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Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
babymoppel, Wolfgang, elisabeth, sterndlberndl

ich kann nicht mehr

Startbeitrag von babymoppel am 11.11.2006 10:04

hallo, ich kann nicht mehr, jetzt setzt mich mein lebensgefährte auch noch so unter druck. Wenn kein geld reinkommt müssen wir uns trennen. Mein kleiner Sohn ist 4 Jahre alt, ich weiss einfach nicht mehr was ich machen soll. Die Krankenkasse hat mein Krankengeld gesperrt. Ich soll wieder arbeitsfähig sein laut dem Med. Dienst. Mein Neurologe hat mich aber krankgeschrieben. Ich kann einfach nicht mehr. Mir geht es jeden Tag schlechter. Seit ich im März für 6 Wochen in Reha war geht es mir schlechter als vorher. Ich habe schon Widerspruch eingelegt, der ist aber abgelehnt worden. Ich bin zum Sozialgericht gegangen und habe eine einstweillige Verfügung beantragt. Ich weiss nicht mehr wie ich meine Rechnungen bezahlen soll, geschweige denn meinen kleinen Sohn ernähren. Mein Lebensgefährte macht es auch nicht mehr mit und schmeisst mich raus. Vielmehr er hat gesagt er nimmt sich eine kleine Wohnung und bezahlt den Unterhalt für meinen Sohn. Er muss noch für 2 Kinder und seine Exfrau Unterhalt zahlen. Ich verstehe es ja mit dem Geld, aber ich weiss auch nicht mehr was ich tun soll. Ich muss doch für meinen kleinen da sein. Er fragt schon immer Mama warum weinst du denn. Weiss jemand einen Rat für mich.
Völlig verzweifelt
Babymoppel

Antworten:

hallo,

hm, ich hab grad deine zeilen gelesen, du hörst dich wirkich sehr verzweifelt an und das tut mir sehr leid.

Hm, leider kenn ich mich mit sozialgericht und so nicht aus,
aber ich dachte mir, wenn dich der neurologe krankschreibt, dann gilt das.

ich würde deinen therapeuten und deinen neurologen drauf ansprechen, sie fragen, was sie dir vorschlagen, wenn du das gefühl hast, dass es dir jeden tag schlechter geht. weiß ja nicht, ob du medi nimmst, aber vielleicht würde dir ein gutes AD helfen. ich hab schon sehr oft von den positiven erfahrungen gelesen.
außerdem noch mal in ruhe mit deinem freund über die situation (finanzen) sprechen, er sollte ja auch eine stütze für dich sein. ist auch für ihn nicht einfach, ich weiß es eh, aber trotzdem sollte er für dich da sein und dich nicht unter druck setzen , denn so wird es länger dauern, bis es dir wieder besser geht und du wieder arbeiten gehst. denk ich mal.
ich hab selbst schon weiß nicht genau, aber ca. 13 jahre eine angststörung und war auch schon öfters am boden, kenn dieses gefühl, dass es nicht besser wird, diese angst nicht mehr aus dieser spirale herauszukkommen. sehr schlimm war es auch, als mein sohn nicht in die schule gehen wollte, weil er angst hatte mich allein zu lassen ABER ich hab es geschafft und auch bei dir wird es wieder besser werden. mit hilfe deines therapeuten oder neurologen und wie gesagt medis würden denk ich mir eine gute hilfe sein.
hm, leider hab ich keinen richtigen rat für dich, weiß jetzt gar nicht ob ich dir geholfen hab...

wünsch dir alles liebe und es wird wieder besser, du musst dran glauben und ach ja vielleicht hilft es dir, dass du dir positive sätze auf zettel geschrieben in der wohnung verteilst, hört sich komisch an, hilft aber wirklich.

lg
elisabeth




von elisabeth - am 11.11.2006 20:57
hallo!! also bei mir war es auch ganz schlimm ich rate dir mach sport das hilft glaube mir!! fang an dich zu bewegen gehe joggen oder schwimmen du musst es dir einteilen so wie es geht bei dir!und wenn du glaubst es geht net ! es geht es geht !!dir wird es besser gehen zwinge dich dazu
allles liebe! hast du msn?? meine msn adresse ist sterndl_berndl@hotmail.com wenn du willst kannst mit mir in kontakt treten würd mich freun! also bis dann sterndl

von sterndlberndl - am 12.11.2006 00:28
Hallo,

Du fragst, was Du machen sollst: Versuche Deinen unüberschaubaren Zustand etwas zu ordnen:

Mein Vorschlag:

1) telefoniere mit Deinem Neurologen, oder Hausarzt, was ist, wenn Du zur Zeit wirklich absolut nicht kannst. Was passiert in diesem Fall? Die müssen doch soetwas kennen.

2) Telefoniere mit dem Amt, oder mit der Institution, die Dich jetzt zum Arbeiten schicken will. Sage denen, daß Du zur Zeit nicht kannst, em Ende bist und sie Dir sagen sollen, was Du jetzt machen machen solst. Es muß dafür ja eine Vorgehensweise aus Amtssicht geben.

3) Natürlich ist es keine Lösung bis ans Lebensende zuhause zu sein, weil man nicht mehr kann. Deshalb werde Dir klar, was notwendig ist, um über die Runden zu kommen und versuche das auch durchzuziehen. Damit meine ich Dinge wie Einkaufen, Post durcharbeiten, Sohn versorgen ...

4) Also verhungern tut in Deutschland wohl niemand mehr. Wenn Du überhaupt kein Geld hast, gehe aufs Sozialamt und schildere Deinen Fall. Dann mal weitersehen.

5) Was ist mit Deinem bisherigen Arbeitgeber? Nimm it dem Kontakt auf und rede über Deine Situation. Es hat ja keinen Sinn mehr in Deinem Fall, hier noch zu tarnen und täuschen. Im schlimmsten Fall gibt es keinen Basis mehr für eine Zusammenarbeit. Abver vielleicht gibts auch einen Ausweg.

Also kurzum: Notiere alles, was gemacht werden muß, um die Situation etwas zu entspannen. Und dann mache einen Aktionsplan. Heute rufe ich dort an, morgen mache ich das .... auf Papier zum abhaken.

UNd wegen Deinem Lebensgefährten: Da herrscht ja wohl totale Schieflage. Überlege selbst, ob und wie es überhaupt zwischen Euch noch funktioneiren könnte. Er hat ja schon massive Drohungen ausgesprochen. Was ist Eure Grundlage der Beziehung? Gibts die noch? Wenn möglich reden, wenn nötig Konsequenzen ziehen.

Gruß

Wolfgang

von Wolfgang - am 13.11.2006 08:41
Hallo Elisabeth, Sterndberndl und Wolfgang, vielen Dank für eure Antworten. Das habe ich auch gedacht wenn mich mein Neurologe krankschreibt dann zählt das. Scheinbar nicht. Ich habe gestern mit dem Sozialgericht gesprochen und der Herr am Telefon war sehr nett und hat mich beruhigt. Ich habe da ja eine einstweillige Verfügung wegen dem Krankengeld beantragt, ich hoffe da bekomme ich etwas. Je länger das dauert umso schlechter geht es mir. Hätte ich das gewusst wäre ich niemals in diese Rehaklinik gefahren. Ich habe diese Krankheit seit 7 Jahren ausgelöst durch Mobbing. Als ich vor 5 Jahren schwanger wurde ging es mir etwas besser. Leider fing es nach der Schwangerschaft mehr oder weniger wieder an. Durch einen Autounfall Ende 2004 hat es wieder ganz schlimm angefangen sodas ich nur bei uns im Ort im Auto mitfahren kann. Vor der Reha konnte ich schon einkaufen gehen und auch mit dem Auto ein paar Kilometer in andere Orte und Städte mitfahren. Das hatte ich mir alles mit meinem Therapeuthen erarbeitet. Nach dieser Reha stehe ich wieder ganz am Anfang. Aber ich werde weiter kämpfen bis ich mein Recht habe.
Liebe Grüsse an alle
Babymoppel


von babymoppel - am 14.11.2006 07:16
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