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Informationen zum Thema:
Forum:
Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Christie, Heidi, Mona

Bin traurig

Startbeitrag von Mona am 06.05.2009 19:23

Hallo an Euch da alle,

manche kennen mich. Gerade war ich glücklich und habe mich ganz schön gesund gefühlt und nun geht es ganz langsam wieder los. Da schleicht die Angst um mich wie der heiße Brei. Noch hat sie mich nicht aber sie wird immer präsenter.
Seit Weihnachten hat mein neues Medi (Cipralex) gewirkt wie eine Wunderwaffe. Einfach super, ich konnte richtig leben. Mein Eheproblem rückte in den Hintergrund und ich fand mich manchmal richtig attraktiv , trotz meiner Fülle. Nun wird mein Mann im September arbeitslos. Eine Gerichtsverhandlung steht an und mein Mann hat nun auch noch Diabetes, eventuell durch den Stress ausgelöst. Ich weiss nicht warum ein Problem immer das nächste ablösen muss. Nun merke ich wie die Stressymptome immer mehr werden. Kopf ist schwer, Herzstolpern, Schwindel, Durchfall u.s.w.. Und mit den Symptomen kommt die Unzufriedenheit und dann auch wieder Angst. Ich weiss ganz genau wo meine Probleme liegen aber wie soll ich sie bekämpfen? Ich kann doch nicht den ganzen Tag rumrennen und sagen "Macht nichts das mein Mann arbeitslos wird, macht nichts das das Geld knapp wird. Es wird schon, wir schaffen das." Da lüge ich mich doch an. Ich werde fast erdrückt von den Problemen. Welche Chance habe ich , dass meine Symptome nicht wieder Herr über mich werden?

LG Mona

Antworten:

Hallo Mona,

also erstmal möchte ich Dir sagen, dass ich Dich gut verstehen kann. Du fühlst Dich erdrückt von den ganzen Problemen . Aber ich frage mich auch, wie geht denn Dein Mann damit um? Er hat ja die Diagnose Diabetes bekommen und er wird arbeitslos.... verdrängt er das eher oder könnt ihr beide darüber gut sprechen und gemeinsam Lösungen finden?Du hast doch da nicht die alleinige Verantwortung, oder? Mit dem Diabetes muss sich Dein Mann jetzt auseinandersetzen, ist im Moment seine Erkrankung. Bezüglich Arbeitslosigkeit , ist natürlich schon beängstigend aber vielleicht versuche diese Last nicht nur alleine zu Tragen, sondern akzeptiere im Moment Deine Symptome und spreche mit Deinem Mann. Was fühlt er , wie geht es ihm und wie geht er denn damit um? Was hat er für Vorstellungen? Ich wünsche Dir viel Kraft und gemeinsam werdet ihr die Probleme bestimmt meistern. Lg Heidi

von Heidi - am 07.05.2009 09:48
Hallo Mona,
ich schreibe hier erst seit kurzem, lese aber von Anfang an mit. Da gab’s auch eine Mona. Bist Du dieselbe?

Es tut mir leid, dass sich in Deiner Familie mehrere Sorgen gleichzeitig breitmachen und dadurch Deine Angst wieder zunimmt.
Mein Trost kommt ein bisschen verpackt daher:
Vor Jahren bekamen wir in der Arbeit mehrfach Besuch von einem blitzgescheiten alten Herrn, der jeweils einige Wochen blieb, um an einem Buchprojekt zu arbeiten. Er war hager und krumm, litt an Muskelschwund, konnte nur mühsam mit Gehhilfe laufen. Ich hab mich dann immer gekümmert und ihn dezent betuttelt. Stets fragte er höflich, wie es mir ginge. Angesichts seiner Beschwerden relativierten sich meine ruckzuck, und ich murmelte nur noch „momentan etwas unglückliche Phase“, worauf er lachte und wissen wollte „wo geschrieben steht, dass das Leben glücklich zu sein hat“.
Verständlich, dass der Mensch verbiestert ist, kam mir als erstes in den Sinn. Nur, das war er nicht. Zwischendurch schrieb er witzige Gedichte, lustige Reime.

Erst viel später kam ich drauf, was er vermitteln wollte: Mach das Beste aus euren (begrenzten) Möglichkeiten, lasst die Illusion vom immerwährenden Glück sausen und behalte eure Zuversicht.

Hoffe, ich konnte Dich ein wenig aufrichten.
Alle Gute!
Chris



von Christie - am 08.05.2009 06:43
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