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Informationen zum Thema:
Forum:
Berufsbild Rettungsassistent
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
ndp, bobycar, Daniel Grein, Lilli

Fortbildung zum RA

Startbeitrag von Lilli am 28.10.2004 09:21

Hallo,

ich stelle eine dringende Anfrage für eine Freundin.

Sie ist beim Rettungsdienst als Rettungssanitäterin beschäftigt. Jetzt hat sie sich für eine Fortbildung zur Rettungsassistentin angemeldet. Diese läuft mit Blockunterrichten und Krankenhauspraktika ab.
Sie hat für diese Zeiten ausreichend Resturlaub, aktuellen Urlaub und Überstunden.

Nun sieht die Sache aber so aus, dass der Chef blockiert. Sie hat ihn fairerweise über ihre Pläne informiert und er hat anfangs auch positiv reagiert. Andernfalls hätte sie sich auch nicht angemeldet. Jetzt ist es soweit, dass sie eine Woche Überstunden nehmen wollte, um das erste Praktikum abzuleisten und auf einmal blockiert ihr Chef. Mit der Begründung, es fehlten Leute, darf sie die Überstunden nicht abbauen. Merkwürdigerweise hat Ihr Teamkollege zwei Tage später Überstunden für den gleichen Zeitraum eingereicht und sie bekommen.
Auf Nachfrage stellte sich wohl heraus, dass der Chef Ihr die Fortbildung absichtlich behindern will.

Kenn jemand Urteile zu ähnlichen Fällen oder weiß jemand Rat?

Danke

Antworten:

hat sie irgendetwas schriftliches in der Hand? Sowas lediglich mündlich zu klären wäre ja auch mehr als nur naiv.

Nils



von ndp - am 28.10.2004 13:08
Hallo Lilli,

in der Tat eine sehr unschöne Situation, in der deine Freundin - wie Nils bereits erwähnte - ohne etwas Schriftliches schlechte Karten hat.
Die einzige Möglichkeit, der Willkür des Chefs entgegenzutreten, ist der Gang zum Betriebsrat. Es muss dem Mitarbeiter ermöglicht werden, an Fort- bzw. Weiterbildungen teilzunehmen. Allerdings nur im betrieblich möglichen Rahmen. Sollte also der Chef glaubhaft begründen können, daß eine Abgeltung der Überstunden derzeit nicht möglich ist, muss sich deine Freundin nach anderen Möglichkeiten umsehen.

Welcher Chef ist denn überhaupt gemeint - der Wachenleiter, Personalchef oder ... ? Vielleicht hilft der Gang zur nächst höheren Instanz schon weiter ?



von Daniel Grein - am 28.10.2004 13:14
Ja, machen kann man sicherlich vieles, aber dafür haben wir bisher zu wenig Informationen.

von ndp - am 28.10.2004 13:53
Tach,

heikle Situation...

1. Möglichkeit: es gibt Zeugen für das Gespräch. Da hat sie gewonnen.

Dann kann es als mündlicher Vetrag ausgelegt (genaue rechtliche Lage kann ich auch nicht sagen) und der ist rechtsbindent.

2. Möglichkeit: der Betriebsrat. Hier ist aber die Frage wie der Betriebsrat sich für die Arbeitnehmer einsetzt.

3. Möglichkeit: Mit dem Geschäftsführer sprechen, den für jeden Tag Urlaub und für jede Überstunde die ein Arbeitnehmer macht, muß das Unternehmen Rücklagen bilden und das kann schon einiges werden.

4. Möglichkeit: der Chef hat so etwas schon mal bei jemanden gemacht und es konnte bewiesen werden. Da hätte man auch gute Karten.


Aber sie sollte immer daran denken, besonders bei 3. und 4., das es heikel bzw. unangenehm werden kann. Aufjedenfall braucht sie eine Stärkung der Kollegen und des Betriebsrates.



von bobycar - am 28.10.2004 14:08
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