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Informationen zum Thema:
Forum:
Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Kanti, ladylike2

@ ladylike2...hoffentlich schaust du mal wieder rein:)

Startbeitrag von Kanti am 17.04.2009 15:25

Hallöchen!

Wie gehts Dir? Bei mir hat diese Woche das Examensrepetitorium begonnen und da musste ich an dich denken Wie läuft es mit der Uni und Bibliothek? Ich habe gelesen, dass du bei Dr. Morschitzki in der Behandlung bist, das ist SUPER!

Ich übe fleißig weiter mit vielen Foprtschritten, aber auch Rückschlägen. Ich habe gemerkt, dass die PAs und negativen Gedanken aufkommen, wenn ich wieder mal zu viel auf einmal machen will, so wie früher halt...Ich versuche daher mir keinen Druck aufzubauen und alles etwas lockerer zu gestalten, es ist nicht so einfach, wie es sich anhört)) Medis liegen bisher im Schrank, aber die Option lasse ich mir auf jeden Fall offen...Mal schauen, wie es weiter geht...Es ist halt ein gaaaaaanz langer Prozess...puuuh.

Ich schicke Dir ganz liebe Grüße und drücke Dir die Daumen!

Antworten:

Hallo Kanti und auch ein Hallo an die anderen hier!

War wirklich schon lang nicht mehr hier....es hat sich viel getan bei mir!
Also Kanti, danke mir gehts besser!!!

Wie gehts dir?
Examensrepetitorium...ui, ui....du ziehst es wohl immer noch voll durch. Find ich so stark von dir!
Ich muss leider gestehen, dass ich noch immer nicht zur Uni geh. Das funktioniert noch gar nicht.
ABER: ich hab jetzt die Uni wirklich mal im Kopf auch zur Seite gelegt. Letztes Semester dachte ich immer " na in ein paar Tagen geh ich dann hin" und "dann in einem Monat" " aber zu der Prüfung geh ich sicher" usw. Das hat mich alles total gestresst und ich hatte solchen Druck im Kopf. Mittlerweile hab ich es akzeptiert, dass es für mich einmal wichtiger ist, dass ich mein Freizeitverhalten wieder in den Griff bekomm, dann bin ich auch wieder belastbar für andere Dinge.
Ich bin froh, dass meine Eltern das auch akzeptieren können. Meine Ärzte meinten auch, dass das eine gute Entscheidung ist. Andere studieren auch, aber lassen sich dafür Zeit oder tun gar nichts; andere fahren ein halbes Jahr in ein anderes Land usw.
Also, ich werd dann einfach wieder durchstarten, wenn ich mich dazu bereit fühle. Üben möcht ich trotzdem und zu Vorlesungen gehen, aber halt keine Jus-Vorlesungen, sonst krieg ich wieder Stress.

So und nun ja, seit ich die Tabletten nehm, gehts mir deutlich besser. Meine Angst ist zwar nicht weg und ich trag sie immer noch mit mir herum wenn ich raus geh, aber es ist leichter.
Meine Übelkeit wird immer weniger und auch die anderen Wehwehchen.
Hab viel geschafft in letzter Zeit! War wieder bei Familienfeiern mit, bin Auto gefahren, hab mir eine Gitarre gekauft (wenns mit Jus nichts wird,dann werd ich mit meiner Gitarrenkarriere weitermachen *g*), war bei einer Katzenausstellung und hab viele Freunde besucht und auch eingeladen. Also "eigentlich" wieder ein fast normales Leben....
Versuche jeden Tag etwas zu machen, egal wie schlecht es mir geht. Hab schon wirklich lange keine PA mehr gehabt.
Ach ja, Biofeedback mach ich auch. Das ist sehr hilfreich für mich!

Tja, was soll ich noch sagen?
Das was mir auch ein wenig geholfen hat, dass ich nicht mehr jeden Tag ins Forum schau. Es sollte wirklich mehr Erfolgsberichte hier geben! Ich kann immer so mitfühlen bei anderen und mich damit so gut identifizieren, deshalb hab ich weniger hierein geschaut.

Kanti, jetzt erzähl aber mal was von dir! Wann hast du die nächste Prüfung, damit ich dir die Daumen und die große Zehe halten kann :))))
lg lady

von ladylike2 - am 20.04.2009 13:28
Huhu!

Es freut mich richtig, dass es bei dir langsam voran geht! Ich glaube, dass es gut ist, den alltag wieder zu haben und dinge zu unternehmen, die man aus Angst vernachlässigt hat.

Ich habe (dank einer Therapeutin, die selbst durch eine Panikstörung gegangen ist und daraus kam) die Kunst der Konfrontation entdeckt und seitdem versuche ich alles mögliche zu konfrontieren, um mein Nervensystem zu desensibilisieren...in vielen Bereichen klappt es super, in anderen muss ich noch üben bzw. mich trauen zu konfrontieren. Früher habe ich es nicht verstanden, was es bedeutet, aber nun mit der richtigen Anleitung hat es mir viel gebracht. Ich gehe arbeiten, besuche 3 mal die Woche das Examensrep und steigere so langsam mein lernpensum, damit ich nicht aus der Übung komme. Bis zu den Prüfungen ist es bei mir noch hin, deswegen mache ich mir auch keinen Stress...es ist halt wichtig erstmal anzufangen.

Am Anfang des Konfrontierens bin ich mit einem Angstpegel von 60 % gelaufen, jetzt ist es in vielen Situationen auf 20 gesunken (natürlich nicht immer), ab und zu darf ich sogar 10 % geniessen.

Ich drücke uns die Daumen, dass wir die Stärke und Mut haben und wieder Freude finden!

LG von Kanti!

von Kanti - am 20.04.2009 19:22
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