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Informationen zum Thema:
Forum:
Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 12 Monaten
Beteiligte Autoren:
Brischit75, Dani, Nadine, Theda, Claudia (die alte)

kopf- gesichtsschmerzen

Startbeitrag von Brischit75 am 02.11.2006 17:00

hallo zusammen,
ich leide seit etwa 4 jahren an einer angststörung. begonnen hat alles mit einer pa abends im bett. eigentlich sollte alles gut sein. 2 bezaubernde töchter, frisch verheiratet, haus gebaut (alles!!!!!! innerhalb von 2 jahren) und kurz vorm einzug ins neue haus die erste pa, die mein leben veränderte. seit dem habe ich sämtlich ängste ein- bzw. mehrmals durchgemacht. gehirntumor, herzinfarkt, lungenkrankheit, krebs, raucherfuß (habe dann aufgehört mit rauchen) schizophrenie,....auch untersuchungen habe ich schon die eine oder andere über mich ergehen lassen: ct, mrt, ekg, lungenfacharzt,.....oft frage ich mich, wie ich es schaffe, dass ich mich immer wieder aufraffe. ich unternehme sehr viel mit meinen kindern, mache viele besuche,..kurz gesagt, ich lenke mich ab (oder laufe davon) ansichtssache. mein aktuelles problem ist wieder einmal der kopf - viel mehr das gesicht. ich habe laufend schmerzen. unter den augen, an den schläfen, dann doch wieder eher am hinterkopf. hno-mäßig ist alles abgeklärt. morgen habe ich einen termin bei einer neurologin, die die nerven überprüfen soll. die wird wahrscheinlich auch wieder nichts finden und ich weiß wieder einmal nicht, wo meine schmerzen herkommen und ob ich nicht doch eine schlimme krankheit habe. auch habe ich ein pulsieren im kopf (blutdruck wurde schon überprüft) kennt das jemand???? es würde mir sehr helfen, wenn mir jemand rat geben könnte.
lg brischit

Antworten:

Hallo, Du Arme. Ich kenne das zu gut, ich war auch schon bei zig Ärzten. Habe angst vor einem Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs ganz schlimm. Ich habe vier Mädchen, bin glücklich Verheiratet, habe auch ein Haus, und bekomme ständig zu hören, was willst Du eigentlich, dir müsste es doch so gut gehen :rolleyes: aber das tut es nicht. Mir tut gerade mein Kiefer weh, und ich sitze hier und habe angst das was passieren könnte, auch leicht Taub ist es. Darf ich fragen wie Alt Du bist? Ich bin 30 und leide seit Sieben Jahren unter meiner Angst. Dazu kommt noch ., das ich sehr unter meinen Extrasystolen leide. So muß meine kleine ins Bett bringen. L g Nadine

von Nadine - am 03.11.2006 12:23
hallo nadine,
da haben wir ja ziemlich die selbe leidensgeschichte. zudem sind wir beinahe gleich alt. ich bin 31 jahre alt. es tut gut, von jemandem zu hören, dem es genau so ergeht. das nimmt mir - für den moment zumindest - die angst, dass ich schon verrückt bin.
das mit deinem kiefer kann eine verspannung der kiefermuskulatur sein. oft ist es bei mir z.b. so, dass ich bei großer angst bemerke, dass ich die zähne ganz fest zusammenbeiße - das kommt auch nachts vor. danach habe ich auch ganz oft ein komisches gefühl - vorwiegend aber am unterkiefer.
wie alt sind deine mädels? vielleicht hast du lust, mit mir per e-mail in kontakt zu treten?? ich würde mich freuen.
lg brigitte

von Brischit75 - am 03.11.2006 15:45

Hallo Brigitte,

willkommen im Club. Ich leide seit nunmehr fast 2 Jahren an meiner Angststörung. Mittlerweile geht es mir schon wieder sehr gut, abgesehen von diversen Krankheitsängsten, die mich immer wieder heimsuchen. Aber ich habe gelernt, damit zu leben, mehr oder weniger. Ich möchte nicht jammern, aber ich hatte echt schon schlimmere Zeiten. Bei mir ging alles nach der Herz-OP meines Sohnes los, war der Auslöser, die Ursachen lagen woanders. Hatte vorher auch ziemlich viel durchgemacht, wie wohl alle hier im Forum. Nur hat man es gar nicht als solches realisiert, bis der Körper dann mal die Notbremse zog.

Dieses Pulsieren im Kopf kenne ich auch. Ich hatte es immer an der Schläfe, vorrangig abends. Ist etwas komisch, ich hatte immer Angst, mir platzt gleich eine Ader im Kopf. Aber wie du siehst, lebe ich immer noch. Aber es ist schon eklig, diese diversen Krankheitsängste. Ich habe auch schon zig Untersuchungen durch (4 x EKG, Echokardiographie, CT Kopf, Sonographie Nieren, Blutuntersuchungen, Mammographie, alles i. O.). Im Frühjahr habe ich mir 2 Knoten in der Brust entfernen lassen. Da war ich auch fertig. Zum Glück alles i. O. ich habe eine fibrozystische Mastopathie. Jetzt habe ich da schon wieder einen kleinen Knubbel, der sich immer vergrößert, wenn ich kurz vor der Regel bin. Sonst merke ich ihn kaum. Ich mache mich jetzt aber nicht mehr verrückt, ich versuche es zumindest. Aber es ist nicht immer einfach.

Ich hatte auch schon die dollsten Krankheiten und Symptome, die durch die Angst ausgelöst wurden. Aber sie waren wirklich da. Mein Neurologe erklärte mir dann, daß wenn man sich z. B. 2-3 Tage einredet der Magen tut weh, tut er am 4. Tag wirklich weh. Ich hätte selber nie für möglich gehalten, was die Psyche alles anrichten kann.


LG Claudia (die alte)

von Claudia (die alte) - am 04.11.2006 17:18
Hallo. Sorry mein Pc spinnt im moment total, deshalb kann ich erst jetzt zurück schreiben. Meine Kinder sind 13 Janina 8 Michelle 6 Kiara -Joyline und Antonia 15 Monate. Wie ist deine Email

von Nadine - am 06.11.2006 15:05
Hallo Brischit!
Der Eintrag könnte fast von mir stammen. Ich habe 2 Kinder, bin glücklich verheiratet und habe ein hübsches Haus. Bei mir hat auch alles mit einer PA nachts im Bett angefangen. Ich wollte mich gerade nach dem Füttern meiner kleinen Tochter wieder ins Bett legen, als ich plötzlich keine Luft mehr bekam. Mir war Schlecht und mir schnürte es denn Brustkorb zusammen, dann fing ich plötzlich total zu zittern an (hatte Angst zu sterben-glaubte ich bekomme einen Herzanfall). Mein Mann musste mich ins LKH einliefern lassen, wo alles untersucht wurde - mit dem Ergebnis - alles in Ordnung (vielleicht zuviel Stress). Danach kamen diese Attacken immer wieder (meistens abends)und jedesmal glaube ich wieder, dass ich tot krank bin. Ich habe aber schon sämtliche Untersuchungen hinter mir. In letzter Zeit habe ich auch immer so einen Druck im Kopf, auch an der Schläfe und meine Augen tun oft weh, meistens wird mir dann auch flau im Magen. Ich habe dann immer Angst einen Tumor zu haben, da ich mir dieses Kopfweh nicht erklären kann. Nach einer Schilddrüsenuntersuchung habe ich wegen meiner angegebenen Symptome Tabletten bekommen, obwohl die Schilddrüse an sich in Ordnung ist. Komischerweise habe ich seitdem nicht mehr so viele Panikattacken. Ausser diese komische Kopfweh kommt abends oft und ich trau mich nicht immer im Schlafzimmer zu schlafen, da hier die Panikattacken angefangen haben, dann bleib ich einfach im Wohnzimmer und warte bis ich so müde bin, dass ich vorm Fernseher einschlafe. Schlimm ist die Situation auch desshalb, da meine Kinder 1 1/2 Jahre und 3 1/ 2 Jahre alt sind.
Vielleicht kennst Du ja schon einen Ausweg aus dieser Misere und kannst mir Tips geben?
lg Dani

von Dani - am 11.11.2006 20:24
Liebe Dani,
ich glaubs ja nicht. Deine Geschichte ist meine Geschichte. Dieser Kopfdruck, als würde jemand einen Luftballon in meinem Kopf aufblasen. Auch bei mir ist es abends schlimmer. Auch das Einschlafen vor dem Fernseher kenne ich nur zur Genüge. Ich habe einen kleinen Fernseher in mein Zimmer gepackt. (oft einmal gibts es aber deshalb Streit mit meinem Mann)
Früher habe ich den Fernseher laufen lassen, bis ich eingeschlafen bin, in der Hoffnung, das mich die Angst nicht packt, und das ich keine Zeit zum nachdenken habe. Habe dann aber eigentlich nie wirklich einen erholsamen Schlaf gehabt. Heute mache ich es anders. Wenn ich sehr müde bin, schalte ich den Fernseher aus. Oft hat mich anfangs die Angst gepackt, Herzklopfen, HeißKaltSchauer usw. (das wirst Du ja alles kennen) aber ich habe es BEWUSST ausgehalten. Das heißt, ich habe sso quasi auf die Angst gewartet, und sie dann ausgehalten (meistens jedenfalls) und sie ist immer seltener gekommen. Zumindest die körperlichen Reaktionen haben stark nachgelassen. Was nicht heißt, dass ich die Angst gar nicht mehr zu spüren bekomme. Aber zumindest das mit dem Einschlafen funktioniert nicht schlecht.
Ich glaube ganz ehrlich, dass es für Dich ganz, ganz wichtig ist, das ´Du in Deinem Zimmer schläfst. Auch wenn Du "die Hosen richtig voll hast". Leg Dich hin und versuch die zu entspannen.Und halte Deine Gefühle aus. Du wirst daran nicht sterben. Bei mir kommt die Angst auch erst dann, wenn ich die Augen schließe. Ich zwinge mich, die Augen geschlossen zu halten. Das ist für mich sehr schwierig, weil ich auch die Angst habe, vielleicht mache ich sie dann nie wieder auf. Aber auch ich lebe immer noch!!!!!!!!
Kennst Du die Muskelentspannung nach Jacobson??
Deine Kopfschmerzen kommen bestimmt von einer permaneten Muskelanspannung. Spannungskopfschmerzen. Ich glaube, wir müssen lernen, diese Schmerzen anders zu beurteilen. Nicht immer, wenns wo zwickt, ist gleich ein Tumor in der Nähe. Ich kanns aber leider auch noch nicht wirklich. Vielleicht können wir uns ja gegenseitig ein wenig unterstützen.
Deine Kinder sind in einem lieben, aber blödem Alter. Wollen alles, können aber eigentlich noch nicht wirklich was. Sehr anstrengend. Ich weiß, wovon ich rede. Von wo bist, wenn ich fragen darf?
Ich würde mich freuen, bald noch mal von Dir zu hören.


von Brischit75 - am 15.11.2006 19:54
Liebe Nadine,

wann ist bei Dir die erste Panikattacke aufgetreten? Hast Du "Erfahrungen" mit Schwangerschaft/Geburt und Panikattacken?

Viele Grüße
Theda

von Theda - am 22.11.2006 11:47
Hallo Brischit!
Danke für Deine Antwort. Ich antworte leider erst jetzt, da ich mit mir beschäftigt war. Ich habe ein bösartiges Muttermal entfernen müssen und das ist ja nicht besonders förderlich für die Verarbeitung meiner Ängste. Bei mir ist es auch so, wenn ich vorm Fernseher einschlafe, habe ich natürlich auch nicht den erholsamen Schlaf. Leider sind meine zwei Kleinen im Augenblick krank und wachen nachts andauernd auf. 1, 2 mal halt ich das ja schon aus, aber wenns öfter ist und ich immer wieder aus dem Schlaf gerissen werde, wird mir heiß und schlecht und ich muss ins Wohnzimmer gehen und dort ein paar Runden laufen um wieder runterzukommen. Leider ist dies für meinen Mann auch nicht immer leicht, da er dann derjenige ist,der
auf die Kinder schauen muss und morgens früh zur Arbeit muss. Ich habe dann immer Angst, dass auch er bald überfordert ist, da er in der Firma auch immer total viel Stress ausgesetzt ist.
Bei mir ist auch immer die Angst da, die Augen zu schließen. Besonders die Finsternis halte ich schlecht aus, meist lasse ich das Nachtlicht meiner Kinder brennen, dann kann ich zwar einschlafen, aber ich wache dann immer etwas später wieder auf, da das Licht beim Schlafen stört. Vorallem hätte ich nie gedacht, dass mir so etwas passieren könnte. Seit ich diese PA habe, ist mir erst bewusst, wie viele Menschen darunter leiden und es hilft darüber zu reden und zu sehen, dass man nicht allein mit seinem Problemen ist und doch noch nicht verrückt ist.
Ich hoffe nur wir schaffen es wieder einmal ein ganz normales Leben zu führen. Ich muss auch dazu sagen, dass alles schon besser ist. So schlimm wie am Anfang war es schon länger nicht mehr, aber meistens, wenn ich glaube, jetzt hab ich es geschafft, hauts mich wieder zurück.
Ich wünsch Dir auf alle Fälle alles Gute
PS: Ich bin aus der Obersteiermark
Lg Dani

von Dani - am 02.12.2006 21:59
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