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vor 15 Jahren, 5 Monaten
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Kaiser Franz, Tschirri aus Lautern

Das Interview mit dem designierten Präsidenten

Startbeitrag von Tschirri aus Lautern am 13.03.2003 13:39

Auszug aus den "WILER NACHRICHTEN"

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Sport Nr. 11 – 13.03.2003
Inhalt
Roger Bigger heisst der neue Präsident des FC Wil

Der FC Wil soll nationale Spitze bleiben



(Auf Bild klicken für Vergrösserung)
Dass sich im Vorstand und im Umfeld des FC Wil einiges tut, ist spürbar. Nachdem das Rettungskomitee die Finalrunde und den weiteren Ausbau des Stadions sicherte, möchte nun eine neue Führungscrew, die an der GV im April gewählt werden soll, das Vereinsschiff wieder auf ruhigere Bahnen lenken. Bereits jetzt sind die Segel gesetzt, um mit voller Fahrt die angestrebten Ziele zu erreichen. Der neue Mann an der Spitze des FC Wil heisst Roger Bigger, ist 34 Jahre jung und ein waschechter Wiler. Sein Kredo lautet unmissverständlich: «Der FC Wil soll und will auch künftig in der Schweizer Fussballszene in der obersten Liga eine positive Rolle spielen.» Zusammen mit dem Nachwuchs aus den eigenen Reihen möchte der FC Wil sich vermehrt in der Region integrieren und sich mit dieser auch identifizieren.


Roger Bigger ist seit Kindsbeinen ein treuer Fan des FC Wil und Mitglied des Clubs 2000. Er gehörte auch dem Rettungskomitee an, welches in den vergangenen Monaten mit viel Herzblut den Karren aus dem berühmten Dreck zog und den FC Wil vorerst wieder auf eine gesundere Basis stellte. Bigger spielte in der Juniorenabteilung des FC Wil und später auch beim FC Bazenheid. Zwei Kreuzbandrisse beendeten dann aber eine mögliche sportliche Laufbahn. Noch heute betätigt er sich polysportiv, bestritt schon den New York-Marathon und am vergangenen Wochenende zum ersten Mal auch den Engadiner Ski-Marathon. Der gelernte Banker ist Direktionsmitglied bei einer Zürcher Bank, noch ledig, und wohnt in Wil.

Wiler Nachrichten: Als neuer Präsident des FC Wil brauchen Sie wahrlich viel Ausdauer. Was bewog Sie, dieses Amt zu übernehmen?

Roger Bigger: Es ist die Begeisterung für den Fussball und die Möglichkeit, mit einer neuen Crew in Wil weiter etwas zu bewegen. Es ist auch eine soziale Verantwortung, das sportlich, grosse Werk in Wil weiterzuführen. Auch die neue, sehr motivierte Crew bestärkt mich, gemeinsam etwas zu erreichen und als Wiler Fussballer der Jugend etwas zurückzugeben. Denn auch ich profitierte als Jugendlicher vom Verein grundsätzlich.

Wie gross ist diese Crew

Die neue Geschäftsleitung, der auch bisherige Mitglieder angehören, wird gegen neun Personen umfassen. Ein vollamtlicher Geschäftsführer, ein Marketingchef und eine neue Person für die Öffentlichkeitsarbeit sollen garantieren, dass der FC Wil noch professioneller geführt wird und auch so auftreten kann. Mit einer offenen Medienarbeit möchten wir auch dafür sorgen, dass nicht unwahr spekuliert, sondern spannend und interessant berichtet werden kann.

Ein gerüttelt Mass an Arbeit auch für den Präsidenten?

Sicher nicht mehr soviel wie in der vergangenen Zeit als Mitglied des Rettungskomitees. Die zeitliche Belastung erreichte für einige Personen fast das Übermenschliche. Künftig werde ich vor allem führen, koordinieren und kontrollieren, was ja auch die Aufgaben eines Präsidenten sind.

Gibt es für Sie keinen Schatten «Hafen»?

Nein! Diese Geschichte war mit dem 15. November 2002 abgeschlossen und ist nun Sache der Gerichte. Der FC Wil ist vorab gerettet und unsere Aufgabe gilt einzig und allein der Zukunft. Nur für diese ist die neue Crew auch verantwortlich.

In welcher Liga wird diese geplant?

Unsere Strategie und die Bestrebungen im Vorstand sind ganz klar dahin ausgerichtet, das der FC Wil auch künftig in der 10er-Liga der NLA spielen kann. Schweizermeister wird kaum das primäre Ziel sein, aber zwischen Platz sechs und neun möchten wir uns sicher einordnen.

Das heisst, der FC Wil beantragt die NLA-Lizenz für die Saison 2003/04?

Natürlich ja! Ich bin auch sicher, dass der FC Wil, zusammen mit vielen regionalen Sponsoren, auf eine gesündere Basis zu stehen kommt, als viele Grossvereine, die abhängig sind von einzelnen Grossen, welche die riesigen Verluste decken und seit Jahren immer wieder Finanzprobleme haben.

Gibt es genügend Sponsoren für den FC Wil?

Wir sind auf gutem Weg, für den Lizenzantrag vom 15. März ein Budget zu erstellen, das auch abgesichert werden kann. Sicher sind wir dabei auf die vielen kleinen Sponsoren aus der ganzen Region angewiesen und dürfen nicht nur auf einen ganz Grossen zählen.

Hat die Ostschweiz Platz für zwei NLA-Vereine?

Meiner Meinung nach ja! Ich bin auch nicht für einen FC Ostschweiz. Einer der beiden Vereine würde komplett untergehen. Die Fans aus St.Gallen oder Wil würden dies kaum goutieren und ohne Fans und Zuschauer stirbt der Fussball. Die Nachwuchsarbeit in Wil ist so gut, dass wir es der Jugend schuldig sind, dass sie hier eine Plattform finden, um weiter zu kommen. Wir müssen auch das Potential Richtung Zürich nutzen, denn Winterthur ist zu nahe an der Agglomeration Zürich und dürfte es schwerer haben als Wil.

Wird das Team in der jetzigen Formation zusammen bleiben? Bleibt Hanspeter Meier Trainer?

Das ist unsere Zielsetzung. Da wir auch künftig in der NLA mitspielen möchten, ist es auch für die Spieler interessant, in der obersten Liga beim FC Wil zu spielen. Diesbezüglich wird aber Armando Müller, der Sportchef bleibt, die detaillierten Verhandlungen in die Wege leiten. Zur Zeit bleibt Hanspeter Meier Trainer. Über seine Zukunft wird gemeinsam in den kommenden Wochen entschieden.

In Zukunft wird auch die Stadionfrage den FC Wil beschäftigen. Wie stehen Sie dazu?

Das ist eine Aufgabe für die Zukunft. Sicher ist, dass der FC Wil für die Stadt und die Region ein positiver Imageträger ist und sogar als Marketing-Faktor eingesetzt werden kann. Dies muss für die Stadt und die Bevölkerung so viel Wert sein, die Infrastruktur künftig anzupassen um auch diesbezüglich längerfristig NLA-tauglich zu sein.

Hat der FC Wil genügend Gewicht, um auch in der Nationalliga ernst genommen zu werden und nicht zu den «unerwünschten» Kleinen zu gehören.

Es wird an unserer guten Arbeit liegen, zu beweisen, dass nicht nur grosse Namen national etwas bewegen können. Die Fussball-Lobby soll und muss spüren, dass die kleineren Vereine nicht einfach als «Underdogs» geduldet werden können, sondern mitspielen und mitentscheiden werden. Dass auch «Grosse» (Lausanne, Sion, Lugano) scheitern, zeigte ja die jüngste Geschichte und dies ist kaum ein Ruhmesblatt für den Fussball.

Hermann Rüegg




© Wiler-Nachrichten, 1998-2001
Ein Produkt des Verlaghauses Rolf-Peter Zehnder AG.

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Gruss an alle WIL-Fans
Tschirri aus Lautern

PS. Nur noch Kaiser Franz wäre eine bessere Lösung. ;-) ;-)

Antworten:

Lieber Tschirri

Deine Schmeicheleien ehren mich. Aber i bin der Meinung, dass der Rotscher
a sauguate Lösung für den FC Wil is.

I kümmere mi no a paar Johr für den FC Bayern und hol dann Di, lieber Tschirri, als Nachfolger ins Präsidium, resp. als Verwaltungsratspräsident.

I winsch meinem desingnierten Kollegen dem Rotscher Bigger oals Guats, vui Freid beim neuen Job.

P.S. Tschirri, kommt's a longsom vom Tabellenend weg. Hoab a Riesenfreid, dass der FC K ned obsteig'n wird.

Sans Griesst as Minchen
Euer Kaiser Franz

von Kaiser Franz - am 13.03.2003 18:13
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