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Diskussionsforum-Angststörungen
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6
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
._., verena p., sallyy, Midimann, chipsigirl

Panikattacken - wie werde ich die los???

Startbeitrag von Midimann am 20.07.2009 11:08

Hallo alle zusammen,

ich heiße Manfred und bin 49 Jahre alt.
Meine erste Attacke durfte ich vor vier Jahren aus heiterem Himmel erleben.
Mein Körper hat gezittert, die Luft blieb weg, schweißnasse Hände. Es kam der Notarzt in die
Firma und ich bekam zum ersten Mal ein Valium gesetzt. Dann wurde das EKG angelegt. Das Ding machte zuerst keinen Mucks. Dann, als ich mich nach einer 3/4 Stunde fast erholt hatte, machte dieses blöde Ding: Piep, Piep und dann war wieder Ruhe. Aber was ich mit diesem Geräusch verbinde, wußte niemand. Es war in meiner Ferienwohnung ein Gast verstorben, als der Notarzt da war, hörte ich die reden. Als das EKG-Gerät anschlug, sagte der Arzt: Gut, er ist wieder da und dann war stille. Der Arzt meinte: Er ist wieder weg. Nun ja, als ich so da lag und das Gerät Piepte, war es ok. Nach der Funkstille dachte ich, Lieber Gott, mach den Himmel auf, ich komme. Der Notarzt erkannte das sofort, den ich glitt wieder in eine Attacke ab. Muß sagen, er hat sich sehr gut um mich gekümmert. Ich kam ins Krankenhaus, wurde untersucht und mit dem freundlichen Hinweis: Alles bestens, nach drei Stunden entlassen.
Am nächsten Tag wieder, eine voller Schuß vor die Breitseite. Ich ließ mich zu meinem Hausarzt fahren, erklärte ihm die Symptome und ich sah in seine Augen. Der ist mehr erschrocken als ich. Als ich sein Gesicht sah, dachte ich mir, na!!! wie der guckt, da muß etwas los sein.
Wieder EKG und das volle Programm. Nichts, meinte er, alles im normalen Bereich.
Dann ging es zu einem Neurologen. Außer "Antideppressiva" bekamm ich nichts. Nur was ich mit diesen Dingern probierte, alles schlug sich auf den Körper nieder. Es fühlte sich nach der Einnahme
von diesen Mitteln, "beschissener" an als vorher.
Ich ging in eine Psychoklinik. Außer Qi Ging, Gruppentherapie gab es da nichts für mich zu holen.
Als ich in der Klinik Attacken hatte, machte sich niemand die Mühe, mir zur Seite zu stehen.
Nun bin ich seit einem Jahr bei einem Psychotherapeuten. Es gab Zeiten, da hatte ich ganze drei
Wochen keine Attacken. Ich hatte das Gefühl, neu geboren zu sein. Nur ich merke, je mehr Psychotherapie, die jetzt seit über 1 Jahr dauert, geht es wieder in die andere Richtung. also wieder jeden Tag dieses blöde Spiel. Ratschläge habe ich viele bekommen. Aber Ratschläge, sind halt auch "Schläge". Habe auch wieder einige Sorten Antidep. verwendet, nur ledier kein Erfolg in Sicht.
Meine Frage: Habe ich zuviel Therapie bekommen oder liegt es an mir????? Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Seit Januar habe ich das ganze Valium u.s.w. abgesetzt. Ich nehme zur Zeit nur noch eine Lexotanil bei Bedarf, das heißt, wenn eine Attacke im Anflug ist. Wenn eine Attacke kommt, dachte ich mir auch schon sehr oft: Mensch Mann, Augen zu und durch. Nur das ganze fühlt sich so bescheiden an und man hat das Gefühl Ohnmächtig zu werden und umzufallen. Das ist ein Punkt, wo ich dann nicht drüber komme und lieber eine Lexotanil nehme. Aber das kann doch nicht alles sein ?????
Vielleicht hat noch jemand eine gute Idee, mir das mal zu vermitteln. Lernfähig wäre ich ja aber..........
Vielen Dank schon im voraus für eventuelle Zuschriften.
Ach ja: Unterbuttern habe ich mich deswegen NIE lassen. Stehe immer wieder auf und arbeite weiter an mir.

Antworten:

hallo manfred


klingt alles so wie in vielen fällen von uns.
lexitonil machen abhängig vorsicht!!!
ich denke du bist schon auf dem richtigen weg therapie und das du wieder aufstehst wenns mal nicht so gut ist.
ich denke wir alle brauchen sehr viel geduld. ich denke man hat sich das auch nicht von heut auf morgen "angelegt" diese angst,daher denke ich es wird auch nicht von heut auf morgen verschwinden, LEIDER!
viel geduld und spucke heissts da leider.
mit deiner therapie machst schon was gutes und es ist meines wissens normal das es sich oft verschlechtert,um dann besser zu werden.
mein buchtip für dich: "die zehn gesichter der angst"
ich bin nicht verwandt oder verschwägert mit dem doctor morschitzky (lach) aber ich find das echt gut.

ach ja herrzlich willkommen bei uns

lg chipsi

von chipsigirl - am 20.07.2009 14:33
Es ist oft so, dass es bei Panikattacken ein auf und ab gibt. Ich dachte vor einem Jahr, dass sie endlich vorbei sind und ich endlich anfangen kann wieder richtig alles zu genießen und daran keine Gedanken mehr verschwenden muss - naja leider hatte auch ich mich zu früh gefreut.

Seit ich mein Burn-out hatte, ist jede Kleinigkeit sowieso die reinste Katastrophe und nur bei geringster Belastung oder Anstrengung bekomme ich eine Attacke.

Aber so wie chipsigirl gesagt hat, du bist auf dem richtigen Weg - immer ein Schritt nach dem anderen auch wenn es wieder 2 Schritte nach hinten sind.

lg



von ._. - am 28.07.2009 16:40

cooler nickname :)

---

von sallyy - am 29.07.2009 15:52

Re: cooler nickname :)

thx^^

von ._. - am 30.07.2009 08:46
versteh ich nicht?!

was sind das für beiträge? und was ist das ._. für ein nickname nicole?



von verena p. - am 03.08.2009 13:40
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