Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
katarinchen, verena p., bienchens, Möwe

Generalisierte Angststörung

Startbeitrag von Möwe am 11.01.2006 21:41

Servus!

Wenn es eins gibt, was ich in den vergangenen Jahren (owohl noch sehr jung - 21) perfektioniert hab, dann ist das, mir Sorgen zu machen. Ich schaffe es problemlos mich derart in einer Sorge zu verlieren, dass diese pausenlos durch meinen Kopf geistert und mir sämtliche Lebensfreude raubt. Mal hab ich kurz hintereinander viele verschiedene Sorgen, die sich relativ rasch abwechseln, dann wieder welche, die längere andauern und in die ich mich dann sehr detailreich verstricke. Dazwischen gibts auch immer wieder mal depressive Phasen, wobei sich letztere momentan glücklicherweise in Grenzen halten. Aber das ewige ängstigen zermürbt einen halt, das kennt ihr wahrscheinlich eh nur zu gut. Ich mach jetzt seit etwa einem halben Jahr eine Gesprächstherapie - das ist gut und recht und im Großen und Ganzen bin ich auch zufrieden, allerdings habe ich oft das Gefühl, dass ich irgendein Werkzeug bräucht, um diesen ständigen Grübelzwang zu durchbrechen - ein solches hab ich bis jetzt jedoch noch nicht gefunden. Mit verschiedenen Therapierichtungen kenn ich mich nicht allzu gut aus, jedoch hab ich mir gedacht, dass irgendwelche verhaltenstherapeutischen Methoden für diesen speziellen Zweck vielleicht wirkungsvoll sein könnten.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wie stoppt ihr das ewige Grübeln? Welche Therapien/Maßnahmen waren bei euch wirkungsvoll? Wie kann ich feststellen, ob eine Sorge berechtigt ist und wann mein Grübeln ein unnötiges Ausmaß annimmt? In dem Moment, in dem man sich sorgt, ist die Sorge irgendwie immer subjektiv berechtigt, auch wenn sie sich im Nachhinein als völlig übertrieben heraus stellt...

Antworten:

Hallo Möwe,
hilfreiches zu dem Thema wie stelle ich das grübeln und denken soweit ab das es mir nicht mehr schadet....kurze vorgeschichte....ich habe das nun mittlerweile seit 17,5 jahren und seit dem 5.denzember 2005 nehme ich nun proxetin....es geht mir mittlerweile MEGAKLASSESUPERGUT und habe nun seit fast 14 tagen keine ängste mehr nur noch diese blöden gedanken und da hab ich mal in dem buch vom doc morschitzky gesucht und auch was gefunden ich dachte immer ich würde jeden mom durchdrehen schreien ummichschlagen die kontorlle verlieren und immer was dann so schlimm das ich mich bewegen musste nur net sitzenbleiben ablenken eben und esging und kam wieder hin und her....mittlerweile machen mir die gedanken keine angst mehr weil ich es verstanden habe ...ENDLICH verstanden habe ich denke und das war mittlerweile so automatisch ich konnt ja schon nicht mehr anders: wenn ich jetzt zur toilette gehe schreie ich ich konnt ja nicht mehr anders denken nur noch wenn dann wenn ich jetzt telefoniere schreie ich und das lief immer derat bildlich vor mir ab der HORROR: ich füge dir hier nun einen text ein den ich hier von den seiten kopiert habe im buch "Angststörungen" Seite 513 von Doc moschitzky steht genau das was ich nun jeden abend lese und besonders punkt 6. ist hier für mich am wichtigsten und immer wenns hochkommt setzte ich das "Magie des Denkens" dagegen vielleicht hilft es dir ja auch mir gehts jedenfalls damit 200 porzent besser und die gedanken verschwinden wieder genauso schnell wie sie kamen
in diesem sinne
glg
bine

Selbsthilfe-Programm bei Zwangsbefürchtungen

Viele Menschen mit Ängsten und/oder Zwängen leiden unter Zwangsbefürchtungen und Zwangsimpulsen. Sie haben Angst, das eigene Kind zu töten, jemand mit einem Messer zu verletzen, sich selbst mit einem Messer oder einem Glassplitter zu verletzen, sich durch bestimmte Umweltgifte zu schädigen, mit dem Auto an einen Baum zu fahren, von einer Brücke oder einem hohen Haus hinunterzuspringen, einen Unfall zu verursachen, ohne es zu bemerken, in einem Geschäft ungewollt etwas zu stehlen, unabsichtlich einen Schaden anzurichten (z.B. ein Feuer zu legen), laut etwas Peinliches zu sagen oder zu tun usw. Rituale (z.B. Gegengedanken, ständige Bitten um Beruhigung durch andere, Kontrollzwänge) können diese Zwangsbefürchtungen jeweils nur kurz beseitigen.

Hilfreich ist oft folgendes Vorgehen:

1. Erstellen Sie eine Liste Ihrer Zwangsgedanken und -befürchtungen, bewerten Sie sie nach der subjektiven Belastung von 0-100 und beginnen Sie das folgende Übungsprogramm mit einer Zwangsbefürchtung mittlerer Belastung.

2. Rufen Sie Ihre zwanghaften Gedanken und Befürchtungen bewusst hervor und denken Sie diese bis zum bitteren Ende durch, ohne Ablenkung und kognitive oder verhaltensbezogene Rituale.

3. Sprechen Sie Ihre Zwangsgedanken und Zwangsbefürchtungen auf Tonband, schreiben Sie sie in ein Heft, gestalten Sie sie in Form eines Drehbuches für einen Film, lassen Sie sie als Film vor Ihren Augen ablaufen, schreiben Sie sie in Form eines Briefes an einen fiktiven Freund, zeichnen Sie sie auf ein Blatt Papier oder singen Sie sie in Form einer bestimmten Melodie. Tun Sie dies regelmäßig zu festgesetzten Zeitpunkten (am besten täglich für eine Stunde, um eine rasche Wirksamkeit zu erreichen), ohne dabei ein Ritual auszuführen.

4. Setzen Sie sich den diktierten, geschriebenen oder gezeichneten Zwangsbefürchtungen täglich mindestens zweimal für eine vorher fixierte Zeitdauer aus, um diese neuerlich intensiv auslösen und besser ertragen zu lernen, ohne Rituale auszuführen.

5. Bleiben Sie bei jeder Übung, die Sie in steigendem Schwierigkeitsgrad durchführen, mental voll und ganz in der jeweiligen angstmachenden Situation, ohne Rituale einzusetzen, und beenden Sie jede Übung erst dann, wenn das Ausmaß Ihrer Angst und Unruhe um mindestens 50% abgenommen hat.

6. Machen Sie dabei die Erfahrung, dass spontane oder absichtlich provozierte Gedanken nicht dazu führen, in die Wirklichkeit umgesetzt zu werden. Sie können etwas denken und müssen es deswegen keinesfalls ausführen. Der Gedanke, jemand etwas anzutun, fremdzugehen, etwas zu stehlen usw. stellt immer eine Möglichkeit dar, ob Ihnen das passt oder nicht. Etwas zu denken, ist eine Sache, etwas auszuführen, eine andere Sache. Dazwischen liegt der Bereich der menschlichen Freiheit. Sie unterliegen der „Magie des Denkens“, wenn Sie glauben, dass Gedachtes gleich Wirklichkeit wird.

7. Wiederholen Sie eine Übung am nächsten Tag und verlängern Sie die Zeit der mentalen Konfrontation, wenn eine bestimmte Zwangsbefürchtung in ihrem bedrängenden Effekt nicht geringer werden sollte.

8. Konfrontieren Sie sich im Laufe der Zeit auch mit den ärgsten Zwangsbefürchtungen, ohne Rituale einzusetzen. Wenn Sie dies nicht tun und mit teilweisen Erfolgen bei weniger belastenden Zwangsbefürchtungen zufrieden sind, besteht die Gefahr, dass Ihre Störung bald wieder stärker auftreten und schließlich doch zu zeitaufwendigen Zwangshandlungen und gedanklichen Ritualen führen wird.

9. Verwenden Sie dieses Selbsthilfeprogramm für Zwangsgedanken auch dann, wenn Sie primär unter Zwangshandlungen leiden, weil diese letztlich durch Ihre nicht aushaltbaren Zwangsgedanken ausgelöst werden.

10. Anstelle von kognitiven Ritualen können Sie bei anfänglichen Schwierigkeiten in der Konfrontation mit Ihren Zwangsbefürchtungen entspannendes Ausatmen einsetzen, um diese ohne massive körperliche Verspannungen besser ertragen zu lernen.





von bienchens - am 12.01.2006 11:03

@bine .....

jetzt mach ich täglich den aim an ... und du bist net mehr da .... :-(

von verena p. - am 12.01.2006 11:30

Re: @bine .....

Danke fürs rüberkopieren!
Ich habs gleich nochmal durchgeschmökert und werde jetzt die ollen Gedanken zur SEite schieben!



von katarinchen - am 12.01.2006 11:49
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.