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Diskussionsforum-Angststörungen
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9
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
ripcurl, katarinchen, Sonny-Kassandra, Andrea(IrishRose), Bobo, Nixesissy, Andrea, Joy

Gestern war's soweit ...

Startbeitrag von Andrea am 10.02.2006 09:27

Hallo!

Gestern hatte ich ja meinen 1. Termin beim Psycho-Doc. Was soll ich sagen - ich war fast 2 Stunden bei ihm in der Praxis und wir haben viel geredet (wobei ER für meine Verhältnisse irgentwie zu viel geredet hat und ich zu wenig zu Wort kam) ... viel Neues im eigentlichen Sinne hat er mir nicht gesagt - also nichts, was ich nicht schon in den Büchern über PA und hier auf der Website gelesen hätte - aber es war dennoch recht gut es nochmal "in Person" zu hören. Er hat die Diagnose PA bestätigt und hat halt versucht mir zu erklären wovon sowas kommen kann und wir haben nach "Ursachen" in den letzten Monaten bevor es losging gesucht (und sind auch an vielen Punkten fündig geworden) ... nun ja ... nun soll ich das alles was er mir erzählt hat erstmal "sacken lassen" und in 3 Wochen habe ich dann den nächsten Termin bei ihm. Als Therapieansätze nannte er mir 1. eine medikamentöse Therapie mit Trevilor Retard 75 g und 2. eine Konfrontationstherapie (wobei wir dann beschlossen haben, dass eine Konfrontationstherapie bei mir nicht viel nützen würde, da ich ja im eigentlichen Sinne noch kein Vermeidungsverhalten habe und die PA nicht immer in bestimmten Situationen auftreten (wie z.B. im Supermarkt etc.) sondern losgelöst von Zeit und Ort ...)!!! Auf jeden Fall habe ich mir heute die Trevilor Kapseln aus der Apo geholt und werde gleich heute damit beginnen ... wenn ich allerdings so die Packungsbeilage lese wird mir auch ganz anders - da stehen als Nebenwirkungen Schwindel, Kribbeln in den Gliedmaßen, Herzrasen ... HEY ... das ist doch gerade das, was ich LOSWERDEN will und nicht noch als Nebenwirkungen haben will :( Nimmt jemand hier vielleicht auch diese Kapseln und hat Erfahrung damit?!? Würde mich wirklich sehr interessieren ... aber ich denke, einen Versuch ist es wert - ich will endlich wieder Tage ohne diesen Schwindel und dieses komische benommene Gefühl erleben!!!!!
Was ich bei dem Therapeuten so ein Bisschen vermisst habe ist, dass er es irgentwie nicht richtig geschafft hat, mich zu beruhigen (und das hatte ich mir eigentlich irgentwie versprochen/erhofft) ... als ich ihn fragte was ich denn in den Situationen tun kann meinte er einfach "Sie müssen es aushalten." ... okey - ist mir klar - aber er hat mir irgentwie nicht die Angst genommen im Sinne von "Es kann nichts schlimmes passieren ..." oder so - versteht Ihr?!?

Egal ... ich hoffe jetzt voll und ganz auf die Medis und hoffe ich mache keinen Fehler wenn ich sie nehme ... vielleicht hilft es ja?!?

Liebe Grüße an Euch alle ... Andrea (IrishRose - da es jetzt hier mehrere Andreas giebt werde ich jetzt immer diesen Nick mit dazuschreiben um Verwechslungen vorzubeugen *g*)

Antworten:

Hallo Andrea,

ich verstehe total was du meinst. Ich hab auch so viele AW und Beruhigung bei meinem Therapeuten gesucht und von dem gar nichts bekommen. Ich bin draufgekommen, daß ich mir selber besser helfen kann. Ich versuche schon wieder eine Therapie, aber meine war nicht das Gelbe vom Ei.

Ich nehme keine Medi´s daher kann ich dir da nichts raten, aber ich habe viel drüber gelesen und gehört, daß NW Anfangs normal sein sollen. Die vergehen dann nach 2-3 Wochen. Die erste Zeit ist sicher nicht einfach, aber man soll auch nicht abbrechen, wenn man mal angefangen hat, denn nach diesen 3 Wochen, sind diese Beschwerden angeblich ganz vorbei.

Wie gesagt, in Punkte Medi´s bin ich keine große Hilfe, sorry. Meinst du, daß deine Situation ohne Medikament wirklich nicht zu schaffen ist? Wenn ja, dann geh es in Ruhe damit an, wenn nein, dann warte noch ein bisschen, ob es ohne auch zu schaffen ist. Das Medikamtent hilft dir wieder klar denken zu können und deine Gedanken sortieren zu können, die innere Arbeit, bleibt aber damit nicht aus ;-)

Alles Gute für deine Entscheidung,
Joy

von Joy - am 10.02.2006 10:52
.

von Nixesissy - am 10.02.2006 11:01
hi andrea
ich kenn das medikament auch nicht. ich nehme fluoxetin.
hatte die erste zeit auch ziemliche panik vor den nebenwirkungen, die waren zwar da, aber halb so wild. und wie schon sissy meinte, sie vergehen nachdem man sich ans medi gewöhnt hat.
hab mich auch lang geweigert medikamente einzunehmen, aber es stimmt, sie stabilisieren dich und dadurch kannst du deine tatsächlichen probleme mal angehen (die verhaltensmuster, die du wahrscheinlich jahrelang aufgebaut hast, und die dann in panikattacken gipfeln - zumindest is es so bei mir *gg)
wie auch immer: eine psychoterapie oder das beschäftigen mit den ursachen kann das medikament allein nicht ersetzen! (meine persönliche meinung)
wünsch dir alles gute!

achja: und ich war auch entäuscht, als ich von meiner ersten sitzung kam und eigentlich mehr fertig war als davor. aber ich sehe das so: ich hab mich jetzt umgedreht und meinen monstern ins gesicht geschaut. klar dass das schockiert! aber es wird besser! ;-)

verena

von ripcurl - am 10.02.2006 11:16
hallo andrea,

das medi kenne ich leider nicht..... nu mit den nebenwirkungen ist das auch immer so
eine sache....mein hausarzt hat mal gesagt, dass müsse der hersteller alles reinschreiben
um sich abzusichern....wenn man das vorher liest, kanns schon passieren, dass man
sich nebenwirkungen auch einbildet....
nur den termin bis zu nächsten therapie den halte ich etwas für zu lange.....
meine therapeutin meint, dass sollte man schon wöchentlich machen....
im höchstfall sollten gerade mal 14 tage dazwischen liegen....

bei meiner therapeutin da bin ich eigentlich diejenige, die am meisten spricht.....

lb.gr.bo

von Bobo - am 10.02.2006 11:39
Danke Euch allen für die Antworten. Das die Medikamente allein nicht die Lösung sind ist mir schon klar, und mir sind auch einige Verhaltensmuster bewusst an denen ich arbeiten muss um "aus der Sache wieder heraus zu kommen" (also Verhalten von mir, das letztendlich Step by Step hin zur PA geführt hat) ... aber ich denke ich würde es dennoch gern versuchen mit den Medis, einfach um erstmal wieder ein Bisschen Aufschwung zu bekommen und diese Ständige Angst ein Bisschen zu verringern (bzw. die Symptome) ... dass es keine "Wunderpillen" sind mit denen meine Probleme von heute auf morgen weg sind ist mir auch klar ... aber vielleicht eine kleine Hilfe auf meinem vor mir liegenden Weg?!? Klar ist es ein relativ heikles Thema und in dieser Beziehung muss letztendlich jeder selbst für sich eine Entscheidung treffen ... was aber nicht so einfach ist. Aber wenn ich das Für und Wider abwäge, dann denke ich doch, dass ich es versuchen werde mit Medis ... es kann ja eigentlich nur bergauf gehen ... hoffe ich.

Liebe Grüße - Andrea

von Andrea(IrishRose) - am 10.02.2006 12:45
recht hast du!
alles gute

von ripcurl - am 10.02.2006 12:54
Ich habe für mich diesen Weg gefunden und nehm ein Medi.
Wenn Du an einen Punkt bist, wo es nicht mehr geht, wo Deine Lebensqualität derart eingeschränkt ist - dann ist das der richtige Weg. Ich konnte nichts mehr an Anweisungen befolgen, was meine Thera mir empfohlen hatte. Ich drehte mich quasi im Kreis.

Nun nehm ich seit Dez. ein Antidep - und es geht aufwärts!
Nein, die Angst ist nicht spurlos verschwunden - aber ich bin wieder absolut handlungsfähig geworden!!!!! Ich kann in der Angstsituation wieder klar denken und Bewältigungsstrategien anwenden!!!!! Ich fange wieder an zu leben und zu genießen und meine Familie freut sich mit mir! Meinen Kindern geht es viel besser weil ich ausgeglichener bin!

Ja, es können zu Beginn Nebenwirkungen auftreten, die nicht so toll sind - aber nach 2-3 Wochen vergehen diese. Es ist zum aushalten und es lohnt sich diese Zeit durchzustehen. Wirklich.
Medis UND Therapie finde ich gut. Die Hintergründe der Angst müssen bearbeitet werden, Du mußt Dein Verhalten ändern - und dabei unterstützt Dich das Medi. Nur Pille einwerfen würde nichts bringen, das hast Du absolut richtig erkannt.

Wenn Du noch Fragen hast, frage ruhig!

Nimm Dir Zeit für diese Entscheidung und dann stehe dazu!!!!!

von katarinchen - am 10.02.2006 13:10
Hy Andrea!

Ich verstehe Dein Problem total!! Ich war nicht nur bei einem Therapeuten! Das Wichtigste (für mich) war bzw. ist, dass man sich verstanden fühlt und Dir die Angst vor der Angst genommen wird, oder Du zumindestso fühlst! Ich selbst habe seit ca. 7 Jahren Angst- und Panikattacken und ich kann Dich beruhigen, mit der Zeit lernt jeder auf seine Weise damit umzugehen! Wenn Du das Gefühl hast er versteht Dich nicht, oder er redet zuviel, ist es sehr wichtig, dass Du ihm das auch sagst! ! !
Und wenn es gar nicht besser wird, hat man mir gesagt, sollte man einen Wechsel in Betracht ziehen!

Auf alle Fälle finde ich es super, dass Du Dich zu einer Theraphie entschlossen hast!!

Herzlichst Sonny_Kassandra

von Sonny-Kassandra - am 10.02.2006 18:39
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