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Informationen zum Thema:
Forum:
Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Jay, Melanie, Stonster, Christoph XXX

Atemnot

Startbeitrag von Christoph XXX am 29.03.2005 13:34

Hallo!
Ich bin 27 Jahre alt und leide unter einer "Generalisierten Angststörung".
Angefangen hat alles vor 5 Monaten,als ich das Gefühl hatte,dass mir alles,was ich esse in die Luftröhre rutscht und ich mich verschlucke.Innerhalb eines Monats hat sich die Angst dann auf das atmen verlagert,ich habe ständig das Gefühl,zu wenig Luft zu bekommen oder zu ersticken.Dazu kommt dann eine generelle Nervosität ohne erkennbare auslöser.Das Gefühl ist bei mir schon morgens nach dem aufstehen da und begleitet mich mehr oder weniger den ganzen Tag lang bis abends zum einschlafen.Mittlerweile habe ich auch schon derealisations- und depersonalisationsgefühle, ich habe manchmal das Gefühl,wahnsinnig zu werden. Bin relativ früh mit meinen Problemen stationär in die Psychiatrie gegangen,dort hat man mir Trevilor(Venlafaxin) verschrieben und eine Zeit lang habe ich Tavor genommen(ca. 2 Wochen). Mittlerweile nehme ich regelmässig Melperon und anstatt des Trevilor nehme ich Mirtazapin,dass ich besser vertrage. Allerdings fühle ich mich nur ein bisschen benebelt davon,die Angst verschwindet nicht.Ich kann zwar mittlerweile wieder besser unter Leute gehen,aber nur weil ich die Angst weitgehend unterdrücke. Wer kann mir Ratschläge geben,wie ich aus diesem Loch wieder herauskomme? Werde bald in die Tagesklinik gehen,hoffe, dass ich dort hilfe bekomme. Habe auch schon autogenes Training ausprobiert,allerdings habe ich dabei das Gefühl,dass ich mich zu bewusst auf das Atmen konzentriere,so dass es nach dem Training wieder schlimmer wird.
Würd mich über Antworten echt freuen!

Antworten:

Da bin ich auch schon durch.Bei mir hats die Gewohnheit weggetrieben.Manchmal fällts mir noch urplötzlich ein.So ungefähr"Uups warte mal, irgendwie krieg ich nich so richtig Luft"Interessiert mich mittlerweile aber nich mehr weil ich immer Luft gekriegt hab.In Panikanfällen und auch sonst.Is meine Einbildung....schätz ich.Völlig ungefährlich.Hab so Panikanfälle seit zwei Jahren mittlerweile,und alles was mir eingefallen ist was passieren könnte is noch nicht mal ansatzweise eingetreten.Komischerweise los bin ichs trotzdem noch nich.Ich arbeite dran;)Wenn du dich drauf konzentrierst fängt es ja erst an.Es kommt ja nicht aus heiterem Himmel.....Dein Loch is gar nich so tief nur mit immer drüber grübeln machst du es tiefer.Das das nich ganz einfach nich dran zu denken ,weiss ich selbst.Aber immer wieder durchmachen und an deinem Verhalten in den Situationen etwas ändern.Und mit der Zeit wird sich da was tun.War bei mir auch so.So wie n Lieblingsspeise die einem irgendwann zum Hals raushängt.Dann ißt du sie ja auch nich mehr.Schöne Grüsse von der Ostseeküste und denk dran.Bist nich allein...;)

von Stonster - am 31.03.2005 16:39
Hallo Christoph!

Ich antworte dir mal,weil die Atemnot auch eines meiner Symptome war.
Es war fast dauerhaft vorhanden (also so gut wie chronisch).
Je mehr ich mich darauf konzentrierte um so schlimmer wurde es.
Kann es sein das du vieleicht so nervös bist,weil du immer am grübeln bist?
Ich war rund um die Uhr am grübeln u. all das hält leider die Symptome aufrecht.
Medikamente können nur eine Unterstützung sein. Ideal wäre für dich eine Verhaltenstherapie. Bis dahin kannst du auch selber etwas tun indem du dich informierst (wie z.b. auf der Seite hier) oder Literatur besorgst. Die Tipps kannst du dann in Selbstübungen anwenden. Aber das beste wär's wenn du das grübeln einstellst. Nur dann kannst du es auf Dauer wieder loswerden.
Aber es braucht Zeit,Gedult u. auch Rückschläge gehören dazu.
Bei mir ist es mittlerweile wie bei Stonster...ab und an kommen wieder Phasen wo ich noch Atemnot habe. Aber das ist kein Dauerzustand mehr u. verschwindet wieder wie's gekommen ist. Ich möchte dir ganz viel Mut zusprechen,man kann da wieder rauskommen u. du schaffst das auch!
Gib nie die Hoffnung auf - es wird besser werden!

Alles Gute u. Kopf hoch!

Melanie

P.S.: Vom Autogenen Training halte ich in dem Zusammenhang auch nicht so viel. Weil man sich dabei zu sehr auf die Atmung fixiert.

von Melanie - am 31.03.2005 17:33
Hallo Melanie,
Habe ein ganz ähnliches Problem wie Christoph, und habe Deine Antwort und auch Stonsters daher mit Interesse gelesen. Mein Problem ist, dass meine Angst-und Spannungszustände mittlerweile in den Hintergrund getreten sind und ich nur noch über diese völlig sinnlose Luftnot nachgrüble. Ich denke ständig nur noch an den nächsten tiefen Atemzug. Du hast Christoph eine Verhaltenstherapie empfohlen. Kannst Du mir sagen, was da passiert? Ich mache zur Zeit eine Gesprächstherapie, aber ehrlich gesagt komme ich mir da ein bisschen komisch vor. Ich könnte mir vorstellen, dass es mir besser ginge, wenn ich etwas aktiv unternehmen könnte. Vielleicht macht es sogar Sinn beides zu verfolgen. Kannst Du mir etwas dazu sagen?
Würde mich freuen etwas von Dir zu hören,
Gruss Jay

von Jay - am 04.04.2005 16:05
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