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BR-Füllsender Balderschwang in Betrieb genommen

Startbeitrag von Housefieber am 22.09.2011 13:17

Wie der BR-Videotext mitteilt, ist der Sender an der Riedberger Hornbahn in Betrieb genommen worden.

Frequenzen: 90.20 Bayern 1
100.30 Bayern 2
99.40 Bayern 3
107.30 B5 aktuell

BR Klassik ist noch in Planung-
Doch was wurde nur aus der koordinierten 87.60?

EDIT: Nach einem Jahr in Betrieb genommen ;)

Die 50 interessantesten Antworten:

Ich kann nur sagen, dass vorher nur (aus D) Radio Horeb und Antenne Bayern zu empfangen waren.
Grünten kam nur sehr verzerrt an.
Vorallem Österreichische und Schweizer Sender waren zu empfangen.

von Housefieber - am 22.09.2011 13:41
Angesichts der Nähe zum Grünten wird dieser sich vermutlich durch Bergreflexionen selbst gestört haben.

Interessant aber dennoch, dass der BR sechzig Jahre nach UKW-Sendestart noch "neue" Funklöcher entdeckt und neue Füllsender für alle fünf Programme für bislang "unversorgte" Orte aufnimmt, siehe Ludwigsstadt, Bad Tölz, Augsburg (!)...

von freiwild - am 22.09.2011 13:54
Zitat
Housefieber
Wann wird in Balderschwang das erste DAB-Paket abgestrahlt?! :D:D
Wenn sie schlau sind, recht bald, denn gerade in den Alpen müsste sich die Vorteile des digitalen Rundfunks auszahlen.

Apropos, wie kommt denn 12D vom Grünten in Balderschwang an? Wenn nur die Reflexionen, aber nicht die Feldstärke den UKW-Empfang verhagelt hat, müssten doch doch inzwischen alle an DAB hängen, oder?

von freiwild - am 22.09.2011 14:11
@freiwild:
Ich könnte Dir noch weitere Orte in Bayern sagen, wo zumindest für Mobilempfang ohne Diversity-Tuner Füllsender noch sehr sinnvoll wären. Ich tu das nur nicht, damit niemand auf die Idee kommt, mir noch eine Funzel vor die Nase zu setzen :-) Außerdem halte ich DAB eh für die bessere Lösung fürs Bergland :-)
Achja: Bad Tölz in der Vor-Tölz-Funzel-Zeit hatte ich freilich nicht als so schlecht in Erinnerung wie die Orte, an die ich jetzt gerade denke :-)



von DH0GHU - am 22.09.2011 17:52
Zitat

Interessant aber dennoch, dass der BR sechzig Jahre nach UKW-Sendestart noch "neue" Funklöcher entdeckt und neue Füllsender für alle fünf Programme für bislang "unversorgte" Orte aufnimmt, siehe Ludwigsstadt, Bad Tölz, Augsburg (!)...

Müsste sich der BR mal München vornehmen. Gegen Oly (und in der Innenstadt Blutenburgturm) kommt Ismaning und Wendelstein von außen halt nicht annährend an. ;)


von Schwabinger - am 22.09.2011 19:49
nicht ganz unbegründet, aber sicher nicht geplant, denn vom Oly oder der Funzel BB-Str. werden die sicher nicht senden, denn da müsste an die Mädchen Brotzeit Miete gezahlt werden....

von Radiopirat - am 22.09.2011 20:55
Balderschwang...das Kaff mit dem einen SPD-Wähler, den alle ewig lang suchten und nicht fanden und über den sich sogar Dieter Hildebrandt Gedanken machte.
Balderschwang...das AFAIK höchstgelegene Dorf Deutschlands mit mehr Urlaubern als Einwohnern
Balderschwang...die Medienmetropole. Immerhin befindet sich dort der Sitz von Radio Horeb :D und da sag noch einer, die katholische Kirche sei hinterwäldlerisch und lebe hinterm Berg :joke:
Jetzt bekommt also diese Megacity ihre BR-Funzel. Klar, Antenne Bayern darf man nicht so leicht das Feld überlassen.

Hauptzielgruppe dürften die Touristen sein, und nicht nur die geringe Zahl an Einwohnern, die sich sicher über die Jahre mit dem eher bescheidenen Empfang arrangiert haben und entweder auf ausländische Programme (ORF, DRS, SWR) ausweichen oder per Satellit hören.

Es gibt sicher noch mehrere Problemzonen in Bayern. Im Allgäu fällt mir spontan noch das Konstanzer Tal ein, wo der Grünten durch Mehrwegeempfang tlw. nur verzerrt reinkommt, weil sich das Immenstädter Horn in den Weg schiebt.



von Peter Schwarz - am 22.09.2011 21:16
Balderschwang liegt doch so ein bisschen im letzten Jahrhundert. Vielleicht hat der Balderschwanger SPD-Wähler ja noch gar nicht mitbekommen, dass Willy Brandt gar nicht mehr Kanzler ist...

von Alqaszar - am 22.09.2011 22:32
@Peter Schwarz, Radiopirat, Ulrich Hilsinger und alquazar: Was haben Euch die Balderschwanger getan, dass Ihr so über sie herzieht? Ist es etwa der Neid über einen UKW-Füllsender? Oder was haben Eure Beiträge sonst mit dem Radio(!)-Forum zu tun?
Speziell hier an Peter Schwarz: Lies mal Deine Signatur und denke mal darüber nach. Das Schweigen wäre manchmal auch sehr wohltuend.


von Musencus - am 23.09.2011 07:33
Die Balderschwanger? Schreiben an einem düsteren Augustsonntag unten an der Strasse an, dass eine Alpe geöffnet ist. Und wenn Du oben bei aufziehendem Gewitter im strömenden Regen davor stehst, lassen sie Dich nicht rein. Sehr symphatisches Volk. Vermutlich genau wie Du, Musencus...völlig humorlos und gleich beleidigt.

von Peter Schwarz - am 23.09.2011 09:20
Interessanter wäre doch in der Tat, warum man Bayern4 nicht aufgeschaltet hat. Die gleichen Probleme wie in Ludwigstadt? Möglicherweise hatte man für Ludwigstadt schon die neuen Frequenzen mit Termin ausgerufen, als man den schlechten Ballempfang von Bayern4 feststellte. Dann wäre es so in der Tat geschickter, also erstmal die unkritischen Programme aufschalten und dann für Bayern4 nochmal messen. In diesem Zusammenhang fällt mir übrigens der (Füll-)Sender Inntal ein: Auch dort wurde sehr lange kein Bayern4 gesendet. In Kiefersfelden mußte man auf Wendelstein zurückgreifen, der dort gar nicht mal so schlecht ankommt.
Wo wir bei den BR-Lücken waren: Das Altmühltal um Solnhofen wäre noch ein solcher Kandidat.

von Thomas (Metal) - am 23.09.2011 10:00
Hier wird langsam jeder Thread zum Mülleimer.......:rolleyes:

Das BR Klassik nicht abgestrahlt wird, wundert mich ebenfalls (kein ausreichender Ballempfang??)

Im Allgäu sind sehr viele Stellen, besonders in der Grenzregion zu BWÜ, wo der BR noch viel Bedarf hätte, nicht nur UKW-Sender aufzustellen, sondern DVB-T Sender
(falls dafür noch Bedarf bestehen sollte).


von Housefieber - am 23.09.2011 10:43
Heutzutage ist man doch nicht mehr auf terrestrische Zuführungen angewiesen. Wie wäre es, wenn man einfach eine Sat-Schüssel installieren würde? Okay, die wird dort oben im Winter vielleicht zugeschneit.

Zum Standort übrigens:
Riedberger Hornbahn...ist das nicht identisch mit dem Standort Kreuzle-Alm?


von Peter Schwarz - am 23.09.2011 10:48
Bei Zuführung über Sat würden die Sender zum einen nicht synchron zu den restlichen UKW-Frequenzen laufen, da der Versatz über ADR oder DVB-S zu groß ist; zum anderen sind über Sat auch nicht alle Regionalfenster verfügbar. OK, bei BR-Klassik wäre letzteres kein Problem.

von freiwild - am 23.09.2011 11:00
Ist der selbe Standort.
Nur das eine ist der Berg (Riedberger Horn, 1.788 m), das andere die nächste Alm.

Schaut man bei AlpinFM.de von H.Zeitler rein, sieht man tatsächlich eine Kathrein-Sat-Schüssel.
Dann verwundert einen das mit BR Klassik noch mehr :rolleyes:


von Housefieber - am 23.09.2011 11:04
Der Standort kommt bei mir rein; also nicht direkt in meinem Nest, aber z.B. auf der Hulftegg kommt dieser Standort gut rein. Bevor ich aber auf die Hulftegg fahre, können doch die Kollegen in Augsburg, wo dieser Standort eigentlich problemlos gehen sollte, schauen, ob die Frequenzen laufen.
Weshalb sie BR-Klassik auf 87,6 nicht aktiviert haben, ist auch mir ein Rätsel.

von dxbruelhart - am 23.09.2011 11:37
@dxbruelhart: Da ich nachher richtung BaWü fahre (entweder B17/A8 oder A96/A7), werde ichs mal testen, ich mache mir allerdings kaum Hoffnungen, diese Funzel zu hören - da stellt sich eh die Frage, ob sie in einer nordexponierten Lage steht?

@Musencus: Wenn Du aus meinen (Deinem Blutdruck zuliebe nun gelöschten) Link auf einen Artikel der "WELT" ein "herziehen" heraus liest, empfehle ich Dir einen größeren Keller, damit Du mehr Platz zum lachen hast.

von DH0GHU - am 23.09.2011 12:09
Ich war in der Nähe (Fischen und Oberstdorf) des öfteren in Urlaub. So auch vor 3 Wochen. UKW ist doch nicht nur in Balderschwang gestört, sondern auch eigentlich überall. Will man überall nun Funzeln betreiben? Die D-Radio-Sender von Oberstdorf reichen auch nur wenige km für einen guten Empfang. Was verspricht man sich davon? Sollte man das Geld dann nicht in DAB investieren? Das müsste doch viel wirtschaftlicher sein und DAB geht dort ohne Störungen.

P.S.: Nicht nur die Gegend ist sehr schön, sondern die Leute sind dort sehr freundlich. Warum hier so hergezogen wird, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

von pfennigfuchser - am 23.09.2011 12:21
Die Koordinaten in der FMList sind ungenau: Die Sendeantenne ist hier: 47 27 30 10 08 40,8.
Zudem wundert mich, dass BR3 auch hier auf der 99,4 sendet, wie in Weiler und auf dem Ochsenkopf; sind die Sender wohl untereinander Gleichwellen-synchronisiert? Die 3 Standorte sind nämlich alle recht weitreichend im Verhältnis zu Ihrer Sendeleistung.


von dxbruelhart - am 23.09.2011 12:34
@dxbruelhart: OK, dann geht von dort richtung Norden bis Osten aber nichts raus. Das Gelände steigt laut google earth nochmal deutlich an. Nur Richtung Westen dürfte das gut gehen. Ballempfang vom Grünten klappt dort auch nicht, es sei denn man hat irgendwo abgesetzte Empfangsantennen.

von DH0GHU - am 23.09.2011 12:40
Ach Du, pfennigfuchser, ich bin seit meiner Kindheit immer wieder gerne im Allgäu und fühle mich dort wohl. Ende Oktober verbringe ich dort wieder eine Woche. Wenn hier ein paar Leute keinen Humor verstehen, kann ich aber auch nix dafür. :rolleyes:

Ist dies denn nun derselbe Standort wie der von R. Horeb? Wenn ja, dann liegt er an einem sw- bis w-exponierten Hang. Das heisst: Richtung Deutschland wird da kaum was rausgehen, eher dürfte man in Vorarlberg und der Schweiz noch hier und da Chancen auf den Empfang dieser Funzel haben.
Wie gesagt, Hauptzielgruppe dürften Touristen sein. Denn würde man nur die Einwohner versorgen wollen, wäre es vermutlich billiger, jedem eine Sat-Anlage zu schenken (die sie doch vermutlich sowieso bereits besitzen und zumindest stationär ungestört die BR-Programme hören können).

Dass diese Funzel hier jetzt solche Wellen schlägt, ist aber schon lustig. Denn im Gegensatz zu überdimensionierten Modellen wie Pfronten-Breitenberg oder so manchem Fall in der Schweiz (ich sag nur Strickli) tut dieser Füllsender eigentlich, was er tun soll: Er versorgt ein kleines, abgeschattetes Gebiet und nicht mehr.


von Peter Schwarz - am 23.09.2011 13:28
Ja, gleicher Standort wie Horeb.

Gerade sehe ich bei FMSCAN eine für Kreuzle-Alm geplante 96,5
Was soll die denn da noch?


von Housefieber - am 23.09.2011 13:43
Zitat
Ulrich Hilsinger
Ballempfang vom Grünten klappt dort auch nicht, es sei denn man hat irgendwo abgesetzte Empfangsantennen.

Wieso? Sicherlich ist die Fresnelzone für den direkten Empfang nicht geeignet. Es wären massive Verzerrungen, bzw. sogar ein Fading-Empfang wahrscheinlich. Aber: Wir sind hier im Gebirge! Ggf. würde es vollkommen ausreichen die Ballempfangsantennen auf gegenüberliegende Berge zu richten um von dort einen stabilen 1A-Empfang zu realisieren.
leider geht Bilder-Hochladen.net gerade nicht :-( , ich hätte gerne einen "Radio Link" Geländeschnitt dargestellt.



von Thomas (Metal) - am 23.09.2011 14:07
Könnte evtl. Ö1 Bludenz der Grund sein, wieso die 87.6 noch nicht aktiviert wurde? Ist der da vielleicht noch zu stark?

von RheinMain701 - am 23.09.2011 14:10
War auch mein Gedanke. Ich war schon mehrmals in Balderschwang und meine mich daran zu erinnern, dass ich Ö1 Bludenz auch dort empfangen hatte, wenn auch nicht sehr stark.

von Bengelbenny - am 23.09.2011 15:51
So, dank dickem Stau zwischen Illertissen und Ulm bin ich über Augsburg gefahren - zumindest auf der Strecke war kein Mucks aus Balderschwang zu hören (QED).

Und klar, Ballempfang über einen ausgewählten Reflektionspunkt müßte gehen...


von DH0GHU - am 23.09.2011 19:43
Ja, von Balderschwang hab ich nichtmal in Kaufbeuren damals was empfangen können. Arg weit gehen die Funzeln auf deutschem Gebiet sicher nicht.

von Bengelbenny - am 23.09.2011 20:06
@Housefieber: Entweder eine Ausweichfrequenz (ziemlich kritisch gegen Rigi 96.6) oder plant das Deutschlandradio auch noch was.
Interessieren würde mich nun wirklich, ob in Balderschwang noch DAB-Empfang möglich ist. Bekanntlich sind bei DAB die Reflexionen nutzbar und das Endsignal addiert sich eben zusammen. Gut, vielleicht werde ich das Ende Oktober dort mal austesten.

Was die 87.6 angeht, kann es sein, dass der ORF Einsprüche hat. Der Dünserberg spielt allerdings dort wirklich keine Rolle, da er (überdimensioniert, wie er ist) seine 4kW ERP volles Rohr ins Montafon ballert. Aber wie wir ja wissen, spielt die Realität bei den Koordinierungen nicht immer die größte Rolle.

Jedenfalls haben DXer in Süddeutschland jetzt eine neue Herausforderung: Wer schafft es als erstes, die Balderschwang-Funzel in mindestens 50km Abstand zu loggen? Von der Sendeleistung her ist dies möglich, ich habe schon schwächere Sender über grössere Distanzen empfangen (z.B. diverse Funzeln aus Vorarlberg auf der schwäbischen Alb). Die grössten Chancen dürften wie gesagt in der Ostschweiz bestehen, wobei dort die Verfunzelung vor Ort natürlich die Sache schwierig macht.

Noch zum Thema abgesetzte Empfangsantennen. Sowas hat man ja in Österreich mehrfach gemacht, wie uns Wasat schon in diversen spannenden Fotoreportagen bewiesen hat. Der Aufwand dürfte da aber kaum in Relation zum Ergebnis stehen. Da heute auch in den ÖRAs mitunter wirtschaftlich gedacht wird, schenkt man sich das ganze dann eben.

von Peter Schwarz - am 23.09.2011 20:15
Laut FM List ca. 18 km nordöstlich, ist mir, vor dem Frequenzwechsel, der Empfang von Radio Horeb gelungen. Allerdings ziemlich angerauscht, und man musste sich schon etwas Mühe geben eine entsprechende Stelle zu finden. Allzu viel weiter wirds in die Richtung mit Teleskopantenne am Degen wohl nicht gereicht haben, esseidenn auf einer Erhöhung villeicht. Bin mal gespannt, wie die BR-Frequenzen gehen werden.

von Zwölf - am 23.09.2011 21:54
Auf dem Hochgrat ging der Horeb auch...aber da kann man ja fast schon rüberspucken...ist ja nur eine Bergkette dazwischen.

von Peter Schwarz - am 23.09.2011 21:57
Ein erster Test bei mir mit dem Degen war wenig erfolgsversprechend.
auf 90,2 lief BR-Klassik aus Burgberg (Bayern 1 war zwar auch zu locken; möglicher Weise aber nur Spiegelfrequenz o.ä.)
auf 100,3 elektronische Musik von Big FM aus Geislingen
99,4 Bayern 3 zwar stark verrauscht zu empfangen, aber Empfang wird zur 99,47 hin besser!?
107,3 SWR 4 vom Raichberg

(Auf allen Frequenzen waren auch noch weitere, schwächere Programme zu locken, die nicht den gesuchten entsprochen haben.)

Alles in allem also, schwierig zu sagen, ob Empfang möglich sein könnte; tendenziell aber eher nicht. (Werde vielleicht mal noch mit der Stereoanlage testen, die weniger "Grünten-anfällig" ist)

Hat eigentlich zufällig jemand einen Bandscan von Balderschwang - wie geht da z.B. der Sender Burgberg; und geht irgendeine der RSA-Funzeln da oben vernünftig (Besteht möglicher Weise die Gefahr, dass die 87,7 aus Sonthofen die 87,6 stöhrt, oder andersrum (immerhin ist Balderschwang ja im RSA-Sendegebiet)?)?

von Zwölf - am 23.09.2011 22:49
Wenn Du BR3 auf der 99,4 empfängst, dann wahrscheinlich aus Weiler-Simmerberg.

Von Burgberg wird nicht RSA ausgestrahlt, sondern vom besseren Standort am Rande der Sonthofner Innenstadt.

von Housefieber - am 24.09.2011 10:21
@Zwölf: Wo genau hast Du getestet?
@Housefieber: Ob der Standort am Rande Sonthofens besser ist, mag ich bezweifeln. Allerdings wird von hier rund gesendet, während die Funzel in Halden (am Eingang zum Gunzesrieder Tal) nur in eine Richtung sendet.
RSA hat ohnehin grössere Lücken im Allgäu. Auch im Raum Obermaiselstein ist kein guter Empfang möglich, in Balderschwang mag noch die 106.1 gehen (diese Überall-und-nirgends-Frequenz aus dem Kleinwalsertal), das Konstanzer Tal ist auch nur per 97.6 marginal versorgt. Ein Talfunzelteppich mit grosse Lücken!




von Peter Schwarz - am 24.09.2011 13:20
Zitat

Von Burgberg wird nicht RSA ausgestrahlt, sondern vom besseren Standort am Rande der Sonthofner Innenstadt.

Die Aussage mit Burgberg bezog sich auf den Empfang der BR-Programme von dort in Balderschwang.

Zitat

Wenn Du BR3 auf der 99,4 empfängst, dann wahrscheinlich aus Weiler-Simmerberg.

Ich hab nochmal einen Blick in die Sender Tabelle geworfen und festgestellt, dass auf 99,5 Bayern 3 vom Hühnerberg sendet. Weiler geht hier so gut wie gar nicht (konnte ich bislang noch nicht empfangen), während die Hühnerberg-frequenzen hier recht stark gehen. Dass der Empfang auf 99,47 besser als auf 99,5 ist dürfte wohl an Ö3 auf 99.6 liegen. Von daher dürfte auch das Restsignal, dass auf 99,4 ankommt noch Hühnerberg sein.
Schade, aber unter diesen Bedinungen kann ich leider nichts aus Balderschwang empfangen/identifizieren.
Was war eigentlich der Grund damals für den Frequenzwechsel von Radio Horeb?

von Zwölf - am 24.09.2011 15:56
Eine andere Frage, wo häufig hier DAB in den Ring geworfen wird: Wie sieht der DAB-Empfang der BR-Programme dort aus? Falls negativ, wäre es doch ausreichend gewesen (und zukunftsweisend) dort einen DAB-Füllsender anstelle des UKW-Füllsenders aufzubauen. Sicher, eine Ballempfang-Zuführung ist da nicht möglich.
Gleiche Frage gilt natürlich für Ludwigstadt. Gerade dort werden ja auf den offziellen Karten noch weiße Flecken ausgewiesen.

von Thomas (Metal) - am 24.09.2011 16:04
Zitat
Zwölf
Was war eigentlich der Grund damals für den Frequenzwechsel von Radio Horeb?

Höchstwahrscheinlich die 92,4 von der Witthoh, die wohl noch etwas zu stark dort ankommt.

von RheinMain701 - am 24.09.2011 16:10
Ich habe heute eine sehr nette Antwort bzg. BR-Klassik und der Leistungserhöhung in Burgberg vom BR erhalten:

Sehr geehrter Herr St****,

beim UKW-Sender Balderschwang gibt es noch technische Schwierigkeiten bei der Programmzuführung. Deshalb haben wir uns entschieden, vorab die Sender für die Programme 1, 2, 3 und B5 aktuell in Betrieb zu nehmen.
Der Senderstandort befindet sich an der Bergstation der Riedbergerhornbahn.
Die Sendeleistung unserer Frequenzen beträgt jeweils 20 Watt effektiv abgestrahlte Leistung (ERP) mit Hauptstrahlrichtung 280°, also in Richtung Balderschwang. Das Versorgungsgebiet ist aufgrund der Topografie und der abgestrahlten Leistung auf den Ort Balderschwang begrenzt und das österreichische Gerisgschwend begrenzt. Ein Empfang wird ihnen in Wal****** mit großer Wahrscheinlichkeit nicht glücken.

Mit der geplanten Leistungserhöhung an unserem Sender Burgberg / Halden sollen Empfangsschwierigkeiten, die vor allem im Stadtgebiet von Sonthofen bestehen (der Sender Grünten ist dort an vielen Stellen nur mit Reflexionsstörungen zu empfangen), verbessert werden. Dazu reicht aber die jetzige Leistung nicht ganz aus. Dazu soll auch die Sendeantenne minimal in Richtung Sonthofen gedreht werden.
Das Vorhaben befindet sich derzeit in der Frequenzkoordinierung. Wann die Umsetzung erfolgt kann ich Ihnen leider noch nicht sagen.

Mit freundlichen Grüßen



Vielen Her(t)zlichen Dank! :D

von Housefieber - am 27.09.2011 14:11
@Housefieber: Sehr schön...und beweist mal wieder: Eine kurze Nachfrage ist besser als ellenlange Spekulationen! Das mit den Mehrwegverzerrungen in Sonthofen kann ich mir nicht so ganz vorstellen, werd ich in ein paar Wochen mal vor Ort nachprüfen. Gut, vereinzelt kommen die im Gebirge immer vor, auch mal mit direkter Sicht auf den Sender, aber dann müsste man ja allerorts Füllsender aufstellen. Wie gesagt, wenn es darum geht, bräuchte der BR im Raum Oberstaufen/Konstanzer Tal auch einen.

von Peter Schwarz - am 27.09.2011 23:05
Zitat
Peter Schwarz
@Housefieber: Sehr schön...und beweist mal wieder: Eine kurze Nachfrage ist besser als ellenlange Spekulationen! Das mit den Mehrwegverzerrungen in Sonthofen kann ich mir nicht so ganz vorstellen


Das hatte ich mir auch gedacht und eine solche tolle Antwort macht Spass am Hobby!

Vielleicht hat Burgberg wirklich übers Ziel hinausgeschossen und das eigentliche Ziel überstrahlt?




von Housefieber - am 28.09.2011 12:17
Auf der Hulftegg konnte ich nun BR auf 99,4 empfangen; da konnte ich aber bislang auch BR3 von Weiler empfangen, aber jetzt ist das Signal wohl stärker; die anderen Frequenzen von Balderschwang sind hier zugefunzelt mit anderen Sendern.

von dxbruelhart - am 04.10.2011 04:26
Zur Neuaufschaltung im Oberallgäu gibt's morgen auch eine Änderung im Inntal.
Man glaubt gar nicht, welche Bedeutung eine weitere Verbesserung des UKW-Netzes noch hat.

Bayern 2 wechselt dort um 100 kHz tiefer, und zwar auf die 92,8 MHz. So sollen Störungen durch Überreichweiten verringert werden.


Wortlaut aus der BR-Homepage, Stand 11. Oktober 2011:

Neue UKW-Frequenzen verbessern den Empfang von vorerst vier BR-Wellen in Balderschwang im Oberallgäu ganz erheblich: Bayern 1, Bayern 2, BAYERN 3 und B5 aktuell werden jetzt auf eigenen UKW-Frequenzen vom Senderstandort "Balderschwang Riedbergerhornbahn" übertragen.

Insbesondere der Empfang im Auto und mit Radios, die lediglich über eine Stab- oder Wurfantenne verfügen, verbessert sich durch den neuen UKW-Füllsender mit 20 Watt Sendeleistung erheblich. Bedingt durch die topografische Lage der Gemeinde mit den umgebenden Bergen war das bisher anders: Ein guter Radioempfang über Antenne konnte meist nur erreicht werden, wenn das Gerät an eine auf den Sender "Grünten" gerichtete Dachantenne angeschlossen war.

Mit dem Sendersuchlauf können Einwohner und Gäste der Gemeinde alle neuen UKW-Frequenzen am Radiogerät finden.

Die neuen UKW-Frequenzen des BR in Balderschwang:

Bayern 1 90,2 MHz
Bayern 2 100,3 MHz
BAYERN 3 99,4
B5 aktuell 107,3 MHz
In Planung: BR-KLASSIK 87,6 MHz

Frequenzänderung für Bayern 2 im Inntal
Am 13. Oktober ändert sich am Senderstandort "Inntal / Ebbs" für Bayern 2 die UKW-Frequenz auf 92,8 MHz. Durch die Änderung wird sich der Empfang für die bayerischen Gemeinden Kiefersfelden und Oberaudorf, sowie im österreichischen Kufstein und auf der Inntal-Autobahn verbessern.

Einwohner der betroffenen Gemeinden können ab 13. Oktober nachmittags die Bayern 2 - Frequenz am Radiogerät mit dem Sendersuchlauf neu justieren, um das Programm weiterhin störungsfrei hören zu können.

Neue Frequenz: 92,8 MHz
Die neue Frequenz liegt nur 100 kHz tiefer als die bisherige Frequenz der BR-Welle (bisher: 92,9 MHz / neu: 92,8 MHz). Der minimale Frequenzwechsel reicht aus, um eventuelle Empfangsstörungen bei Überreichweiten zu verringern.


http://www.br-online.de/unternehmen/technik/ukw-balderschwang-inntal-ID1318336788696.xml

von Daniel28-55-59 - am 12.10.2011 13:57
Zitat

Der minimale Frequenzwechsel reicht aus, um eventuelle Empfangsstörungen bei Überreichweiten zu verringern.


Ich frage mich ja immer noch, welcher Sender das sein soll, der bei Überreichweiten stört. Der muss ja auf gleicher Frequenz (alt) oder höher sein.

Auf 92,9 fällt mir da auf Anhieb gar nichts ein. Welle 1 Innsbruck spielt im bayerischen Inntal keine Rolle mehr, auch bei Überreichweiten. Ebenso der Untersberg von deutscher Seite her.

Auf 93,0 kommt nur Rockantenne Ebersberg und BR2 Hohe Linie in Frage. Die Hohe Linie mag bei Überreichweiten schon mal stärker gehen, aber ich bezweifle, dass die sich 100kHz drüber wirklich so arg störend auswirken kann. Die Rockantenne könnte evtl. ein Kandidat sein, v.a. weil eine Verlagerung zu einem besseren Standort angedacht ist.

Auf 93,1 käme Hühnerberg noch in Frage, aber das sind dann schon 200kHz Unterschied, das schaffen doch wirklich alle Radios, selbst wenn der noch so stark kommt.

Also wirklich die geplante Verlagerung der 93,0 Rockantenne Ebersberg zum besseren Standort?

von Habakukk - am 13.10.2011 08:52
Die Hohe Linie könnte schon noch mit ein Grund für die Verlagerung der 92.9 sein, weils das gleiche Progamm ist, das dann die optimale Abstimmung erschwert...
93.0 Ebe und Hohe Linie sind kein Konflikt, da das Kernzielgebiet der 93.0 UKW-technisch nach Norden gut abgeschirmt ist. Von einem "besseren Sendestandort" muss halt nach Nord gut ausgeblendet werden und der würde sicherlich die Hauptstrahlrichtung Süd-/Südost bekommen...

von Hagen - am 13.10.2011 20:09
In der Bakom-Datenbank ist eine weitere UKW-Frequenz für den BR-Sendemast Kreuzle-Alm aufgetaucht: 92.80 - für wen könnte diese Frequenz sein?
Die Bakom UKW-Frequenzdatenbank: http://www.bakom.admin.ch/themen/frequenzen/00652/00655/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDe4R6gWym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A

von dxbruelhart - am 02.04.2013 18:13
War die 92,8 nicht ganz am Anfang in der Planung erwähnt worden?!


Vom technischen Sinn hätte RSA bestimmt Bedarf. Wirtschaftlich siehts bestimmt anders aus, da RSA noch ein oder zwei Frequenzen hätte, die für sie bereits vor zehn Jahren koordiniert wurden.

von Housefieber - am 03.04.2013 10:42
Hallo Kollegen,

ich war die Tage mal in Balderschwang unterwegs und da ist mir dieser Beitrag eingefallen. Ich hatte ein normales Radio dabei und natürlich ein Autoradio. Dann habe ich mal die Balderschwang-Frequenzen mit den Grünten-Frequenzen verglichen mit folgendem Ergebnis:

Alle BR-Programme vom Sender Balderschwang laufen synchron mit dem Grünten, bis auf B5 Aktuell. Das Signal läuft ca. 2 Sekunden verzögert zum Grünten. Ich habe es dann noch mit DAB verglichen und das DAB Signal ist nochmal eine Spur verzögert zu Balderschwang.

Meine Erkärung: Wenn man die Bilder auf alpin.fm vergleicht, stellt man fest, dass zuletzt mehere Kabel zu der Sat-Antenne gehen. Vielleicht führt man B5 Aktuell via Sat zu und den Rest via Ballempfang, aber warum ausgerechnet B5 Aktuell?? Der dürfte via Ball doch am Besten zu bekommen sein.

Nach der ganzen Diskussion zu der 87,6 BR-Klassik hätte ich eher vermutet, dass diese mit etwas Versatz läuft...

von hit24_for_ever - am 27.06.2018 14:01
Ist in Balderschwang der Empfang vom Grünten wirklich so schlecht, dass man dort
einen Füllsender benötigt ?

von sup2 - am 27.06.2018 14:58
@Hit24: Vielleicht ist der Monoempfang in Balderschwang bei BR5 etwas problematischer.

@sup2: Ja offenbar. Ich kannte mal jemanden, der da oben gearbeitet hat. Dort hat man gerne den ORF gehört, da er besser ging und natürlich Antenne Bayern, die schon viel länger als der BR einen
Füllsender betreiben (alter TV-Umsetzer Gelbhansekopf).

von Housefieber - am 27.06.2018 15:10
Zitat
Housefieber
@Hit24: Vielleicht ist der Monoempfang in Balderschwang bei BR5 etwas problematischer.

@sup2: Ja offenbar. Ich kannte mal jemanden, der da oben gearbeitet hat. Dort hat man gerne den ORF gehört, da er besser ging und natürlich Antenne Bayern, die schon viel länger als der BR einen
Füllsender betreiben (alter TV-Umsetzer Gelbhansekopf).


Ich dachte dass gerade der Monoempfang wesentlich weniger störempfindlich ist als Stereo-Empfang. Vielleicht stört da oben noch ein anderer Sender die 106,9 MHz, der unten nicht zu empfangen ist.

Dann muss der Mast mit Antenne Bayern der große auf der gegenüberliegenden Talseite sein. Was wurde da Analog-TV mäßig alles abgestrahlt?

@sup2: Ja der UKW Empfang vom BR ist wirklich nicht gut in Balderschwang...dafür gehen der Säntis und auch der Pfänder sehr gut. DAB funktioniert einigermaßen vom BR.

von hit24_for_ever - am 27.06.2018 15:42
Zitat
hit24_for_ever
Dann muss der Mast mit Antenne Bayern der große auf der gegenüberliegenden Talseite sein. Was wurde da Analog-TV mäßig alles abgestrahlt?


ARD-BR K9 10W
ZDF K53 12W
BFS K23 10W

Alles stark gerichtet runter auf Balderschwang. War ein echter Füllsender.

von RheinMain701 - am 27.06.2018 16:41
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