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Syrus, Raul (c), Räuber Hotzenplotz

Guter Artikel über das @!#$ Peischl

Startbeitrag von Syrus am 16.11.2003 17:07

Hier noch ein guter Artikel im Facts über Heinz Peischl und die Spieler die er kaputt gemacht hat!

Trainer Heinz Peischl trimmt den FC Sankt Gallen mit diktatorischer Härte auf Erfolg. Neun unerwünschte Spieler hatte er zum Lauftraining in den Wald verbannt. Viele von ihnen leiden heute unter psychischen Problemen.

An den Trainings des FC Sankt Gallen herrscht Stille. Und wenn einer spricht, dann Trainer Heinz Peischl: fordernd seine Gesten, halblaut der Ton, aber scharf. Seine Vorgaben sind konsequent und die Trainingseinheiten hart und effizient. Der 39-jährige Österreicher tritt als Herrscher mit diktatorischen Zügen auf. Die Spieler spitzen die Ohren, wenn er sie anspricht, ihre Körper sind gespannt. Wer nicht spurt, fliegt.

«Ich verlange von jedem Spieler hundertprozentigen Einsatz, ehrliche Arbeit», sagt Peischl. Seine Priorität ist das Kollektiv, Stars will er nicht. Seine Mannschaft ist kantenlos, ein Team von angepassten Spielern, von Untergebenen, könnte man sagen. Der FC Sankt Gallen ist ein Ebenbild des FC Wil der letzten zwei Saisons, bei dem Heinz Peischl zuletzt als Trainer wirkte.

Der Erfolg spricht für Peischls Fussballphilosophie. Mit dem FC Wil ist er letztes Jahr in die höchste Liga aufgestiegen und hat das Team unter den besten acht Mannschaften der Schweiz etabliert. Eine Sensation. Den FC Sankt Gallen hat er in der letzten Saison vor dem Abstieg gerettet und nun bis auf Platz fünf der Tabelle gehievt – Tendenz steigend. Auch im Cup-Wettbewerb läufts sehr gut. Peischl und sein Team qualifizierten sich am Wochenende für die Viertelfinals.

Doch der Erfolg hat auch Schattenseiten. «Die Spieler beim FC Sankt Gallen sind nur noch Hampelmänner», sagt der frühere Topskorer Giorgio Contini, der heute beim B-Klub Winterthur spielt. Und die ausgemusterten Spieler kämpfen mit psychischen Problemen.

Der krasseste Fall ist Mittelfeldspieler Leo Lerinc. Er hat einen Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik in Gais, Appenzell Ausserrhoden, hinter sich. Der jugoslawisch-ungarische Doppelbürger wurde vor einem Jahr vom damaligen Sankt-Gallen-Trainer Gérard Castella verpflichtet. Lerinc, technisch hoch begabt, aber lauffaul, bekam die ersten Peischl-Hiebe dieses Frühjahr zu spüren. Als der Trainerwechsel beim FC Sankt Gallen bereits fünf Spielern – trotz gültigen Verträgen – den Job gekostet hatte. Im Spiel gegen Delsberg wurde er in der 65. Minute eingewechselt, zehn Minuten später wieder ausgewechselt – die Höchststrafe für Fussballer.

Vor dem letzten Spiel der vergangenen Saison, als der Klassenerhalt feststand, kommt es auf dem Trainingsplatz zur zweiten Säuberungswelle. Peischl teilt zwölf Spielern, darunter Lerinc, in 30-Sekunden-Gesprächen mit, dass es für sie keinen Platz mehr gebe ihm Team. Später im Trainerbüro werden ihnen die Gründe erläutert.

Die Spieler mit ohnehin auslaufenden Verträgen machen dem FC Sankt Gallen keine Bauchschmerzen. Sie müssen gehen. Was aber soll mit den nicht mehr erwünschten Spielern geschehen, die vertraglich noch an den Klub gebunden sind? Peischl hat die Antwort: Er versammelt die Unerwünschten in der «Gruppe Wald». Ab Trainingsbeginn Mitte Juni werden sie von der Mannschaft separiert – eigene Garderobe, eigenes Trainingsprogramm: joggen, joggen, joggen, auf der Finnenbahn im Wald. Zur Abwechslung gibts ein 100-Meter-Sprint-Training direkt neben dem Trainingsplatz, auf dem die anderen mit dem Ball trainieren. «Es kam mir vor wie eine reine Schikane», sagt Rainer Bieli rückblickend. Der FC Sankt Gallen habe damit nur bezwecken wollen, dass die Spieler den Vertrag freiwillig auflösen. «Ich hatte das Gefühl, wie eine Ware behandelt zu werden, die man nicht mehr braucht.» Sie seien von den anderen Spielern ferngehalten worden, damit keine Diskussionen aufkommen konnten. «Der Kontakt mit der Mannschaft wurde verhindert.»

Bieli ist einer der Spieler, die den Absprung nach einem Monat in der «Gruppe Wald» schaffen. Der FC Aarau leiht den wirbligen Stürmer bis Saisonende aus. Diejenigen, die einen neuen Klub finden, müssen Lohneinbussen in Kauf nehmen. Die zurückgebliebenen Spieler der «Gruppe Wald» kämpfen mehr und mehr mit psychischen Problemen. Das Selbstvertrauen erodiert.

Am 1. September wird auch Verteidiger Carlos Chaile erlöst. Zweieinhalb Monate Lauftraining haben den argentinischen Verteidiger zermürbt. Sein neuer Klub Pasching in Österreich weiss nichts von seinen Problemen. Trainer Heinz Hochhauser sagt: «Dass Chaile in Sankt Gallen nur im Wald herumgerannt ist, habe ich nicht gewusst.» Hochhauser merkt schnell, dass seiner Neuverpflichtung nicht nur Match-, sondern auch Trainingspraxis fehlt. Chaile kommt in Pasching kaum zum Einsatz.

Die Gruppe Wald wird kleiner und kleiner. Torhüter Oliver Stöckli löst den Vertrag auf. Noch Anfang letzter Saison war der Goalie Captain des Teams, heute ist er arbeitslos, durchgefallen, auch im Probetraining beim FC Wil. Es bleiben zwei Unerwünschte übrig – beides Ausländer: Leo Lerinc und der Brasilianer Jairo. In der Meistersaison 2000 war Jairo noch eine der grossen Figuren im Team von Sankt Gallen. Mit seinem enormen Laufpensum und seiner brillanten Technik ein Garant für den Erfolg. Jetzt läuft er nicht mehr. Er hatte einen epileptischen Anfall. Eine Leistenoperation Ende Oktober schloss sich an. Eine alte Verletzung, wegen der er sich oft fit spritzen liess, aber der Zeitpunkt für den Eingriff war wohl kein Zufall: «Jairo hat psychische Probleme, wen wunderts?», sagt Vinicio Fioranelli, Berater des Brasilianers. Momentan ist der Spielervermittler das Sprachrohr des sensiblen, harmoniebedürftigen Spielers, der sich nicht selber äussern will. Als zweifacher Familienvater fürchtet er, sich durch falsche Worte die sportliche Zukunft definitiv zu verbauen.

Der letzte übrig Gebliebene aus der «Gruppe Wald» ist Leo Lerinc. Zum Interview-Termin erscheint er, winkt aber ab: «Ich kann nicht darüber reden.» Lerincs zweiwöchiger Aufenthalt in der Psychiatrischen Klinik Gais, Appenzell, wird von Fioranelli bestätigt, der Lerinc bei juristischen Fragen hilft. Zusammen mit dem Anwalt Werner Rempfler hat Fioranelli erwirkt, dass Lerinc wenigstens ins Nachwuchsteam von Sankt Gallen reintegriert wurde. Rempfler stellt der Vereinsführung ein schlechtes Zeugnis aus, deutet an, dass es noch finanzielle Streitpunkte gibt. Über die Gründe, warum Lerinc schliesslich nach Gais eingewiesen wurde, sagt er bestimmt: «Der einzige Grund ist seine berufliche Situation. Leo trinkt nicht, nimmt keine Drogen, hat keine Frauengeschichten. Er ist ein sauberer, braver Junge.»

Das sieht Thomas Müller, der am 3. November das Präsidentenamt des FC Sankt Gallen an Dieter Fröhlich übergab, ganz anders. «Lerinc zeigte bei uns absolut keine Leistungsbereitschaft. Nur wenn es um das Geld geht, denkt er messerscharf.» Müller betont, dass Lerinc seinen Lohn (geschätzte 220'000 Franken im Jahr) immer pünktlich bekomme. Auf die Frage, warum er als Präsident die «Gruppe Wald» überhaupt zuliess, weicht Müller aus. «Der Nachwuchs begann erst Mitte Juli mit dem Training.» Transferchef Peter Stadelmann wird etwas konkreter: «Das war ein Entscheid der sportlichen Leitung mit Heinz Peischl und dem damaligen Sportchef Tino Osta.» Und die Erklärung von Heinz Peischl? «Der Schnitt war damals nötig, die Mannschaft überaltert.» Über die «Gruppe Wald» will sich der Trainer nicht äussern. «Die Spieler passten nicht in mein Konzept. Mehr kommentiere ich nicht.»

Überholte Methoden, findet Sportpsychologe Marcel Zobrist. «Peischl hat keinen Respekt vor der Psyche der Spieler.» Zobrist kennt die verheerenden Folgen für Sportler, wenn sie der Emotionen, der Anerkennung und des Selbstvertrauens beraubt werden, aus seiner beruflichen Erfahrung. Die Klinik Gais bezeichnet er als «klassische Wiedereingliederung für happige Fälle».

Heinz Peischl lässt das alles kalt. Hauptsache, auf dem Fussballplatz tanzen die Spieler nach seiner Pfeife. Nur privat zeigt er ein anderes Gesicht. Da pflegt er die Harmonie, spielt Saxofon und Klarinette. Er gilt als Charmeur, der bei Frauen gut ankommt. Peischl ist ein interessanter Gesprächspartner, schweift gern ab ins Philosophische. Ein hervorragender Rhetoriker, intelligent, sicher im Auftreten. Ein zugänglicher Mensch, solange man ihn nicht kritisch auf seine eigenwilligen Trainermethoden anspricht. Dann blockt er vehement ab: «Ich würde alles wieder so machen.»



Lauftraining statt Praxis: Neun Spieler wurden von Trainer Heinz Peischl in die «Gruppe Wald» versetzt – viele haben den Klub verlassen.

Ionel Gane
(Vertrag bis Juni 2004)
Der rumänische Stürmer wechselt am 4. Juli leihweise zu GC. Sankt Gallen übernimmt weiterhin einen Grossteil seines Lohns.

Rainer Bieli
(Vertrag bis Juni 2004)
Sankt Gallen verlängert den Leihvertrag mit Aarau – beide Klubs übernehmen einen Teil des Lohns.

Ivan Stefanovic
Der Vertrag mit dem Jugoslawen wird im gegenseitigen Einverständnis aufgelöst, er kehrt in seine Heimat zurück.

Carlos Chaile
Der Innenverteidiger wird Anfang September nach Österreich verkauft. Er hat einen Zweijahresvertrag bei Pasching in der obersten Liga, kommt aber kaum zum Einsatz.

Oliver Stöckli
Erst Captain, dann Ersatzgoalie, unter Peischl rausgeschmissen. Am 24. September wird der Vertrag aufgelöst, er ist zurzeit arbeitslos.

Oliver Boumelaha
(Vertrag bis Juni 2004)
Ein möglicher Transfer zu La Chaux-de-Fonds platzte – der junge Franzose wird in den Nachwuchs integriert.

Vincenzo Zinna
(Vertrag bis Juni 2004)
Das einstige Supertalent wechselt Ende Juni leihweise zum österreichischen Regionalligisten SCR Altach.

Leo Lerinc
(Vertrag bis Juni 2004)
Er war wegen psychischen Problemen in der Klinik in Gais AR. Auf Druck seines Anwalts darf er im Nachwuchs spielen.

Luiz Filho Jairo
(Vertrag bis Juni 2004)
Er hat psychische Probleme und eine Leistenoperation hinter sich. Der bestverdienende Sankt-Galler hofft auf Reintegration in die 1. Mannschaft.




[www.facts.ch]

Antworten:

Das klingt wie die Geschichte eines Diktators und der Verein schaut zu... Naja, wir Wiler können das ja nachvollziehen, wenn alle nur zusehen.
Weiss von Euch noch jemand, wie Philip Meyer aus dem Verein geschleust wurde? Hatte da Peischl auch schon die Finger im Spiel?
Gruss Raul

von Raul (c) - am 17.11.2003 11:36
Ja, es war der Peischl, der ihn in den Nachwuchs verbannt hat! Und auch der Sereinig wurde vom lieben Heinz zum Teufel geschickt. Für ihn lief es besonders blöd, den er war von SG an Wil ausgeliehen worden und der Peischl degradierte ihn in den Nachwuchs, als dann der Leihvertrag auslief, musste er zu SG zurück und dort kam ja dann der Heinz Peischl und wollte ihn natürlich nicht haben. Er spielt jetzt so glaube ich in Schaffhausen.

von Syrus - am 17.11.2003 15:21

Das Gefühl, gemobbt zu werden

Der Brasilianer Luiz Filho Jairo und sein Weg vom Mittelfeld-Regisseur des St. Galler Meisterteams zum unerwünschten Spieler
Fussball. Im Jahr 2000 gehörte Luiz Filho Jairo dem Meisterteam des FC St. Gallen an. Nachdem der Vertrag mit Leo Lerinc Ende Jahr vorzeitig aufgelöst wird, ist Jairo noch der einzige Spieler, der in der «Gruppe Wald» verbleibt.

Markus Scherrer

Einst war es eine bestens funktionierende Ehe - jene zwischen dem FC St. Gallen und Luiz Filho Jairo. Der Brasilianer, der für die Ablösesumme von 300 000 Franken von Wil zu St. Gallen gewechselt hatte, war der Antreiber und Vorbereiter im Mittelfeld sowie einer der Leistungsträger im Team, das in der Saison 1999/ 2000 den Meistertitel gewann. Der damalige Trainer Marcel Koller setzte auf ihn, er hielt viel von ihm und drängte nach der Meistersaison mit aller Vehemenz darauf, den bald auslaufenden Vertrag von Jairo vorzeitig zu verlängern. «Der Druck war enorm. Wir wollten nach den Abgängen von Stiel und Zwyssig nicht auch noch Jairo verlieren», sagt Die- ter Fröhlich, der designierte Verwaltungsratspräsident der FC St. Gallen AG.

Deshalb erhielt der Mittelfeldspieler einen neuen, sehr gut dotierten Vertrag bis Ende Juni 2004 - unsere Zeitung ist im Besitze des Kontraktes. Zusätzlich schlossen der Verein und Jairo eine Vereinbarung ab, in welcher dem Spieler als Treueprämie 100 000 Franken pro Saison garantiert werden. Heute würden sie einen solchen Vertrag nicht mehr abschliessen, sagt Fröhlich. «Das war schlecht.»

Gegenseitige Vorwürfe
Mittlerweile sind die beiden Parteien zerstritten. Sie decken sich gegenseitig mit Vorwürfen ein. Jairo sagt, er werde vom Verein nur noch schikaniert. Fröhlich entgegnet, man habe schon mehr als einmal versucht, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Vergeblich. Fest steht, die Ehe zwischen Jairo und dem FC St. Gallen ist gescheitert. Es begann in der Beziehung zu kriseln, als Jairo nach der Vertragsverlängerung nicht mehr an die Leistungen der Meistersaison anknüpfen konnte. Von Spiel zu Spiel wurde die Unzufriedenheit bei den Vereinsverantwortlichen grösser. Wer so viel verdiene, müsse auch mehr bieten, hiess es. Das sei ihm auch, sagt Jairo, vor der versammelten Mannschaft vorgeworfen worden. Und heute sagt er: «Ich habe niemandem die Pistole an die Schläfe gehalten, damit ich diesen Vertrag erhalten habe.»

Auf Geld verzichtet
Die Anfeindungen, denen er danach ausgesetzt war, machten ihm zu schaffen. Er habe doch stets versucht, sein Bestes zu geben, sagt Jairo. Ausserdem beteiligte er sich an jener Aktion, als beim FC St. Gallen in der Saison 2002/03 einige Spieler auf einen Teil ihres August-Gehaltes verzichteten. Er «schenkte» dem Klub 16 000 Franken seiner Treueprämie und stimmte für die restlichen 84 000 Franken einer Ratenzahlung zu. Doch das Verhältnis sei dadurch nicht besser geworden. Es hiess weiterhin, er biete für das Geld, das er erhalte, zu wenig. Enttäuschend seien seine Auftritte auch im vergangenen Frühling gewesen, als der FC St. Gallen um seinen Platz in der Zehnerliga kämpfen musste. Jairo sagt: «Man muss wissen: Ich hatte grosse Probleme mit den Adduktoren. Ich liess mich sechs- bis siebenmal fit spritzen, weil ich dem Verein in dieser schwierigen Situation helfen wollte.» Er wollte damit ein Zeichen setzen, wie sehr ihm dieser Klub am Herzen liegt. «Ich war der Ansicht, wieder ein wichtiger Spieler zu sein.»

Flug storniert
Im Sommer 2003 fand sich Jairo aber in der «Gruppe Wald» wieder, der alle Spieler angehörten, welche dem Trainer Heinz Peischl nicht mehr ins Konzept passten. Inzwischen ist es keine Gruppe mehr. Per Ende Jahr wird der Vertrag von Leo Lerinc aufgelöst. Dann ist Jairo noch der einzige Spieler in der «Gruppe Wald». Wie unerwünscht er ist, hat er in den vergangenen Monaten immer wieder zu spüren bekommen. Im Herbst entschied Jairo, sich einer Operation an den Adduktoren zu unterziehen. Man habe ihm schon lange und immer wieder dazu geraten, sagt Fröhlich. Der Brasilianer unterzog sich diesem Eingriff, weil er glaubte, danach wieder eine Chance zu erhalten. Dieser Eindruck sei ihm vermittelt worden. «Vielleicht habe ich es auch falsch verstanden», sagt Jairo. Tatsache ist, eine Rückkehr in die erste Mannschaft stand nie zur Diskussion. Nach diesem Frust folgte ein weiterer, als ihm der neue CEO Andy Egli mitteilte, sein Flug im Dezember nach Brasilien sei storniert. Jairo wollte während der Winterpause in seinem Heimatland, an der Wärme, den Heilungsprozess vorantreiben. Er hatte alles organisiert. «Und dann wurde mir erklärt, dass ich mich hier der Physiotherapie zu unterziehen hätte», sagt Jairo. Man lasse ihn doch nicht einfach einen Monat in die Ferien gehen, sagt Fröhlich. Jairo müsse eine geführte Rehabilitation in St. Gallen machen. «Wir wollen nicht das Gleiche erleben wie Borussia Dortmund mit Marcio Amoroso», sagt Fröhlich.

Rechtliche Schritte eingeleitet
Jairo fragt sich, weshalb der Verein mit ihm so umgeht. Er spricht von Mobbing. Fröhlich sagt, es sei doch sehr mühsam, wenn einer einfach seinen Vertrag absitze. Der Brasilianer fügt an, er wäre sogar bereit, bei einem Challenge-League-Klub zu spielen oder den Vertrag vorzeitig aufzulösen. Fröhlich erwidert, man habe dies schon x-mal versucht. Jairo entgegnet, die vom FC St. Gallen angebotenen Konditionen habe er beim besten Willen nicht akzeptieren können. Und Fröhlich schliesst das Thema mit dem Satz: «Er will einfach das Geld, das ihm zusteht.» Die Situation scheint aussichtslos zu sein. Sie hat sich zuletzt sogar weiter verschärft. Jairo hat nach den jüngsten Vorkommnissen zusammen mit seinem Berater rechtliche Schritte gegen seinen Arbeitgeber eingeleitet. Per 30. September hätte ihm der FC St. Gallen die erste Rate (25 000 Franken) der Treueprämie für die aktuelle Saison überweisen sollen. Sie ist nicht auf seinem Konto eingetroffen. «Wir haben gegen die Betreibung Rechtsvorschlag erhoben», sagt Fröhlich. «Jairo erhält das Geld schon. Wir sind vertraglich dazu verpflichtet.» Immerhin: Über Weihnachten darf Jairo für ein paar Tage zu seiner Familie nach Brasilien fliegen. «Das ist doch klar», sagt Fröhlich.
SG Tagblatt

von Syrus - am 12.12.2003 04:46

Re: Das Gefühl, gemobbt zu werden

...Und wenn er schön brav ist, dann darf er ein Mal im Monat ein Telefongespräch führen... Lächerlich diese Güller!!!
Ohne Jairo wäre St. Gallen nie Meister geworden und für den tollen Vertrag muss man jetzt nicht den Spieler verantwortlich machen!
Gruss Raul (c)

von Raul (c) - am 12.12.2003 07:18
Wenn ich das lese, könnte ich kotzen! Spätestens nach dem Fall Simak (Hannover) und Deisler (Bayern) sollte man endlich kappieren, dass Fussballer auch eine Psyche haben!

Aber Peischl, dieser eiskalte Typ eben nicht. Er ist eine Schande. Nun immerhin haben die Güller dank ihm ca. 1.5 Mio. Lohnauslagen, die sie wieder mit Bettelaktionen hereinholen wollen.

BTW. Kann jemand diesen Facts-Artikel im fcsgforum.ch reinposten???? Herzlichen DANK!!!!

von Räuber Hotzenplotz - am 20.12.2003 13:31
Keine Angst, die haben das schon mitbekommen!

von Syrus - am 21.12.2003 12:16
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