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Diskussionsforum-Angststörungen
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
maya, ma.da.

Die Angst und die Angst vor der Angst verlassen zu werden

Startbeitrag von ma.da. am 03.04.2007 14:00

Hilfe!
Meine Mutter war alleinerziehend und hat ihr ganzes Leben nur auf mich eingestellt. Drei Jahre gestillt etc. Ich habe mit ihr in einer Symbiose gelebt, welche nur durch ein Erlebnis unterbrochen wurde:
Als Kleinkind hatte ich eine Meningitis und lag im Krankenhaus.
Dann, als ich 5 oder 6 war ist meine Mutter für ein dreivierteljahr ins Krankenhaus gekommen und wäre fast gestorben.
Nach dem Krankenhausaufenthalt zog ihr neuer Freund zu uns und es kam zu einer eigentlich ja normalen Familiensituation (lieben von mehr als einer Person etc.). Nur hatte ich diese ja nie gelernt.
Es kam zu folgenden Symptomen:

* Unbestimmte Angstzustände, wenn ich allein zu Hause war. So schlimm, dass ich stundenlang auf der Toilette geschrien habe, damit die Nachbarn mich hören. Das regelmäßig (da muss der durch) im Alter von 7-8 jahren.

* Leistungsverweigerung in der Schule, vom Klassenbesten zum Problemkind. Hab meiner Mutter Geld gestohlen um angeben zu können und Süßigkeiten mit in die Schule nehmen zu können. Extremes Geltungsbedürfnis etc... Lügen, schwänzen (in der dritten Klasse) etc...

* Extreme Ablehnung des neuen Lebensgefährtens, ich habe richtig gegen ihn gearbeitet.

Ich erinner mich noch an eine Situation in der ich als meine Mutter nicht pünktlich von der Arbeit kam im Wohnzimmer am Fenster wartete, bei jedem Schlüsselgeräusch in Aufregung geriet und dieses Angstgefühl verspürte. Damals fragte mich mein Stiefvater, warum ich nicht spiele etc. Ich habe aggressiv reagiert und weiss noch heute, dass ich das Gefühl hatte, dass er mich eh nicht verstehen könnte. Die Angst konnte ich ohnehin nicht begründen. Ich hatte das Gefühl, dass nur meine Mutter mir sie nehmen könnte.

Und noch heute belastet mich diese alte Angst. Immer dann, wenn ich tiefe Beziehungen habe. Die vermeide ich allerdings wo es geht. Die meisten Bekanntschaften sind oberflächlich. Immer wenn eine Beziehung tiefer geht, kommen die alten Ängste auf. In Freundschaften führen sie dazu, dass ich mir alles gefallen lasse, so lange der Freund an meiner Seite bleibt und mich unterlegen fühle und dann um mich schlage (sinnbildlich) und in Beziehungen zu Frauen wird das ganze noch viel schlimmer.
Immer wenn ich ohne sie bin zerreisst es mich und ich bin unfähig etwas anderes zu tun. Ich fühle mich auch, wenn ich mit ihr zusammen bin oft ungeliebt und rechne damit verlassen und betrogen werde. Liebesbeweise und Geständnisse gehen an mir vorbei und gelten nicht, weil ich sie sowieso nur als Beruhigungsversuche werte. Nett, aber ausgeschloßen, dass ich nicht allein gelassen werde.
Nun, dieser unterschwellige Druck ist schon höllisch aber dann gibt es da auch noch die Extremsituationen. Sie kommen auf, wenn mich Dinge an Situationen erinnern, in denen es früher zu solchen Ängsten kam. Sie geht ohne mich aus und meldet sich nicht vorher, mittendrin und zum schluß um mir zu sagen, dass alles ok ist. etc. etc...
Manchmal reicht es, wenn sie etwas trinkt, wenn ich keine Lust habe oder fernsieht, wenn ich mich auf einen innigen Abend gefreut habe.
Dann kommt diese Angst auf und dann fühle ich mich verraten und alleingelassen und bin (natürlich ungerechtfertigt) böse zu ihr.
Und wenn es dann wirklich zu der Situation kommt, dass sie geht, bricht die Panik hervor.
Ich neige dann auch dazu tausend SMS oder Emails zu schreiben, in denen ich ihr Vorwürfe mache, und Dinge aufzähle die sie anders/nicht gemacht hätte, wenn sie mich wirklich lieben würde.
Es ist furchtbar. Ich bin 26 Jahre alt und habe seit meinem 18. Lebensjahr enge Beziehungen. Insgesamt 5 vor dieser habe ich schon durch meine Ängste ruiniert.
Zwar bin ich schon öfters betrogen worden, habe das aber vor dieser Beziehung auch selbst gemacht (man wird älter und reifer) aber nie hat mich eine Frau verlassen, weil sie mich wirklich nicht mehr liebte.
Die Frauen geben irgendwann einfach auf, weil alles, was sie tun, versickert und sie sich immer wieder mit Vorwürfen konfrontiert sehen. Ich meine das alles aber nicht vorwurfsvoll sondern schildere nur meine Gefühle und Ängste aber ich kann schon nachvollziehen, warum das anders rüberkommt.
Das schlimmste ist der Teufelskreislauf. Zu Beginn werde ich genauso überschüttet mit Liebesbeweisen wie ich das auch tue. Vielleicht sogar mehr, weil ich mich nur langsam auf die Beziehung einlasse. Dann später, habe ich das Gefühl, dass das weniger wird und ich fange an, mich ungeliebt zu fühlen. Ich schildere meine Gefühle und Ängste und setze die Menschen unter Druck. Wer sich unter Druck gesetzt fühlt, hat wenig Lust etwas nettes zu machen und das Ausbleiben dieser Nettigkeiten verschlimmert mein Gefühl.
Genauso ist es mit dem Selbstwertgefühl/Machtverhältnis (fieses Wort, ich weiss).
Aus Angst lasse ich mir alles gefallen. Es kam in den letzten drei Beziehungen jedes Mal zu der Situation, dass ich nach ziemlich genau einem Monat betrogen worden bin. Die Situation war stets die gleiche: ein Streit, die Frau ging aus, die Frau ging fremd. Ich lag in alles drei Fällen die Nacht wach und bin die Wände hochgegangen. Furchtbare unbestimmte Angstzustände. Am nächsten Tag, nach dem Ausschlafen des Rausches, sind die letzten beiden Frauen dann zu mir gekommen. In einem Fall erfolgte die Beichte schon am Telefon: "ich hab scheisse gebaut". Und ich hab gesagt, sie soll duschen gehen und zu mir kommen. Und konnte nicht sauer sein, weil ich einfach so erleichtert war, dass sie da war und die Angst, die mir sonst niemand nehmen konnte, weg ging. Dann kann ich auch plötzlich weinen, schlafen essen.
Und so kann ich in Streitsituationen nie konsequent sein. Nie Grenzen aufzeigen etc.
Ein weiteres Beispiel sind die Zuwendungen. Wenn ich nette Nachrichten schreibe und aufmerksam bin aber nicht das Gefühl habe, adäquate Reaktionen zu erhalten, wünschte ich mir, dass ich mich einfach anderen Dingen/Menschen zuwenden könnte. Ich weiss auch darum, dass die Frauen/Menschen sich dann viel eher wieder mir zuwendeten. Aber das kann ich nicht. Ich jammer dann und bettel und mache Vorwürfe und baue Dramen und kann nicht aufhören. Selbst wenn ich das nicht tue, dann schreibe ich weiter ständig SMS und Mails und bin überaufmerksam und verstärke so selbst das Gefühl, dass ich viel mehr gebe und unterlegen bin.
Aber ich kann nicht anders. Ich schätze, dass ist die Angst vor der Angst.
Ich habe mich bereits in eine Therapie begeben und die läuft langsam an (wir treffen uns ein Mal die Woche und warten auf das OK der Krankenkasse die Analyse (3* wöchentlich) zu beginnen.
Aber ich merke, dass meine aktuelle Beziehung wieder kurz davor ist, zu zerbrechen.
Und ich möchte sie nicht verlieren. Denn in den Momenten, in denen der Druck von mir abfällt (werden immer seltener), in denen fällt mir auf, wie toll sie ist. Was für ein wertvoller Mensch und was sie bereit ist zu ertragen und zu tragen um mit mir zusammen sein zu können.
Und wie sehr ich sie unter all den Zwängen und Ängsten doch aufrichtig liebe.
Aber kann ich das alles schnell genug in den Griff bekommen, bevor ich sie endgültig verjagt habe? Ich habe den Eindruck, dass alles Verstehen nichts hilft, wenn diese Gefühle kommen.
Sie sind mächtiger als alles, was ich ihnen entgegen zu setzen habe.
Und ich frage mich, ob ich sie dem ganzen überhaupt aussetzen darf.
Sie ist damit ehrlich überfordert und kann es nicht wirklich nachvollziehen.
Erstens hat sie diese Ängste nicht und vertraut 100% auf mich/uns und zweitens überschütte ich sie dermaßen mit Aufmerksamkeit, dass wohl gar keine Zweifel aufkommen können...
Was soll ich blos tun? Ich habe schon vertrauen darauf, dass eine Therapie mir helfen kann und dass ich das irgendwann in den Griff bekomme - nur wird es dann für diese Beziehung nicht zu spät sein?
Was ist mit Medikation - hier eher kontraproduktiv, warscheinlich? Ich muss um die Ängste los zu werden wohl eher in sie hinein als sie wegzumedikamentieren?
Letztens sagte sie, sie brauche einen Partner, der stark ist. Sie könne nicht immer für uns beide stark sein. Und stark hat sie mich kennen gelernt.
Das lustige ist nämlich, dass ich ohne solch innige Beziehungen ein durchaus souveräner Mensch bin, den so leicht nichts aus der Ruhe bringt.
Dieser Mensch hat zwar jede Menge Probleme (leichte Depressionen, Antriebslosigkeit, etc.) aber er ist recht uneingeschränkt in seinen Möglichkeiten. Die Ängste und Unsicherheiten kommen erst in engen Beziehungen ans Tageslicht.
Abgesehen davon, dass es mich echt traurig macht, wenn ich mir vorstelle, dass ich zulasse, dass ich aufgrund meiner Ängste auch diese Beziehung ruiniere, frage ich mich auch, wie ich das ganze ergründen will, wenn ich wieder auf mich gestellt bin. Dann bin ich der starke Steppenwolf und soll in der Therapie nachvollziehen, was für Ängste das sind? Wie denn? Nüchtern betrachtet fällt mir das Verständnis für diese unverhältnismäßigen Zustände genau so schwer, wie meiner Freundin und allen anderen (abgesehen mal von meiner Therapeutin).
Damn, es scheint fast ausweglos. Sie ist gerade für drei Wochen in New York und ich konnte schon nach ner Stunde kaum noch an etwas anderes denken. Obwohls eigentlich genauso ist, wie wenn sie hier ist und ich sie nicht sehe. Nur ohne das erlösende Wiedersehen zwischendurch. Quasi ein dauerhafter Angstzustand mit wiederkehrenden Panikattacken.
Gestern Nacht bin ich 3 Mal wachgeworden um nachzusehen ob sie mir geschrieben hat. Und dann hatte ich noch auszusetzen, dass sie nicht richtig auf meine vorherigen Mails eingegangen ist. Dabei war die Mail zuckersüß und wunderbar. So wie alles, was sie mir sagt und für mich tut.
Aber ich suche immer nach dem Haken. Nach dem Beleg, dass ich am Ende doch verlassen und betrogen werde und das alle Liebesschwüre sich als Lug ung Trug erweisen.
Ich wünschte, ich würde damit aufhören. Das alles glauben und aufhören an ihr zu zweifeln.
Ich liebe sie. Und es sieht alles danach aus, als ob ichs schaffen würde, sie zu verjagen.
Und das ist eine der wenigen Ängste, die begründet sind.
Es ist zum wahnsinnig werden.

Antworten:

woooooooow!

Ich bin beeindruckt! Als ich deinen Eintrag gerade durchgelesen habe, habe ich gespürt wie sehr dich das alles bewegt.
Vieles kommt mir auch sehr bekannt vor. Kenne das von meinen früheren Beziehungen wie du es beschreibst. Diese Gedanken und Gefühle. Nur hab ich es mehr in mich hineingefressen und den anderen damit nicht "genervt". Und ich hatte dabei keine Angstzustände und Panikattacken.
(Das kam erst später als ich eine "normale" Beziehung schon führte)
Aber sonst waren es echt die gleichen Gedanken und Ängste betrogen und verlassen zu werden, usw.
Das ging über viele , viele Jahre. Auch mehrere Beziehungen. Wurde nie betrogen! War grundlos eifersüchtig und misstrauisch aufs ärgste!
Die Beziehungen hab aber immer ich beendet , weil ich es nicht mehr ausgehalten hab, das Gefühl , nicht genug zu bekommen, nicht genug geliebt zu werden.....
Was sind das für Frauen die nach einem Monat schon fremdgehen? Da is man normalerweise sooo verliebt, da kann doch kommen wer will. Ich mein, veilleicht war einfach noch nicht die richtige dabei?
Auch deine jetzige Freundin, wenn eure Liebe so stark ist, wird sie das auch noch überstehen. Sie sieht ja dass du an dir arbeiten möchtest. Und sie kann dich ja unterstützen. Und ich denke mir wenn eure Beziehung das jetzt nicht überlebt, hat das seinen guten Grund! Den du irgendwann auch wissen wirst.

Ich finde es sehr, sehr gut, dass du jetzt eine Therapie beginnst, weil du wirklich eine ganze Menge aufzuarbeiten hast. Und wenn du weiterhin so ehrlich zu dir , und zu deinem Therapeuten bist, wirst du auch eine ganze Menge erreichen können!!

Ich wünsche dir dabei ganz viel Erleuchtung ;) , Mut , Glück , und vor allem GEDULD !!!!
Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung ( was gar nicht heißen soll dass du schlecht bist)
wieder mal ein so daher gesagter Spruch wo wahnsinnig viel dahinter steht.

Laß dir Zeit , schenk dir ein wenig Gelassenheit, und du wirst sehen.....

Alles Liebe , maya

von maya - am 03.04.2007 18:47

ach ja, und extrem gut find ich wie du das siehst mit der medikamentösen Behandlung!
Ich betrachte das auch als eher kontraproduktiv . In die Ängst hineingehen - hört sich sehr schön an!
Und wirksam!
Meine persönliche Meinung.
Lg
Gibt natürlich auch Situationen und Leute wo Medis erst mal ganz wichtig sind( muß man immer betonen)

von maya - am 03.04.2007 19:02
Hallo Maya!
Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meinen Beitrag zu studieren und Deine Meinung dazu zu äußern.
Dein Feedback hat mich bekräftigt und mir Mut gemacht.
Die Frage danach, was das für Frauen sind, ist einerseits berechtigt, da sie alle drei nicht unbedingt die stabilsten Personen waren, was diese Reaktion begründet, aber andererseits auch nicht so wirklich, da ich in meinem "Wahn" wirklich recht grausam sein kann.
Und wenn Du frisch verliebt bist und Dich gerade in diese rosa Wolke stürzt und dann brutal vor den Kopf gestoßen wirst, wirst auch Du verzweifeln. Es ist dann natürlich immer die Frage, wie man mit so etwas umgeht...
Ich kann ihnen auf jeden Fall nicht die alleinige Schuld geben.
Aber wen kümmert auch schon, wer die Schuld trägt, wenn er sich mit so Geistern plagt wie wir ;)
Nachdem ich mich lange mit meinen Ängsten befasst hatte (unter anderem hier den Beitrag gepostet hatte), fühlte ich mich schon besser und als ich dann noch Nachricht von meiner Freundin bekam, in der sie mir wirklich noch einmal ganz deutlich geschrieben hat, dass sie das mit mir will, habe ich zunächst vor Erleichterung geweint und mich dann wirklich wieder gut gefühlt.
Es hat zwar nicht lange gedauert, bis die erste Wolke wieder vorbeizog (mir kommen IMMER schlimme Gedanken an Geschehenes oder Mögliches) aber sie zog auch wieder einigermaßen vorbei.
Vielleicht kann ich ja heute endlich mal wieder durchschlafen.
Allerdings traue ich mich jetzt nicht mehr ihr zu antworten - aus Angst, dann wieder alle zwei Minuten nachzusehen, ob sie mir denn auch schon wieder geantwortet hat.
Ich weiss, bescheuert, aber ich hoffe einfach auf ne ruhige Nacht ;)
Und so erbärmlich das klingt, aber irgendwie denke ich, dass es gar nicht so verkehrt sein kann, wenn sie auch mal ohne ne gute-Nacht-Mail ins Bett fällt.
Hört und fühlt sich nach Spielchen an. Und Spielchen sind quatsch. Aber mir fehlt grad die Energie, mich der Angst zu stellen. Nach ner Woche dauerstreß vielleicht wenigstens halbwegs legitim. Ich mach dann morgen weiter ;)

Wünsch Dir/Euch was!

von ma.da. - am 03.04.2007 20:55

Ein kleiner Schritt

Ich habe da von einem kleinen Erfolg zu berichten.
Die letzte Zeit ging es mir ja wirklich schlecht und ich habe es echt fast geschafft die Beziehung an die Wand zu fahren.
Dann hab ich mich zwar gezwungen meinem ängstlich-ambivalenten Beziehungsmuster nicht nachzugeben und mich einfach Mal ein paar Stunden nicht gemeldet aber besser wurde es davon nicht.
Ich hatte einfach die ganze Zeit Angst und konnte mich einfach nicht beruhigen. Dabei habe ich alles versucht. Habe mir immer wieder klar gemacht, dass die Angst unbegründet ist etc.
NIchts hat geholfen. Nichts. Das einzige, was mir kurz Linderung brachte, war, als ich mich der Angst ergeben habe und einfach mal angenommen habe, dass das jetzt vorbei geht und mir eingeredet habe, dass das alles sowieso keinen Sinn hat, weil sie zu jung ist etc...
Ich habe auch immer wieder versucht, mir selbst zu belegen, dass sie mich liebt.
Ohne Erfolg. Das Gefühl blieb.
Gestern dann lag ich im Bett und hab versucht zur Ruhe zu kommen und irgendwie bin ich auf die Idee gekommen, mir mal laut zu sagen, dass ich geliebt werde.
Zunächst kam es mir so vor, als gäbs nicht viele Menschen - ich habe mit meiner Mutter angefangen. Mit meinem Bruder. Dann meine Nichte. Mein Stiefvater. Und auf einmal sind mir immer mehr Menschen eingefallen, die mich lieben. Mir wurde ernsthaft physisch warm obwohl ich vorher gefroren habe!
Auf einmal kam es mir vor, als sei da draußen überall Liebe. Mir fiel das Kind ein, dass beim Friseur weinte und als ich es anlächelte aufhörte und mir in die Augen sah.
Und dann fiel mir auf, wie sehr meine Freundin mich liebt.
Und plötzlich fiel die Panik von mir ab.
Es kamen dann noch ein paar unschöne Gedanken, die ich auch gar nicht zu vertreiben versuchte.
Nein, ich sage mir jetzt einfach immer, wenn das unschöne Gefühl kommt, dass ich geliebt werde. Und bin das erste Mal seit über einer Woche frei.
Das schönste ist, dass ich Ihr dann auch eine ehrliche, Vorwurfsfreie Mail schreiben konnte und sie mir prompt geantwortet hat. Mit der süßesten Mail überhaupt.
Mit Liebesgeständnissen und allem, was ich geglaubt habe, nicht zu bekommen.
Ich fasse endlich mal wieder Hoffnung. Und auch, wenn die Angst sich wiederkommt - ich weiß jetzt, dass sie irgendwann ganz gehen wird.


von ma.da. - am 07.04.2007 10:01

Re: Ein kleiner Schritt

Hallo!

Is ja wunderbar! Hört sich seeeehr gut an für mich!
Und das beste, du hast diesen Erfolg ganz allein dir zu verdanken! Das hast du echt
gut gemacht!
Ich kann nur sagen, mach weiter so! Und auch wenns nicht immer klappt, sei nicht böse, das ist normal, akzeptier es, und denk nicht weiter drüber nach. Die nächste Chance kommt bestimmt.
Es ist nämlich die nächste Hürde, wenns einem schon mal gut geht, und dann fällt man wieder mal zurück, dass man es sich dann noch weniger verzeihen kann, sich somit wieder sehr unter Druck setzt, und so schneller als man denkt wieder zurück geht in die alten Verhaltensmuster.
Aber drum ist es ja so wichtig dass man darüber Bescheid weiß und im Vorhinein schon klar ist , wie man am besten mit so einem " Rückschlag" umgeht. Das Wort Rück ist in diesem Fall auch nciht wirklich angebracht , weil man deswegen ja nicht automatisch rückfällt. Mir fällt grad kein anderes ein.
Es geht so schön und klar aus deinem Text hervor wie du vorgegangen bist als du da im Bett gelegen hast... Das ist ein richtig schönes "angstlöser Beispiel". Erst hast du dich stark auf etwas konzentriert ( noch dazu gleich auf sowas positives) , das hat dich entspannt und locker werden lassen, und dann hast du etwas ganz, ganz wichtiges gemacht, nämlich die unschönen Gedanken gar nicht versucht zu vertreiben! Ich bin begeistert!
Ich will dich auch nicht hier unnötig wiederholen, aber es ist so ein gravierender Schritt in die richtige Richtung , dass ich einfach nicht anders kann. Auch vielleicht um anderen bewußter zu machen, wie es funktionieren kann.
Und das beste, den Dank dafür erhält man ja promt....

Freu mich einfach riesig, dass es du einen Weg gefunden hast.....
lg, maya

von maya - am 08.04.2007 08:01
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