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"Störsender" entlang der innerdeutschen Grenze

Startbeitrag von tomfritz am 02.02.2004 19:22

[Beitrag auf Wunsch des Users entfernt.]

Die 50 interessantesten Antworten:

Ach ja, die goldenen 50er, als die DDR noch in OIRT-Norm gesendet hat...
Damals kamen die Störsender noch vom 'Feind'. Heute werden sie 'koordiniert'... :joke:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 02.02.2004 19:33
@Jens:

Bin diesbezüglich auch kein Spezialist, aber vielleicht könnten die Coburger damals u.a. nur auf den Hohen Meißner angewiesen sein? :confused:
Damals gab's ja nicht so viel und so viel ich weiß zündete TV nur im VHF-Bereich...

@Peter:

Was bedeutet DET?

Grüße euch beiden / @all und bis die Tage,
Matze



von Mathias Volta - am 03.02.2004 02:06
@ Mathias Volta

Was bedeutet DET?

Klick mal http://forum.myphorum.de/search.php?f=8773&search=DET&match=1&date=0&fldauthor=1 . "DET" kennt sich aus, denn er hat mit den Koordinierungen der Frequenzen des D-Radio zu tun. "DET" sind die ersten 3 Buchstaben seines Vornamens...

Warum schreibt der Kollege eigentlich nicht mehr hier? Da wußte man wenigstens, es sind keine Gerüchte, sondern Fakten. Schöne Grüße nach Köln! ;)

von Radiowaves - am 03.02.2004 07:28
@Radiowaves:
Vermutlich deshalb, weil er glaube ich schon oft genug jetzt vermittelt hat, dass es nun mal in vielen Fällen nicht anders geht, als dass man Funzeln in Betrieb nimmt, weil das UKW Band eben dicht ist, weil die anderen Beteiligten selten zu Kooperation bereit sind, weil aber trotzdem DLF und DRadio Berlin deutschlandweit auf UKW flächendeckend versorgt sein wollen, aber er hier immer noch ständig den Unmut der DXer geballt zu hören bekommt. Und das z.T. - das ist natürlich Ansichtssache - in beleidigender Form. Da wurde es ihm wohl zu blöd, hier zu posten.

@all:
Überlegt euch einfach immer mal wieder, was ihr so schreibt. Nicht nur über Det, sondern auch über andere Rundfunkanstalten oder Medienanstalten.



von Andreas W - am 03.02.2004 09:32
Einen schönen Beitrag über den Sender Inselsberg findet man unter www.thueringenweit.de unter Hörselberg-Bote Nr.53.

von Hempe - am 03.02.2004 11:45
Also der DET ist eigentlich schon okay, nur seine Koordinationen sind manchmal zum Reiern, Mann!

von PeterSchwarz - am 03.02.2004 11:47
@ tomfritz:
_____________________________________________________________
Eigentlich habe ich das mit dem Hohen Meißner umgekehrt in Erinnerung.
Der Meißner wurde als "Bollwerk" aufgebaut gegen die Sender aus dem
Osten, um deren Empfang zu stören. M.E. war die "Ostzone" auch eher
in der Luft, als bundesdeutsches Fernsehen.
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-> Warum sollte man den Empfang der Ostsender stören? :confused:

Der Deutsche Fernsehfunk der DDR startete sein Programm am 1.1.56; das ARD-Gemeinschaftsprogramm bereits am 1.1.54.
______________________________________________________________
Westdeutschland hatte durchaus ein Interesse die sog. "Ostzone" und
deren Propaganda zu stören. Die wirtschaftliche Situation nach Kriegsende
bis in die frühen 50er war "drüben" nicht schlechter, teilweise sogar besser!
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Das stimmt aber nur für die kleine französische Zone (die Franzosen hatten selber nix) und für West-Berlin, dass der Osten versucht hat durch eine Blockade (1948/49) auszuhungern. Ansonsten ist das aber großer Unsinn! Hast du früher zu oft den Schwarzen Kanal angeschaut :D ?

Im Osten gab's Reparationen; im Westen CARE-Pakete und den Marshall-Plan; und eine Fluchtbewegung gab es auch in diesen Jahren nur in EINE Richtung. Warum wohl?



von Manager. - am 03.02.2004 20:43
Zitat

Der Deutsche Fernsehfunk der DDR startete sein Programm am 1.1.56; das ARD-Gemeinschaftsprogramm bereits am 1.1.54.

Nur mal zur geschichtlichen Richtigstellung:
21.12.1952 Sendestart DFF
25.12.1952 Sendestart ARD

(22.03.1935 Sendestart Fernsehprogrammbetrieb Sender Berlin-Witzleben, drei Tage die Woche für zwei Stunden)

Ich kann mich eigentlich nur noch an die Störungen, besonders von VHF K 7 (ARD/SFB) erinnern. Mein Vater hatte damals sogar den Messwagen der Deutschen Post bestellt. Nachdem der Messwagen da war, war aber auch die Störung wieder weg.
Ob da "jemand" extra gestört hatte ist bis jetzt noch nicht geklärt.

von medientechniker - am 03.02.2004 22:12
@jkr: Hast du auch ne Liste von 1954 und 55 der TV Sender ? Ist sehr interessant.

von Terranus - am 03.02.2004 23:03
@ medientechniker:
Dann schreib aber zur geschichtlichen Richtigstellung auch dazu, dass das (DFF) Versuchssendungen in Berlin waren und mit dem angesprochenen Gebiet (Meißner) nichts zu tun hatte.
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zur Info:

[Regelmäßige Probesendungen wurden ab Juni 1952 täglich ab 20 Uhr auf dem Berliner Fernsehkanal 5 ausgestrahlt. In diesen ein- bis anderthalbstündigen Sendungen erschien bereits die „Aktuelle Kamera“ als Versuchssendung mit kombinierten Foto- und Wortbeiträgen.

Am 21. Dezember 1952 war es soweit: Der „Fernsehsender Berlin“ nahm um 20 Uhr über einen neuen 1-Kilowatt-Sender (Berlin) seine öffentliche Programmtätigkeit auf.

Mit der Neujahrsansprache des Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, wurde im Januar 1956 die öffentliche Versuchsperiode für beendet erklärt und am 3. Januar der Übergang zum regulären Fernsehprogramm verkündet, der Sender hieß von nun „Deutscher Fernsehfunk“.]

Quelle: http://www.ddr-tv.de.vu/

------------------------------------------------------------

[1950 12. Juli: Das NWDR-Fernsehen sendet in Deutschland das erste Fernsehbild nach dem Krieg (Testbild).

1952 25. Dezember: Beginn des regelmäßigen Fernsehprogramms in Deutschland aus dem Bunker auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg.

1954 1. November: Beginn des öffentlich-rechtlichen Gemeinschaftsprogramms ARD.]

Quelle: http://www.ndr.de/ndr/derndr/unternehmen/funda/chronik/f1.html
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Wann begann die Ausstrahlung über Brocken und Inselsberg; und wann am Gr. Meißner?



von Manager. - am 04.02.2004 06:16
@tomfritz:

Sicher gab es ein Interesse der DDR, auch im Westen gehört zu werden. Dass die Sender meist entlang der Staatsgrenzen (auch zur CSSR übrigens) aufgebaut wurden, liegt aber auch daran, dass zufällig dort eben die geographisch exponiertesten Standorte zu finden waren/sind. Man könnte vielleicht sagen, dass sich da (aus Sicht der DDR-Regierung) geschickterweise das Angenehme mit dem Nützlichen gepaart hat.

Kann sich übrigens noch jemand an die Vormittagssendungen der ARD in den 70ern erinnern? Ich habe mich damals (zumindest in den Schulferien) geärgert, dass in der Fernsehzeitschrift immer stand, dass diese Sendungen nur über ganz bestimmte Sender ausgestrahlt würden, z.B. Berlin, Torfhaus, Meissner, Kreuzberg, Ochsenkopf etc.. Wofür waren die wohl bestimmt? Wahrscheinlich, um die Schichtarbeiter in der DDR mit den Sendungen zu versorgen, die sie aufgrund ihrer Schicht am Vorabend versäumten.

Gab es Ähnliches eigentlich auch vom DDR-Fernsehen in Richtung BRD?



von Udo Isaenko - am 04.02.2004 12:24
Es ist bekannt, dass die Entscheidung der SED Führung, den west -Standard 5,5MHz Tonabstand einzuführen allein auf den Willen zurückzuführen war, auch im Westen Zuschauer zu erreichen.
Und es stimmt, es wurden immer Sendungen extra über die "Zonenrandsender" ausgestrahlt.
Die Topographie war natürlich vorallem den Westsendern hilfreich, hätte es den Standort Harz so nicht gegeben, wäre wohl ein viel größerer Teil der "DDR" unversorgt geblieben.
Ist natürlich auch geschichtlich zu begründen, dass früher immer natürliche Grenzen gerne zu Staatsgrenzen wurden (siehe deutsch- tschechische Grenze) da sich diese leichter überwachen ließen (Mitteralter etc)

von Terranus - am 04.02.2004 12:57
@ tomfritz:

Die Senderstandorte ergaben sich (auf beiden Seiten) hauptsächlich durch die Topographie. Man wählte meist einen der höchsten Berge in den jeweiligen Mittelgebirgen, um damit große Gebiete versorgen zu können. Und beide Seiten waren sehr wohl bestrebt auch möglichst weit in das Gebiet der anderen Seite einstrahlen zu können.
Einige Standort gab es sogar bereits vor dem Krieg. So gab es Fernseh-Versuchssendungen u.a. vom Brocken, um von dort aus das Gebiet zwischen Hannover, Kassel, Erfurt, Leipzig und Magdeburg mit TV zu versorgen.
Die Sache mit den Nachbarkanälen stimmt schon. Man sollte dabei aber auch nicht ganz vergessen, dass es damals auch nur wenige (VHF-)Kanäle gab und man nicht in jedem Falle "Absicht" unterstellen konnte; in einigen Fällen (aus politischen Gründen) aber sehr wohl.

Zum Schwarzen Kanal:
Ich hatte 1988/89 eine Freundin im Harz [habe auch bei ihr gewohnt:-) ] und konnte dort immer den Schwarzen Kanal sehen.
Wenn man mal über den ernsten (politischen) Hintergrund hinwegsieht, so war das was Karl-Eduard da immer fabrizierte die beste (Real-)Satire, die ich mir vorstellen konnte.:D
Überhaupt: Wenn wir mal so richtig ablachen wollten, haben wir manchmal die Aktuelle Kamera (19.30 h DDR1; Wied. 21.30 h DDR2) angeschaut.
Wenn da viele Meldungen mit den üblichen Standards begannen wie "der Generalsekretär der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Vorsitzende des Staatsrats der Deutschen Demokratischen Republik und Vorsitzende des Nationalen Verteidigungsrats der DDR - Genosse Erich Honecker..." (*brüll*) haben wir einerseits herzhaft gelacht, andererseits waren wir aber auch froh nicht in diesem totalitären System leben zu müssen.

von Manager. - am 04.02.2004 12:58
Zu dem, was Udo und die anderen geschrieben haben, kann ich aus Zeitgründen jetzt nicht meinen Senf dazugeben. Habe aber eine anschauliche Grafik am Start:



Orginal-Begleittext zu dieser Grafik:
„Auch jenseits der Grenzen der DDR hat der Deutsche Fernsehfunk ein Millionen-Publikum.“

Quelle: www.ddr-tv.de.vu

Grüße,
Matze



von Mathias Volta - am 04.02.2004 12:59
„Auch jenseits der Grenzen der DDR hat der Deutsche Fernsehfunk ein Millionen-Publikum.“
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Das war die typische Propagandasprache dieser Zeit.

Richtig interessant für uns Westler waren die vielen, z.T. stundenlangen, Sportübertragungen. Während der vom Westen boykottierten Moskauer Olympiade 1980 (ARD und ZDF brachten täglich nur eine 15-minütige Zusammenfassung) hatte das DDR-TV vermutlich seine besten Quoten (auch im Osten :D ).
Ich kann mich noch gut erinnern, dass in den 70er-Jahren mal ein Fußball-Europacupspiel (Dynamo Berlin-HSV ?) nur im Ostfernsehen live übertragen wurde; im ZDF gab's davon nur Ausschnitte nach 22.45 h). Da hat sogar die BILD-Zeitung, die DDR nur mit " " schrieb, in ihrem Sportteil auf einer Karte die grenznahen DDR-Sender (mit Kanal und Reichweite) als Service für die Fans abgedruckt.



von Manager. - am 04.02.2004 14:05
Re Nachbarkanalsender:
Vermutlich lag die Aussage am technischen Stand der damaligen TV-Geräte, heute sollte eine einwandfreie Trennung von z. B. E7 (Meißner) vs. E6 (Brocken) kein Problem mehr sein. Andernfalls hätte man auch Brotjacklriegel (E7) als "Bollwerk" gegenüber ORF1 (Salzburg E8) bezeichnen können. Ich gehe davon aus, daß sich diese Aussagen vielmehr auf das System D, OIRT, bezieht. Immerhin überlappen sich hierbei einige Kanalgrenzen mit dem System B (CCIR).

Bsp:

E2 47-54 MHz R1 48,5-56,5 MHz
E3 54-61 MHz R2 58-66 MHz
E4 61-68 MHz
R3 76-84 MHz
UKW-Rundfunk 87,5-100 R4 84-92 MHz
R5 92-100 MHz

E5 174-181 MHz R6 174-182 MHz
E6 181-188 MHz R7 182-190 MHz
E7 188-195 MHz R8 190-198 MHz
E8 195-202 MHz R9 198-206 MHz
E9 202-209 MHz R10 206-214 MHz
E10 209-216 MHz R11 214-222 MHz
E11 216-223 MHz R12 222-230 MHz
E12 223-230 MHz

Im UHF-Bereich sind die Kanalgrenzen dagegen gleich.

von Thomas (Metal) - am 04.02.2004 16:32
@Manager:

"Genosse Erich Honecker..." (*brüll*) haben wir einerseits herzhaft gelacht"

==> Aber der Ost-Sandmann war um Längen besser als sein Kollege aus dem Westen ! :D:D:D :cool:

Grüße,
Matze



von Mathias Volta - am 04.02.2004 18:21
@ Mathias Volta:

...und das Ampelmännchen :D

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-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

@ all:
Habe mein Posting von 7.16 h mit Infos ergänzt.

von Manager. - am 04.02.2004 18:31
@Thomas(Metal)das DFF hat aber auch nach der CCIR-Norm gesendet.OIRT gab es in den anderen Ostblockstaaten ,ausser Kuba welches nach FCC-Norm und somit NTSC in Farbe sendet.Nur über Intersputnik wurde einheitlich in Secam gesendet.



von Handydoctor - am 04.02.2004 20:15
Konnte man denn, wie in der Propagandakarte dargestellt, in Dortmund und Flensburg den DFF empfangen?

von digifreak - am 04.02.2004 20:36
Dortmund wahrscheinlich nicht,hat doch dort auch Keiner wirklich vermisst.In Flensburg kann ich mir schon vorstellen,das es möglich war,es gab ja über die Ostsee keine Hindernisse.



von Handydoctor - am 04.02.2004 20:47
Manager. schrieb:
Zitat

Da hat sogar die BILD-Zeitung, die
DDR nur mit " " schrieb, in ihrem Sportteil auf einer Karte
die grenznahen DDR-Sender (mit Kanal und Reichweite) als
Service für die Fans abgedruckt.

In Ansätzen gab's 2002 ähnliches zur Fußball-WM. Da wurde auch erwähnt dass man über TF1, ORF, RTBF, VRT etc. alle Spiele sein und für jeden Sender wurde ein ungefähres Gebiet genannt. Und im Krankenhaus, wo ich zu der Zeit meinen Zivi gemacht hab', haben auch alle schön immer TF1 gekuckt.

von Brubacker - am 04.02.2004 23:51
Wenn ich mich mal an Erzählungen von Kollegen aus Westdeutschland erinnere war die DBP-Telekom mit Ausbau ihres Kabelnetzes immer bestrebt, Radio- und Fernsehprogramme aus der DDR einzuspeisen. Zwar teilweise in grauenhafter Qualität - aber immerhin!



von PowerAM - am 05.02.2004 11:13
@ tomfritz:an den gerupften andler erinnere ich mich auch noch :D
ich durft damals aber nie den schwarzen kanal schauen,meine eltern schalteten immer weg und meinten das dort nur gelogen wird und das nix für kleine kinder sei



von Robert S. - am 05.02.2004 13:18
Er wohnt immer noch in seiner "Villa" am See vor Berlin(Eichwalde???)



von Handydoctor - am 05.02.2004 20:43
Er ist 2001 bei Berlin verstorben.Seine Biografie findet man z.B. unter http://www.ddr-im-www.de/Personen/Schnitzler.htm



von Steffen_K1 - am 05.02.2004 20:45
@ tomfritz

http://home.t-online.de/home/GustavWitte/chronik.htm

von Kay B - am 05.02.2004 21:39
Hier noch was zum Beginn des Fernsehens in Oberfranken:

Ein Hofer Radio- und Fernsehhändler hatte in den Fünfzigern, als der Kreuzberg zu senden begann, vom Ochsenkopf aber noch nichts zu sehen war, mit einer selbstgebauten dreistöckigen 11-Elemente-Band-1-Antenne Erfolg: Er konnte als erster im Hofer Talkessel TV vom Kreuzberg empfangen und das Fernsehprogramm in seinem Schaufenster war das Stadtgespräch.

Die Kronacher im benachbarten Frankenwald wussten sich schon vorher anders zu helfen. (Siehe folgenden Artikel auf:
http://www.radiomuseum-bocket.de/deutsch/d_index.htm)

Wir waren die Pioniere
Der erste deutsche "Fernseh - Umsetzer " stand in Kronach.

Radiowellen breiten sich geradlinig aus wie das Licht. Das Gesetz gilt um so strenger, je kleiner die Wellenlänge ist und darf bei den 200 MHz des Fernsehens als angenähert erfüllt gelten. Daraus resultiert, das die Fernsehwellen um so weniger in Bergtälern zu empfangen sind, je weiter der Sender entfernt und je enger die Talsohle ist. Das behagt dem Techniker gar nicht, denn die Kunden wohnen meist in den Tälern. Darum wagt er sich an die Aufgabe der Umlenkung der Fernsehwellen von ihrem geraden Weg auf Seitenstrassen.

Umlenkantennen mit Wellenspiegeln für UKW sind verschiedentlich gebaut worden. Sie lösen die Aufgabe für Sonderfälle recht ordentlich, wenn es sich um eine einzige Talstation handelt, Aber wie soll man eine ganze Stadt im Tal versorgen, wenn der Fernsehsender 200 km entfernt ist.

Das Loewe Opta Fernseh - Team beschäftigte sich Anfang 1953 mit derlei Gedanken. Der Fernsehsender auf dem Feldberg im Taunus ist 210 km Luftlinie entfernt. die zu erwartende Feldstärke bei 10 KW Senderleistung und zwölffachem Antennengewinn muss im Tal weit unter dem Pegel eines zuverlässigen FS - Empfangs liegen. Aber die Loewe Opta - Ingenieure waren nun einmal begeistert für die Idee, so früh als möglich ihre Fernsehempfänger nach wirklichen Sendungen einzustellen und zu Prüfen. Denn das dem werkseigenen Sender "N - N - H " ( Nie nach Hause) zur Verfügung stehende Programm - Material hing Ihnen schon lange zum Halse heraus, so dass sie überhaupt keine Bildfolgen mehr , sondern nur noch Bildfehler sehen konnten. Also suchten sie systematisch in den Bergen des Frankenwaldes einen Platz, der genügend hoch liegt und mit dem Werk im Tal direkte optische Sicht hat. Endlich fanden sie auf der Kuppe der Radspitze, etwa 8 Km Luftlinie vom Werk entfernt , in 700 m Höhe über dem Meeresspiegel einen geeigneten Ort. Hier bauten sie eine Holzhütte, gerade groß genug für die Apparate und ein paar Menschen. Die Empfangsantenne war eine Vier-Ebnen- Dipol, der an einer 8m langen Holzstange hing, die mit Wäscheseilen abgesteift war. Damit erreichten sie einen mittleren Signalpegel von 0,5 mV, der für stabilen Empfang genügte,

Der erste Fernseh - Umsetzer. Es war aber vorauszusehen , dass die Rückwirkung zwischen der Empfangs - und der Senderantenne nur zu vermeiden ist, wenn die Neuausstrahlung in einem andern Kanal geschieht als der Empfang. Das ist die Grundidee des Kanalumsetzers, der Heutzutage allgemein Fernsehumsetzer heißt ( obwohl dieses Wort lange nicht so gut ist ). Die mit 195..... 202 MHz empfangene Fernsehsendung wird mit 216.... 223 MHz und ein Watt Leistung neu ausgestrahlt. Sie kommt dank der direkten optischen Sicht im Tal mit einer mittleren Feldstärke von 0,2 bis 1m V/m tadellos an... wenn man dafür sorgt, dass durch den Umwandlungsvorgang keinerlei Verzerrungen irgendwelcher Art und zusätzliche Rauschspannungen entstehen. Das hört sich zwar einfach an, ist aber eine technische Aufgabe, die Weit über die dem Fernsehempfänger gestellten Probleme hinausgeht. Der Umsetzer selbst hat fast ebensoviel Röhren wie der Fernsehempfänger. Die Sendeantenne ist ein Vierfachdipol, der durch Parallel - und Hintereinanderschaltung der Elemente auf 300 Ohm Fußpunktwiderstand gebracht wurde. Weil er einfach auf ein Lattengestell genagelt ist, erhielt er den Kosenamen " Matratze". Die Matratze hängt im Abstand von etwa zwei Wellenlängen ebenfalls an einer Holzstange und ist auf die Antenne im Werk eingepeilt.

Die Stromversorgung. Der Berg fällt auf einer Seite steil zu einem Weiler ( kleine Ansiedlung) ab, dessen Häuser Elektrizität haben. Wenn auch die Entfernung bis zur Spitze über 500 Meter beträgt, so war doch in wenigen Stunden eine fliegende Kabelleitung durch den Tannenwald und über den Steilhang gelegt, die die Anlage mit Strom versorgt. Ein Zeitschaltwerk schaltet automatisch während der Sendezeit ein, so dass die Umsetzstation nicht besetzt sein braucht. Jedenfalls können die Kronacher, wenn sie einen Fernseher mit geeigneter Antennenanlage haben , auf diese Weise an den Frankfurter Fernsehsendungen teilhaben. Die Bundespost hat dem technisch interessanten Versuch keine Schwierigkeiten in den Weg gelegt - und dem Kronacher Umsetzer später einem festen Kanal zugeteilt.

An einem Juli - Abend. fuhren wir zur Station hinauf. Als ich in der Hütte stand und die Röhren der "Iris" aufleuchteten ( die "Iris" ist der erste Loewe Opta Tischfernseher, der 1951 gebaut wurde) - und das NWDR - Testbild erschien, tauchten unwillkürlich die Erinnerungen an die ersten Dezembertage des Jahres 1901 in St. John auf Neufundland auf. Hier saß Marconi mit seinen drei Gehilfen in einer ähnlichen kleinen Holzhütte, vor der provisorischen Antennen auf Holzstangen montiert waren. Die Empfangsanlage mag im Verhältnis zu den heutigen ( 1953 ) primitiv erschienen sein. Der einzige Unterschied zwischen dem, wes auf der Radspitze und der Hütte in St. John geschah, war, dass wir diesen Abend eine Fernsehsendung aus einer unwahrscheinlich großen Entfernung erwarteten, während Marconi auf das vereinbarte Zeichen kurz - kurz - kurz - lang wartete, das über 3400 Km von der Gegenstation Poldhu in Cornwallis kommen sollte. Als es nach dreitägigen vergeblichen Versuchen am12. Dezember 1901 wirklich ankam.... da war der Irrtum der besten Gelehrten der Welt gestorben, das die Radiowellen niemals über den Ozean gelangen können, weil die Erde eine Kugel ist ... auch in der Hütte auf der Radspitze wurde ein Irrtum begraben, der noch bei der Stockholmer UKW - und Fernsehwellen - Konferenz von den Fachleuten geglaubt wurde: das sich die Meterwellen an die Begrenzung des quasi-optischen Horizont halten.

Erinnerungen sind verglühende Feuer aus der Vergangenheit und Scheinwerfer in die Zukunft für die, die noch durch die Seele "Fernseh " können. Vielleicht hat dieses gelungene Experiment der Kanalumsetzung eine viel größere Bedeutung für die Zukunft als wir heute ahnen... Was in dieser Hütte begonnen wurde, mag später einmal eine große Technik werden , die sich würdig unseren Fernseh - Relaistürmen zur Seite stellen kann.

Was damals 1953 in der kleinen Hütte auf der Radspitze begann war für eine lange Zeit eine gute Technik die sich immer wieder verbesserte, so das wir heute die Satellitentechnik haben und wer weiß was uns die Zukunft noch bringen wird.

Der Kronacher Fernsehumsetzer 1956 , auch heute steht der Umsetzer noch auf der Radspitze. Aber heute im Jahre 2001 wir er nur noch als Aussichtsturm genutzt .

Artikel aus Loewe Opta Kurier 1. 1956

Hans Stellmacher September 2001

(Originalartikel mit Fotos auf der Seite
http://www.radiomuseum-bocket.de/deutsch/d_index.htm)



von FrankenWalder - am 06.02.2004 15:58
@ tomfritz:

Zum TV-Netz der Reichspost von 1935:
Das ganze Reich hätte man mit diesen allerersten TV-Sendern sowieso nicht versorgen können und in einem zweiten Schritt wären dann vermutlich auch viele der späteren Sendestandorte hinzugekommen. Allerdings wären einige Nachkriegs-Standorte auch gar nicht notwendig gewesen (z.B. Torfhaus und Sonneberg), wenn es Hitler, Krieg und Teilung nicht gegeben hätte. Möglicherweise wäre unter diesen Umständen auf dem Hohen Meißner auch kein TV-Grundnetzsender errichtet worden, weil das primäre Zielgebiet durch Brocken und Inselsberg versorgt werden kann.

@ Brubacker:

2002 waren das ja Hinweise auf die Programme eng befreundeter Nachbarländer, aber vor 30 Jahren war es eine Sensation, dass ausgerechnet das Springer-Kampfblatt BILD, in dem immer energisch gegen die "DDR" aggitiert wurde, Hinweise zur Empfangbarkeit des Ostfernsehens lieferte.

[OT: Und So 20.15 h in Kabel 1 läuft mal wieder "Brubaker". :-) ]



von Manager. - am 06.02.2004 22:15

Re:

Manager. schrieb:
Zitat

2002 waren das ja Hinweise auf die Programme eng befreundeter
Nachbarländer, aber vor 30 Jahren war es eine Sensation, dass
ausgerechnet das Springer-Kampfblatt BILD, in dem immer
energisch gegen die "DDR" aggitiert wurde, Hinweise zur
Empfangbarkeit des Ostfernsehens lieferte.

Klar, das waren ja noch ganz andere politische Dimensionen. Vorallem grade auch noch die BILD. Hab' ich beim Posten gar nicht so bedacht, sondern fiel mir nur als Anekdote ein.

Zitat

[OT: Und So 20.15 h in Kabel 1 läuft mal wieder "Brubaker". :-) ]

Bist schon der zweite der mich drann erinnert. :-) Dabei hab' ich den Film noch nicht mal gesehen! (Der Name kommt woanders her) Werd' versuchen ihn am Sonntag aber mal zu kucken.

von Brubacker - am 06.02.2004 22:38

Re:

@ Brubacker:

Ich fand' Brubaker damals ('79/80) gut. Hab' ihn aber seither auch nicht mehr gesehen.

von Manager. - am 06.02.2004 22:47

Re:

Re Kronach:
Sehr interessant! Wie gut sind auf der Radspitze heute die Feldberg-Programme zu empfangen? Nach meinen Erfahrungen ist im UKW-Hörfunk der Feldberg auf der A70 auf einem Parkplatz kurz hinter Bamberg nochmals schwach zu empfangen, ansonsten hilft nur noch Heidelstein oder in Einzelfällen auch Hoher Meißner, wenn man was aus Hessen hören oder sehen will. Hardberg liegt offenbar zu tief; er ist noch seltener als Hoher Meißner empfangbar. Bsp: Auf der A70 geht die 92,7 in guter Mono-Qualität zwischen Scheßlitz und Roßdorf am oberen Ende des Berges.
Im bay. Spessart wird übrigens bei einigen TV-Umsetzer das ZDF vom Gr. Feldberg herangeführt, das "Dritte" dann natürlich über den Geiersberg. Soweit ich Mitte der 80er in einem Plan sehen konnte gibt es auch zwei Umsetzer die das ZDF vom Krehberg empfangen, obwohl sie sich in Bayern befinden. Damit stellt sich die Frage ob beim wiederausgestrahltem Programm ein qualitativer Unterschied zwischen ZDF und BFS festzustellen ist.

von Thomas (Metal) - am 07.02.2004 00:11

Re:

Wann ging eigentlich der Feldberg/taunus auf Sendung ? Scheint ja einer der ersten TV Sender gewesen zu sein.

von Terranus - am 07.02.2004 01:22

Re:

Zitat

Wann ging eigentlich der Feldberg/taunus auf Sendung ? Scheint ja einer der ersten TV Sender gewesen zu sein.


Ich habe mal (ist schon länger her) eine Grafik mit dem TV-Sendernetz von 1953 gesehen (war, glaube ich, in der Buchreihe "Rundfunk in Deutschland"). Die aufgeführten Sender waren Hamburg, Berlin, Hannover, Langenberg, Feldberg/Taunus und Weinbiet.

von Eichbaum - am 08.02.2004 14:03

Re:

Hab mal ein wenig gesucht, hier die Sendestarts :

Hamburg 3.9.51 ( Testsendungen) ,ab 1.2.52 täglich
Berlin 1.10.51 (tägliche Sendungen)
Langenberg 12.9.52
Hannover 21.12.52
Köln 25.12.52
Feldberg/T. 29.5.53
Weinbiet / Baden-Baden 2.7.53
H. Meißner 30.7.54
Wendelstein 13.10.54
Dillberg 30.10.54

von Terranus - am 08.02.2004 19:01

Re:

Habe beim gooogeln noch einige interessante Infos zu den ersten Versuchssendungen des deutschen Nachkriegs-Fernsehens in Ost und West gefunden. Hier einige Auszüge:

_______________________________________________________________
Am 21. Dezember 1952 beginnt das DDR- Fernsehzentrum in Adlershof mit
der regelmäßigen öffentlichen Ausstrahlung eines zweistündigen
Versuchsprogramms.
In der Fernsehgeschichtsschreibung der DDR wurde vermerkt, dass die DDR
nach der Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden als
fünftes Land in Europa das Fernsehen eingeführt habe. Der Prioritätenstreit
ist jedoch müßig. Abgesehen davon, dass auch die Schweiz und Italien mit
dem Fernsehen schon 1951 bzw. 1952 begannen, sieht bereits am 7. Februar
1952 ein Publikum von 400 Fernsehgerätebesitzern die 100. Sendung des
Berliner NWDR- Fernsehens. Sie ist allerdings noch nicht als offizielles
Programm deklariert.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

DDR (Ost-)Berlin:
_______________________________________________________________
Am 13. Mai 1950 beschließt die Generalintendanz des DDR- Rundfunks, mit
Fernseh- Sendeversuchen zu beginnen.
Am 11. Juni 1950 erfolgt mit dem ersten Spatenstich durch den
Generalintendanten der Rundfunksender, Hans Mahle, der Startschuss für
den Aufbau eines Studiokomplexes, projektiert für wöchentlich 20 Stunden
Sendezeit. Am 17. Juli 1951 wird Richtfest für den ersten Bauabschnitt
gefeiert.
Ein nichtoffizielles Versuchsprogramm gibt es seit dem 4. Juni 1952.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

NWDR Hamburg:
_______________________________________________________________
Am 19. Juli 1948 liegt die Genehmigung der britischen Militärregierung für die
Wiederaufnahme des Fernsehbetriebes vor, am 17. Juni 1950 beginnt der
offizielle Versuchsbetrieb in Hamburg- Rohstedt. Am 25. September 1950
stellt der Sender das Unternehmen der Presse vor, und am 27. November
1950 startet ein Versuchsprogramm unter dem Namen »Nordwestdeutscher
Fernsehdienst (NWDF)«. Dreimal wöchentlich, montags, mittwochs und
freitags, wird von 20 bis 22 Uhr gesendet.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

NWDR (West-)Berlin:
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Auf der vom 6. bis 21. Oktober 1951 in Berlin veranstalteten »Deutschen
Industrieausstellung« stellen sich der NWDR und die Rundfunkindustrie der
Öffentlichkeit vor. Besondere Beachtung findet auf der Ausstellung die
Berliner NWDR- Station.
Als die Ausstellung beendet ist, sendet der NWDR Berlin weiterhin täglich
ein eigenes Zweistunden- Programm. Von September 1952 an laufen die
Versuchsübertragungen vom NWDR- Fernsehstudio in der Tempelhofer
Ringbahnstraße über Kabel bis zu einem Sendeturm in Nikolassee und
dann über Ultrakurzwelle weiter in die Hamburger Zentrale.
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Quelle: http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt01/0103GESC.htm



von Manager. - am 08.02.2004 21:30

Re:

OT: Und So 20.15 h in Kabel 1 läuft mal wieder "Brubaker". ]

Bist schon der zweite der mich drann erinnert. Dabei hab' ich den Film noch nicht mal gesehen! (Der Name kommt woanders her) Werd' versuchen ihn am Sonntag aber mal zu kucken.


@ Brubacker:

Nächste Chance :D

kabel eins

06.08.2005,
20:15 Uhr (125 min)

Brubaker

Um hautnah die Zustände auf der Wakefield-Gefängnis-Farm kennen zu lernen, lässt sich der künftige Gefängnisdirektor Brubaker dort als Häftling einschleusen. Es herrschen Terror, Folter, Gewalt und Korruption - die Gefangenen werden an Fabriken vermietet, im Essen ist Ungeziefer, und ärztliche Hilfe müssen die Häftlinge sich erkaufen. Brubaker verspricht, die menschenunwürdigen Zustände zu verbessern - doch Profitgier und politische Intrigen verhindern dies massiv.

Darsteller: Robert Redford (Brubaker)
Yaphet Kotto (Dickie Coombes)
Jane Alexander (Lillian)
Murray Hamilton (Deach)
David Keith (Larry Lee Bullen)
Morgan Freeman (Walter)

Regie: Stuart Rosenberg


---> http://www.kabeleins.de/tvprogramm/index.php?action=onProgramm&datum=2005-08-06

von Manager. - am 31.07.2005 21:11

Re:

Manager. schrieb:
Zitat

Nächste Chance :D

kabel eins

06.08.2005,
20:15 Uhr (125 min)

Brubaker
:hot:
Cool, danke Dir für den Tipp! :cheers:

Klingt von der Beschreibung her auch sehr interessant, so dass ich den auf jeden Fall nächste Woche ankucken (oder aufnehmen) werd. Hab's mir bei tvtv.de schon markiert.

von Brubacker - am 31.07.2005 22:38

Re:

Einer meiner ewigen Top Filme.

Ohne technischen Firlefanz und mit soviel Charakter,
wie man ihn heute in 10 Filmen suchen muss.

von Scrat - am 01.08.2005 12:08

Re:Schichtarbeiter in der 'BRD'

@ Udo Deutscher:
Zitat

Kann sich übrigens noch jemand an die Vormittagssendungen der ARD in den 70ern erinnern? Ich habe mich damals (zumindest in den Schulferien) geärgert, dass in der Fernsehzeitschrift immer stand, dass diese Sendungen nur über ganz bestimmte Sender ausgestrahlt würden, z.B. Berlin, Torfhaus, Meissner, Kreuzberg, Ochsenkopf etc.. Wofür waren die wohl bestimmt? Wahrscheinlich, um die Schichtarbeiter in der DDR mit den Sendungen zu versorgen, die sie aufgrund ihrer Schicht am Vorabend versäumten.


Gab es keine Schichtarbeiter in der 'BRD'? Wenn ja, warum wandte es sich (nur) an die Schichtarbeiter aus der DDR?


@ Thomas (Metal):
Zitat

UKW-Rundfunk 87,5-100 R4 84-92 MHz R5 92-100 MHz

Wurden R4/R5 überhaupt benutzt?

@frankenwälder:
Zitat

Es war aber vorauszusehen , dass die Rückwirkung zwischen der Empfangs - und der Senderantenne nur zu vermeiden ist, wenn die Neuausstrahlung in einem andern Kanal geschieht als der Empfang.

Ich habe mal gehört, das auch folgendes gemacht wird bzw. wurde:

Das Signal wird von einer Richtantenne oben auf dem Berg empfangen und per Kabel runter ins Tal geleitet und dort auf dem gleichen Kanal ausgestrahlt, ohne daß es eine Interferrenz mit oben gibt.



von Sebastian Fritzsche - am 01.08.2005 14:23

Re:

So, hab mir eben endlich mal den "Brubaker" angekuckt, nachdem ich ihn mir auf den obigen Tipp hin aufgenommen hatte. Und ich muss schon sagen, klasse Film! Danke nochmal, Manager., für die nette Erinnerung an die Ausstrahlung. :spos:

Das nur nochmal als abschließender Kommentar. Jetzt hau ich mich aber endlich mal ins Bett.

von Brubacker - am 20.08.2005 01:24

Re:

Manager schrieb:
"...in Hamburg-Rohstedt..." - ich denke mal, damit ist eher Lokstedt gemeint, oder? Also der Studiokomplex, in dem heute das NDR-Fernsehen und ARD Aktuell (Tagesschau/Tagesthemen) sitzen...



von RadioNORD - am 20.08.2005 03:37

Re:

@Sebastian Fritsche: R4 und R5 wurden benutzt! Werden es heute noch in vielen GUS-Staaten (RUS: www.victorcity.ru, UKR, BLR). CZE, POL, SVK HNG und die einstien baltischen "Unionsrepubliken" Estalnd, Lettland, Litauen haben diese Kanäle zwecks UKW-Umstellung geräumt. Seinerzeit hat der Ostblock für UKW den Frequenzbereich 65,90-74,0 MHz genutzt.

von Analog-Freak - am 20.08.2005 03:55

Re:

@ Bruba(c)ker: :cheers:


@ RadioNORD:

Natürlich ist hier Lokstedt gemeint.
Habe diesen Text nicht selbst geschrieben, sondern beim gooogeln "gefunden" (siehe Quellenangabe am Ende des Posts oben).

von Manager. - am 20.08.2005 06:20

Re: Re:

Zitat

So, hab mir eben endlich mal den "Brubaker" angekuckt, nachdem ich ihn mir auf den obigen Tipp hin aufgenommen hatte. Und ich muss schon sagen, klasse Film! Danke nochmal, Manager., für die nette Erinnerung an die Ausstrahlung


@ Brubacker:

Und jetzt habe ich endlich den "richtigen" Brubacker gefunden... :D

Zitat

Unternehmen Capricorn (Capricorne One)
Spielfilm, USA 1978, Synchronfassung
Regie: Peter Hyams

Sekunden vor dem Countdown werden die Astronauten Brubacker, Willis und Walker aufgefordert, die Raumkapsel zu verlassen, die sie zum Mars bringen soll. Schnell wird klar, dass die NASA die Mission nur simulieren wollte.


=> arte Sonntag, 19. Februar 2006 um 20:40 (Wiederholungen : 27.02.2006 um 00:00 )

---> http://www.arte-tv.com/de/woche/244,broadcastingNum=535874,day=2,week=8,year=2006.html


von Manager. - am 12.02.2006 10:36

Re: Re:

Zitat
Manager.
Und jetzt habe ich endlich den "richtigen" Brubacker gefunden... :D

Zitat

Unternehmen Capricorn (Capricorne One)
Spielfilm, USA 1978, Synchronfassung
Regie: Peter Hyams

Sekunden vor dem Countdown werden die Astronauten Brubacker, Willis und Walker aufgefordert, die Raumkapsel zu verlassen, die sie zum Mars bringen soll. Schnell wird klar, dass die NASA die Mission nur simulieren wollte.


=> arte Sonntag, 19. Februar 2006 um 20:40 (Wiederholungen : 27.02.2006 um 00:00 )

---> http://www.arte-tv.com/de/woche/244,broadcastingNum=535874,day=2,week=8,year=2006.html
Hihi, danke für den Hinweis. Den muss ich mir natürlich auch ankucken. :)

von Brubacker - am 12.02.2006 14:36

Re: Re:

Der Film läuft übrigens grade eben nochmal auf ARTE und ich hab ihn auch an. Natürlich ist hier wieder nur ein Brubaker ohne c gemeint, aber ARTE schreibt in der Kurzbeschreibung und auch im Videotext tatsächlich »Brubacker« mit c – also genauso falsch geschrieben wie in meinem Benutzernamen. Hab ich etwa schon eine so ausstrahlende Wirkung, dass ich jetzt in den Medien für eine Falschschreibung sorge? :D

von Brubacker - am 27.02.2006 23:39

Re: Re:

So, und jetzt wird's völlig OT!

Oh weh ... Wie wenig wusste ich gestern Abend zum Zeitpunkt meines Postings, was da grade in der Dudenstraße im Mannheimer Wohlgelegen durch die Druckwalzen ging und sich später auf den Weg zu den Viernheimer Zeitungsrohren, Bäckereien und anderen Geschäften gemacht hat.

Brubacker goes Zeitung!

Die Viernheimer Ausgabe des Mannheimer Morgen hat doch tatsächlich einen Artikel über den Wikipedia-Eintrag zu Viernheim geschrieben und da ich da auch ein »wenig« zu beigetragen hab, fand ich sogar Erwähnung!
Zitat
Mannheimer Morgen
Am meisten Text beigesteuert hat ein 23-jähriger Viernheimer, der Computerlinguistik in Heidelberg studiert. Im Internet tritt er unter dem Pseudonym Brubacker auf. "Ich identifiziere mich mit unserer Gegend", schreibt Brubacker auf seiner Autorenseite, die jeder anlegen kann, der unter http://de.wikipedia.org sein Wissen preisgibt.
Den ganzen Artikel gibt's unter http://people.freenet.de/davidbeyer/MM-Wikipedia.html.

War sehr baff, als mir heute Morgen ein Freund per Mail einen dezenten Hinweis auf meine Präsenz im heutigen Morgen gegeben hat. Sonst hätte ich das – schließlich wohne ich ja gar nicht mehr in Viernheim, sondern 20 km südlicher – wohl gar net richtig mitbekommen.

von Brubacker - am 28.02.2006 16:18

Re: Re:

[OT Fortsetzung]

@ Brubacker:

Super! :cheers:
Damit ist der Grundstein für eine große Karriere in Viernheim gelegt und du kannst bei der nächsten OB-Wahl antreten. Und falls du noch einen Wahlkampf-Manager brauchst... :D

[/OT]



von Manager. - am 28.02.2006 17:40
[weiter OT]

@ tomfritz:

Ach was, Hauptsache sie machen ihr Kreuz an der richtigen Stelle.
Wir können natürlich zusätzlich ein paar Spots bei Kurpfalz-Radio buchen, um diese Wählergruppe besser zu erreichen... :D

von Manager. - am 28.02.2006 19:33
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