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Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Maria, Dani, Uli, Mike, janice, primelchen

hyperventilation

Startbeitrag von primelchen am 26.08.2002 15:23

Hallo,

bin neu hier und habe eine Frage.
Ich leide seit ca. 2 Jahren unter Panikattacken mit Agoraphobie. Das weiß ich nu seit kurzer Zeit, da ich mir genügend Literatur zugelegt habe und auch die Beschreibungen in den Praxis-Infos haben es wieder bestätigt.
Die Panik bekomme ich aber meißt, weil ich eine Heidenangst vor der Hyperventilation habe, die eintreten könnte. Deshalb gehe ich nur noch selten raus und dann entferne ich mich auch nicht allzuweit davon. Und nur, weil ich befürchte, ich bekomme diese schreckliche Atemnot wieder.
Das ist doch kein Leben, wenn man sich immer mehr einigelt.

Nun meine Frage, gibt es Literatur oder besser noch CD`s , wo man das richtige Atmen in dieser Situation erlernen kann, damit man sich garnicht erst wieder bis zur HV hineinsteigert?

Bitte helft mir, bin schon total verzweifelt.
Liebe Grüße und besten Dank im Voraus -Petra aus Dessau-

Antworten:

also, als erstes empfehle ich dir das buch von doris wolf: ängste verstehen und überwinden. zweitens habe ich dafür eine sehr gute atemtechnik : beim einatmen 3bis 3 sekunden zählen und ohne pause gleich wieder ausatmen, hierbei wieder bis 3 sekunden zählen. auch beim ausatmen gleichzeitig zu sich selbst "entspann dich" sagen. danach 5 sekunden warten, dann erst wieder einatmen. auch empfehl ich dir die entspannungsübungen nach jacobsen, schau mal im internet unter google.de danach. es gibt auch kassetten davon..
ich hoffe, ih konnte dir ein wenig helfen. meld dich doch bei weiteren fragen..
gruß janice

von janice - am 02.09.2002 20:22
Generell sei gesagt, das Sport eine imense Hilfe darstellen kann. Während einer Panikattacke ist das Gefühl für den eigenen Körper oft gestört und man meint, sachen zu haben, die in wirklichkeit nicht da sind. Durch Sport (und Yoga etc.) gewinnt man ein stabiles Körpergefühl zurück und ist in Fällen des Stresses wesentlich belastbarer.

Was bei hyperventilation hilft ist das erlernen der geziehlten Bauchathmung. Man sollte versuchen, den Bauch zu strecken - ihn dick und rund zu machen. Dies hat dann 2 positive Effekte:

1. Der psychische Effekt ist die Konzentration auf die Bauchregion und weg vom Brustkorb.

2. Der körperlich/physikalische Effekt ist der imense Unterdruck, den man im Bauchraum erzeugen kann. Dadurch nimmt man Automatisch einen kräftigen Atemzug, der mit der Lungenatmung nicht zu vergleichen ist. Da kann auch eine verkrampfung in Hals und Luftröhre nichts dran ändern - unbedingt ausprobieren und trainieren.

Eine gute Möglichkeit, um Panikattacken vorzubeugen ist auch ein zulassen von Emotionen. Häufig lässt die Attacke nur das ab, was man nicht ausdrücken (verbal, körperlich) konnte. Selbst wenn man allein im Zimmer sitzt, kann es einfach helfen, wenn man sich z.B. über die Sachen die einen beschäftigen ärgert, oder traurig ist. Bei mir war dass der 100% Schlüssel, der immer Funktioniert hat. Ausserdem ist es bekanntlich gut, wenn man jemanden zum reden hat, und alles, was einen belastet ausspricht.

Ich hoffe, ich konnte helfen. Ich litt unter Symptomen wie Übelkeit oder Schwindel und konnte diese vor ca. einem Jahr "besiegen". Nach einer erneut sehr stressigen Zeit hatte ich dann meine erste Panikattacke des hier beschriebeben Typs. Da ich aus der Stresssituation aber wieder raus bin, ist alles wieder sehr gut geworden. Vermutlich nur eine Temoräre Sache.

von Mike - am 18.09.2002 06:45
Hallo,

also ich leide auch seid längerer Zeit an Angst,-Panikattacken.

Vor kurzem (Juni 02) habe ich dann auch noch bekanntschaft mit Hyperventilation
gemacht. Es macht mir furchtbare Angst, und ich weiss eigentlich nicht wirklich wie ich damit Leben kann, soll.

Ich habe auch schon viel darüber gelesen und mhabe festgestellt das man wirklich viel mit der Atmung tun kann, aber das macht es nicht wirklich leichter.

Mein größtes problem ist eigendlich, dass ich vor nicht mehr so unbeschwert Leben kann immer ist die Angst da das ich wieder Hyperventiliere und jetzt weiss ich nicht mehr so richtig weiter. Ich versuche mich immer unter Kontrolle zu halten, aber auch das ist sehr anstrengend, mein Partner weiß bescheid und hilft mir, aber ich bin erst 32 Jahre alt, wie soll es weiter gehen, hat noch jemand ein paar Tipps für mich ??
Danke an alle im vorraus

Uli

von Uli - am 23.09.2002 14:39
Hallo!

Ja, hyperventilieren kann ich auch ganz gut! Bei mir hat alles mit Husten, Atemnot, Schwindel angefangen. Dann kam die Angst (vor schwerer körperlicher Erkrankung) die sich zur Panik steigerte und zum hyperventilieren führte. Ich hab mich durchuntersuchen lassen, körperlich bin ich gesund. Kaum war ich aus dem KH wieder raus, kam die nächste Hyperventilation. Den dritten Hyperventilationsanfall habe ich gerade noch rechtzeitig bemerkt und habe es abgestellt. Den Schwindel bin ich los, den Husten eigentlich auch - was blieb bzw. immer wieder hartnäckig auftaucht ist die Atemnot.
Ich habe mich sofort in psych. Behandlung begeben. Mein Arzt meint, ich leide unter Depressionen mit somatischen Beschwerden (Atemnot, Husten). Ich nehme Cipralex und Praxiten (diazepimhältiges Präparat) und seit die Medis anschlagen, gehts bedeutend besser. Praxiten sind wir (mein Arzt und ich) wieder am "ausschleichen", die Cipralex werde ich wohl mindestens ein halbes Jahr nehmen müssen.
Zusätzlich habe ich vom Hausarzt einen Inhalationsspray "Tilade" bekommen, falls die Atemnot zuschlägt. Dieser Spray hilft auch, denn die Atemnot ist ja nicht eingebildet, sondern echt! Aber ich versuche natürlich solange wie möglich ohne Tilade auszuhalten, denn das ist ja auch nur Symptombekämpfung. Ist mir aber lieber, den Spray zu inhalieren, als vor lauter Atemnot und Panik wieder zu hyperventilieren!

Wenn Du möchtest, kannst Du mich gerne anmailen!

lg, maria

von Maria - am 30.10.2002 07:37
Hallo an alle,
ich leide sehr unter hyperventilieren, mir scheint, das es viel mehr ist als ihr alle zusammen. Die Atemnot ist schlimm, ich weiß aber bei meinen Anfällen bekomme ich solche Krämpfe ( Pfötchenstellung der Hände ), ich kann in solchen Momenten nicht einmal mehr sprechen!!! Alles ist komplett verkrampft. Die Schmerzen in der Brust, im Magen eigentlich überall sind so stark, dass ich am Tag danach einen Muskelkater von dem Anfall habe!!! Der letzte Anfall war mitten auf der Autobahn, daß ich am Seitenstreifen anhalten mußte, und ein anderer Autofahrer anhielt und einen Krankenwagen rief, da der Herr meinte ich hätte einen epileptischen Anfall. Ich selbst meinte, dass ich einen Schlaganfall habe.
Als der Krankenwagen kam und der Sanitäter mir erklärte, dass es sich um eine hyperventilation handele und ich nur eine Tüte brauche, war es ok. Trotzdem ist es nicht ganz verschwunden. Als ich z.B.: letztes Jahr in den Urlaub nach Ägypten fuhr ( man bedenke, die ärtzliche Versorgung dort ist weniger gut ) hatte ich die ganzen 2 Wochen ständig ! das Gefühl zu ersticken. Dieser ständige Klos im Hals. Das werde ich wahrscheinlich nie los. Hat jemand Erfahrung mit so einer schlimmen hyperventilation wie ich?
Noch eine Bitte an alle: Wie schlimm es auch ist und wie sehr Ihr auch Angst habt zu sterben ( ich weiss, wovon ich spreche ), nehmt keine Medikamente, Sie verändernt nur Euch aber die Angst bleibt. Es ist alles einbildung!!!! Man hat es selbst in der Hand! Medikament haben sevtl. sogar den Effekt, das uns irgendwann wirklich was fehlt, wegen der Nebenwirkungen.
Ich würde mich sehr über Antwort freuen.

von Dani - am 05.03.2003 20:11
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