Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Runara, Christie, HannahHannah, Jana, Klaus

Und wieder Angst

Startbeitrag von Runara am 28.04.2009 11:10

Hallo,
ich hab mich hier neu angemeldet und möchte mich kurz vorstellen.
Ich bin 32, verheiratet, Mutter einer 5 jährigen Tochter. Im Alter von 18 - 27 hab ich unter ständigen wiederkehrenden Panikattacken gelitten. Lange Zeit habe ich Xanor genommen, war unfähig ausser Haus zu gehen usw ihr kennt das.

Seit der Geburt meiner Tochter und seit ich mit meinem Mann das Leben teile, war ich quasi symptomfrei. Keine Attacken mehr, nur leichte Anflüge von Angstzuständen, die ich recht gut unter Kontrolle gebracht habe.

Letzten Donnerstag aber, wurde mir am Weg in die Arbeit auf der Autobahn so schwindlig, es kam wie eine Attacke, dass ich meinen Wagen mit Müh und Not auf den Pannenstreifen lenken konnte. Ich hatte Herzrasen, das Gefühl nichts mehr zu sehen, ich habe gezittert. Ich konnte mich soweit beruhigen, dass ich über Schleichwege zu meinem Mann kam, der mich dann nach Hause brachte.

Ich bin dann zu meinem Hausarzt, der meine Geschichte kennt. Er hat ein EKG gemacht, Blut abgenommen und Blutdruck gemessen und mir Vitamin B Komplexe gegeben gegen den akuten Schwindel. Der Blutdruck war leicht erhöht, das EKG und das Blutbild unauffällig.
Gestern gings mir dann besser und ich wollte meinen Mann von der Arbeit holen, auch da wieder akute Schwindelanfälle und ein Gefühl von Benommenheit.
Aufgrunddessen bin ich heute zum Augenarzt, weil ich dachte, dass eventuell meine Brille dran schuld sein könnte oder ein erhöhter Augeninnendruck (da bei uns in der Familie Glaukomvererbung besteht und ich deshalb schon seit langer Zeit beobachtet werde).

Der Augenarztbesuch hat mich heute dann richtig ängstlich gemacht. Der Arzt hat festgestellt, dass eine meiner Pupillen sich unterschiedlich weit aufmacht und das mein Sehnerv gegen Ende hin eine leichte Farbveränderung zeigt. Er hat mir eine Überweisung zu einem Schädel MR mitgegeben und zu einem Neurologen.
Er vermutet ein neurologisches Problem.

Tja, jetzt ist sie wieder da die Angst. Was kann es sein, woher kommt es? Ist es wieder die Panik oder was anderes? Was meint er, mit neurologischem Problem?
Stimmt was mit meinem Gehirn nicht, ist es nur eine Überbelastung und Stress (davon hatte ich mehr als genug in letzter Zeit)....

Hat jemand Erfahrung mit veränderten Pupillen? Kann mir jemand ein bisschen Zuspruch geben?

Dafür wäre ich sehr dankbar.

Lg,
Runara

Antworten:

Hallo Runara,

erstmal ruhig bleiben....oder wieder werden, du weißt ja, dass dies das allerwichtigste ist.
Aber ich weiß selbst auch, wie schwer das an manchen Tagen sein kann.

Veränderte Pupillen:

Ich kann dir nur kurz berichten, dass meine Frau eine sogenannte Pupillotonie hat, dies schon seit vielen Jahren ohne weitere Probleme.
Laut Augenarzt völlig ungefährlich!!

Aber google mal danach, dort findest du einige tiefergehende ergebnisse die dich beruhigen werden.

Alles Gute für dich und denk immer dran...In der Ruhe liegt die Kraft!!

Liebe Grüße

Klaus

von Klaus - am 28.04.2009 11:22
Erstmal danke Klaus!

Ich bin ja seit Jahren schon regelmässig unter Beobachtung vom Augenarzt, heute meinte er eben, dass eine Pupille sich unterschiedlich weit öffnet bei diesem Lichttest und deshalb gleich die Überweisung zum MR.
Er sagt, dass daher mein Schwindel kommt, aber nicht das Auge die Ursache ist, sondern eben was anderes.
Tja und so wurde ich mit 3 Überweisungen wieder nach Hause geschickt ohne sonderlich beruhigt zu sein.

Lg,
Runara

von Runara - am 28.04.2009 11:24
Hallo Ruana,
mir wurde mal im Winter wegen einer Erkältung der Rücken abgehorcht. Dabei entdeckte der Arzt einen schwarzen Hautfleck: Unbedingt gleich abklären lassen! Also, ich los. Hautklinik, pure Panik. Der Fleck wurde als bösartig eingestuft, rausoperiert. In diesen Wochen bin ich zum Wrack mutiert. Hab mich schon mit kahlen Kopf durch Krankenhausgänge wandeln sehen. Und: Es war nichts, niente, ohne Befund.
Seitdem sage ich jedem Doktor, dass ich eine Angstveranlagung habe. Das hilft enorm.
Ich denke, Deine Angst von vor ein paar Jahren ist nicht weg. Sie liegt in Deiner Struktur und kann jederzeit wieder aufflammen. Schreibst ja, dass Du viel Stress hast in der letzten Zeit.
Du mußt lernen, Dich zu wappnen und mit der Furcht umzugehen. Und die kann sowas penetrant sein.
Steck Deinen Kopf in die MR und warte ab.
Ich wünsche Dir: Es ist nichts, niente, ohne Befund.

Liebe Grüße,
Chris



von Christie - am 28.04.2009 16:34
Hallo Christie,
danke für deine Antwort. Jetzt nachdem ich ein paar Stunden hatte über das alles nachzudenken und etwas klarer zu sehen, denke ich ich lass mich besser nicht verrückt machen.
Heute war ich quasi schwindelfrei. Was mir einfach Angst machte, dass dieser Schwindel so plötzlich kam, mitten auf der Autobahn und gestern wieder. Normalerweise konnte ich meine Panikattacken schon recht gut abfangen und damit umgehen, diesmal nicht - so es denn eine war, aber ich denke fast.
Mein Blutdruck ist auch erhöht - no na - demzufolge auch der Augendruck und vermutlich kann das auch zu diesem Pupillendrama kommen.
Ich habe ja sonst keine Kopfschmerzen oä, ich denke wäre es ein Tumor oder sonstwas, dann hätte ich doch auch Kopfschmerzen haben müssen.
Fakt ist, bei meinem Großvater wurde Krebs diagnostiziert, da wir im selben Haus wohnen, in 2 abgetrennten Hälften, machte ich mir natürlich Sorgen, mittlerweile hat er aber alles überstanden. Zudem ist mein Hund gestorben. Ich fahr täglich über 70km eine Strecke an die Arbeit, hab noch nen 2. Job von zu Hause aus, eine 5 jährige Tochter, das Haus, den Riesengarten. Ich habe auch in meiner Arbeit als Trainerin in der Erwachsenenbildung mit viel Schicksalsschlägen und Verantwortung zu tun. Ich denke einfach, es wird die Rache dafür sein, dass ich meinem Körper und meiner Seele soviel Stress zugemutet habe die letzten Jahre in denen es mir so gut ging.

Ich hab auch keine Lust mich wieder von einem Arzt zum anderen diktieren zu lassen, wieder Medikamente zu nehmen, ich will das einfach nicht alles wieder von vorne lostreten.
Damals bin ich sehr tief reingerutscht, hab mcih Tag und Nacht mit meiner Panik beschäftigt, zig Bücher darüber gelesen, Medikamente genommen usw usf. Eigentlich ist in meinem Leben kein Platz mehr dafür und ich will auch keine Jahre mehr verschwenden, in dem ich daran denke, an was ich wohl als nächstes erkranken oder woran ich viel zu früh sterben werde.
Ich mag nicht mehr!

Mein Kopf sagt mir auch, dass es eine logische Schlussfolgerung meines recht stressigen Lebens ist, aber wenn einem die Panik überfällt, setzt jeder Verstand aus. Da bin ich wieder das kleine, furchtsame und panische Mädchen wie vor ein paar Jahren.
Ich habe mir seit Jahren wieder Passedan aus der Apotheke geholt und war damals so stolz von Xanor und Passedan runter zu sein. Aber ich denke, Passedan machen mich nicht gleich wieder psychisch abhängig.

Am liebsten würde ich den MR Termin abblasen, den Termin beim Neurologen auch...andererseits ist doch noch diese Furcht im Nacken.
Vielleicht gehe ich einfach zum MR und lass die Befunde an meinen Hausarzt schicken und gut ist.
Was hilft es mir, wieder diagnostiziert zu bekommen, dass mit meinem vegetativen Nervensystem was nciht stimmt?

Hach, sorry fürs Zujammern, wo ihr mich doch gar nicht kennt, aber ich hab das Gefühl hier verstanden zu werden.

Danke,
Runara

von Runara - am 28.04.2009 16:45
Hallo Runara,
das „Zujammern“ macht nichts! Da lernt man Dich ein wenig kennen, wie Du tickst, was Du so machst . . .

. . . und Du machst ziemlich viel. Hast viel um die Ohren und Verantwortung. Vieles ist momentan negativ besetzt. Ich tippe, Du bist schlichtweg überlastet.
Eigentlich hast Du schon alles selbst gesagt und Deine Ahnung geht in die Richtung. Vermutlich musst Du nur Dein Leben etwas umkrempeln, öfter mal an Dich denken, Dir kleine Ruhephasen gönnen, der Angst und Traurigkeit etwas Positives gegenübersetzen. Ausspannen, Dich freuen.
Hast Du schon mal eine Psychotherapie gemacht? Da merkt man dann, wo man den Hebel ansetzen muss, um sich das Leben zu erleichtern nicht so voll zu packen.
Ich habe damals vor lauter Schwindel mein Auto verkauft. Dachte, ich kann nun nicht mehr fahren. In der Therapie habe ich bald gemerkt, dass ich mich eigentlich selbst „anschwindele“, indem ich mich immer weiter treibe, ohne mal zu fragen warum.

Zur MR würde ich ruhig gehen, wenn ich Du wäre. Sonst bleibt im Hinterstübchen ein Zweifel zurück. Und schließlich, wenn tatsächlich etwas nicht in Ordnung sein sollte, dann wird es entdeckt und kann behandelt werden.

Schönen Tag!
Chris



von Christie - am 29.04.2009 06:19
Hallo Runara und herzlich Willkommen !!

Ich habe deine Beiträge gelesen und finde du brauchst im Grunde keine Tipps. ;-)

Du strahlst in deinem letztem Beitrag eine enorme Kraft aus das es schwer fällt dir etwas zu raten:-)

Selber hast du erkannt das bei dir der Stress die treibende Kraft ist.
Es kann ja immer sein das wir wirklich mal Krank werden und dann ist es normal das wir Angst bekommen, das haben ja auch "normale" Menschen. Klar setzt dann unser Verstand aus und wir sinken langsam aber sicher in die Spirale ein bis wir nur noch schwer Luft bekommen.

Du leistest enorm viel, kannst du dich nicht an einigen Ecken mal frei machen um an dich zu denken ?
Scheinbar will dir dein Körper etwas sagen, höre hin !

Wie gesagt, ich finde du brauchst dich nicht mit Ängsten zu beschäftigen, eher mit dir selber um dir gutes zu tun dann verschwindet auch der Rest wieder und du kannst wieder deine Familie geniessen !

Von Herzen viel Kraft um dich FREI zu machen wünsche ich dir !

Jana



von Jana - am 29.04.2009 12:47
Also....ich hab schon ganz lang immer mal wieder unterschiedlich große Pupillen und das Phänomen ist-meine Lütte (jetzt 14 Jahre) hat diese Sache auch...wir schauen also beide wie die Komikfiguren in die Welt....neurologisch ist nichts....keine Ahnung also,warum,wieso,weshalb.Klar ist es unheimlich,weil ja Neurologisch wirklich was nicht stimmen kann.Allerdings leide ich seit Jahren an Aura-Migränen und schieb es darauf.War in der Augenklinik und überall..NICHTS.Schwindel ist auch mein ständiger Begleiter.In meiner HWS ist allerdings laut MRT ein Problem-wahrscheinlich kommt all das daher?!Aber warum hat meine Tochter die gleiche "Macke"???
Ergo....mach Dir nicht zuuuuuuu große Sorgen....sicher gibt es für alle Sachen eine Begründung,aber es sind NICHT IMMER gleich die Allerschlimmsten!!!
Kopf hOOOOOOOch
:spos: :D MRT ist ne gute Sache.Mach das mal ruhig.Hast Du ein paar schöne Bilder von Deinem Oberstübchen :cool: :D :D
Ich drück Dir die Daumen....lass hören,was draus geworden ist.
Alles Liebe....

von HannahHannah - am 30.04.2009 09:49
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.