. Mmmh, da war doch was?


Richtig! Digitalradio bundesweit sendet momentan auch nur von 27 Senderstandorten. Was es doch für Zufälle gibt!
Mahlzeit
Reinhold

http://www.pro-dab.de
http://de.groups.yahoo.com/group/by_mobil


Und wieder ist Bremen mit dabei - damals gings los auf Kanal 32, heute isses 5c

von HAL9000 - am 13.09.2011 13:33
@delfi: Nein das war schon ein VHS Gerät im Gegenwert von locker 2 kompletten Monatslöhnen. Das Gerät hatte aber nur BNC Anschlüsse für das Bild und Cinch für den Ton. Der Fernseher hatte nur DIN und keine Möglichkeit manuell daruf zu schalten. Es gab zwar ein Adapterkabel das glaube ich mit einer Brücke im DIN Stecker den Fernseher beim einstecken zum umschalten bewegen sollte. Leider funktionierte das nicht immer. Man musste also nicht nur zwischen Schkank und Fernseher klemmend blind nach der DIN Buchse fischen. Sondern man musste das Spielchen auch noch mehrmals machen weil der Fernseher beim ersten mal nicht umschalten wollte. :wall: Dafür war aber die Bildqualität deutlichst besser als über den Modulator des Rekorders und es gab Stereo Ton.

von Spacelab - am 13.09.2011 13:36
Aus der Zeit kann ich auch berichten. Damals wurde für Fernsehen noch richtig Geld ausgegeben, nur das Beste sollte in die gute Stube.

Bei uns war es ein Graez-Stereo-Gerät. Zwei LEDs, eine grüne und eine rote. Brannten beide = Stereo, eine davon ist Mehrkanalton. Super Ton mit gutem Bass.

Bald darauf ein Nordmende Stereo-VHS VCR, für dessen Gegenwert man auch einen schönen Urlaub hätte machen können. Verbunden per DIN-Verbindung mit dem Fernseher, SCART gab es noch nicht.

Das Bild war sensationell, auch für VHS-Verhältnisse. Ich traure diesem Gerät immer noch nach.

Der Ton war sowieso super, wie immer bei VHS Stereo.

Leider war die Bildröhre des Graez irgendwann so verbraucht, dass man tagsüber nichts mehr gesehen hat, wenn man den Raum nicht abdunkelte. Als Zweitgerät wurde er endgültig ausgemustert, als der Tuner (vermutlich kalte Lötstellen) immer öfter Aussetzer hatte und der Empfang einfach so wegbrach. Das war 1999 :)

Gruß,

Wolfgang





von Wolfgang R - am 13.09.2011 14:27
Da erinnere ich mich noch gut. Nachmittags lief immer eine Testsendung mit einem Pistolenduell. Hermann Prey IMHO. Da ein neues Fernsehgerät auf dem Plan stand, kaufte ich mir einen Loewe MCS11 stereo. Bekam Rabatt, da ich in dem Betrieb arbeitete.
Nach wenigen Wochen ging das Teil nur noch in mono.
TBA 120 defekt. Nach dem Wechsel klappte es wieder. Später rüstete ich noch Videotext nach.
Der Große Feldberg sendete auf Kanal 34 ziemlich früh in stereo. Andere Kanäle wie der Krehberg (Odenwald K33) sendeten zu der Zeit nur mono.

Schönes Thema. :)

von Wolf Sch - am 13.09.2011 19:18
Zitat

Und nicht zu vergessen die unzähligen Füllsender.


Die Füllsender musste man nicht umrüsten, die strahlten sofort das Stereosignal mit aus, da sie den ganzen Kanalblock umsetzen.
Mir wurde mal gesagt von einem Postler, dass das auch mit Entscheidungsgrundlage war, welche Sender zuerst umgerüstet wurde - an denen besonders viele Umsetzer hingen, hatten auch einen Vorteil.
Der BR hatte zB alleine mit den beiden Sender Dillberg und Wendelstein, die sehr viele TVUs versorgt hatten, gleich einen Großteil Bayerns abgedeckt. Incl. Bamberg, das war ja auch nur ein großer TVU.

von Terranus - am 13.09.2011 20:02
Während bei ARD und ZDF noch die Testschleifen im Nachmittagsprogramm liefen, gabs hier in Köln dank Roermond als nächstes die Niederländer in Stereo...

von teucom - am 13.09.2011 20:32
Die Sender aus Genk / Flandern waren damals in NICAM Stereo kodiert. Das konnte ich erst sehr spät mit einem Röhren 16/9 TV-Gerät von Grundig empfangen. Dafür war der Ton über NICAM spürbar besser.
Besonders nervig war die Stereofunktion bei RTL aus Aachen. Hier wurde zwar sehr lange in Mono gesendet, jedoch drückte je nach Wetter von hinten ein Niederländer in Stereo rein. Zum Glück konnte ich damals meinen Telefunken per Hand auf Mono stellen.

von TobiAC - am 13.09.2011 21:36
Das sah bei uns in der ehemaligen DDR anders aus, erst 1993 kauften sich meine Eltern einen Stereo-Apparat. Erkennen (sprich: sehen) konnte man die Stereotüchtigkeit des Senders (nicht, ob er tatsächlich Stereo ausstrahlt), wenn man die Abstimmung etwas verstellte, so dass statt des Bildes der Tonträger sichtbar war. Zeigten sich (neben dem Moire-Muster des PAL- bzw. SECAM-Signals) dann auf dem Bild große Inreferenzstreifen (Interferenz der beiden Tonträger), war zumindest der Sender nachgerüstet. Am Uralt-Röhren-TV "Stadion-8" (Hersteller: VEB RAFENA Dresden, hatte nur VHF, für UHF war ein Konverter nötig) meiner Großeltern (bis 1982 in Betrieb) wurde daurch der Tonempfang gestört, es ließ sich kaum noch ein vernünftiger Ton einstellen, im Zweikanalmodus konnte man beide Tonkanäle hören, auch das ließ sich kaum vernünftig einstellen.

Um 1981 wurde zuerst Uelzen K27 umgestellt. Im Sommer 1982 war der Höhbeck dran (ZDF K21). Da wurde scheinbar mehr umgebaut. Das von der Stereo-Umstellung nicht betroffene NDR TV (K45) war wochenlang nur stark vergrießt empfangbar (sonst klares Bild). Beim ZDF wurde anstelle des Stationsdias eine Texteinblendung gezeigt, die begann noch mit "Ihr Sender Höhbeck erhält eine neue Antenne." und dann die übliche Entschuldigung und die Bitte um Verständnis für Empfangsstörungen. Da ich damals noch keinen Fotoapparat hatte, gibt's leider keinen Screenshot.

Ende 1992 wurde in Schwerin wohl ein neuer Sender für K29 in Betrieb genommen, der hatte auch einen Stereo-Tonträger. Gesendet wurde aber bis ca. 1995 in Mono (ab '93 konnte ich das prüfen, wenn meine Eltern NDR gesehen haben. Zudem wurden Eutin und Höhbeck erst 1995 nachgerüstet.
(Bis 1992 wurde nachts während des Testbildes häufiger mal die alte DDR-ID eingeblendet:

Fernsehsender
SCHWERIN
Kanal 29

... allerdings ohne "DDR 2")

von Analog-Freak - am 14.09.2011 00:46
Mein Vater hatte irgendwann Ende '90 oder Anfang '91 einen Ultravox-Fernseher von Karstadt angeschleppt. Riesen-Kiste, gefühlt 70 bis 80 cm Diagonale.
Links und rechts die beiden Stereo-Lautsprecher, auf der rechten Seite dann die "Schublade" mit roter 7-Segment-Anzeige für die Programmnummer und IR-Empfänger. In der Schublade waren dann ein paar bunte Knöpfe für die Abstimmung, Speicher, Programm +/- und Volume.
Eine Kanalanzeige oder Suchlaufbalken gab es leider nicht :-(
Dann noch eine 6,3 mm Klinkenbuchse für die Kopfhörer und die beiden roten 3 mm Leuchtdioden für Stereo bzw. A/B-Tonkanal.
Wir haben damit ein paar Zweikanal-Sendungen empfangen, aber meistens wars nervig, weil es nur französischer oder italienischer oder englischer Unterton war. Wir verstanden das Deutsche kaum und wären über Polnisch froh gewesen.
Aber der Fernseher war cool! Der hatte vorne noch so eine zusätzliche Plexiglas-Scheibe, dass er wie ein "Flatscreen" wirkte. auch die Fernbedienung war ulkig, unten halbkreisförmig abgerundet mit vielen kleinen Noppen und es gab viele bunte Tasten (nicht nur für Teletext), deren Funktion ich bis zum Schluss nicht herausfinden konnte.
Innen drin war er modular aufgebaut, jede Funktionsgruppe auf einer separaten Steckplatine. Und als Netzteil noch ein richtiger Eisentrafo. Und es gab dazu noch einen richtigen Schaltplan und Platinenlayouts mit Bestückungsdruck! Als ich den spätestens 1998 geschlachtet habe, war es eine Freunde, die einzelnen Module zu rupfen und zu zerlegen, weil ich so eine Menge dabei lernen konnte.

Danach konnte ich meine Eltern von einem 100 Hz-Schneider überzeugen. Der hatte dann auch ne richtige Anzeige für Kanal und Frequenz und die Norm beim Tunen, aber das hat mich dann nicht mehr so fasziniert, weil wir bereits zwangs-verkabelt waren.

Im Zimmer hatte ich ab '93 einen 55-er (cm, nicht Zoll!) Universum (oder Palladium?) von Wal-Mart. Der hatte nur Mono und diese grüne Balken-Abstimmung. Für Super-Nintendo und Viva reichte das aber. Hielt tatsächlich über 10 Jahre bis zum Studium durch.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 11.07.2018 10:29
Anbei mal der komplette ZDF- "Stereo im Fernsehen"- Block inkl. aller Testtöne und den Sendungsausschnitten, insgesamt rund 34 Minuten in recht ansehnlicher Qualität:

ZDF

von HAL9000 - am 11.07.2018 12:26
Damals zu der zeit hatten meine Eltern sich ein Sony Stereo Fernseher (Black trinitron) gekauft.
Bei diesen konnte man die Boxen Seitlich anschrauben.
Kurze Zeit später kam dann ein VHS Stereo Videorecorder von Metz hinzu.
An diesen hatte ich damals an den Stereoausgänge ein Tapedeck angeschlossen.
So konnte ich z.b. bei Formel 1 und andere Musiksendungen einzelne Musiktitel mitschneiden.

von _Yoshi_ - am 11.07.2018 15:19
Im Sommer 1982 legten wir uns einen Stereoton-Empfänger zu. Nachgerüstet wurde dieser mit einem Tonmudul für das britissche Fernsehen.
Damals waren hier in der Kreisstadt noch britsche Soldaten mit eigenem FS-Sender in der Kaserne.

Dieser Stereoton-Empfänger existiert sogar noch.

Der erste Stereo-FS wurde 2006 angeschafft. Mittlerweile gabs zu der Zeit schon DVB-t und das Empfangsteil in der Glotze hatte eigentlich ausgedient, bis auf wenige Fernempfänge.

von bikerbs - am 11.07.2018 16:13
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