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Informationen zum Thema:
Forum:
Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
milia, Constanze1104, Nadine, Joy, midlife

Bin ich süchtig nach Angst?????

Startbeitrag von milia am 30.01.2006 14:17

Ich bin ja schon seit 13 jahren "angstkrank" und manchmal hab ich das Gefühl, dass es in Schüben verläuft. Es ging jetzt über 4 Monate relativ gut und seit einigen Tagen hab ich dann schon wieder eine permanente Unruhe gemerkt. Bis es dann gestern zu großen Coup kam. In Kurzform. Roter Fleck auf der Brust -> Brustkrebs???? Knoten gesucht und natürlich auch welche gefunden (hab ich aber immer). Abends merk ich auch unter den Achseln meine LK ziemlich deutlich-> Leukämie??? Dazu würd auch meine Müdigkeit passen. Früh Durchfall-> doch Darmkrebs? Den vermute ich ja schon lange. Meine Güte kann ich mich nicht mal entscheiden, welchen Krebs ich nun haben will????????
Wollte heut eigentlich gleich zum Frauenarzt. Aber der Prof. hat mal hier irgendwo geschrieben, dass man nicht gehen soll, wenn die Peinlichkeit schlimmer ist als die Angst. Außerdem ist der rote Fleck schon weniger. Heut früh war er größer *schock*, aber nachgedacht: Hab ja auch gestern ständig daran rumgedrückt, ob da nicht doch vielleicht was drunter ist.
Aber was ich mir als Brücke erlaubt hab: Ich muss nächste Woche eh zur Herzkontrolle etc., weil ich Scharlach hatte. Da lass ich gleich den Check up 35 machen. Den hab ich zum ersten und letzten Mal mit 27 gemacht! Am Anfang meiner Geschichte mit der scheiß Angst.

Antworten:

Milia!

Wie gut ich das nachvolziehen kann, was du da schreibst. .. Ich meine, als Mann ist Brustkrebs zwar relativ unwahrscheinlich, aber sogar daran hab ich schon mal gedacht. - Nur meine Angst ist größer als die Verzweiflung wegen meiner Angst und Sorge. Ein unglaubliocher Teufelskreis, aus dem ich mich zwar herausnarkotisieren kann (Sport / Disziplin / etc.) aber nicht wirklich herausbewegen.

Sitze nun hier und warte auch die Ergebnisse meiner Immunologie-Untersucheung von vor 2 Wochen (morgen sollen die Ergebnisse da sein) und harre der furchtbarsten Dinge, die man sich nur vorstellen kann. - Wird wohl eine harte nacht und ein harter Tag morgen für mich, bis dann das eine oder andere definitiv ist.

Also, sei zumindest sicher, dass du nicht allein bist.

Ich denk an dich

Midlife

von midlife - am 30.01.2006 14:28
Hallo Milia,

ich weiß nicht, ob man das Sucht nennt, denn ich denke, daß es dir lieber ist, keine Angst zu haben und bei Süchten steckt ja immer auch etwas Positives drinnen. Es sei denn du siehst einen Vorteil daraus, so wie das Verena einmal geschrieben hat. Das du zum Beispiel mehr Verständnis oder Hilfe und Mitgefühl bekommst, wenn du deine AS hast? Aber ansonsten ist es sicher keine Sucht, sondern ein übles Laster, was eintweder anerzogen, angeboren oder selbst angeeignet oder wie wir denken einfach passiert ist.

Wir alle kennen diese Art von ständig wechselnden Krankheiten, die psychischer Natur sind und viele von uns leiden daruner - auch ich leider.
Es ist schlimm wie sich ein Gedanke im Kopf festsetzt und sich da drinnen so einnistet, daß man kaum an etwas anders denken kann und die Angst wächst dadurch und wieder passierte etwas anders, bis wir schließlich ganz verunsichert sind.

Es liegt jetz auch an uns, das zu druchschauen und den Kreislauf zu unterbrechen. Z.B. in dem wir uns sagen, ich weiß genau was das ist, das ist die Angst, sie spielt mir einen Streich, aber in Wirklichkeit bin ich gesund, dann zeigst du der Angst die lange Nase und kurz drauf geht es wieder. Und die 4 Monate wo es dir jetzt besser ging, da kannst du Kraft schöpfen um bei dem nächsten Überfall gut gestärkt und gewaffnet zu sein.

Ich wünsch dir alles Gute und viel Kraft dabei,
lg Joy

von Joy - am 30.01.2006 14:30
Hallo . Also süchtig????? ne das wehr ja fartal :hot: :eek: :D . Ich wechsel im moment auch von Infarkt bis Schlaganfall. Vorherr war es so das ich Darmkrebs hatte, dann Lunge, Hirntumor usw. Es ist im moment die Hölle. L g Nadine, und denk immer Du bist Gesund

von Nadine - am 30.01.2006 14:54
Was ist eine Immunologieuntersuchung? Hey, es gibt was, was ich nicht kenne... kommt auch selten vor. Das Wort an sich klingt ja ganz harmlos...

von milia - am 30.01.2006 15:22
Also ich hab bestimmt keine Angst, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber ich denke ich bin ein bisschen süchtig nach der Erleichterung. Dass der Doc meint "Es ist alles OK"
Ich wär auch schon froh, wenn ich einfach mal die Kontrolle abgeben könnte, dass ich denken könnte " Ich geh ja eh nächste Woche wieder zum Brustultraschall..." Aber selbst das ist ja auch keine Sicherheit. Man muss wahrscheinlich damit leben lernen, dass jederzeit was Schlimmes passieren kann- ohne dass man ständig drüber nachdenkt.
Allerdings überleg ich manchmal, wie schön es wär, mal komplett durchgecheckt zu werden, dann hätte die Angst wenigstens eine zeitlang keinen nahrhaften Boden. Aber ich hab es ja sogar fertiggebracht, 5 Wochen nach einer Mammographie schon wieder beim Doc zu hocken, wegen einem großen Knoten...

von milia - am 30.01.2006 15:27
Du Arme!
Aber mir hilft dann schon immer der Gedanke, dass allein die Angst, jeden Tag was anderes zu haben, eigentlich zeigt , dass die Angst unberechtigt ist. Denn man hat wenn nur einen Krebs. Denke, hoffe ich zumindest.

von milia - am 30.01.2006 15:38
Hi Midlife,
was ist denn eigentlich aus Deiner Immunologie-Untersuchung geworden? Was wird denn da geguckt? Ich finde es echt Wahnsinn, was manche von Euch für Untersuchungen bekommen. Mein Arzt guckt mich immer nur an, tätschelt mir quasi die Schulter sagt "Sie sind ganz bestimmt kerngesund. Und wenn Sie müde sind, kaufen Sie sich einfach mal eine Packung Centrum. Das haben viele im Moment!"
Liebe Grüße
Constanze

von Constanze1104 - am 03.02.2006 13:13
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