Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
38
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
MHM, Andreas W, Alqaszar, PeterSchwarz, Schwabinger, Turok, Rolf, der Frequenzenfänger, elchris, Roßkopf, Wrzlbrnft, ... und 7 weitere

Süddeutsche: Radio Horeb bekommt wohl die Münchner 92,4

Startbeitrag von Wiesbadener am 26.01.2004 09:26

Katholisches Radio mit Segen der CSU

Staatskanzlei schaltet sich beim Privatfunk ein



Auf dem Berg Horeb soll Moses einst die zehn Gebote empfangen haben. Von dort aus werden, sozusagen, voraussichtlich auch bald christliche Botschaften nach München geschickt. Das Radio Horeb des Allgäuer Pfarrers Richard Kocher hat gute Chancen, den Zuschlag für den größten Teil der Sendezeit auf der UKW-Frequenz 92,4 zu erhalten. Auf dieser Welle sind derzeit und auch weiterhin das Kinder- und Jugendradio Feierwerk und das multikulturelle Bürgerradio Lora zu hören, von Montag bis Samstag von 16 bis 21 Uhr und am Sonntag von 7 bis 9 und 18 bis 24 Uhr. Das übrige Programm wird seit dem Rückzug eines kommerziellen Infokanals im Oktober 2002 provisorisch gefüllt und nun neu vergeben. Das Aufsichtsgremium der Landesmedienzentrale, die den Privatfunk kontrolliert, nahm drei Bewerber in die engere Wahl: Ein türkisches Radio; einen Messe- und Flughafensender, bei dem auch Karl-Otto Saur mitwirkt (in den achtziger Jahren Leiter des Medienressorts der Süddeutschen Zeitung); und eben das katholische Radio Horeb aus Balderschwang in den Allgäuer Bergen, das eine Mischung aus Gebet, geistlicher Musik und Lebenshilfe bietet.


Bei einer internen Sitzung gab es jetzt im Hörfunkausschuss der Landeszentrale eine deutliche Präferenz für Pfarrer Kocher, dessen Botschaften nicht nur Gottes Segen haben, sondern auch von Bayerns CSU-Regierung unterstützt werden. Am Rande des Treffens erzählten einzelne Ausschuss-Mitglieder, sie seien aus der Staatskanzlei angerufen und gebeten worden, sich für Radio Horeb einzusetzen. Der Landeszentrale ist das offenbar unangenehm. „Dazu möchte ich nichts sagen“, erklärte die Vorsitzende des Hörfunk-Ausschusses, Anke Geiger von den evangelischen Frauenorganisationen, auf Anfrage der SZ.

Quelle: Süddeutsche

Antworten:

Da fand ich M94.5 aber besser. Und der alte Kabelkanal wird wohl trotzdem bestehen bleiben (und somit werd ich hier kein M94.5 mehr hören können :( )

von Ghuzdan1 - am 26.01.2004 09:41
Ist ja echt nicht für möglich zu halten, wofür solche guten Frequenzen verschleudert werden.



von Andreas W - am 26.01.2004 09:48
Um es mit den Worten eines großen Philosophikers zu sagen: Mist!
Oder auch: Das ist krank. Ich gehe.



von Wrzlbrnft - am 26.01.2004 09:50
Wenn das hier in Deutschland jetzt auch anfängt wie in den USA mit diesen ganzen neuerweckten Christen samt ihren ultrareaktionären bis rassistischen Anischten, dann würde es aber langsam Zeit, mal zur Waffe zu greifen!

Radio Horeb mit seinem unerträglichen bis abstoßenden Singsang und Christen-sind-anderen-Menschen-überlegen-Geschwafel bekommt also eine Frequenz in Nayern.

Ein türkisches Radio, für die zahlreichen Türken, welche dank Unternehmergeist und Risikobereitschaft mit ihren Dönerbuden bis spät in die Nacht für uns da sind und mit ihrer Wirtschaftskraft dieses zunehmend marode Land mit am Laufen halten, gehen dagegen leer aus.

Ebenso ein profilierter Medienkenner, der zugegebenermaßeb mit dem schwammigen Konzept eines "Flughafenradios" antritt: Er blitzt ab.

Hier wird wieder deutlich, was konservative Medienpolitik bedeutet: Belanglose, unkritische Programme, die entweder auf dümmsten Niveau die Masse ruhig halten oder aber die schwarze Minderheiten bedient.

Dass jede Sekte in Bayern Sendezeit bekommt, weissen wir ja nicht erst seit dem "Salzstreuer" in Nürnberg. Dümmer geht's nümmer.

ES ist ja keine falsche Entscheidung, auf der 92,4 in München kein Programm für eine breite Zielgruppe zuzulassen. Dafür gibt es ja Bayern 3, Antenne Bayern und Radio Charivari. Für die jüngeren gibt es Gong un Energy, für die älteren Bayern 1 und Radio Melodie.

Warum kein Jazzradio? Oder Radio Deluxe?

Warum muss die Frequenz an so einen frömmelnden Misthaufen vergeben werden?



von Alqaszar - am 26.01.2004 10:19
Und nebenbei hat der 2day-CSU-Bertel dann endlich seine volle 24h Frequenz. Bitte nicht vergessen dabei.



von Andreas W - am 26.01.2004 10:28
An der Entscheidung, künftig auf der 92,4 ein christlich orientiertes Radioprogramm auszustrahlen, ist prinzipiell ja wohl nichts auszusetzen. Ich glaube kaum, daß sich die einheimische Bevölkerung eines arabischen Landes darüber aufregt, wenn im Radioprogramm der Muezzin zum Gebet aufruft.

Der eigentliche Kritikpunkt kann doch nur sein, daß es sich bei Radio Horeb um ein streng-katholisches Programm handelt. Die katholische Kirche hält sich aber nicht an das Wort Gottes und hat im Laufe der Jahrhunderte jede Menge Rituale und Gebote erfunden, die im krassen Widerspruch zur Bibel stehen. Gleiches gilt für zahlreiche neochristliche Sekten, die ich hier nicht nennen brauche.



von MHM - am 26.01.2004 11:21
Die Frage, ob unser "CSU"-Bertel dann tatsächlich von der Ausweitung seiner Sendezeit auf 24/7 profitiert, wird wohl spätestens in der MA 2004 beantwortet.

Fällt er erst einmal aus der BLR-Lokalrundfunkwerbung heraus, fragt sich, worüber er sich dann noch finanzieren möchte, mit den drei Hörern, die er täglich hat... Bucht dann noch einer?

@MHM: Inwiefern nun Horeb eine streng katholische oder doch eher "freie" Version einer katholischen Gemeinde ist, sei dahin gestellt. Natürlich hat ein kirchliches Programm durchaus seine Berechtigung.

Ich sehe das Problem nur in den ständigen Wechseln auf der 92,4. Die meisten Hörer habe deshalb gar keinen Bezug mehr zu dieser Frequenz.

Im Übrigen sollte neben 2day auch Radio Melodie (104,0) zum Opfer fallen. Dann hätten wir schon zwei Frequenzen, die man neu vergeben kann und somit nicht nur zur Bereinigung von Splittingsituationen...

Aber was regen wir uns da auf. Ich schalte schon längst einige Frequenzen nicht mehr ein...



von Roßkopf - am 26.01.2004 11:45
@Daniel: Aber gehört Radio Melodie nicht zu den "BLM-Freindal"? Würde mich jetzt schon etwas wundern, wenn Melodie ebenfalls zum Opfer fallen würde. Zur Bereinigung von Splittingsituationen waren mal für München zwei weitere Frequenzen angedacht, und zwar die 91,0 und 104,7, wenn ich mich recht erinnere. Wahrscheinlich ist der Plan aber wieder auf Eis gelegt worden.



von MHM - am 26.01.2004 12:31
Nicht nur auf's Eis, es ist schon ganz tief in den Untergrund gesickert...



von Roßkopf - am 26.01.2004 14:52
Wer freiwillig die 104,0 nimmt, ist nicht ganz dicht. Sprich: schlechte Koordination



von andimik - am 26.01.2004 16:59
@Daniel_:
Der Plan mit der Verlagerung der 102.7 bzw. 105.2 nach Ismaning ist wegen der zu erwartenden Kosten scheinbar auch auf Eis gelegt.

@Andreas Mikula:
Ehrlich gesagt wär mir die 100W-Blutenburgfunzel in der Stadt, sei sie noch so schlecht empfangbar, lieber, als irgendne stärkere Frequenz in der Prärie. Selbst mit der 104.0 erreicht man schließlich ja doch noch paar 100 000 Leute. Und man sollte froh sein über alles, was für München noch koordinierbar ist. Allerdings wären da ja meine Überlegungen zu neuen Frequenzen im anderen Thread eigentlich auch nicht mehr schlimmer als die 104.0. Sollen die doch mal versuchen, die zu koordinieren. Ich glaube, da gäbs einige, die für München gerne senden würden.



von Andreas W - am 26.01.2004 17:03
horeb ist grausam. Hab den Muffsender ja 24/7 im Kabel und muss sagen: *iiih* Was dort für eine Weltanschaulichung verbreitet wird, ist echt nimmer normal und die (läuft die noch oder ist die mittlerweile off-air) Kinderstunde war ja intolleranz weckend bis zum geht nicht mehr.

von elchris - am 26.01.2004 17:46
Horeb ist noch konservativer als der Mainstream in der katholischen Kirche, möchte ich mal behaupten.
Die zählen sich schon zu den Erzkonservativen.
Nun, wir haben Meinungsfreiheit, und wenn es linke Ergüsse geben darf (Radio Lora) so kann es auch erzkonservativ-christliche geben. Dem müssen wir uns stellen.
Die Frage ist nur: Wer hörts?
Und hat sich nicht Horeb respektive "Rundfunk neues Europa" schon mal über das "feindliche" Umfeld aufgeregt, als sie für kurze Zeit mal die 89,0 mit Lora teilen mussten???

Ich bin grad dabei, im Internet ein bisschen die amerikanische Radioszene zu durchforsten nach guten Livestreams von Formaten, die es hier nicht gibt.
Dort senden ja selbst in den kleinsten Käffern, wo es nicht mal mehr ein NPR-Relay gibt, noch irgenwelche Missionssender.
Die hören sich tlw. aber wesentlich moderner an als Horeb, meistens so im Stil von ERF oder als Lifestyleprogramm mit der sogenannten "Contemporary Christian Music", dafür gibts sogar eigene Charts.
Bei manchen Sendern ist sogar, überhört man mal die Texte, nicht mal an der Musik zu erkennen, daß es sich um einen christlichen Sender handelt, da laufen P.O.D. und noch härteres.
Die Auffassungen sidn meist trotzdem sehr reaktionär, vor allem in den amerikanischen Südstaaten ist man sehr "fromm", wenn ich es auch eher "scheinfromm" oder "Doppelmoral" nennen würde.
So heile Welt a la "7th heaven/Eine himmlische Familie"

von PeterSchwarz - am 26.01.2004 18:28
@MHM:

In vielen arabischen Ländern gibt es einen "Holy Quran Channel" der den ganzen Tag Suren rezitiert. In vielen arabischen Ländern regt sich auch niemand darüber auf, dass Frauen grausam an ihren Genitalien verstümmelt werden oder gesetinigt werden für Verfehlunge, die Männer in diesen Ländern fast alltäglich begehen.

Gegen Intoleranz sollte man nicht allzu tolerant sein, und es ist halt unverantwortlich, dass ein solch fundamentalistischer, demokratie und letztlich trotz aller FRömmelei nenschenfeindlichen Sender eine Frequenz zuteilt.

Genaugenommen grenzt das schon an einen Skandal. Im Grunde ist das genauso, als würde man der NPD oder anderen kruden Vereinigungen die Frequenz geben, nach dem Motzo: Das muss man in einer Demokratie ertragen.

Von wegen! Niemand muss in einer Demokratie ertragen, dass seine Rechte und Freiheiten von solchen radikalen Minderheiten unterwandert und diffamiert werden!!! Demokratie muss sich verbal verteidigen können, abder sie kann es auch administrativ tun, in dem sie solchen Elementen keine Chance auf weitere Verbreitung gibt.

Schließlich gibt es ja Radio Horeb bereits, sie können frei senden was sie wollen. Das muss die Demokratie ertragen, sie darf aber nicht diese engstirnigen Kruzifix-Mullahs mit kostbaren Radiofrequenzen versorgen.

Der Vergleich mit den "linken" alternativen Radios hinkt etwas. Seit Mitte der 80er haben diese für etwa ein Jahrzehnt Positionen formuliert, die entweder in das politische Programm der meisten Parteien Eingang gefunden hat (auch der konservativen), oder die so utopisch waren dass sie zurecht in der Versenkung verschwunden sind.

Diese alternativen Sender waren quasi die Avantgarde einer weiteren, demokratischen und freiheitlichen Entwicklung Weszdeutschlands. Somit stellen sie das genaue Gegenteil von Radio Horeb dar, welches allenfalls als die Avantgarde der geistigen Umnachtung gelten kann.



von Alqaszar - am 26.01.2004 19:58
Die negativen Meinungen zu Horeb kann ich nur bestätigen. Klerikal-radikaler Schmuddelsender.

Wobei man durchaus erkennen (nicht anerkennen) sollte, das mit dieser möglichen Zuteilung die BLM relativ clever agiert:
Dem Ziel der Entsplittung wird nachgekommen (für CSU-Spezl Berti mit seinem Amateurfunk 2DAY) und Horeb wird eine Sendezeitenausweitung verkauft. Unhd ein Programm für Ausländer bzw. Türken in der Stadt mit dem höchsten Ausländeranteil nach Frankfurt wird auch verhindert. Und faktisch, auch clever, trifft ein ungehörter erz-klerikaler Sender auf eine ungehörte 92,4.

Besser wäre es, dem Allgäu-Radikalen-Funk Horeb die 945 KHz zu geben. MW reicht für diesen Sche*ß. Und grundsätzlich bedenklich halte ich es, das ein katholischer „christlicher“ Sender (so christlich halte ich den gar nicht, eher kontraproduktiv, denn wer sich Horeb bzw. RNE mal sonntags auf der 89,0 antut, der geht garantiert nicht mehr in die Kirche, so abschreckend ist das) überhaupt eine QRG bekommt. Es gibt ja noch andere Glaubensgemeinschaften die so was dann auch machen wollen. Und wenn hier eine islamische Institution On Air geht, wird der Aufschrei groß sein.

@MHM
Der Vergleich mit einem arabischen Land hinkt deutlich. Wir sind hier in Europa.

von Schwabinger - am 26.01.2004 22:21
alquaszar: Da kennst Du aber manche freien Radios in Baden-Württemberg nicht.
Quantitativ ist der Anteil der politisch gefärbten Sendungen dort gesunken, was auch an einer gewissen Müdigkeit und Apathie in der Szene liegen mag sowie an der generllen Entpolitisierung, die das Alltagsleben und damit auch generell die Medien betrifft.
Ich wollte hier jetzt auch nicht gegen die Alternativ-Radios vorgehen (schon als jahrelang (1994-1999) zahlendes Mitglied der Wüsten Welle in Tübingen)
sondern nur als vergleich herannehmen, daß da auch nicht immer alles ganz "koscher" ist...da wurde beim Einen oder anderen auch schon zur offensiven Gewalt respektive zum Gesetzesbruch aufgerufen (je nach Standpunkt mag man es freilich auch politischen Ungehorsam nennen)
Mit R. Horeb/Maria habe ich auch nichts am Hut, wobei ich die Energie bewundere, mit denen die ihre Schiene fahren.
Seit einigen Jahren bekomme ich, ob einer kurzen telefonischen Anfrage bezüglich Frequenzen, regelmässig (noch an die Adresse meiner Mutter) den Programmfolder zugeschickt.
Vom ERF übrigens genauso.

Ansonsten ist Religion respektive Glauben meiner Meinung nach Privatsache, genau wie auch Konsum.
Und hie wie da mag jeder Anbieter mit dem ihm verfügbaren Mitteln auf dem Markt der Möglichkeiten soviel Werbung machen, wie er glaubt zu müssen.
Der (hoffentlich) mündige Bürger mag dann selbst entscheiden, was er wählt und wo er abwinkt.
Die religiöse "Gehirnwäsche" finde ich da jetzt auch nicht bedenklicher als die kapitlistisch-konsumorientierte, die uns alltäglich auf allen Kanälen versucht einzubleuen, was wir denn alles noch für unsere vollkommene Glückseligkeit brauchen.
Und radikalen Parteien wird ja vor den Wahlen auch Platz für ihre Spots zugestanden.


Doch, ich denke, wenn eine Demokratie funktioniert, dann erträgt sie daß, und wenn sie auf dem richtigen Weg ist, bleiben solche Schattenfiguren Randerscheinungen.

Ob die Frequenzzuteilungen der BLM (und anderer Medienanstalten) allerdings immer demokratischen Grundsätzen folgen, steht auf einem anderen Blatt!

von PeterSchwarz - am 26.01.2004 22:51
Dem Schwabinger kann ich nur absolut zustimmen.
Ich hab mir auch gedacht, dass die BLM da taktisch agiert und alles "notwendige Übel" zusammen auf eine Frequenz packt.
Bleibt zwar die Frage des Warum "notwendig"?, aber ich glaube dazu fehlt uns noch ein bisschen Hintergrundwissen... das wir aber eigentlich auch gar nicht wissen wollen... ;-)

Eigentlich nur schade um NetFM... was machen die denn jetzt? Bleiben die tatsächlich mit all den andren auf dieser Frequenz, wo sie so gar nicht reinpassen?

Ich denke ausserdem, dass Horeb wohl der einzige ist, der sich auf das 92.4 Splitting wirklich einlässt. Möglicherweise ist das auch einer der Gründe...
Bei jedem anderen Konzept hätte ich mir vorgestellt, dass umgeschichtet hätte werden müssen.

Meine Idee wäre gewesen: Lora zum Bertelshofer mit rein, Feierwerk auf die 94.5 mit dazu, wo sie ja sowieso schon Sendungen produzieren, und NetFM hätte Inhalte für die neue Station der 92.4 produziert.
Ach, wenn ich doch nur genügend Geld hätte... ein schönes "Stadtradio München" Konzept schlummert da in meiner Schublade...



von radiosi - am 26.01.2004 23:04
Also ich halte diesen Kanal auch nicht aus,das sind ja schon meditative Gehirnwäschermethoden,was die da durch dne Äther Brüllen Gr*

ÍnVoralrberg,ist dieser Sender nur im Kabel drin,auf Ukw nicht,auch K tv,ist überall in den Kabelnezten drin,der sendet aus Dornbrin,wolte zuerst in die Schweiz gehen,nur haben die da keine Lizenz bekommen,und dann sind sie zu uns gekommen,
die haben die Kompletteumrüstung der Kopfstationen gezahlt,anscheinend aus "spendengeldern"

niemand hat soviel Geld gebunkert wie die Katholische Kirche,wenn die entsprechend Kies rüberwachsen lassen,können die Überall ihren Sender aufmachen,das man jezt natürlich an die Reichweiten Stärkste Freqenz rann will,versteht sich wohl von Selbst,vieleicht ,würgen sie ja eines Tages die Regentonne ab,und dann haben wir den Salat...

aber ihr glaubt gar nicht,weiviel Anhänger der Kanal hat,negative Meinungen Lese ich darüber nur im Internet,und was sagt ihr dazu?

wenn ,diese Methode Schule macht,wird das Ukw Band,in den Ballungszentren,wohl so zimlich bald,voll sein,man könnte ja auch noch ein paar Gebetskanäle einführen,wie in den Bilgerorten auf dieser Welt,das niemand mehr in die Kirche Springen muß
,die Kirchensteuer ,muß dringend Abgeschaft werden,wenn sie für Sowas zweckentfremdet wird!
Dies meine Meinung dazu!
Gute Nacht!

von Turok - am 26.01.2004 23:17
Ein Vorläufersender verbreitete 1986 nach Tschernobyl: "Wer den rechten Glauben hat, dem macht radioaktive Strahlung nichts aus."
So primitiv ist das.

von RudiP - am 27.01.2004 00:52
@radiosi:
Guter Vorschlag. Ich würds aber so machen:

92.4 Radio Horeb / Metropol FM / LoRa
(alles irgendwo sehr alternative Programme)

94.5 M94.5 / Feierwerk / NetFM
(passen von der Musik her besser zusammen und sind einigermaßen anhörbar)

89.0 2day



von Andreas W - am 27.01.2004 09:18
Man muß bei solchen Diskussionen differenzieren zwischen den tatsächlichen Glaubensinhalten und den Irrlehren, die heutzutage en masse von der katholischen Kirche, von Sekten, von Islamisten usw. propagiert werden. Die massiven Menschenrechtsverletzungen in arabischen und afrikanischen Ländern existierten bereits viele Jahrhunderte vor dem Beginn des Islams. Diese Religion wurde und wird bis heute als Rechtfertigung für zahlreiche Greueltaten mißbraucht, und dazu werden die Koran-Inhalte so hingebogen und verdreht, wie es den sog. Fundamentalisten gerade paßt. Dem Christentum ist es nicht anders ergangen; es wurde jahrhundertelang dazu mißbraucht und instrumentalisiert, um Macht über andere auszuüben. Der Begriff der "Gehirnwäsche" paßt hier absolut und offensichtlich sind die Programminhalte von Radio Horeb ähnlich radikal und primitiv gestrickt. Für die 92,4 in München hätte ich mir auch lieber ein anderes Programm gewünscht; Programme wie Radio Horeb und Radio Maria kann ich mir vielleicht 5 Minuten anhören, danach reicht´s mir dann.

Ich will nur davor warnen (sozusagen rein prophylaktisch), den wirren Blödsinn einiger radikal-klerikaler Sprachrohre wie Radio Horeb u.ä. gleichzusetzen mit den Inhalten der Bibel. Nach dem intensiven Vergleich der katholischen Lehre mit der Bibel war ich entsetzt, wie groß die Kluft zwischen beiden Seiten inzwischen ist. Grundsätzlich bin ich aber nach wie vor der Meinung, daß ein christliches Radioprogramm seine Daseinsberechtigung hat.



von MHM - am 27.01.2004 09:34
Gleiche Meinung. Es gibt überall Radikale und eher Gemäßigte.



von andimik - am 27.01.2004 11:39
@MHM:

Hier in NRW gibt es das "domradio", welches vom Erzbistum Köln betrieben wird. Also ein katholisches Radio. Das einzige negative, was es über dieses Sender zu berichten gibt ist seine relative Belanglosigkeit, persönlich meine ich sie könnten sich mehr trauen und inhaltlicher werden. Aber das ist eine andere Diskussion.

Eine der Errungenschaften einer demokratischen und vor allem aufgeklärten Gesellschaft ist die religiöse Freiheit. Wie in der Demokratie halt üblich, können radikale Gruppen diese Freiheit nutzen. Niemand wird ihnen den Mund verbieten, und in den meisten Fällen überlebt die Demokratie das auch, es nutzt ihr sogar.

Der Unterschied aber ist ein anderer: Hier wird Radio Horeb nicht nur einfach geduldet und weitestgehend ignoriert, sondern hier wird diesem Sender von Staats wegen auch noch eine UKW-Frequenz zugeteilt, in der zweitgrößten Stadt Deutschlands! Obwohl es sehr viel bessere und demokratischere Alternativen gegeben hätte.

Die Frage ist, was genau dahinter steckt.



von Alqaszar - am 27.01.2004 13:52
alqaszar schrieb:

Zitat

sondern hier wird diesem Sender von Staats wegen auch noch eine UKW-Frequenz zugeteilt, in der zweitgrößten Stadt Deutschlands! Obwohl es sehr viel bessere und demokratischere Alternativen gegeben hätte.

Die senden aber doch schon lange in München über UKW (auf der 89,0 zeitpartagiert mit 2DAY)? Jetzt kriegen sie auf der 92,4 dann lediglich mehr Sendezeit, wenn ich das richtig verstanden habe.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 27.01.2004 14:53
@radiosi:
Zitat

Ach, wenn ich doch nur genügend Geld hätte... ein schönes "Stadtradio München" Konzept schlummert da in meiner Schublade...
Tja, aber immerhin hast du schon mal ein Internetradio. Ich wünschte, ich könnte nur schon die Kohle für sowas mal aufbringen...



von Wrzlbrnft - am 27.01.2004 15:07
MHM:
Dann waren die Bibelstudien in der Champagne (und danach?) ja doch noch irgendwie aufschlussreich...tststs

von PeterSchwarz - am 27.01.2004 15:41
Die Bibel selber ist garnicht übel (etwas Geschichtsbuch, ein paar gute Lebenstricks) es liegt aber alles in der Auslegung der Texte. Ein Weltoffener Mensch sieht darin nix schlimmes, so Kerzlschlicker wie horeb sehen darin eine Anleitung zum Menschen unterdrücken. Siehe Bin Laden mit seinem heiligen Krieg. Der hl. Krieg darf laut Koran nämlich nur geführt werden, wenn jemand anderen Glaubens einen grundloßen Angriff macht (naja, so halb, liebe Amis ;) ) aber: Nur im eigenen Land! Man darf keinen Angreiffen! Diese Propagangdaheinis lesen nur oberflächlich und sehen nur solch wahnwitz mit Verhütung etc. Darüber steht in der ganzen Bibel nix!

von elchris - am 27.01.2004 18:14
Hi!
also wers genau wissen will,hier habe ich mal den Kuran als Pdf abgelegt,rechte Maustaste klicken dann speichern unter

http://de.geocities.com/turoksmailbox/koran.pdf

´Ja bei so einem Hatsch,oder wie die Alljährliche Gebetszusammenkunft heist,da hat es ja ungefähr 10 mal soviel Leute,wie bei einem Rock am Ring Konzert ,udn das will was heisen:)
muß ja eine Krasse Veranstalltung sein,wenn sie die Leute,in Trance Gegenseitig Vertrammpeln,und Niederrennen,hat das nichts mehr mit Glauben zu tuen,ich weis nur eins,wenn der Horeb die lizenz bekommt,satelli Line Berichitete auch schon,werden alle anderen Instutionen,auch ihren eigenen Sender wollen,soviel ist sicher!

von Turok - am 27.01.2004 18:50
Turok schrieb:

Zitat

[..]wenn der Horeb die lizenz bekommt[...]

Die Lizenz hat Horeb doch schon längst und eine UKW-Frequenz in München auch. Deswegen verstehe ich die Aufregung nicht. Ich bin zwar absolut kein Fan dieses Senders, aber es wird doch keiner gezwungen, ihn einzuschalten. Natürlich hätte man die Frequenz an ein "interessanteres" Programm vergeben können, aber solche Entscheidungen sind nunmal ein Politikum.
Wenn man alle Sender verbieten würde, deren Chefs radikale Ansichten vertreten, hätten wir wahrscheinlich eine sehr übersichtliche Medienlandschaft...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 27.01.2004 19:20
Vielleicht wollte man damit auch nur das Gleichgewicht wieder herstellen. Schließlich wurde ja in Bayern auch eine "Rock Antenne" mit einer UKW-Lizenz bedacht und solches Treiben ist des Teufels, wie der BR, Report im Besonderen, uns auch noch in den 90ern glaubhaft machen wollten (bei mir bisher immernoch erfolglos...). Neben der Sendung von '90/'91 die hohe Wellen schlug, gab es immer wieder was gegen harte Musik; ich erinnere mich da u. a. auch an die peinliche Darstellung eines GWAR-Konzertes mit der 90er.
Kurz: Möglicherweise haben immernoch existente konservativste Kreise im Gegenzug das Programm ihres Schützlings durchgebracht.
Unabhängig davon ist die Frage zu sehen, ob nicht doch grundsätzlich für einige Stunden ein religiöses Programm auch eine Bereicherung sein kann, es muß aber nicht Horeb oder Maria heißen.

von Thomas (Metal) - am 27.01.2004 19:38
@Radiosi
Denke ich auch, dass halt auf 92,4 das "notwendige Übel" zusammen auf eine Frequenz gepackt wird.
Im grunde stört das auch keinen, da die allesamt so oder so an den meisten vorbeisenden.

"Ich denke ausserdem, dass Horeb wohl der einzige ist, der sich auf das 92.4 Splitting wirklich einlässt."
Sehe ich auch so, denen ist's egal, ob sie sonn- und feiertags die "besten Classics aller Zeiten" unterbrechen, oder halt Lora's seltsames Gemischtwarenlager und den Kinderfunk aus der Hansastraße stören.

Wenn dann wenigstens Amateur Berti bei 24/7 auf 89,0 endlich mal checkt, dass Radio heute nicht mehr so garagenartig wie 1985 klingen muss... Und erkennt, dass ein "Zeitzeichen" der "Stimme aus Sendling" (Studio aber in Thalkirchen, in Sendling wohnt halt seine Mutter) und BLM-News 15 Minuten später einfach peinlich sind, kann das ja vielleicht was werden (wobei Berti seit fast 19 Jahren ja noch quasi am Üben ist).

von Schwabinger - am 27.01.2004 20:26
alqaszar schrieb:

Zitat


Der Unterschied aber ist ein anderer: Hier wird Radio Horeb
nicht nur einfach geduldet und weitestgehend ignoriert,
sondern hier wird diesem Sender von Staats wegen auch noch
eine UKW-Frequenz zugeteilt, in der zweitgrößten Stadt
Deutschlands! Obwohl es sehr viel bessere und demokratischere
Alternativen gegeben hätte.

Die Frage ist, was genau dahinter steckt.


Das stimmt schon, und eigentlich sollte die Entscheidung bei der BLM liegen. Hier hat sich aber die Staatskanzlei eingemischt und versucht, die Mitglieder des Hörfunkausschusses zu beeinflussen. Auch hierzulande würden Politiker wohl nur zu gerne die Programminhalte zu ihren Gunsten diktieren. Allzu demokratisch ist so ein Verhalten nicht.

Fragt sich nun, wie sicher es ist, daß Horeb die 92,4 bekommt. Auf dem Programmplan der nächsten Medienratssitzung (5. Februar) war kein entsprechender Punkt vermerkt, zumindest nicht explizit. Und da wir schon beim Thema München sind, stellt sich gleich wieder die Dauerbrenner-Frage, wie denn der Stand der Dinge bzgl. der Rock-Antenne auf 101,3 und Antenne Bayern auf 107,5 MHz ist. Gibt´s da irgendwelche Neuigkeiten?

@Peter Schwarz: Die Bibelstunden in der Champagne und danach haben durchaus einige Aufschlüsse gebracht. Einiges kannte ich bereits, aber etliches war mir neu bzw. hatte ich lange Zeit einfach unterschätzt. Ich hätte zwar gerne auch noch ein bißchen DX gemacht, aber sei´s drum. Ein DX-Camp mit Bibelstunden ist halt mal was anderes. ;-)



von MHM - am 27.01.2004 21:29

Radio Horeb und die Münchner 92,4

@Schwabinger am 27.01.04

Zitat

[...]
"Ich denke ausserdem, dass Horeb wohl der einzige ist, der
sich auf das 92.4 Splitting wirklich einlässt."
Sehe ich auch so, denen ist's egal, ob sie sonn- und
feiertags die "besten Classics aller Zeiten" unterbrechen,
oder halt Lora's seltsames Gemischtwarenlager und den
Kinderfunk aus der Hansastraße stören.
[...]


Das Problem dabei ist nur, daß Horeb auch und vor allem am Sonntag und auch abends senden will. Das heißt, ein einvernehmlicher Sendezeittausch scheint aussichtslos, da ehrenamtlich gemachtes Radio eben nur abends und am Wochenende funktionieren kann. Und selbst wenn Feierwerk und Lora auf die offiziell liziensierte Sendezeit zurück müßten, stände Horeb immernoch der Sonntag abend im Wege. Oder sie bleiben Sonntag zusätzlich wie bisher auf 89.0, dann hätte auch der Bertl nix davon...
Ein kommerzieller Anbieter, der vor allem die Rush Hour bedienen will, hätte da IMHO weniger Probleme. FAZ z.B. hat ja nicht wegen dem Splitting aufgegeben (in Berlin und Frankfurt gab es dieses ja gar nicht).

Naja, vielleicht sehe ich das als Hobby-Lagerist in oben erwähntem Gemischtwarenlager etwas durch 'ne spezielle Brille...

Noch sind wohl bei der BLM keine endgültigen Entscheidungen getroffen, aber im März ist wohl damit zu rechnen. Lora hat deshalb am Donnerstag 'ne [url="[url]http://lora924.de/PM04-02.pdf"[/url];]hier nachlesbare Presseerklärung[/url] herausgegeben.

von Hagen - am 28.02.2004 16:05
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.