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Diskussionsforum-Angststörungen
Beiträge im Thema:
16
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Polli, Jonas, steffi, Blue, KATI

keine besserung trotz medis!?!

Startbeitrag von Polli am 04.02.2007 19:29

Hallo, ich bins wieder!

ich nehm jetzt seit ca. 3-4 wochen das antidepressivum gladem, was mir eigentlich mit meinen panikattacken und ängsten helfen sollte. außer den heftigen nebenwirkungen in den ersten 2 wochen, hatte ich nur eine kurze erfolgszeit (ca. 3-4 tage). da konnte ich tatsächlich 8 kilometer mit dem auto fahren (für mich ein RIESEN schritt!!).
heute hab ich versucht in die andere richtung zu düsen, da ich morgen ein vorstellungsgespräch hätte - musste aber nach ca. 5 kilometer aufgeben, da ich wieder panik gekriegt habe.
hab jetzt wieder schiss es wieder zu versuchen!!!!

warum wirken diese tabletten denn nicht??? oder sind solche rückschläge normal????

kennt sich irgendjemand damit aus, bzw. wird das wieder besser und geht es wieder aufwärts, oder....???

ich wäre sehr dankbar für hilfe.
glg polli

Antworten:

Hallo,

du darfst auch von einem Medikament keine Wunder erwarten, allerdings sollte ein AD nach dieser zeit anfangen zu wirken. So war es bei mir, dass ich dann langsam eine deutl. Besserung verspürt habe. Aber manchmal ist es so, dass man wenn das Medi nicht wirkt ein anderes versuchen muss. Ich kenne Leute, die haben sehr viel probieren müssen bis eines gewirkt hat. aber es kann auch sein, dass du wegen des termins umbewusst sehr unter druck bist.

Hab geduld

alles Liebe

von steffi - am 04.02.2007 23:23
hallo steffi!

danke dir für deine netten worte. ich weiß, dass man geduld braucht und rückschläge "normal" sind, aber irgendwie hängt mir diese warterei auf besserung schön langsam zu hals raus.
wenn man bedenkt was ich für nebenwirkungen durchstehen musste, dann kann man aber schon erwarten, dass das WUNDERPILLEN sind!!! *ggg*

danke nochmal
glg polli

von Polli - am 05.02.2007 08:05
Hallo Polli,

warst du bei dem Gespräch. vorstellungsgespräche sind immer der Horror für mich.

glg zurück

steffi

von steffi - am 05.02.2007 11:38
kurz zu SSRI (werden üblicherweise verschrieben bei Panik, Angst usw.) - die sollten eigentlich nicht solche extremen Nebenwirkungen haben. Im Vergleich zu den früheren MAO-Hemmern, und auch trizyklischen AD, sind sie bedeutend nebenwirkungsärmer. Was sagt eigentlich Dein behandelnder Arzt dazu ?
Vorstellungsgespräch bedeutet natürlich Stress im Vorfeld, und Anspannung. Aber ich habe das Gefühl mit dem AD; da solltest Du auf jeden Fall noch mal mit dem Arzt sprechen. Eventuell Dosisänderung, oder andere AD !

LG und alles GUTE !

PS: Studiere Psychologie (5.Jahr) und hab mich jetzt wegen eigener Betroffenheit längere Zeit mit Psychopharmaka beschäftigt. Vor allem MIt SSRI, Benzodiazepine, Neuroleptika. Und pflanzliche Psychopharmaka (Johanneskraut, Baldrian) > habe mir Studien dazu gurchgelesen.

Allegemein für alle Betroffenen (Angst usw.): mein TIPP: selbst viel erkundigen und lesen !!!!!!

Bsp: Zehentbauer ("Chemie für die Seele"), Morschitzky H. ("Angststörungen" > tolles Kapitel über Psychopharmaka), Lehmann ("Psychopharmaka absetzen") !

von Jonas - am 05.02.2007 13:32
hallo steffi!

muss dich leider enttäuschen, war nicht beim vorstellungsgespräch....am sonntag als ich bei der fahrt panik gekriegt hab, da war ich dann so fertig, dass ich am montag gar nicht erst probiert hab.... bin selber enttäuscht, aber ich glaub der job wär sowieso nix für mich gewesen, da ich schon negatives über die firma erfahren hab.

vorstellungsspräche sind zwar stress - aber ich hab mehr angst vor der fahrt, als vorm gespräch, denn ich bin nicht wirklich schüchtern. nur mein körper macht was er will und das find ich echt beunruhigend!!!!

schönen tag noch
glg polli

von Polli - am 06.02.2007 09:27
hallo!

bin begeistert, dass sich selbst ein psychologie-stundent auf diese seiten verirrt!!!

danke für deine tipps! ich muss dir aber sagen, dass ich von den ärzten nicht unbedingt begeistert bin, denn irgendwie hab ich das gefühl, dass die selbst nicht wirklich wissen WAS eigentlich los ist. der psychologe hat mir ganz kalt ins gesicht gesagt, dass ich diese nebenwirkungen durchstehen muss, völlig egal welche tabletten ich nehme. ich bin eben überempfindlich!!! sehr aufbauend, das kannst du mir glauben!!!!

ich hab diese "zustände" schon sehr lange und hab daher schon eine panische angst vor der angst entwickelt -gepaart mit einer ausgesprochen tollen phantasie kannst du dir ja vorstellen, dass ich recht leicht in panik verfalle.....leider....

ich wünsch dir jedenfalls alles gute und danke nochmal!
bist du selbst betroffen, oder hast du dich nur wegen dem studium mit diesen ganzen sachen beschäftigt??

glg polli



von Polli - am 06.02.2007 09:31

an Jonas

Hallo Jonas,
wie du ja schreibst studierst du Psychologie und da deine Beiträge für viele hier
sicher sehr hilfreich sein wird aber für mich noch nicht das richtige dabei war,
möchte ich dich bitten sofern du Zeit hast
was du für Erfahrungen oder gelesenen über die Depersonalisation berichten könntest.
Kurz zu meinen Zustandbild ich leide seit vier Jahren an einer AS mit PA,
hab schon sehr viel gelesen bin auch in Therapie hab wie soll es auch anders sein,
schon einige Medikament aus probiert war auch schon stationär aber irgendwie hat alles noch nicht richtig geholfen.
War auch in dieser sehr harten Zeit immer Berufstätig,hab auch nebenbei zwei Ausbildungen dazu gemacht also kein Mensch der resigniert.
Leider hat sich mein Zustandsbild geändert,das heißt vorher PA wegen Angst umzufallen
Schlaganfall usw... alles was so dazu gehört.
Komme jetzt diesbezüglich gut zurecht wenn da nicht dieses immer wieder auftauchende
Symptom der DP sein würde.
Das heißt die Angst kommt hoch da man sich plötzlich nicht sich selber fühlt irgendwie
das bin nicht ich,man ist schon in der Realiät aber alles um einen herum fühlt sich so komisch an
so unwirklich,die Gedanken fangen an zu kreisen werde ich jetzt durch drehn spring ich einfach wo runter was ich aber nicht will,werde ich auch wenn ich gerade beim Einkaufen bin einfach mal losschrein,kann ich überhaupt noch jemanden eine normale Antwort geben oder hau ich den jetzt einfach eine rein?? Hört sich jetzt sehr krass an aber wenn man in diesen Zustand steckt,
verspürt man das so stark auch wenn man im insgeheimen weiß,dass man es nicht machen wird
aber diese Angst lässt einen sehr wenig raum um da klar zu denken.
Man steht immer unter Stom,da man beginnt jeden seiner Gedanken zu kontrollieren,
bin ich noch normal was ist wenn ich morgen aufwache und ich weiß nicht mehr wer ich bin???
Jede Kleinigkeit regt mich dann auf und bin dann am liebsten alleine.
Es kostet soviel Kraft in """""" in diesem Zustandsbild"""""" sich normal zu verhalten
sodas es niemand bemerkt aber wie lange hällt man das aus????
Seit drei Monaten hab ich mit meinen Medikament dies ich für meine ursprüngliche
AS genommen hab aufgehört,da die PA wohl besser geworden sind aber sich diese Symptomatik
entwickelt hat.
Leider hab ich die Erfahrung gemacht das weder Arzt noch Therapeut auf diese Symptomatik der DP eingehen,auser das es die ANGST ist dies man zu hören bekommt.
Lieber Jonas vielleicht kannst du mir sowie auch vielen anderen hier,
deine Meinung und Erfahrung darüber schreiben.
Wird sicher sehr vielen interessieren.
Danke
KATI







von KATI - am 06.02.2007 10:01

betroffener

hallo,

hab grad deinen eintrag gelesen (hab heut freien tag, nach prüfung gestern ("notfallpsychologie" total interessant)
ja, bin ein betroffener. und mich hats eigentlich recht heftig erwischt. ging leider sogar mal bis zum rollstuhl damals (konnte im krankenhaus nicht mal mehr selbst zum nachbargebäude gehen, war völlig unmöglich)..... panikstörung, somatisisierungsstörung (wobei ich alles durchgemacht habe !)

aber ich habs das überwunden, und es geht wieder zurück ins leben. alles normalisiert sich wieder ganz ganz langsam. man braucht eben geduld, das ist ganz wichtig !!!!! kleine schritte - und eines ist so verdammt wichtig: erfolge sammeln ! erfolge stärken dich und dein selbstbewußtsein. hab ich grad selbst erfahren. im herbst hatte ich aufgrund von extrem vielen konflikten und stress (und dazu schleichender entzug von benzodiazepinen......bin da übrigens jetzt fast am ziel. hab den entzug fast geschafft) und dann klappten 2 prüfungen nicht...... und weihnachten hatte meine oma (der ich total nahe stehe) einen schlaganfall....... angstattacken auf einmal wieder, schwindelprobleme usw. und nichts ging mehr.....

und in den letzten tagen hab ich nun gottseidank wieder 2 wichtige prüfungen geschafft: und ich fühle mich auf einmal ganz anders, viel frühlicher, kräftiger !

ganz von alleine ! ich mache keine therapie, und auch habe ich nichts besonderes verändert. einzig der erfolg hat da geholfen !!!!!! das ist wie eine spirale nach oben.

wie gesagt, ich bin fast fertig mit entzug - auch ich bekam benzodiazepine usw. und wußte nichts über suchtgefahr, nebenwirkungen usw. ich mußte das selber rausfinden ! und ich bin da leider kein einzelfall.
es ist traurig, wie schnell psychopharmaka verschrieben werden. dabei müssen sie nicht immer sein ! wer weiß das schon: studien zu AD > vergleich zur kontrollgruppe ohne AD-einnahme. 1/3 geht es besser als kontrollgruppe, bei 1/3 kein unterschied....... und jetzt kommts: 1/3 sogar schlechter als ohne AD ! gelesen bei morschitzky (glaub ich habs von dort) oder auch zehentbauer, bin nicht ganz sicher. wirken AD wirklch so gut, oder spielt da viel mehr der PLACEBO die wesentliche rolle ?
ich hab ja EFFECTIN zum entzug bekommen, und mir hats schon sehr viel geholfen. hab es deutlich gespürt wie es mir besse geht. viel vitaler usw.

ein buch kann ich wirklich weiterempfehlen: "10 gesichter der angst" morschitzky - ist wirklich toll.und sehr hilfreich. hatte es bei meinem angst-training im zug usw. immer bei mir !

ich wünsche dir alles alles gute - und du wirst das ganze überstehen ! Hab vertrauen, und gehe mutig voran !

Jonas

von Jonas - am 06.02.2007 14:28

Re: betroffener

noch was, für alle die meinen letzten eintrag gelesen haben.

damit kein faslcher eindruck entsteht: AD wirken schon, und sind für sehr sehr viele menschen eine wirkliche hilfe !!!!! und es ist wirklich gut, daß es sie gibt.

aber sie haben natürlich auch ihre grenzen. mehr als die pharmaindustrie natürlich gern zugibt.
es ist einfach wichtig, daß man mündig, und selbst-aktiv mitwirkt. sich selbst information wissen beschafft. und das eigene leben wieder in die hand nimmt.

nicht alles der tablette überlassen..... tabletten unterstützen, heilen können sie nicht.

ALLES GUTE !

von Jonas - am 06.02.2007 14:37

Re: an Jonas

hallo kati,

oh ja, ich kenne das.und hab das selbst nicht nur einmal erlebt. alles was du geschrieben hast, kenne ich sehr sehr gut.
De-realisation, De-personalisation > alles um mich kommt mir "komisch" vor, oder eben ich nehme mich "komisch" war.
dazu die angst druchzudrehen, vielleicht auf jemanden loszugehen usw. man denkt man "kanllt" komplett durch. so wars bei mir. und das obwohl ich im grunde ein friedfertiger, total normaler junge bin...... aber das kommt dann so plötzlich, wie wenn auf einmal ganz wo anders wäre. wie in einem film,nichts wirlich echt.und so DRAMATISCH.
dabei kann man NICHT verrückt werden. und auch kann nichts passieren ! wenn jemand wirklich verrückt ist, wird - dann merkt er das nicht ! psychopathen sind im grunde eher entspannt "was ich, ist doch alles normal......" ganz anders angstpatienten: panik ! oh gott, ich werde verrückt. aber so lange du diese angst hast, passiert nichts. habe später dann auf der uni über psychosen, wahnvostellungen, persönlichkeitsstörungen (jene typus, wo es wirklcih sozial kritisch ist !!!!) gelernt - und da merkt man schnell, wie anders das doch ist ! ganz andere symptome im grunde..... und das hat mir schon geholfen. interessant bei mir: seidem ich die psychopathologie und psychiatrie prüfung gemacht habe, habe ich kaum mehr probleme mit der derealisation. sie macht mir einfach keine angst mehr. denn ich weiß, es wirkt nur so dramatisch, passieren wird nichts.

das ganze hängt natürlich schon sehr mit dem umgang eigener gefühle zusammen. etwa: wie lebe ich konflikte emotional aus. kenne ich meine gefühle, erlaube ich sie mir wirklich ? wut, zorn, angst...... oder spalte ich da was ab ?

Aber das weiß ich GENAU leider auch nicht wirklich, gute therapeuten, so wie es dr.morschitzky zb ist, kennen sich dann doch schon besser aus !

ich hoffe ich konnte dir trotzdem etwas helfen - auch mit meiner eigenen erfahrung.

kurz noch was: boebachte mal ein paar prominente, oder adelige: die verhalten sich oft so daneben: teilweise richtig aggressiv: ich denke, von so einem verhalten bist du sicher ein stück weit entfernt oder ? und die promis haben aber keine angst...... außer um ihr IMAGE ;)
ich verspreche dir: bevor du mal richtig durchdrehst, ist die erde größer als die sonne..... da siehst du wie unwahrscheinlich, wie unmöglich das ist.

mir hat da mal ein ganz lieber arzt was gesagt, nachdem meine mutter totale angst hatte, ich könnte wirklich mal durchdrehen....."

"ICH HABE NICHT SO SEHR ANGST, DASS DU DIE KONTROLLE VERLIERST, SONDERN VIEL MEHR DASS DU SIE NICHT VERLIERST"

na da ist doch was ! und es stimmt..... denn ich weiß, wie sehr ich alles unter kontrolle haben wollte......

gesundheitlich VIEL gefährlicher ist alles immer zu kontrollieren - gesünder ist, mal auch die kontrolle zu verlieren........

also - in diesem sinne: ALLES GUTE, und verlier ruhig mal die beherrschung....... wenn du wütend bist !

Jonas


von Jonas - am 06.02.2007 15:08

Re: an Jonas

habe schnell ein bsp für eine ps reinkopiert !

F60.2 Dissoziale Persönlichkeitsstörung

Mindestens drei der folgenden Eigenschaften oder Verhaltensweisen müssen vorliegen:

herzloses Unbeteiligtsein gegenüber den Gefühlen anderer;
deutliche und andauernde verantwortungslose Haltung und Missachtung sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen;
Unfähigkeit zur Aufrechterhaltung dauerhafter Beziehungen, obwohl keine Schwierigkeit besteht, sie einzugehen;
sehr geringe Frustrationstoleranz und niedrige Schwelle für aggressives einschließlich gewalttätiges Verhalten;
fehlendes Schuldbewusstsein oder Unfähigkeit, aus negativer Erfahrung, insbesondere Bestrafung, zu lernen;
deutliche Neigung, andere zu beschuldigen oder plausible Rationalisierungen anzubieten für das Verhalten, durch welches die Betreffenden in einen Konflikt mit der Gesellschaft geraten sind.



von Jonas - am 06.02.2007 15:17

erwartungshaltung > nebenwirkungen !

hallo,

mir ist dein eintrag grad nochmal eingefallen. und eines kann natürlich schon sein. man liest den beipackzettel durch, und dabei auch die zahlreich aufgelisteten nebenwirkungen.
und so entsteht natürlich eine gewisse erwartungshaltung. man lenkt die aufmerksamkeit auf mögliche nebenwirkungen, und vor allem auf sich selbst. und menschen mit ängsten neigen grundsätzlich zu erhöhter selbstaufmerksamkeit, registrieren jede körperliche veränderung, und nehmen sie überdeutlich war. das kann dann schon sein, daß die nebenwirkungen noch viel stärker wirken, als sie im grunde WIRKLICH sind.

ist mir nur kurz durch den kopf gegangen....

allesn gute und glg
Jonas

von Jonas - am 06.02.2007 15:54
Hallo Polli,

ich nehme jetzt seit 3 Wochen Citalopram (auch ein SSRI) und hatte in den ersten beiden Wochen böse Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall, extrem starkes Zittern und absolute innere Unruhe. Davon übrig sind jetzt noch ein leichtes Zittern und ca. 3x am Tag Müdigkeitsanfälle - womit ich allerdings schon gut leben kann. Meine Ärztin sagte auch gleich zu Anfang zu mir "wegen der Nebenwirkungen werden Sie mich umbringen wollen, aber halten Sie bitte durch - es wird auf jeden Fall besser" ... - sie hatte Recht, jetzt bin ich ihr dankbar, denn ich merke, wie es besser wird, meine Laune steigt und ich bekomme wieder eine positivere Ausstrahlung, wie ich heute bemerkt habe. Fremde Leute grüßten mich, bei meinem täglichen Spaziergang - das hatte ich schon lange nicht mehr ... also Kopf hoch, du stehst das durch - auch wenn das eine SCH...Zeit ist ...

Ich konnte heute tatsächlich mal wieder mit meinem Mann zusammen einkaufen gehen und habe das auch sehr genossen. Ansonsten, wenn ich merke, dass mich die innere Unruhe packt, gehe ich spazieren - dann habe ich keine Zeit zum Zittern.
Autofahrten unterteile ich in kleinere Teilabschnitte, an denen ich dann auch wirklich eine Pause einlege, wenn mir danach ist - und ich lasse mich auf jeden Fall fahren (schon allein wegen der Medis).

Ansonsten muss ich Jonas Recht geben, nur mit den Medis allein wird es auch nichts werden. Wichtig ist, dass du dir klar machst, dass dir trotz Panik nichts passieren wird. Du wirst an der Panik nicht sterben - mit Sicherheit nicht. Und alles andere kann man lernen auszuhalten. Immer etwas mehr. Wenn ich in Panik bin und Fluchtgedanken habe, gebe ich mir immer noch 1 - 5 Minuten bevor ich die Situation verlasse. Oft legt sich die Panik in der Zeit und wenn nicht, war es nicht die Entscheidung meiner Angst zu flüchten, sondern ICH habe mich BEWUSST dazu entschieden zu gehen!!! Beim nächsten Mal hält man dann schon wieder etwas länger aus, weil man weiß, dass man es kann. Meine Therapeutin nennt das, der Angst die Zunge rausstrecken... *ggg* Zeigen, dass man nicht auf sie hört, sondern sein eigenes "Ding" macht ...

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

GLG Blue

von Blue - am 06.02.2007 17:46
hallo blue!

herzlichen dank für deinen eintrag.
ich bin richtig begeistert über deinen vorschlag, dass man bei panik trotzdem noch ein paar minuten durchhalten sollte. ich glaub fast du könntest damit recht haben *ggg*

im ernst, danke dafür. ich werd versuchen es das nächste mal zu probieren!

glg und dir auch alles gute
polli

von Polli - am 07.02.2007 08:10

Re: betroffener

hallo jonas!

nochmal danke für deinen ausführlichen eintrag. ist immer toll soviel interesanntes darüber zu lesen. überhaupt wenn du das ja auch noch studierst!

mein problem besteht aber auch darin, dass ich selbst bei kleinen rückschlägen sofort GANZ zurückgeworfen werde und dann auch an meinen bereits erungenen erfolgen zweifle. das macht das ganze dann natürlich noch schwieriger!

manchmal denk ich mir, ich bräuchte einen therapeuten, der mich 24 stunden am tag überwacht, bzw. coacht, damit ich das endlich durchstehe und darüber wegkomme.
ich werd lotto spielen und dann besorg ich mir einen 24-stunden coach! DAS wär natürlich DIE LÖSUNG!!!!

dadurch, dass meine familie und freunde mit meiner panik und angst nicht wirklich viel anfangen können fühl ich mich ziemlich alleingelassen und auch manchmal fast verrückt! denn alle anderen führen ein normales leben nur ich bin irgendwie lebensunfähig....oder wie man das auch bezeichnen will....

ich wünsch dir auch alles gute und find es toll, dass du den entzug fast durch hast! war sicher nicht leicht!
glg polli

von Polli - am 07.02.2007 08:14
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