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Erster Beitrag:
vor 6 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 6 Jahren, 6 Monaten
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Spacelab, Kay B, Der Chef , NWL_DX , peeraxel

Aachen-Karlshöhe: Ständige Leerträger auf 102,7 MHz

Startbeitrag von NWL_DX am 07.02.2012 09:21

Schon seit zwei Wochen beobachte ich immer wieder Leerträger auf der 102,7 MHz von der Aachener Karlshöhe, wo eigentlich der DLF laufen sollte, besonders in den Morgenstunden, so auch heute wieder.

Wir hatten die vergangene Nacht erneut eisige Temperaturen von an die -20°; kann sein, dass die Ausfälle darin begründet liegen.
In den Sommermonaten kommt es während Starkregen und Gewittern zu dem gleichen Effekt.

Merkwürdig ist es trotzdem: An dem Umsetzer befinden sich mehrere Parabolantennen von schätzungswiese 1,2m Durchmesser, die offenbar der Signalzuführung dienen.
Der von mir verwendete Satman von TechniSat weist gerade mal einen Durchmesser von 33cm auf; - damit lassen sich selbst nach der frostreichen Nacht alle ASTRA-Programme auf Anhieb problemlos empfangen!

Hinzu kommt, dass der DLF auf der besagten Frequenz meist eine viel zu niedrige Lautstärke aufweist.

Falls hier jemand von der MB mitliest: Es wäre schön, wenn die Probleme behoben werden könnten.

Antworten:

Es kommt mir auch lieblos vor, wie die MB selbst Großsender betreibt. Insbesondere auf 101,9 Bungsberg (100 KW) gab es eine zeitlang selbst bei kleineren Wetterereignissen Ausfälle. Hat sich jetzt gebessert. Auch viele kleine D-Kultur-Sender brechen schnell mal weg.
Ich frage mich, welche Uralt-Technik mit den Riesenspiegeln verschraubt ist. Schlechte Ausrichtung? Mangelnde Wartung? Korrosion? Teil des Problems ist sicher, dass viele Sender jahrelang über ADR gespeist wurden, erkennbar an dem typischen Klickblubbern, das die Aussetzer begleitet. Aber das wird ja wohl mit dem 1.4. erledigt sein. Oder haben wir dann plötzlich ganz viele Leerträger? ;-)
DVB-S erscheint mir stabiler.

von peeraxel - am 07.02.2012 10:15
Schreib einfach mal eine E-Mail an den DLF. Die Jungs reagieren sehr Fix auf solche Störungsmeldungen und machen schon entsprechenden Druck auf die MB.

Ich versteh deren Equipment auch nicht. Die haben in Saarbrücken auf dem Winterberg auch ne Schüssel stehen mit mindestens 100cm Durchmesser. Und dennoch ist das der erste Sender der quietscht und Aussetzer hat wenns Regnet. In meiner damaligen Wohnung hatte ich nur eine alte gammelige 60er Schüssel und da war zum gleichen Zeitpunkt noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Das gleiche Spiel mit der D-Kultur Funzel in Saarlouis. Wenn es etwas stärker regnet herrscht gleich Stille. Die Gemeinschaftsanlage an der ich hier hänge mit 80er Schüssel und schon recht betagtem LNB bringt da noch vollen Pegel.

von Spacelab - am 07.02.2012 10:15
@peeraxel: Ich hatte mal eine Zeit lang ADR und DVB-S parallel laufen und DVB-S ist in der Tat stabiler bei schlechtem Empfang.

Es hieß doch mal das die neueren Standorte (was immer die darunter verstehen) über SCPC (ich glaube über 23,5° Ost) zugeführt werden. Die älteren über ADR. Also DVB-S käme gar nicht zum Einsatz. In Saarlouis auf dem Steinrausch kommt D-Kultur jedenfalls nicht von Astra auf 19,2° Ost. Die dortige Schüssel steht etwas anders als die der benachbarten Häuser.

von Spacelab - am 07.02.2012 10:23
Es scheint so, daß bei der Bundespost und später bei der Telekom bzw. Mädchen & Brotkasten Antennen grundsätzlich nach Berechnung ausgerichtet werden.

Man errechnet also den Azimut und die Elevation, wo der Satellit zu stehen hat und richtet die Satellitenanlage danach aus, statt einfach nach dem Maximum des Signalpegels zu gehen.

von Kay B - am 07.02.2012 10:25
@ Spacelab

Zitat

Es hieß doch mal das die neueren Standorte (was immer die darunter verstehen) über SCPC (ich glaube über 23,5° Ost) zugeführt werden. Die älteren über ADR. Also DVB-S käme gar nicht zum Einsatz.


Doch, das ist DVB-S. Allerdings sehr schmalbandig. Meist mit einer Symbolrate unter 1000 kSymb/s, die Receiver für den Heimgebrauch nicht verarbeiten können. Ich kenne da nur die d-box 1 mit DVB 2000, die das können soll.

Warum man diesen Aufwand für die Zuführung betreibt anstatt einfach das Astra-Signal zu nehmen, ist mir allerdings ein Rätsel. Selbst Antenne Bayern wird über einen Feed auf 23,5° Ost (oder 28,5° Ost, weiß es jetzt nicht genau) zugeführt, obwohl man gerade bei Privatsendern meinen müßte, daß die die preisgünstigste Variante nehmen. Und das wäre das Astra-Signal, eventuell mit Internetstream als Back-Up.

von Kay B - am 07.02.2012 10:27
Ich hatte damals in meiner alten Wohnung einen recht günstigen DVB-S2 Receiver von "Set-One". Mit diesem konnte ich etliche Feeds, unter anderem von N24 auf 23,5° Ost, empfangen. Diese hatten oft auch nur eine sehr geringe Symbolrate. Der Empfang war auch meist nur recht schwach (aber aussetzerfrei!) und bei schlechtem Wetter fast unmöglich. Ich Depp hatte damals diesen Receiver meiner Ex überlassen und mir einen Edision Argus VIP geholt. Das Mistding hat aber Probleme mit diesen niedrigen Symbolraten und bringt mir diese Feeds beim besten willen nicht auf den Schirm. :mad:

von Spacelab - am 07.02.2012 10:36
Der DLF-Sender Aachen-Karlshöhe 102,7 arbeitet wieder einwandfrei.

von Der Chef - am 07.02.2012 11:11
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