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Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Sophi, Ingemaus, Woif, Mia

Erwartungsängste

Startbeitrag von Sophi am 08.07.2005 13:04

Hallo,

ich bin jetzt endgültig der Meinung dass ich mit Angst nicht mehr leben möchte , ich ziehe schon ernsthaft in Erwägung mich in ein Kloster einsperren zu lassen, weil so ist es uninteressant. Jedoch ist doch das Eigentliche Problem die Erwartungsangst, mein Psychiater hat gemeint dass ich ständige Erstickungsängste habe, weil das die Angst vor der Angst eben ist, also auch Erwartungsängste und das kann doch bitte nicht so schwer sein dass ich die entferne. Ich weiß ja auch noch genau wie ich meine erste Panikattacke hatte, da glaubte ich dass das was da in mir abging, mein Kreislauf war, weil ich eben wenig getrunken hatte, am Vorabend zuviel Alkohol getrunken hatte, zuviel geraucht hatte und wenig Schlaf, o.k. und nach diesem Abend hatte ich eine Woche lang keine Panikattacke und vorallendingen keine Angst davor, es war alles ganz normal, erst dann genau eine Woche später, im selben Lokal hatte ich wieder eine Panikattacke, was ich ja damals nicht wusste und dann gings erst richtig los, da glaubte ich dass der Boden unter mir wackelt, bzw. hatte ich so weiche Knie dass ich dachte ich müsse sofort umkippen, dann eben das Gefühl ständig zu ersticken oder sonst was, hmm und jetzt, also seit letzten Freitag, als ich eben eine Panikattacke hatte, wobei ich gestehen muss dass das schon leichter war als das was ich schon mal hatte, bin ich fast wieder soweit dass ich gar nicht außer Haus gehen will.
Schweinerei, ich gehe mit meinem Körper um als ob er zebrechlich wäre, ich hab zwar jetzt wieder angefangen etwas Sport zu machen, jedoch nicht wie vorher, ich mache gleich wieder eine Pause, weil ich könnte ja Herzklopfen bekommen und da ich ständig Stechen in der Brust habe heißt das dass ich einen Herzinfarkt habe. Also schön langsam finde ich mich selbst lächerlich. Dann bitte, ich stehe auf und spüre irgendwas oder sehe komisch, was kein Wunder ist wenn man die Augen noch nicht ganz offen hat, und was glaube ich, ja ich glaube dass ich sofort sterben muss. Ich weiß dass ich soviel Kraft in mir habe, die unbedingt genutzt werden will, aber in dieser "Schonhaltung" lass ich sie nicht raus und ich brauch das aber, es tut doch so gut mal richtig zu laufen sodass man ordentlich schwitzt und sich nachher so glücklich und befreit fühlt, so richtig erschöpft mal sein, ich fühl mich höchstens geistig erschöpft.
Es ist im Grunde immer dieses "Was wäre wenn....." keine Ahnung wieviel Zeit mir noch bleibt auf dieser Welt, aber ganz ehrlich ich will so nicht mehr, darum werde ich jetzt mal die Grenzen überschreiten von meiner Schonhaltung, schaun wir mal was passiert, und dieser Voraussdenken versuche ich auch gerade abzuschalten, ich will Dinge einfach auf mich zukommen lassen, es ist echt verdammt schwer dass ich es nicht tue, aber Übung macht den Meister. Ich schwöre komme was da wolle, ich bekomme das heuer noch in den Griff, sonst gehe ich echt ins Kloster. Ich habe heute Nacht nämlich von Sylvester geträumt und dass ich mich nicht weggehen traute weil ja die Angst kommen könnte und jetzt hab ich es mir als Ziel gesetzt und ich weiß dass ich es schaffe, ich habe bisher alles geschafft was ich wollte warum nicht auch das??? Eine Bekannte sagte mir zwar ich soll mich nicht zeitlich begrenzen, aber es motiviert mich etwas zu tun. Ich will jetzt endlich mal leben und das tue ich auch, ich bin in meinem bisherigen Leben schon öfters hingefallen, aber ich stehe immer wieder auf, ein Bekannter von mir hat mir auch gesagt warum, weil "Unkraut vergeht nicht", sehr charmant :)
Ganz genau weiß ich noch nicht wie ich vorgehen werde, d.h. wie ich in ein weltklasse-Leben einsteigen werde, aber das macht nichts, mir wird schon was einfallen.
Eine Strategie habe ich schon, ich tue so als ob, ich tue so als ob ich schon ein geniales Leben führen würde und alles hätte was ich will, schaun wir mal.

Vielleicht hat ja irgendjemand von euch was interessantes für mich, dann bitte schreibt was ich probieren könnte.
Naja, dann bin ich ja mal gespannt wie es jetzt weiter geht.

Liebe Grüße Sophi

Antworten:

Hallo Sophi

Dieses Problem hatte ich auch einmal! Genauso wie du habe ich gesagt noch dieses Jahr werde ich es schaffen! Und ich hatte schon so richtig eine Wut auf meine Angst und auf mich selbst! Ich habe mir öfters mal gesagt das kann doch alles nicht wahr sein!!
Bin zwar noch immer nicht ganz weg aber die meisten Dinge sind verträglicher geworden!

Ich finde du solltest dir kein Zeitlimit setzten eher mehr als Ziel! Wenn du ein Ziel nicht schaffst ist es nicht so schlimm als wenn dir die Zeit davon läuft!
Zu dem Schongang den du jetzt hast bezügl. Sport, wenn du dich fordern willst dann tue das auch ! Sag dir wenn ich mich sportlich fordere wird auch mein Herzschlag höher das ist ganz normal und mir kann auch nichts passieren! Aber ich selbst weiß dass es am Anfang nicht einfach ist. Irgendwo auf dieser HP steht das Sport sehr gut sein soll gegen Angst und PA. aber man will sich immer wieder schonen weil man denkt man kann nicht mehr das machen wie vorher ...... Als Gegenargument wird dann gestellt Ob man schon mal das Training eines Herzinfarkt Patienten gesehen hat!!!(Soll ziemlich anspruchsvoll sein) Das hat mir zum Durchbruch weiter geholfen!!
Beim und mit Sport habe ich selbst die raschesten und besten Erfolge erzielt!!
Wenn du vielleicht denkst tu hast ein Herzproblem oder irgendwelche Organischen Probleme, dann lass dich gründlich untersuchen wenn sich da nichts rausstellt! Dann kannst du Sport machen bis zum Umfallen!!

Lg Woif

von Woif - am 08.07.2005 13:45
Hallo Sophi,

diese Schonhaltung in allen Bereichen des Lebens führt dazu, dass man sich selbst einsperrt. Nein, dazu braucht man wirklich kein Kloster :)
Ich habe einfach angefangen spazieren zu gehen. Auch bei Hitze. Ich dachte wirklich, ich schaff das nicht, weil mein Kreislauf das nicht aushalten könnte. Bewegung hilft Stress abzubauen. Naja und Alkohol vertrag ich nur selten. Ich trinke auch schon lange keinen Kaffee mehr.
Du hast eine Menge Kampfgeist. Das ist super, aber ich denke auch, man sollte sich nicht unter Druck setzen. Mach einfach dein ding. Lass dich nicht aufhalten, denn zu Hause wird es nicht besser. Ist auch gut für mich, mir das nochmal zu
sagen, denn morgen muss ich den ganzen Tag unter Menschen.

Liebe Grüße,

Mia

von Mia - am 08.07.2005 17:00
Haloo Sophi,
du hast jetzt Kampfgeist entwickelt, das hört sich schon mal gut an. Ich bin auch so ein schisser, was Sport angeht und möchte auch mal total erledigt sein und wieder einen Moment des totalen Glücks erleben. Ich glaube es ist so schwehr den Tod zu akzeptieren weil er so endgültig ist und es dafür keine Pillen gibt. Wenn wir ihn total akzeptieren, könnten wir es mit jeder PA aufnehmen. Aber diese Endgültigkeit so hinzunehmen das ist glaube ich der schwerste Weg. Es wird eines TAges passieren und bis dahin müssen wir unser Leben geniesen und unsere Wege gehen. Ich weiß das ist schnell geschrieben und einfach gelesen, ich bin ja selber noch nicht ganz soweit. Nue wenn ich wütend bin, auf die Angst und auf mich selber, dann klappt die Einstellung und danach geht es wieder. Aber ich möchte nicht wütend sein, jedenfalls nicht so oft.
Also Sophi , wir machen jetzt jeden Tag Sport und nächste Woche um die Zeit geht es uns schon ein Stück besser und wir können stolz sein nicht aufgegeben zu haben.


Wer Fehler findet, darf diese auf jeden Fall behalten kostenlos!!!!!!!!!!!!!1

Würde mich auf eine Reaktion von dir oder auch von anderen ffeuen

Grüßchen Inge

von Ingemaus - am 09.07.2005 11:14
Hallo,

danke für Eure Beiträge.
Find ich echt gut von dir Inge dass Du sagst dass wir jetzt jeden Tag Sport machen, ich habs auch letzte Woche schon immer mal wieder versucht, aber ich bekomm dann stechen in der Brust und denke ich muß sofort sterben, vorallendingen mache ich so "sanft" Sport so richtig na hoffentlich passiert jetzt nichts. Meine Angst ist nicht der Tod, meine Angst besteht mehr daraus zu leben. Ich habe Angst davor dass ich irgendetwas habe z.B. Herzinfarkt oder was auch immer und dann lieg ich alleine in meiner Wohnung und bekomme das alles mit, aber ich werde mir keine Rettung rufen wollen. Oder soetwas passiert auf der Straße, ich will das nicht, da möcht ich lieber sterben, aber eben nicht leiden und keine Schmerzen haben.
Aber im Grunde ist das alles ja nur Erwartungsangst, denn gesund bin ich ja, also.
Es hat sich aufjedenfall was geändert, seit Samstag weiß ich wieviel ich wert bin, bzw. weiß ich dass ich ein wertvoller Mensch, alleine schon wegen der Angst denke ich mir, ich werde in meinem Leben nur mehr tun was ich will und mir gut tut, weil ich hab mich doch nicht umsonst 6 Monate "durchgequält". Ich fühle mich auch schonwieder viel besser, am Samstag Vormittag war die Vorstellung außer Haus zu gehen obwohl ich nicht muß, eine schreckliche Vorstellung, aber schlußendlich bin ich gestern rausgegangen, war ewig spazieren, dann war eine Freundin bei mir und ich habe soviel gelacht, das schräge dabei ist dass ich dann wenn ich richtig einen Lachkrampf bekomme, selbst da hab ich Angst dass ich die Kontrolle verlieren könnte. So ein Scheiß!!!!!
Naja, heute bin ich auch schon am Vormittag in der Stadt herum spaziert und habe alles erledigt was ich vorhatte, also bin ich stolz auf mich und fühle mich ganz gut eigentlich, ein paar schräge Gefühle im Bauch, aber mein Gott was solls.

Hoffe ihr habt heute auch einen guten Tag!

Liebe Grüße Sophi

von Sophi - am 11.07.2005 11:34
Hallo Sophi,
der Tag bei mir fing nicht ganz rosig an, aber jetzt geht es. Mit dem Lachen da muss ich dir recht geben, ich denke immer ich bekomme keine Luft und dann vergeht mir das lachen. Aber das tun was man sonst immer gemacht hat ohne Angst..in die Stadt gehen usw. das muss auch machen,schon um der Angst zu zeigen du kannst mich mal, ich kann das auch wie die anderen. Man muß nur die Gedanken sperren aws wäre wenn oder zu Ende denken. Wenn ich umfalle dann wird mich jemand finden und helfen. Und mit dem Sport muss man es genauso machen, glaube ich. Versuche es doch mal mit walken oder jeden Tag ein großer Spaziergang und dabei mal einbischen schneller gehen. Ich glaube das wäre eine Alternative. Vielleicht hast du ein Problem einfach hilflos zusein und auf andere vielleicht mal angewiesen zusein, oder einfach Hilfe annehmen, mal schach sein zu dürfen. Ich bin auch so eine die selber alles alleine regeln will bevor ich jemanden bitte. Vielleicht ist es auch Angst vor Ablehnung und Enttäuschung ach keine Ahnung, dir geht es heute gut und das ist entscheidend.

Tschüßchen mit Grüßchen Inge

von Ingemaus - am 11.07.2005 14:44
Hallo Inge,

tja das mit dem schneller gehen, hab ich schon ausprobiert und da liegt ja das Problem dass ich dann auch schneller Atme was ja auch klar ist, nur glaub ich dann dass jetzt gar nichts mehr geht und meine Luft ganz weg ist. Ich gehe jetzt nämlich jeden Tag zu Fuß in die Arbeit und wieder heim, das sind insgesamt 40 min, beim Heimgehen gehts noch halbwegs, aber beim Hingehen muss ich einen steileren Berg rauf gehen und das strengt mich natürlich an, aber ich leg mir dann selber noch ein Ei und mache ständig Pausen damit ich ja nicht außer Atem kommen könnte oder Herzklopfen bekommen könnte, man weiß ja nie.
Du bist mit deinen Vermutungen echt gut muß ich zugeben, ich habe sogar große Angst vor Ablehnung bzw. muß ich sagen das hat sich sehr gebessert, auf andere angewiesen sein ist ein großes Problem, egal!
Was anderes, ich würde ja sagen heute ist echt kein so schlechter Tag, jedoch bin ich innerlich unruhig dass ich das Gefühl habe ich muß platzen, so komisch gehts da in mir zu, kennst du das????

Liebe Grüße Sophi

von Sophi - am 11.07.2005 15:09
Hi, das denke ich ist ein guter Weg den du einschlägst mit dem Laufen. Und dann ich dir sagen, 40 min langer Weg das ist schon eine Tour, das würde ein Herzkranker nicht jeden Tag schaffen.Vielleicht könntest du innerlich rechnen oder ein Lied singen, meinetwegen auch laut. Denn dein Gehirn kann nur eins an atmen denken oder sich auf ein Lied oder Zahlen konzentrieren. Das mache ich oft wenn ich wieder zu doll an meine Atmung denke. Denn wenn ich noch rechnen kann z.Bsp. 36+ 92, dann weiß ich genau beim Herzinfakt oder kurz vor dem Ersticken kann man keine Aufgaben lösen. Probiere mal aus, hört sich bekloppt an ich weiß, aber vielleicht hilft es. Ich hatte vor kurzen auch wieder mal eine kleine PA, da habe ich mir (unabsichtlich) den Kopf gestoßen,das tat weh, huch ich konnte mieder normal atmen, weil ich mich auf den Schmerz konzentrieren mußte.
Grüßchen Inge

von Ingemaus - am 11.07.2005 16:12
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