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Informationen zum Thema:
Forum:
Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
bibo, katarinchen, bienchens, Bobo, Nixesissy, stefanie38

erwartugsangst

Startbeitrag von bibo am 23.01.2006 10:33

hallo ihr lieben,
wie geht ihr mit der erwartungsangst um? mir geht es heute gar nicht mal so schelcht, aber die erwartungsangst ist momentan sehr groß! anstatt mich zu freuen das es mir gut geht, denke ich gleich geht es wieder los usw.
danke
lg bibo

Antworten:

hi bibo...

das kenn ich auch sehr gut.... es geht mir gut... und plötzlich.. die gedanken... und die erwartungsangst....

hmmmm.... ich versuch mich dann permanent abzulenken... die gedanken in eine andere richtung zu lenken.... is schwer ich weiss....
ich versuche mich selbst zu hinterfragen...
ich hab z.b. seit tagen... angst zum zahnarzt zu gehen.... heute morgen wars auch wieder sehr arg... aber... ich hab mir bzw.. versuche mir zu sagen... warum hab ich den jetzt schon angst.. ich bin doch noch gar net dort... angst kann ich immer noch haben wenn ich dort auf dem stuhl sitz.... lol....
aber jetzt doch nicht.... bin zuhause.. und es passiert mir gar nix...
und währendessen hab ich die wohnung auf vordermann gebracht... lol

meine therapeutin sagt immer.... ablenkung mit den händen... irgendetwas machen.. was man nur mit den händen machen kann... so dass die hände beschäftigt sind....

das funktioniert eigentlich ganz gut... bin schon wieder ruhiger.... und wenn ich schmerzen bekomm ... muss ich ja sowieso hin.... obs mir passt oder net...
und dann is immer noch genug zeit angst zu haben...

hoffe ich konnt dir bisschen helfen....

dir gehts gut.. alles ist in ordnung.... warum sich gedanken über etwas machen was noch gar nicht eingetroffen ist??.... :-)

GLG steffi





von stefanie38 - am 23.01.2006 10:46
.

von Nixesissy - am 23.01.2006 10:49
danke euch beiden,
also dann muß ich halt geduld haben, bis auch das besser wird!
lg bibo

von bibo - am 23.01.2006 10:59
Erwartungsangst - oh ja, das kenn ich auch zur Genüge!
Hatte und habe es auch noch früh wenn ich aufstehe bis zu der Zeit, wo ich dann in den Kiga muß. Ich versuche diese Zeit mir schön zu gestalten, zünde jeden Tag eine Kerze an zum Frühstück und mach schöne Musik. Ich freue mich auf meine Kids wenn die aufstehen und kuschel dann mit denen.

Versuch doch auch, es Dir schön zu machen! Wie hieß es doch so schön: es gibt nichts Gutes, außer: man tut es!

von katarinchen - am 23.01.2006 11:01
hey der spruch gefällt mir!!!
danke katrinchen


(bin im büro,hier gibt es nix schönes :D ausser den feierabend ;))
lg bibo

von bibo - am 23.01.2006 11:12
Ja OK, im Büro würd ich mich auch auf den Feierabend freuen :-))

von katarinchen - am 23.01.2006 11:15
hi bibo,

stell dir mal vor wenn du grad im büro sitzt, dann versuch doch mal einfach an die
arbeit zu denken...... was du dann danach machst...... wie schön wird der abend heut sein....
usw.....
jajaja die angst, unser schei..... kumpel!!!!! hab am wochenende viel gelesen, darunter fand
ich diesen satz sehr schön

kümmere dich nur soviel wie nötig um das problem, wenn gedanken hochkommen,
beachte sie einfach nicht.
so jetzt gehts ans umsetzten, wir werden es noch lernen, wir sind doch ein team

lb.gr.bo

von Bobo - am 23.01.2006 11:21
hey bo, klar sind wir ein team!
ja ja in der therorie sind wir alle spitze, die umsetzung klappt noch nicht!!! aber wir arbeiten dran!!!
lg bibo

von bibo - am 23.01.2006 11:27
hi bibo,
ich hab da schonmal einen eintrag gemacht diese elendenen gedanken...ich kenne sie zu genüge....und da hab ich mal in dem buch vom doc morschitzky gesucht und auch was gefunden ich dachte immer ich würde jeden mom durchdrehen schreien ummichschlagen die kontrolle verlieren und immer was dann so schlimm das ich mich bewegen musste nur net sitzenbleiben ablenken eben (das war schon ein ritual) und esging und kam wieder hin und her....mittlerweile machen mir die gedanken keine angst mehr weil ich es verstanden habe ...ENDLICH verstanden habe ich denke und das war mittlerweile so automatisch ich konnt ja schon nicht mehr anders: wenn ich jetzt zur toilette gehe schreie ich ich konnt ja nicht mehr anders denken nur noch wenn dann wenn ich jetzt telefoniere schreie ich und das lief immer derat bildlich vor mir ab der HORROR: ich füge dir hier nun einen text ein den ich hier von den seiten kopiert habe im buch "Angststörungen" Seite 513 von Doc moschitzky steht genau das was ich nun jeden abend lese und besonders punkt 6. ist hier für mich am wichtigsten und immer wenns hochkommt setzte ich das "Magie des Denkens" dagegen vielleicht hilft es dir ja auch mir gehts jedenfalls damit 200 prozent besser und die gedanken verschwinden wieder genauso schnell wie sie kamen
in diesem sinne
glg
bine

Selbsthilfe-Programm bei Zwangsbefürchtungen

Viele Menschen mit Ängsten und/oder Zwängen leiden unter Zwangsbefürchtungen und Zwangsimpulsen. Sie haben Angst, das eigene Kind zu töten, jemand mit einem Messer zu verletzen, sich selbst mit einem Messer oder einem Glassplitter zu verletzen, sich durch bestimmte Umweltgifte zu schädigen, mit dem Auto an einen Baum zu fahren, von einer Brücke oder einem hohen Haus hinunterzuspringen, einen Unfall zu verursachen, ohne es zu bemerken, in einem Geschäft ungewollt etwas zu stehlen, unabsichtlich einen Schaden anzurichten (z.B. ein Feuer zu legen), laut etwas Peinliches zu sagen oder zu tun usw. Rituale (z.B. Gegengedanken, ständige Bitten um Beruhigung durch andere, Kontrollzwänge) können diese Zwangsbefürchtungen jeweils nur kurz beseitigen.

Hilfreich ist oft folgendes Vorgehen:

1. Erstellen Sie eine Liste Ihrer Zwangsgedanken und -befürchtungen, bewerten Sie sie nach der subjektiven Belastung von 0-100 und beginnen Sie das folgende Übungsprogramm mit einer Zwangsbefürchtung mittlerer Belastung.

2. Rufen Sie Ihre zwanghaften Gedanken und Befürchtungen bewusst hervor und denken Sie diese bis zum bitteren Ende durch, ohne Ablenkung und kognitive oder verhaltensbezogene Rituale.

3. Sprechen Sie Ihre Zwangsgedanken und Zwangsbefürchtungen auf Tonband, schreiben Sie sie in ein Heft, gestalten Sie sie in Form eines Drehbuches für einen Film, lassen Sie sie als Film vor Ihren Augen ablaufen, schreiben Sie sie in Form eines Briefes an einen fiktiven Freund, zeichnen Sie sie auf ein Blatt Papier oder singen Sie sie in Form einer bestimmten Melodie. Tun Sie dies regelmäßig zu festgesetzten Zeitpunkten (am besten täglich für eine Stunde, um eine rasche Wirksamkeit zu erreichen), ohne dabei ein Ritual auszuführen.

4. Setzen Sie sich den diktierten, geschriebenen oder gezeichneten Zwangsbefürchtungen täglich mindestens zweimal für eine vorher fixierte Zeitdauer aus, um diese neuerlich intensiv auslösen und besser ertragen zu lernen, ohne Rituale auszuführen.

5. Bleiben Sie bei jeder Übung, die Sie in steigendem Schwierigkeitsgrad durchführen, mental voll und ganz in der jeweiligen angstmachenden Situation, ohne Rituale einzusetzen, und beenden Sie jede Übung erst dann, wenn das Ausmaß Ihrer Angst und Unruhe um mindestens 50% abgenommen hat.

6. Machen Sie dabei die Erfahrung, dass spontane oder absichtlich provozierte Gedanken nicht dazu führen, in die Wirklichkeit umgesetzt zu werden. Sie können etwas denken und müssen es deswegen keinesfalls ausführen. Der Gedanke, jemand etwas anzutun, fremdzugehen, etwas zu stehlen usw. stellt immer eine Möglichkeit dar, ob Ihnen das passt oder nicht. Etwas zu denken, ist eine Sache, etwas auszuführen, eine andere Sache. Dazwischen liegt der Bereich der menschlichen Freiheit. Sie unterliegen der „Magie des Denkens“, wenn Sie glauben, dass Gedachtes gleich Wirklichkeit wird.

7. Wiederholen Sie eine Übung am nächsten Tag und verlängern Sie die Zeit der mentalen Konfrontation, wenn eine bestimmte Zwangsbefürchtung in ihrem bedrängenden Effekt nicht geringer werden sollte.

8. Konfrontieren Sie sich im Laufe der Zeit auch mit den ärgsten Zwangsbefürchtungen, ohne Rituale einzusetzen. Wenn Sie dies nicht tun und mit teilweisen Erfolgen bei weniger belastenden Zwangsbefürchtungen zufrieden sind, besteht die Gefahr, dass Ihre Störung bald wieder stärker auftreten und schließlich doch zu zeitaufwendigen Zwangshandlungen und gedanklichen Ritualen führen wird.

9. Verwenden Sie dieses Selbsthilfeprogramm für Zwangsgedanken auch dann, wenn Sie primär unter Zwangshandlungen leiden, weil diese letztlich durch Ihre nicht aushaltbaren Zwangsgedanken ausgelöst werden.

10. Anstelle von kognitiven Ritualen können Sie bei anfänglichen Schwierigkeiten in der Konfrontation mit Ihren Zwangsbefürchtungen entspannendes Ausatmen einsetzen, um diese ohne massive körperliche Verspannungen besser ertragen zu lernen.


von bienchens - am 23.01.2006 12:30

@bine

hallo bine,
das werde ich mir heute abend mal in ruhe durchlesen!
vielen dank

von bibo - am 23.01.2006 13:06
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