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Abschaltung der SWR-Mittelwellen - Ersatz durch DAB

Startbeitrag von dxbruelhart am 09.11.2011 08:28

Ich eröffne hier einen eigenen Thread zur kommenden Abschaltung der SWR-Mittelwellen, die SWR Cont.ra bzw. dem kommenden Inforadio die exklusive Ausbreitung über DAB beschert (plus einer UKW-Funzel in Stuttgart); gerade der Punkt DAB ist aber im Moment noch nicht gesichert, denn aktuell funzelt der SWR noch ziemlich herum auf DAB, die starken DAB-Sender (einige kW), von denen wir schon länger sprechen, sind bislang nur im Raum Stuttgart in Betrieb; die Hornisgrinde funzelt derzeit immer noch mit 50W herum, wohl auf dem neuen Kanal 11B, auch der Feldberg sendet immer noch mit der alten schwachen Leistung.
Damit eine Vollversorgung, die in etwa der Mittelwellen-Versorgung entspricht (zumindest in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz selbst) erreicht werden kann, müssen wirklich alle geplanten Leistungserhöhungen der DAB-Sender auch durchgeführt werden; ob dies noch bis zur Abschaltung der Mittelwellen-Sender im Januar klappt, ist noch unklar.

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
Spacelab
Entweder bekommen die es wirklich geregelt bis Januar alle Sender in der Leistung zu erhöhen, oder der SWR zeigt eindrucksvoll wie egal ihm die Anzahl seiner Zuhörer ist. Ich persönlich tippe da auf Möglichkeit zwei. :rolleyes:

--------------------------------------
Sie sind nicht sicher woran man Formatradio erkennt? Sobald Ihre Ohren anfangen zu kotzen, hören Sie Formatradio.
(Götz Alsmann)


Leider muss ich auch eher auf die Moeglichkeit zwei tippen.

Dafuer gibts viele Gruende, einer von denen, ist, dass der SWR die Vermarktung von Cont.ra ohnehin tunlichst unterlassen hatte. Ausser man interessiert sich etwas staerker fuer das Medium Radio und die Sendetechnik, duerfte einer Mehrzahl der Leute im Suedwesten das Programm Cont.ra komplett unbekannt sein. Die leistungsschwache und schlecht positionierte Funzel auf UKW in Stuttgart (91,5) tut ihr Uebriges dazu.

von 102.1 - am 09.11.2011 10:15
Mhh naja problematisch bei der MW ist doch nun daß man sie bei den derzeitigen Funzelleistungen nur noch in Sendernähe wirklich störungsfrei hören kann,MW Empfang auf der Baustelle,im Büro oder Krankenhaus,ich glaub da kommt nur Geknister und Geknatter aus dem Radio ;) und Nacht's siehts net besser aus wenn andere Sender reindrücken....
Von daher ist eine DAB+ Ausstrahlung schon besser,wenn sie denn richtig gemacht wird,sprich das Sendernetz muß soweit ausgebaut werden daß man die Gleiche abdeckung hat wie derzeit die MW.
Aber mal ehrlich,welcher Opa sitzt mit seinem Volksempfänger daheim und hört eine Infowelle?
Ich denk mal eher da läuft SWR 4 ;)
Und das gibt's nun seit vielen Jahren auf UKW...
Und für die paar Freaks die unbedingt SWR Contra auf MW hören wollen läßt der SWR diese bestimmt net weiterlaufen.
Siehe MDR,da wurde im Sommer die 882 ausgeknippst,auf meine Mail hin wurde ich auf die vielen anderen Empfangswege von MDR INFO hingewiesen,sei es DVB-S,UKW,DAB+,WEB-Radio oder die Leipziger MW....
Anders wird's der SWR auch net sehn....


von Robert S. - am 09.11.2011 11:27
Funzelleistung ist relativ. Ich habe hier in meiner Vor-DAB-Zeit tagsüber häufig DLF auf Mittelwelle gehört, der Sender Ravensburg dürfte ca. 150 km entfernt sein und ging mobil ziemlich zuverlässig. Die SWR-Mittelwellen dürften große Teile BaWüs und RPs abdecken. Ich habe das auch gerade mal kurz vom Auto aus in Murnau getestet. Von einem Überlagerungspfeifen (Danke, Bordelektronik) abgesehen gehen
576 kHz cont.ra etwas angerauscht
666 kHz cont.ra fast rauschfrei
756 kHz DLF rauschfrei
801 kHz BRplus rauschfrei
1017 kHz cont.ra stark verrauscht aber verständlich.

Das Problem sind die Dunkelheitsphasen, da mußte ich beim DLF immer wieder zwischen den einzelnen Frequenzen springen - außerdem nervt das Gepfeife durch Überlagerungseffekte mit Störsignalen gewaltig.
Das sind alles Gründe, MW nicht gerne zu hören. Wer ein Interesse an qualifizierten Informationen hat, wird MW hören, wenn es nichts anderes gibt. Wer DLF auf UKW oder DAB bekommt, wird in den meisten Fällen auf cont.ra über MW verzichten, wenn der Empfang nicht wirklich astrein ist.

Der SWR hat derzeit 4 Probleme zu lösen:
- Nennenswerte Lücken im Sendernetz von SWR2 (Kettrichhof, Linz, Brandenkopf, div. Funzeln fehlen)
- Riesige Lücken im Sendernetz von DasDing
- Eventuell kleinere Lücken im Sendernetz von SWR4 (Stichwort Auggen)
- cont.ra außer rund ums Funkhaus Stuttgart nur via MW

Mit einem konsequenten Ausbau von DAB ließen sich diese Probleme lösen.
Primärer Auftrag des SWR ist die Versorgung Baden-Württembergs und von Rheinland-Pfalz mit Radio- und TV-Programmen, diesen Auftrag kann er mit DAB erfüllen.

Was ich als Kunde erwarten würde: Wenn der SWR kein hartes Umschalten hin bekommt (d.h. MW aus, DAB komplett ein), und das wird er nicht hinbekommen können (das Sendernetz dürfte sich über Jahre hinweg im Ausbau befinden), sollte er auch nur schrittweise Mittelwelle abschalten. Heiße Kandidaten sind dabei die Sender kleiner Leistung (Ulm, Freiburg; HN und BAD sind ja schon weg), als letzte sollten Rohrdorf und Wolfsheim noch in Betrieb bleiben.

Ansonsten stimme ich auch Wiesbadener zu, möchte aber seine Jahreszahl nochmal um 10 Jahre vorverschieben (frühe 90er). Damals war Privatrundfunk ansich noch relativ neu, damals hätte man der Mittelwelle schon neues Leben einhauchen können. Aber meist gabs nur ein auf UKW schon vorhandes Programm...



von DH0GHU - am 09.11.2011 12:00
Jetzt doch ein eigener Thread? Haben die drei bisherigen zu dem Thema nicht gereicht? Na gut, mir soll's recht sein.

Zitat
RADIO354
Der Mobilempfang geht hier schonmal recht ordentlich. Wobei der Klang von SWR Cont.ra ehrlich gesagt recht dünn ist. Das sind Heute MP2 mit 48 kbps.
Bis 2004 sendete cont.ra mit 64 kbps, was wesentlich besser klang, und in RLP tut man das noch heute. Irgendjemand hat irgendwo hier im Forum mal den 14.12.2011 gepostet, an der der SWR regulär auf AAC+ umstellen wolle. Selbst wenn cont.ra dann nicht mehr Bandbreite bekäme, sollte der Klang dann wesentlich besser sein. Wünschenswert wäre natürlich mindestens die Qualität von DWissen im Bundesmux, ideal die 80kbps/AAC+ wie sie B5 aktuell auf 11D hat.

Zitat
Exidor
sollte der SWR einfach ehrlich sein, und sagen, dass es nicht wirtschaftlich ist, Opas Volksempfänger weiter mit Musik zu versorgen
Tut er dass nicht? Zitat SWR: Der Ausstieg aus der Mittelwelle ist für den SWR eine Entscheidung im Sinne der Wirtschaftlichkeit und damit der Gebührenzahler. Die Abschaltung der sechs noch bestehenden Mittelwellensender führt ab 2012 zu erheblichen Einsparungen.

Zitat
Wiesbadener
Hätten wir jetzt nicht 2011, sondern 2001, hätten potenzielle Bewerber den Medienanstalten fast die Bude eingeschlagen: Frankfurt/Meißner 594, Mühlacker 576, Rohrdorf 666, Wolfsheim 1017 usw. hätten damals locker private Nachnutzer gefunden.
In Großbritannien war es die Mittelwelle, die DAB bekannt gemacht hat. Die BBC musste auf politischen Druck hin zwei Mittelwellenketten abgeben, da kamen Talksport und Virgin Radio drauf, die dadurch landesweit empfangbar und bekannt wurden, und als DAB eingeführt wurde, lag der Vorteil auf der Hand. Ähnlich ist es gerade in Australien, wo viele Programme, die bisher nur über Mittelwelle empfangbar waren, gerade kräftig DAB+ pushen.

von freiwild - am 09.11.2011 13:50
Zitat
Spacelab
In Australien feuert man mit richtig Leistung über DAB. Da wird auch mal mit 100kW geheizt und das geht dann richtig weit. Und in den Dörfern in der absoluten Einöde steht ein "Repeater" (keine Ahnung wie das in dem Fall richtig heißt) der das bereits fertig gemuxte Ensemble von Sat abgreift, verstärkt und auf einen DAB Kanal umsetzt. Das ist für die Sender anscheinend immer noch günstiger als Mittelwelle und die Zuhörer freuen sich über besseren Klang.


Es gibt in Australien derzeit genau 16 einzelne DAB-Sender (also nicht Programme, nicht Standorte, nicht Muxe, sondern Kisten mit Modulator, Endstufe, Antennenanschluß...).
Koordiniert sind Sendeleistungen zumeist von 50 kW ERP, in einigen Fällen von 12,5 kW ERP.

Versorgt sind Adelaide, Brisbane, Melbourne, Perth und Sydney.

Quelle:
http://www.acma.gov.au/webwr/_assets/main/lib100059/drb_6-oct2011.pdf

Siehe auch:
http://www.acma.gov.au/WEB/STANDARD/pc=PC_9150


von DH0GHU - am 09.11.2011 22:12
Also ich bedauere die Abschaltung der MW-Sender des SWR sehr. Die MW ist halt immer noch eine gute Möglichkeit selbst mit einfachen Geräten auch überregional (nachts oft sogar europaweit) ein Programm zu empfangen. Und die Mär mit der Klangqualität stimmt auch nicht. Gerade auf alten Röhrenradios klingt die MW ganz toll. Und wenn man mal richtig "Werbung" für diesen Empfangsweg machen würde (wer kennt denn heute noch die Bedeutung der Aufschrift MW oder AM auf seinem Radio?) dann würde dieser auch (wieder) genutzt werden. Schließlich kommt es v.a. auf die Inhalte des übertragenen Programms an, und wenn diese attraktiv sind, wird es gehört, auch wenn die Übertragungsqualität nicht optimal ist (es wäre mal interessant die Hörerzahlen für Bayern Plus auf MW zu erheben). Im Übrigen haben viele auch nur verrauschten UKW-Empfang und im Auto hat man ohnehin einen mehr oder weniger großen Geräuschpegel, so dass es einem Laien nicht weiter auffallen dürfte ob er UKW oder MW hört.

So wie der SWR mit DAB herummurkst wird das neue (übrigens völlig überflüssige) Programm SWR Info erstmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit senden.

Mein Vorschlag: Rheinsender und Mühlacker weiterlaufen lassen und den Bodenseesender auf 20 kW reduzieren. So sollten BW und RP noch voll versorgt sein.

von wolfgangF - am 09.11.2011 22:13
Zitat
Ulrich Hilsinger
Zitat
Spacelab
In Australien feuert man mit richtig Leistung über DAB. Da wird auch mal mit 100kW geheizt und das geht dann richtig weit. Und in den Dörfern in der absoluten Einöde steht ein "Repeater" (keine Ahnung wie das in dem Fall richtig heißt) der das bereits fertig gemuxte Ensemble von Sat abgreift, verstärkt und auf einen DAB Kanal umsetzt. Das ist für die Sender anscheinend immer noch günstiger als Mittelwelle und die Zuhörer freuen sich über besseren Klang.
Es gibt in Australien derzeit genau 16 einzelne DAB-Sender (also nicht Programme, nicht Standorte, nicht Muxe, sondern Kisten mit Modulator, Endstufe, Antennenanschluß...).
Koordiniert sind Sendeleistungen zumeist von 50 kW ERP, in einigen Fällen von 12,5 kW ERP.

Versorgt sind Adelaide, Brisbane, Melbourne, Perth und Sydney.

Quelle:
http://www.acma.gov.au/webwr/_assets/main/lib100059/drb_6-oct2011.pdf

Siehe auch:
http://www.acma.gov.au/WEB/STANDARD/pc=PC_9150

Genau das hab ich mich auch gefragt. So richtig gut versorgt sind nur die Städte. Repeater sind mir nicht bekannt (ich kenn nur die Wohnort-Seite).

von andimik - am 10.11.2011 08:51
Zitat
PM des SWR vom 07.11.11
SWR setzt auf Digitalradio und stellt Mittelwelle ein

Abschaltung der SWR-Mittelwellensender und Start des Digitalradios mit allen SWR-Hörfunkprogrammen Anfang Januar 2012

Die Mittelwelle geht, das Digitalradio kommt. Ab Anfang Januar 2012 schaltet der Südwestrundfunk (SWR) seine Mittelwellensender ab und verbreitet seine SWR-Radioprogramme digital. Zugleich startet in DAB das neue Informationsradio „SWR Info“.

Die analoge Mittelwelle, die in Bezug auf die Tonqualität nicht mehr zeitgemäß ist, wurde im Laufe der Jahre von immer weniger Hörern genutzt. „Statt in Zeiten knapper werdender Mittel weiter Geld in eine teure veraltete Technologie zu stecken, setzt der SWR für die Zukunft auf den digitalen Hörfunk“, sagt Joachim Bareiß, Leiter der SWR-Programmverbreitung. „Wir schalten deshalb von der Mittelwelle um zu Digitalradio – einer modernen, terrestrischen Übertragung von Hörfunkinhalten, die neben einer deutlich besseren Tonqualität viele multimediale Zusatzfunktionen wie Nachrichtenschlagzeilen in Textform oder Wetter- und Stauinformationen bietet.“

Der Ausstieg aus der Mittelwelle ist für den SWR eine Entscheidung im Sinne der Wirtschaftlichkeit und damit der Gebührenzahler. Die Abschaltung der sechs noch bestehenden Mittelwellensender führt ab 2012 zu erheblichen Einsparungen.

Hab nochmals die PM aus dem Nachbar-Thread hierher kopiert, weil's ja hier um das Thema geht.
Mich wundert etwas, dass da von "sechs noch bestehenden MW-Sendern" die Rede ist. Seit 01.07. sind es ja nur noch fünf. ;)


Zitat
ulionken im Thread "DAB in BW"
Zu den primären Aufgaben des SWR gehört es zunächst einmal, die Versorgung im eigenen Sendegebiet sicherzustellen. Dieser Aufgabe kommt er bisher für die Programme SWR Cont.Ra und "Das Ding" hier im Landkreis Lörrach kaum nach (abgesehen vom Satellitensignal und einer angerauschten Mittelwelle), und das seit Jahren...

Bei der Gründung des SWR haben die beiden Landesregierungen dem SWR im Staatsvertrag nur die Verbreitung von 4 HF-Programme je Bundesland (also SWR1/2/3/4) zugestanden; wohl zum Schutz der privaten Konkurrenz. Einen zwingenden Versorgungsauftrag hat der SWR daher (leider) auch nur für diese 4 Programme und für uns Hörer bzw. Gebührenzahler besteht somit auch kein Anspruch auf den Empfang von DasDing und cont.Ra. Daran ist aber nicht der SWR schuld, sondern die Politik.
Bleibt also nur die Hoffnung auf den weiteren Ausbau der DAB-Netze in beiden Bundesländern, um diese beiden Programme überall terrestrisch empfangen zu können.


von Manager. - am 10.11.2011 09:43
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Zitat
wolfgangF
den Bodenseesender auf 20 kW reduzieren

Halte ich für keine gute Idee. Damit würde er sich abends nicht mehr gegen die Gleichkanalstörer durchsetzen können. Die DAB-unterversorgte Hochrhein-Region liesse sich mit 20kW aus Rohrdorf nicht mehr optimal versorgen.
Entweder mit der jetzigen Leistung weiterlaufen lassen oder ganz abschalten, aber bitte kein Sterben auf Raten!


Das ist sicher richtig. Die Hochrheinregion ist in der Tat schon jetzt schlecht versorgt. Mir ging es aber auch nicht um ein Sterben auf Raten, sondern um ein evtl. noch vertretbares Sparen bei den Verbreitungskosten.

Ich denke nach wie vor, dass die Nutzung der AM-Bereiche auch deshalb zurück geht, weil man überhaupt keine Werbung dafür macht. Wie gesagt, "Otto-Normalhörer" wird heute in UKW eingeführt und sucht angesichts des dortigen Angebots keine Empfangsalternative. Die angeblich schlechte oder unzeitgemäße Qualität lasse ich als Totschlagargument nicht gelten.

von wolfgangF - am 11.11.2011 16:44
Zitat
Schwabinger
Aber für den SDR hat da doch ewig ein UKW-Sender existiert (ich glaube Südfunk 3 - 1+2 waren wohl aus Mühlacker).
Wie ging denn das, dass ein SDR-Sender aus dem SWF-Gebiet senden konnte?

Das ist eine lange Geschichte... ;)

1964 starten ja die Gastarbeiterprogramme der ARD (damals täglich von 17.39 Uhr bis 21.00 Uhr) und so begann auch der SDR mit dem Aufbau einer dritten Senderkette (Südfunk 1 und 2 gab es da schon). Diese 3. UKW-Kette wurde dann im Laufe der Jahre auch für weitere Sendungen genutzt; u.a. auch für großflächige Sportsendungen am Wochenende und ab 1970 auch für regional getrennte Magazinsendungen für (Nord-)Baden und (Nord-)Württemberg - auch für regional getrennte Sportsendungen.

Da über die für Mühlacker vorgesehene 97,0 die badischen Regionalsendungen für den Großraum Karlsruhe/Pforzheim gesendet werden sollten und eine Versorgung dieses Gebietes aus Mühlacker nicht vollständig möglich gewesen wäre, hat man sich dann - so mein Kenntnisstand - 1974 am Bundespost-Standort in Langenbrand eingemietet.


Aber zurück zum Thema MW-Abschaltung...

Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Eine Nachnutzung von Rohrdorf mit DKultur wäre keine schlechte Idee, um die am Big-Bang-Tag™ verlorengegangene terrestrische Empfangbarkeit dieses Programms wiederherzustellen...

Big-Bang-TagTM :D :joke:

Die Standorte Mühlacker, Freiburg-Lehen und Wolfsheim braucht man ja weiterhin für den UKW-Betrieb, aber Ulm-Jungingen und Rohrdorf sowie Obereisesheim (bereits abgeschaltet) wird der SWR wohl in den nächsten Jahren aufgeben.


von Manager. - am 13.11.2011 17:31
Nochmal kurz von AM zu FM ;)
Zitat

Versteh' ich immer noch nicht. Der SDR hat Langenbrand bzw. Mühlacker immer wie einen Füllsender für Pforzheim behandelt und Karlsruhe offiziell zum UKW-Versorgungsbereich von Heidelberg zugeordnet.

In alten Senderkarten (Shell-Atlas :spos:) taucht weder Mühlacker noch 97,0 Langenbrand bei SDR (Bereichskennung A) auf. Nur S 94,7/92,2 und HD 97,8/99,9.
Zitat
freiwild
Aber auch, dass Sendeanstalten von fremdem Gebiet senden, ist so ungewöhnlich nicht.

Ist schon klar. Bekanntestes Beispiel St. Chrischona. Und der SWR hat m. W. auch in Straßburg einen Sender für SWR 4.
Aber zwischen SDR und SWF bestand ja so eine heikle Konkurrenzsituation innerhalb eines Bundeslandes, die es sonst quasi nur in Berlin zwischen RIAS und SFB gab. Wie hier mal geschrieben wurde, hat der SDR in seinem Senderheft Südbaden und Teile von Südwürttemberg in einer Frequenzkarte als "derzeit nicht versorgt" dargestellt.




von Schwabinger - am 13.11.2011 18:04
Zitat
Funkschatten
Deswegen, es folgte eine mehrstündige Aktion wo die Geschichte des Senders gezeigt wurde :spos: (Leider nicht bei Youtube vorhanden). Zum Schluss hat ein Techniker gewunken und den Sender abgeschaltet

Zumindest den legendären Abschaltmoment gibt es auch bei YouTube, auch wenn ich für dieses Video bereits eine "Warnung" wegen der unterlegten (aber originalen) Musik gekriegt habe. :rolleyes:
Ich hoffe, man kann es sich in Deutschland trotzdem noch ansehen. Hier in der Schweiz geht es jedenfalls noch.

Die ganze Abschiedsshow hochzuladen, könnte ich mal probieren, da inzwischen auch Videos von mehr als 10 Minuten Länge bei YT möglich sind. Das war 2007 noch nicht der Fall. Aber den Soundtrack vom Bavarian Open Radio müsste ich auf jeden Fall entfernen, da das Video sonst garantiert sofort der Content-Mafia zum Opfer fällt.

Zurück zum SWR: die kurze Abschiedsshow auf der Hornisgrinde hat mich damals auch erstaunt. Eigentlich hätte sie auch auf dem Feldberg laufen sollen, der zum gleichen Zeitpunkt abgeschaltet wurde. Das hat aber leider nicht geklappt, so dass dort die TV-Ära "hart" zu Ende ging. :(

Tja, mal abwarten, vielleicht erbarmt sich doch noch jemand, den Mittelwellen einen würdigen Abschied zu geben. Zumindest Mühlacker als einer der ältesten deutschen MW-Standorte hätte es sicher verdient.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 15.11.2011 05:14
Zitat
SWR.de
Die Abschaltung der Mittelwelle ist auch eine Entscheidung im Sinne der Wirtschaftlichkeit und damit der Gebührenzahler: Durch die Abschaltung der sechs noch bestehenden SWR-Mittelwellensender können ab 2012 jährlich hohe Stromkosten eingespart werden. Weitere Einsparungen kommen über die Posten Personal, Wartung und Unterhalt der Sendeanlagen hinzu. Die technischen Anlagen zur Ausstrahlung der Mittelwelle an den sechs bisherigen Senderstandorten werden nach der Abschaltung nicht mehr benötigt. Die Anlagen, die nicht für andere Zwecke weiter genutzt werden können, werden abgebaut und beseitigt.

Quelle: http://www.swr.de/contra/-/id=7612/nid=7612/did=8939428/mpdid=8941282/olgwj/index.html

Heißt doch konkret, dass die Kleinsender verschwinden. Mühlacker bleibt garantiert stehen, da dort ja noch weitere SWR-Antennen installiert sind. Wie sieht es mit dem Bodenseesender und dem Rheinsender aus?

von oli84 - am 05.12.2011 16:52
@ Wiesbadener

Zitat

Irgendwie stimmt mich das traurig, ich denke mal, vor zehn Jahren hätte sich durch besondere Programme noch eine Mittelwellenkultur wie in Holland oder Großbrittanien entwickeln können.


Das glaube ich nicht. Mega Radio hatte sich mit einem durchaus attraktiven Programm an der Mittelwelle versucht. Die Mittelwelle kann sich hierzulande mit ihren Nachteilen (NF auf 4,5 kHz beschränkt, Fading und Störanfälligkeit) nunmal nicht gegen UKW behaupten.



@ Robert S.

Zitat

Aber mal ehrlich,welcher Opa sitzt mit seinem Volksempfänger daheim und hört eine Infowelle?
Ich denk mal eher da läuft SWR 4 ;)


Stimmt. Selbst bei den mir bekannten Herrschaften, die in einer Zeit aufgewachsen sind, in der AM noch neu und der einzige Rundfunkbereich war, hört keiner mehr Lang-, Mittel- oder gar Kurzwelle.


Zitat

Siehe MDR,da wurde im Sommer die 882 ausgeknippst,auf meine Mail hin wurde ich auf die vielen anderen Empfangswege von MDR INFO hingewiesen,sei es DVB-S,UKW,DAB+,WEB-Radio oder die Leipziger MW....


Es würde mich nicht wundern, wenn du der einzige warst, der überhaupt auf die Abschaltung beim MDR reagiert hat.



@ Biertrinker

Zitat

Wird eigentlich der Sendemast Muehlacker komplett demontiert?


Irgendwo hatte ich mal gelesen, daß Mühlacker den Mast als Wahrzeichen erhalten will.


von Kay B - am 13.12.2011 23:20
Zitat
Signalstärke Rheinsender
Die 1017khz geht mittlerweile aber nur noch recht schlecht hier


2005 hatte ich eine Führung am Rheinsender. Damals stand noch der 200 kW Sender als Reserve.
In Betrieb war ein 100 kW-Sender. Es handelt sich um den ehemaligen 40 kW Sender aus Freiburg. Dieser wurde in Wolfsheim auf 100 kW mit dynamischer Amplitudenmodulation umgebaut.

Früher gab es wohl einen weiteren 200 kW Sender und die konnten zusammengeschaltet werden.


In den Sprechpausen zeigte der Zeiger etwa 45 kW an. Der Stationsleiter erklärte mir aber, daß der bei Modulation schon 100 kW macht.

Rauschen stellst Du aber nicht bei lauter Musik fest, sondern während leiser Passagen oder eben Sprechpausen.

Und da macht der ja nur 45 kW. Klar, daß das rauscht.

Ich hatte früher in Bremen die Bodenwelle des Rheinsenders empfangen (der Stationsleiter glaubte mir das übrigens nicht). Das war aber so. Und hier im Taunus auch den Bremer Sender vom Leher Feld noch mit der Bodenwelle empfangen - sehr schwach, am Rande der Verständlichkeit - aber immerhin.



von Wolf Sch - am 29.12.2011 19:23
Umgekehrt war es einmal so, dass nach einem Empfangsbericht an Radio Bremen (ich empfing die 936 kHz in Frankfurt trotz Italien und Ukraine an einem Abend bestens) der Stationsleiter von RB eines Morgens bei mir anrief und mitteilte, dass der Bremer Sender in Frankfurt eigentlich garnicht mehr hörbar sein könnte. Zum Glück war noch Dämmerung und ich schaltete auf Verdacht mein Radiogerät (DE1103) ein und RB war schlecht, aber trotzdem zu hören. Ich hielt den Hörer ans Radio und auf der anderen Seite der Leitung war jemand ganz still....
Zurück zum Thema: Wolfsheim blies zu seinen besten Zeiten 400 kW in die Luft und war hier neben dem HR-Sender 594 kHz (und natürlich AFN 873 kHz) die am stärksten einfallende Station.
Nach der Leistungsreduzierung war abends/nachts teilweise der damals noch existierend türkische Sender bei Istanbul stärker als der SWR. Heutzutage mit den zunehmenden Störquellen meint man, die 1017 kHz ist mindestens 200 km vom Empfangsort entfernt.

von Heinz Schulz - am 29.12.2011 19:56
Nach fast 60 Jahren Sendebetrieb wird heute der Sender Ulm-Jungingen abgeschaltet.

---> http://s1.directupload.net/file/d/2754/bfhpg2uw_jpg.htm

1952 gegann der SDR hier mit der Ausstrahlung von Südfunk 1 auf 1169 kHz mit 3 kW (später 5 kW), weil der Hauptsender Mühlacker auf 575 kHz in den Abend- und Nachtstunden als Folge des Kopenhagener Wellenplans (ab 15.03.50) durch einen Gleichwellensender in der DDR stark gestört wurde. Später kam dann noch AFN auf 1142 kHz mit 0,25 kW hinzu.

Mit dem neuen Genfer Wellenplan (ab 23.11.78) wechselte Südfunk 1 auf 711 kHz (weiterhin mit 5 kW). Für AFN wurde hier zwar die 1143 kHz mit 0,25 kW koordiniert, aber nicht mehr genutzt. In den 80er-Jahren war über die 711 kHz tagsüber (Mo-Fr 9-17 h; Sa/So 9-15 h) das Programm von Radio 3 Südfunk Stuttgart bzw. Südfunk 3 (Programmname wechselte mehrmals) zu hören; ansonsten weiterhin Südfunk 1. Ab Ende der 80er dann ganztägig SDR 1.

Mit dem Start der Kooperation von SDR und SWF 1991 waren dann neben SDR 1 auch die Gastarbeitersendungen (19.00-22.20 h) hier zu hören. Nach der Fusion von SDR und SWF zum SWR am 30.08.98 wurde zunächst SWR1 BW (incl. Gastarbeitersendungen) verbreitet, bevor dann ab dem Frühjahr 2002 SWR cont.Ra gesendet wurde.
Im März 2010 gab es dann nochmals einen Frequenzwechsel von 711 auf 1413 kHz (0,6 kW), um den DRM-Testsender in Obereisesheim bei Heilbronn auf gleicher Welle nicht zu stören. Und heute ist nun Schluß.

---> http://s1.directupload.net/file/d/2754/edyzinyc_jpg.htm

Alle Angaben ohne Gewähr.

von Manager. - am 30.12.2011 08:52
In der Stadt war oder ist das durch die Dämpfungen kaum hörbar.
Hier im Taunus ging das mit Außenantenne oder ich fuhr mit dem Auto auf eine Anhöhe außerhalb des Ortes. Dann ging das mit der serienmäßigen Stabantenne im Käfer und einem Braunschweig 2 Radio.
Zu Bremen: Der AFN kam seinerzeit tagsüber auch noch sehr dünn.
Wesentlich besser ging der hr1. Da wird man wohl den Meißner gehört haben der ja seinerzeit auch noch 200 kW hatte.

Auch die Bodenwelle der 6190 kHz war gut hörbar, versorgte praktisch die Stadt. Allerdings lief hier meistens SFB, nur 3 Stunden am Tag wurde die Hansawelle aufgeschaltet.

Es war nicht so, daß die Bodenwelle der Kurzwelle nach wenigen Kilometern nicht mehr hörbar war. Das hatte ich dann getestet in Richtung Osnabrück. Irgendwann wurde das dann schwächer und verschwand. Aber ich weiß die Anzahl der Kilometer leider nicht mehr. Bis nach Osnabrück ging die Bodenwelle der 6190 kHz jedenfalls nicht. Gefühlt auf halber Strecke war Schluß. Das war mit einem handelsüblichen Kofferradio getestet - zum Glück ohne Beifahrerin. Die wäre wohl sonst ziemlich genervt gewesen. ;)

von Wolf Sch - am 30.12.2011 08:58
Habe mal meine alten Aufzeichnungen rausgekramt.
Ist zwar jetzt leicht OT, aber das alles konnte ich Anfang der 80er auf Mittelwelle unter Normalbedingungen tagsüber, also rein über Bodenwelle, empfangen:
531 Beromünster, DRS1 (stark)
558 Monte Ceneri, Ital. Schweiz (mittel)
576 Mühlacker, Südfunk 1 (stark)
594 Frankfurt, HR1 (mittel)
666 Bodenseesender, SWF1 (sehr stark)
711 Ulm, Südfunk 1/3 (mittel)
756 Ravensburg, DLF (sehr stark)
765 Sottens, Frz. Schweiz (mittel)
801 München, BR (schwach)
828 Freiburg, SWF1 (schwach)
873 Frankfurt, AFN (schwach)
900 Mailand, RAI (sehr schwach)
1017 Wolfsheim, SWF1 (schwach)
1026 Dornbirn, ORF (sehr stark)
1107 München, AFN (sehr schwach)
1278 Strasbourg, R.France (schwach)
1422 Saarbrücken, SR (schwach)
1440 Marnach, RTL (sehr schwach)
Am schwierigsten war es dabei, die 756/765 und 1017/1026 zu trennen.
QTH war am Überlinger See.

von Mike_KA - am 30.12.2011 23:07
bin sehr spät auf dieses Forum gestoßen, hab´ auch noch nie in solch einem geschrieben: also meine Premiere...
Für mich waren die 3 MW-Sender des SWR die beste Möglichkeit, nachts mdr-info zu hören. So zum Einschlummern: Da geht webradio oder Sat nur wenn man Alleinschläfer ist. So zum diskret Hineinhören und Wegschlafen eignet sich halt ein kleines Sony ICF-7600 sehr gut. Und Empfangsprobleme gibt es bei mir in Vöcklabruck (zwischen Linz und Salzburg) nicht, wenn man entsprechend bescheiden ist. Grund für meinen "Umstieg" oder besser Wiederneueinstieg in die MW war, dass man mir einen Sender namens Arabella 100 kHz neben den Wendelstein auf 105,7 MHz setzte, den kann mein Sony mit seinem breiten Filter nicht weghalten. Dies nur als Beispiel, wie "moderne " Übertragungsverfahren plötzlich ausfallen können. Da lob´ ich mir halt die gute alte MW, die da recht zuverlässigen Empfang bietet, trotz der zahlreichen Störer. Ich hörte heute früh um 7:00 auf 576, 666 und 1017 KHz jeweils ein gutes und verständliches Signal (nicht nur zu Hause, auch im Auto).
Für mich bleibt dann ab 9.1. nurmehr der mdr-Sender auf 783 KHz (eine eher "wackelige" Sache), oder ich muss in meiner eh schon spärlichen Freizeit was Neues installieren.
Ihr versteht bitte, dass halt jeder einzelne Hörer sein eigenes Anforderungsprofil und seinen individuellen Geschmack hat. Ich hab hier meine persönliche Problematik geschildert, die dieser s/off für mich bedeutet.

von Dr. Eduard Dunzinger - am 01.01.2012 12:05
Aus Anlass der bevorstehenden Abschaltung habe ich mal ein paar Bilder des Bodenseesenders Rohrdorf aus meinem Archiv gekramt.

Zunächst der Stand von 2004, als noch alle vier MW-Masten standen und auch die Kurzwelle 7265kHz noch in Betrieb war, deren Antenne auf dem vierten Bild zu sehen ist:



Und diese Bilder sind von 2008. Da standen nur noch zwei MW-Masten und anstelle der KW-Antenne war nur noch eine grüne Wiese (Bild 4) zu sehen. Die antike KW-Reusenantenne beim Betriebsgebäude (Bild 2) hat man immerhin stehen gelassen.



Was mir an der Rohrdorf-Mittelwelle schon immer gefallen hat, ist die gute Reichweite und ihr sehr angenehmer Klang. Es wird (bis morgen noch...) mit ca. 6,5kHz NF-Bandbreite gesendet, was sich auf Empfängern mit breiten AM-Filtern richtig gut anhört. Es wäre wirklich ein Traum, wenn der DLF statt aus Wilhelmskirch bei Ravensburg künftig auf 666kHz aus Rohrdorf senden würde oder wenn man DKULTUR zusätzlich aufschalten würde. Sowohl klanglich als auch von der Reichweite und Störfreiheit her, wäre dieser Standort und diese Frequenz deutlich im Vorteil gegenüber der 756kHz. Aber dazu wird es sicherlich nicht kommen. Ich hoffe nur, dass Rohrdorf wenigstens von Radio Putin verschont bleibt!!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 07.01.2012 19:21
Mit der Abschaltung der letzten SWR-Mittelwellensender geht auch eine ganze Ära zu Ende.
Den ersten MW-Sender im heutigen SWR-Gebiet hatte der SDR-Vorgänger SÜRAG am 11.05.24 in Betrieb genommen. Der erste Großsender war dann Mühlacker 1930.

Neben den großen und weitreichenden Sendern wie Mühlacker beim SDR und dem Rheinsender beim SWF gab es insbesondere infolge des neuen Kopenhagener Wellenplans (ab 15.03.50) auch zahlreiche Kleinsender. Hier die MW-Sender und -Frequenzen von SDR und SWF Anfang der 60er-Jahre:


SDR

575 kHz
Mühlacker 100 kW

998 kHz
Buchen/Walldürn 0,2 kW
Heidelberg/Dossenheim 10 kW

1169 kHz
Heilbronn/Obereisesheim 10 kW
Ulm-Jungingen 5 kW

1412 kHz
Bad Mergentheim 3 kW

1484 kHz
Adelsheim 0,2 kW
Bopfingen 0,2 kW
Crailsheim 0,2 kW
Eberbach (Neckar) 0,2 kW
Ellwangen 0,2 kW
Gerabronn 0,2 kW
Giengen (Brenz) 0,2 kW
Heidenheim 0,2 kW
Kirchberg (Jagst) 0,2 kW
Mosbach 0,2 kW
Neresheim 0,2 kW
Schwäbisch Hall 0,2 kW
Wertheim 0,2 kW


SWF

827 kHz
Baden-Baden 3 kW
Freiburg-Lehen 40 kW
Kaiserslautern-Rotenberg 3 kW
Koblenz 0,5 kW
Sigmaringen 3 kW
Trier 3 kW

1016 kHz
Rheinsender 120 kW

1538 kHz => am 20.12.61 Wechsel auf 665 kHz
Bad Dürrheim 20 kW
Ravensburg 40 kW
Reutlingen 10 kW



Im Genfer Wellenplan (ab 23.11.78) wurden dann noch folgende MW-Sender geplant:


SDR

576 kHz
Mühlacker 300 kW

711 kHz
Heidelberg/Dossenheim 5 kW
Bopfingen 0,2 kW
Heilbronn/Obereisesheim 5 kW
Ulm-Jungingen 5 kW
Wertheim 0,2 kW => 1988 Wechsel auf 1413 kHz

1413 kHz
Bad Mergentheim 3 kW => 1988 Wechsel auf 711 kHz
Buchen/Walldürn 0,2 kW => 1988 Wechsel auf 1485 kHz
Heidenheim 0,2 kW

1485 kHz
Adelsheim 0,2 kW


SWF

666 kHz
Bodenseesender 300/180 kW (tagsüber/nachts)

827 kHz
Freiburg-Lehen 40 kW

1017 kHz
Rheinsender 600 kW

1485 kHz
Baden-Baden 1 kW




Nach der Fusion von SDR und SWF zum SWR waren dann noch folgende Sender und Frequenzen in Betrieb:


SWR

576 kHz
Mühlacker 300 kW

666 kHz
Bodenseesender 150 kW

711 kHz
Heidelberg/Dossenheim 5 kW => 2004 stillgelegt
Heilbronn/Obereisesheim 5 kW => ab 2010 DRM-Test 2 kW; 2011 stillgelegt
Ulm-Jungingen 5 kW => 2010 Wechsel auf 1413 kHz; 2011 stillgelegt
Bad Mergentheim 3 kW => 1999 stillgelegt

827 kHz
Freiburg-Lehen 10 kW

1017 kHz
Rheinsender 200 kW

1485 kHz
Baden-Baden 1 kW => 2010 stillgelegt
Kaiserslautern-Rotenberg => 2004/05 DRM-Test 0,3 kW
Rheinsender => 2006-08 DRM-Test 0,42 kW


alle Angaben ohne Gewähr

von Manager. - am 08.01.2012 16:40
Nachdem ich in den vergangenen Jahren öfters mal noch auf die SWR cont.ra Mittelwelle zurückgegriffen hatte, um das Medienmagazin abseits des Satellitenempfangs mit dem Weltempfänger zu hören, habe ich es heute nochmal mit der SABA-Stereoanlage meiner Eltern gehört.
Das Gerät aus dem Jahr 1976 listet noch Sendernamen an der MW-Skala, z.B. auch 575 kHz Stuttgart, 665 kHz Südwestfunk und 827 kHz Südwestfunk. Die 1016 wird nicht genannt, da zwischen NDR/WDR und Österr. Rundf. nicht genug Platz ist.
Da wird einem richtig wehmütig, wenn man sieht, dass drei Viertel der vermerkten Sender gar nicht mehr aktiv sind, und heute kommen noch ein paar hinzu.

Die letzten fünf Minuten der Sendung (das Interview mit Peter Boudgoust zu SWRinfo) habe ich mir dann doch noch - passend zu seiner Anmerkung, dass SWRinfo abgesehen von UKW Stuttgart gezielt nur noch über DAB+ verbreitet werden soll - über DAB+ von der Hornisgrinde angehört.

Heute Abend um 23 Uhr höre ich mir die letzten Minuten von Wolfsheim und Mühlacker jedenfalls noch Live an. Zufälligerweise läuft bis zu diesem Zeitpunkt auch der Film '2012' bei Pro 7. ;-)

von Saarländer (aus Elm) - am 08.01.2012 19:21
Abschied...



Bodenseesender 24.10.64-08.01.12
---> http://s14.directupload.net/file/d/2763/xrjgb3p3_jpg.htm

---> http://s14.directupload.net/file/d/2763/c49xkb6m_jpg.htm

---> http://s14.directupload.net/file/d/2763/ksllfhap_jpg.htm
Reservemast

---> http://s1.directupload.net/file/d/2763/n2iapiay_jpg.htm
Hauptsendemast

---> http://s14.directupload.net/file/d/2763/rxt72vyb_jpg.htm

---> http://s14.directupload.net/file/d/2763/ehe6wca6_jpg.htm



Rheinsender 03.05.50-08.01.12
---> http://s1.directupload.net/file/d/2763/adx4hukr_jpg.htm

---> http://s1.directupload.net/file/d/2763/nqpw55e3_jpg.htm

---> http://s7.directupload.net/file/d/2763/i5eazkjl_jpg.htm
UKW-Turm mit MW-Reusenantenne (Reserve)

---> http://s14.directupload.net/file/d/2763/5llglodo_jpg.htm
MW-Sendemast

---> http://s14.directupload.net/file/d/2763/frhxi5d2_jpg.htm

---> http://s7.directupload.net/file/d/2763/qxgialmw_jpg.htm



Freiburg-Lehen 20.12.33-08.01.12
---> http://s7.directupload.net/file/d/2763/at74d795_jpg.htm

---> http://s14.directupload.net/file/d/2763/jl2gjtfn_jpg.htm

---> http://s1.directupload.net/file/d/2763/gavslpzi_jpg.htm

---> http://s14.directupload.net/file/d/2763/6twvkkc7_jpg.htm



Mühlacker 21.11.30-08.01.12
---> http://s7.directupload.net/file/d/2763/wgx2ibon_jpg.htm

---> http://s14.directupload.net/file/d/2763/m97yczf5_jpg.htm

---> http://s7.directupload.net/file/d/2763/3r6tb2ix_jpg.htm
UKW-Turm

---> http://s7.directupload.net/file/d/2763/g784cxa9_jpg.htm
MW-Reservemast

---> http://s14.directupload.net/file/d/2763/rfhx7jdn_jpg.htm
MW-Hauptsendemast

---> http://s1.directupload.net/file/d/2763/urspfwzg_jpg.htm

---> http://s1.directupload.net/file/d/2763/lfp9jjm3_jpg.htm

von Manager. - am 08.01.2012 19:45
Echt schade das mein alter kleiner Telefunken Jubilate 5061W derzeit nicht spielen will, hatte mir ein älterer Herr geschenkt, leider hat der Siebelko oben eine Krone sitzen. Das ist mir zu heikel.

Und der alte Loewe Opta Venus 55 546W, der einen bombastischen Klang dank dem grossen Chassis hat, steht leider bei meinem Onkel. Mit dem bin ich gerne früher über die AM-Bereiche gedreht, obwohl das mein Vater gar nicht gerne gesehen hat, immerhin ist das gute Stück noch einwandfrei spielbereit. Faszinierend fand ich immer das Magische Auge.
UKW geht nur bis 100 MHz (bei Anschlag war noch DRS1 bzw. Radio Ohr auf 101,6 zu holen.)

Zur Aufnahme:

Sollte alles glatt gehen, der Sony ST-S311 mit aussen montierter Rahmenantenne nimmt die 576 kHz auf, am digitalen S-Meter kann ich ja dann sehen wann die HF weggeht. :(

Mit dem Degen und dem PC gibts Indoor nur zuviele Störungen.

von DX-Matze - am 08.01.2012 20:07
Zitat
Metthi
Auch ich höre hier in Braunschweig gerade das letzte mal SWR auf Mittelwelle. 666 kHz und 1017 kHz kommen brauchbar an, auf 576 kHz ist noch ein anderer Sender im Hintergrund. Gab es nicht auch in der DDR früher einen Sender auf 576 kHz oder habe ich das falsch im Gedächtnis?

Hier am Elm war Mühlacker auf 576 KHz die bessere Wahl.

Das war früher nicht so, als auf dieser Frequenz noch Radio DDR 1 via Leipzig lief. Mühlacker konnte ich nicht empfangen.
Für damals Südfunk 1 hatte ich dafür aber sehr gut die Kurzwelle auf 6030 KHz. Ebenfalls Mühlacker.

666 und 1017 waren hier aber auch immer zu empfangen gewesen.

Schade, daß man so sang- und klanglos abgeschaltet hat. :sneg:
Ein Hinweis in eigener Sache hätte nicht geschadet.

BTW: Einn kurzer Mittschnitt von Mühacker und dem Rheinsender von heute abend bfindet sich im Faissbook.
Die letzte Minute aus Mühlacker pack ich morgen dort rein.

von bikerbs - am 08.01.2012 22:42
Zuerst mal herzlichen Dank an alle Mit-Mitschneider! :spos:

Wirklich schade, dass das Ende der SWR-Mittelwellen-Ära wie erwartet ohne ein einziges Wort der Würdigung und sogar ohne irgendeinen Hinweis über die Bühne ging. :sneg:

Zitat
DX-Matze
Hier noch ein Schnipsel der 576.

Irgendwie klang Rohrdorf besser, hat man am Ende gar nicht mehr mit 7 kHz NF gesendet? Jedenfalls klingt das nicht so, und in meinem Sony steckt ein Scheunentorfilter drin.


Hört sich ganz so an. Jedenfalls kein Vergleich zu meinem Rohrdorf-Mitschnitt.

Klanglich sehr enttäuscht bin ich von den PERSEUS-Aufnahmen, die oli84 gemacht hat. Mit einem solchen Hightech-Gerät sollte doch mehr drin liegen als derartiger Müffelsound??

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.01.2012 04:49
Es ist echt schade, dass die Mittelwellen vom SWR nun komplett abgeschaltet wurden und das noch ohne irgendwelche Extraprogramme, denn bei SWR2 lief mal vor einigen Wochen (auf dem Weg zur Arbeit) eine Sendung zum Sender Mühlacker mit Gesprächspartnern vom SWR und Infos zu DAB+. Die Sendung hätte man auch einfach mal jetzt wieder wiederholen können. Naja ...

Übrigens, eine kleine Anekdote zur SDR1 Mittelwelle 576kHz: Zirka 1989-1990 hatte ich beim damaligen SDR angerufen und gefragt, ob der SDR auch Mittelwellensender betreibt und welche Frequenzen dies seien. Die Frau am anderen Ende meinte der SDR hätte keine Mittelwellensender ... die Tante war wahrscheinlich bloß ihrer Zeit weit voraus ;-) Ein paar Tage später hatte ich ihn dann zufällig neben SFB2 (567) und Ö1(585) gefunden und auch paar Kurzwelle konnte ich ihn ab meinen Geburtstag auf der sehr schönen 6030 auch aus Mühlacker empfangen. Mühlacker war einfach ein sehr schöner Sender!
Ach ja, der Störer der DDR auf der 576kHz war weder Leipzig noch Berlin, es war der Sender in Schwerin mit meines Wissens am Ende 250kW.

Eine Frage geistert mir eigentlich seit Jahren schon durch den Kopf: Was passiert eigentlich mit den Frequenzbändern wenn alle europäischen Sender weg sind. PowerLine überall? EMV braucht keiner mehr?

von Jens1978 - am 09.01.2012 20:23
Ich kann mir nicht vorstellen, daß Länder wie Rußland in den nächsten Jahren auf Mittelwelle verzichten werden. Damit ist ein genereller Wegfall in Europa nicht zu erwarten. PLC ist jetzt schon in Rundfunkbereichen möglich, geschützt sind nur Frequenzen sicherheitsrelevanter Funkdienste.
Für den Amateurfunk wird es möglicherweise kleine Segmente unterhalb des heutigen MW-Bereichs geben, das ist aber unabhängig vom Wegfall der MW-Sender. Aus Amateurfunksicht ist eine Verbesserung des Status des 160m-Amateurfunkbands, das ja eigentlich auch Mittelwelle (MF, 300 kHz - 3 MHz) ist, sicher interessanter, da dieser Bereich zumindest in Teilen weltweit nutzbar ist. Primäres Ziel hierzulande ist dabei der Wegfall von Restriktionen. 1810 kHz bis 2000 kHz ist derzeit dem Amateurfunkdienst in D zugewiesen, aber speziell oberhalb von 1850 kHz gibt es viele regulatorische Einschränkungen.
Aus praktischer Sicht ist das IMHO interessanter als ein weiteres Band etwas unterhalb 1,8 MHz - z.B. bei 1,6 MHz - da die Ausbreitungsbedingungen ähnlich sind (bei 500 kHz, wären sie wieder deutlich anders), und nur zusätzlicher Antennenaufwand entstehen würde, ohne besonderen Erkenntnisgewinn zu bringen.

von DH0GHU - am 09.01.2012 21:04
Zitat
EmmWeh
Da gäb's verschiedene Varianten. Ich habe gerade festgestellt, dass neben dem Schmetterling auch eine vertikale Antenne montiert ist. Wurde hier vielleicht früher schon mal DAB ausgestrahlt? Für höhere Leistungen könnte man auch so ein Konstrukt wie am Raichberg aufsetzen, damit sind einige kW machbar.

Alternativ wäre eine Stabantenne auch auf dem Gittermast machbar, aktuell befindet sich ein ähnliches Konstrukt darauf, sieht aber eher wie ein Blitzableiter aus...



Also das SIND Band III Antennen die da installiert sind. Der Aufbau ist aber schon gewagt, es sieht nicht danach aus das man jetzt auch nocht mit den Schmetterling antenne funken kann.

von Jassy - am 11.02.2013 14:43
Zitat
wolfgangF
Auch wenn ich DAB für den richtigen zukunftsweisenden Empfangsweg für Hörfunk halte und diesen bereits umfänglich nutze, so würde ich es dennoch begrüßen, wenn eine Grundversorgung über MW (und auch über LW) aufrecht erhalten bliebe. Denn so ist immer noch ein großflächiger und nachts sogar ein überregionaler Empfang, bspw. auch im Ausland, möglich. Noch haben ja fast alle vorhandenen Radios, auch im Auto, MW an Bord. Ich finde es einfach immer wieder toll, an der Nordsee auch mal Bayern plus oder WDR2 hören zu können.


Das Problem dabei sind einfach die Kosten. MW/LW mit ihren sehr leistungshungrigen Senderstandorten zu unterhalten ist mittlerweile einfach unnötig geworden. So schön das DXen (vor allem nachts) auch ist, an der Nordsee/Ostsee sind der WDR und BR nunmal nicht zuständig.

In Zeiten von DAB+ sollte die analoge KW/LW/MW abgeschaltet werden und das dabei gesparte Geld lieber in ersteres investiert werden.

von PEQsche - am 17.02.2013 20:23
Zitat
DH0GHU
Sorry, zwar OT, aber: Zur Inlandsversorgung mag das stimmen, aber im Ausland ist man nunmal auf "LMK" angewiesen, wenn man ohne Internet Infos aus der Heimat hören möchte.


Die Frage ist dann: Wer tut das? Ich meine damit Otto Normalhörer und nicht Leute aus dem Forum. Wer hört Zuhause oder im Auto AM-Radio? wer hat überhaupt noch einen Reiseempfänger und wer davon nimmt den gar in den Urlaub oder auf Dienstreise mit?

Ich habe das genau zwei Mal gemacht, einmal nach Moskau, dort war das deutsche Programm 18 Uhr zu Ende, wenn man von Arbeit kommt und Zeit hätte, zu hören (sind wir halt saufen gegangen) und einmal nach China, dort war ganz genau überhaupt nichts zu Empfangen, weshalb ich den Empfänger bei erstbester Gelegenheit nach Hause geschickt habe und mit dem Smartphone per WLAN Internetradio gehört habe. Bei allen anderen Reisen habe ich nur noch den Laptop mitgenommen und fühlte mich keinesfalls uninformiert.

Das Hörverhalten der Leute hat sich geändert, man hört keine Lang- oder Mittelwelle und schon gar keine pfeifende Kurzwelle mehr, selbst wenn die Empfänger dafür da sein sollten. Und man will im Urlaub vielleicht garnicht immer Informationen aus der Heimat hören, sondern so richtig abschalten.

von 2-0-8 - am 18.02.2013 13:09
Zitat
DH0GHU
Nunja, die Mehrheit sicher nicht mehr, aber ich bin schon hin und wieder von eigentlich nicht gerade Radio-affinen Leuten (z.B. Kollegen) gefragt worden, was ich ihnen als Reise-Radio für den Urlaub empfehlen kann.


Ich werde eher schief angesehen, wenn ich mal durchblicken lasse, auch noch AM zu hören.
Nächstens frage ich mal die Verwandtschaft, wer von denen überhaupt noch Radio hört und welche Wellenbereiche. Das interessiert mich jetzt mal.

Zitat
DH0GHU
Zum im Urlaub abschalten ist es imho vor allem sinnvoll, kein Internet zu nutzen - das Reiseradio informiert mich dann wenigstens über die wichtigsten Neuigkeiten.


So man etwas empfangen kann. Und wenn man mal ein paar Jahre ausserhalb Deutschlands gelebt hat, fühlt man sich beim Hören deutscher Sender auf einmal nicht mehr so informiert. Ich bekomme oft einen Flashback und fühle mich wie beim Hören von "Stimme der DDR".

Zitat
DH0GHU
Mittlerweile muß ich allerdings davon abraten, für Fernreisen eine solche Investition zu tätigen - die DW ist ja nicht mehr.


Aber als TV-Sender ist der oft im Hotelkabel. Wenn nicht, ist das auch kein Verlust, mit dem nur monatlich wechselnden Progrmm, überwiegend in englisch. Da stelle ich lieber gleich BBC World ein.

Zitat
DH0GHU
Bei Reisen in Nachbarländer ists aber immernoch sinnvoll, in Paris oder Wien sind deutsche Sender auf LW/MW nachts durchaus hörbar.


Ja, durchaus. Ich profitiere ja auch von DLF auf 1422kHz, man muss aber trotzdem das Verhältnis von Aufwand und Nutzen betrachten. Wenn nur eine Handvoll Leute über LW/MW hört, lohnt sich das Ganze nicht. Nur fürs Prestige sendet maximal noch Radio China.
Auf AM gehört m.E. maximal der DLF, keine Landessender, wenn nicht gerade grosse UKW- und DAB-Lücken auszufüllen sind und sich AM-Hörer finden.

Zitat
DH0GHU
A propos pfeifen: Wenn Kurzwelle pfeift, ist der Empfänger eine Pfeife. Bei meinen Empfängern pfeift nichts, solange nicht ein zweiter Sender mit etwas Offset zur Sollfrequenz im Hintergrund sendet.


Die Leute denken bei Kurzwelle eben immer noch an RTL im 49m-Band und die meisten Empfänger damals haben gepfiffen und das Signal hatte Fading. Das tun sich nur Angefressene noch an.

von 2-0-8 - am 18.02.2013 20:55
@ Jassy

Zitat

Der Aufbau ist aber schon gewagt, es sieht nicht danach aus das man jetzt auch nocht mit den Schmetterling antenne funken kann.


Doch, die Schmetterlingsantenne ist sowas wie eine Schlitzantenne. Das, was da an Metall dran ist (eben diese Schmetterlingsflügel), ist das notwendigste an Metall, das dran sein muß. Man könnte auch eine große Metallfläche nehmen, in diese einen Schlitz schneiden und diesen Schlitz an der Mitte mit HF speisen.

An der UKW-Schmetterlingsantenne im Holzturm auf dem Großen Feldberg war sogar eine Metallleiter befestigt.

Die Antenne müßte trotz der angeschraubten Band-III-Dipole eigentlich ohne Probleme nutzbar sein.



@ Spacelab

Zitat

Heute hört man überall am Strand nur noch Handys mit MP3s plärren.


Ja, genau so ist es. In den Urlaub geht das Smartphone und bestenfalls noch ein tragbarer Computer mit. Es ist ein wichtiges Entscheidungskriterium für ein Hotel, ob dort WLAN angeboten wird.

Diese ganzen ollen Kamellen, daß jeder noch wie in den 80ern einen Weltempfänger mit in den Urlaub schleppt und deshalb die Sender auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle unbedingt auf Sendung bleiben müssen, kann man also sein lassen.

von Kay B - am 19.02.2013 00:50
Zitat
Kay B
Ja, genau so ist es. In den Urlaub geht das Smartphone und bestenfalls noch ein tragbarer Computer mit. Es ist ein wichtiges Entscheidungskriterium für ein Hotel, ob dort WLAN angeboten wird.

Diese ganzen ollen Kamellen, daß jeder noch wie in den 80ern einen Weltempfänger mit in den Urlaub schleppt und deshalb die Sender auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle unbedingt auf Sendung bleiben müssen, kann man also sein lassen.


Das mag stimmen, wenn man seinen Urlaub in Hotels und in industrialisierten Ländern verbringt. Wenn man zeltet oder in einem Land der "Dritten Welt" unterwegs ist, dann sieht man mit Smartphone und/oder Mini-PC ziemlich alt aus.

Ich war jedenfalls bei meinen letzten Reisen nach Nahost und Afrika froh um den mitgebrachten KW-Empfänger, der immerhin noch fast rund um die Uhr BBC World Service herein holte - schön dass es diese "ganz olle Kamelle" auf Kurzwelle (noch) gibt. Ein paar WLAN-Inseln gab's übrigens in den Städten, und Internet via Mobilfunk kann in diesen Ländern extrem langsam sein - ganz abgesehen davon, dass diese Dienste in Diktaturen wenn nötig von einer Stunde auf die andere abgeschaltet werden könnten...

73 de Uli

von ulionken - am 21.02.2013 22:09
@ ulionken

Zitat

Das mag stimmen, wenn man seinen Urlaub in Hotels und in industrialisierten Ländern verbringt.


Und das dürfte auf die Mehrheit aller Urlauber zutreffen.


Zitat

Ich war jedenfalls bei meinen letzten Reisen nach Nahost und Afrika froh um den mitgebrachten KW-Empfänger, der immerhin noch fast rund um die Uhr BBC World Service herein holte - schön dass es diese "ganz olle Kamelle" auf Kurzwelle (noch) gibt.


Mit der Aussage "ganz olle Kamelle" meinte ich, daß manche hier im Forum es immer noch so darstellen, als würde jeder Urlauber noch einen Weltempfänger mit in den Urlaub schleppen.

Also daß wir uns hier nicht falsch verstehen. Ich interessiere mich auch sehr für das DXen auf den AM-Bändern. Aber man muß da echt realistisch bleiben. Wenn diese AM-Sender nicht mehr von einer nennenswerten Anzahl von Hörern genutzt werden, dann ist deren Betrieb mit den hohen Kosten nicht mehr gerechtfertigt.

Rundfunksender sind dazu da, um eine hohe Anzahl von Menschen zu versorgen und nicht um den Fetisch einiger DXer zu befriedigen!

Und mich kotzt es einfach nur echt an, daß manche hier im Forum irgendwie noch in den 1960er Jahren leben und die AM-Bänder noch so darstellen, als würden diese noch von Massen genutzt.

von Kay B - am 22.02.2013 10:39
Zitat
Kay B
Mit der Aussage "ganz olle Kamelle" meinte ich, daß manche hier im Forum es immer noch so darstellen, als würde jeder Urlauber noch einen Weltempfänger mit in den Urlaub schleppen.

Also daß wir uns hier nicht falsch verstehen. Ich interessiere mich auch sehr für das DXen auf den AM-Bändern. Aber man muß da echt realistisch bleiben. Wenn diese AM-Sender nicht mehr von einer nennenswerten Anzahl von Hörern genutzt werden, dann ist deren Betrieb mit den hohen Kosten nicht mehr gerechtfertigt.

Rundfunksender sind dazu da, um eine hohe Anzahl von Menschen zu versorgen und nicht um den Fetisch einiger DXer zu befriedigen!

Und mich kotzt es einfach nur echt an, daß manche hier im Forum irgendwie noch in den 1960er Jahren leben und die AM-Bänder noch so darstellen, als würden diese noch von Massen genutzt.


Nur damit WIR uns richtig verstehen, da Du Dich ja offenbar auch auf meinen Beitrag von vor ein paar Tagen beziehst: Wenn mich beispielsweise irgendwelche Kollegen in diesem Jahrhundert fragen, was sie mir als kleines Reiseradio empfehlen, mit dem sie auch im (Hotel/FeWo)-Urlaub im Ausland noch deutsche Nachrichten empfangen könnten, hat das nichts mit "Fetisch einiger DXer" und nichts mit "Leben in den 1960ern" zu tun.

Dass diese "Nachfrage" nach MW-Programmen nicht die Verbreitug auf dem Stand, wie wir ihn vor der Abschaltung der ersten leistungsstarken ARD-Mittelwellen hatten, rechtfertigt, steht auch nicht in Frage. Für die "Urlauberversorgung" reichen 1-2 starke MW-Sender aus.

von DH0GHU - am 22.02.2013 10:44
@ hegi_ms

Wenn mich etwas ankotzt, dann ist das nicht als persönlicher Angriff zu verstehen. Also fühl dich da jetzt bitte nicht angegriffen, denn so war es nicht gemeint.

Es ist nur einfach so, daß manche Leute hier nicht zwischen Rundfunk als Hobby und Rundfunk als Massenversorgungsmedium unterscheiden können. Die Massenversorgung ist der eigentliche Auftrag des Rundfunks. Das Hobby ist nur ein netter Nebeneffekt für eine kleine Gruppe. Fällt die Funktion der Massenversorgung weg, wie das hierzulande bei den AM-Bereichen ist, dann hat dieser Bereich des Rundfunks seine Existenzgrundlage verloren.

Das ist nunmal eine Tatsache. Sonst hätten wir diese große AM-Abschaltwelle jetzt nicht.

Man kann sich nicht hinstellen und fordern, daß ein kaum noch genutzter Bereich des Rundfunks zur Freude einiger DXer aufrechterhalten wird. Und da ändert auch diese Schönrederei, daß AM in anderen Ländern noch so eine hohe Resonanz hat, nichts daran.

von Kay B - am 23.02.2013 15:47
Mein Gott, Mühlacker war ja auch als MW-Standort geplant. Als solcher musste er tief liegen, der besseren Bodenleitfähigkeit wegen. Und die war gut, die Bodenwelle der 576 war tagsüber auch in Leipzig noch gut aufzunehmen.
Was den Umgangston im Forum betrifft, hat Spacelab leider recht. Ich glaube, das Wetter macht viele hier ein wenig dünnhäutig. Ich warte auch auf den Frühling. Geht einfach mal ne Stunde spazieren bevor ihr ins Forum geht, dann fühlt ihr Euch besser. Ich habe vorhin eine Dreiviertelstunde Schnee geschippt (es gab heute Nacht nochmal gut zehn Zentimeter) und dabei mit dem Nachbarn geplauscht. Wenn man damit fertig ist und wieder reingeht, fühlt es sich einfach nur gut an.
Übrigens, dies ist von Anbeginn vor allem ein Forum von Rundfunkenthusiasten gewesen. Als solcher nehme ich mir zum Beispiel das Recht heraus, den guten alten AM-Rundfunk interessant und toll zu finden. Wenn das irgendjemanden, der vielleicht gerade seit drei Monaten hier im Forum mit seinem neuen Smartphone schreibt stört, soll er doch meine Posts einfach ignorieren. Dieses Forum soll dem gegenseitigen respektvollen Meinungsaustausch dienen und nicht dem Niederschreien Andersdenkender. Wer das nicht versteht, hat hier eigentlich nichts verloren. Sory für ziemlich fiel OT, aber hin und wieder muss man den Moderatoren einfach mal beispringen, die hier in ihrer Freizeit für uns alle einen Klassejob machen. :spos:

von dlf-fan - am 24.02.2013 13:04
@ dlf-fan

Zitat

Übrigens, dies ist von Anbeginn vor allem ein Forum von Rundfunkenthusiasten gewesen. Als solcher nehme ich mir zum Beispiel das Recht heraus, den guten alten AM-Rundfunk interessant und toll zu finden.


Das ist bei mir nicht anders. Ich betreibe sehr gerne Lang- und Mittelwellen-DX. Aber man muß auch als Rundfunkenthusiast so bodenständig bleiben und einsehen, wenn ein bestimmter Rundfunkbereich hierzulande nicht mehr genutzt und deshalb abgeschaltet wird.

Kommen dann aber immer wieder solche "Legenden" von Massen an Urlaubern, die dann nichts mehr aus der Heimat mitbekommen oder von Leuten, die aufeinmal keinen Radioempfang mehr hätten, dann ist das eine Argumentation fernab der Wirklichkeit. Und auch die rege Nutzung der AM-Bereiche in anderen Ländern so einfach auf Deutschland zu übertragen hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

Rundfunksender, die sich privatwirtschaftlich in den letzten Jahren in Deutschland auf Mittelwelle versucht haben, sind trotz sehr interessanter Inhalte gescheitert. Sehr viele ARD-Anstalten haben ihre AM-Ausstrahlungen eingestellt und der Unmut aus der Öffentlichkeit hielt sich in Grenzen bzw. kam gar nicht erst zustande. Und auch ein großer Unmut seitens Urlaubern blieb aus oder er war nur so klein, daß er nie öffentlichkeitswirksam wurde.

Das alles spricht eindeutig dafür, daß AM in Deutschland keine Rolle mehr spielt. Und das dürfen wir als Radioenthusiasten nicht ignorieren. Sonst schaffen wir hier uns irgendein Märchenreich, das nichts mehr mit der Wirklichkeit zu tun hat. Und sobald dann jemand aus der "Wirklichkeit" hier dazustößt, raucht es dann. :-(


Zitat

Wenn das irgendjemanden, der vielleicht gerade seit drei Monaten hier im Forum mit seinem neuen Smartphone schreibt stört, soll er doch meine Posts einfach ignorieren.


Wen meinst du jetzt damit?

von Kay B - am 24.02.2013 14:55
Zitat
Kay B
@ dlf-fan

Zitat

Übrigens, dies ist von Anbeginn vor allem ein Forum von Rundfunkenthusiasten gewesen. Als solcher nehme ich mir zum Beispiel das Recht heraus, den guten alten AM-Rundfunk interessant und toll zu finden.


Das ist bei mir nicht anders. Ich betreibe sehr gerne Lang- und Mittelwellen-DX. Aber man muß auch als Rundfunkenthusiast so bodenständig bleiben und einsehen, wenn ein bestimmter Rundfunkbereich hierzulande nicht mehr genutzt und deshalb abgeschaltet wird.

Kommen dann aber immer wieder solche "Legenden" von Massen an Urlaubern, die dann nichts mehr aus der Heimat mitbekommen oder von Leuten, die aufeinmal keinen Radioempfang mehr hätten, dann ist das eine Argumentation fernab der Wirklichkeit. Und auch die rege Nutzung der AM-Bereiche in anderen Ländern so einfach auf Deutschland zu übertragen hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

Rundfunksender, die sich privatwirtschaftlich in den letzten Jahren in Deutschland auf Mittelwelle versucht haben, sind trotz sehr interessanter Inhalte gescheitert. Sehr viele ARD-Anstalten haben ihre AM-Ausstrahlungen eingestellt und der Unmut aus der Öffentlichkeit hielt sich in Grenzen bzw. kam gar nicht erst zustande. Und auch ein großer Unmut seitens Urlaubern blieb aus oder er war nur so klein, daß er nie öffentlichkeitswirksam wurde.

Das alles spricht eindeutig dafür, daß AM in Deutschland keine Rolle mehr spielt. Und das dürfen wir als Radioenthusiasten nicht ignorieren. Sonst schaffen wir hier uns irgendein Märchenreich, das nichts mehr mit der Wirklichkeit zu tun hat. Und sobald dann jemand aus der "Wirklichkeit" hier dazustößt, raucht es dann. :-(


Daß die Mittelwelle auch noch im Jahre 2013 erfolgreich sein kann, beweist der WDR Samstag abends mit der Übertragung des Bundesligaspitzenspiels. Hier schalten sich viele Fußballfans in gesamt Deutschland auf der Langenberger 720kHz hinzu.
Auf einer schriftlichen Anfrage telte mir der WDR mit, daß der Betrieb der Mittelwelle bis mindestens 2019 gesichert sei.

von O'D - am 24.02.2013 16:42
Zitat
Kay B
@ hegi_ms

Ich wollte das nur nochmal klarstellen, daß ich nicht gegen AM an sich und auch nicht gegen die AM-Enthusiasten hier bin.

Mir kam es hier nur oft vor, daß man hier als "blöde Smartphone-Generation" hingestellt wird, wenn man einiges nicht so sieht wie es manche AM-Enthusiasten hier sehen.



@ O'D

Ja, wenn es da nennenswerte Hörerzahlen gibt, die den Betrieb des Senders rechtfertigen, dann ist das auch in Ordnung.


Natürlich gibt es die, wie der WDR auf meine Anfrage bekannt gab.
Aber der gesunde Menschenverstand sagt einem das doch bereits, wenn der WDR den Betrieb der Mittelwelle bis 2019 zusichert. Da ändert auch Spacelabs Polemik nicht dran. :)
In Zeiten, wo die ö.R. alles unternehmen, um durch Einsparungen an Programmqualität und im Sendebetrieb ihren Wasserkopf mit Traumgehälter und -pensionen zu finanzieren, würde man sich den Luxus einer Mittelwelle sicherlich nicht leisten, wenn man sich nicht gewiss währe, daß hinreichend viele Hörer von dem Angebot Gebrauch machten.
Fußballfans können sehr fanatisch sein. Das kann sogar so weit gehen, daß die den Mittelwellenknopf an ihrem Radio betätigen.

von O'D - am 24.02.2013 17:00
Zitat
RheinMain701
Zurück zum Thema:

Macht DAB+ von so einem tiefen Standort überhaupt Sinn? Da sendet man doch nur gegen die Berge, oder nicht?

Warum nicht? DAB 12B kam bis ca. 2004 auch aus Mühlacker und wurde dann nur nach Langenbrand verlagert, weil der Mast auf dem die DAB-Antenne war gesprengt wurde.


Zitat
RheinMain701
Mühlacker steht im Enztal. Das ist so ziemlich der tiefste Punkt des gesamten Schwarzwaldes, noch tiefer geht es nicht.

Na und? Der Standort Langenbrand ist für DAB eigentlich viel zu gut. Wenn du dort aufdrehst, zerschießt du das SFN.



Zitat
DH0HGU
Ganz so schlecht ist der Standort nun auch nicht. Er befindet sich ja ziemlich hoch ÜBER Mühlacker. Er leuchtet mit A8 und B10 zwei wichtige Verkehrswege besser aus als Langenbrand, und er versorgt die Städte Pforzheim, Mühlacker, Vaihingen/Enz mit Sicherheit besser als andere Standorte.

Ja, das stimmt.



Zitat
RheinMain701
Nach Pforzheim kommt er nicht. SWR4 kommt aus Mühlacker und braucht trotzdem eine Funzel in Pforzheim weil es Mühlacker nicht dahin schafft.

Das liegt bei der 95,7 aber auch am Richtdiagramm und der niedrigen Antennenhöhe. DAB soll ja vom großen MW-Mast kommen.
Früher zu SDR-Zeiten wurde Pforzheim mit 5 kW aus Mühlacker (89,5/92,9/100,7) versorgt.
Und außerdem wird bei DAB im SFN gesendet. Mühlacker alleine würde im Band III nicht ausreichen, um Pforzheim zu versorgen. Muss es aber auch nicht, da ja wie gesagt im SFN gesendet wird.




Zitat
dlf-Fan
Übrigens, dies ist von Anbeginn vor allem ein Forum von Rundfunkenthusiasten gewesen. Als solcher nehme ich mir zum Beispiel das Recht heraus, den guten alten AM-Rundfunk interessant und toll zu finden. Wenn das irgendjemanden, der vielleicht gerade seit drei Monaten hier im Forum mit seinem neuen Smartphone schreibt stört, soll er doch meine Posts einfach ignorieren. Dieses Forum soll dem gegenseitigen respektvollen Meinungsaustausch dienen und nicht dem Niederschreien Andersdenkender. Wer das nicht versteht, hat hier eigentlich nichts verloren.

Dem ist nichts hinzuzufügen. :spos:




Zitat
Kay B
Zitat
dlf-Fan
Wenn das irgendjemanden, der vielleicht gerade seit drei Monaten hier im Forum mit seinem neuen Smartphone schreibt stört, soll er doch meine Posts einfach ignorieren.

Wen meinst du jetzt damit?

Na, überleg mal! Wer spammt denn hier seit Wochen mit seinen täglich mindestens 20 Posts in denen immer das gleiche steht das Forum zu? :mad:


Zitat
Kay B
Wie groß ist eigentlich die Reichweite der 95,7 MHz aus Mühlacker?
Die könnte man ja als Anhaltspunkt für die DAB-Ausbreitung nehmen.

Nein, das kann man nicht vergleichen. Gründe siehe oben.


Zitat
Kay B
Ich mag mir irgendwie nicht so richtig vorstellen, daß der Standort für DAB so schlecht ist, wie es RheinMain701 befürchtet.

Nein, das ist er auch nicht. Gründe siehe oben.


Zitat
Kay B
Die meisten Sender aus Stuttgart gehen in Pforzheim zumindest noch brauchbar. Da müßte doch DAB aus Mühlacker auch machbar sein.

Wie schon oben geschrieben, kam DAB schon bis ca. 2004 aus Mühlacker. Und nun würde man sogar noch aus größerer Höhe (MW-Mast) senden.

von Manager. - am 24.02.2013 18:16
@ Manager.

Zitat

Na, überleg mal! Wer spammt denn hier seit Wochen mit seinen täglich mindestens 20 Posts in denen immer das gleiche steht das Forum zu? :mad:


Ich habe nichts gegen eindeutige Kritik gegen meine Person. Dann soll sie doch aber eindeutig sein. Ich schreibe hier weder erst seit drei Monaten mit noch mit einem Smartphone. Also alles andere als eindeutig. ;-)

Ich weiß, ich wiederhole mich hier oft. Das ist aber nur eine Reaktion auf die Haltung einiger Leute hier, die Wasat so schön beschrieben hat:

Zitat

Viele hier nehmen das Medium Radio zu wichtig. Wenn nun überall Zeichen von Rezession und Apathie zu erkennen sind, erzeugt das bei diesen Stress und Missmut.


( http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1110990,page=2#msg-1111041 )

Es ist also immer wieder das gleiche: Jeder, der meint, daß manche Rundfunktechniken oder der Rundfunk generell zukünftig nicht mehr die Rolle haben werden, die sie einst hatten, ist doof und gehört zur Smartphone-Generation. Soviel zum Thema sachliche Argumente. :-( Da kann man sich nur wiederholen, wenn man nicht dieses "radiozentrische Weltbild" hat, das einige hier haben. :-(



Zitat

Wie schon oben geschrieben, kam DAB schon bis ca. 2004 aus Mühlacker. Und nun würde man sogar noch aus größerer Höhe (MW-Mast) senden.


Ja, dann hätte der große Mast zumindest noch eine Funktion. Die UKW-Schmetterlingsantenne wurde doch auch erst vor kurzem restauriert bzw. sie wurde zu Wartungszwecken kurzzeitig abgenommen. Also scheint man auch von SWR-Seite den Mast erstmal weiter erhalten zu wollen.

von Kay B - am 24.02.2013 18:57
@ dlf-fan

Zitat

Ich habe mit dieser zugegebenermaßen launischen Bemerkung an niemand konkreten gedacht. Dass Du aber immer wieder derart darauf anspringst, läßt für mich nur einen Schluss zu. Den poste ich aber nicht. Doch ich denke mir meinen Teil...


Nee, damit meinte ich jetzt nicht dich direkt. Mir und auch anderen (wie ich erfahren mußte) ist es schon oft passiert, daß man - sobald man das Wort "abschalten" im Bezug eines kaum noch genutzten Rundfunkdienstes in den Mund nimmt - als "dumme Smartphone-Generation", "verblödete MTV-Generation", "verdummter Dudelfunkhörer" oder "verkorkste Internetjugend" bezeichnet wird. Deswegen hatte ich das hier mit "Smartphone" als Reizwort so aufgegriffen.

Die oben genannten Ausdrücke scheinen wohl allgemein Reizwörter geworden zu sein. Ist die Jugend nicht bereit, in den hiesigen Traditionspflegeverein einzutreten, dann sind natürlich das böse Internet und die Smartphones daran schuld. :rolleyes:

von Kay B - am 24.02.2013 21:38
Zitat
Marcus.
Die Hornisgrinde würde aber viel im SFN kaputtt machen oder man müsste stark gerichtet senden.

Die Hornisgrinde müßte "nur" mit einer entsprechend starken vertikalen Absenkung des Diagramms von ca. Nord über Ost bis Südsüdwest senden - so wie man das z.B. beim DRS-Mux vom Säntis macht. Das ist sogar dringend nötig, um nicht über die umliegenden Täler hinweg zu senden. Bei vielfach-vertikal gestockten Antennen entstehen schon bei wenigen ° Abweichung von der Hauptkeule deutliche Einbrüche im Diagramm, die durchaus bei < -20 dBr liegen können. Das kann man schon durch leichte Änderung der Phasenlage der Speisesignale etwas entschärfen - aber es bringt ja fürs Umland eh nix, mit 10 kW Alb und Vogesen zu "beschallen"....

Dazu braucht man aber erstmal Antennen, die das vernünftig ermöglichen.
Derzeit sendet man dort über die alten TV-Antennen, und deren Diagramm ist nunmal (nur) richtung Rheinebene ausgerichtet - und zu allem Überfluss auch noch horizontal. 1 kW vertikal rund würden von dort oben übrigens relativ sicher keine Probleme machen - das geht sonstwo ja auch...

A propos: Sowas ist auch das Problem beim Feldberg, vermutlich hat man dort einfach die Phasenlage zwischen zwei Halbantennen so verschoben, dass die Antenne nun nach unten schielt - mehr geht ohne umfangreiche / teure Modifkation nicht. Daher die Einschränkungen auch in den richtungen, in denen man garnicht hätte absenken müssen.

Und um nicht kompeltt off topic zu bleiben: Es wäre natürlich wünschenswert, der SWR würde das durch die MW-Abschaltung gesparte Geld in neue Antennen an diesen beiden Standorten investieren.

von DH0GHU - am 25.02.2013 08:38
Zitat
RheinMain701
Bei der Hornisgrinde reicht für den Ba-Wü-Mux eine Keule Richtung Süd, also Rheingraben und Schwarzwald. Der R-P-Mux kommt mit einer Keule grob nach Nordwest (Pfälzer Wald) aus. Der BuMux braucht dann beide Keulen.


R-P-Mux von der Hornisgrinde - was soll das bringen, außer einem total zerstörten SFN? Die Entfernung ist viel zu groß, um im Pfälzer Wald in Tälern vernünftige Versorgungen zu ermöglichen. Dann schon eher vom Merkur oder Wattkopf aus, um die Ost/Südosthänge zu versorgen - und nicht westlich davon noch zu stören.

Für den Rheingraben würden auch Merkur, Feldberg und der neue Standort bei Freiburg reichen - der Bundesmux kommt mit seinen beiden Senderchen auf Fremersberg und Kaiserstuhl ja auch schon super an - in Kehl z.B. indoor im Erdgeschoss auf Gebäude-Nordwestseite...
Die Hornisgrinde braucht man vor allem für die Täler rund um sie herum. In allen Richtungen.
Alternativ kann man diese auch "vom Rand her" versorgen - dann braucht man die Hornisgrinde garnicht. ZDF und SW3 kamen zu analog-TV-Zeiten ja auch nicht von dort.

von DH0GHU - am 25.02.2013 13:15
Zitat
DH0GHU
R-P-Mux von der Hornisgrinde - was soll das bringen, außer einem total zerstörten SFN? Die Entfernung ist viel zu groß, um im Pfälzer Wald in Tälern vernünftige Versorgungen zu ermöglichen. Dann schon eher vom Merkur oder Wattkopf aus, um die Ost/Südosthänge zu versorgen - und nicht westlich davon noch zu stören.

Das sehe ich genauso.


Zitat
RheinMain701
Problematisch ist der Bereich um Bad Bergzabern. Da geht weder Weinbiet, noch Kettrichhof und erst gar nicht Donnersberg. Nur die Hornisgrinde geht da.

Ettlingen/Wattkopf geht dort (da näher dran) genauso gut; würde aber das SFN nicht sprengen. Beim alten 12A-Netz war daher auch Etllingen/Wattkopf geplant; und nicht etwa die Hornisgrinde. Auch Heidelberg wäre aus genannten Gründen noch besser als Hornisgrinde. Früher kam 12A ja auch von dort. Da war der Empfang der RP-Programme im Raum Bad Bergzabern viel besser als heute (Weinbiet statt Heidelberg).


Zitat
RheinMain701
Möglichweise reicht auch Hohe Derst, um die Hornisgrinde für R-P überflüssig zu machen. Das müsste man aber berechnen, das ist so schwer zu sagen.

Hohe Derst wäre auch möglich (war auch für 12A geplant). Allerdings kommst du von dort aus schlechter in die Ost-West-Täler hinein als von Heidelberg oder vom Wattkopf aus. Zudem müsste dort erstmal in Gebäude und Technik investiert werden.

von Manager. - am 25.02.2013 17:45
Zitat
Kay B
@ UM74

Beschränkt sich dieses DAB-Empfangsloch nur auf Nagold oder auf die ganze Gegend?

Möglicherweise käme ja der Standort der 102,7 MHz als DAB-Füllsender in Frage, wenn das Empfangsproblem eher lokal ist.


In Nagold selber geht der Raichberg sogar noch relativ gut,manchmal sogar besser als die Hornisgrinde.
Es sind vor allem die Westhänge des Nagoldtals (und vermutlich u.a. auch im oberen Enztal) wo die Hornisgrinde der einzig gute Standort ist.Wie gesagt hilft im Nagoldtal teilweise schon der Langenbrand.Aber ohne den...

Im Nebenort Mötzingen ist ja ein max.1KW DAB-Füllsender geplant.Aber ob der 10,15 oder 30 Kilometer talabwärts noch was bringt.Glaube eher nicht.

Von dem Standort hätte ich gerne mal eine Radiomobile-Karte mit 1 KW rund gesehen.

Hatte eher gehofft das man dem 11B vom Langenbrand zumindest ein paar hundert Watt mehr spendiert.Das würde sich hier bestimmt bemerkbar machen.
Den 5C von da will man ja auch verstärken.

von UM74 - am 25.02.2013 19:44
Zitat
Jens1978
Als ich vor ein paar Jahren (~5 Jahre) dort war, standen allerdings auch nur noch 2 Masten da.


Weiter vorne in diesem Thread habe ich Fotos von 2004 und 2008 reingestellt. im Juli 2004 noch mit 4 Masten plus Kurzwellenantenne (in Betrieb), bei meinem nächsten Besuch 2008 schon nur noch mit zwei Masten und einer grünen Wiese, wo einmal die KW war.
Laut Wikipedia fielen die ersten zwei MW-Masten bereits 2005 und auch die KW-Antenne wurde 2005 abgebaut und nach Madagaskar verkauft.

Im April 2012 stand dann nur noch der eine Mast, der nun auch Geschichte ist. Die Tafel am Sendergebäude hatte man nicht mehr aktualisiert. Sie war noch dieselbe wie 2008.
Wie lange wohl der Wegweiser "Bodenseesender" noch stehen bleibt?

[attachment 2216 rohrdorf2012_1.jpg] [attachment 2217 rohrdorf2012_2.jpg]

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 12.10.2013 15:35
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