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Diskussionsforum-Angststörungen
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vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
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elisabeth, sallyy, Claudia (die alte), adriane, chipsigirl, M, Stini1987, Regina

Angst vorm Autofahren

Startbeitrag von elisabeth am 21.07.2009 15:12

Hallo,

ich habe mir nun wirklich ein Auto gekauft , da ich unabhängiger werden möchte. Es ist ein kleiner netter Flitzer (sogar mit Automatik) und eigentlich bin ich sehr positiv an die Autosache rangegangen, ABER nun herrscht bei mir Panik.
So kleine Straßen bei mir in der Nähe, die schaffe ich gut, (wobei das sind nur 2 Straßen) aber größere Straßen, in der Stadt, da hab ich Panik davor. Und ich fange zu vermeiden an.
Mein Hauptproblem ist, überall wo ich keine Möglichkeit habe stehen zu bleiben, keine Ausweiche vorhanden, oder viel Verkehr da hab ich totale Angst dass ich es nicht schaffen könnte, dass mein Herz vor Angst stehen bleibt, ich eine Herzattacke bekomm, wenn ich mich so aufrege.
Und ich rege mich auf und wie und mir ist dann schwindlig, hab das Gefühl nicht mehr richtig denken zu können und hab natürlich Angst, dass ich einen Unfall verursache oder sowieso bewusstlos werde, oder gar da tot umfalle, wobei ich eigentlich eh sitze ;-) ist mir grad eingefallen ;-).

Ich bin nun 6 Jahre nicht Auto gefahren, vorher aber auch nicht so wirklich viel, eher Hausstrecken, die aber schon gern und gut. Angststörung, vor allem Platzangst,Panikattacken, hab ich ja schon lange, jahrelang, aber es ist bei mir ein Auf und Ab, manchmal gehts mir längere Zeit wirklich gut, dann kommt der Angstteufel wieder mehr zum Vorschein.

Wie macht ihr das mit dem Autofahren, wenn ihr Angst davor habt?
Bei dieser Hitze auch noch, ich habe keine Klimaanlage, da denk ich dann auch, dass es noch gefährlicher ist...mir kommen die ärgsten Befürchtungen.

Danke!

Liebe Grüße
Elisabeth









Antworten:

Hallo.....

Da hilft nur eines: Fahren, fahren, fahren, und nochmal fahren.

zu beginn hatte ich auch angst vor dem autofahren aber ich bin immer wieder gefahren und mit den richtigen tricks ging es auch bei jedem mal besser.....
bei mir war die angst auch besonders stark wenn ich im stau war oder an ner roten ampel. aber ich habe dann richtig die staus gesucht. bin zur rush hour extra losgefahren und in die großstadt gefahren. und nach 2 wochen konnte ich dann ohne probleme autofahren...... das hält bis heut an........

du musst einfach die ruhe bewahren.... weißt ja dass dir höchstwahrscheinlich nichts passieren kann. und selbst wenn du tot umfallen solltest, dann kann es dir auch voll egal sein was auf der erde passiert..... oder ;)

von M - am 21.07.2009 15:23
Hall M,

danke für deine schnelle Antwort!

ja immer wieder fahren und fahren, du hast recht, ach ja, leichter gesagt als getan.
du schreibst von tricks?
meistens würde mein kind dabei sein und ich denk dann, wenn ich tot umfalle, schweren unfall verursache, oder einfach nciht mehr weiterfahren kann, was ist dann mit meinem kind (4 jahre)????

ja stau, rote ampel, ja die angst kenn ich.
heute abend, wenn weniger los ist, hab ich vor noch mal zu probieren, hoffe ich trau mir wirklich. wobei ich mir einen beifahrer mitnehme.

lg
elisabeth

von elisabeth - am 21.07.2009 15:58
hallo

ich hatte mein erste panikattacke beim autofahren (als beifahrer)

bin aber immer auto gefahren hatte nie angst davor im gegenteil bin ein leidenschftlicher autofahrer

deswegen reinsitzen und fahren

es wird schon / keine angst

lg

von sallyy - am 21.07.2009 16:03
hallo elisabeth

der beitrag könnte von mir sein!!! ich hab auch total angst vor dem autofahren!

obwohl es mich schon öfter reizen würde,aber dieser innere schweinehund fährt ständig mit ohne fahrschein den werd ich einfach nicht los :( ich hatte vor einem jahr mal ein auto es ging dann eigentlich immer besser,also das mit dem fahren,fahren ,fahren stimmt schon.

aber ich kann das echt gut nachvollziehen.
ich hoffe du schaffst es jetzt wo du selber ein auto hast wäre echt schade.

ich drück dir die daumen!!! ansonsten lässt du im radio durchgeben: alle kinder und ältere gebrechliche menschen von der strasse DIE ELISABETH KOMMT :D

lg chipsi

die dir feste die daumen drückt und respekt das du es trotzdem versuchst!!!!

von chipsigirl - am 21.07.2009 17:29
hallo sally + chipsi,

auch euch danke für die antworten!

ich bin heute abend gefahren, mein mann saß aber am beifahrersitz und es ging doch recht gut, aber zwischendurch wieder kam die angst und zweifel, ob ich überhaupt fahren soll, ob ich es nicht lassen soll, ob ich es überhaupt lerne???? und mein körper fuhr auf hochtouren, nicht nur mein auto ;-). dieser zustand meines körpers, sicher einen sehr hohen blutdruck und ich habe ja auch eine blutdruckphobie , dann einfach diese angst, was tun, wenn ich nicht mehr weiterfahren kann.... da schaltet bei mir das gehirn aus....es kommen horrorszenarien! schwindel ...von dem rede ich gar nicht.....
obwohl streckenweise hatte ich gott sei dank keine angst und insgesamt fuhr ich nicht so schlecht, hab ich das gefühl.


ach ja...

da musste ich lachen, ja ich lasse es im radio durchgeben :D

meine familie versteht meine panik vor dem autofahren gar nicht und mich nervt das, dass man sich nicht mal in einen menschen reinversetzen kann und akzeptieren kann, dass es auch leute gibt, die eben angst davor haben. mein mann versucht es ja auch, obwohl er es auch nicht wirklich versteht, wobei er auch meine AS nicht wirklich versteht, aber ja wie denn auch. aber er bemüht sich zumindest. na wurscht, ging mir nur grad durch den kopf.

schönen abend

lg
elisabeth

von elisabeth - am 21.07.2009 19:53
durchhalten du schaffst das schon

heute das war ja schon ein großer schritt

alles gute :spos:

von sallyy - am 21.07.2009 20:24
Hallo Elisabeth,

ich hatte in meiner Angstzeit auch Angst vor dem Autofahren.
Ich bin teilweise gar nicht mehr gefahren.
Geholfen hat nur das, was hier schon einige geraten haben fahren, fahren, fahren

Heute fahre ICH, wenn wir in Urlaub fahren, locker 500 km auf der Autobahn.

Du schaffst das!

LG
Regina

von Regina - am 21.07.2009 20:29
hallo elisabeth,

auch ich kenn das natürlich. konnte lange zeit auch nur von zu hause ins büro fahren und wieder retour (angst den job zu verlieren war dann doch größer als vorm autofahren).

mir hilft: atemübungen (die mach ich jetzt sowieso immer im auto), musik, laut mit mir und der panik zu reden.

lg
adriane

von adriane - am 22.07.2009 05:33
hi elisabeth!

dein text könnte von mir sein =) mir gehts ganz genau so..

was ich dagegen mache: ich rede mir ein, dass ich immer und überall stehen bleiben kann, wenn dein auto zu brennen anfängt oder sonst irgendeine panne hat musst dus ja auch können.. falls jemand fragt warum du gerade dort stehen bleibst, hat halt einfach eine warnleuchte aufgeleuchtet(bei öldruck und fernthermometer musst du zb so schnell wie möglich stehen bleiben) und basta..

manchmal überkommt mich die angst im stau oder bei roten ampeln, weil ich da quasi zeit zum nachdenken hab.. da dreh ich mir den radio laut oder singe lauthals etwas.. versuch halt irgendwie dieses beklemmende gefühl raus zu lassen oder mich abzulenken.. vielleicht hilft es auch einmal tief durchzuatmen..

jedenfalls.. egal was die andern sagen, wenn du stehen bleiben musst weils dir schlecht geht und du das gefühl hast nicht mehr weiter fahren zu können, weil du sonst jemanden gefährden könntest dann tu das auch.. da kann einfach niemand was dagegen sagen..

und sonst: fahr sicher, nicht schnell (ich bin erst vor kurzem hinter jemandem auf der autobahn hergefahren der sage und schreibe 60 kmh drauf hatte... der hatte offensichtlich auch angst.. klar haben alle gehupt.. aber is mir egal.. radio laut.. nett grinsen.. und fertig =)

vielleicht hilft dir das ja ein bisschen =)

lg, kerstin

von Stini1987 - am 22.07.2009 12:25
Hallo Elisabeth,

ja es ist schon schwierig, wenn die anderen das nicht verstehen. Ich kann die Angst von dir nachvollziehen. Ich fahre zwar täglich mit dem Auto, auch zur Arbeit usw. Aber ich fahre z. B. nur ungern im Finstern, da ich da schon mal eine PA hatte. Auch fahre ich nicht gerne Autobahn, weil ich da vermehrt Angst habe, sogar als Beifahrer. Aber du solltest wenigstens versuchen, die kleinen Strecken zu fahren, da wo du dir sicher bist, das du jederzeit anhalten kannst, so würde ich es jedenfalls tun.

MIr ging es heute z. B. ähnlich wie dir. Wir haben gerade Urlaub und haben heute einen Ausflug gemacht, den ich auch noch vorgeschlagen hatte. Dazu gehörte, daß wir mit der Seilbahn fahren mussten.Was ich nicht wusste, die Fahrt dauerte fast 1/2 h, ich habe am Fahrkartenschalter gefragt. Meine Familie musste fast eine 3/4 Stunde warten, bis ich bereit war endlich in die Gondel einzusteigen. Ich hatte panische Angst, 30 MInuten hilflos ausgeliefert sein. Was, wenn mir unterwegs komisch, schlecht oder sonstwas wird, was wenn ich vor lauter Angst eine PA bekomme usw. Ich war kurz vor dem Heulen. Ich wollte es so gerne und konnte aber irgendwie nicht. Meine KInder sagten schon ständig, ich soll mich nicht so anstellen, mein Mann sagte erstaunlicherweise gar nichts, aber ich habe gemerkt, daß er auch leicht wütend war. Also habe ich mir 1/2 Tavor eingeworfen und bin mit ihnen zur Gondel. Als es kein Zurück mehr gab, wurde mir heiß und kalt und ich hatte das Gefühl ich müsste jetzt noch im letzten Moment irgendwie abhauen. Ich war kurz davor, aber ich habe mich dann doch in die Gondel gesetzt, das waren so 2-Mann-Gondeln. Die erste Teilstrecke habe ich die Augen zugemacht, weil es da recht hoch war. Dann ging es langsam besser und eigentlich war es auch ganz schön, die Angst wurde weniger. Als ich oben war, war ich trotzdem froh, daß ich aussteigen konnte. Aber ich war dann auch stolz auf mich, okay ich hatte zwar was genommen, aber trotzdem bin ich da durch.

Und genau das sind die Momente, die mich so ankotzen, ich bin nicht mehr die Claudia, die ich früher war. Ich habe vor allem Angst. JEde Unternehmung die ansteht, flösst mir erstmal Angst ein. Bin ich mit den Kids im Schwimmbad und die springen vom Turm, schiebe ich panische Angst, die könnten sich ja den Kopf aufschlagen. Gehe ich irgendwo hin, habe ich angst, daß mir schlecht oder komisch wird. Das alles schränkt mich so ein in meiner Lebensqualität, daß ist mir jetzt im Urlaub mal so richtig bewusst geworden. Ich bin einfach nicht mehr in der Lage, mal etwas spontan zu machen und es auch zu genießen. In allen Dingen sehe ich nur GEfahren. Meine Kids haben letzte Woche im Garten gezeltet mit meinem Mann. Was war, ich hatte Angst allein im Haus, es könnte mir ja nachts schlechtgehen. Das ist doch krank, und ich will das nicht mehr. So geht das nun schon vier Jahre. Okay, ich bin zwar so recht fit, gehe arbeiten und erledige auch sonst alles. Aber ich habe überhaupt keine Lebensqualität mehr, weil ich keiner Sache mehr was Positives abgewinnen kann.

Nun habe ich beschlossen, meinem Neurologen beim nächsten Termin mal alles dies ganz ernsthaft zu sagen, denn irgendwie reiße ich mich doch immer zusammen wenn ich bei ihm bin, klar weiß er um die ganzen Ängste, aber vielleicht habe ich es nicht deutlich genug gemacht. Vielleicht sollte ich doch mal um eine ANtidepressiva bitten um überhaupt erst mal wieder ein Stück Lebensqualität zu bekommen, ich weiß es nicht.

LG Claudia (die alte)

von Claudia (die alte) - am 22.07.2009 17:09
wow

super das du das gemacht hast!!!!! mir war schon beim lesen etwas mulmig.
also ich muss sagen,die die diese angst ohne depri pille schaffen, haben meinen grössten respekt!
also ohne meine depri könnte ich mir das leben nicht vorstellen.
aber auf der anderen seite so wie du das beschreibst,geht es dir nicht viel anders als andere die was nehmen.
sei stolz darauf das du das alles trotzdem so hinbekommst.

lg chipsi


von chipsigirl - am 22.07.2009 17:20
hallo claudia

sehr berührend deine geschichte so wie du das beschreibst geht es sehr vielen hier
auch ich bezw. viele hier sehen in jeder ecke gefahren das ist die krankeit die wir haben und die uns wahrscheintlich ein leben lang begleiten wird

nun zu den ad also ich habe ja ein jahr ad genommen muss sagen das es mir in dieser zeit wirklich gut gegangen ist sehr gut sogar jetzt nehme ich seit 1 woche nichts mehr da ich denke das es an der zeit ist wieder ohne medis auszukommen muss sagen das ich jederzeit wieder zu medis greifen werde wenn ich merke das es mir nicht gut geht also angst vor ad brauchst du nicht zu haben im gegenteil sie helfen ungemein vorallem habe ich mein leben wieder zurück das ich ja durch diese krankheit verloren hatte

wünsche dir alles gute

lg :spos:

von sallyy - am 22.07.2009 17:27
hallo kerstin, adriane,regina,

danke auch für eure antworten, oh ja das hilft mir!!! danke für die tipps!

das mit der ölleuchte, siehst auf so etwas bin ich noch gar nicht gekommen ;) !
aber stimmt, wenn ich mir denke, dass ich jederzeit auch wenn kein pannenstreifen da ist, stehen bleiben kann, wurscht was die anderen denken, ja das hilft schon. ach ja....
heute bin ich nicht gefahren, aber morgen möchte ich wieder fahren und mir so stückchenweise hausstrecken erobern. das auto selbst mag ich sehr, ich fühle mich sehr wohl, ist auch wichtig, find ich.
hoffe, ich schaff es, das autofahren.

liebe grüße

elisabeth


von elisabeth - am 22.07.2009 17:46
Hallo Claudia,

vielleicht tröstet dich das, ja die Gondelsache, die erinnert mich an meine Sesselliftaktion. War auch total schlimm und ich stand heulend bei der Station und heulte, jammerte, sicher auch über eine halbe Stunde..... hatte einfach totale Panik davor. Irgendwann bin ich dann damit gefahren, anfangs die Hölle, es wurde besser und da ich schifahren war, musste ich immer wieder und immer wieder und immer wieder fahren und das war auch gut so, da es wirklich besser wurde.
Übrigens mein Sohn war auch genervt, mein Mann war anfangs total lieb, dann auch genervt und ich hatte das Gefühl, dass ich ihnen den Ausflug versaue. Zum Schluss war ich dann total stolz auf mich , dieses Hochgefühl, als wenn ich den Mount Everest bestiegen hätte, aber ich war auch genauso wie du traurig, dass doch etliches so ein Problem ist, etliches gibt, wo ich Angst davor habe. Ja ich bin auch nicht mehr die alte, ich war früher total abenteuerlustig, trampte vom Ausland heim, Gondel, Sessellift, Höhle, Flugzeug, Hubschrauber, klettern.... alles kein Problem.
Und jetzt die Autofahrerei, ich beobachte jetzt dauernd Frauen, die so lässig herumkurven, einparken, .... mal gschwind dorthin fahren und auch ins Ausland fahren und ich mach ein Theater, wenn ich mich weiter als 5 m von daheim fortbewege. Und ich beneide die "Autofahr-Frauen".

ABER du kannst auf jeden Fall auf dich sehr stolz sein, dass du dich getraut hast mit der Gondel zu fahren!!!! Eine halbe Stunde noch dazu! Puh! Ich weiß nicht, ob ich mich das getraut hätte, wg. der langen Dauer.

Hast du noch länger Urlaub? Deine Stunden in der Arbeit hast du schon reduzieren können, oder?
Ich habe erst im August Urlaub.

Alles Liebe
Liebe Grüße
Elisabeth

von elisabeth - am 22.07.2009 18:14
Hallo......

Also meiner Meinung nach gilt für das Autofahren das Motto: Augen zu und durch (natürlich nur bildlich gesprochen)

Man sollte es jeden Tag machen und immer steigern. Es ist am Anfang sehr doof und unangenehm aber man weiß ja, dass einem eigentlich nichts passieren wird. Und wenn die Symptome einmal zu stark werden einfach einen Platz zum Anhalten suchen (aber nicht einfach stehnbleiben und die Warnblickanlage einschalten) und warten bis es besser wird. Und es wird besser.
Das mit dem Beifahrer ist auch keine so dolle Idee... Ich habe das auch am Anfang gemacht aber meine Thera meinte dann recht schnell zu mir, dass sei alles Alibi... früher wäre ich ja auch alleine gefahren! Und so bin ich dann jeden Tag alleine gefahren. Hab mir die Termine bei ihr extra zur rush-hour geben lassen etc. Und nach 2 Wochen war das alles kein Problem mehr. Es geht also recht schnell wieder weg! Ich bin das lebende Beispiel dafür. Man muss es nur wirklich wollen.

Was mir sehr geholfen hat waren die Tricks meiner Thera. Sie meinte wenn die Symptome kommen sollten dann solle ich nicht gegen sie ankämpfen, sondern sie einfach zulassen. Ich sollte mir immer sagen: Na gut, dann hab ich dass eben im moment, dass is nun so und wird aber auch wieder weggehen. Das nimmt einem ungemein den Druck. Und ich sollte auf meine Atmung achten. Das hab ich dann gemacht und es hat gereicht.
Am Anfang habe ich noch (auf Empfehlung meiner Thera) vor jeder Fahrt diese Notfalltropfen von Bach genommen. Ich glaube die haben mir auch ganz gut geholfen. Man muss also nicht immer gleich zur Chemiekeule Tavor greifen!

Meiner Meinung nach eignet sich das Autofahren extrem gut für die berühmte Konfrontation, weil es etwas ist, dass man jeden Tag machen kann und meist auch machen muss!
So "einmalige Herausforderungen" wie Gondelfahren etc sind m. E. schon schwerer zu bewältigen. Man kann ja schlecht jeden Tag Gondelfahren oder fliegen... Ich glaube man sollte sich hier "chemiefreie" Tricks (Atemtechniken etc) aneignen mit denen man solche Situationen meistert ohne gleich in Tränen und Panik auszubrechen. Ich glaube wenn man diese beherrscht und einige Male erfolgreich angewendet hat, dann lernt auch das Gehirn wieder, dass die Welt garnicht so gefährlich ist, wie es den Anschein machte.... ;)






von M - am 23.07.2009 06:52
Hallo,

du schreibst " auf die Atmung achten". Welche Atemtechnik meinst du?

Autofahren kann man jeden Tag üben, da hast du recht und wenn ich so überlege, ja jeden Tag Konfrontation brachte bei mir auch schon bei gewissen Dingen Erfolge. Straßenbahn fahren, ich fahre jeden Tag , anfangs mit Panik, mittlerweile steig ich meistens ein ohne darüber nachzudenken. Na ja hoffe, es wird beim Autofahren auch besser, da die Angst momentan im Vordergrund steht.

Danke für deine Tipps!

Wir haben heute ein sehr extrem heißen Tag, bis zu 37 Grad sollen es werden. Puh! Da darf ich gar nicht viel überlgen, sonst fällt mir vielleicht noch etwas "panischmachendes" ein ;-)

LG
Elisabeth



von elisabeth - am 23.07.2009 10:38
ich z.b. fahr 10x lieber auto als straßenbahn ;-) weil ich mein auto "unter kontrolle" hab und anhalten kann wann ich will.

ich war zwar nicht gefragt, geb aber dennoch meinen "senf" dazu *g*
länger ausatmen als einatmen und dann den atem kurz anhalten hilft bei panik und erdet gleichzeitig.
beim einatmen vollatmung. siehe dr. m. [www.panikattacken.at] dort sind auch ein paar atemübungen aufgelistet.

von adriane - am 23.07.2009 11:51
Hallo Sallyy,

ich hatte 2005 schon mal ein Antidepressiva bekommen, gleich zu Beginn meiner Angstkarriere. Nur war ich so dumm, dies nach 3 Monaten abzusetzen, weil es mir ja damit super ging und ich habe gedacht, ich bräuchte das Zeug nicht mehr. Mein Neurologe hat natürlich damals geschimpft, aber er meinte dann, okay, wenn ich es ohne versuchen möchte, dann sollte ich das tun. Natürlich kam anfangs alles mit voller Wucht zurück, aber ich habe mich durchgewurschtelt. Nun habe ich halt das Problem, das ich nicht so richtig weiß, wie ich meinen Neurologen, der gleichzeitig auch mein Therapeut seit 4 Jahren ist, fragen soll. Soll ich einfach sagen: Ich möchte jetzt ein AD einnehmen? Oder wie soll ich die Sache angehen? Hast du einen Tipp für mich?

Ich war ja letztes Jahr schon mal so weit, daß ich ihn gefragt habe. Er meinte damals, daß ich es weiter ohne versuchen sollte, denn wenn ich was einnehme, geht es mir gut und dann würde ich nicht mehr an den eigentlichen Ursachen arbeiten.

MIttlerweile denke ich aber, daß ich doch nicht jahrelang an irgendwelchen Ursachen arbeiten kann, an Dingen, die evtl. aus der Kindheit stammen, über eine dominante Mutter sprechen usw. Ich weiß das inzwischen doch alles, aber trotzdem habe ich diese Scheiß Ängste. Die gehen auch nicht weg, seit ich weiß, daß meine Mutter immer sehr dominant war. Gut, mir geht es besser und an unserem Verhältnis hat sich auch einiges verändert. Die Therapie hat schon irgendwo was gebracht, aber die Ängste sind trotzdem geblieben. Auch diese ständigen Krankheitsängste. Manchmal kotzt mich der ganze Psychokram auch an, verstehst du? Jeder hat irgendwo sein Päckchen zu tragen, aber deswegen haben doch nicht alle so einen Knall wie wir.

LG Claudia (die alte)

von Claudia (die alte) - am 23.07.2009 19:15
Hallo Elisabeth,

wir haben schon alle einen Knall, was? Schön zu lesen, daß es dir auch schon so ging. Aber weißt du, das ist doch krank, kein normaler Mensch macht so was. Das hat mich gestern den ganzen Tag noch beschäftigt. Warum bin ich so geworden? Ich möchte eigentlich nicht mehr so sein, weil ich mich selbst so nicht wohl fühle. Das kann doch nicht das Leben sein, denke ich manchmal. Da gibt es doch noch viel mehr. Spaß, Freude, Lachen, spontane Aktivitäten usw. Wo ist das alles geblieben? Was ist noch übrig von mir? Ein Trauerkloß. Manchmal hats mein Mann bestimmt ganz schön schwer mit mir.

Ich habe meine Stunden reduziert. Seit Januar mache ich 6 Stunden täglich und das bekommt uns allen besser. Habe immer noch ausreichend zu tun, aber es ist besser wie vorher. Was allerdings noch immer bescheiden ist, ist das Betriebsklima. Aber das wird wohl nie wieder so werden wie früher.

Ich habe noch diese Woche Urlaub. Am Montag geht es wieder in die Höhle des Löwen. Mal sehen was mich erwartet. Zum Glück komme ich wenigstens mit meinen zwei KOllegen im Büro super aus. Wir haben trotzt allem Ärger noch viel Spaß. Wenn das nicht mehr wäre, hätte ich wohl schon das Handtuch geschmissen.

Fahrt ihr dieses Jahr weg im Urlaub?

Wie geht es dir sonst so, was macht der Job?

LG Claudia (die alte)

von Claudia (die alte) - am 23.07.2009 19:21
hallo claudia

grundsätzlich bin ich der meinung das man medis nehmen sollte wenn es nicht mehr anders geht
das entscheidet zum einen der arzt zum anderen (den größeren teil) du selbst so war es bei mir
habe einfach gemerkt das es nicht anders geht und ich mich auch nicht sinnlos quälen wollte
das wie gesagt war meine einstellung dazu heute bin ich froh das ich diesen schritt gegangen bin habe mein altes leben wieder mache alles bin wieder rundherum glücklich

wie schon erwähnt nahm ich ein jahr lang ad dann 8 wochen auspendeln nun seit 1 woche nichts mehr muss sagen es geht mir gut

auf jedenfall solltest du für dich entscheiden ob ein ad notwendig ist oder nicht da du ja schon erfahrung damit hast weißt du ja das es sehr hilft zum anderen muss du dass natürlich mit deinem arzt besprechen (verstehe nur nicht warum er dir keines empfohlen hat da er ja sehen muss das du dich durch den tag mehr oder weniger quälst)

jedenfalls ist eine meditherapie sehr hilfreich was ich auch bestätigen kann


sprich doch mit deinem arzt darüber und sag ihm das du es mit ad versuchen willst
warum soll man sich quälen wenn es doch gute mitteln gibt die einem es leichter machen

viel erfolg alles gute

lg sallyy

von sallyy - am 23.07.2009 19:40
Hallo Claudia,

ja wir fahren wieder nach Italien und hoffentlich werden nicht wieder die Kinder krank, aber zumindest weiß ich nun, dass auch italienische Ärzte gut und nett sind ;-). Ist ja auch eine Angst von mir im Ausland krank zu werden..... und ich habe bezüglich Urlaub schon wieder eine Erwartungsangst-panik. Nur ganz leicht, ich verdränge sie dann gleich wieder, aber trotzdem.
Sonst gehts mir eigentlich ganz gut, bis auf die Autofahrerei, die mir schon zu schaffen macht und so diverse Symptome, die ich auf die Hitze schiebe. Eben erst (bin grad in der Arbeit) machte mein Herzerl wieder so komische Sprünge oder wie man das nennt.
Bei mir hängt viel von der Tagesverfassung ab, wie es mir geht, wie ich mit den Symptome umgehe, falls ich welche habe, wie ich mit Situationen umgehe, die mir Angst machen und natürlich wie ich die Gedanken steuern kann. Ich kann mich ja perfekt reinsteigern , aber nach so vielen Jahren hab ich doch auch gelernt, meine Gedanken umzulenken, nicht immer, aber doch öfters.

Ja hab auch manchmal wg. Medi überlegt. Bin gespannt wie du dich entscheidest?
Ich selbst kenn mich ja mit AD nicht aus, aber die Leute die sie nehmen berichten, dass es Ihnen wirklich gut damit geht.

Du hast doch eine halbe Tavor bei dieser Gondelfahrt genommen, bist du ruhiger geworden????
Ich hab Xanor als Notfallmedil daheim, aber schon sehr lange nimmer genommen, vor x Jahren mal und da auch nur sehr wenig, da Angst wg. Abhängigkeit, ich weiß man muss diese Dinger länger nehmen, damit man wirklich abhängig wird, aber ich bin ja sehr vorsichtig.
Ich nehm diese Bachblüten-Dragees und pflanzliche Beruhigungsmittel, wenn wirklich große Panik ist.....
Aber interessieren würde es mich schon, ob eine halbe Tavor ruhig macht.

Dann wünsch ich dir noch ein schönes ruhiges Wochenende! Und geh es ruhig an am Montag......

Liebe Grüße
Elisabeth






von elisabeth - am 24.07.2009 09:33
Hallo Sallyy,

ja es ist eigentlich schon doof, wenn man sich so rumquält, wobei ich ja meinen Alltag schon recht normal meistere, allerdings täglich mit diesen diversen bescheuerten Angstgedanken. Ich dachte ja immer, es läuft soweit ganz gut. Aber jetzt im Urlaub habe ich mal so ganz in Ruhe darüber nachgedacht und gemerkt, daß eigentlich kein einziger Tag vergeht, an dem ich nicht irgendwelche dämlichen Angstgedanken habe und zwar nicht nur mal kurz, sondern eigentlich begleiten die mich den ganzen Tag. Es ist eigentlich schon zur "Normalität" geworden, wobei man das eigentlich nicht als Normalität bezeichnen kann. Es geht schon gar nicht mehr anders. Das ist mir auch bewußt geworden, als ich diese Woche mit einer Bekannten darüber gesprochen habe. Diese hat mich erst mal so richtig darauf gebracht, daß ich eigentlich gar nicht mehr bemerke, daß dieser ganze Kram meinen Alltag dermaßen beeinflusst und ich es schon als normal betrachte. Sie hat mir auch gesagt, daß diese Medis ja schließlich dazu da sind, um den Menschen zu helfen,warum sollte man sie dann nicht auch nutzen.

Nun dann werde ich mich aufraffen und bei meinem nächsten Termin beim Neurologen mal mit ihm darüber sprechen. Was hast du denn für ein AD genommen?

Weißt du, manchmal merke ich ja auch, daß meine Familie schon ein wenig darunter leidet wenn ich so unausgeglichen bin und so voller Angst stecke, da sie mich anders kennen, vor allem meinem Mann macht das schon häufig zu schaffen, auch wenn er es nicht sagt, aber ich merke es.

LG Claudia (die alte)

von Claudia (die alte) - am 25.07.2009 12:09
Hallo Elisabeth,

ja die Tavor machen schon ruhig und auf eine gewisse Art und Weise hast du dann auch so eine leichte "Egal-Stimmung", was ganz angenehm ist. Aber ich nehme sie ja auch nicht so oft. Mal sind es paar Wochen, wo ich keine nehme, ich achte da auch immer sehr darauf, weil die Dinger auch abhängig machen können. Deswegen nehme ich sie meist nur in schwierigen Situationen.

Ich werde mit meinem ARzt nochmal darüber reden wegen einem AD, mal sehen was er dazu meint. Habe oben an Sallyy schon ausführlicher darüber geschrieben.

Du bist ja gut, wenn du dich ins Ausland traust. Das traue ich mich nämlich nicht, genau aus den gleichen Gründen, die du auch geschildert hast. Ich könnte mich gar nicht freuen, weil ich nur daran denken würde, was wäre, wenn mir im Ausland was passiert. Und genau das ist doch nicht mehr normal? Ich würde z. B. gerne mal nach Ungarn fahren oder auch mal wieder an den Gardasee, da war ich schon zweimal. Aber ich traue mich nicht, ich habe panische Angst davor. Und so soll das mein restliches Leben weitergehen? ich weiß nicht.

Aber ich wünsche euch einen schönen und erholsamen Urlaub. Ich weiß ja, daß du auch jedes Jahr diese Ängste hast, wenn es in den Urlaub geht, wir kennen uns nun ja schon ein paar Jahre.

LG Claudia (die alte)

von Claudia (die alte) - am 25.07.2009 12:15
hallo claudia

ja deine bekannte hat schon recht medis sind da um zu helfen

ich nahm cipralex 10mg 1x am tag

bin wirklich sehr sehr froh darüber das ich diesen schritt gegangen bin den ich denke sonst hätte ich länger oder sogar ein leben lang diese krankheit mit mir rumgeschleppt und das wollte ich auf keinen fall

lg und sprich mit deinem neurolgen darüber ;-)

von sallyy - am 25.07.2009 13:42
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