Senderstandort Marlow wird nach Rostock verlegt

Startbeitrag von jug am 03.12.2011 08:42

Senderstandort Marlow wird nach Rostock verlegt

Zum 1.07.2013 wird der Senderstandort Marlow nach Rostock verlagert. Die UKW Frequenzen werden von Marlow nach Rostock umkoordiniert und in Rostock ein neuer Sendeturm errichtet. Der neue Sendemast wird auch eine leistungsfähige DAB Antenne erhalten.:hot:
Ich kann diese Investition der Media Broadcast nur begrüßen, fallen doch dann die Rostocker Funzeln weg und die Feldstärke wird dort erzeugt, wo sie auch genutzt wird, im Ballungsraum Rostock! Vielleicht wird dann noch aus der bisher geplanten DAB Sendeleistung Rostock und Marlow mit 5 KW nun 10 KW für den neuen Rostocker Sendemast.

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Was geschieht denn mit dem alten Mast, der wird dann vermutlich demontiert? In dem Atemzug denke ich auch über eine Umkoordinierung der 103,7 aus Bad Doberan nach, diese könnte man doch auch ohne Weiteres nach Rostock umwidmen, da Bad Doberan ja noch näher an Rostock liegt als Marlow. Somit werden ja einige Funzeln überflüssig und könnten neu ausgeschrieben werden, dann also auch Klassik Radio und Radio Teddy für Rostock, FluxFM hat sich es in MV ja vermaßelt.

von Anonymer Teilnehmer - am 03.12.2011 09:33
Wieso, wegen Radio Nora auf 104,9 Itzehoe? Also da gibt es im Großraum Hamburg so viel schlimmere Kampfkoordinierungen, die Reichweite der 104,9 ist sowieso nicht so berauschend und sonst wären da noch Kiel 104,7 welcher ebenfalls nur eine Cityfunzel wäre, und halt noch Cuxhaven 104,6 aber der ist nun wirklich definitiv weit genug weg, 200 kHz auf 200 KM reicht aus.

von Anonymer Teilnehmer - am 03.12.2011 09:45
Ich denke, die dafür Verantwortlichen werden sich dabei etwas gedacht haben. Schließlich geht es hier um Kosten und mal ganz ehrlich, was macht es für einen Sinn in Marlow für die wenigen Menschen im 25 km Bereich die hohe Feldstärke der Sender zu verschwenden.
Marlow war zu DDR Zeiten wichtig, um auch noch Rügen zu versorgen. Es gibt dort nun den Grundnetzsender Garz und Greifswald und auf Usedom mit Heringsdorf auch einen Senderstandort, der den Nordosten MV versorgt. Deshalb sehe ich da mit dem neuen 25 km westlichen Standort kein Problem. Wichtig für die Region Rostock ist doch, das die Kosten für alle Partner sinken, NDR, Antenne MV, Ostseewelle und besonders wichtig in MV das D-Radio mit seinen 3 Programmen. Die Doppelversorgung Rostock/ Marlow kann beseitigt werden und UKW Frequenzen werden frei! DAB+ erhält eine leistungsfähige Antenne und könnte mit 10 KW 70 km um Rostock mobil versorgen. DVB-T könnte in Rostock und Speckgürtel endlich überall mobil mit einem Stick und Laptop funktionieren. Meine Informationen stammen aus zwei unabhängigen Quellen und man kann davon ausgehen, dass es so kommen wird.
Und nun noch ein Vorschlag, über den man nachdenken sollte. Radio der Zukunft solle DAB+ werden und da könnte man vielleicht auch die 100 KW UKW Sender beim Umzug nach Rostock auf 50 KW drosseln! Der Bungsberg sendet auch nur mit 50 KW für RSH und Delta und ist in Rostock genauso gut zu hören, wie der DLF mit 95 KW! Auch das würde Geld sparen und das könnten dann die Sender in den weiteren Ausbau von DAB+ in MV stecken!:spos:


von jug - am 03.12.2011 11:24
Das erklaert dann die vielen neuen Frequenzen in Malchin die in der BNA Liste aufgetaucht sind. Da entstuenden sonst Luecken. Auf dem Dars wird's auch etwas schlechter werden aber auch da werden wohl in Ahrenshoop weitere Funzeln aufgeschaltet werden (einige sind schon koordiniert). Alles in allem sicher eine richtige Entscheidung was die bessere Ausnutzung der leistungsstarken Marlower Frequenzen in Rostock betrifft. Insgesamt weniger Frequenzen werden es aber dadurch in MV nicht. Neben den neuen Malchin Frequenzen wird Stralsund wohl eine DKultur Funzel dazu bekommen. Der Abstand Schwerin Rostock ist genauso zu eng wie Marlow Garz. Rostock Garz ist dann eher zu weit auseinander aber ok, da wohnen wirklich nicht viele dazwischen..
Mal sehen ob die 104,8 keine Einzuege nach Westen bekommt und weiterhin mit 100kW funkt. Dann duerfte auch in Hamburg etwas mehr von der Ostseewelle ankommen (mit Dachantenne) ohne das man ZF Modifikation machen oder gar einen Tuner mit DSP verwenden muss.

von Nordlicht2 - am 03.12.2011 11:49
Der Grund für den neuen Turm ist die Topographie.
Als ich im Sommer bei der Ostseewelle war, erzählte mir der GF schon von den Plänen.
Das Problem ist offenbar: Der Stadtsender steht quasi mit Blick zur Ostsee auf einer Anhöhe hinter der Stadt und sendet über die Stadt hinweg. Man kann die Stadtfrequenzen besser in Warnemünde empfangen als in der Stadt selbst.

Deswegen gab es damals schon die Überlegungen auf dem rechten Warnowufer einen neuen Turm zu bauen. Man sollte auch berücksichtigen das 20 % der Bewohner von MV im Großraum von Rostock leben.

von Chiclayo7 - am 03.12.2011 11:58
Am intressantesten find ich, wie man da bei DVB-T vorgehen wird. Da frag ich mich wie man da vorgehen wird.

Marlow aufgeben wäre im Bezug auf DVB-T wohl nur möglich, wenn man in Rostock einen realtiv hohen Senderstandort wählen würde. Ein niedriggelegener Standort ohne Marlow würde wohl leider dazu führen das Tourismusorte wie Ribnitz-Damgarten, Barth und Zingst garkeinen Empfang mehr hätten.

Und auch im Bezug auf FM bezweifle ich ob man damit wirklich Füllsender einsparen kann.

von Martyn136 - am 03.12.2011 17:38
Zitat
Jassy
Hast du überhaupt dieser Thread gelesen?

Es wird ein neuer, hoher Mast gebaut. Der Versorgung von DVB-T und UKW bleibt also nahezu gleich.

__________________________________________
QTH: Ootmarsum [NL]
RX: Sony XDR-S3HD/XDR-F1HD, Lextronix E5 82/56, Dual DAB 4 (Venice 7), Bremen MP74, Elta/Roadstar Globestar 3589
VW Polo 1.4 8V 44KW


Es gibt doch noch garkeine konkreten Daten !

Im verlinkten anderen Thread wurde für eine Standorthöhe von 4 Metern eine Antennenhöhe von 150 Metern für die Lokalprogramme bei der BNetzA angefragt.
Stellt sich die Frage, wie hoch der Mast denn letztendlich werden soll.
In Marlow -> http://www.senderfotos-bb.de/marlow.htm hängen die UKW Antennen auf ca. 120 Meter, der GFK Zylinder für DVB-T ist ca. 160 Meter hoch.
Richtung Osten, also Greifswald, muss sicher mit einer Verschlechterung des Empfangs gerechnet werden.

von Chief Wiggum - am 03.12.2011 22:10
Zum Thema Stadtfrequenzen.
Das sind in Rostock zwei 160 W Sender an einer 4 Elemente UKW Yagiantenne in ~85m Höhe am Turm in Rostock Stadtweide. Die Senderichtung ist direkt auf die Rostocker Altstadt gerichtet. Die Altstadt liegt im Warnowtal auf ~+5m, in der Senderichtung liegt noch der Rostocker Stadtwald mit hohen Buchen! Da die Yagi vertikal schon bündelt und nach unten nicht mehr so gut abstrahlen kann, kann man sich ja nun ausrechnen, dass in der Altstadt in 4 km Entfernung nicht mehr viel vom Sendesignal ankommt. Die Antenne strahlt das Signal sozusagen nur über die Altstadt.
Anders sieht es mit N-Joy und Antenne MV aus. Die senden mit 2 KW und strahlen mit Sendeantennen (zwei Dipole vertikal gestockt vor einer Reflektorwand) aus 120 m Höhe und davon 3 Stück in drei Richtungen (NO,S,SW) Der NO Strahler (strahlt auch in Richtung Altstadt) ist höher, strahlt besser nach unten und hat eine wesentlich höhere Leistung.
Also das Problem für NDR1 und Ostseewelle Stadtfrequenzen ist ihre geringe Leistung, die Yagiantenne und der Stadtwald !!!
Der Dlf hat ebenfalls eine eigene Yagiantenne und strahlt in Richtung SO mit 1 KW. Die 106,5 hat keinen Stadtwald in Senderichtung und geht so locker 45-50 km weit.
Der Sendeturm Stadtweide ist vom Standort eigentlich optimal, auf einer Anhöhe 45 m und von überall gut zu sehen, wäre da nicht nach der Wende ein großes Eigenheimgebiet direkt neben dem Turm entstanden und die Statik des ehemaligen Richtfunkturmes, die keinen höheren Antennenträger mehr aushalten würde. Deshalb wurde wohl der neue Standort für den Stahlgittermast beschlossen.


von jug - am 03.12.2011 22:30
Das mit dem zu hoch gelegenen Sendestandort ist sicher auch bloedsinn. Man brauchte aber wohl schluessige Argumente um eventuellen kritischen Fragen von Laien begegenen zu koennen, wegen Kosten Nutzen und wegen Gruener 'ich bin dagegen' Leute.
Ich tippe mal auf 200m Masthoehe wenn die Funzeln auf 150m koordiniert sind und noch VHF und UHF darueber kommen sollen. Wird mit verschiedenen Einzuegen je nach Frequenz auf UKW gearbeitet evtl. auch 250m wie in Hamburg Hoeltigbaum. Na mal abwarten, die Bautaetigkeit muesste ja bald beginnen wenn schon in 7 Monaten alles on Air sein soll.
Wichtig waere, dass DVB-T dann auch wie bundesweit ueblich 3 Kanaele bekommt und auch die anderen Standorte auf 50kW angehoben werden. Ansonsten geht da wo die Urlauber im Sommer sind (an der Kueste) auch weiterhin nix..

von Nordlicht2 - am 04.12.2011 03:22
Ich glaub es wäre für DVB-T definitiv besser, bei den Standorten Marlow und Stadtweide zu bleiben. Aber Stadtweide sollte man am Standort Stadtweide von 1KW auf 5KW oder 10 KW hochgehen.

Und ob sich für FM allein der Umzug rentiert. Vielleicht sollte man da nicht auch lieber schauen, ob man nicht einfach am Standort Stadtweide die Antennenfelder optimieren und die Leistung etwas erhöhen kann.

Ob jetzt zwei oder drei öffentlich-rechtliche MUXe vorhanden sind find ich eigentlich relativ belanglos, einzig und allein das Phoenix fehlt ist natürlich nicht so optimal. Das grösste K.O. Kriterium ist aber das die Privaten fehlen.

von Martyn136 - am 04.12.2011 03:55
Zitat
jug
Zum Thema Stadtfrequenzen.
Das sind in Rostock zwei 160 W Sender an einer 4 Elemente UKW Yagiantenne in ~85m Höhe am Turm in Rostock Stadtweide. Die Senderichtung ist direkt auf die Rostocker Altstadt gerichtet. Die Altstadt liegt im Warnowtal auf ~+5m, in der Senderichtung liegt noch der Rostocker Stadtwald mit hohen Buchen! Da die Yagi vertikal schon bündelt und nach unten nicht mehr so gut abstrahlen kann, kann man sich ja nun ausrechnen, dass in der Altstadt in 4 km Entfernung nicht mehr viel vom Sendesignal ankommt. Die Antenne strahlt das Signal sozusagen nur über die Altstadt.

Ohne jetzt Ortskenntnis zu besitzen: Ich würde mal nicht davon ausgehen, daß das Vertikaldiagramm einer (Sende-)Yagi so schlecht ist, daß selbst im Nahbereich kaum noch was ankommt. Wenn wir von Sichtverbindung sprechen, reichen bei nur 4km sicherlich schon gute 10W aus. Das wäre ein Einzug von 10dB. Ich glaube kaum, daß man derart über die Landschaft hinwegsendet.
Zitat
Nordlicht2
Das mit dem zu hoch gelegenen Sendestandort ist sicher auch bloedsinn.

:spos:
Zitat
Nordlicht2
Man brauchte aber wohl schluessige Argumente um eventuellen kritischen Fragen von Laien begegenen zu koennen, wegen Kosten Nutzen und wegen Gruener 'ich bin dagegen' Leute.
Ich tippe mal auf 200m Masthoehe wenn die Funzeln auf 150m koordiniert sind und noch VHF und UHF darueber kommen sollen. Wird mit verschiedenen Einzuegen je nach Frequenz auf UKW gearbeitet evtl. auch 250m wie in Hamburg Hoeltigbaum. Na mal abwarten, die Bautaetigkeit muesste ja bald beginnen wenn schon in 7 Monaten alles on Air sein soll.

Wenn man sich Marlow mit einem Antennenschwerpunkt laut BNetzA von nur 105m für UKW ansieht, ist man nur wenig exponiert. Da hilft dann nur ein hoher Sendemast, also ein Neubau.
Zudem würde man so etwas besser in Richtung Süden herauskommen und gerade da gäbe es ja bei DVB-T durch die fehlenden Sender Röbel und Pritzwald sogar eine "offizielle Lücke". (...die man damit aber bestenfalls nur kleiner macht, aber nicht schließt)

von Thomas (Metal) - am 04.12.2011 08:28
@ Nordlicht 2
der neue Sendemast soll im Juli 2013 in Betrieb gehen.
@Thomas(Metal)
es wird in Rostock eine Feldstärke gebraucht, die in den Stahlbetonwohnungen einen guten Empfang bietet! Die meisten Einwohner von Rostock wohnen nicht in der Altstadt(Entfernung ~4 km vom Sender) sondern in den Wohngebieten recht und links der Warnow Richtung Warnemünde. Diese Wohngebiete sind aber schon 10 km vom Sender entfernt und dann sind gerichtete 160 Watt auf die Altstadt im Rostocker Nordwesten im Faradayschen Käfig nicht mehr so toll beim analogen Steroempfang!!!

von jug - am 04.12.2011 09:29
Zitat

Ich glaub es wäre für DVB-T definitiv besser, bei den Standorten Marlow und Stadtweide zu bleiben. Aber Stadtweide sollte man am Standort Stadtweide von 1KW auf 5KW oder 10 KW hochgehen.

Und ob sich für FM allein der Umzug rentiert. Vielleicht sollte man da nicht auch lieber schauen, ob man nicht einfach am Standort Stadtweide die Antennenfelder optimieren und die Leistung etwas erhöhen kann.

Ob jetzt zwei oder drei öffentlich-rechtliche MUXe vorhanden sind find ich eigentlich relativ belanglos, einzig und allein das Phoenix fehlt ist natürlich nicht so optimal. Das grösste K.O. Kriterium ist aber das die Privaten fehlen.


Die DVB-T Standorte sind bis zum max des möglichen mit den aktuellen Antenne ausgereizt, teilweise auch mit Richtstrahlung.
Der jetztige FMT in Rostock ist wie im Fred zu entnehmen ist an seiner Grenze angekommen und nicht optimal geeignet für eine Funzel.

Ich würde dir auch zustimmen, dass die meisten DVB-T Nutzer den 3.ÖR Mux gegen einen privaten austauschen würden und zwar flächendeckend. Man könne ja RTL und Sat1 dazu verdonnern wegen der hohen Reichweite, wie man es mit Drittanbietern macht.

Aber das Thema Terrestrik in MV, ist schon traurig. Selbst bei UKW gibt es keine so super tolle Abdeckung, bei analog TV war es nie der Fall, deshalb ja auch die Aufschaltung von N3 MV über Sat und jetzt bei DVB-T ist es schlimmer.

In den Urlaubsgebieten wäre DVB-T wünschenswert, nur die Frage ist wieviele kommen mit dem Wohnmobil oder auf Campingplätzen und ob es sich rechnet.

von Marcus. - am 04.12.2011 10:51
Rostock durfte damalsTM aus politischen Gruenden nicht Landeshauptstadt werden - obwohl jeder damit gerechnet hatte. Seither hat sich Rostock nur im Schatten Schwerins entwickeln duerfen. Was Schwerin nicht hatte, das durfte Rostock auch nicht bekommen. Dazu kam, dass man sich seinerzeit mit dem blinden Anschluss an den NDR m. E. nicht unbedingt einen Gefallen getan hat. Eine eigene ARD-Landesanstalt oder eine Kooperation mit dem damaligen ORB waere wahrscheinlich der Entwicklung insbesondere in den 1990ern foerderlicher gewesen. Seit der Wende dominiert vielfach Stillstand bzw. man bastelt an suboptimalen Inselloesungen herum. DAB fand - von der Schweriner Spielwiese abgesehen - bislang nicht statt. Die analoge Fernsehversorgung war weitab vom Standard anderer Bundeslaender. Die Digitalisierung (DVB-T) hat zusaetzlich weitlaeufige Gebiete vom terrestrischen Fernsehen ausgeschlossen. Die DVB-T Inseln wurden halbherzig hingeklotzt, ihre Programmvielfalt ist zum Heulen.

Zurueck zur Technik: Marlow hat in der Flaeche weniger Reichweite als man angesichts des Turms und seiner Sendeleistungen erwarten kann. Die Stadt Rostock versorgt Marlow irgendwie - jedoch nicht so, wie man es fuer eine Metropole dieser Groesse erwarten kann. Rostock ist kein Dorf und Rostock hat auch nicht gerade wenige Einwohner! Die umliegenden Grundnetzsender koennten die Region vermutlich auch ohne Marlow versorgen. Insofern waere eine innerstaedtische Versorgung Rostocks im Bereich einiger Kilowatt fuer jedes auszustrahlende Programm z. B. von einem hohen Gebaeude in der Stadt eigentlich fast besser als der jetzige Zustand. Damit wuerde man den Stadtbewohnern sicherlich eher einen Gefallen tun. Der Funzelteppich rundherum zeigt ja auch, dass Marlow die Region allein nicht versorgen kann oder soll.

von PowerAM - am 04.12.2011 12:55
In der Tat ist der Schritt zum Anschluss an den NDR auf dene rsten Blick wenig verständlich (gewesen). Man ist beim NDR das fünfte Rad am Wagen hinter Bremen. Der NDR hat zwar seine Regionalfenster und NDR1, aber ausserhalb ist man sehr auf Hamburg und mit Abstrichen auf Nidersachsen beschränkt. Am MV war ja schon immer mehr Norden als Osten, das mag ein Grund gewesen sein.
Die geschilderten Problemen sind aber nicht so sehr ein NDR Phenomen, sondern aufgund der Größe fast normal. NDR2, NDR Kultur NJOy sind eben Zentralprogramme.

In der jetztigen Situation der LRA wäre sicherlich auch für den RBB bessern, wenn man noch MV hätte, aber so ist MV eben auf Berlin gesteuert. Bei Brandburg mag das noch OK sein, da Berlin mittendrin liegt, aber bei MV eben nicht. MV hat sicherlich mehr mit HH oder SH gemein als mit Berlin.

In Sachen Rundfunktechnik wäre sicherlich, so besser eine Versorgung um Röbel/Pritzwalk möglich gewesen.

von Marcus. - am 04.12.2011 13:12
Zitat
Marcus.
In der Tat ist der Schritt zum Anschluss an den NDR auf dene rsten Blick wenig verständlich (gewesen).

Wenn man weiß, dass Mecklenburg und Pommern vor dem Krieg von der NORAG bzw. Reichssender Hamburg versorgt wurden (und nicht aus Berlin), war das schon verständlich.

Zitat
Marcus.
Man ist beim NDR das fünfte Rad am Wagen hinter Bremen.

Bremen gehört doch nicht zum NDR-Sendegebiet, sondern hat seine eigene Anstalt.



EDITs/Ergänzungen:
Mecklenburg gehörte bis 1933 zum "Niederdeutschen Sendebezirk" = NORAG Hamburg
Pommern gehörte bis 1933 überwiegend zum "Norddeutschen Sendebezirk" = Funk-Stunde Berlin
Ost-Pommern (Reg.Bez. Köslin) zum "Ostmarken-Sendebezirk" = ORAG Königsberg
Quelle ---> http://www.dra.de/rundfunkgeschichte/radiogeschichte/organisation/

Während des III. Reiches gehörte dann ganz Pommern zum Bereich des Reichssenders Hamburg.
siehe ---> http://www.dxradio-ffm.de/IMG_3235_2_60.jpg

von Manager. - am 04.12.2011 15:04
Zitat

Wenn man weiß, dass Mecklenburg und Pommern vor dem Krieg von der NORAG bzw. Reichssender Hamburg versorgt wurden (und nicht aus Berlin), war das schon verständlich.


und in der Wendezeit DFF.

Zitat

Bremen gehört doch nicht zum NDR-Sendegebiet, sondern hat seine eigene Anstalt.


Offiziell natürlich nicht, aber inoffiziell schon. Man kann ja nicht so tun als, ob ein Loch in NDS wäre. Ausserdem ist der RB Anteil im NDR Fernsehen sicherlich höher als der MV Anteil ausserhalb der Regionalprogramme.

von Marcus. - am 04.12.2011 15:37
Die Reichweite der 100kW Frequenzen ist aber ok. Kommt in Greifswald auf 50km immer etwas besser als Helpterberg auf 65km. Daher war zu DDR Zeiten, als es Garz noch nicht gab, Marlow in Greifswald der Sender mit den besten Empfangsergebnissen, bei TV und Radio.
Nach Sueden kommt Marlow nicht so gut, da stoert der Noerdliche Landruecken, also die vielen kleinen Huegel...

@jug,
da hab ich mich um ein Jahr vertan. Dann haben die ja noch Zeit zu bauen.:cool:

von Nordlicht2 - am 04.12.2011 16:02
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
In den Beitrittsgebieten haben die ARD-Anstalten keine Berechtigung eigene Sendestandorte aufzubauen, es wurde festgelegt, dass die Sender von der Bundespost, jetzt MB, betrieben werden.
Nö, der MDR betreibt zum Beispiel zwei UKW-Sender in Leipzig und Halle selbst. Die Sender der DDR-Post wanderten nach der Wende zur Telekom, aber das hindert die ARD doch rechtlich nicht daran, eigene Sender aufzubauen. Zumal, wenn sowieso ein Neubau geplant ist.

von freiwild - am 04.12.2011 23:42
Zitat
freiwild
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
In den Beitrittsgebieten haben die ARD-Anstalten keine Berechtigung eigene Sendestandorte aufzubauen, es wurde festgelegt, dass die Sender von der Bundespost, jetzt MB, betrieben werden.
Nö, der MDR betreibt zum Beispiel zwei UKW-Sender in Leipzig und Halle selbst. Die Sender der DDR-Post wanderten nach der Wende zur Telekom, aber das hindert die ARD doch rechtlich nicht daran, eigene Sender aufzubauen. Zumal, wenn sowieso ein Neubau geplant ist.
Den neuen DVB-T Mast in Magdeburg hat man aber schon wieder Media Broadcast überlassen. Hätte man ja dann auch selber errichten können oder?

von Martyn136 - am 05.12.2011 01:05
@RheinMain701:
Mölln 90,9 hat nur 1 kW, das wäre nicht so schlimm. Die 93,4 auf dem HH-Turm in Hamburg strahlt gerichtet nach Westen, auch kein Problem. Mit der 96,6 Bungsberg wird es bei dem Standort schon schwieriger. Vielleicht werden auch die Programme getauscht und die 96,6 wird ebenfalls DKultur. Die 102,8 dürfte mit Kaltenkirchen 102,9 und noch mehr Dannenberg 102,7 das größte Problem darstellen.

von Stefan Z. - am 05.12.2011 08:21
Zitat
RheinMain701
Na viel Spaß beim Umkoordinieren...

91,0 Marlow vs. 90,9 Mölln
93,5 Marlow vs. 93,4 Hamburg
96,7 Marlow vs. 96,6 Bungsberg und 96,8 Lauenburg
102,8 Marlow vs. 102,9 Kaltenkirchen und 102,7 Dannenberg

Das kann lustig werden, ich will sehen, wie man das hinbekommt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.11 06:38 durch RheinMain701.


Auch wenn ich mich jetzt erneut wiederholen muß, hier im Großraum Hamburg sind ganz andere Kampfkoordinierungen möglich, extremstes Beispiel immer noch der Klassiker, Ostseewelle 107,3 gegen delta radio 107,4 oder 101,1 Nora gegen 101,2 Bremen 4 gegen 101,3 Antenne MV. Das wird nicht lustig und schon gar kein Hindernis!:rolleyes:

von Anonymer Teilnehmer - am 05.12.2011 12:44
Man wird dann eher für dieser Funzel ein neuer Frequenz suchen als bei der ex-Marlow Frequenz erhebliche einbusse zu machen.

Ist das übrigens schon mal vorgekommen in Deutschland das ein Grundsender umgesiedelt wurde?

In NL gab es schon mal der Gedanke um Roermond auf zu geben und das ganze nach Gemert zu verlagern, da man von da aus besser Eindhoven erreichen könnte. Das ist aber, sofern ich weiss, vom Tisch. Deswegen gibt es nun in Mierlo NPO Funzeln.

von Jassy - am 05.12.2011 15:11
Mir sind z.B. Pinnow nach Pritzwalk oder Angermuende nach Casecow bekannt wo staerkere Frequenzen relativ weit 'verschoben' wurden. Also so ungewohnlich ist das sicher nicht und 40km muss ja auch nur mit dem Nahbereich also eben 40km weiter westlich abgestimmt werden. Einige Funzeln werden vielleicht wirklich auf neue Frequenzen wechseln. Genuegend freie Frequenzeln fuer Funzeln gibt es in MV ja noch reichlich.

von Nordlicht2 - am 05.12.2011 15:45
Im BaWü wurden schon oft GNS-Frequenzen hin- und herverschoben:

- 89,5 (10 kW): Von Mühlacker nach Stuttgart
- 100,7 (20 kW): Von Mühlacker nach Güglingen
- 92,9 (5 kW): Von Mühlacker zum Langenbrand
- 97,0 (10 kW): Vom Langenbrand zum Wattkopf.

Am Bodensee hat der SWF auch schon Frequenzen zwischen Grünten, Waldburg und Wittloh hin- und herverschoben, aber das habe ich nicht so im Kopf.

In RLP wurde die 89,9 vom Donnersberg nach Weinbiet verlegt, da es Probleme mit der 89,8 von Bad Marienberg gab.

Nach der Wende wurden in den neuen Bundesländern divese Frequenzen verschoben, da man der neuen Bundesländerstruktur nachkommen musste.

von freiwild - am 05.12.2011 17:24
Zur DVB-T-Koordination, genauer K29: Zwischen Garz (Rügen) und Rostock liegen ca. 82 km Luftlinie (lt. Google Earth), damit wäre die "magische Grenze" von 67 km überschritten. Dürfte wegen des Laufzeitfehlers problematisch werden, insbesondere wenn der neue Turm gen Osten strahlt. Der TVU Stadtweide ist zwar ebenso weit entfernt von Garz, würde aber wegen der geringen Leistung z.B. in Stralsund nicht stören.

von Analog-Freak - am 05.12.2011 17:33
Zitat

Ist das übrigens schon mal vorgekommen in Deutschland das ein Grundsender umgesiedelt wurde?


Schon häufig. Hier im Saarland wurde der Schocksberg erst 1977 gebaut, vorher war der GNS der Bundespost auf dem Winterberg. Hierzu gibt es genügend Beispiele in ganz Deutschland. Bremen, Aachen oder auch der Olympiaturm. Das betrifft aber fast nur TV GNS.

und natürlich das berühmtestes Beispiel ist wohl Bremen, wo der RB seine ebiden Standorten aufgeben musste.

Bei DVB-T sehe ich kein Problem. Es wurde ja noch die private Kette koordiniert und bei der bestehenden Kette muss man abwarten inwiefern sich beiden noch stören.

Man wird in ROstock sicherlich mit Richtwirkung arbeiten und so gibt es keine Probleme. Eine Reduzierung um 10db ist ja kein Problem.

von Marcus. - am 05.12.2011 18:28
Problematisch wird auch hier in S-H die 100.8 Antenne MV vs. 100.8 Klassik Radio aus Schleswig.
Unter normalen Bedingungen beißen die sich nicht, bzw. man bekommt die 100,8 aus Schleswig mit entsprechender Antenne ausgeblendet. Aber bei der geringsten Überreichweite bügelt Antenne MV schon jetzt die 1 KW Funzel gnadenlos. Wenn dann mit der gleichen Leistung und ohne Einzüge noch aus Rostock gesendet wird (25 KM können schon viel ausmachen), ist das Gezischel vorprogrammiert.
Denn der Sender Marlow bzw. dann Rostock kommt ja quasi ohne Hindernisse direkt über die Ostsee rüber. Und die paar Kilometer von Schleswig zur Ostseeküste sind flach wie ein Brett. Da steht nichts, was auch nur im geringsten das Signal dämpfen könnte. Sieht man hier ja auch immer, wenn die 160W Funzeln der Lokalradios von den Inseln bzw. von der anderen Seite der Flensburger Förde noch recht gut reinkommen


von Uncle_Sam - am 06.12.2011 20:13
Zitat
Analog-Freak
Zur DVB-T-Koordination, genauer K29: Zwischen Garz (Rügen) und Rostock liegen ca. 82 km Luftlinie (lt. Google Earth), damit wäre die "magische Grenze" von 67 km überschritten. Dürfte wegen des Laufzeitfehlers problematisch werden, insbesondere wenn der neue Turm gen Osten strahlt. Der TVU Stadtweide ist zwar ebenso weit entfernt von Garz, würde aber wegen der geringen Leistung z.B. in Stralsund nicht stören.


In Stralsund sind die Laufzeitunterschiede dann 65km (Rostock) minus 17km (Garz) bei 48km, also voellig im gruenen Bereich. Auch Greifswald z.B. 85km minus 25km = 60km immernoch alles ok. Problematisch wird es wenn dann nur oestlich von Garz.

von Nordlicht2 - am 07.12.2011 13:00
Zitat
Uncle_Sam
Problematisch wird auch hier in S-H die 100.8 Antenne MV vs. 100.8 Klassik Radio aus Schleswig.
Unter normalen Bedingungen beißen die sich nicht, bzw. man bekommt die 100,8 aus Schleswig mit entsprechender Antenne ausgeblendet. Aber bei der geringsten Überreichweite bügelt Antenne MV schon jetzt die 1 KW Funzel gnadenlos. Wenn dann mit der gleichen Leistung und ohne Einzüge noch aus Rostock gesendet wird (25 KM können schon viel ausmachen), ist das Gezischel vorprogrammiert.
Denn der Sender Marlow bzw. dann Rostock kommt ja quasi ohne Hindernisse direkt über die Ostsee rüber. Und die paar Kilometer von Schleswig zur Ostseeküste sind flach wie ein Brett. Da steht nichts, was auch nur im geringsten das Signal dämpfen könnte. Sieht man hier ja auch immer, wenn die 160W Funzeln der Lokalradios von den Inseln bzw. von der anderen Seite der Flensburger Förde noch recht gut reinkommen


QTH: Laboe/Ostsee
Empfänger: Blaupunkt Paris RCM 104
Telefunken TRX 3000


Etwas ähnliches gibt es ja schon mit Bremen Vier aus Bremerhaven 100,8 gegen Klassik Radio Schleswig 100,8!

von Anonymer Teilnehmer - am 07.12.2011 19:41
Zitat

Etwas ähnliches gibt es ja schon mit Bremen Vier aus Bremerhaven 100,8 gegen Klassik Radio Schleswig 100,8!


Nicht wirklich. Dafür ist die Leistung aus Bremerhaven dann doch zu schwach. Die beiden tun sich aufgrund der relativ geringen Leistungen nicht weh. Dazu sind sie dann doch zu weit auseinander.

Das sieht dann bei Schleswig vs. Rostock bzw. jetzt noch Marlow ganz anders aus. Das sind 1 KW gegen 100KW. Und deswegen kann die 100.8 aus Rostock eigentlich auch nicht rund senden und muß Einzüge gen Nordwest haben. Hat die 107.3 Schwerin vs 107.4 Kaltenkirchen ja auch. Und trotzdem ist es ein Grauen, wenn man im Grenzbereich SH/MV ist. Da beißen die beiden sich fürchterlich. Da scheint wirklich ein Vollhonk die Koordinierung so abgesegnet zu haben.

Ähnliches ist auch bei der 97.2 DR P3 Rangstrup vs 97.2 Klassik Radio Bungsberg zu sehen. Die 97.2 hat massive Ausblendung nach West/Nordwest und reicht eigentlich nur wenige Kilometer in diese Richtung und wird dann von DR P3 gnadenlos gebügelt. Wäre die Ausblendung nicht, wäre das Chaos perfekt.

von Uncle_Sam - am 11.12.2011 13:02
Zitat
Uncle_Sam
Das sieht dann bei Schleswig vs. Rostock bzw. jetzt noch Marlow ganz anders aus. Das sind 1 KW gegen 100KW. Und deswegen kann die 100.8 aus Rostock eigentlich auch nicht rund senden und muß Einzüge gen Nordwest haben.


2007 war ich mehrmals in Damp. Wenn man die 100.8 einstellt, hat man je nach Tag mal Klassik Radio, mal Antenne MV jeweils mit RDS drin.

von Dr. Antenne - am 11.12.2011 13:31
Zitat
idefix7919
Zitat
freiwild
Wäre es nicht sinnvoller, dann SN und HRO in Gleichwelle zu betreiben, statt HRO und Rügen?

Das wäre schwierig, zumal Antenne, Ostseewelle und NDR1 regionalisiert sind...

Ich glaube, die Frage war mehr im Bezug auf DVB-T gemeint. Aber ich glaube, auch da ist es eine schlechte Idee. Kann man nicht die ursprünglich für Privat-TV vorgesehenen Kanäle verwenden, oder sind die jetzt weg?

von RheinMain701 - am 11.12.2011 17:02
Um ein UKW SFN ging es nicht.:-)

Uebrigens sind es nur 30km, genauer 29km, die der Standort nach Westen verlagert wird. Das macht bei Fernempfang in SH bei Uebereichweiten wohl keinen so grossen Unterschied. Trotzdem unwahrscheinlich, dass weiterhin mit 100kW nach Westen gesendet wird. Ist auch nicht notwendig. Auch koennte ich mir vorstellen, dass dann Garz staerker nach Westen senden wird um zumindest einige entstehenden Luecken ohne neue Fuellfunzeln zu schliessen. Oder man laest die sowieso relativ duenn bewohnten Gebiete dann mit relativ wenig Empfangsfeldstaerke versorgt.

von Nordlicht2 - am 11.12.2011 18:36
Warum macht ihr euch so viele Gedanken, um eine zukünftige UKW Versorgung/ Reichweite des Senders Rostock. Marlow und die anderen 100 KW UKW Sender waren doch nur für die Stereoversorgung notwendig.Um Monoempfang zu emöglichen, braucht es keine 100 KW Geldfresser! Diese Sender sollte man nun in der Leistung reduzieren (50 KW) und das Geld nicht in UKW Füllsender von ein paar 100 Watt in Malchin und Ahrenshoop stecken, sondern in den DAB+ Ausbau in MV.

Wir brauchen keinen weiteren UKW Ausbau hier in MV, sondern endlich moderne DAB+ Übertragungstechnologie und nur die flächendeckend mit im Haus-Empfang!
Die Stereoversorgung sollte nur noch über DAB+ erfolgen und UKW mit weniger Leistung nur noch mit Mono die Fläche versorgen.So könnten die Privatradios Geld sparen und so die DAB+ Doppelversorgung bezahlen.

von jug - am 11.12.2011 19:48
Ich bin mal sehr gespannt, was mit den überschüssigen Frequenzen in Rostock passiert und wie dann die Füllsender in der Umgebung verteilt werden. Ich habe mal versucht, sämtliche bisherigen Spekulationen in einer Tabelle zusammen zu fassen, ergänzt mit eigenen Ideen. Wie immer der Disclaimer: das sind Spekulationen, die keinerlei Tatsachen oder konkreten offiziellen Planungen entsprechen. Aber ich denke, es ist ganz interessant, darüber mal zu diskutieren.


NDR1 R.MV NDR 2 NDR Kultur NDR Info N-Joy Antenne MV Ostseew. DLF DKultur Lohro Neu

Marlow 91,0 100 93,5 30 88,2 100 102,8 100 100,8 100 104,8 100 96,7 30
Rostock 95,8 0,16 88,9 2 97,3 2 105,6 0,16 106,5 1 90,2 0,08
Röbel 88,5 10 107,0 60 94,7 10 100,4 4 97,4 4 93,8 5 92,2 0,2 102,4 3 90,0 3
Waren 98,3 0,2 93,0 0,2 91,3 0,2
Malchin 103,5 1 94,4 1
Güstrow 92,5 1,3 104,4 0,63 107,7 1,3 98,0 0,4 106,0 0,8
Dargun 89,8 0,5
Stralsund 92,1 0,4 89,3 0,25
Greifswald 101,0 0,16 104,3 0,2 106,8 0,16

============================================================================================================================================

NDR1 R.MV NDR 2 NDR Kultur NDR Info N-Joy Antenne MV Ostseew. DLF DKultur Lohro Neu

Rostock-Toit. 91,0 100 93,5 30? 88,2 100 102,8 100 88,9 5 100,8 100 104,8 100 97,3 5 96,7 30? 90,2 0,1 105,6 0,2
Rostock 106,5 1
95,8 0,16
Röbel 88,5 10 107,0 60 94,7 10 100,4 4 97,4 4 93,8 5 92,2 0,2 102,4 3 90,0 3
Waren 98,3 0,2 93,0 0,2 91,3 0,2
Malchin 103,5 1 94,4 1 101,5 0,1 95,7 0,1
Güstrow 94,1 0,1 104,4 0,63 107,7 1,3 98,0 0,4 106,0 0,8
Dargun -
Demmin 91,8 0,2 92,5 1 87,8 0,2 97,6 0,5 107,9 0,1 89.8 1 106.2 0.5
Stralsund 89,3 0,25 92,1 0,4 96,3 0,1
Greifswald 101,0 0,16 104,3 0,2 106,8 0,16 96,9 0,1



Rostock [Edit 12.12.2013]
Die 95,8 von NDR 1 wird obsolet. Die 97,3 von Antenne wird obsolet, denkbar wäre Ersatz für die schlecht empfangbare 106,5 DLF. Die 105,6 der Ostseewelle wird obsolet, wahrscheinlich Ausschreibung für Privatradio (Radio Teddy oder Klassik Radio). Insgesamt 3 Frequenzen, die frei werden und neu ausgeschrieben werden.

Die bisher geplanten Frequenzen 94,0 und 107,9 gehen nach Güstrow (94,1) und Malchin (107,9) bzw. Demmin (107,9).

Güstrow
Für NDR 1 MV ist die 1,3kW starke 92,5 nicht mehr notwendig, deshalb Wechsel auf die schwächere 94,1. Verlagerung der 92,5 nach Demmin.

Malchin [Edit 9.12.2013]
NDR Kultur und N-Joy haben dort bereits je eine 1kW-Frequenz, weil sie in Röbel nur mit 4kW senden. Von den 5 neuen Frequenzen tauchten 3 parallel auch am Standort Demmin neu auf. Die 2 verbleibenden gehen wohl am ehesten an den Privatfunk.

Demmin [Edit 9.12.2013]
Koordiniert wurden 7 neue Frequenzen. 92,5 mit 1kW (ex NDR 1 Guestrow) sehe ich am ehesten bei NDR 2, weil die schwächere Rostocker 93,5 auf die schwächere 99,8 auf Rügen trifft. Röbel 107,0 mit 60kW dürfte hier nicht mehr so die Rolle spielen. Weitere Frequenzen: 89,8 1kW (hier wird wohl DLF Dargun verlagert), 91,8 0,2kW (NDR 1?), 87,8 0,2kW (NDR Kultur?), 97,6 0,5kW (statt Malchin?, Antenne MV?), 106,2 0,5kW (statt Malchin?, DKultur?)

Stralsund [Edit 27.11.2013]
Hier wurde kürzlich die 96,3 nachkoordiniert. Ich tippe mal am ehesten auf DKultur. Sollte DKultur die nicht mehr benoetigte 92,1 von NDR 1 bekommen, kann auf die 96,3 auch ein neues Programm (Klassik Radio etc.) drauf.

Greifswald [Edit 27.11.2013]
Hier wurde kürzlich die 96,9 nachkoordiniert. Da diese je 200kHz von 96,7 Rostock und 97,1 Helpterberg entfernt ist, kommt eigentlich nur DKultur in Frage. Die haben aber bereits die 106,8 dort. Moeglicherweise also doch ein neues Programm (Klassik Radio)?

von Habakukk - am 26.11.2013 23:08
Es geht meistens nicht nach Bedarf sondern nach Privat. Ich tippe deshalb die beiden schwachen Demminer Frequenzen gehen an AntenneMV und Ostseewelle. Demmin ist ein Gittermast 2km noerdlich von Demmin, der fuer Richtfunk verwendet wird. Duerfte der E.ON edis gehoeren?

In Stralsund braucht NDR1 MV die 92,1 nicht mehr da 20km entfernt aus Garz/Ruegen mit 50kW gesendet wird. Die 92,1 wurde meiner Meinung nach nur aufgeschaltet, damit Autoradios nicht die auch nur 35km entfernte 100kW Frequenz aus Marlow nehmen, welche das fuer Stralsund falsche Regionalprogramm uebertraegt. Nach der Verlagerung der 91,0 nach Rostock kann das nicht mehr passieren.
Die 92,1 wuerde ich somit an DKultur vergeben, der durch die Marlow Verlagerung als einziger in Stralsund dann nicht mehr zu empfangen ist. Alle anderen werden weiterhin durch Garz und die schon bestehenden Stralsunder Frequenzen versorgt

Greifswald duerfte kaum eine Aufschaltung von NDR Programmen bekommen, die durch die Marlow Verlagerung gar keine Empfangsveraenderung erfahren. Da tippe ich eher auf Klassikradio. Die Greifswalder 96,9 ist nur Richtung Norden koordiniert und stoert Helpterberg desshalb nicht. DKultur sendet von Greifswald auch nach Sueden.

Das die 93,5 und die 96,7 nach einer 30km Verlagerung nach Westen weiterhin nur mit 30kW in Richtung Osten senden glaube ich erstmal nicht.

von Nordlicht2 - am 27.11.2013 06:57
Zitat
Nordlicht2
In Stralsund braucht NDR1 MV die 92,1 nicht mehr da 20km entfernt aus Garz/Ruegen mit 50kW gesendet wird. Die 92,1 wurde meiner Meinung nach nur aufgeschaltet, damit Autoradios nicht die auch nur 35km entfernte 100kW Frequenz aus Marlow nehmen, welche das fuer Stralsund falsche Regionalprogramm uebertraegt. Nach der Verlagerung der 91,0 nach Rostock kann das nicht mehr passieren.


Von Stralsund Andershof aus, kann man den Mast in Garz sehen. Versorgungslücken gibt es da keine!

von mobi - am 27.11.2013 09:18
@RadioNORD,

die Koordinaten passen genau zu dem Richtfunkturm, den man auch auf Google Maps sehen kann.
Warum soll es denn Mediabroadcast sein? Ich denke neuerdings steht es den Programmanbietern auch in Deutschland frei sich einen Senderbetreiber frei auszusuchen? So 3 UKW Funzeln mit Ballempfang kann eigentlich jeder aufbauen der ein wenig Ahnung von HF Technik hat. Somit z.B. auch die E.ON edis selbst wenn denen der Mast gehoert.

von Nordlicht2 - am 27.11.2013 12:34
Verstehe ich nicht. Warum soll es ein Problem sein, die 30kW Programme zu verlagern. Zum Ausgleich fuer groessere Entfernung kann einfach die Leistung erhoeht werden. Problematisch sind wenn dann die 100kW Frequenzen, bei denen man die Lesitung nicht weiter erhoehen kann und die nach Osten definitiv schwaecher zu empfangen sein werden als heute. Deshalb auch meine Vermutung, dass AntenneMV und Ostseewelle nach Demmin kommen.
Es bleibt auf jeden Fall spannend und ich muss mir bald zahlreiche neue Frequenzen und Standorte merken, wenn ich in MV auf UKW DXe.:-)

von Nordlicht2 - am 27.11.2013 19:47
Es wird aber nicht rund gesendet werden. Unterschiedliche Antennetypen. Mindestens eine oder zwei Richtungen mit hoch belastbaren abgewinkelten Antennenfeldern, die anderen mit weniger belastbaren geraden Feldern. Ich koennte mir vorstellen, dass besispielsweise alles mit 100kW nach Osten und mit nur 10 - 20kW in die anderen Richtungen gesendet wird.

von Nordlicht2 - am 27.11.2013 21:05
Zitat

Es wird aber nicht rund gesendet werden. Unterschiedliche Antennetypen. Mindestens eine oder zwei Richtungen mit hoch belastbaren abgewinkelten Antennenfeldern, die anderen mit weniger belastbaren geraden Feldern.


Also zwei Antennensorten an ein System ist schon was sehr spezielles. Bist du dir sicher das es so kommen wird?

von Jassy - am 28.11.2013 07:45
Ja, die Antennen von Kathrein liegen schon lange aber noch verpackt auf der Baustelle. Darunter eben 8 mal abgewinkelt mit 6kW Belastbarkeit und 16 mal gerade mit 2,5 Belastbarkeit. 8 Dipole fehlten noch als ich da war (zumindest auf meinen Fotos). So ungewoehnlich ist das nicht wenn man nicht rund sendet sondern mit einer starken Vorzugsrichtung, welche auch eine weite Oeffnungskeule haben soll. Moeglich ist natuerlich auch, das es doch 2 Antennen also insgesamt 3 werden. Dann wuerde man aber viel Energie verschwenden.
Schau dir mal die letzten Fotos von gestern an. Da erkennt man zusaetzliche Abschirmgitter an einem noch auf dem Boden liegenden Mastsegment welche zumindest in Richtung Osten und Westen angebaut sind. Ob das was zu bedeuten hat weiss ich nicht, koennte aber zur besseren Entkoppelung dienen, wenn wie ich vermute sehr stark nach Osten und nur schwach aber verzerrungs und ausloeschungsfrei nach Westen gesendet werden soll.

Ich verlinke es mal hier direkt, auch wenn Jug das wahrscheinlich nicht mag.
http://s1.directupload.net/file/d/3454/f7top3pe_jpg.htm

Hab noch mal schnell auf die Packungszettel geschaut, alles Antenne D1. Die Antennenelemnete fuer Antenne D2 waren zu dem Zeitpunkt schon alle montiert (Dipol an Reflektorwand geschraubt).

von Nordlicht2 - am 28.11.2013 08:36
Zitat
Nordlicht2
Die Anfragen fuer Demmin wurden in der heutigen BNA Liste um 4 weitere Frequenzen erweitert:
[...]
97.6 500W
106.2 500W
107.9 200W


Diese drei Frequenzen waren vorher bereits fuer Malchin angefragt. Vermutlich werden sie fuer diesen Standort also nicht mehr realisiert. Eine Gleichwelle Malchin/Demmin kann ich mir kaum vorstellen.

von Habakukk - am 09.12.2013 15:45
Ich denke die 106,5 wird einfach nicht mehr in Rostock benoetigt werden. DLF koennte die 97,3 bekommen. Bleibt DLF dann in Guestrow on air, sollte auch die 97,4 Roebel nicht gross stoeren.
Die 5kW Frequenzen werden von Krummendorf mit ca. 2kW nach Osten senden. N-Joy und DLF in Ribnitz koennten dadurch abgeschaltet werden.

Fuer Stadtweide sind die UHF Antennen an der Spitze auf 187m NN koordiniert. Also grob gesehen, sind die neuen Antennen fuer die schwachen Frequenzen in Krummendorf auf gleicher Hoehe wie Stadtweide koordiniert. Allerdings mit etwas mehr Leistung nach Sueden und Westen.

Ich gehe heute davon aus

Guestrow bleibt nur mit N-Joy und DLF
Malchin bleibt mit OK MV, N-Joy und NDR-Info
Demmin bekommt NDR1, NDR2, NDR Kultur, DLF, DKultur, Ostseewelle und AntenneMV.

von Nordlicht2 - am 09.12.2013 18:56
Zitat
Marcus.
Habe bei den 2 kW Frequenzen in der Fm list mir die Diagramme angeschaut, da war 180m eingezeichnet.


Du redest hier aber von der sog. HAAT, das ist die maximale effektive Hoehe des Standorts gegenueber der Umgebung, nicht die Antennenhoehe am Masten.

Man darf ja nicht vergessen, dass Rostock-Stadtweide eine Fusspunkthoehe von immerhin 65m hat (wenn die Angabe stimmt), waehrend Toitenwinkel auf nur 4m zu liegen scheint.
65+120m ist entsprechend mehr als 4+150m!

von Habakukk - am 10.12.2013 08:22
Zitat

Du redest hier aber von der sog. HAAT, das ist die maximale effektive Hoehe des Standorts gegenueber der Umgebung, nicht die Antennenhoehe am Masten.

Man darf ja nicht vergessen, dass Rostock-Stadtweide eine Fusspunkthoehe von immerhin 65m hat (wenn die Angabe stimmt), waehrend Toitenwinkel auf nur 4m zu liegen scheint.
65+120m ist entsprechend mehr als 4+150m!


Ich Rede hier eigentlich nicht von der HAAT, bzw da Rostock quasi auf NN liegt, als Meeresspiegel doch schon wieder.

Natürlich liegt die Stadtweide auf 65m, aber trotzdem hat sich für die 2kW praktisch nichts an der Sendehöheverändert.

von Marcus. - am 10.12.2013 21:59
Ich Rede hier eigentlich nicht von der HAAT, bzw da Rostock quasi auf NN liegt, als Meeresspiegel doch schon wieder.

Natürlich liegt die Stadtweide auf 65m, aber trotzdem hat sich für die 2kW praktisch nichts an der Sendehöhe verändert.
@ Marcus
Hallo, die Ortshöhe von Rostock-Stadtweide liegt lt. Karte bei 45m ü. NN

von Rostocker. - am 19.12.2013 18:32
Die 97,6 ist schon 70km oestlich in Heringsdorf mit 1kW on Air. Da duerfte es wenn dann nur einen Einspruch aus dem Inland vom NDR geben. Von den Empfangserfahrungen in der Gegend aber unbegruendet, denn Heringsdorf kommt eh kaum weiter als 20km und da steht dann schon die naechste NDR1 MV Funzel bereit.
Problematischer koennten die 91,8 und die 106,2 werden. 91,8 und dicht daneben die 106,3 kommen im 80km entfernten.Swinoujscie. In Polen erhebt man oefters mal Einspruch, wenn ich so an Casekow denke, der wiederum auf 106,1 sendet und dann eteas weniger weit die A20 hoch kommen wird.

von Nordlicht2 - am 07.01.2014 19:47
Für sunshine live gibt es vermutlich sogar einen Markt. Nachdem die Ostseewelle ihren Dance-Anteil zurückgefahren hat und vor sich hindudelt, sind viele Bassrollen in M-V arbeitslos. Zum Zuge kommt gefühlt Klassik Radio. Das Experiment NKL vs. kommerzielles Lokalradio ist zwar interessant, die Landesmedienanstalt wäre aber gut beraten die Lizenz dann an eine große (bindesweite) Organisation zu vergeben. Bei der Vergabe an einen regionalen Veranstalter bleibt die Gefahr eines vorzeitigen Shut Downs für den kommerziellen Anbieter.

Gibt es Erhebungen zur Hörerreichweite von LoHRO?
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5 Jahre KICK FM

von Staumelder - am 05.02.2014 06:21
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