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Informationen zum Thema:
Forum:
Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Mike, Wolfgang, nirak, MondStein65, Polli

verzweifelt - ich gebe auf....tabletten, ja oder nein?

Startbeitrag von Polli am 05.01.2007 17:10

Hallo!
ich hab schon mal vor einigen monaten vorbeigeschaut, es ging mir aber dann kurz wieder besser.
ich hab seit 2001 mit angst und panik zu kämpfen. damals wusste ich nicht was los ist und hab mich sogar selbst ins krankenhaus einweisen lassen, hat mir aber nicht wirklich geholfen. hab dann tabletten bekommen (gladem) und nach ein paar monaten konnte ich wieder mehr oder weniger "normal" leben.

seit einem jahr hab ich aber wieder verstärkt symptome, bzw. seit dezember bin ich auch arbeitslos. hab gekündigt, da ich die situation dort nicht mehr ausgehalten habe. ich dachte mir eigentlich, dass es jetzt besser wird, da der druck von dieser besch*** firme endlich weg ist. bin jetzt total fertig, weil ich mich getäuscht habe.

ich kann nicht mehr das haus verlassen, in einen anderen ort schaff ich es gar nicht mehr und heute hatte ich einen zusammenbruch...ich gebe auf....ich hab mich seit 1/2 jahr gewehrt wieder mit den tabletten anzufangen, da die nebenwirkungen damals so tragisch für mich waren; aber heut war es so extrem, dass ich jetzt echt kurz davor bin wieder damit anzufangen.
gladem wäre wieder die erste wahl, nur trau ich mich nicht, weil ich die nebenwirkungen so fürchte!!!!!!!
aber im moment weiß ich nicht was schlimmer ist: die tatsache nicht mehr raus zu können, oder die angst vor den tabletten.....

bitte gebt mir einen rat was ich machen soll, bzw. vielleicht könnt ihr mich mit guten argumenten überzeugen, dass ich die gladem wieder nehme.....

bin verzweifelt!

danke
lg polli

Antworten:

Hallo Polli,
kenne Deine Symptome sehr gut, vorallem das Haus nicht mehr verlassen zu können. Ich kann Dir nur raten wieder mit den Medis anzufangen, natürlich mit Abklärung eines Arztes! Obwohl mir immer gesagt wird, man soll sich nicht nur auf Medis stützen sondern wenn überhaupt die Medikament mit einer vernünftigen Verhaltenstherapie koppeln.
Hoffe, Dir etwas geholfen zu haben.
Gruß
Chriss ;o)

von MondStein65 - am 05.01.2007 17:22
Hallo Polli,

also der KH-Aufenthalt hat dir damals nicht weiter geholfen, ich würde an deiner Stelle
auch wieder ein Medikament nehmen. Frag deinen Arzt, es gibt wirklich gute Medis
und du brauchst keine Angst vor einer Abhängigkeit oder eventuellen Nebenwirkungen
haben. Lies am besten den Beipackzettel nicht - warum auch - wenn du eine Kopfschmerz
tablette nimmst - liest du dann vielleicht welche Nebenwirkungen dies Medi haben
kann? Ich bin der Meinung, wenn man mit Medis helfen kann, dann sollte man diese
Stütze auch nützen. Also vielleicht konnte ich dir ja ein Wenig helfen - ich
nehme seit langer Zeit ein Medi und ich kann nur sagen, es geht mir richtig gut.

viele grüße



von nirak - am 05.01.2007 20:22
Liebe(r) Polli,

Deine Worte sind bedrückend. Ich kann Dich verstehen. Es ist schwer in so einer Situation etwas zu raten. Aber versuche trotzdem an was schönes, was Du in Deinem Leben erlebt hast zu denken. Es ist ein reiner Selbstzweck. Hauptsache etwas das Gehirn entlastet, auch wenn es nur wenig ist. Denn es sind auch die "chemischen" Vorgänge im Gehirn, die die Angstreaktionen zur Folge haben. Und da ist es gut wenigstens etwas diesem entgegensetzen zu können.

Und wenn Du schreibst, Du kannst das Haus nicht mehr verlassen. Versuche doch morgen nur einen Fuß weiter weg zu gehen als heute. Auch das wäre in Deiner Situation ein Erfolg. Bitte gib nicht auf und versuche an was gutes zu denken. Die ewige Horrorgedanken reißen einen nur runter.

Gruß

Wolfgang

von Wolfgang - am 05.01.2007 20:55
Moin Polli,
ich leide selber unter Panikattacken. Habe mich damals auch selbst ins Krankenhaus geschleppt und wurde mit Valium ruhig gestellt. Kam anfangs ganz gut, mach nur süchtig, das Zeug wie die meisten dieser Psychopharmaka.
Ich habe mich dort erstmals gut durchchecken lassen, wie Du damals sicherlich auch. Bei mir war alles in Ordnung.
Panikattacken gingen aber nicht weg. Habe dann auf Anraten von Bekannten eine Psychologin besucht, die mir meine Situation erstmals erklärt hat sowie die Ursachen und Möglichkeiten mit Medikamenten aber auch die Möglichkeit über Psychterapeuten und Autogenes Training. Was ich beides sehr empfehlen kann. Autogenes Training bringt nur nicht von anfang an was. Aber mit ein bisschen Übung könnte ich mit komplett aus so einer Attacke rausbringen.

Auf anraten meines Terapeuten habe ich auch mal Antidepressiva (Paroxetin real 20 mg) probiert. Sehr heftiges Mittel. Habe auch schon am ersten Abend nahezu alle beschriebenen Nebenwirkungen bekommen, hatte sogar Haluzinationen von kleinen Dreiecken und Kreisen. Und seitdem lasse ich die Finger von Medikamenten.
Stattdessen nehme ich Homeopatische Mittel wie z. B. Johanniskraut ( Hyperforat) und Baldrian. Völlig ohne Nebenwirkungen.

LG und gute Besserung Mike

von Mike - am 16.01.2007 15:25
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