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Berufsbild Rettungsassistent
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Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
R.A. Pioneer, crazyandy, klausnr1, ginue, Matthias007, sun-shine, Sanbaer, dani, Basti, Gast Sebastian

Aufgabenverteilung im Rettungsdienst

Startbeitrag von R.A. Pioneer am 11.09.2004 19:11

Hallo Leute,:hallo:

hier mal eine kleine Information für alle die, die Aufgabenverteilung im Rettungsdienst noch immer nicht kennen. Und hier sieht man nun mal deutlich das der Rettungssanitäter in der Hierarchie dem Rettungsassistenten unterstellt ist. Genau so wie die Krankenpflegehelferin, der Krankenschwester, der Lehrling dem Gesellen, der Geselle dem Meister. Die Zeit ist nun schon lange vorbei da es nur eine Rettungssanitäter Ausbildungen gibt. Seit längerer Zeit gibt es nun auch den Beruf des Rettungsassistenten. Aber ich denke bei manchen hat sich das noch nicht rum gesprochen. Es kann doch nicht wirklich einer Denken das er mit einem Wochenend Lehrgang RS mal eben so Hobbymäßig das gleiche Wissen erlangt wie ein gelernter RA. Wo lebt ihr Leute.

:spott:
Noch was zum Thema Ehrenamt, das Ehrenamt ist mit Sicherheit ein Lobenswertes Amt wenn es um die Tätigkeit im Katastrophenschutz in einer SEG einem HVO oder bei Sanitätsdiensten geht. Natürlich kann nur jemand in diesen Bereichen gute Leistungen bringen wenn er die eine oder andere Erfahrung im Rettungsdienst gesammelt hat. Somit finde ich Ehrenamtliche Mitarbeiter im Rettungsdienst sehr sinnvoll. Aber nicht wenn es um das Thema Arbeitsplätze Nachtschicht Feiertag geht, ich bin der Meinung in diesen Bereichen sollte der Hauptamtliche Mitarbeiter bevorzugt werden.
Des weitern bin ich der Meinung das nur wenige Ehrenamtliche die Leistungen eines Hauptberuflichen Mitarbeiters bringen können. Denn woher sollte die nötige Einsatz Erfahrung und Routine kommen. Somit Denke ich dass es sinnvoll ist entweder den EA mit einem Routinierten Hauptamtlichen, wenn es keine HA Arbeitsplätze und Schichtzulagen gefährdet oder als 3. Mann/Frau einzusetzen. . Und wenn jemand wirklich soviel Routine wie ein Hauptamtlicher hat wieso Arbeitet er dann nicht gleich im Rettungsdienst. Die Antwort ist leicht: schlechte Bezahlung, lange Schichten, viel Stress und die Tage an denen man nach Hause geschickt wird weil mal wieder jemand Hobbymäßig deine Arbeit machen will.




Rettungssanitäter :kaffee:

Rettungssanitäter sind Personen, die nach den Grundsätzen zur Ausbildung des Personals im Rettungsdienst (gemäß Bund – Länder - Ausschuss Rettungswesen vom 20.09.1977) ausgebildet sind und im Rettungsdienst eingesetzt werden. Rettungs­sanitäter werden im allgemeinen als Bei­fahrer des Krankenwagens und als Fahrer des Rettungswagens eingesetzt. Sie wirken entsprechend ihrer Qualifikationen und den länderspezifischen Regelungen in der Notfallrettung und im Krankentransport mit. Obwohl der Einsatzschwerpunkt von Rettungssanitätern im Krankentransport liegt, können Rettungssanitäter dem höherqualifiziertem Personal auch bei Notfällen assistieren.



Rettungsassistenten:kaffee:

Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten werden auf Rettungswagen zur Versorgung und Betreuung von Notfallpatienten eingesetzt. Auf Notarztwagen werden sie als Assistenten des Notarztes tätig.
Die Ausbildung qualifiziert Rettungsassistenten selbstverständlich auch zur selbstständigen Durchführung lebensrettender Maßnahmen, der Herstellung der Transportfähigkeit eines Patienten sowie zur Überwachung und Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen während des Transportes.

Die Berufsbezeichnung Rettungsassistentin / Rettungsassistent ist durch das 1989 in Kraft getretene Rettungsassistentengesetz (RettAssG) geschützt. Zum Führen der Berufsbezeichnung Rettungsassistentin / Rettungsassistent muss eine zweijährige Ausbildung mit staatlicher Prüfung und Abschlussgespräch absolviert werden. Die Ausbildung besteht aus einer 1200 Std. dauernden Theorieausbildung mit Klinikpraktikum und 1600 Std. Praktikum auf einer anerkannten Lehrrettungswache.



Mit Kollegialem Gruß

R.A. Pioneer :meinung:

Antworten:

Respekt Respekt....diese Unterscheidung wußte sicherlich keiner von den geneigten Lesern....zumal du auch vergessen hast zu erwähnen dass es immer noch viele Rettungsassistenten gibt die ihre Ausbildung zum Rettungssanitäter vor dem 1.9.1989 begonnen haben und dann sozusagen "geadelt" wurden und gegen die geringe Gebühr von 35 DM die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Rettungsassistent bekamen...und die dann die ersten gelernten Assistenten ausgebildet haben! Und wenn man von seinem Rettungsdienstleiter nach Hause geschickt wird weil der lieber einen Ehrenamtlichen auf dem RTW sieht denke ich dann sollte man sich mal Gedanken über seine Arbeitsleistung machen...oder über die des RDL weil der dann vieleicht nicht in der Lage ist seinen Dienstplan zu machen.
Mit freundlichen Grüßen,
crazyAndy



von crazyandy - am 12.09.2004 18:50
Hallo R.D. Pioneer!
Erst mal muss ich sagen, dass ich es sehr schön finde, dass du die Tätigkeit deiner ehrenamtlichen Kollegen so würdigst und auch gut heißt!
Wenn ich dich allerdings richtig verstanden habe siehst du in der ehrenamtlichen Tätigkeit den Grund für Rationalisierungen im Rettungsdienst.

Auf den ersten Blick hast du damit Recht. Im Rettungsdienst werden Arbeitsplätze rationalisiert und dann durch ehrenamtliche Mitarbeiter besetzt. Dies erweckt natürlich den Eindruck, dass Hauptamtliche durch Ehrenamtliche ersetzt werden. Das Problem sind aber nicht die kostenlosen Arbeitskräfte, sondern die miserable finanzielle Lage, die den Einsatz dieser Helfer überhaupt erst notwendig macht.

Ich versuche das mal anhand eines Beispiels zu erläutern, denn dieses Problem tritt nicht nur im Rettungsdienst auf, sondern zieht sich durch viele Zweige unserer Wirtschaft:
Frei gewordenen Arbeitsplätze werden – aus Kostengründen – nicht mehr besetzt und die verbleibenden Mitarbeiter müssen das irgendwie auffangen. Da das auf Dauer nicht möglich ist werden gelegentlich Praktikanten, Ferienarbeiter (oder wie im Fall des Rettungsdienstes ehrenamtliche Mitarbeiter) eingesetzt die aushelfen. Aber diese Ferienarbeiter sind es nicht, die die Arbeitsplätze der Anderen gefährden! Ganz im Gegenteil: Diese billigen Arbeitskräfte sichern unter Umständen sogar den Unternehmen das Überleben, die sich Fachkräfte nicht mehr leisten können. Jetzt stellt sich die Frage was besser ist:
1. Ein Unternehmen nur mit Fachkräften, das irgendwann pleite geht, weil die Personalkosten zu hoch sind und in der Folge dann alle ohne Job dastehen, oder
2. ein Unternehmen mit weniger Fachkräften und einigen billigen Arbeitskräften, das dann wenigstens überleben kann?

Natürlich werden Rettungswachen jetzt nicht in dem Sinne wie Unternehmen pleite gehen, aber ich denke dieses Beispiel lässt sich dennoch in gewisser Weise auf den Rettungsdienst übertragen.
Wie du selber gesagt hast können Rettungsassistenten, die eine mehrjährige Ausbildung durchlaufen haben ganz bestimmt nicht durch Ehrenamtliche ersetzt werden!
Somit sind also nicht die billigen bzw. kostenlosen Arbeitskräfte der Grund für Rationalisierungen sondern die fehlenden finanziellen Mittel.

Ich finde man muss in der Hinsicht den Ball flach halten, und ich finde es nicht gut, ehrenamtlich Tätigen, die einen sehr großen Teil ihrer Freizeit opfern und in den Dienst einer gemeinnützigen Sache stellen mit dem Vorwurf, sie würden Arbeitsplätze vernichten vor den Kopf zu stoßen.

Viele Grüße
Sunshine

von sun-shine - am 12.09.2004 19:43
Hallo sun-shine,:hot:

sun-shine schrieb:

Zitat

Ich finde man muss in der Hinsicht den Ball flach halten, und ich finde es nicht gut, ehrenamtlich Tätigen, die einen sehr großen Teil ihrer Freizeit opfern und in den Dienst einer gemeinnützigen Sache stellen mit dem Vorwurf, sie würden Arbeitsplätze vernichten vor den Kopf zu stoßen.



Diese Aussage habe ich nie getroffen und werde ich auch nicht Treffen
meine Aussage zu dem Thema hieß wie folgt:
Zitat

Noch was zum Thema Ehrenamt, das Ehrenamt ist mit Sicherheit ein Lobenswertes Amt wenn es um die Tätigkeit im Katastrophenschutz in einer SEG einem HVO oder bei Sanitätsdiensten geht.Somit Denke ich dass es sinnvoll ist entweder den EA mit einem Routinierten Hauptamtlichen, wenn es keine HA Arbeitsplätze und Schichtzulagen gefährdet oder als 3. Mann/Frau einzusetzen.


Ich komm ja auch nicht in deine Arbeit und sag zu Dir du kannst nach Hause gehen weil ich gerne Brot backe, das die Welt was zu Essen hat. Sind doch auch sehr Ehrenwerte Gründe oder??

Hast Du schon mal zu den privaten Rettungsdiensten geschaut? Dort geht es auch zum teil besser als bei den öffentlich Rechtlichen. Was spricht gegen 400€ Verträge. Gleiche Rechte und auch gleiche pflichten für alle. Wär doch super oder? Nur mal so zum Nachdenken.

PS: Das mit dem Brot war nur ein Beispiel. Stellvertretend für so Manche Arbeitsstette.


mfg

R.A. Pioneer :meinung:

von R.A. Pioneer - am 13.09.2004 08:44
Hallo crazynady, :mad:

zum Thema anerkannte RA auch diese sind nun mal RA die Qualität ihrer Arbeit ist mit Sicherheit nicht weniger gut als die eines Examinierten RA denn Sie können auf eine wesentlich längere Arbeitszeit und Erfahrung zurückblicken:hallo: . Wenn man im Dienstbetrieb einen anerkannten lang Gedienten RA mit einem jungen examinierten auf einem Fahrzeug einteilt denke ich könnte man das Optimum an Leistung für den Patienten herausholen da sich viel Routine und Jahrelanges Wissen mit frischem jungem neuem Wissen verbindet. Und wie ich es oben schon mal Erwähnt habe, Ra und RS sind eben nicht gleichgestellt. Auch wenn es früher diese Anerkennung gegeben hat die meines Erachtens auch in Teilen nicht schlecht war. Mann hätte vielleicht bei dem ein oder Anderen die Annerkennungs- Stunden und die Daten der Abgeschlossenen Ausbildung noch einmal genau unter die Lupe nehmen sollen, aber das ist ein anderes Thema.
Diese Personen sind nun mal RA und machen im Bundesweiten schnitt 2/3 der Hauptamtlichen RA´s aus.


und natürlich Arbeiten RS und RA in vielen Bundesländern zusammen, wenn es um die Versorgung von Notfall Patienten geht. Das ist auch sehr gut und sehr fortschrittlich so bei uns würde ein geeigneter Fahrer reichen und dies wird auch zum grossteil so praktiziert. Nur man darf nicht vergessen dass beim Notfall jeder eine andere Aufgabenstellung hat. In der Regel Arbeitet der RS dem RA zu. Denn ich muss sagen wenn ich der Diensthabende RA bin ist es mir Lieber wenn ich die Anamnese Erhebung und die infasiveren Maßnahmen selbst durchführe. Denn ich muss ja auch für etwaige Fehler geradestehen. Aber dafür habe ich meinen Beruf "noch" gelernt. Und damit meine ich mehrjährige Erfahrung als Sanitäter, mehrjährige Erfahrung als Hauptberuflicher RS dann RA.

Um dann gleich zu dem leidigen Thema "einer der von der Schule kommt und die Basics nicht kann aber RA ist" zu kommen, bevor dies als nächstes Argument kommt. Ich kann es wirklich nicht mehr hören :mauer: . Ich habe im Laufe der Zeit diese Erfahrung auch immer wieder machen müssen das solche Leute kamen aber auch schnell wieder gingen, aber Sie waren mir zu dieser Zeit weisungs- befugt. Denn Sie haben die Berufsausbildung zum RA gemacht und ich war eben der RS. Es kann in jedem Beruf passieren das eine Person mit einer nieder gewichtigen Ausbildung mehr wissen hat als eine mit einer höheren Qualifikation deshalb ist die mit der höheren Qualifikation trotzdem Weisungs- befugt.


Und wem das nicht passt, der darf nicht meckern sondern muss sich weiter Qualifizieren das dürfte dann ja kein Problem sein denn er weis und kann eh schon alles besser.


Mit Kollegialem Gruß

R.A. Pioneer :meinung:

von R.A. Pioneer - am 13.09.2004 10:00
Hallo R. A. Pioneer,
Ja, das ist schon richtig, aber deine Aussage ging dann wie folgt weiter:

„Und wenn jemand wirklich soviel Routine wie ein Hauptamtlicher hat wieso arbeitet er dann nicht gleich im Rettungsdienst. Die Antwort ist leicht: schlechte Bezahlung, lange Schichten, viel Stress und die Tage an denen man nach Hause geschickt wird weil mal wieder jemand Hobbymäßig deine Arbeit machen will.“

Du sagst dass Hauptamtlich nach Hause geschickt werden weil jemand Anders hobbymäßig deren Arbeit machen will (womit du wohl die Ehrenamtlichen meinst). Für mich hat sich das ganz klar so angehört, dass du durch ehrenamtlich Tätige deinen Arbeitsplatz gefährdet siehst. Es war mir einfach wichtig diese Aussage zu widerlegen.

Was du zum Thema 400 Euro Verträge geschrieben hast, mag richtig sein, aber darum ging es mir bei meiner Antwort gar nicht. Das ist ein anderes Thema. Wie die ganze Geschichte arbeitsrechtlich aussieht und warum es bei euch keine 400 Euro Verträge gibt weiß ich leider nicht. Da müsste ich mich erst mal schlau machen bevor ich mich in eine Diskussion stürze! :-)

Viele Grüße
Sunshine

von sun-shine - am 14.09.2004 15:54
Ich kenne es von den Maltesern und den Samaritern in meiner Region, das die keine Ehris am Auto haben sondern nur welche mit Arbeitsvertrag. Also sind die Ehris keine Ehris sondern Aushilfen ;-)
Bei denen klappt es und beim DRK gibst genug Ehris, die es für Umme tun. Klar kann ein Ehri, der mal so 2 Schichten im Monat macht, nicht die Kompetenz haben wie einer der es 20 Schichten im Monat macht. Klar hat ein RA viel mehr Ahnung wie ein RS. Aber mit der Zeit gleicht es sich an und zum Glück arbeiten sie ja auch meisst gut zusammen.

Ich hätte auch was dagegen, wenn jemand mir die lukrativen Schichten wegnimmt, aber wenn man schon in einer HiOrg schafft, besonders beim DRK, dann weiss man es auch vorher ...

von klausnr1 - am 14.09.2004 22:42
Ich habe kein problem damit mit einem ehrenamtlichen RS oder RA zu fahren wenn dieser qualifiziert ist...es gibt nämlich auch ehrenamtliche Rettungsdienstler die im Hauptberuf Krankenpfleger sind...und es gibt examinierte Rettungsassistenten die ihre Ausbildung im Wochenendkurs gemacht haben und unter der Woche einem anderen Job nachgegangen sind. Vor denen hab ich Angst...*löl
Das Problem sehe ich in arbeitsrechtlicher Form: Wenn eine Baufirma "ehrenamtliche" Maurer oder Gipser beschäftigt spricht man von Schwarzarbeit und bei den HiOgs von Ehrenamtlichen. Wo bitte ist da der Unterschied?

von crazyandy - am 15.09.2004 17:59
Ganz einfach, der Ehri bekommt kein Gehalt, sondern höchstens eine Aufwandsentschädigung...

von klausnr1 - am 15.09.2004 18:19
Wenn sich die Aufwandsentschädigung auf ca. 50 € pro Schicht beläuft nenne ich dies Schwarzarbeit



von crazyandy - am 16.09.2004 04:49
Bei einem Stundenlohn von 4,16 Euro...?

von klausnr1 - am 16.09.2004 04:52
@crazyandy:
Warum sollen die RA, die einen Wochenendkurs,bzw. Abendkurs gemacht haben, schlechter sein? Im Durchschnitt haben diese auch ca. 20-25 Stunden die Woche an ihrem RA Kurs teilgenommen, zusätzlich zu ihrer normalen Arbeit. Und der andere Kurs hat auch nur 35-40 Stunden die Woche. Und vor diesen 15-20 Stunden, die ja trotzdem, wenn auch dann über einen 2 Monate längeren Zeitraum absolviert werden, hast du Angst?
Es gibt solche und solche RA`s, ich finde die Art Leute anhand ihrer Ausbildungsart alle über einen Kamm zu scheren, ein wenig verwerflich. Da ist mir das Fernstudium lieber ein wenig suspekt, aber auch hier gibt es sicherlich fähige Leute.

von Basti - am 16.09.2004 08:59
Hallo Leute, Hallo sun-shine


R.A. Pioneer schrieb:

Zitat

Noch was zum Thema Ehrenamt, das Ehrenamt ist mit Sicherheit ein Lobenswertes Amt wenn es um die Tätigkeit im Katastrophenschutz in einer SEG einem HVO oder bei Sanitätsdiensten geht.Somit Denke ich dass es sinnvoll ist entweder den EA mit einem Routinierten Hauptamtlichen, wenn es keine HA Arbeitsplätze und Schichtzulagen gefährdet oder als 3. Mann/Frau einzusetzen.


Das ist meine Meinung zum Thema Ehrenamt. Und nichts anderes. :mauer:



Zitat

Und wenn jemand wirklich soviel Routine wie ein Hauptamtlicher hat wieso arbeitet er dann nicht gleich im Rettungsdienst. Die Antwort ist leicht: schlechte Bezahlung, lange Schichten, viel Stress und die Tage an denen man nach Hause geschickt wird weil mal wieder jemand Hobbymäßig deine Arbeit machen will.


Auch hier steht nicht das ich etwas gegen Ehrenamtliche in einer Hilfsorganisation habe. Ich habe lediglich gefragt warum diese Person nicht selbst Hauptamtlich im RD Arbeitet. :mauer:


Mir liegt es am Herzen die Qualität im Rettungsdienst oben zu halten wie hier z.B. in der Diskussion um das Thema AED und Kombi Tube ganz klar gezeigt hat das es ein(ige) Tiefflieger im Rettungsdienst gibt.
Und Ich sehe den Rettungsdienst nicht als Hobby. Briefmarkensammeln ist ein Hobby. Aber zu behaupten man Arbeitet Hobbymäßig im Rettungsdienst da platz mir der Kragen wenn ich so was höre. Hobbymäßiger Blaulichttaxifahrer denn ich kuck ja auch so gerne Formel 1 und wollt mal wie Schumi fahren. Aber Hobbymäßiger Sanitäter hört mir auf.
Ich begrüße es natürlich wenn jemand sich auf dem Laufenden halten will und "mehr oder weniger Routine" für seine Aufgabe in einer SEG oder dem Katastrophenschutz bekommen bzw. erhalten will. Das nenne Ich Ehrenamt und Lobenswert. Leute im Ehrenamtlichen Katastrophenschutz brauchen wir diese Lobe ich hoch dies ist wichtig siehe Hochwasser in Dresden. Aber dafür muss kein Hauptamtlicher zu Hause bleiben oder Schichtzulagen verlieren.


Rettungsdienst ist nun mal kein Hobby sondern eher eine Lebensaufgabe.


Mit Kollegialem Gruß

R.A. Pioneer


:meinung:

von R.A. Pioneer - am 16.09.2004 12:20
Klar hat JEDER Angst um seinen Arbeitsplatz und macht die Mitbewerber schlecht um sich selber eibeb Vorteil zu verschaffen.
Auf kurz oder lang wird der RD rein gegen Entgelt besetzt sein. Egal ob Haupt oder Nebenberuflich. In den rein Ehrenamtlichen Einheiten werden die RA auch aussterben zwangsläufig. Aber dafür die Zahl der RS ansteigen und ich sehe es so, das demnächst die RTWs nur noch mit RA besetzt sein werden und diese sind doch immer über eine helfende Hand froh und ich wüsste keinen, der was gegen eine helfende Hand hat, also einen Ehri als dritter Mann zum anpacken.

Warum einer der RD fahren will oder tut nicht direkt Hauptamtlich oder nebenberuflich anfängt? Hast Du schon mal versucht, eine offene Stelle zu bekommen...?
Jedes Jahr werden ca 4000 neue RAs ausgebildet und offene STellen? Fehlanzeige. Das RAs oder RS unterbezalht sind, halte ich für ein lächerliches Gerücht. Das Gehalt ist im oberen Durchschnitt der normalen Dienstleistungsberufe und man überarbeitet sich nun wirklich nicht...!!!

Übrigens, wer gerade beim DRK schafft, der weiss, das es sich um eine HiOrg handelt, die als einzige das Ehrenamt als Bestandteil des RD sieht und der weis es vorher und soll sich damit abfinden, oder zum SAB oder MHD gehen, oder für einen Privaten Dialyse-Taxi spielen.
Ehris als reiner RD-Tourismus für Blaulichtgeile? also bitte :(

von klausnr1 - am 16.09.2004 14:03
Hallo!
Man kann m.E. nach den Beruf des Maurers nicht mit dem Rettungsdienst vergleichen. Die ehrenamtliche Tätigkeit im RD ist historisch begründet. Der RD war früher absolut ehrenamtlich besetzt. Erst nach und nach, mit steigendem Einsatzaufkommen wurden hauptamtliche Kräfte eingesetzt, da die Ehrenamtlichen dies nicht mehr leisten konnten, Daher hinkt der Vegleich mit anderen Berufen ganz erheblich, da diese nicht aus einer rein ehrenamtlichen, freiwilligen Tätigkeit entstanden sind.

Ehrenamtlichkeit gehört zum Rettungsdienst dazu, genauso wie zu einer Feuerwehr.

Ich finde es ganz schön vermessen von einigen Beitragsschreibern hier die Ehrenamtlichkeit als Arbeitsplatzkiller abstempeln zu wollen und die eine Berechtigung des Ehrenamtlichen nur im Sanitätsdienst oder in einer SEG sehen. Bei dieser Sichtweise drängt sich mir der Gedanke auf, die Beitragsschreiber haben sich nicht ausreichend mit dem Rettungsdienst und seiner historischen Entwicklung beschäftigt, bevor sie sich eine hauptamtliche Stelle im Rettungsdienst gesucht haben.

Meiner Meinung nach ist es leider auch so, daß die Ehrenamtlichen im RD über kurz oder lang aussterben werden, einen ehrenamtlichen RettSan kann man m.E. nach aber als Fahrer auf dem RTW mit einem hauptamtlichen RettAss einsetzen.

Ich denke man sollte sich gegenseitig respektieren und nicht als Konkurrenz ansehen. Wenn einem das System mit Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen im RD nicht passt, sollte er sich lieber einen anderen Beruf suchen, in dem er sich nicht über die ehrenamtlichen Arbeitsplatzkiller ärgern muß.

Grüße,
Matthias

von Matthias007 - am 16.09.2004 15:27
Ach ja nochwas:

@ R.A. Pioneer

Zitat

Aber dafür muss kein Hauptamtlicher zu Hause bleiben oder Schichtzulagen verlieren.


Diese Aussage steht m.E in einem sehr krassen Gegensatz zu der Aussage
Zitat

Rettungsdienst ist nun mal kein Hobby sondern eher eine Lebensaufgabe.


Scheinbar geht es vielen einfach nur um das liebe Geld und nicht um die o.g Lebensaufgabe!!!

von Matthias007 - am 16.09.2004 15:31
Ich denke, daß die jahrelange, aufopfernde und "professionelle" Tätigkeit der Ehrenamtlichen im RD nicht ausreichend gewürdigt wird!

Worum geht es hier, um den Patienten oder die Schichtzulage???

Niemand käme auf die Idee zu behaupten, daß die FFs im gesamten Bundesgebiet schlechter z.B. löschen als die BFs!

Ich bin selbst seit über 8 Jahren ehrenamtlicher RTW Betreuer, unsere RTWs sind, wenn sie zum Einsatz kommen rein ehrenamtlich besetzt!

Ich habe mit mehr schlechten Hauptamtlichen zusammengearbeitet, als mit schlechten Ehrenamtlichen. Nicht nur die Intelligentesten und besten machen den RD zu Ihrem Beruf!!!

Es gibt natürlich auch sehr viele Hauptamtliche, mit denen ich jederzeit eine RTW teilen würde.

Wir betreuen unsere Patienten um keinen Deut schlechter , als es ein hauptamtlicher Kollege tun würde und Veranstaltungen mit 20.000 bis
über 1.000.000 Teilnehmern werden bis auf die Notärzte komplett ohne hauptamtliches personal bewältigt.

Unsere RTWs sind nur von langjährig erfahrenem Personal besetzt. Beschwerden sind mir nicht bekannt!

Erfahrung ist nicht der einzige Faktor, der zu berücksichtigen ist, auch Motivation ist wichtig.

Gerade in der Motivation, professionell zu helfen, liegt die Stärke der EAs!!! Motivation heißt auch, sich fortzubilden.

In der heutigen Zeit, mit steigender Terrorgefahr, sind die Ehrenamtlichen wichtiger denn je.

Meine private Meinung!

von Gast Sebastian - am 16.09.2004 22:16
Hallo Leute, :hallo:

ist mir total klar das Du mit mehr schlechten Hauptamtlichen zusammengearbeitet hast als mit Ehrenamtlichen, denn woher solltest Du denn auch wissen was gut und schlecht ist.
Aber mal spaß beiseite.

Kleines Beispiel Du hättest nächste Woche Tagdienst von Montag-Freitag jetzt kommt jemand und sagt er würde dies gerne Ehrenamtlich Fahren.

Möglichkeit A: Du hast viele Überstunden, und sagst super dann bleib ich zu Hause.
(eher Unwahrscheinlich)

Möglichkeit B: Du hast keine Überstunden und musst zu Hause bleiben, wirst aber DO Abend angerufen und dir wird gesagt du musst am FR wieder kommen da der andere Kollege am Do Abend weggehen will und da kann man dann am nächsten Tag nicht RTW fahren.
(Eher die Regel)

Frage: Wo ist da gleiches Recht und gleiche Pflicht.
Um das geht es und nicht darum das EA Jobkiller sind das hat hier niemand behauptet nur EA´s selbst.

Der Rettungsdienst ist historisch Begründet alles ist historisch begründet. Früher fuhren die Chirurgen von Markplatz zu Markplatz und haben dort Operiert. Diese Zeit ist aber vorbei.
Und wird nicht wieder kommen.

Noch ein kleiner Hinweis an euch EA Helden auch der HA hat Familie die er durch seinen Beruf ernähren muss. Auch der HA möchte sein Leben ein wenig planen. Lasst euch das mal durch denn Kopf gehen.


PS: Sehe die Diskussion an dieser Stelle für mich als beendet an. Was ich von EA halte habe ich mehr als einmal geschrieben. Leider glaube ich wollten es die EA-Kollegen anders verstehen als ich es gemeint habe.



Mit Kollegialem Gruß

R.A. Pioneer



:cool:

von R.A. Pioneer - am 17.09.2004 12:12
Okay, nun mal tacheless... das Dünnbier welches der beginner dieses Threads von sich gibt ist ja wohl etwas abgestanden. Ein intelligenter Mensch kennt mehr als "gut/ böse, gut schlecht, schwarzt/weiß", ein intelligenter Mensch könnte sehen dass es durchaus die Zusammenarbeit zwischen HA und EA geben kann, sofern die EAs als geringfügig Beschäftigte angemeldet werden isses auch keine Schwarzarbeit mehr ;-) Aber wenn ich solches Gesülze lese kommt mir der Gedanke dass der R.A. Pioneer einer der Sorte ist die zum Einkaufen ihre Dienstkleidung mit dem Rückenschild "Sehr Wichtig" anziehen. Sorry, aber solche Leute gehören meiner Meinung nicht auf nen RTW sondern als Pausenclowns in den Zirkus.



von crazyandy - am 18.09.2004 07:08
Hallo, das Argument das Ehrenamtliche Job-Killer sind kenne ich schon zur genüge, ich kann deine Angst auch gut verstehen. Aber das gibt es in anderen Bereichen auch: so arbeitet eine Krankenpflegehelferin auch genauso wie eine Krankenschwester und erteilt ihr auch Befehle, je nach Arbeitserfahrung!
Es gibt auch gut ausgebildete Ehrenamtliche! Die Sellen, die von Denen besetzt werden , werden auch nicht von HauptamtlichenMitarbeitern besetzt, oder diese müssen viele Überstunden machen. Ich kann auch nur da aufs Krankenhaus hinweisen, mehrere Hundert überstunden sind normal. Sei froh das Ehrenamtliche dir ungeliebte Schichten abnehmen, ich wünschte sie würden Sonntags und an Feiertage für mich arbeiten denn dann würde ich gerne im Bett liegen , aber ich muss da arbeiten

von ginue - am 19.09.2004 00:05
Hallo Leute,:-(

wollt eigentlich zu dem Thema nichts mehr sagen, nur leider bin ich wie ich glaube total falsch verstanden worden. Mit CrazyAndy habe ich versucht das ganze Mal persönlich per E-Mail zu Besprechen, leider habe ich keine Antwort erhalten. Finde seine Art Gespräche zu führen etwas Komisch und seine Argumente etwas Abgedroschen. Denn wo ich kucke macht sich dieser Mensch immer nur Gedanken darüber dass die anerkannten RA diskriminiert werden.

:p Aber zum eigentlichen Thema. Werde es jetzt noch mal versuchen zu erklären. Finde EA in einer Hilfsorganisation sehr sinnvoll, egal ob im Rettungsdienst oder sonst irgendwo. Sehe zwar die wichtigste Aufgabe eines EA im Bereich Katastrophenschutz SEG und HVO bin in diesen Bereich übrigens selbst sehr aktiv. Finde es auch sehr wichtig und sinnvoll EA im Rettungsdienst einzusetzen sehe da auch keine Gefahr für HA Arbeitsplätze. Bin zwar der Meinung es wäre für alle besser wenn auch der EA einen Arbeitsvertrag bekommen würde(Ich weiß das man ihn dann nicht mehr EA nennen darf!". Was bedeuteten würde, voll kommend gleiches Recht und gleiche Pflichten für beide Seiten. Des weitern bin ich der Meinung das es am sinnvollsten ist den EA Kollegen mit einem Routinierten(fitten gut Ausgebildeten) HA loszuschicken. Dies hat für den EA Kollegen wie ich denke den größten nutzwert, da er sich hier viel Abschauen und Lernen kann.

:cool: Wollte auch an dieser Stelle noch was zum Thema Stellen sagen. Stellen gibt es immer wieder könnte euch im Moment über 4freie Stelle im Rettungsdienst überwiegend RS Stellen nennen.
Oder ihr könnt mal selbst unter www.drk.de oder www.brk.de Stellen gucken.

:hallo: Werde meine Aussage auch zum Thema. "Dafür muss aber kein HA zu Hause bleiben oder Schichtzulagen verlieren weil mal wieder jemand Hobbymäßig deinen Job machen will" versuchen zu erläutern. Damit habe ich ein persönliches Problem das hat nichts mit dem EA Kollegen zu tun dies ist eher ein Problem oder eine Taktik durch den Vorgesetzten. Bei uns ist es leider so Üblich: der HA hat seinen Rahmendienstplan nach dem er mehr oder weniger sein Leben planen muss. Jetzt hätte der HA nächste Woche Nachtdienst. Der Chef ruft zwei Tage vor beginn der Nachtschicht an und teilt dem HA mit das er zu Hause bleiben muss weil seine Schicht ein EA fahren wird. OK Planung beim Teufel. Des weitern teilt der Chef mit das der HA dafür mal eben da und mal eben da einspringt. Dafür kann in der Regel der EA überhaupt nichts. Leider kommt es nun schon mal vor das man mit dem einem EA besser als mit dem anderen Auskommt. Nun passiert es schon mal das der EA mit dem man nicht so gut Auskommt immer genau dann Arbeiten will wenn man gerade Dienst hat. Das finde ich nicht gut. Des weitern habe ich gesagt das ich den Rettungsdienst nicht als Hobby sondern eher als Lebensaufgabe sehe ich Denke das das sowohl ein HA als auch EA gleich sieht. Nur für den EA ist es im Moment doch egal ob er an einem Feiertag oder sonst wann Arbeitet. Für den HA bedeutet dies aber Schicht und Freizeitzulagen. Und möchte die EA Kollegen nur darum bitten einmal daran zu Denken. Denn es ist doch zu begrüßen das ein entspanntes Klima zwischen EA und HA herrscht.

:knuddel: Der Lohn als HA ist wirklich nicht besonderes gut. Jeder neu Ausgelernte Handwerker verdient mehr. Dazu ein kleines Beispiel BAT West VII 25 Jahre alt 1243,73 plus Ortzuschlag 565,28 entspricht einem Gesamt Netto Lohn von 1809,01. Dies jetzt mal umgerechnet auf einen Stundenlohn. 45 Stunden Woche im Monat 200 Stunden. 1809,01 : 200= 9,045 € Stundenlohn Brutto. Da macht sich der ein oder andere Schichtzuschlag schon gut.

Hoffe ich konnte jetzt meine Anliegen etwas verständlicher Rüberbringen.

Mit freundlichen Grüßen

R.A. Pioneer


:hot:

von R.A. Pioneer - am 19.09.2004 18:31
Hallo Leute,

hab leider vergessen zu sagen wer und was ich bin und was ich mache möchte dies mal nachholen.



von R.A. Pioneer - am 19.09.2004 18:45
Hi Pio,

es überrascht mich, das DU 1800 Euronen für nicht viel hälst. Verkäufer, Frisöre, Arzthelferinnen, Bürokaufleute verdienen gerade mal die Hälfte...
Und der RD ist nun mal ein Dienstleistungsberuf und kein Handwerksberuf
Ansonsten hast Du mit Deinem Posting Deine Meinung sehr gut rübergebracht :-)

von klausnr1 - am 19.09.2004 18:45
die meisten wo im rd arbeiten sagen es gibt zuwenig geld.
ich sehe es total anderst.
komisch nur, dass gerade solche leute jahrelang im rd arbeiten und sich keinen besseren job suchen, wo sie nach ihren vorstellungen bezahlt werden.
oder noch besser, wenn jemand in der stadtrettung tätig ist, einfach auf ne landwache wechseln...
ich bin super zufrieden über mein geld im monat, und dies ist als praktikantin ( ra ) zur zeit bei 1050 Euro und mit dem geld kann man super leben. man muss halt auch einsehen, was zuteuer ist und seinen hohen lebensstandart ändern. bzw. ein anderer beruf / andere region.


( Rd ist nur während dem einsatz anstrengend, bzw. beansprucht dort die meiste leistung, und das rumsitzen auf der wache zählt da nicht mit ) ( der einsatz beginnt, wenn der melder geht )

von dani - am 19.09.2004 19:05
Hallo Dani, :spott:


dani schrieb:

Zitat

die meisten wo im rd arbeiten sagen es gibt zuwenig geld.
ich sehe es total anderst.
ich bin super zufrieden über mein geld im monat, und dies ist
als praktikantin ( ra ) zur zeit bei 1050 Euro und mit dem
geld kann man super leben. man muss halt auch einsehen, was
zuteuer ist und seinen hohen lebensstandart ändern. bzw. ein
anderer beruf / andere region.



Als Praktikant 1050 Euro(Knapp 2000DM) zu bekommen finde ich spitze wo Arbeitest Du? :kaffee: Ist dies Netto oder Brutto Lohn.

Vielleicht bin ich was denn Lohn Angeht etwas verwöhnt, mein Stundenlohn im Handwerk nach der Lehre betrugt vor einigen Jahren 21,00DM. Heute verdient dort ein Ausgelernter 12,50€. Nach drei Jahren Berufserfahrung betrug das Gehalt dann einen Stundenlohn von 32,00 DM und wenn ich dies als Vergleich nehme sehe ich den Lohn im Rettungsdienst schon als etwas gering an. Bei uns in der Region sind die Löhne eben relativ hoch aufgrund des hohen Industriellen Anteils. An diesen Zustand haben sich natürlich auch die Verbraucherpreise angepasst.

Zitat

( Rd ist nur während dem einsatz anstrengend, bzw.
beansprucht dort die meiste leistung, und das rumsitzen auf
der wache zählt da nicht mit ) ( der einsatz beginnt, wenn
der melder geht )


:stop: Da muss ich dir leider widersprechen. Studien zeigten z.B. beim Hochwasser in Dresden das die Helfer die nicht zum Einsatz kamen unter genauso viel zum Teil sogar an mehr Stress litten als die anderen.
Denke schon das der Job egal ob beim warten oder während dem Einsatz sehr anstrengend ist.


Mit Kollegialem Gruß

R.A. Pioneer

:cool:



von R.A. Pioneer - am 19.09.2004 19:43
Ich möchte auch gern etwas Schärfe aus der Diskussion herausnehmen!

Ich habe vorher als Gast Sebastian gepostet.

Ich denke, daß die Ehrenamtlichen, dem Hauptamt nichts wegnehmen sollten! Wir sind eine Ergänzung, kein Ersatz!

Natürlich müssen die Ehrenamtlichen Helfer mit RD Qualifikation die Möglichkeit haben, in der Materie drin zu bleiben. Bei uns in Berlin absolviert die BF den Löwenanteil im RD. Allerdings ist sie bei besonderen Lagen( Staatsbesuch, 1.Mai, Sylvester) auf EA RTWs der Hios angewiesen. Unsere Tätigkeit ist vergleichbar mit der einer FF in einer Großstadt.

Wenn wir auf Wache fahren, müssen wir die gleiche Leistung bringen wie die Hauptamtlichen Kollegen. Auch bei unseren SanDiensten sind regelmäßig RTWs im Einsatz. Da es hier z.T. 20.000 Teilnehmer und mehr zu betreuen gilt, können wir uns nicht auf das Pflasterkleben verlegen!

Die Terrorgefahr ist heutzutage allgemein bekannt, spätestens, wenn es irgendwo richtig knallt, benötigt das Hauptamt im RD unsere Fähigkeiten!!!



von Sanbaer - am 19.09.2004 23:47
Mir hat noch kein EA irgendwelche Zuschläge "weggenommen", das liegt wohl daran dass wir als Betriebsräte bei meinem früheren Arbeitgeber eine betriebsvereinbarung hatten welche besagte dass wir bei Dienstausfall durch Einsatz von ehrenamtlichen Kollegen keine Stunden/ Verdienstausfälle hinzunehmen brauchen. Nur wenn wir frei wollten und ein EA einsprang mußten wir verzichten. Bei meinem jetztigen AG bekommen wir die Zuschläge zwar nicht wenn wir frei haben, aber es kam bisher noch nie vor dass ein EA einem HA bevorzugt wurde, klingt blöd, aber das kann auch mit der Qualifikation von inseren HA liegen, da wir sehr viele heftige Notfalleinsätze ohne Notarzt bewältigen müssen.
Zur anderen Sache dass der Job nur im Einsatz anstrengend sei: Ich finde es viel anstrengender mir die Zeit auf der Wache totzuschlagen, vom Herumliegen auf der Couch und dem ständigen Playstationspielen bekomm ich nämlich Kopf-und Rückenschmerzen.
M.f.G
crazyandy



von crazyandy - am 20.09.2004 04:38
Hallo ich bin der Meinung diese Diskussion ist so alt wie das Ehrenamt im Rettungsdienst.
Eine Lösung gibts leider nicht, immer werden Hauptamtliche behaupten das Ehrenamt würde ihnen die Stellen wegnehmen und die Ehrenamtlichen sich beschweren das das Hauptamt nicht nett ist.

Was eigentlich ganz gut funktioniert bei uns ist ein rein ehrenamtliche Rettungswache, die in Ballungszeiten oder einfach zu Zeiten in denen Ehrenamtliche zeit haben den Rettungsdienst unterstützen. Die Hauptamtlichen sind zur gleichen Zeit eingesetzt sind aber zweite Abfahrt in der Zeit.
Das Verhältnis zu denen ist gut. Einen grossen Nachteil birgt die sache aber. ich bin der Meinung das die Qualität leidet. Früher, als ich noch viel mit Hauptamtlichen gefahren, besonders mit den sehr erfahrenen und weitergebildeten von ihnen, habe ich auch sehr viel von ihnen gelernt.
Sie hatten einfach mehr Routine als die Ehrenamtlichen da es ihr täglich Brot war, auch waren die Hauptamtlichen gelassener. Das wirkt der eigenen Nervosiät, besonders wenn man gerade lernt entgegen.

Also alles in allem ist das schon ein schönes Konzept. Grüsse Ginue

von ginue - am 21.09.2004 08:43
Warum ich auf die persönliche Mail von Beginner dieses Threads nicht geantwortet hab habe ich ja wohl schon erklärt. Wenn er ein Prob mit EAs hat ist es sein Privatvergnügen. Wenn sein Chef EAs ihm gegenüber vorzieht ist es wohl nicht weit her mit der Umsetzung seiner Kenntnisse. Ich finde nur dass EAs nicht weiter als Ehrenamtliche bezeichnet werden sollten sondern als das was sie auch sind: geringfügig Beschäftigte.

von crazyandy - am 21.09.2004 13:18
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